Was ist der Mensch?

Seht ihr: Gott ist ein vollkommen gerechter Gott. Das ist er. Wir sind es nicht. Lasst mich euch etwas sagen, was ich heute morgen schon mal gesagt habe. Wisst ihr, was das größte Problem des Menschen ist? Ich sag es euch: Gott ist Liebe.

Du sagst: Was?

Das größte Problem des Menschen ist, dass Gott gut ist. Wie kann das sein?

Lasst mich euch eine Frage stellen. Fürchtet ein Verbrecher einen korrupten Richter?

Nein. Denn er kann ihn schmieren. Der korrupte Richter ist genauso einer wie der Verbrecher, die könnten sogar zusammen arbeiten. Ein Verbrecher fürchtet keinen korrupten Richter, sondern er fürchtet einen guten Richter. Unser größtes Problem ist, dass Gott gut ist. Denn wir sind nicht gut. Gott muss uns richten.

Manchmal, wenn ich auf einem Uni-Campus bin, da rede ich über die Herrschaft Gottes über meine Zuhörer. Dass Gott Herr ist, dass er souverän ist und man sich ihm zu unterwerfen hat. Und ich spreche weiter und weiter und betone das so lang bis irgend einer der Uni-Studenten, irgend ein kluger Kopf hervortritt und sagt: “Ich bin ein autonomes Wesen und ich will genau das tun können, was ICH WILL”! Ich sage dann: “In Ordnung, ich hab verstanden, was du gesagt hast. Kannst dich wieder hinsetzen”. Und dann mache ich weiter und rede über all die Grausamkeiten auf der Welt. Die Millionen Opfer, die der Sozialismus unter Stalin gefordert hat, die Millionen, die in Nazi-Deutschland gestorben sind. Die Millionen, die in Cambodia gestorben sind, die Menschen, die in Afrika verhungern wegen korrupter Regierung, die nicht einmal ihrem Volk Nahrung ausgeben, wenn kein Geld gezahlt wird. Und dann springt derselbe Student von vorher auf und sagt: “Warum tut Gott nichts”? Und dann sage ich: “Jetzt hab ich dich. Du verlangst Freiheit zu tun, was immer du tun willst. Aber du willst, dass Gott losspringt und alle anderen dazu zwingt, das zu tun, was er will”.

Seht ihr, das große Problem ist, dass der Mensch sich nicht der Herrschaft Gottes beugen will. Warum? Die Menschen wollen sich nicht Gottes Geboten unterwerfen. Warum nicht? Nun, weil Gottes Gebote gut sind.

Was ist so falsch daran, seinen Vater und seine Mutter zu ehren? Warum wollen wir es dann nicht tun? Und wir tun es nicht. Besonders diese Generation. Was ist so falsch an    “du  sollst nicht morden”? Besonders das hab ich nie verstanden: Was ist falsch an “du sollst nicht die Ehe brechen”? Was ist falsch mit “du sollst nicht stehlen” und mit “du sollst nicht lügen”? – Warum regen wir uns so auf? Sind diese Gebote schrecklich? Oder sind sie gut? Sie sind gut. Warum wollen wir ihnen dann nicht gehorchen. Nun, weil wir nicht gut sind.

Ist Gott ein Tyrann, wenn er sagt: “Schaut, ich habe euch geschaffen und das sind meine Gebote und es sind gute Gebote und sie sind geschrieben für euch, dass ihr leben und nicht sterben sollt”?

Wisst ihr, wie wir sind?

Wir sind wie ein Mann, der aus dem Koma erwacht und feststellt, dass er an einem Lebenserhaltungssystem angeschlossen ist und dann versucht, alles in seiner Macht stehende zu tun, um die Schläuche aus seinem Arm zu reißen. Wir sind wie ein Mann, der auf einem Ast sitzt, 30 Meter über dem Boden, der den Ast verflucht und an dem Ast herumreißt, um ihn vom Baum abzureißen. Und wenn er das tut, wird er zugrunde gehen.

Deswegen haben die Puritaner Sünde als Wahn bezeichnet.

Alle haben gesündigt.

Nicht in dir selbst

Wenn du in den Spiegel schaust, dann macht dir das manchmal große Sorgen, denn du siehst da nicht, was du eigentlich sehen solltest. All diese Leute, die über Herrlichkeit und Kraft reden, von Vollkommenheit und Sieg und du schaust in den Spiegel und siehst etwas, was dich halb zu Tode erschreckt. Denn du erkennst: Du hast das nicht geschafft. Ich möchte, dass ihr was erkennt. Ich habe das nicht geschafft und niemand hat das je geschafft. Jeder Mensch, der wirklich nur einfach in den Spiegel sieht, sollte einzig Leere, Ruin, Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit sehen.

Aber lass mich eine Frage stellen: Wer hat dir erzählt, dass du in einem Spiegel dich selbst betrachten solltest? Du solltest nicht dahin sehen! Ihr solltet dahin schauen, worauf ich euch jetzt weisen werde. Ein Ort, an dem ihr freigesetzt werdet. Seht ihr, das ist es wundervolles, zu wissen, wie Gott ist und zu wissen, wie ihr seid. Es ist wundervoll zu wissen, dass du völlig verloren bist ohne Gott. Wisst ihr, was das bedeutet? Euer Feind kann euch nichts tun. Satan kommt zu mir und sagt: „Paul, du verdienst die Hölle“ – und wisst ihr, was ich sage? „Erzähl mir etwas, was ich NICHT weiß!“ – „Du verdienst es nicht ein Kind Gottes genannt zu werden!“ – Und dann muss ich sagen: „Weißt du Satan, deine Theologie wird besser. Da hast du recht!“ – „Du hast überhaupt keine Recht auch nur bei Gott zu betteln, du bist völlig verloren!“ – „Ja, ich weiß, aber sieh doch den, der hinter mir steht! Schau IHN an, denn er ist der, auf den ich schaue!“

Seht ihr, ihr könnt keinen Krieg in Südamerika überleben und ihr könnt es nicht überleben, zu sehen, wie Leute vor euren Augen niedergeschossen werden und du kannst es nicht überleben, jeden Tag im Spiegel deine Schwachheit zu betrachten und du kannst überhaupt nichts in diesem christlichen Leben überleben, wenn du auf dich selbst schaust und du denkst, dass du in dir irgendwas finden könntest. Du kannst solche Dinge nur überleben, wenn du auf Christus siehst und darauf, was Christus für dich getan HAT! Oh mein Christen-Freund, wenn du einer bist: Du musst die Herrlichkeit Gottes betrachten. Du brauchst keine Bücher über deine Probleme. Du brauchst nicht sechs kleine Prinzipien dies und das zu tun! Wir stützen eine kranke und sterbende Christenheit mit kleinen Büchern, die von Menschen geschrieben wurden. Du brauchst das nicht. Was du brauchst, ist einen Blick auf die Herrlichkeit des allmächtigen Gottes. Und das wird dein Leben für immer verändern.

An dieser Stelle sei auch auf eine Predigt von Charles Leiter verwiesen:
Gott sorgt für mich: Er trägt seine Kinder durchs Leben

Der Gott, der rechtfertigt

Wie kann Gott gleichzeitig heilig sein und dem Gottlosen vergeben, der die Verdammnis verdient? Das ist das größte Problem der ganzen Bibel und darum dreht sich die ganze Bibel. Wenn Gott gerecht ist, dann muss er dich verdammen. Denn die Schrift sagt: Jeder, der einen Gottlosen rechtfertigt oder ihm vergibt, der ist ein Gräuel vor dem Herrn. Wie kann Gott gerecht sein und gleichzeitig den Gottlosen begnadigen?

Das ist der Punkt, wo das Wort “Sühnung” auftauchen muss. Gott wurde Mensch. Gott, der Gott-Mensch wandelte auf dieser Erde, geboren von einer Frau, geboren unter dem Gesetz, hat er absolut dem ganzen Gesetz gehorcht. Er war der Sohn, er war der einzige wahre Diener Jehovas, der dieses Zeugnis über sich selbst hörte: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Er hat absolut jede Forderung des Gesetzes erfüllt. Er war der eine, vollkommene Diener Jahwes. Und dann geht er ans Kreuz und an jenem Kreuz trug er die Sünden von Gottes Volk. ER trug die Sünde, die Schuld des Volkes Gottes und all das Gericht, all der heilige, gerechte Zorn Gottes, der dich treffen sollte, der das Volk Gottes treffen sollte, traf den CHRISTUS und CHRISTUS trat in den Riss, CHRISTUS stand an deiner Stelle, an der du hingerichtet werden solltest, CHRISTUS nahm unseren Platz ein und das ganze Gericht des allmächtigen und gerechten Gottes, traf IHN und als ER starb, da bezahlte ER den Preis. Er hat uns erkauft.

Was hat er durch seinen Tod getan? Zuerst einmal hat er all die Forderungen des Gesetzes erfüllt. Das Gesetz fordert, dass du für jedes Verbrechen bestraft wirst, dass du je begangen hast und die Strafe ist TOD. Als ER an jenem Holz starb, da tat ER den Forderungen des Gesetzes genüge. Lasst mich hier etwas sagen, das ist sehr wichtig und ich möchte nicht, dass ihr in Verwirrung geratet. Oftmals, wenn Menschen davon sprechen, dass Christus die Forderungen des Gesetzes erfüllt hat, sprechen sie so, als ob dort dieses Gesetz sei, das selbst über Gott stehen würde, das Gott zu erfüllen hätte um zu vergeben. Nein, das ist dann ganz und gar falsch verstanden. Und ich hab Leute das so predigen gehört oder zumindest hat es sich so angehört. Nein, diese Gesetze sind eine Offenbarung oder eine Reflektion des eigentlichen Wesens und der Natur Gottes. Gottes gerechte Gesetze mussten erfüllt werden, weil es SEINE Gesetze sind und es seinem Wesen entspringen. Gott kann nicht in sich selbst widersprüchlich sein. Seiner Gerechtigkeit muss Genüge getan werden und als Christus an jenem Holz starb, da wurde dem Gesetz genüge getan, Gottes Gerechtigkeit wurde genüge getan, aber nicht nur das: Der Zorn wurde gestillt.

Manchmal kommen Leute zu mir und ich frag sie: “Was ist los?”

Sie sagen: “Gott hat mich gerettet?”

Ich sage: “Wovor hat er dich gerettet?”

Sie sagen: “Darüber hab ich noch nie nachgedacht!”
“Nun, er hat dich gerettet. Wovor hat er dich gerettet?”
“Nun, er hat mich vor der Hölle gerettet”

“Nein, nicht wirklich”

“Er hat mich vor Sünde gerettet”

“Nein”

“Hmmm… Wovor hat Gott mich dann gerettet?”

“Nun, Gott hat dich vor Gott gerettet”.

Es war Gott, der seine Rüstung angezogen hatte und der kam um dich zu holen in seiner Heiligkeit und mit seiner Gerechtigkeit um an dir die Strafe zu vollziehen, damit du für all das bezahlst, was du gegen ihn gesündigt hast, aber er kann nun sein Schwert zurück in die Scheide stecken, jetzt, da CHRISTUS gestorben ist. CHRISTUS hat dich gerettet vor dem Zorn des allmächtigen Gottes. Hölle ist im Grunde nur eine Manifestation des Zorns.

Ich sage den Leuten immer das:

Gott hat dich VOR SICH SELBST gerettet,

Gott hat dich FÜR SICH SELBST gerettet und

Gott hat dich DURCH SICH SELBST gerettet.

Das ausdauernde Leben in Christus


Das Video auch hier auf vimeo

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Seht ihr, das Problem ist, dass wir aus Gott einen sehr kleinen Gott machen, wenn wir sagen, wir können unsere Erlösung verlieren. Gott sei nicht stark genug, uns im Glauben zu bewahren. ABER Gott ist nicht nur stark genug uns im Glauben zu bewahren, sondern auch stark genug, uns bis zum Ende gut laufen zu lassen. Er ist stark genug um uns bis zum Ende im Glauben ausharren zu lassen. Seht ihr, ihr macht Gott so oder so zu einem schwachen Gott. Wenn ihr sagt: Gott kann uns nicht im Glauben bewahren, dann machst du ihn schwach. Ebenso, wenn du sagst: Wir werden irgendwie durchkommen, aber ohne beständig gute Frucht zu tragen, dann machst du ihn auch schwach, denn im Grunde sagst du: Gott wird gleite das Heft aus der Hand.

Die, die Frucht tragen, die sind die echten Gläubigen. Die, die keine Frucht bringen, die sind nicht echt und sie fallen ab. Warum fallen Leute ab? Wir wissen es. Das war schon vor 2000 Jahren so. Menschen beginnen den Lauf im Glauben und fallen ab. Warum? Denken wir an Demas. Welchen Art von Boden stellt er dar? Er ist eine ziemlich gute Darstellung des 3. Bodens. Was geschah? Ihm begegneten Sorgen und die Verlockungen des Reichtums. Was tat er? Er liebte die Welt. Er fiel ab. Paulus spricht von anderen, die Schiffbruch im Glauben erlangt haben. Warum erleiden Menschen im Glauben Schiffbruch? Was ist mit Judas Iskariot? Er erlitt Schiffbruch im Glauben. Leute aus der direkten Gefolgschaft von Paulus erlitten solch einen Schiffbruch.

Brüder, es ist durch die Geschichte so gewesen. Menschen schaffen es nicht bis zum Ziel. Christus sagt: “Wer ausharrt bis ans Ende, wird gerettet”.

Nun, wie ist das jetzt? Wir haben hier eine Wahrheit, die uns gegeben ist, um uns zu ermutigen: NICHTS kann mich von der Liebe Christi trennen. Mein Glaube beißt sich fest in dieser Wahrheit. Aber wisst ihr was: Bei manchen Menschen klopfen die Verlockungen der Welt an die Tür und sie überlegen sich, ob sie lieber die Liebe Christi oder die Welt haben wollen und sie wollen lieber die Welt. Es bedeutet ihnen nichts, dass die Schrift sagt, dass uns nichts von der Liebe Christi trennen kann, das interessiert sie nicht und sie ergreifen diese Wahrheit nicht im Glauben. Sie schauen sich die weltlichen Verlockungen an, wägen ab und sie gehen davon.

Wisst ihr, warum der echte Christ nicht vom Glauben abspringt, wenn die Prüfungen kommen?  Weil er CHRISTUS mehr als alles andere will. Er will CHRISTUS, er liebt CHRISTUS. Und wenn die Prüfung kommt, dann macht sie dem Christen genauso sehr zu schaffen wie dem, der abspringt, aber er will CHRISTUS mehr als er die Erleichterung will.  Er will CHRISTUS mehr als Geld. Er will CHRISTUS mehr als irgend etwas sonst. Nun, egal wie schwer die Prüfung wird – man denke an Paulus wie er mit Stöcken verprügelt wurde, wie er ausgepeitscht wurde, wie er Schiffbruch im Meer erlitt, unter falschen Brüdern war und wie das alles über ihn kam: Paulus gab nie den Lauf auf. Warum nicht? Für ihn war sein Leben CHRISTUS. Und das Sterben, war sein Gewinn, um dann bei CHRISTUS zu sein. Aus dem Leben zu scheiden und dann beim Herrn zu sein.

Leute, wenn CHRISTUS euer ein und alles ist, dann werdet ihr auf dem Weg bleiben, egal, was kommt, egal mit welchen Reichtümern ihr versucht werdet, egal welche Prüfungen kommen, egal welche Verfolgungen kommen, egal welcher Schmerz, welche Leiden und welche Sorgen kommen, ihr werdet auf dem Weg bleiben. Warum? Nun, letztlich geht es um den Glauben. Dieser Glaube ist einer, der an einen CHRISTUS glaubt, den wir nie gesehen haben. Letztlich, der einzige Weg, auf dem Leute an CHRISTUS bleiben, ist der, dass sie wirklich mit ihrem inneren Auge die Schönheit und den Wert Christi erkannt haben, die nach ihrer Einschätzung wertvoller sind als alles andere sonst. Petrus sagt: “Ihn liebt ihr, obwohl ihr ihn nicht gesehen habt”. Wir glauben an einen CHRISTUS, den wir nicht gesehen haben. Du und ich – wir haben ihn nicht gesehen.

Da war dieser Thomas, der sagte: “Mein Herr und mein Gott”. Und Jesus sagt: “Du glaubst, weil du gesehen hast. Selig sind die, die glauben, obwohl sie ihn nicht gesehen haben”.

Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Geist und wenn ihr das lest, dann seht ihr, woher diese Liebe kommt, sie kommt aus dem Kreuz. Und ich würde im Grunde das sagen: Wenn jemand wirklich gerettet ist, dann liebt er CHRISTUS, er glaubt CHRISTUS und er vertraut CHRISTUS, er schaut zum Kreuz und findet Hoffnung in CHRISTUS und der Geist Gottes belebt diesen Blick zum Kreuz und erfüllt diese Person mehr und mehr mit Gewissheit ihres Heils und der Geist ist ein Geist der Kindschaft, der bezeugt, dass wir Kinder Gottes sind,  und uns dazu treibt, Gott nicht als einen fernen Gott zu sehen, sondern als einen Gott, der uns sehr nahe ist, als einen Vater und wir rufen “Abba” – Vater.

Das Grundlegende ist: Der Christ nährt sich von und findet seine Stärke in CHRISTUS. CHRISTUS sagte, er würde einen Helfer, einen Tröster senden und er sagte, dass dieser Tröster ihn selbst verherrlichen wird. Ich kann euch das garantieren: Egal, bei welcher Handlung der heilige Geist involviert ist: CHRISTUS steht im Fokus. CHRISTUS steht immer im Mittelpunkt. Der Geist selbst steht nicht im Vordergrund: CHRISTUS steht im Vordergrund.

Der Mensch, der echte Heilsgewissheit vom Heiligen Geist hat, gleichzeitig aber keine Werke, keine Frucht hat, der existiert nicht. Den gibt es einfach nicht. Der Mensch, der am Ende abfällt, der war vielleicht jemand, der in Wirklichkeit selbstgerecht war, der danach strebte, Gott mit seinen eigenen Verdiensten zu beeindrucken. Vielleicht war eine Art Pharisäer, der nach außen hin eine fromme Show abgezogen hat. Er mag auf viele Dinge vertraut haben, vielleicht auf seine Mitgliedschaft in der Kirche, vielleicht auf seine Bemühungen, wie Demas fällt er jedoch ab, aber ich garantiere euch: Egal, worauf er vertraut hat, er hat auf etwas Vergebliches vertraut und es war nicht vom heiligen Geist gewirkt. Nun, es ist so: Der wahre Christ findet nicht erst am Ziel heraus, dass er ein wahrer Christ war. Der echte Christ hatte diesen Geist Gottes in sich innewohnend und es gab wahre, echte Anzeichen seiner Gegenwart, die dem Gläubigen Zuversicht gegeben haben. Und wo der Geist Zuversicht gibt, da wirkt er ebenso Liebe
und wirkt die Früchte des Geistes ( Galater 5 ) und jene Werke in uns. Er gibt uns Verlangen danach, treibt uns dem Guten nachzugehen. Er gibt uns eine Liebe für Gott, die uns durch die Liebe Christi vorantreibt und uns dazu drängt, dies alles auszutragen.

Und diese beiden Sachen hängen eng miteinander zusammen. Wenn Menschen den Lauf aufgeben, dann hatten sie diese Dinge nicht. Ja, sie mögen eine Zuversicht gehabt haben und gewisse Dinge geglaubt haben, aber letztlich war es eine vergebliche Zuversicht. Und ich glaube, die Wahrheit ist die: Die Warnflaggen, die waren immer da. Denn JESUS CHRISTUS sagt folgendes in Matthäus 7. “Weicht von mir, ihr Gesetzlosen”. Und letztlich: Es war da. Es war Gesetzlosigkeit bei ihnen da. Der Geist Gottes hat sich ihnen nicht mitgeteilt wie er es tut, weil sie keine Kinder Gottes waren. Und letztlich: Es war kein echtes Leben, es war nicht richtig. Es waren Menschen mit vergeblicher Hoffnung. Oftmals glauben Leute, mit ihnen sei alles in Ordnung, aber sie haben eine vergebliche Hoffnung.

Die Schrift gibt an keiner Stelle jemandem Zuversicht, der einen von Sünde gekennzeichneten Wandel hat, dass er glauben kann, dass ihn die Kraft Gottes verändert hat. Sie sollten nicht erwarten, überhaupt Hoffnung zu haben.

Denkt über den 1. Johannes-Brief nach. Was sind die Kennzeichen im 1. Johannes-Brief, dass wir echte Gläubige sind? Wir halten seine Gebote. Wir wandeln wie er gewandelt ist. Wir haben Erhörung von Gebeten. Wir lieben die Brüder. Im Grunde schaust du dir all diese Kennzeichen an und dann kommst du zum letzten Kapitel und er sagt: Ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr Gewissheit des ewigen Lebens habt! Und fraglos, Leute, ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber bei mir ist es so: Ich schaue zum Kreuz und der Geist Gottes gibt mir Zuversicht, dass ich Gottes Kind bin. Dann betrachte ich mein Leben und ich sehe: Ich bin nicht mehr so, wie ich einmal war. Und das gibt mir Zuversicht. Und dann stelle ich fest: Wenn ich fange, abzugleiten, dass mein Vater dann kommt um mich zurecht zu bringen. Und er legt den Stock an auf meinem Rücken und bringt mich wieder auf den Weg zurück. Die Korrekturen Gottes in meinem Leben geben mir Gewissheit meines ewigen Lebens wie es wenige andere Dinge tun. Ich sehe seine Treue mir gegenüber. Wann immer ich auch anfange abzugleiten, da ist mein Vater da, schnappt mich und zieht mich zurück.

Manchmal hat mich das mehr zu Tränen gebracht als irgend etwas sonst, dass er so treu ist: Das gibt mir solch eine Zuversicht! Er wird mich nicht einfach gehen lassen. Ich bin in der Hand meines Vaters. Wenn ich anfange, abzugleiten, dann hält er mich
fest. Das ist wirklich, das ist lebendig, ich betrachte das alles und sehe: Ich muss es bis ans Ende schaffen. Ich bete: Gott, bringe DU mich bis ans Ende. Hilf du mir bis zum Schluss durch.

Denn ich spüre: Wenn Gott mich laufen lassen würde, dann würde ich davonjagen wie eine Rakete. “Herr, ich spüre es! Ich spüre es: Wenn du mich gehen lässt, dann werde ich gehen”.  Nicht, dass ich das wollte, aber ich spüre diesen Kampf. Aber zur selben Zeit empfinde ich diese Zuversicht: Erwarte ich, dass Gott mich bis ans Ende bringt. Ja. Ich denke nicht, dass ich bis zum Ende warten muss, um herauszufinden, ob ich wirklich gerettet bin. Ich glaube von ganzem Herzen, dass Gott mich wirklich gerettet hat und ich hab eine massive Veränderung in meinem Leben gesehen. Und das ist genau das, was die Schrift uns sagt, dass wir es sehen sollten. Und ich kann davon erzählen, wie die Liebe Gottes wiederholt mein Herz durchflutet hat, durch die Erkenntnis, was Christus am Kreuz vollbracht hat. Ich weiß, dass er mich gebracht hat, Dinge zu wollen, die ich nie zuvor gewollt habe. Ich habe nun Verlangen, Dinge zu tun, nach denen ich nie früher verlangt hätte.

Ich weiß, dass ich die Brüder nicht vollkommen liebe, aber ich liebe die Brüder. Ich möchte mit Christen zusammen sein. Ich möchte dort sein, wo sie sind. Ich mag mit ihnen sprechen, ich liebe denselben Christus, den sie lieben. Ich liebe es, mit ihnen die Versammlung zu besuchen. Ich liebe es, Predigten zu hören, ich liebe es von Christus zu hören. Es gibt Zeiten, in denen ich eine Predigt vorbereite und ich betrachte einfach diese alten Wahrheiten und sie ergreifen mich wieder. Und ich gehe auf die Knie. Könnt ihr damit was anfangen? Das ist christlicher Glaube. Das ist die lebendige Wirklichkeit. Das ist Leben in Christus. Das ist nicht einfach so eine Show! …

Gottes liebende Disziplin

Wenn er dich diszipliniert, dann tut er das als dein Vater. Du bist sein Sohn, du bist sein Kind. Eine der größten Manifestationen von Gottes Liebe ist seine Disziplinierung an uns in unseren Leben. Ihr als Eltern, die ihr wirklich hin und her schwankt beim Disziplinieren eurer Kinder, weil ihr sie „so arg liebt habt“, begreift, dass ihr eine heuchlerische und unbiblische Liebe habt. Die größte Manifestation der Liebe, wie gesagt , kann die Disziplinierung sein, die ihr euren Kindern gebt. Die beständige und andauernde Disziplin. Und schaut euch einmal an, wo sich diese Disziplin überall durchzieht. Er geißelt jeden Sohn, den er empfängt. Peitschen! Ich sag sicher nicht, geht nach Hause und bindet eure Kinder an einen Marterpfahl, aber was hier so steht, ist erstaunlich. Gottes Züchtigungen können richtig verletzen. Ich meine, wirklich, wirklich, wirklich verletzen und schmerzen!

Aber lasst uns etwas betrachten. Das ist sehr, sehr wichtig! Wir setzen Züchtigung gewöhnlich im Christenleben mit Sünde im Leben des Christen in Verbindung. Weil du etwas getan hast, deswegen wirst du gezüchtigt! Ja, das mag zum Teil der Fall sein, aber ich will uns zwei Arten zeigen, auf die Züchtigung auftaucht. Und das ist jetzt enorm vereinfacht. Als ich ein kleines Bürschchen war, da war mein Vater ein wirklich guter Athlet und ich gar nicht. Ich hatte sehr schwache Beine. Und mein Vater wollte aus mir einen großen Athleten machen. Nachdem wir das Vieh gefüttert hatten, geschah folgendes, denn wir wohnten auf einer Ranch mit Tieren und waren so ungefähr eine Meile weg von unserem Haus. Egal, ob es jetzt geschneit hat, ich hatte große Stiefel an und mein Vater schnallte mir Gewichte um und ich sollte hinter dem Wagen den ganzen Weg nach Hause rennen. Nun, hatte ich an jenem Tag etwas falsches gemacht? Nein! War er sauer auf mich? Nein. Die Tatsache ist: ich war schwach! Wenn ich jemals stärker werden sollte, musste ich einen stärkeren Widerstand erleben, musste ich durch Zeiten der Disziplinierung. Was ihr sehen müsst, ist, dass Disziplinierung nicht immer als Folge auf eine Sünde in unserem Leben kommt. Züchtigung ist notwendig um aus dir den Mann oder die Frau Gottes zu machen, den oder die Gott aus dir machen will. Seht ihr? Züchtigung kann auch als Training betrachtet werden. Als Training! Und es ist sehr, sehr wichtig, das zu verstehen. Züchtigung kommt nicht immer, weil du an einem bestimmten Punkt rebelliert hast. Das war sehr, sehr hilfreich für mich zu verstehen.

Züchtigung kann aber auch kommen, weil wir vielleicht unbemerkte Sünde haben in unserem Leben. Lasst mich ein Beispiel aus meinem eigenen Leben geben. Ich habe auf einer Konferenz an der Seite von Männern gepredigt, die ich sehr respektiere und sehr schätze. Und das passierte gerade erst vor 2 Monaten. Nun, ich wurde da eingeladen, weil ein anderer Sprecher ausfiel und nicht predigen konnte, und das wurde sehr kurzfristig an mich herangetragen und nun, ich hätte die Einladung nicht annehmen sollen. Ich war sehr müde und ausgelaugt, aber ich ging voran und hab es gemacht. Und ich kam dann dran und hab gepredigt, aber in dem, was ich tat, war sehr wenig von Gott. Und darauf, kam ein anderer dran und wies mich direkt von der Kanzel runter zurecht. Nun: Jetzt das Entscheidende: Ein Freund von mir sagte: schau doch, er hat dich offen getadelt, er kam nicht vorher zu dir… aber das war der Punkt: Ich wusste, was da geschieht! Unabhängig davon, ob das nun ganz „sauber“ lief, ich weiß, was da geschah! Es war der Herr. Nun, das hat mich beschämt, weil das Männer waren, die ich sehr schätze, aber es war vom Herrn. Ich werde da nicht wütend werden. Wenn jemand kommt und dich zurechtweist und das einzige, was du entgegnen kannst, ist: „Nun, es mag zwar stimmen, was du gesagt hast, aber wie du es gesagt hast, war falsch“ , dann hast du ernsthafte Probleme. Nun, das hat mich beschämt, aber vor eineinhalb Monaten, da stellte ich etwas fest und ich hab mit dem Pastor über genau das auch gesprochen hier in dieser Woche: Bleib mal stehen: Gott hat mich in den letzten paar Jahren wirklich gebraucht und ich komme gefährlich nah dran, auszubrennen, ich muss mal wieder ein wenig langsam machen. Und durch das, was dieser Mann mir sagte, rettet er vielleicht mein Leben und dann kam ich hier her und der Pastor sagte mir: „Komm, Paul, zieh dich zurück, studiere die Schrift, ruhe dich aus, erhole dich.“- Seht ihr, was da passiert? Das ist der Herr. Das ist der Herr.

Ich war quasi ich  blind der Tatsache gegenüber, dass mir bald die Kraft ausgeht. Seht ihr das? Und dann hat Gott das erlaubt. Ich könnte den ganzen Tag sauer sein: Warum hat er mich vor all den Leuten zurechtgewiesen? Der, der das tat ist ein gottesfürchtiger Mann und ich kann nur sagen: Ich denke, der Herr steckte dahinter! Weil es rettet mir mein Leben! Und ich komm hier her diese Woche und wieder genau das gleiche! Ein sehr gottesfürchtiger, weiser und viel älterer Mann als ich – ich scherze – der erzählt mir einfach viele der Sachen, die ich im Herzen bewegt hatte und andere Leute mir auch schon sagten. Nun, das ist eine Form von Disziplinierung.

Eine andere Form der Züchtigung. Ich hab gerade riesige Schmerzen. Mein Rücken tut unheimlich weh und ich hab im Moment gerade solchen Schmerz in meinem Kopf, dass ich am liebsten schreiend aus dem Gebäude rennen würde. Ich hab ein Knochenproblem und ich hab mehr Metall in mir als ein Tanklastzug. Warum? Nun, die Charismatiker würden sagen: Weil ich Sünde in meinem Leben habe. Ich preise Gott dafür. Wovor hat Gott mich bewahrt? Wovor hat Gott mich bewahrt? Es ist nicht notwendigerweise dieses Schema: Paul ist so ein großer Sünder und Gott tut etwas, um ihn wieder zurecht zu bringen. Es ist einfach das: Gott weiß genau, was du und ich brauchen, um in das Bild seines Sohnes verwandelt zu werden. Er weiß genau, was wir brauchen. All dieser Gegenwind, all diese Probleme, all diese verschiedenen Dinge. All diese schwierigen Menschen, die er uns ins Leben bringt. Alles! Er weiß, was wir brauchen, um ins Bild Christi verwandelt zu werden! Und das ist ein großer Teil seiner Züchtigung.

Nun, lasst uns einen Moment auch über Sünden reden, über die wir nur sehr schwer Sieg bekommen. Alle von euch kennen das, das ist in eurem eigenen Leben passiert. In dem Moment, in dem ich gerettet wurde, genau in diesem Moment, gab es bestimmte, schreckliche Dinge, die ich als Ungläubiger getan habe und die waren von einem auf den anderen Moment gebrochen. Nie wieder mit ihnen zu kämpfen. Aber es gab andere Dinge, die nicht verschwanden. Warum? Habt ihr jemals darüber nachgedacht? Warum? Warum nicht einfach sofortige Heiligung? Lasst mich einfach eine Frage stellen, ihr seid wahrscheinlich nicht so unreif wie ich es bin. Aber lasst mich euch einfach mal aus meinem täglichen Leben erzählen. Eines morgens stehe ich auf. Es ist vier Uhr morgens. Ich und Jonathan Edwards, wir sind da und studieren, und ich bete und alles läuft glatt und dann ist es acht und ich komm  runter mit meiner Bibel und helfe meiner Frau mit einer Bibelstelle und ich lebe wie ein Puritaner. Ich mache heute alles richtig. Nun, die letzten zehn Jahre hab ich nichts davon gemacht, aber heute, heute lauf ich gut. Ich sehe einfach gut aus. Ich gehe zum arbeiten, bin allen ein Segen und gebe dem Typen beim Mittagessen Zeugnis und ich geh abends ins Bett und denke: Warum kann das nicht jeder so geregelt bekommen wie ich? Was ist stimmt nicht mit all den anderen? Heute war ein guter Tag!

Nun, ich hab einmal einen guten Tag hin bekommen und automatisch denke ich fast: Wow, ich mach das wirklich gut! Gott lässt in seiner eigenen Vorsehung diese Dinge in unseren Leben, er kümmert sich nicht sofort drum wie er das mit anderen Dingen tut, weil er in uns eine Abhängigkeit schafft. Eine immer größer und tiefer werdende Abhängigkeit von ihm selbst und seiner Gnade. Es hilft uns außerdem das Wesen der Erlösung zu verstehen. Wie wir vor Gott stehen basiert nicht auf unserer Leistung und Darbietung, sondern auf dem  vollbrachten Werk Christi. Nun, lasst uns da nicht den überzogenen Blick auf das nehmen und sagen: Es ist einfach Gottes Wille, dass ich in diesen Bereichen nicht sauber bin, nein, das stimmt ebenso nicht, denn er verspricht uns, vor Jahren hat mir das Charles Leiter gezeigt und das war sehr hilfreich, wo es in Hesekiel heißt: Ich werde dich von all deinem Schmutz und all deinen Götzen reinigen! Das bedeutet, dass Gott selbst an diesen vielen Sünden, mit denen ich immer noch ringe, Bereiche in meinem Leben, in denen ich wirklich vorsichtig sein muss, arbeitet und größeren und größeren Sieg darüber schenkt.

Ich gebe euch ein Beispiel: Wahrscheinlich der größte Drachen, mit dem ich kämpfe, ist Depression. Das ist ein großer Drachen für mich. Es gab Zeiten in meinem frühen christlichen Leben, wo mir das mir sämtliche Kraft zu arbeiten geraubt hat. Und immer wieder bis heute, kämpfe ich von Zeit zu Zeit damit. Aber wie ich diese 25 Jahre jetzt betrachte, da sehe ich große Siege, die der Herr in meinem Leben errungen hat. Ein Teil davon kann man nur auf ein übernatürliches Wirken zurückführen. Andere Dinge kann man auf praktische Dinge zurückführen, die die Vorsehung Gottes nutzt, wie zum Beispiel, dass er mir eine sehr weise Frau geschenkt hat. Seht ihr, so funktioniert Züchtigung und Disziplinierung.

Geliebt IN CHRISTUS

Dieser Clip für die, die in Christus sind, die zu seinen Schafen gehören.

Du bist geliebt

Es ist mir eine große Ehre und ein großes Vorrecht, zu euch hier sprechend zu dürfen. Ich bin überwältigt von der Güte Gottes, dass er mir erlaubt und die Möglichkeit gibt, hier zu sein und das Evangelium zu hören, vom Evangelium Jesu Christi zu sprechen und Gemeinschaft mit den Gläubigen zu haben. Ich halte das für ein so außerordentliches Vorrecht.

Seid nicht mutlos. Seid niemals mutlos! Es gibt einfach keinen Grund, jemals entmutigt zu sein. Manche der größten Predigten, die jemals gepredigt wurden, die wurden nur vor 6 Leuten gehalten. Manche der größten Manifestationen Gottes haben sich nur vor einer Hand voll Gläubigen ereignet. Wir sollten nicht die Weisheit der Welt nutzen, sondern die Weisheit Gottes. Leute, wenn das einfach wäre, dann würde das jeder tun.

Es geht nicht darum, wie nützlich wir werden können oder wie erfolgreich unser Dienst zu sein scheint. Es geht darum, ins Bild Christi verwandelt zu werden. Absolut alles in unserem Leben ist darauf ausgerichtet, dass wir ihm gleichgestaltet werden.

Gott wird nicht durch Menschenhand gedient als ob er etwas von uns brauchen würde, sondern er hat es uns die Gnade erwiesen, an dem großen Werk teilzuhaben, das ER tut. Aber das große Ziel Gottes ist nicht uns zu erfolgreichen Dienern zu machen. Das große Ziel Gottes ist, uns dem Bild Jesu Christi gleich zu gestalten.

Ich merkte, dass ich nicht einen Zentimeter nach links oder rechts gehen musste, damit Gott mich liebt, dass ich nicht erfolgreich sein musste in den Augen der Welt, auch nicht voll Kraft, auch nicht redegewandt, auch nicht intelligent, noch sonst irgend etwas anderes, damit ich einfach nur geliebt war.

„Ich bin so unheilig und bin so ungerecht und bin so unverständig in den Dingen Gottes und schäme mich so“ – Darauf sagte ich: „Deine Freude, alles, deine Zuversicht, deine Freude, dein Frieden kommen aus deiner Leistung und aus dem, was du für Gott tun kannst. Meine Zuversicht, meine Freude und mein Friede kommen aus dem, was Gott FÜR MICH im vollbrachten Werk Christi GETAN HAT“. Gott wird nicht erlauben, dass deine Freude und deine Zuversicht aus irgend etwas anderem kommen als aus IHM und seiner Gnade.

Und ja, in einem bestimmten Sinne wird Gott uns als Gläubige, wenn wir fehlgehen von unserer Sünde überführen und in einem Sinne sollten wir unseren Mangel an Gehorsam mit Sorge betrachten, aber zur selben Zeit müssen wir etwas begreifen. Wisst ihr, was Gott am meisten im Leben der Gläubigen tut, nachdem sie gerettet sind? Er wirkt in ihnen nicht so viel Leben ihnen als dass er Tod in ihnen bewirkt. Nach einer kurzen Zeit, die manche Leute als „erste Verliebtheit“ bezeichnen, in der Gott dich in seiner Gnade beschützt, fängt er an, seine Gnade ein wenig zu entziehen, dass du anfängst zu sehen, dass du NICHTS tun kannst und alles von IHM abhängt.

Deswegen – wenn manche jungen Prediger losgehen und predigen – ist es so, dass wenn sie Gottes Männer sind, sie gewöhnlich Jahre mit Versagen verbringen werden. Es mag Ausnahmen geben. Ausnahmen wie Charles Spurgeon aber für die aller meisten von uns gilt: „Gott erlaubt uns, mit so viel eigenem Versagen konfrontiert zu werden. In unserem Gebetsleben. Versagen in unserer Fähigkeit, die Schrift zu verstehen, Versagen in unserem Predigen, Versagen überall, so dass wir letztlich zu einem Punkt kommen und sagen: „Oh Gott, wen im Himmel habe ich außer dir? Wen auf der Erde habe ich außer dir?“

Und dann wird es ein Werk Gottes in unserem Denken und ein Werk Gottes in unserem Herzen. Und das will ich, dass ihr es seht: Ich möchte, dass ihr eure Freude nicht aus eurer Leistung zieht, sondern aus dem vollbrachten Werk Christi. Ich möchte, dass ihr alles aus dieser einen Sache und dieser einen Person zieht! Und dann wird eure Freude und euer Frieden so fest sein wie ein Fels, der unwandelbar fest steht. Aber wenn eure Freude und euer Frieden und alles aus eurer Leistung kommen, dann werdet ihr den Rest eures Lebens folgendermaßen verbringen:
Jemand kam mal zu mir her und sagte das: „Weißt du, wenn du dies und das tun würdest, dann würde sich dein Dienst vergrößern, du könntest übers Fernsehen nachdenken und über all diese Möglichkeiten und alles würde so großartig werden…“

Nachdem er fertig war, sagte ich: „Aber, wenn ich all das tun würde, wo würde ich da die Zeit zum angeln finden?“  – Und er schaute mich so an und ich wusste was er dachte: „Du bist der ungeistlichste Christ, der mir jemals begegnet ist!“ Und ich schaute ihn an und sagte: „Ich war dort, ich habe einen großen Teil meines Lebens als Christ damit verbracht, mich zu Tode zu arbeiten, so dass Gott irgendwie denken würde, ich sei etwas besonderes. Ich brauche weder diesen Dienst noch jenen Dienst, noch die Dinge, über die du gesprochen hast. Ich weiß, dass ich tief, ewig und vollkommen geliebt BIN. Wenn Gott will, dass ich etwas tue, dann werde ich das tun, weil er mich so sehr liebt. Aber ich muss weder groß, noch klug, noch redegewandt sein,  ich brauche keinen gewaltigen Dienst und ich muss auch nicht einen bekannten Namen haben. Gott liebt mich und das ist genug! Ich will dich als Gläubigen hier wissen lassen: Gott liebt dich!

„Der größte Akt des Glaubens ist, die Toten aufzuerwecken! Junge, wenn du Gottes Glauben hast, dann kannst du die Toten auferwecken!“ – Ich sage darauf immer: „Ach was!“ – Sie fragen: „Was ist denn der größte Akt des Glaubens?“ – Für mich ist es das: „In den Spiegel des Wortes Gottes zu sehen, all mein Versagen, all meine Sünde, all mein zu kurz kommen zu sehen und dann zu glauben, dass Gott mich so liebt, genau so wie er sagt, dass er es tut“. Er liebt dich wirklich. Du bist geliebt, wenn du in Christus bist. Du bist angenommen, wenn du in Christus bist. Du läufst immer mit einem Sicherheitsnetz unter deinen Füßen. Das ist eine wunderbare Sache. Gesetzliche Christen mögen so etwas nicht sonderlich, aber für mich ist das etwas wunderbares. Für jemanden, der nie all diese Dinge erreicht hat, wie es andere Leute geschafft haben, ist das eine wunderbare Botschaft.

Lasst uns unsere Bibeln für  Römer 3 ab Vers 23 öffnen:

Denn es ist kein Unterschied: Alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes, so daß sie gerechtfertigt werden ohne Verdienst, durch seine Gnade, mittels der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sühnopfer verordnet, durch sein Blut, für alle, die glauben, zum Erweis seiner Gerechtigkeit, wegen der Nachsicht mit den Sünden, die zuvor geschehen waren unter göttlicher Geduld, zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist. Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen? Durch welches Gesetz? Das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens!

Dr. Martin Loyd Jones sagt: „Das ist die Akropolis, die Festung des christlichen Glaubens, möglicherweise die gewaltigste und wichtigste Passage in der ganzen Bibel“

Das, was ich gerade gelesen habe, ist möglicherweise die wichtigste Passage in der ganzen Bibel. Hast du sie gelesen? Verstehst du sie? hast du darüber gebrütet? Denn hier finden wir die größte und überwältigendste Wahrheit. So viele Leute lesen das und das einzige, woran sie sich erinnern ist Römer 3, 23 ( „ermangeln der Herrlichkeit Gottes“ ) und doch ist – zumindest meiner Auffassung nach – diese Passage die wichtigste Passage in der ganzen Bibel. Und um das Kreuz Jesu Christi zu verstehen, müssen wir diese Passage verstehen.

Ich bin so unheilig und bin so ungerecht und bin so unverständig in den Dingen Gottes und schäme mich so.

Ich sagte: Meine Zuversicht, meine Freude und mein Friede kommen aus dem, was Gott FÜR MICH im vollbrachten Werk Christi GETAN HAT.

Weiterführend: Was hat Christus am Kreuz vollbracht?

Gerecht in IHM

Gerecht in Christus

Lasst uns den Text betrachten

Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden. ( 2. Korinther 5, 21 )

Ich möchte, dass ihr darüber tief nachdenkt. Er kannte keine Sünde. Seht ihr das Wunder hierin? Ich will, dass ihr folgendermaßen darüber nachdenkt. Das jetzt besonders an die Prediger gerichtet, die meinen, sie hätten einen Zustand sündloser Vollkommenheit erreicht, oder an die Christen, die meinen, dass sie niemals sündigen. Man sage ihnen einfach das:

Es gab nie auch nur einen Moment in deinem Leben, sowohl als Heide als auch als Christ, in dem du Gott so liebtest, wie er geliebt werden sollte.

Eines Tages fragte mich jemand: “Was ist die größte Sünde?”

Ich sagte: “Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Ich schätze, da muss ich einmal darüber nachdenken.” Ich dachte für einen Moment drüber nach und sagte: “Ich denke, die größte Sünde ist die, das größte Gebot zu brechen. Und das größte Gebot ist, den Herrn deinen Gott zu lieben, von ganzem Herzen, mit ganzem Denken und ganzer Kraft”.

Ich bin heute hier, euch zu sagen, dass ihr das niemals auch nur einen Moment geschafft hättet. And doch….Hört mir zu. Es gab nie einen Moment, in dem der Herr Jesus Christus, den Herrn, seinen Gott nicht von ganzem Herzen, ganzen Denken und ganzer Kraft geliebt hätte. Das bringt Gehorsam auf eine ganz neue Ebene, oder? Das bringt sündlose Perfektion auf eine ganz neue Ebene. Es hat niemals einen Moment oder einen Gedanken oder eine Tat in Jesus Leben gegeben, wo er den Herrn seinen Gott nicht mit jeder Faser seines Seins geliebt hätte. Wenn wir also sagen, dass er keine Sünde kannte, dann ist das zutiefst erstaunlich. Es gab nie einen Moment oder eine Tat in deinem Leben, wo du ALLES zur Ehre Gottest getan, gedacht und gesprochen hast. Und doch gab es keinen Moment in Leben deines Erlösers, in dem er nicht alles zur Ehre Gottes tat. Das ist die wunderbare Natur des Lebens Christi: Von seiner Geburt an bis zum Tod liebte er jeden Moment den Herrn seinen Gott von ganzem Herzen, mit ganzem Denken und mit ganzer Kraft. Und alles, was er tat, sei es “nur” Essen oder Trinken, das tat er zur Ehre seines Vaters.

Ich hab jetzt bereits genug gesagt, dass man sich hinsetzen könnte und die ganze nächste Woche darüber nachdenken könnte. Es ist genug Wahrheit und Erhabenheit in dem, was wir gerade gehört haben, uns über den Erdball zu treiben und millionenfach zu missionieren. Die Größe, die Hoheit, die Erhabenheit des Menschen Christus Jesus.

Aber nun steht hier: “Er machte den, der von keiner Sünde wusste, zur Sünde”. Was bedeutet das? Wisst ihr? Ihr könnt viele Dinge sagen. Könnt ihr sie auch erklären? Was bedeutet es, dass Christus zur Sünde wurde? Bedeutet es, dass er an diesem Kreuz verunreinigt wurde? Dass er verschmutzt wurde? Dass er in seinem Wesen, in seiner Person etwas verdorbenes, abscheuliches, sündiges wurde? Was bedeutet es, dass er zur Sünde gemacht wurde?

Die Antwort findet sich im selben Text. Seht euch Vers 21 an.

“Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden”. Wie wurde Christus zur Sünde? Wie wurde er zur Sünde gemacht? Nun, wie werden wir denn gerecht gemacht, wenn wir das Evangelium glauben. Hier liegt also eure Antwort.

In dem Moment, in dem eine Person dem Evangelium glaubt, da wird sie nicht zu einem gerechten Wesen. Es ist also nicht so, dass im Moment, in dem eine Person glaubt, ihre ganze Person, ihr ganzes Wesen in einer Weise transformiert wird, dass sie vollkommen gerecht wird als ein Wesen, das niemals wieder sündigt. So etwas kennt die Bibel nicht. Wir bekommen nicht eine besondere Gnade einverleibt, die uns über Sünde völlig erhaben macht. Im Moment, in dem du dich bekehrt hast, bist du nicht zu einem gerechten Wesen geworden und ich kann es beweisen: Du sündigst immer noch.

Was geschah, war, dass im Moment, in dem du an Christus geglaubt hast, in einem juristischen Sinn vor Gottes Thron gerecht erklärt worden bist. Es war eine Erklärung in juristischem Sinne vor dem Thron Gottes. Du BIST gerecht, aber nicht wegen deiner eigenen Tugend, nicht wegen deines eigenen Verdienstes, sondern wegen der Tugend und den Werken eines anderen, nämlich wegen Jesus Christus, dem Herrn.

Wenn du also an den Herrn Jesus glaubst, bist du in einem juristischen Sinne gerecht erklärt vor dem Thron Gottes und – hier ist das wichtige Wort – Gott sieht uns als gerecht an, als vollkommen gerecht in Christus.