Ich heiße Ayla und bin 20 Jahre alt. Vor ungefähr fünf Jahren, im Oktober 2004, da erhielt ich die Diagnose: Krebs. Während dieser Zeit war ich gerade frisch in die Highschool gekommen, ich war Teil der Marsch-Kapelle, ich spielte Posaune. Ich lebte wie jeder andere Teenager, ich liebte es, Spaß zu haben, mit meinen Freunden rumzuhängen und mein Leben einfach genießen zu können. Aber als ich Krebs bekam, war es, als ob mein Leben plötzlich ausgebremst war. Ich konnte nicht mehr länger die Dinge tun, die ich zu tun liebte, Weiterlesen „Krebs, Hass, Suende – Zeugnis von Ayla“→
Das nur eine Illustration, die ich passend und eindrücklich empfand. Natürlich muss man es am Stück anhören, nur halb gehört, wird es ein wenig seltsam. Ich lad auch normalerweise keine Hörspiele hoch ^^ Predigten werden weiterhin die Regel bleiben.
Matthäus 13, 45-46 Wiederum ist das Himmelreich gleich einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er nun eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.
Eines der Dinge, die ich gelernt habe, ist, dass das Predigen von der Kanzel nicht viel von mir fordert. Seht ihr, niemand von euch kennt mich wirklich. Nachdem ich wo in einer Gemeinde gepredigt hatte, kamen die Verantwortlichen in der Gemeinde zu mir gesprungen und sagten: Wir möchten, dass du unser Pastor wirst! Und ich hab sie angesehen und gefragt: Seid ihr verrückt? Sie sagten: Warum hast du gesagt? Ich sagte: Ihr wisst nicht, ob ich meine Frau liebe. Wie könnt ihr mich fragen, euer Pastor zu werden? Ihr wisst nicht einmal, ob ich meine Frau liebe. Seht ihr, hier oben auf der Kanzel mag ich alles sein, aber nehme ich euch mit nach Hause, da mag ich ein anderer sein. Menschen zu lehren, bedeutet nicht einfach, ihre Köpfe mit Wissen zu füllen. Es bedeutet, mit ihnen zu wandeln und es ihnen zu erlauben, deinen Gehorsam zu sehen. Und nicht nur deinen Gehorsam, sondern auch, wenn du nicht gehorsam bist, dass sie sehen, wie du dich selbst vor Gott demütigst und um Vergebung bittest und, dass sie dich sehen wie du zu anderen gehst und sie um Vergebung bittest. Sie beobachten dein Leben!
Über Furcht, Gott und ein wenig darüber, was es bedeutet, Christ zu sein.
Ein lieber Bruder in Rumänien wurde wegen seines Glaubens für viele Jahre ins Gefängnis gesteckt und einer der Befehlshaber der Wache kam herein und fand ihn betend vor.
Und er sagte zu diesem Bruder: „Wir haben dir alles genommen. Wir haben dir dein Leben genommen, das du hattest, wir haben dir deine Familie genommen, wir haben dir alles genommen und doch betest du noch?!? Wofür könntest du denn noch beten?“
Der Bruder sagte: „Ich bete für euch.“
„Warum?“
„Nun, weil der Gläubige, der Christus kennt und das Wort kennt, der weiß, dass er seine Feinde nicht zu fürchten braucht, sondern Mitleid mit ihnen haben muss. Denn eines Tages kommt Jesus Christus auf diesen Planeten zurück um seine Erlösten zu retten und er wird die Nationen mit eisernem Zepter regieren und die, die ihm vertraut haben, die werden sich vor ihm beugen wegen der großen Gnade, die Christus ihnen gegeben hat, aber andere werden sich beugen, weil ihnen die Kniegelenke gebrochen werden von dem einen, der sein Zepter des Gerichts gegen die Völker führt. Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! ( Hebräer 10, 31 ) .“
Wir fürchten nicht Menschen, sondern wir fürchten um sie. Denn kehren sie nicht um, kommt Christus mit schnellem Gericht.
Ich erinnere mich an eine Begebenheit in Peru während des Krieges. Ich kam dort in diesen Laden, wo sie christliche Bücher verkauften. Als ich aus dem Laden wieder heraus kam, da bemerkte ich diese kleine Frau, die an der Seite Süßigkeiten verkaufte, eine arme Frau, die mir versuchte, etwas zu signalisieren. Sie hatte große Angst, aber ich hab nicht verstanden, was sie mir denn mitteilen wollte. Plötzlich tauchte ein Polizist auf. Und obschon ich sicher bin, dass es in Peru auch damals Polizisten von edlem Charakter gab, waren die Polizisten allgemein sehr bekannt dafür, korrupt und gefährlich zu sein, bis dahin, dass sie Leute verschwinden ließen.
Nun, er kam zu mir her und fragte: „Wo ist dein Auto?“
„Dort drüben steht es“
„Dein Wagen ist illegal. Steig in den Wagen“
Ich stieg ins Auto. Er stieg ins Auto. Er sagte: „Fahr mich durch die Stadt“
Ich fuhr ihn durch die Stadt. Ich betete: „Oh Herr!!! Oh Herr!!! Oh Herr!!!“. Ich hörte, wie er einige seiner Polizei-Kollegen anrief. Und er sagte: „Wir werden jetzt in Richtung eines anderen Streifenwagens fahren und dann fahren wir noch wo anders hin“
Und ich wusste: Jetzt wird es wirklich übel. Und zuletzt hielt er das Auto an und sagte: „Steig aus dem Wagen!“
Und ich dachte: „Ach, er will nur das Auto stehlen. Gut!“
Aber dann stieg er doch aus und lief zu mir herum und sagte: „Warum bist du nicht wütend?“
Ich sagte nichts.
Er sagte: „Warum bist du nicht wütend? Du weißt, was ich gerade mit dir tue!“
Und aus irgend einem Grund sagte ich: „Ich bin nicht wütend, weil ich Angst habe.“
Er lachte und grinste und ich konnte einfach dieses Böse an ihm sehen. „Ach so, weil du Angst hast!“
Ich sagte: „Ja, ich habe Angst um Sie!“
Er sagte: „Warum hast du Angst um mich?“
Ich sagte: „Könnten sie bitte einfach nur ein paar Meter bei Seite gehen?“
„Warum?“
„Ich flehe Gott gerade an, dass er sie nicht töte. Ich tue alles in meiner Macht, Gott anzuflehen, Sie nicht umzubringen! Bitte, sprechen Sie nicht mit mir, ich muss beten, ich muss mit meinem Gott zusammen sein“
Der Mann fing das Zittern an. Zitternd und weinend brach er geradewegs auf dem Gehweg zusammen: „Warum sollte Gott mich töten?“
„Nun, wer mich segnet, sei gesegnet, wer mich flucht, sei verflucht“ ( Sinngemäß 1. Mose 27, 29 ) . Sie wollen mir alles nehmen und mein Vater im Himmel sieht es. Und es ist nur seine Gnade, die seinen Zorn zurückhält, der Sie auf der Stelle töten könnte und ihr Seele in die Hölle werfen könnte“
Nun, zugegeben, das ist nicht die Art von Evangelisationsmethode, die man auf der Bibelschule lernt, aber letztlich brach er weinend zusammen und gab mir all meine Dokumente zurückund sagte dann: „Würden Sie bitte für mich beten, dass Gott mich nicht tötet!“
Und dann kam ich ein wenig ins Fleisch, denke ich, denn ich sagte: „Ich werde wohl beten, aber ich bin nicht sicher, ob es reichen wird, denn er ist wirklich sauer.“
Aber was ich dabei möchte, dass ihr es seht, ist folgendes: Ich möchte nicht, dass wir uns wie Raudis benehmen oder irgend etwas in der Art. Hört mir zu: Wir sind Lämmer. Wir sind nicht John Wayne. Wir sind nicht Indiana Jones, sondern Lämmer. Aber der, der hinter dir steht und auch vor dir steht und auch an deiner Seite steht und der auch in uns ist, der ist der König der Herrlichkeit, so dass der Schwächste von uns Hundert, vielleicht Tausend in die Flucht schlägt.
Wir gehen in Demut, wir gehen in Liebe, wir tun aufopfernd unseren Dienst. Aber wir machen das, ohne uns für Jesus zu entschuldigen. Jesus Christus ist Herr. Und er befiehlt, dass du umkehrst von deinen Wegen und dass du dem Evangelium glaubst. Das schlimmste am Predigen ist, dass es in einem Sinne immer ein Versagen ist. Ich wünschte, wir könnten diesen Jesus mit geistlichen Augen auf seinem Thron sehen. Millionen über Millionen, Milliarden über Milliarden von Engeln, die ihm dienen, die vor ihm nieder fallen, die ihm Ehre geben, die seine Werke und Tugenden verkünden und dieser Jesus herrscht im Himmel und hat dich dazu bestimmt, DICH, von allen Menschen hat er dich dazu erwählt, ein Botschafter zu sein. Und doch willst du nicht. Du denkst, dass es eine geringe Sache ist, als Botschafter erwählt zu sein? Du würdest lieber etwas anderes tun als ein Botschafter Jesu Christi zu sein? Du würdest dich lieber allen möglichen Dingen dieser Welt widmen? Du denkst mehr über deinen Ruhestand nach als über Tod und Herrlichkeit? Du denkst mehr nach über modische Klamotten und Autos und über all solche Dinge als über einen ewigen Lohn? Du würdest lieber deine Zeit mit einer X-Box totschlagen als das Kreuz zu predigen? Du bist ein Botschafter.
Versteht bitte folgendes und damit machen wir Schluss. Wenn du ein Christ bist, so sagte das ein alter Schreiber, dann bist du von hohem Stand. Dir ist eine himmlische Natur zu Teil geworden. Deswegen gibt es jetzt nichts mehr auf diesem Planeten, dass dich wirklich befriedigen könnte. Das ist in einem Sinne eine der Schattenseiten dessen, ein Christ zu sein, ein echter Christ zu sein. Du bist so verändert worden, dass nichts auf diesem Planeten dich mehr wirklich zufrieden stellen wird. Ist das nicht erstaunlich? Andere Leute können so begeistert von allen möglichen Dingen auf dieser Welt sein, aber du kannst das nicht. Und selbst, wenn du vom Herrn abweichst, wie wir das alle von Zeit zu Zeit tun und du aus dem Stall ausbrichst und versuchst, etwas für dich selbst zu erhaschen, von dem du sicher bist, dass es dir Genuss bringt, dann wird es dir, sobald du es bekommen hast, wie Fäulnis in deinem Bauch. Es ist letztlich keine Befriedigung da. Lernt diese Lektion und lebt im Hinblick auf die Ewigkeit. Junge Männer. Nutzt eure STärke für IHN! Gebt eure Tage her für IHN! Gebt eure Jugend, eure Schönheit IHM! Denn letztlich ist es umsonst, wenn es irgend einer anderen Sache oder Person gegeben wird. Geb es IHM.
Wieder einmal ein wenig Korrektur. Ich möchte nicht, dass Leute, die z.B. den Blog lesen oder die Videos auf youtube schauen, einen allzu verzerrten Eindruck davon bekommen, welche Aufgabe und Sinn u.a. die Predigten von Paul Washer haben und was dabei zu beachten ist. Ich finde es sehr wichtig, dass da nicht jemand in irgend einer Weise in ein ungesundes Gleichgewicht kommt.
Ich möchte, dass die Videos und der Blog dienlich sind und mit Verstand und Weisheit auch von Gläubigen eingeordnet werden können. Und ein Teil davon ist, dass man nicht die geringschätzt, die vor Ort dienen, weil man einen „besseren Prediger“ im Internet gefunden hat oder ähnliches in diese Richtung gehendes.
Frage:
Manche der Leute, die deine Predigten übers Internet verfolgen, die werden irgendwie frustriert bzgl. ihres Predigers / Pastors in ihrer Ortsgemeinde. Und sie haben diesen Wunsch, dass ihr Pastor, der dort regelmäßig zu den gleichen Leuten predigt, der systematisch durch ein Buch der Bibel predigt und sie wollen, dass dieser Dienst ihres Pastors so aussieht wie dein Reiseprediger-Dienst mit der selben Leidenschaft und demselben Eifer und sie möchten im Grunde, dass ihr Pastor eine Kopie von Paul Washer ist. Welchen Rat würdest du einem jungen Mann geben, der so denkt.
Antwort:
Nun, sie wissen nicht, worum sie bitten. Hört mir zu. Manchmal komme ich aus dem Versammlungssaal raus und stehe dort mit dem dortigen Pastor und gebe den Leuten die Hand usw. und dann kommen Leute zu mir her und sagen: „Ich hab niemals was vergleichbares gehört. Das war mehr Wahrheit als ich in den letzten 5 Jahren gehört habe und ich wünschte einfach, wir hätten solches Predigen in dieser Gemeinde hier.“
Das ist einfach der Teufel, das ist so übel, das gegenüber dem Pastor zu sagen.
Oder manche sagen: „Wir haben diese Wahrheiten noch nie zuvor gehört!“
Lasst mich euch einfach was aus meiner Zeit als Pastor in Peru erzählen. Ich hab dort gelernt, dass Leute geistliche Wahrheiten nicht aufgenommen haben, weil sie sie einmal gehört haben. Manchmal habe ich über Monate über eine bestimmte Lehren oder bestimmte Themen gepredigt, die ich den Leuten vermitteln wollte. Und als ich damit fertig war, darüber zu lehren und alles ausgeschöpft hatte, was ich darüber wusste, dann fing ich an, gottesfürchtige peruanische Pastoren und gottesfürchtige Missionare einzuladen, von denen ich dachte, sie seien ein großer Segen für die Gemeinde und ich bat sie darum, zu kommen und über dasselbe Thema zu lehren. Und als die Mitglieder meiner Gemeinde das Gemeindegebäude verließen und z.B. dem eingeladenen Missionar die Hand geben, schauten sie ihn an und sagten: „Wir haben so wie heute noch nie zuvor in unserem Leben gehört“ und das ist, einfach nur um euch das zu zeigen, Teil dessen, was ein Reiseprediger zur Aufgabe hat.
Was ich ehrlich gern tue in den meisten Gemeinden, die ich besuche, ist, dass ich fast genau über dasselbe predige, worüber ihr örtlicher Prediger / Pastor predigt. Vielleicht auf eine andere Art, aber mein Predigen soll deren Dienst stützen und bestätigen. Etwas anderes. Ich wurde letztes Jahr gebeten, 3 Monate lang in einer kleinen winzigen Gemeinde in Alabama zu predigen und das habe ich wirklich geliebt, ich war so 3 Monate lang ihr Pastor in einer „engen“ Art. Und ein Haufen junger Leute, die mich wo predigen gehört hatten, die kamen da hin. Nach ungefähr zwei Wochen gingen die dann zu einem der dortigen Gemeindeleiter und sie sagten: „Wir haben eine Frage“. Der Gemeindeleiter sagte: „Ja, was wollt ihr wissen?“ Der Gemeindeleiter ist wirklich ein sehr guter Freund von mir. Und sie sagten: „Hat Bruder Paul seinen Dienst verändert? Ist er weich geworden? Hat sich etwas in seinem Leben verändert?“ Der Gemeindeleiter fragt: „Warum sollte er?“ – „Nun, weil sein Predigen so anders ist“. Er sagte: „Seht ihr, das ist weil er hier keinen Reisedienst tut, sondern als örtlicher Pastor dient. Er gibt Schafen Nahrung auf lange Sicht“.
Aber ich möchte gleichzeitig auch die örtlichen Prediger / Pastoren warnen. Wenn ihr systematisch durch ein Buch der Bibel predigt und das langweilig ist, dann macht ihr das nicht richtig. Ich meine, wie könnt ihr durch den Epheserbrief predigen ohne Eifer? Wie könnt ihr das tun, ohne, dass das die Leute irgendwie bewegt? Ich möchte das hier von beiden Seiten betrachten, denn es gibt eine Menge Pastoren / örtliche Prediger da draußen, die ihren Schafen nichts rechtes zu Essen geben. Ich möchte dazu etwas empfehlen. Vor vielen Jahren schrieb Warren Wiersbe ein Buch namens „Walking with the Giants“ und darin hat er all die sehr kurzen, einseitigen oder halbseitigen Zeugnisse von Männern und Frauen Gottes, die durch die Jahrhunderte von Gott gebraucht wurden. Ich hab dieses Buch für mein Bibelstudium so lange bei mir getragen. Wisst ihr, warum? Wenn ich manchmal an einen Punkt kam, wo ich nicht beten wollte, einfach nicht motiviert war zu beten, da öffnete ich dieses Buch und las von betenden John Hyde in Indien oder von David Brainerd oder sonst wem und es trieb mich dazu, beten zu wollen und ich saß da und es war Montag und war nicht bereit, die Predigt für die nächste Woche in Angriff zu nehmen, einfach etwas lethargisch und ich nahm dieses Buch zur Hand und las von Alexander Maclaren, der 60 Stunden Vorbereitung für eine Predigt rechnete und das motivierte mich, das Bibelstudium wieder aufzunehmen.
Viele Leute kritisieren das Predigen in ihrer Gemeinde und liegen falsch, aber oft haben die Leute auch recht und die Pastoren studieren wirklich nicht lang genug um auf die Kanzel zu steigen und den Leuten Wort Gottes zu geben.
Ich möchte euch über das Christentum erzählen. Wir haben jede Menge Regeln. Wir haben ein dickes Buchund es ist voll von jeder Menge Regeln. Komm und hab Spaß mit uns!“
………..
………..
………..
In den Versen 8 bis 9 hat sie eine Begegnung mit einigen der Töchter Jerusalems und sie sagt zu ihnen: Könntet ihr mir bitte helfen, meinen Geliebten zu finden!
Ihre Antwort in Vers 9 ist: „Was für einen Geliebten hast du da? Warum sollten wir den denn suchen?“
Wisst ihr, was sie damit sagen? “Er kam an deine Tür und du wolltest nicht mal aus dem Bett steigen um ihm die Tür zu öffnen. Warum also sollten WIR nach ihm suchen? Er kann nicht so besonders sein”.
Nun, denkt darüber einen Moment nach. Wisst ihr, wir halten unsere ganzen Evangelisationen, erzählen den Menschen, dass sie an Jesus glauben sollen. Wir sagen den weltlichen und ungläubigen Menschen um uns herum, dass sie Jesus suchen sollten und sie an Jesus glauben sollten, aber oft schauen sie die Christen an und sie sagen: „Oh ja, richtig! Warum sollte ICH ihn suchen? Nicht einmal ihr sucht ihn. Ihr kümmert euch mehr um die Welt als um euren so “großartigen” Retter. Warum also sollte ich ihn suchen, wenn nicht mal ihr ihn sucht?“ Das tut weh, nicht wahr?
Aber als sie das zu ihr sagen, wacht sie auf. Manchmal müssen wir etwas sehr Hartes und sehr Wahres hören um wirklich aufgerüttelt zu werden und zur Realität zurück zu kommen. In Vers 10 bis Vers 16 erlebt sie so etwas wie eine Erweckung. Sie beginnt über den nachzudenken, zu dem sie so kalt war. Sie wird fast ein wenig verrückt. Sie sagte: „Mein Geliebter ist wundervoll.“ Und in den nächsten Versen wird sie richtig wild. Sie erinnert sich an all die großartigen und wunderschönen Dinge an ihrem Geliebten, ihrem Mann, ihrem König.
Und als ihre Liebe zu ihrem Mann zurückkehrt und die Leidenschaft durch ihr ganzes Sein fließt, schaut euch die Antwort der Töchter Jerusalems an, Kapitel 6 Vers 1.
Sie sagen: „Wohin ist dein Geliebter gegangen? Wenn er so ist, wollen wir ihn auch suchen!”.
Versteht ihr, wenn die Gemeinde von Liebe zu Jesus Christus bewegt ist,wenn die Gemeinde eine Leidenschaft für Christus hat, wenn Christus ALLES für sein Volk bedeutet, dann fangen andere Leute an zu sagen: „Wo ist Er? Wie kann ich ihm begegnen?“
Versteht ihr, Christlicher Glaube ist Leben.
Ihr gebt weltlichen Leuten Zeugnis und geht auf sie zu: “Ich möchte euch über das Christentum erzählen. Wir haben jede Menge Regeln. Wir haben ein dickes Buch und es ist voll von jeder Menge Regeln. Komm und hab Spaß mit uns!“
Nun, das Christentum kennt Gebote und sie sind eine Freude für ein erneuertes Herz, aber christlicher Glaube ist zu aller erst einmal Jesus Christus! Und wir sollten in Liebe für ihn brennen und unsere Liebe sollte aus uns herausstrahlen.
Seht ihr, manche von euch meinen, dass Gott euch nicht retten kann, weil euer Glaube und eure Buße nicht so stark ist wie die der größten Christen, die jemals über diesen Erdball gelaufen sind. Ich möchte, dass ihr seht, dass, wenn jemand gerettet wird, Glaube und Buße sehr klein und sehr schwach anfangen. Und wenn Gott dich rettet, dann fängt er an, deinen Glauben und deine Buße zu stärken, vertiefen und mit der Zeit wachsen zu lassen, so dass du vielleicht eines Tages tatsächlich Glauben und Buße einer der großen Puritaner oder großen Reformatoren haben magst.
Jesus Christus zu empfangen, bedeutet, ihn als deine einzige Lebensquelle anzunehmen. Lasst mich euch ein Beispiel geben aus dem Westen, ich hab das in Europa, den Staaten und auch in Südamerika wieder und wieder gesehen. Menschen nehmen Jesus als ein Anhängsel in ihr Leben auf. So wie wenn deine Frau ein Kleid kauft und sie nur so und so viel Geld dafür ausgegeben hat. Und denkst: „Zum Glück hat sie nicht mehr ausgegeben“. Aber dann sagt sie dir, sie habe auch noch zum Kleid passende Schuhe kaufen müssen. Dein Blick wird besorgter. Und dann sagt sie dir, dass sie auch noch eine Handtasche und einen Gürtel kaufen musste. All diese Dinge sind Anhängsel oder sozusagen „Zubehör“. Man hat sie zum Kleid dazu gekauft. Viele Leuten wollen, dass Jesus in ihr Leben tritt, um ihn gleichsam zu dem Leben, das sie bereits haben, noch hinzu zu fügen. Ich habe Prediger folgendes zu jungen, Erfolgreichen Amerikanern sagen gehört.
„Du hast ein großartiges Leben. Du hast eine wundervolle Familie. Du hast zwei Autos und ein wunderbares zu Hause und dein Job ist wirklich, wirklich wundervoll! Du hast ein großartiges Leben! Du brauchst nur eines, um dein Leben perfekt zu machen. Du brauchst Jesus“
Das ist Gotteslästerung. Das ist eine der ekelerregendsten Sachen, die je den Mund eines Menschen verlassen können. Jesus ist nicht das i-Tüpfelchen auf deinem bereits sehr tollen Leben. Jesus ist nicht etwas, was du zu deinem derzeitigen Leben hinzufügst um es wundervoller zu machen. Jesus WIRD dein Leben!
Folgendermaßen sollte der Prediger predigen:
Mir egal, wie wohlhabend du bist! Mir egal, wie viele Reichtümer du besitzt. Mir egal, wie angesehen du in der Gesellschaft bist. Dein Leben ist morsch und verrottet. Dein Leben ist sinnlos. Nun kehre dich ab von all dem und vertraue auf Jesus Christus! Auf dass du echtes Leben haben mögest. Hör mir zu, Christ! Jesus ist nicht einfach eine Fahrkarte in den Himmel. Er ist nicht einfach nur jemand, der dein Leben segnen kann. ER IST DEIN LEBEN. Er ist alles!
Aber was bedeutet das im Leben eines frischen Gläubigen? Als ich ein frischer Gläubiger war, da sagte ich: Jesus bedeutet alles für mich! Ich hatte nicht mal den Hauch einer Vorstellung, was ich da sagte. Aber jetzt, nach 26 Jahren verstehe ich es ein klein wenig mehr. Stück für Stück sehe ich, dass diese Welt vorbeigeht. Stück für Stück sehe ich mehr von meiner Sünde und meiner Schwachheit. Stück für Stück sehe ich mehr von Gottes liebevoller Güte und Macht und Stück für Stück wird dieses sinnlose Leben dieser Welt von seinem ewigen Leben ersetzt.
Wie stellt ihr euch den Himmel vor? Goldene Straßen? So wird uns das beschrieben. Aber nach ein paar mal dort spazieren wirst du gelangweilt sein. Tore aus Perlen. Willst du auf denen hin und her schaukeln? Ich meine, nachdem du ein paar tausend Jahre auf den Toren hin und her geschaukelt hast, wirst du ziemlich gelangweilt sein, einfach nur immer auf diesen Toren hin und her zu schaukeln.
Damit ihr mich recht versteht: Man klettert auf das Tor und schwingt darauf so hin und her.
( Der Übersetzer, den ich rausgeschnitten habe, hatte nicht ganz verstanden, was Bruder Paul meinte )
Das passiert, wenn ein intellektueller Europäer einen Cowboy übersetzen VERSUCHT.
[ wie erwähnt, der Übersetzer, den ich heraus geschnitten habe, hatte ihn nicht ganz verstanden ]
Man klettert auf das Tor und reitet es als sei es ein Pferd!
Was bringen die euch denn heute in den Schulen bei?
Worum, denkt ihr, geht es im Himmel denn? Es geht um Christus. Der Himmel ist einfach von Christus erfüllt! Es dreht sich um IHN.
Und hier liegt einer der riesigen Unterschiede zwischen einem ganz frischen Gläubigen und einem reifen Gläubigen. Wisst ihr, was der frische Gläubige tut? Das ist das, was einige von euch tun. Ich hab von so vielen von euch in den letzten beiden Tagen geredet. Und ihr schaut inwärts in euch hinein. „Meine Buße ist nicht groß genug. Mein Glaube ist nicht stark genug. Ich hab hier so viel Versagen und ich hab dort so viel Versagen.“
Aber wisst ihr, was geschieht, wenn ihr in Christus wachst? Ihr fangt an, aufzuhören, auf euch selbst zu schauen. Und ihr schaut nur noch auf IHN! Du weißt, was du bist. Du kennst dein Versagen. Ihr kennt eure Sünde und euer Schwachheit. Aber ihr schaut einfach nur auf IHN! Schaut auf IHN!
Lasst mich abschließen mit einer kleinen Geschichte, die sich vor Jahren ereignet hat. Ein Theologie-Student schreib mir eine E-Mail. Und er schrieb: „Bruder Paul, ich bin einfach nur schlecht und unverständig und kann Christus nicht nachfolgen.“
Und so schrieb ich ihm zurück und sagte: „Lieber Bruder, du bist noch viel schlechter und unverständiger als du gerade denkst!“ Ich habe die Gabe der Ermutigung.
Er rief mich letztlich per Telefon an und sagte: „Bruder Paul, Danke?!?“
Ich sagte: „Hör mir zu. Du bist einer der besten jungen Männer, die ich kenne und ich kann sehen, dass du danach trachtest, dem Herrn Jesus sehr ernsthaft nachzufolgen. Manchmal überführt dein Leben mich von meiner Sünde. Du bist wahrscheinlich heiliger als ich es bin. Aber ich bin fröhlicher als du es bist“.
Und er sagte: „Warum?“
„Du schaust auf dich selbst. Du schaust auf deine eigene Tugend, um Frieden zu finden. Du schaust auf die Stärke deiner eigenen Hingabe, um Ruhe zu finden! Du schaust auf deine Leistung, um Freude zu finden! Ich damit vor langer Zeit aufgehört. Wenn ich mich selbst betrachte, finde ich nichts, was mich stark oder voll Freude machen oder mir Geborgenheit geben würde. So schaue ich auf IHN! Du vertraust auf deine Werke! Ich vertraue auf das vollbrachte Werk Christi, das für mich vollbracht WURDE. Deine Werke ändern sich ständig. Und daher verändern sich dein Friede und deine Zuversicht ständig. Aber ich schaue auf die Person und das Werk Christi. Er ändert sich nie und so kann meine Freude immer fest stehend sein! Und mein Frieden ist immer eine Wirklichkeit. Weil es von IHM kommt”.
Wenn ich mir eines für dich wünschen könnte, dann wäre es folgendes:
Dass du aufhören würdest, in dir selbst zu suchen, denn du wirst dort nichts finden. Dass du auf Christus schauen würdest und dass seine Herrlichkeit und seine Erlösung dich motivieren würden, IHM zu dienen mit allem, was du hast!
Richard Wurmbrand verbrachte 14 Jahre seines Lebens in kommunistischen Gefängnissen, weil er ein Pfarrer war, der sich gegen die kommunistische Ideologie stellte.
Er erzählt folgende Begebenheit:
[…]
Eines Tages wurde ich aus meiner Zelle heraus gerufen und vor einen Leutnant des Gefängnisses gebracht, er hatte einen Gummiknüppel in seiner Hand und hat mir mit diesem Gummiknüppel gedroht und sagte:
„Ich werde es dir jetzt zeigen! Ich habe gehört, dass du nicht einmal in der Gefängniszelle ruhig bist, dass du auch dort über Gott sprichst, über ewiges Leben, über all diese Dummheiten. Sag mir wenigstens ein Argument, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Gib mir doch wenigstens ein Argument. Das ist doch eine Dummheit so etwas zu verkündigen. Ich werde es dir schon zeigen!“
Er hatte eben diesen Gummiknüppel in der Hand und er hatte ihn sehr oft schon gebraucht. Nun, wenn einer dir droht, dich zu schlagen, dann schlägt er dich noch nicht. Er hat nur den Gummiknüppel in der Hand, er hat noch nicht geschlagen. Er wird mich vielleicht in einer oder zwei Minuten schlagen. Dann habe ich doch diese zwei Minuten zur Verfügung und diese zwei Minuten kann ich ja meine Freude zeigen. Diese zwei Minuten kann ich ja mein Lächeln zeigen. Wenn einer sagt: „Ich werde dich erschießen“, dann hat er dich noch nicht erschossen. Er muss ja zuerst den Revolver herausnehmen und er muss ja noch die Kugel in den Revolver stecken. Diese zwei Minuten kann ich ihm gegenüber ja noch lächeln, diese zwei Minuten kann ich ihm ja noch etwas von der Freude Gottes zeigen.
Als er mit dem Gummiknüppel so drohte, sagte er: „Woher weißt du, dass es ein ewiges Leben gibt? Woher willst du das über diesen Gott wissen? Das sind ja alles Dummheiten! Gib mir wenigstens ein Argument!“
Darauf sagte ich: „Herr Leutnant, es ist sehr schwer, jemandem, der einen Gummiknüppel in der Hand hat, ein Argument zu geben! Aber ich werde ihnen jedenfalls ein Argument geben: Ich habe viele neben mir sterben sehen, wie die Fliegen, so starben die Gefangenen, rechts und links. Ich habe überlebt, aber viele haben es nicht überlebt. Man starb im Gefängnis und ich habe viele dort sterben gesehen. Nicht nur Christen und Juden, wir waren auch Moslems im Gefängnis, es waren auch Kommunisten im Gefängnis, wenn die sich untereinander stritten, hat ein Genosse den anderen ins Gefängnis gesteckt, es waren auch viele Atheisten mit uns, ich habe viele davon sterben gesehen. Sie waren Atheisten bis 2 Minuten vor dem Tod. Vor dem Tod schrie jeder etwas: „Gott“ oder „Jesus“ oder „Maria“, einige „Allah“ und einige irgend etwas. Sie riefen irgend jemanden im Himmel an und bereuten es, dass sie während ihres Lebens Atheisten gewesen waren. Herr Leutnant, können sie sich vorstellen, dass irgend jemand ein Christ war und dann vor dem Tod steht und es bereut, ein Christ gewesen zu sein und dann schreit: „Marx, Darwin, bitte befreit mich von meinem christlichen Glauben! Ich will auf euch vertrauen“
Da sagt er: „Bist du ein verfluchter Kerl, auf dieses Argument gibt es keine Antwort!“
Wir haben ja die Wahrheit auf unserer Seite. Wir haben ja die Stärke Gottes auf unserer Seite und können ruhig sein unter allen Umständen.
An einem bestimmten Moment war ich vor einem Oberst der Geheimpolizei. Es war spät in der Nacht. Und er verlangte von mir, allerlei Aussagen über die Untergrundkirche zu machen. Wir haben da geheim gedruckt und geheim verbreitet, da gab es ja immer Geheimnisse. Woher wir das Papier hätten und woher wir die Druckmaschine hätten und wie wir das verbreiten würden und mit wem wir zusammen arbeiten würden. Ich sollte das sagen, damit auch andere hätten verhaftet werden können. Ich wollte ihm das alles nicht sagen und er hatte alle Methoden, mich zum reden zu bringen, angewandt und das hatte ihm nicht geholfen. Und dann sagte er:
„Schön, wenn sie mir das alles nicht sagen, dann werde ich den Befehl geben, dass sie erschossen werden.“
Nun, zu jener Zeit brauchte man in meinem Land kein Gerichtsverfahren, nichts. Wenn ein Oberster der Geheimpolizei dich erschießen wollte, dann wurdest du erschossen. Und er sagte: „Sie werden erschossen“. Und Gott gab mir damals so eine Seelenruhe. Warum hat er sie mir gegeben und nicht dir? Er gibt sie allen, wenn sie sie nur nehmen wollen. Die Geschenke Gottes sind für einen jeden von euch, ich bin nicht etwas besonderes bei Gott. Und unsere Brüder im Glauben, die waren nichts besonderes, sie waren einfach nur Leute, die, als man ihnen gab, nahmen! Gott gibt seine Gaben. Nimm sie nur. Und als er mir sagte, dass ich erschossen werden sollte, hatte ich eine solche Ruhe. Ich sagte:
„Her Oberst, ich weiß, dass ein Wort von ihnen genug ist: Wenn sie den Befehl geben, dann werde ich erschossen. Und jetzt haben Sie die Möglichkeit eines Experimentes. Legen Sie die Hand auf mein Herz und wenn mein Herz jetzt erschrocken schlägt, ganz schnell schlägt in Verzweiflung, weil ich jetzt erschossen werden soll, dann haben sie ein Recht zu zweifeln, dass es einen Gott und ein ewiges Leben gibt. Aber, wenn mein Herz ruhig und regelmäßig schlägt in Frieden, weil ich weiß, zu wem ich gehe, nämlich zum Geliebten meiner Seele, dann sollen sie wissen: Es gibt einen Gott und es gibt ein ewiges Leben!“
Er rief wütend: „Niemals wirst du je befreit werden! Niemals soll jener dich befreien! Wie war noch sein Name? ( Er wollte den Namen Jesus nicht aussprechen ). Niemals sollst du die Westminster Abbey sehen!“ ( Die Westminster Abbey ist eine berühmte Kathedrale )
Und ich habe ihm geantwortet: „Sein Name ist Jesus Christus, er ist der Sohn Gottes und wenn er will, dann werde ich befreit werden! Und wenn er will, werde ich auch die Westminster Abbey sehen! ( Ich war nicht sonderlich daran interessiert, diese Kathedrale zu sehen, aber, weil er gesagt hatte, dass ich sie nicht sehen werde, habe ich gesagt, ich werde sie sehen. Wir Christen sind ja solche Trotzköpfe und sagen immer das entgegengesetzte von dem, was die Welt sagt).“
Nun, dann vergingen 14 Jahre, ich wurde frei und war in der Westminster Abbey, war in dieser Kathedrale in London. Er hingegen war im Gefängnis. Seine eigenen Genossen hatten ihn ins Gefängnis gesteckt. Von dieser Kathedrale werden solche bebilderten Postkarten verkauft und ich habe ihm eine solche Karte geschickt:
„Erinnern Sie sich daran wie sie gesagt haben, dass ich niemals die Westminster Abbey sehen würde? Dass ich niemals frei kommen würde? Ich bin frei, bin in dieser Kathedrale und vertrauen sie auch auf Jesus Christus, er ist der Sohn Gottes, vielleicht kommen sie auch aus dem Gefängnis frei , dann können sie auch diese Kathedrale besuchen“.
Er ist wirklich frei geworden. Er ist jetzt in der freien Welt und ich habe ihn an diese ganze Zeit damals erinnert.
[…]
Richard Wurmbrand (* 24. März 1909 in Bukarest; † 17. Februar 2001 in Glendale, Kalifornien) war ein rumänischer lutherischer Pfarrer und Gründer einer Missionsgesellschaft, die sich für die Belange verfolgter oder benachteiligter Christen eingesetzt hat.
Richard Wurmbrand wurde als vierter Sohn einer deutsch-jüdischen Zahnarztfamilie geboren. 1918 starb sein Vater und die Familie verarmte. Mit 16, sagte er später, sei er ein glühender Kommunist und Atheist gewesen. In den 1930er Jahren versuchte Wurmbrand sein Glück als Geschäftsmann. Gerissen und nicht immer ehrlich brachte er es zu Wohlstand und beteiligte sich am ausgelassenen Leben der rumänischen Hauptstadt, dem „Paris des Balkans“. 1936 heiratete er Sabine Oster, die ebenfalls jüdischer Abstammung war. 1938 wurde ihr einziges Kind, Sohn Michael, geboren.
Im Jahr 1937 kam Wurmbrand laut seiner Autobiographie durch einen alten deutschen Zimmermann in einem kleinen rumänischen Dorf zum christlichen Glauben. Danach wurde er bei der Anglikanischen Mission für Juden zum Pastor ausgebildet und ordiniert. In seiner Kirche und in seinem Privathaus fanden die Juden Zuflucht und Schutz vor der einsetzenden antisemitischen Verfolgung.
1948 wurde er verhaftet, verhört und gefoltert. Die Gefangenschaft im Gefängnis Sighet dauerte acht Jahre bis 1956. Drei Jahre verbrachte er in strenger Einzelhaft in unterirdischen Kerkern, ohne Sonnenlicht oder Geräuschen der Außenwelt. Unter der Auflage, nicht mehr zu predigen, wurde er amnestiert. Drei Jahre später wurde er erneut verhaftet und bis 1964 eingesperrt. Für 10.000 US-Dollar konnten norwegische Christen (Norwegische Judenmission und Hebräisch-Christliche Allianz) ihn und seine Familie freikaufen.
Erst 1990 durften Richard und Sabine Wurmbrand nach 25 Jahren Exil wieder nach Rumänien reisen. 2006 wurde er an die fünfte Stelle einer Liste der 100 berühmtesten Rumänen gewählt.