Der ganze Artikel als .PDF
Richard Wurmbrand verbrachte 14 Jahre seines Lebens in kommunistischen Gefängnissen, weil er ein Pfarrer war, der sich gegen die kommunistische Ideologie stellte.
Er erzählt folgende Begebenheit:
[...]
Eines Tages wurde ich aus meiner Zelle heraus gerufen und vor einen Leutnant des Gefängnisses gebracht, er hatte einen Gummiknüppel in seiner Hand und hat mir mit diesem Gummiknüppel gedroht und sagte:
“Ich werde es dir jetzt zeigen! Ich habe gehört, dass du nicht einmal in der Gefängniszelle ruhig bist, dass du auch dort über Gott sprichst, über ewiges Leben, über all diese Dummheiten. Sag mir wenigstens ein Argument, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Gib mir doch wenigstens ein Argument. Das ist doch eine Dummheit so etwas zu verkündigen. Ich werde es dir schon zeigen!”
Er hatte eben diesen Gummiknüppel in der Hand und er hatte ihn sehr oft schon gebraucht. Nun, wenn einer dir droht, dich zu schlagen, dann schlägt er dich noch nicht. Er hat nur den Gummiknüppel in der Hand, er hat noch nicht geschlagen. Er wird mich vielleicht in einer oder zwei Minuten schlagen. Dann habe ich doch diese zwei Minuten zur Verfügung und diese zwei Minuten kann ich ja meine Freude zeigen. Diese zwei Minuten kann ich ja mein Lächeln zeigen. Wenn einer sagt: “Ich werde dich erschießen”, dann hat er dich noch nicht erschossen. Er muss ja zuerst den Revolver herausnehmen und er muss ja noch die Kugel in den Revolver stecken. Diese zwei Minuten kann ich ihm gegenüber ja noch lächeln, diese zwei Minuten kann ich ihm ja noch etwas von der Freude Gottes zeigen.
Als er mit dem Gummiknüppel so drohte, sagte er: “Woher weißt du, dass es ein ewiges Leben gibt? Woher willst du das über diesen Gott wissen? Das sind ja alles Dummheiten! Gib mir wenigstens ein Argument!”
Darauf sagte ich: “Herr Leutnant, es ist sehr schwer, jemandem, der einen Gummiknüppel in der Hand hat, ein Argument zu geben! Aber ich werde ihnen jedenfalls ein Argument geben: Ich habe viele neben mir sterben sehen, wie die Fliegen, so starben die Gefangenen, rechts und links. Ich habe überlebt, aber viele haben es nicht überlebt. Man starb im Gefängnis und ich habe viele dort sterben gesehen. Nicht nur Christen und Juden, wir waren auch Moslems im Gefängnis, es waren auch Kommunisten im Gefängnis, wenn die sich untereinander stritten, hat ein Genosse den anderen ins Gefängnis gesteckt, es waren auch viele Atheisten mit uns, ich habe viele davon sterben gesehen. Sie waren Atheisten bis 2 Minuten vor dem Tod. Vor dem Tod schrie jeder etwas: “Gott” oder “Jesus” oder “Maria”, einige “Allah” und einige irgend etwas. Sie riefen irgend jemanden im Himmel an und bereuten es, dass sie während ihres Lebens Atheisten gewesen waren. Herr Leutnant, können sie sich vorstellen, dass irgend jemand ein Christ war und dann vor dem Tod steht und es bereut, ein Christ gewesen zu sein und dann schreit: “Marx, Darwin, bitte befreit mich von meinem christlichen Glauben! Ich will auf euch vertrauen”
Da sagt er: “Bist du ein verfluchter Kerl, auf dieses Argument gibt es keine Antwort!”
Wir haben ja die Wahrheit auf unserer Seite. Wir haben ja die Stärke Gottes auf unserer Seite und können ruhig sein unter allen Umständen.
An einem bestimmten Moment war ich vor einem Oberst der Geheimpolizei. Es war spät in der Nacht. Und er verlangte von mir, allerlei Aussagen über die Untergrundkirche zu machen. Wir haben da geheim gedruckt und geheim verbreitet, da gab es ja immer Geheimnisse. Woher wir das Papier hätten und woher wir die Druckmaschine hätten und wie wir das verbreiten würden und mit wem wir zusammen arbeiten würden. Ich sollte das sagen, damit auch andere hätten verhaftet werden können. Ich wollte ihm das alles nicht sagen und er hatte alle Methoden, mich zum reden zu bringen, angewandt und das hatte ihm nicht geholfen. Und dann sagte er:
“Schön, wenn sie mir das alles nicht sagen, dann werde ich den Befehl geben, dass sie erschossen werden.”
Nun, zu jener Zeit brauchte man in meinem Land kein Gerichtsverfahren, nichts. Wenn ein Oberster der Geheimpolizei dich erschießen wollte, dann wurdest du erschossen. Und er sagte: “Sie werden erschossen”. Und Gott gab mir damals so eine Seelenruhe. Warum hat er sie mir gegeben und nicht dir? Er gibt sie allen, wenn sie sie nur nehmen wollen. Die Geschenke Gottes sind für einen jeden von euch, ich bin nicht etwas besonderes bei Gott. Und unsere Brüder im Glauben, die waren nichts besonderes, sie waren einfach nur Leute, die, als man ihnen gab, nahmen! Gott gibt seine Gaben. Nimm sie nur. Und als er mir sagte, dass ich erschossen werden sollte, hatte ich eine solche Ruhe. Ich sagte:
“Her Oberst, ich weiß, dass ein Wort von ihnen genug ist: Wenn sie den Befehl geben, dann werde ich erschossen. Und jetzt haben Sie die Möglichkeit eines Experimentes. Legen Sie die Hand auf mein Herz und wenn mein Herz jetzt erschrocken schlägt, ganz schnell schlägt in Verzweiflung, weil ich jetzt erschossen werden soll, dann haben sie ein Recht zu zweifeln, dass es einen Gott und ein ewiges Leben gibt. Aber, wenn mein Herz ruhig und regelmäßig schlägt in Frieden, weil ich weiß, zu wem ich gehe, nämlich zum Geliebten meiner Seele, dann sollen sie wissen: Es gibt einen Gott und es gibt ein ewiges Leben!”
Er rief wütend: “Niemals wirst du je befreit werden! Niemals soll jener dich befreien! Wie war noch sein Name? ( Er wollte den Namen Jesus nicht aussprechen ). Niemals sollst du die Westminster Abbey sehen!” ( Die Westminster Abbey ist eine berühmte Kathedrale )
Und ich habe ihm geantwortet: “Sein Name ist Jesus Christus, er ist der Sohn Gottes und wenn er will, dann werde ich befreit werden! Und wenn er will, werde ich auch die Westminster Abbey sehen! ( Ich war nicht sonderlich daran interessiert, diese Kathedrale zu sehen, aber, weil er gesagt hatte, dass ich sie nicht sehen werde, habe ich gesagt, ich werde sie sehen. Wir Christen sind ja solche Trotzköpfe und sagen immer das entgegengesetzte von dem, was die Welt sagt).”
Nun, dann vergingen 14 Jahre, ich wurde frei und war in der Westminster Abbey, war in dieser Kathedrale in London. Er hingegen war im Gefängnis. Seine eigenen Genossen hatten ihn ins Gefängnis gesteckt. Von dieser Kathedrale werden solche bebilderten Postkarten verkauft und ich habe ihm eine solche Karte geschickt:
“Erinnern Sie sich daran wie sie gesagt haben, dass ich niemals die Westminster Abbey sehen würde? Dass ich niemals frei kommen würde? Ich bin frei, bin in dieser Kathedrale und vertrauen sie auch auf Jesus Christus, er ist der Sohn Gottes, vielleicht kommen sie auch aus dem Gefängnis frei , dann können sie auch diese Kathedrale besuchen”.
Er ist wirklich frei geworden. Er ist jetzt in der freien Welt und ich habe ihn an diese ganze Zeit damals erinnert.
[...]
http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Wurmbrand
___________
___________
Richard Wurmbrand (* 24. März 1909 in Bukarest; † 17. Februar 2001 in Glendale, Kalifornien) war ein rumänischer lutherischer Pfarrer und Gründer einer Missionsgesellschaft, die sich für die Belange verfolgter oder benachteiligter Christen eingesetzt hat.
Richard Wurmbrand wurde als vierter Sohn einer deutsch-jüdischen Zahnarztfamilie geboren. 1918 starb sein Vater und die Familie verarmte. Mit 16, sagte er später, sei er ein glühender Kommunist und Atheist gewesen. In den 1930er Jahren versuchte Wurmbrand sein Glück als Geschäftsmann. Gerissen und nicht immer ehrlich brachte er es zu Wohlstand und beteiligte sich am ausgelassenen Leben der rumänischen Hauptstadt, dem „Paris des Balkans“. 1936 heiratete er Sabine Oster, die ebenfalls jüdischer Abstammung war. 1938 wurde ihr einziges Kind, Sohn Michael, geboren.
Im Jahr 1937 kam Wurmbrand laut seiner Autobiographie durch einen alten deutschen Zimmermann in einem kleinen rumänischen Dorf zum christlichen Glauben. Danach wurde er bei der Anglikanischen Mission für Juden zum Pastor ausgebildet und ordiniert. In seiner Kirche und in seinem Privathaus fanden die Juden Zuflucht und Schutz vor der einsetzenden antisemitischen Verfolgung.
1948 wurde er verhaftet, verhört und gefoltert. Die Gefangenschaft im Gefängnis Sighet dauerte acht Jahre bis 1956. Drei Jahre verbrachte er in strenger Einzelhaft in unterirdischen Kerkern, ohne Sonnenlicht oder Geräuschen der Außenwelt. Unter der Auflage, nicht mehr zu predigen, wurde er amnestiert. Drei Jahre später wurde er erneut verhaftet und bis 1964 eingesperrt. Für 10.000 US-Dollar konnten norwegische Christen (Norwegische Judenmission und Hebräisch-Christliche Allianz) ihn und seine Familie freikaufen.
Erst 1990 durften Richard und Sabine Wurmbrand nach 25 Jahren Exil wieder nach Rumänien reisen. 2006 wurde er an die fünfte Stelle einer Liste der 100 berühmtesten Rumänen gewählt.
























Das hält doch aber niemand hier im Ernst für ein Argument, oder?
Ich hab jetzt gerade keine Zeit für ausufernde Diskussionen. Kurz gesagt: Ich denke, hier soll gesagt werden, dass Atheismus eben eine Weltsicht ist, die es eben gibt und die vertreten wird, von der man sich in der Konfrontation mit Not und Tod aber sicherlich keine Hilfe und keinen Trost erwarten kann. Und nun, damit ist nicht der Atheismus widerlegt, genauso wenig wie dadurch die Existenz des christlichen Gottes bewiesen wäre. Den kann dir auch Wurmbrand nicht “beweisen”. Aber darum ging es auch nicht. Es handelt sich hier um einen Ausschnitt aus einem Vortrag, den Wurmbrand über seine Gefangenschaft unter dem damals vorherrschenden Kommunismus in Rumänien hielt. Er bezeugt hier seinen Glauben – wegen dem er ja eingesperrt und gefoltert wurde – und angesichts dieser Situation war seine Antwort auf die Drohung jenes Kommunisten und Atheisten alles andere als blöd.
Mehr muss man – denke ich – dazu jetzt auch nicht sagen. Werde mich nun wieder anderem zuwenden.
Und ja, die Überschrift zu diesem Beitrag ist etwas arg plakativ.
Gruß
Simon
http://unwisesheep.org/2011/07/29/buch-darwin-im-kreuzverhor-phillip-e-johnson/
Danke, das hat meine Frage doch größtenteils beantwortet. Ich würde gerne noch darauf hinweisen, dass Atheismus nach keiner mir bekannten Definition die Bezeichnung “Weltsicht” verdient und spare uns ansonsten wie gewünscht die weitere Diskussion.
@Simon:
“Den kann dir auch Wurmbrand nicht „beweisen“.
Mir fällt dazu gerade eine Geschichte ein, die ich mal in irgendeinem Buch gelesen habe:
Ein Atheist und ein Christ diskutieren über die Gottesfrage. Da fragt der Christ den Atheisten: “Würdest Du, wenn ich Dir beweisen würde, dass es Gott gibt, an ihn glauben?” Darauf der Atheist: “Natürlich nicht!”
PS:
Ich möchte noch eine kleine Erklärung zu der Geschichte anfügen (für alle, die das in Zukunft vielleicht mal lesen), da ich im Nachhinein gemerkt habe, dass sie vielleicht mißverstanden werden könnte.
Also, die Geschichte soll nicht aussagen, “was für riesengroße Trottel Atheisten denn nun sind”, sondern sie will aussagen, dass der Glaube eines Menschen eben nicht alleine davon abhängt, dass ihm die Existenz des biblischen Gottes bewiesen wird, sondern dass es da noch einen moralischen Aspekt gibt. Es kann durchaus sein, dass ich mir vollkommen sicher bin, dass es den biblischen Gott gibt, dass ich ihm aber trotzdem NICHT gehorchen will bzw. mich ihm unterordnen will (die Bibel spricht auch von der Rebellion des Menschen gegenüber seinem Schöpfer, wie z. B. in Röm. 1, 18ff).
Vielleicht sollte man in dem Zusammenhang auch noch erwähnen, dass, wenn die Bibel von “glauben” redet, etwas anderes meint, als was man heutzutage im allgemeinen so daruter versteht. (z. B. Ich glaube, dass Morgen schönes Wetter wird. Vielleicht regnet es aber auch. Dann habe ich Pech gehabt.) Die Bedeutung des Wortes “glauben” hat sich im Laufe der Geschichte verändert, so wie das häufiger mit Worten passiert (z. B. “geil” bedeutete vor 100 Jahren auch was vollkommen anderes als heute).
Wenn die Bibel von “Glauben” redet, dann meint sie damit kein Vermuten oder ungenaues Ahnen, kein Nicht-Wissen, kein Gefühl oder etwas Ähnliches. Der Glaube ist vielmehr der stärkste Gewißheitsgrad.
und
Glauben, das heißt ganz allgemein nichts anderes, als dass ich auf irgendjemand oder irgendetwas mein Vertrauen setze. (Und in diesem weitesten Sinne glaubt jeder. Auch der Atheist. Jeder vertraut auf irgendjemand oder irgendetwas.)
(Die letzten 3 Absätze habe ich teilweise wörtlich oder auch dem Sinn nach entnommen: ISBN 3-89287-602-9 Friedhelm König …..Der uns den Sieg gibt – das ist noch eine Buchempfehlung für Leute, der sich damit näher befassen möchten – sehr einfach und verständlich geschrieben)
Hallo Muriel,
ich weiß auch nicht, warum ich hier jetzt noch mal schreibe, aber Du und Dein Verhalten (wie Du auf Deinem Blog über die Bibel und den christlichen Glauben herziehst usw. und jetzt wieder diese provokante Frage) erinnern mich irgendwie ein bißchen an einen Onkel meiner Mutter. Der war ein 100 %iger Sozialist/Kommunist und demzufolge auch gleichzeitig ein 100%iger Atheist..
Wenn er mal bei uns zu Besuch war (was äußerst selten vorkam – er kam wohl nur um zu stänkern), dann gab es jedesmal von seiner Seite aus initiierte Provokationen/Streit, weil er anscheinend irgendwie nicht damit zurecht kam, was meine Eltern glaubten. Er war jedenfalls (anscheinend!) zu 100 % davon überzeugt, dass es keinen Gott gibt und natürlich auch den ganzen anderen Schwachsinn (in seinen Augen) nicht, der damit zusammenhängt.
Irgendwann hat er uns aber (sicherlich unbeabsichtigt) doch etwas tiefer in sein Herz blicken lassen. Ich war damals noch ein Teenager und habe von diesen Diskussionen nichts mitbekommen, aber ich kann mich noch genau erinnern, wie dieser Onkel einmal äußerst aufgebracht unser Haus verließ, sich in der Tür aber noch einmal umdrehte und laut ausrief: “Das DARF’S nicht geben!!!” Dann machte er auf dem Absatz kehrt und ging.
Das DARF’S nicht geben! Ich glaube, das ist das Wunschdenken vieler Menschen, was ich auch gut verstehen kann. Es ist schon nachzuvollziehen, dass Menschen sich das wünschen, denn wenn es anders wäre, dann hieße das ja, dass sie einmal für ihr Leben Rechenschaft ablegen müßten. Und sie wissen im Grunde genau, dass da vieles nicht so ist, wie es sein sollte.
Und zu behaupten, dass man es genau weiß, dass es keinen Gott gibt, verzeih mir bitte, wenn ich das so sage, ist schlichtweg Unsinn!!! Selbst Du wirst zugeben müssen, dass Dein Wissen (und das der Menschheit) auf naturwissenschaftlichen oder sonstigen Gebieten verglichen mit dem Wissen und den Geheimnissen, die das Universum insgesamt wahrscheinlich noch bereithält (alleine schon das sichtbare Universum von allem anderen ganz zu schweigen) so verschwindend gering ist, wie vielleicht ein Wassertropfen verglichen mit dem Ozean.
Woher weißt Du also so genau, dass es in den Dir noch nicht zugänglichen unendlichen “Wissensregionen” kein höheres Wesen, sprich “Gott” gibt? Atheismus ist halt doch irgendwie ein “Glaube” (auch wenn Du das wieder bestreiten wirst, in meinen Augen ist es so), man “glaubt”, es gibt keinen Gott. Wissen tut man es nicht und beweisen kann man es auch nicht!
Das war’s, was ich noch loswerden wollte.
LG: Christina
@Christina: Ich stehe gerne für einen Dialog zur Verfügung, wenn du irgendwann mal Interesse hast, über die Sache zu reden, statt mir Predigten halten zu wollen.
Eins kommentiere ich trotzdem noch kurz:
Ich glaube, ich höre noch irgendwo im Hintergrund die langsam auslaufenden Rotoren des Roflcopters, der hier irgendwo gelandet sein muss.
Zunächst mal mag es ein paar Menschen geben, die sich aus einer sonderbaren Persönlichkeitsstörung heraus wünschen, es gäbe keinen guten und gerechten Gott, aber ich kann mir eigentlich keine gesunde Person vorstellen, die das so sehen würde. (Dass ich heilfroh bin, dass das in der Bibel beschriebene Monstrum nicht existiert, steht auf einem anderen Blatt.)
Und dann zur Rechenschaft: Ich weiß, dass ich für mein Leben Rechenschaft ablegen muss. Vor meiner Familie. Vor mir selbst. Vor den Menschen, die ich liebe, und vielleicht eines Tages vor meinen Kindern. Vor allen, für die ich Verantwortung trage. Ich weiß, dass mein Handeln konsequenzen hat, und ich weiß, dass dieses kurze Leben das einzige ist, das ich habe. Meine eine und einzige Chance, möglichst viel richtig zu machen. Und genau deshalb bin ich auch nicht bereit, mich irgendwelchen alten Märchen hinzugeben, statt die Realität anzuerkennen und das Beste aus ihr zu machen.
Hach. Habe ich mich doch schon wieder zu einer Antwort hinreißen lassen, die ausführlicher ist, als dein sonderbarer Kommentar es verdient hätte, und obwohl du mir schon mehrfach demonstriert hast, dass ein Dialog mit dir nicht möglich ist.
Ob ich es wohl irgendwann noch lerne?
@ Muriel:
“…….dass ein Dialog mit dir nicht möglich ist. Ob ich es wohl irgendwann noch lerne?”
“@Christina: Ich stehe gerne für einen Dialog zur Verfügung, wenn du irgendwann
mal Interesse hast, über die Sache zu reden, statt mir Predigten halten zu wollen.”
(grübel, grübel …… das verstehe ich jetzt nicht so ganz, aber ist ja auch egal)
Tut mir leid, aber ich habe kein Interesse!!! Den Dialog zu diesem Thema hattest Du ja in der Vergangenheit mit mir und anderen Personen schon zur Genüge …… das muss man wirklich nicht aufwärmen!
Das hätte ich vielleicht wirklich deutlicher machen sollen. So war’s gemeint: Ich bin nach unseren bisherigen Unterhaltungen überzeugt, dass ein Dialog mit dir keinen Sinn hat, weil ich den Eindruck gewonnen habe, dass du meine Beiträge inhaltlich völlig ignorierst. Ich bin aber wie in allem offen dafür, widerlegt zu werden.
@ Muriel:
Ich habe, wie schon gesagt, keinerlei Interesse an Deiner Art von (arrogantem) Dialog. Da sind wir uns ja mal einig! Deshalb lasse ich das hier jetzt mal als Schlußstrich stehen. Ich hatte angenommen, Du hättest verstanden, weshalb Du mich u. a. an einen Onkel meiner Mutter erinnern würdest. Aber vielleicht hätte ich es auch noch etwas deutlicher ausdrücken sollen, in dem ich hinter den Absatz “er kam wohl nur um zu stänkern bzw. zu provozieren usw.” in Klammern noch (so wie Muriel hier auf diesem Blog) hätte setzen sollen.
Eigentlich kam ich, um zu erfahren, ob uns warum jemand den Inhalt dieses Posts hier für ein Argument hält. Eine falsche Hoffnung, wie sich herausgestellt hat. Dagegen sind selbst Atheisten nicht gefeit.
(@unwise Sheep: Wirklich. Würde mich interessieren. Vielleicht kannst du ja in die Bresche springen, wenn Christina schon nicht mehr mag.)
@Muriel:
“Wirklich. Würde mich interessieren.”
Vielleicht hast Du ja Glück, dass Andere Dir das glauben! Ich meinerseits glaube Dir das “Engelsgesicht” (nach allem, was ich bislang von Dir gehört und gelesen habe) nicht!!!
*Wow* Es ist ein wahres Wunder das Herr Wurmbrandt seinen Glauben an Jesus Christus behalten hat. Wenn das kein Gottesbeweis ist? Hier sieht man mal wieder wie viel Durchhaltevermögen ein Christ besitzt
Was beweisen denn dann die Atheisten, die in vergleichbaren Situationen bei ihrem Unglauben geblieben sind? Was beweisen Juden, in solchen Situationen ihren Glauben behalten haben, was Buddhisten?
Glaube beweist zunächst einmal gar nichts, denke ich.
Zwar auch kein Beweis, aber vielleicht ein Hinweis:
http://agwelt.de/2011-12/weltweit-immer-weniger-atheisten-und-agnostiker/
Diese Statistik ist schon erstaunlich im Zeitalter der “Aufklärung”, “Evolutionstheorie” und eines “Richard Dawkins”.
Die Religionen wachsen – der Atheismus geht zurück.
Auch wenn die Menschen nicht unbedingt nach dem biblischen Gott auf der Suche sind, so zeigt sich doch irgendwie, dass der Materialismus anscheinend keine befriedigenden Antworten für die Menschen bereit hält, dass er ihnen wohl keinen bleibenden Frieden ins Herz geben kann. Die Vorstellung “vom Affen” oder von “kleinen rattenähnlichen Wesen, die auf Bäumen lebten” (neueste Version) abzustammen, löst anscheinend wenig Begeisterung aus. Irgendwie scheint da wohl eine gewisse Ahnung im Inneren vorhanden zu sein, dass es nicht so ist.
Gerade hier im Westen, wo eigentlich jeder im letzten halben Jahrhundert in der Schule die “Gehirnwäsche der Evolutionstheorie” über sich ergehen lassen musste, wenden sich immer mehr Menschen irgendwelchen fernöstlichen Religionen oder der Esotherik und dem Aberglauben zu.
Eigentlich leben wir ja hier in Europa nicht mehr im Mittelalter und alle Menschen haben eine gute Schulbildung (einschließlich Evolutionstheorie) genossen. An mangelnder Bildung kann es also nicht liegen, ebenfalls nicht an mangelnder Intelligenz, denn nicht selten haben religiöse Menschen Hochschulabschluß und Doktortitel. Wir leben auch in einer Demokratie, also es wird niemand gezwungen, irgendetwas zu glauben, was er eigentlich nicht glaubt.
Viele würden es in der Öffentlichkeit wahrscheinlich nicht zugeben, dass sie heimlich ihr Horoskop lesen, aber Zeitungen, die selbiges in der Vergangenheit mal weg rationalisierten, haben dermaßen an Auflagenhöhe verloren, dass sie das ganz schnell wieder rückgängig gemacht haben.
Woher kommt bloß dieser Drang beim Menschen nach übersinnlichen Dingen zu greifen in diesem “aufgeklärten Zeitalter”?
Eigentlich müßte er doch froh und dankbar sein, dass die Wissenschaft ihn nun endlich von allen abergläubischen Vorstellungen sowie religösen Einbildungen befreit hat und er glücklicherweise nur ein hochentwickelter Affe oder was auch immer ist (schließlich hat die Evolutionstheorie doch den “Beweis” dafür geliefert oder etwa doch nicht ?). Warum glaubt der aufgeklärte moderne Mensch insgeheim wieder erneut, dass Sternkonstellationen oder Edelsteine etc. sein Leben beeinflussen könnten oder, dass das gegossenes Blei an Silvester ihm seine Zukunft vorhersagt? Sehr seltsam das alles!
U. a. hat kein anderes Lebewesen hier auf dieser Erde Altäre und Religionen hervorgebracht, außer der Homo sapiens.
Hat die Bibel etwa doch Recht, wenn sie (selbst über den Aber/Ungläubigen) sagt:
“Gott hat dem Menschen die Ewigkeit ins Herz geschrieben” oder
“Unruhig ist das Herz des Menschen, bis es Ruhe findet in Dir Gott”. ???
Jemand hat mal gesagt: Der Mensch ist ein gestürzter König (seit Adam). Er sucht im Staub der Erde nach seiner verlorenen Krone und kann sie nicht finden. Nur ein Kreuz kann er finden! Ein Kreuz, dass Gott hineingeopfert hat in diese Welt ……
Vielleicht einen Blick wert: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=YkrIIN752Uk
lg Marcus
Hallo Marcus
Ich hab’s mir auch schon zwei mal angehört, verstehe sehr gut, worauf er hinauswill – wäre auch interessant zu übersetzen (was ich ja nicht kategorisch ausgeschlossen hatte) – würde aber noch mal ausführliche Recherche bedeuten, weil er verschiedene seiner früheren Auffassungen, die er hatte und dann in Frage zu stellen begann, lediglich anreißt. Gerade hier ist dann sorgfältiges Arbeiten angesagt. Ist auf jeden Fall einen Gedanken wert. Jedenfalls: Wie er sich beschreibt, war er keiner, der ein stimmiges Weltbild sein eigen nannte – vor allem keines, mit dem er dann auch konsequent praktisch leben konnte. Find ich sehr interessant. Es ist immer recht leicht, andere Weltanschauungen lächerlich zu machen, sie dumm darzustellen, aber wie sieht es mit der eigenen Weltanschauung aus? Ist die zu verteidigen und dann auch konsequent auszuleben?
Kann jemand, der bspw. einem eher nihilistischen Atheismus anhängt, diesen überhaupt konsequent dauerhaft ausleben?
Und gibt es solche Leute überhaupt?
Kennt jemand einen?
Ich habe da u.a. an jenen Michael aus dem von Marcus verlinkten Video gedacht, der konsequent einer derartigen Weltanschauung zu folgen schien ( im Sinne von siehe unten) und in Depressionen und – wenn ich seinen Hinweis richtig deute, in selbstverletztendem Verhalten etc. gelandet ist.
______
Wikipedia (Nihilismus)
http://de.wikipedia.org/wiki/Nihilismus
Nietzsche formuliert den Nihilismus insbesondere mit diesen Argumenten:
[...]
Es ist nichts mit der Moral: Moralische Werte haben keine unbedingte Geltung, sondern sind nur in einer bestimmten Situation nützlich oder nutzlos.
Es ist nichts mit der Wahrheit: Unbezweifelbare, objektive und ewige Wahrheiten sind nicht erkennbar. Wahrheit ist stets subjektiv. „Dass es keine Wahrheit giebt; dass es keine absolute Beschaffenheit der Dinge, kein »Ding an sich« giebt – dies ist selbst ein Nihilism, und zwar der extremste.“ (Nachlass Bd. 12, S. 351; Friedrich Nietzsche: Sämtliche Werke, Kritische Studienausgabe in 15 Bänden, Hrsg. Colli/Montinari, 1980)
Gott ist tot: Es existiert keine übergeordnete, ewige Instanz. Der Mensch ist auf sich selbst zurückgeworfen. „Was bedeutet Nihilism? Dass die obersten Werthe sich entwerthen.“ (Nachlass Bd. 12, S. 350; Friedrich Nietzsche: Sämtliche Werke, Kritische Studienausgabe in 15 Bänden, Hrsg. Colli/Montinari, 1980)
Die ewige Wiederkehr des Gleichen: Geschichte ist nicht finalistisch, es gibt keinen Fortschritt und kein Ziel. „Denken wir den Gedanken in seiner furchtbarsten Form: das Dasein, so wie es ist, ohne Sinn und Ziel, aber unvermeidlich wiederkehrend, ohne ein Finale ins Nichts: »die ewige Wiederkehr«. Das ist die extremste Form des Nihilismus: das Nichts (das »Sinnlose«) ewig!“ (Nachlass Bd. 12, S. 213; Friedrich Nietzsche: Sämtliche Werke, Kritische Studienausgabe in 15 Bänden, Hrsg. Colli/Montinari, 1980)
[...]
Okay, das Video habe ich nicht gesehen. Ich bezweifle derzeit aber noch, dass man überhaupt einer Weltanschauung folgen kann, die beinhaltet, dass es weder Werte, noch Wahrheit, noch sinnvolle Weltanschauungen gibt. Aber vielleicht ist das nur mein begrenztes Vorstellungsvermögen.
@Muriel
Du schriebst:
“Ich bezweifle derzeit aber noch, dass man überhaupt einer Weltanschauung folgen kann, die beinhaltet, dass es weder Werte, noch Wahrheit, noch sinnvolle Weltanschauungen gibt. ”
Ich denke, da stimmen wir überein.
Das Video fand ich – basierendend auf unseren Diskussionen bezüglich der Bedeutung des Wortes Atheismus – nicht ganz glücklich, weil jener Michael unter Atheismus wesentlich mehr versteht, in dem Sinn, dass er viel mehr in den Begriff hineinlegt, als er denn eigentlich sagt – daher habe ich auch – wohl unzureichend – von einem “nihilistischen Atheismus” gesprochen, der – so wie von jenem Michael beschrieben – sich in einem starken Eindruck von Sinnlosigkeit zeigte.
Bei jenem Michael war der Knackpunkt, sich von seinem – ihm immer sinnloser vorkommenden – Atheismus zu lösen, der, dass er zumindest einmal die Möglichkeit der Existenz Gottes bewusst zuließ – und nach diesem Gott im Gott der Bibel suchte. Das ist im Grunde der Kern seiner Abkehr von seinen damaligen Anschauungen.
Ja, dann sind wir uns womöglich wirklich einig. Wenn ich mal die zwanzig Minuten erübrigen kann, hole ich das Video vielleicht noch nach. Mag ja sogar Futter für mein eigenes Blog hergeben.
@Marcus & Simon:
Na ja, kann man nicht ändern …..
Jetzt habt Ihr mich richtig neugierig gemacht, aber ich verstehe wegen meiner mangelhaften Englischkenntnisse leider nur Bahnhof.