Archiv | Juni, 2010

Knechtschaft vs. Sohnschaft

24 Jun

Manche von euch werden mir da wohl nicht zustimmen, wenn ich sage: „Komm niemals zu mir her und sage, Gott habe uns gerettet, damit wir ihm dienen!“, aber dann werde ich fuchsig. Das wäre wie wenn ich zu meinem kleinen Jungen sage: „Deine Mutter hat dich geboren, damit du dienst!“. Nun, mein Sohn wird lernen müssen, zu dienen, aber das ist keine Aussage, die ihm beigebracht werden sollte. Wir akzeptieren willig Diener des Höchsten Gottes zu sein, aber das tun wir, weil er uns zur Sohnschaft errettet hat und er uns gerettet hat, ihn in Dankbarkeit anzubeten.  „Ihm wird nicht mit Händen gedient“ oder habt ihr vergessen, was in der Apostelgeschichte steht?

“ihm wird auch nicht von Menschenhänden gedient, als ob er etwas bedürfte“

( Apostelgeschichte 17, 25 )

Gott ruft sein Volk heraus, in anzubeten und aus dieser Anbetung und aus dieser Sohnschaft heraus wird es dankbar dienen. Das ist nicht einfach Wortklauberei. Es gibt so viele Christen, die denken, dass sie gerettet wurden, einfach nur aus dem Grund, um dann zu dienen. Sie sind aber gerettet, um Söhne zu sein, die Gott anbeten und aus deren Anbetung ein herrlicher und freudiger Dienst kommt. Da liegt ein großer Unterschied. Das eine ist Knechtschaft, das andere ist Sohnschaft.

und allenthalben werden meinem Namen Räucherwerk und reine Opfergabe dargebracht

( Maleachi 1, 11 )

Er spricht vom Preisen Gottes. Was ist das Ziel von christlicher Mission? Das Lob Gottes. Dass Gottes Name mehr gepriesen wird. Was wirst du tun? Ich werde in dieses Land gehen um dort Gott einen Namen zu machen!  Unser Ziel ist es,  Menschen dahin zu führen, dass sie Gott anbeten. Predigen ist nicht das Ziel. Predigen ist der Weg zur Anbetung des lebendigen Gottes.

Denn alle, die sich vom Geiste Gottes leiten lassen, sind Gottes Kinder.  Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, daß ihr euch abermal fürchten müßtet, sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, in welchem wir rufen: Abba, Vater!

( Römer 8, 14-15 )

Fußball – Spiel des Lebens

20 Jun

Vielleicht mal aus aktuellem Anlass und weil ich auch immer mal wieder nebenbei Fußball schaue, der Hinweis auf ein evangelistisches Buch von Andreas Alt und Wolfgang Bühne.

Fußball – Spiel des Lebens
»Einige Leute halten Fußball für einen Kampf auf Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich versichere Ihnen, dass es weit ernster ist!«, behauptete Bill Shankley, ehemaliger Trainer des FC Liverpool.
Und sie rennen, die Protagonisten des Fußballs. Manchmal mit einer Leidenschaft, als ginge es um ihr Leben – auf der Jagd nach dem runden Leder, nach Toren, Titeln, Trophäen, Erfolg, Ruhm und Geld. Für die »schönste Nebensache der Welt« erleiden sie Traum und Trauma, Faszination und Frustration, Höhen und Tiefen einer Fußball-Karriere. Doch sie leiden nicht allein, denn da sind Trainer, Manager und Sponsoren
– nicht zu vergessen die vielen Tausend Fans … Gefordert wird hundertprozentiger Einsatz – für ein lohnendes Ziel?

Paul Washer Open Air Predigen

19 Jun

Guten Abend, mein Name ist Paul Washer und ich komme nicht von hier. Aber ich sah, wie ein Peruaner hier über Jesus Christus sprach und ich dachte, dass ich das auch tun möchte. Also mag ich euch etwas über Jesus erzählen. Ich möchte euch aus meinem Leben erzählen. Vor 25 Jahren studierte ich an der Universität Texas um Anwalt zu werden. Auf der Universität lief alles toll für mich. Meine Noten waren ziemlich gut und ich schien fast perfekt Karriere zu machen.

Aber ich war ein Trinker, ein schrecklicher Trinker. Denn als ich 17 Jahre alt war, arbeiteten ich und mein Vater, der sehr reich war mit unseren Pferden auf unserer Ranch. Denn sein Hobby war Pferdezucht. Als wir dort arbeiteten, da schrie mein Vater plötzlich auf und ich packte ihn und wir fielen zusammen auf den Boden und mein Vater war tot. Und in diesem Moment realisierte ich, Weiterlesen

Gibt es Atheisten?

18 Jun

Manchmal debattieren wir mit Leuten über Dinge, über die wir mit ihnen nicht debattieren sollten. Eines davon ist die Frage: Wer ist Jesus? Wir müssen Jesus mehr verkündigen als über ihn zu diskutieren. Das ist wie, wenn man mit einem Atheisten spricht. Dein Gegenüber sagt dir: Du weißt, dass du gerade mit einem Atheisten sprichst? Und du sagst: Nein, ich das weiß ich nicht. Du bist kein Atheist Wie meinst du das, ich sei kein Atheist? Ich hab dir doch gerade gesagt, dass ich einer bin! Du bist kein Atheist, mein lieber Freund. Du magst zu einem gewissen Grad denken, du seist ein Atheist. Du magst versuchen, dich selbst zu überzeugen, dass du einer bist, du magst jedem anderen erzählen, dass du einer bist, aber ich stehe auf dem Zeugnis der Schrift und die Schrift sagt: Du bist kein Atheist! Die Schrift sagt, dass du genug über den einen wahren Gott weißt, um ihm gegenüber feindlich gesinnt zu sein. Und du weißt genug von der Wahrheit über den einen wahren Gott um danach zu trachten, diese Wahrheit zu unterdrücken. Dein Herz, dein Sinn, dein Gewissen, wie du es auch nennen magst, schreit zu dir: Gott. Und du tust alles in deiner Macht um davor davon zu laufen Wir verkündigen, was die Schrift sagt, wir verkündigen Jesus als Herrn. Jemandem zu sagen: Du willst als ein eigenständiges Geschöpf leben um unabhängig und frei zu sein, aber du wirst niemals frei sein. Du wirst niemals autonom und eigenständig sein, du hast einen Herrn und du musst ihn anerkennen und dich dem unterwerfen.

http://lannopez.wordpress.com/2009/11/18/der-neue-atheismus-vortrage-von-john-lennox/

Gott liebt seine Kinder

14 Jun

“Ich habe eine Frau und ich habe drei Kinder, das Haus steht fest. Ohne Christus wäre ich entweder ein Alkoholiker oder tot. Wahrscheinlich drei mal verheiratet, hätte Kinder, die ihren Vater hassen würden, weil er ein egozentrischer Drecksack wäre.”

Das Video ist zwar schon eine Weile ( in mittlerweile ) zwei Fassungen online. Aber ich erinnere doch immer wieder gerne daran. Möchte einfach auch diese Seite und diesen Aspekt betonen, der manchmal ( leider ) untergeht. Jemand hat mal gesagt ( sinngemäß ) :

“Einer der wichtigsten Aspekte dabei, im Glauben Reife zu erlangen, besteht darin,  das Gleichgewicht halten zu lernen.”

Etwas, was ich auch noch sehr lernen muss.

Erfreue dich am Herrn und er wird dir geben, wonach dein Herz sich sehnt.

Das hier ist keine krankhafte Person, die entschieden hat im Namen Jesu, im Namen der Demut und der Treue, jeden Segen und jede Hoffnung auf Segen aus ihrem Leben zu verbannen. Nein! Nein! Diese Person tut das nicht, weil sei einfach nur denkt, dass es richtig ist oder weil es am Ende dann halt eine ewige Belohnung dafür geben wird. Sie glaubt, dass Gott ihr das gibt, wonach ihr Herz sich sehnt! Sie glaubt, dass Gott ihr das gibt, wonach ihr Herz sich sehnt! Dass Gott seinen Kindern gute Dinge gibt. Fleischliche Menschen können das nicht verstehen, sie können es nicht.

Manchmal wird der Herr uns mit sehr, sehr wenig Geld segnen. Aber die anderen Dinge, die er anstatt von Geld gibt, die sind so gewaltig, dass wir nicht mit den größten Milliardären auf der Welt die Plätze tauschen wollten. Zu anderen Zeit wird er uns finanziell und wirtschaftlich segnen, aber wir wissen, dass das vom Herrn ist. Der Herr wird danach schauen und seinen Kindern die Wünsche ihres Herzens erfüllen. Eines der Dinge, die mich am meisten erstaunen, ist, dass Gott nicht so geistlich ist wie die meisten von euch! Was will ich sagen? Er sorgt sich um kleine Dinge, die wir fast als etwas banal empfinden würden. Er sieht in die Herzen seiner Kinder und er wird ihnen geben, was ihre Herzenswünsche sind und es ist nicht notwendigerweise etwas, wovon wir denken, dass es sein Reich voranbringt.

Vielleicht hab ich das euch schon einmal erzählt, aber ich erinnere mich an eine Begebenheit vor Jahren als ich mit Charo ( Anmerkung des Übersetzers: Charo ist Paul Washers geliebte Ehefrau ) in Peru diente. Nun, in diesem Jahr belief sich unsere ganze Unterstützung vielleicht auf 4000 Dollar, das weiß ich nicht so, vielleicht 5000, nun, es war erbärmlich.

Und für ein paar Monate flogen wir zurück in die Vereinigten Staaten und Charo, sie hat wirklich nie um was gebeten, sagte: “Wenn wir zurück in die Staaten kommen, kann ich dann ein paar “Country Crafts” bekommen für unsere Wohnung?”

Und ich sagte: “Was ist das?” Und ich fand heraus, das sind so kleine ausgeschnittene gebastelte Schweinchen mit so Bändchen um den Hals und Hühner, die man die Wand hängen kann. “Country Crafts” – wisst ihr? Geht nach Gatlinburg, dann wisst ihr, was ich meine! Wir besuchten meinen Onkel in der Nähe von Gatlinburg und wir marschierten in so einen “Country Crafts”-Store und wir schauten uns fünf Minuten um, und gingen dann wieder raus, denn diese “Country Crafts” kosten mehr als ein echtes Schwein. Das war einfach irgendwie blöde und Charo sagte nichts, sie hat nicht gejammert, sie hat irgendwie kurz gelächelt und dann gingen wir wieder. Aber sie hat das Wochen zuvor erwähnt und es war etwas … nun ich verstehe nicht so wirklich die weiblichen Gedankengänge, aber ich weiß, dass sie ein paar von diesen “Country Crafts” wirklich gern gehabt hätte um sie in ihre Küche zu hängen.

Nun, von da kam ich nach West Tennessee um zu predigen. Und wir übernachteten bei dem Pastor und seiner Frau. Und sie sagten: “Ihr werdet in einer Lagerkammer schlafen, aber wir haben daraus ein Schlafzimmer gemacht. Vergebt uns, wir haben gerade das ganze Gemeindehaus renoviert und da stehen lauter Kisten usw, rum und wir kamen da rein und die Frau des Pastors sagte: “Oh, Charo, da sind zwei Kisten” – und es waren große Kisten – “mit Zeug drin, dass ich weggeben will, vielleicht an die Heilsarmee… aber wenn du die willst, kannst du die haben.” Meine Frau saß da und sagte “Vielen Dank”. Und in dem Moment, wie die Dame die Tür schloss, sprang meine Frau wie eine wilde Katze auf diese Kisten. Und sie machte sie auf und beide Kisten waren voll mit “Country Crafts” . Nun, ich weiß, dass ihr zu “geistlich” wärt, um euch um so etwas zu sorgen. Ich hab in meinem Leben nicht so viel gejagt und gefischt, meistens spreche ich nur davon, und öfter hat der Herr mir da Gelegenheit gegeben und ich habe sie fälschlicherweise zurückgewiesen. Und ich find es verwundernswert … nun, wisst ihr, da sind Ärzte und ich habe großen Respekt vor Ärzten, die machen viel Geld, das sie dann auch noch ein wenig sparen und es dann fürs Jagen in Iowa ausgeben. Denn da kann man wirklich gut jagen. Vor einiger Zeit kam ich nach Iowa und durfte jagen, ohne etwas bezahlen zu müssen. Gott hat die Tür geöffnet und jemand hat mich das einfach machen lassen.

Wisst ihr…

Versteht ihr, was ich euch sage? Gott ist so vielseitig! Er liebt seine Kinder! Er gibt ihnen, wonach sie sich von Herzen sehnen! Genau dann, wann sie es brauchen. Und er wird solche Dinge zurückhalten, wenn sie sie nicht brauchen. Also das ist der Punkt an der Sklaverei! Sklaverei ist eine wunderbare Sache, wenn du der Sklave eines vollkommenen Meisters bist! Erkennt ihr, dass der Meister bestimmt, was ihr esst, was ihr anzieht, und euch beschützt und verteidigt, alles! Du hast nur über eines Kontrolle: Darüber, das zu tun, was der Meister sagt. Das vereinfacht wirklich das Leben. Oder? Die meisten Leute geben sich hin, all diese Dinge zu tun, für sich selbst zu sorgen, und sorgen sich nicht um den Willen ihres Meisters. Anstatt, dass sie sich darauf ausrichten, den Willen ihres Herrn zu tun und, dass der Meister Sorge trägt für ihre Nöte. Gott wird uns geben, wonach wir uns von Herzen sehen. Erfreut euch selbst im Herrn und er wird euch das geben, wonach euer Herz sich sehnt. Das ist wichtig, es geht nicht darum, sich am Jagen oder Fischen zu freuen oder an Kleidern, an einem Auto oder an irgendwas anderem. Er erfreut sich im Herrn. Wonach sehnt er sich? Nach dem Herrn! Eines seiner größten Segnungen ist, dass der Herr ihm den Herrn geben wird.

Ein sehr wohlhabender Mann kam einmal zu mir um mit mir zu reden, dass der Herr sehr an seinem Leben gearbeitet hat. Dass er einige ernste Veränderungen vornehmen wird. Und ich preise Gott dafür, er hat das dann wirklich getan.

Und, das war vor Jahren und er sagte: “Bruder Paul, weißt du, ich seh dich so und ich hab irgendwie den Eindruck, dass das nicht richtig ist und dass das nicht fair ist”. Und er redet weiter und weiter darüber, dass er so viel hatte und ich so wenig hatte. Und das ist heute nicht mehr der Fall, Gott sorgt sehr gut für mich! Das war vor langer Zeit und er sagte: “Weißt du, ich fühl mich so schlecht deswegen, das ist einfach nicht fair”.

Und ich sah ihn an. “Ja, das ist ist einfach nicht fair.” Und er schaute mich etwas seltsam an, er erwartete nicht, dass ich mit ihm übereinstimme. Ich sagte: “Nun, ich denke, das ist wirklich nicht fair, Bruder, es tut mir sehr Leid für dich, ich fühle fast, als sollte ich mich entschuldigen, aber ich kann nicht gegen Gottes Souveränität ankämpfen, nun, so hat er es eben gemacht.”

Und er sagt: “Was erzählst du da?”
“Nun, es tut mir irgendwie sehr Leid, dass deine Lebensgeschichte so verlaufen ist”

Er sagte: “Nein, ich meinte es anders herum!”

Ich sagte: “Nein, du hast es falsch rum. Alles, was du hast, ist Geld. Jedes mal, wenn ich meine Knie im Gebet beuge, vernehme ich die Gegenwart Gottes. Fast jedes mal, wenn ich dieses Buch aufschlage, lehrt er mich etwas. Ich habe ihn Menschen retten gesehen, ich habe ihn Menschen heilen gesehen, ich habe ihn Wunder tun gesehen, die nicht erklärt werden können! Es tut mir so leid für dich, dass dein Lebensweg dich zum Geld geführt hat.”

Seht ihr? Er gibt uns, wonach unser Herz verlangt! Überseht nicht, was er GETAN hat. Ist euch klar? Schaut allein mich an: Ich habe eine Frau und ich habe drei Kinder, das Haus steht fest. Ohne Christus wäre ich entweder ein Alkoholiker oder tot. Wahrscheinlich drei mal verheiratet, hätte Kinder, die ihren Vater hassen würden, weil er ein egozentrischer Drecksack wäre. Du kannst Gottes Segen dir da nicht ausmalen. Du hast keine Vorstellung davon, was du ohne ihn wärst! Er gibt uns, das wonach sich unser Herz sehnt. Und wisst ihr, der demütige Mann weiß das. Er folgt ihm nicht krankhaft nach, wie die Jünger, als Jesus nach Jerusalem geht – “Lasst uns mit ihm nach Jerusalem gehen und mit ihm sterben – ohne irgend einen Sinn dahinter” – Das ist doch nicht die Weise, wie ein demütiger Mann Gott folgt. Er folgt ihm fröhlich und voll Hoffnung! Voll Hoffnung dem gegenüber, was Gott TUN WIRD. Durch ihn und in seinem Leben.

Er wird dir das geben, wonach dein Herz sich sehnt. Vertraue deinen Weg dem Herrn an. Was ist ein demütiger Mann? Nun, das ist er, gerade hier! Er vertraut seinen Weg dem Herrn an. Ein demütiger Mann versucht nicht, seine eigenen Wege zu suchen. Er gräbt sich nicht durchs Land um seinen eigenen Kanal zu bauen. Er arbeitet nicht so, um eine Leiter zu ersteigen oder zu manipulieren oder irgendwas, sondern er vertraut dem Herrn seine Wege an! Herr, du tust mit mir, was du willst. Ich werde dir folgen. Ich vertraue meinen Weg dir an. Aber der demütige Mann weiß auch: Vertraue auf ihn und er wird es tun! Er wird deine Gerechtigkeit leuchten lassen wie das Licht! Das ist kein krankhaftes, “ich werde alles verlieren, nur um Gott zu folgen”, er weiß, dass Gott ihn verteidigen wird. Gott wird seine Gerechtigkeit hervorbringen, Gott wird seine Hilfe sein. Ein demütiger Mann ist zuletzt jemand, der Gott vertraut. Der seine Wege Gott anvertraut.

Sprüche 3, 5:

Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand;

Der demütige Mann ist der, der das tut.

Jesus Christus – König und Herr

13 Jun

Auf sermon-online mit verschiedenen Fassungen und Text:

http://sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=16244

1. Jesus Christus, König und Herr, / sein ist das Reich, die Kraft, die Ehr. / Gilt kein andrer Name / heut und ewig. Amen.

2. In des Jüngsten Tages Licht, / wenn alle Welt zusammenbricht, / wird zu Christi Füßen / jeder bekennen müssen:

3. Jesus Christus, König und Herr, / sein ist das Reich, die Kraft, die Ehr. / Gilt kein andrer Name / heut und ewig. Amen.

Text: Richard Lörcher 1937

Melodie: Martin Krüger 1939

“Ich kann nicht wissen, ob mein Jackett wirklich existiert”

11 Jun

Es gibt heute Ideologien, die sehr das Denken vieler Menschen prägen, oft sogar so, dass sie es nicht einmal merken. Wie ich schon mal an anderer Stelle andeutete, oft hört man so Sätze wie “Das mag DEINE Wahrheit sein…” oder “So was wie eine absolute Wahrheit gibt es nicht”. Nicht jeder, der so was sagt, würde so weit gehen wie jener Eric in folgendem Clip. Aber, wenn man den Pfad solch einer Philosophie konsequent weiter geht, kommt man tatsächlich zu solchen Aussagen. Ich weiß nicht, in wie fern meine Leser hier schon jemals so was gehört haben, aber was man hier sieht sieht, ist eine Form von Skeptizismus, Relativismus, die ins Extrem getrieben ist, die aber viele Menschen heute sich in abgeschwächter Form zueigen gemacht haben, vielleicht auch oft, ohne das zu merken. Auch so eine Aussage wie “Jeder hat seine eigene Wahrheit” ist letztlich eine Spielart dieses Skeptizismus oder Relativismus. Es gibt sehr viele Variationen davon. Sie begegnen uns in allen möglichen Zusammenhängen.

Wir als Christen glauben, dass es Wahrheit gibt, wir glauben, dass der lebendige Gott gesprochen hat, dass er Wahrheit gegeben hat und, dass diese Wahrheit verbindlich ist. Und wir glauben, dass dieser Gott ein Gott ist, der so sprechen kann und, dass ein Mensch verstehen kann, was Gott ihm als solcher nun mitteilen möchte.

In einem meiner Koffer habe ich eine Karte und diese Karte stammt von einem 19-jährigen jungen Mann namens Eric. Und Eric besucht eine Schule in South-Chigago. Und das begab sich vor ungefähr einem Jahr, dass ich in einer Kirche anlässlich eines Reformations-Wochenendes einen Vortrag hielt. Diese Kirche hat einen Campus-Dienst und sie fragten mich, ob ich nicht Samstag Mittag kommen könnte, um mit den Studenten auf dem Campus zu reden. Ich dachte: Sicher. Warum nicht? Und ich dachte, sie sprachen von den christlichen Studenten dort, um z.B. über Theologie oder ähnliches zu reden.

Stattdessen kam ich da an und bekam den Flyer zu sehen, den sie verteilt hatten. „Mach den Sprung! Denkst du, es gibt keinen Gott? Magst du mal darüber diskutieren? Komm, am Samstag um so und so viel Uhr! Gratis Pizza!”

Und nun, es wurde ziemlich voll aus irgend einem seltsamen Grund. Und die erste Person, die dann eine Frage stellte, war ein Typ, der ganz in rot gekleidet war und blau gefärbtes Haar trug. Der zitierte aus dem atheistischen Manifest. Sein Name war Eric. Eric stellte einige Fragen und nachdem wir fertig waren war es so: Um mich kurz zu fassen — Ich bekam nichts von der Gratis-Pizza, weil Eric und ich miteinander sprachen. Und wisst ihr, ich habe Eric einfach sprechen lassen. Eric hatte so ein ähnliches Jackett wie ich hier habe und hatte dieses Jackett über einen Stuhl dort gelegt und sagte: „Ich weiß nicht einmal, ob mein Jackett hier überhaupt wirklich existiert!” – Das war die Position, die er hielt.

„Wir können nichts wissen! Wir können nicht wissen, ob Gott existiert! Wir können nicht wissen,was Gott uns mitgeteilt hat! Es gibt so viele verschiedenen Religionen! Wir können nichts wissen. Wir können nicht einmal wissen, ob mein Jackett existiert!”

„Wirklich?” Ich sagte: „Weißt du, das ist interessant: Du wirst niemals so leben, dass du nicht im Widerspruch stehst zu dem, was du gerade gesagt hast!”

„Wie meinst du das?”

Ich sagte: „Ich garantiere dir, wenn du nachher gehst, dann wirst du dein Jackett mitnehmen! Du magst vielleicht sagen, dass du nicht weißt, ob es existiert, aber du wirst es nicht liegen lassen. Und du magst sagen, dass du nicht weißt, ob es Autos gibt, aber du wirst nachher nicht mitten auf der Straße laufen”

Jedenfalls ließ ich ihn weiter und weiter und weiter sprechen. Und schließlich traf er eine Aussage. Und ich wusste, weil er im Bild Gottes geschaffen ist, wird er sich irgendwann selbst hängen. Er würde letztlich etwas sagen, womit er sich selbst hängen würde.

Er sagte dann: „Ich weiß, mich sollte konsequenter entsprechend meinen eigenen Auffassungen leben!”

Ich dachte mir: „Jetzt hab ich dich!” . Aber ich sagte ihm dann: „Warum?”

Er sagte: „Was?”

„Ja, warum? Warum solltest du dich überhaupt darum sorgen,  ein Leben zu führen, das mit deinen Überzeugungen im Einklang steht”

Und er schaute mich an als ob er dachte: „Mann, was war das gerade?”

Ich würde euch gerne sagen, dass er auf die Knie ging, Buße tat und Jesus Christus als Retter annahm an diesem Abend. Aber das tat er nicht.

Aber bevor er ging, sagte ich ihm: „Eric, ich hoffe, du hast nichts dagegen, aber ich werde für dich beten”. Deswegen habe ich auch immer noch seine Fragen-Karte in meinem Koffer, damit ich, wann immer ich sie sehe, daran erinnert zu werden, für Eric zu beten. Jedenfalls sagte ich: „Eric, ich hoffe, du hast nichts dagegen, aber ich werde für dich beten und zwar aus dem Grund: Du stiehlst von meinem Weltbild, um dein Weltbild zum funktionieren zu bringen – weil dein Weltbild ohne meines nicht funktioniert, denn mein Weltbild führt dich dazu, dein Jackett mitzunehmen, mein Weltbild wird dich davon abhalten, mitten auf der Straße zu laufen, mein Weltbild wird dich davon abhalten, auf der falschen Straßenseite zu fahren, sowie mein Weltbild dich auf ethischem Gebiet dich dazu bringen wird, andere so zu behandeln, wie du selbst behandelt werden möchtest, wenn du das tust. Du stiehlst von meinem Weltbild, weil deines nicht funktioniert und du von meinem Anleihe machen musst. Weil du im Bilde Gottes geschaffen bist und Gott dich geschaffen hat, auf eine bestimmte Art zu funktionieren und du so funktionierst musst du von meinem Weltbild klaue. Ich bete, dass jedes mal, wenn du das tust, Gott dich daran erinnern und davon überführen wird, dass du im Widerspruch zu deinem eigenen Weltbild lebst und du, weil du das tust, in der Tat bezeugst, dass mein Gott existiert”.

Und als er aufstand um zu gehen, da zog er sein Jackett über und schaute mich an und sagte: „Niemand hat mich jemals herausgefordert, über die Dinge nachzudenken, wo du mich herausgefordert hast, über sie nachzudenken”.

Ich sagte: „Es tut mir leid, dass das der Fall ist! Tut mir leid!”

Jesus spricht: Ich BIN…

8 Jun

Einfach nur, um uns immer wieder vor Augen zu führen, welch große Verheißungen Jesus uns gegeben hat.

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich. (Joh. 14, 6)

Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. (Joh. 8, 12)

Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. (Joh. 6, 35)

Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden… (Joh. 10, 9)

Ich bin der Gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe. (Joh. 10, 11)

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. (Joh. 11, 25)

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. (Joh. 15, 5)

Vielleicht in diesem Zusammenhang noch der Hinweis auf ein Video, das ich momentan aus Zeitgründen nicht übersetzen kann, was aber unheimlich wichtig ist, einfach, weil ich immer wieder feststelle, dass Menschen die Gewissheit zu Christus zu gehören, die Gewissheit erlöst zu sein, in sich selbst suchen, anstatt in dem, was Christus GETAN und verheißen hat. Sonst setzt man Messages wie die “shocking message” einfach in einen falschen Zusammenhang, wenn man das nicht versteht.

http://unwisesheep.wordpress.com/2010/06/08/herrlich-i-finally-trusted-in-christ/

Jesus sagt: Komm!

1 Jun

[...] Ein Text wie Johannes 7, 37 sagt:

“Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke!

Der Teufel kommt und will uns das Wort “Kommt zu mir” streitig machen. Er möchte uns auf den Durst lenken. Er möchte, dass wir auf alles mögliche außer auf Christus vertrauen. Und so will er uns auf alles außer Christus lenken und es gibt Myriaden von Dingen in der Bibel, auf die du dich konzentrieren kannst, die nicht Christus sind. Satan ist ein Meisterlügner. Der Feind ist ein Meister darin, das Wort Gottes zu nehmen und gerade damit Leute in die Verzweiflung zu treiben[...]

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Das Video ist ein Ausschnitt aus einem längeren Video, das man in voller Länger hier ansehen kann:

http://lannopez.wordpress.com/2010/01/25/ich-habe-versucht-gerettet-zu-werden-aber-es-hat-nicht-funktioniert/

Der Zusammenhang ist der, dass man bei allem, was in der Schrift steht, an Christus vorbeigehen kann. Ich sollte vielleicht noch zitieren, was der Anlass für diese Predigt war folgendes. Tim Conway beschreibt es so:

Hört zu. Ich habe am Freitag einen Anruf erhalten, der absolut pathetisch war. Ich meine damit, dass es herzzerreißend war. Eine junge Dame rief an und sagte: “Ich will gerettet werden” – Sie hat richtiggehend geschluchzt. 20 Minuten lang. Sie hat die ganze Zeit durch geweint. Manchmal konnte ich nicht einmal ihre Worte verstehen. Sie hat so heftig geschluchzt. Wirklich so sehr, dass es für mich herzzerreißend war. Und hier ist das, was ich davon mitbekommen habe, von all dem, was sie mir erzählte:

“Ich will gerettet werden, aber ich denke, ich habe nicht genug Verlangen danach, gerettet zu werden” – In ihren stammelnden Worten, in ihrem Schluchzen konnte ich heraushören: ”Pastor, was soll ich denn tun. Soll ich Gott um mehr Verlangen bitten?”

Wisst ihr, als ich das Gespräch beendet hatte, da fing ich an über Gespräche nachzudenken, die ich auch mit manchen von euch hatte. Manche von denen, die diese Gemeinde hier besuchen. Manche von denen, die die Bibelstunde besucht hatten. Ich fing an über manche der E-Mails nachzudenken, die ich bekommen habe in den letzten Wochen. Ich bekomme diese Mails ständig, aber 3 Stück, die ich neulich bekommen habe, möchte ich euch vorlesen. Womit die Leute zu mir kommen.

“Pastor Tim, ich habe eine Frage. Meine Frage ist diese: Ich hab dein Zeugnis gehört. Ich hab auch Paul Washers Zeugnis gehört, wie ihr gerettet wurdet als ihr am schlimmsten Punkt eures Lebens angekommen wart. Meine Frage ist die: Um wirklich gerettet zu werden: Muss man da am schlimmsten Punkt seines Lebens sein um etwas von Gott zu erfahren, das zu rettendem Glauben führt? Kann jeder zu rettendem Glauben kommen, nachdem er das Evangelium gehört hat? Hier ist mein Problem: Ich werde von Sünde überführt, aber niemals muss ich weinen. Ja, ich bin sehr besorgt um meine Seele, aber ich weine nicht. Aber um zu meiner Frage zu kommen: Kann jemand gerettet werden, wenn er das Evangelium hört und davon getroffen ist und kann das zu Glauben an Christus und Buße führen? Muss man am schlimmsten Punkt seines Lebens sein um gerettet zu werden? Kann ich gerettet werden, OHNE völlig am Boden zu sein? Einfach dadurch, dass ich das Evangelium höre und die Wahrheit erkenne? ”

Ein anderer Mann schreibt mir:

“Du hast gesagt, dass Jesus sagte: “Meine Schafe hören meine Stimme. Woran erkenne ich, dass ich seine Stimme höre? Gibt es da einen emotionalen Aspekt? Ich bin in der Kirche aufgewachsen, aber habe in gewohnheitsmäßiger Sünde viele Jahre lang gelebt und nie meinen Glauben auf Jesus gesetzt. Ich verstehe deine Botschaft, dass wir von unseren Sünden umkehren sollten und uns zu Jesus wenden sollten, an ihn glauben sollten, ihm unsere Leben übergeben sollten. Aber ich empfinde im Kern meines Herzens habe ich das Verlangen, so zu leben, wie ich es will. Wie kann ich mein Herz ändern? Ist Buße etwas, was wir tun entgegen unserer Gefühle und Verlangen? Ich will nicht zur Hölle. Aber ich empfinde, mein Herz ist gegen Gott so verhärtet. Wenn ich versuche, Buße zu tun, wie du uns das in einem anderen Video gesagt hast, die Sünden zu bekennen und zu glauben, dass die Sünden in Christus vergeben sind, dann fühle ich keine Veränderung in meinem Herzen. Im Gegenteil. Ich fühle manchmal, dass ich wirklich auf meinen alten Weg zurück will, nur für mich selbst zu leben. Bin ich in einer hoffnungslosen Situation, wo es unmöglich ist, wirklich Buße zu tun, wie das in Hebräer 6 steht? Oder lege ich einfach zu große Betonung auf Emotionen?”

Ein dritter Mann schreibt mir das:

“Ich will gerettet werden. Ich bin aufgefordert, Buße zu tun und zu glauben. Aber ich kann nicht. Denn du hast in einer deiner Predigten gesagt, dass es Leute gibt, die nicht gerettet werden, weil sie ihre Sünde nicht loslassen wollen. Um diese Dinge loszulassen, müsse ich im Glauben meine Augen auf Jesus richten und mich auf ihn fallen lassen. Die Bibel sagt in Epheser 2, 8: “Denn durch die Gnade seid ihr gerettet, vermittels des Glaubens, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es”. Dieser Glaube, der es mir ermöglicht, Buße zu tun, der ist ein Geschenk Gottes und nichts, was ich aus mir selbst produzieren kann. Mir scheint, dieser Glaube, der in Epheser als Geschenk bezeichnet wird, wird demjenigen gegeben, dem Gott den Glauben geben mag und es kommt nicht so sehr darauf an wie sehr man versucht, diesen Glauben zu bekommen oder wie sehr man ihn haben will. Schlussendlich: Ich weiß, ich habe diesen Glauben nicht. Und ich weiß nicht, ob ich diesen Glauben jemals geschenkt bekomme. Aber vom Evangelium her weiß ich, dass Christus voll Erbarmen ist und er nicht eine einzige Person abgewiesen hat, die um Erbarmen und Heilung gebeten hat. Meine Frage ist: Was nun? Ich kann den Glauben nicht aufbringen, den man braucht. Das weiß ich. Wie kann ich mein Leben leben und sagen: Hoffentlich wird mir dieser Glaube noch gegeben. Was muss ich tun?”

Vor ungefähr einer Woche habe ich mit meiner Frau gesprochen. Ich fragte sie: “Ruby, was ist das Problem? Ist unser Evangelium nicht klar genug? Predigen wir es zu unsauber? Warum scheint es so, dass so viele Leute davon getroffen sind, dass sie sich um ihre Seele sorgen, dass sie sagen, dass sie gerettet werden wollen, aber nicht durchbrechen? Wir treffen regelmäßig auf diese Leute. Sie schreiben uns E-Mails, sie rufen an, wir begegnen ihnen auf den Campussen, wir haben sie hier in der Gemeinde. Es ist immer das gleiche. Immer und immer und immer wieder dieselbe Art von Frage: “Ich will gerettet werden, aber ich weiß nicht, WIE. Brauche ich mehr Buße? Ist das mein Problem? Brauche ich mehr Glauben? Brauche ich mehr Sorge? Brauche ich mehr Verlangen? Muss ich zum Ende meiner Kräfte kommen? Ist es das, was ich brauche? Muss ich es mehr fühlen? Brauche ich mehr Emotion? Brauche ich mehr Gefühl? Muss ich meine Sünde tiefer erkennen? Muss ich geduldiger sein und länger auf Gott warten, dass er hoffentlich vielleicht vorbeikommt und mir einfach diesen Glauben gibt, den ich brauche. Was fehlt?

Christus bittet dich zu kommen, gerade dort in deinem Schmutz, in deiner Verdorbenheit, in deiner Sünde, in deinem Elend sagt er zu dir: Komm. Lass das hinter dir und komm. Und du lässt es zurück. Das ist der Weg zur Erlösung. Er bittet dich, ihm zu vertrauen und du vertraust ihm und kommst. Vertraue auf ihn und du wirst gerettet. Warum? Weil die Bibel sagt: Wer immer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben.

Das ist die Frage, die ich dir stellen mag. Wie viel Durst hatte Levi nötig, Christus zu folgen? Wieviel Sorgen hatte er nötig? Wie viel Buße? Wie viel Glauben? Wie viel Sündenerkenntnis? Wisst ihr was? Die Bibel sagt uns nie, wie viel. Warum nicht? Weil es nicht darauf ankommt wie viel, solang es, wie viel auch immer es ist, dich dazu bringt, IHM zu folgen.

Levi saß nicht verzweifelt sich fragend da: Bin ich erwählt oder nicht? Sollte ich hier einfach sitzen bleiben und darauf warten, dass Gott mir ein größeres Verlangen gibt? Soll ich hier sitzen und darauf warten, dass Gott mir diesen Glauben sendet? Er zermatterte sich nicht seinen Kopf darüber, ob er seine Sünde genug hasste. Er schlug sich nicht damit rum, ob er nun dasrichtige Gefühl dabei hatte oder nicht. Wisst ihr, wir müssen aufhören, nach Zeichen und Gefühlen und all so was Ausschau zu halten, hört auf mit solchen blöden Gedanken. Jesus Christus sagt: Kommt zu mir, wenn ihr mühselig und beladen seid. Die Schriften sagen euch absichtlich nicht, WIE mühselig ihr sein müsst. Sie sagen euch nicht, wie sehr ihr dürsten müsst. Sie sagen euch nicht, wie sehr ihr beladen sein musst. Warum nicht? Weil es nicht darauf ankommt. Darum geht es doch gar nicht.

Sondern darum: Ist Christus deiner Einschätzung nach würdig, dass man ihm folgt? Sünder, hörst du seine Stimme? Folge mir. Das wäre für ihn absolut lächerlich gewesen, hätte Levi das gehört. Er fing nicht an mit dem römischen Soldaten zu diskutieren, ob er nun gehen könnte oder nicht, ob er tauglich wäre zu gehen, ob er darauf vollkommen vorbereitet wäre. Was tat Levi? Da war Christus und er hörte seine Stimme. Das könnt ihr euch einfach vorstellen: Er stand von diesem Stuhl auf, kam hinter seinem Tisch hervor und sagte nicht: “Herr, bitte, lass mich die Buchführung über meine Einnahmen noch fertig machen, schließlich stehe ich ja im Dienst des Kaisers… “ . Nun, da gab es jemand, der höher als Cäsar war. Und der sagt: Komm. Und dann heißt es: Levi ließ alles zurück. Und man kann sich das vorstellen. Ich denke nicht, dass Levi überhaupt die Wache angeschaut hat. Oder gesagt hat: ”Jesus, hier steht noch eine Schlange von Leuten, ich muss mich darum kümmern, sie warten, gleich gibt es ein ziemliches Chaos hier, wenn ich jetzt einfach weggehe…”

Ich denke, er stand auf, schaute Jesus an und hat nicht mal gesagt: “Macht es gut, ihr Geldhäufen” – Ich glaube, dass seine Augen wahrscheinlich nicht von Christus abgewichen sind. Er stand auf, lief um den Tisch und er fing an, nachzufolgen. Er vertraute: Dieser Mann ist würdig, dass man ihm nachfolgt. Er glaubte: Dieser mann hatte etwas zu bieten, was besser war als all das andere Zeug. Und er ging.

Ein Text wie Johannes 7, 37 sagt:

“Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke!

Der Teufel kommt und will uns das Wort “Kommt zu mir” streitig machen. Er möchte uns auf den Durst lenken. Er möchte, dass wir auf alles mögliche außer auf Christus vertrauen. Und so will er uns auf alles außer Christus lenken und es gibt Myriaden von Dingen in der Bibel, auf die du dich konzentrieren kannst, die nicht Christus sind. Satan ist ein Meisterlügner. Der Feind ist ein Meister darin, das Wort Gottes zu nehmen und gerade damit Leute in die Verzweiflung zu treiben. Und ich kann dir das sagen. Du kannst 10000 Jahre lang auf dich selbst starren und das wird dich in tiefere und tiefere Verzweiflung führen.

Warum ruft mich jemand an und weint und schluchzt am Telefon? Warum so herzzerreißend? Weil die Verzweiflung daher kam, dass ihre Augen Christus nicht betrachtet haben. Sie hat auf sich selbst, auf ihre eigene Stärke geschaut, zu kommen. Aber sie hat nicht auf Christus geschaut. Hört zu. Die Essenz rettenden Glaubens ist die, dass dieser Glaube weg von sich selbst sieht. Das ist es. Wir hören so was wie: Stolz ist Sünde. Und wir schauen auf uns. Ich bin stolz, jetzt muss ich demütig sein. Aber was tut der Apostel Paulus? Er sagt: Schaut auf das, was in Christus Jesus ist. Worauf sollen unsere Augen fixiert sein? Auf Christus. Es ist nie: Ich bin stolz, jetzt muss ich daran arbeiten, heilig zu sein oder demütig oder irgend etwas anderes. Bin ich dies? Bin ich das?

Aber seht ihr? Glaube funktioniert so nicht. Das ist nicht christlicher Glaube. Christlicher Glaube ist nicht. Ich bin so, aber jetzt muss ich so sein. Und immerfort auf sich selbst starren: Bin ich so? Bin ich so? Denn seht ihr, es ist völlig egal. Ob ihr jetzt euren Stolz oder eure Demut betrachtet, ihr schaut euch selbst an. Und echter rettender Glaube schaut von all dem weg. Es ist nicht: “Warum sollen wir dich in den Himmel lassen?” – “Ja, weil ich demütig gewesen bin, Herr, ich war nicht hochmütig”

Das ist nicht die richtige Antwort, die richtige Antwort ist die, dass du auf Christus schaust. Es geht doch um die Ehre Christi, dass alles auf ihn fokussiert und ausgerichtet ist.

Hört mir zu. Wir hatten dieses ziemlich heiße Wetter. Sagen wir, ich bin da draußen auf den Feldern und mache es mir zur Aufgabe, ein ganzes Feld mit einer Schaufel umzugraben. Und ich denke bei der Arbeit zu mir: “Ich werde wirklich durstig, ich werde dehydriert. Ich brauche Wasser, ich fühle mich ausgetrocknet und ich könnte einen Hitzeschlag erleiden”. Aber ich treibe mich weiter voran und sage mir immer wieder: “nur noch ein kleines Stück, dann hole ich mir Wasser”. Und zu dem Zeitpunkt kann ich kaum noch laufen, weil ich so völlig ausgetrocknet bin von der Sonne und der Hitze. Ich bin so dehydriert, dass es meine Gesundheit, meine Fähigkeit zu denken beeinträchtigt. Ich komme nach Hause und denke: “Ich will nichts anderes als nur Wasser. Gebt mir keinen Saft, gebt mir keine Milch. Ich will Wasser, ich bin durstig, ich brauche es. Ich werde 3 oder 4 Gläser Wasser trinken, bevor ich überhaupt was anderes denken kann”.

Nun. Meine Tochter Joy trinkt ständig Wasser. Sogar heute war es so. Ich hab mich bereit gemacht, zu gehen und sie sagt: “Oh, ich muss die Wasserflasche holen” und sie rennt los, schnappt sie. Wenn ihr sie mal beobachten würdet. Sie trinkt die ganze Zeit. Während ich also gegraben habe, war sie die ganze Zeit im Haus. Sie ist am Tisch. Sie trinkt und trinkt, hat die Wasserflasche bei sich. Sie ist fast gar nicht durstig. Ich weiß gar nicht, warum sie so oft trinken will. Sie trinkt und trinkt und trinkt einfach. Nun, lasst uns sagen: Sie hat da ständig immer wieder getrunken und sie steht nun am Tisch mit einer Wasserflasche und ich komme durch die Eingangstür herein, völlig vertrocknet, völlig ausgetrocknet, völlig erschöpft und ich brauche jetzt einfach Wasser und ich laufe zum Kühlschrank, mache mir ein Glas voll und trinke es auf einmal leer, und da steht meine Tochter mit der Wasserflasche und nippt ein wenig daran.

HÖRT MIR ZU. Wir beide trinken das Wasser. Darauf kommt es an. Es ist doch völlig egal: Hätte meine Tochter jetzt gesagt: “Ich bin unsicher, ob ich das Wasser trinken sollte. Ich bin ja einfach nicht so ausgetrocknet und erschöpft und durstig wie mein Vater”. Seht ihr, das ist doch völlig egal. Was zählt, ist, dass ihr das Wasser das Lebens trinkt, aus welchem Grund auch immer du den Weg dahin findest.

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