Der Wille Gottes für Sklaven – überarbeitet und verbessert

In folgendem Video ist meines Erachtens eine der besten und entlarvendsten Predigten von Paul Washer zu sehen und hören. Ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal bei der Person die bei der ursprünglichen Fassung mit zur Übersetzung beigetragen hat. Die Predigt ist ebenso wachrüttelnd wie Mut machend und lenkt den Blick auf vieles, was man vielleicht gar nie bedacht und in Betracht gezogen hat.

Der Text

Der Wille Gottes für Sklaven

Predigt gehalten von Paul Washer

Lasst uns Gott im Gebet nahen:

„Vater, ich komme von dich im Namen deines Sohnes. Und ich bitte, Vater, um deine Gnade und um deine Barmherzigkeit. Dass du an diesem Tag zu uns redest, dass du uns hilfst, dass du uns stärkst, dass du mehr durch uns verherrlicht wirst. Dass wir lernen, als deine Diener zu wandeln und in deiner Souveränität Frieden zu haben. Dass dein echter und wahrer geistlicher Reichtum in unserem Leben sei, dass wir geheilt werden inmitten des Leidens in einer gefallenen Welt. Dass wir als Lichter scheinen, dass wir das sein werden was wir sind, neue Kreaturen in Christus Jesus. Vater, hilf uns. Ich bitte, wenn hier heute jemand ist, der dich nicht kennt, dass sie dich heute kennen lernen, als Retter und Herrn. In Jesu Namen, Amen.“

Ich möchte, dass wir in der Bibel Römer Kapitel 1 öffnen. Römer Kapitel 1. Ich wusste seit ungefähr einer Woche, dass ich hier predigen würde und der Herr hat etwas auf mein Herz gelegt. Und dann, anfangs dieser Woche musste ich nach Illinois, meine Mutter liegt dort im Krankenhaus und leidet an Krebs, was ihr das Leben kosten wird. Aber in einem Sinn ist es  etwas Gutes, denn sie ist seit über 65 Jahren eine Christin und sie gehört Ihm an. Und sie geht an den Ort, den ich wählen würde, hinzugehen, wenn ich meine Arbeit hier beendet hätte. Ich möchte, dass wir zu Römer Kapitel 1 Vers 1 wenden:

„Paulus, Knecht Jesu Christi, berufener Apostel, ausgesondert zum Evangelium Gottes.“ Weiterlesen „Der Wille Gottes für Sklaven – überarbeitet und verbessert“

Hintergrund „Shocking Message“

Mir ist neulich aufgefallen, dass ich nie hier im Blog das Video über den Hintergrund zur so called „Shocking Message“ geposted habe. Nun, das will ich dann doch mal der Vollständigkeit halber tun + noch auf eine Aussage verweisen, die Paul Washer nachträglich bzgl. Billy Graham gemacht hat, nachdem er ihn sehr positiv in dieser Predigt erwähnt hatte.

Die „Shocking Message“ war das erste Video, das ich jemals von Paul Washer gesehen habe und es war dann schon im Nachhinein sehr interessant und auch wichtig, mehr Licht zu bekommen bzgl. dem Kontext, in dem die Predigt gehalten wurde. Vielleicht sei noch erwähnt, dass ich für die, die sich vielleicht schwer tun, dem Inhalt der „Shocking Message“ zu folgen, viele Videos hochgeladen habe, die einen ähnlichen Schwerpunkt haben und mehr Licht in diese Thematik bringen sollen. Eines davon ist z.B. „Nachfolge“. Wichtig auch seine Darstellung des Evangeliums. Sollte jemand noch spezielle Fragen zur Thematik allgemein haben, kann er sie gern hier als Kommentar schreiben oder als persönliche E-Mail ( zu finden unter „about me“ )

Frage:

Eine der bekanntesten Predigten von dir ist die sogenannte “Shocking Youth Message”, wo du vor 5000 Jugendlichen über Matthäus 7 predigst. Ich hab ein wenig über den Hintergrund gehört, wie die Atmosphäre war, auch bzgl. Der anderen Predigern auf der Konferenz und was da auch mit der Musik los war. Wie war das, bevor du diese Predigt gepredigt hast? Ich frage das, damit die Leute wissen, dass du nicht einfach da oben über Dinge gesprochen hast, die nichts mit deiner direkten Zuhörerschaft zu tun hatten. Könntest du da einfach ein wenig vom Hintergrund hierzu was erzählen?

Antwort:

Es gab auf dieser Konferenz eine Predigt, die sehr viele Leute zum Lachen gebracht hat. Und gegen Ende, als all das Lachen verstummt war, da gab es einen so genannten Altar-Ruf und – ich glaube wirklich – das waren 2000 bis 3000 Kinder und Jugendliche gingen dann nach vorn. Sie haben gelacht, sie haben alles mögliche gemacht. Sicher waren auch einige dabei, die es ernst meinten. Aber wie das Ganze ablief, das war wirklich schockierend. Wie ich sie beobachtete, dachte ich: Wo ist die Wirklichkeit Christi? Wo ist die Wirklichkeit von Sünde, Erlösung, echter Hoffnung und ewiger Dinge? Nichts. Das war wie bei diesem Experiment in der Psychologie, mit dem “Pawlowschen Hund”, wo Hunden ein bestimmtes Verhalten “antrainiert” wurde, auf bestimmte Stimuli bzw. Reize mit einer entsprechenden Handlung zu reagieren.

Das war da genauso. So viele von unseren Jugendlichen sind mit dieser Auffassung groß geworden, dass es einen Altar-Ruf geben müsse und dass man da einfach nach vorn geht, weil man das halt so macht. Ich will jetzt nicht so sehr über die schimpfen, die predigen, sondern darüber, was unsere ganze “christliche Kultur” da geschaffen hat, diese Idee, dass man nach der Predigt nach vorn geht um da einen “Glaubensschritt” zu wagen. Aber die Wirklichkeit Christi und dass Menschen von Sünde überführt worden, das fehlte einfach. Und wenn jemand sagt, das sei nicht so gewesen, dann sage ich: Es war so wie ich sage. Ich war dabei.

Was auf dieser Konferenz auch geschah, war, dass da ein Junger ehemals muslimischer Mann war, der heftig verfolgt wurde wegen seines christlichen Glaubens, aus seiner Familie verstoßen wurde und all solche Dinge, der sein Zeugnis weitergab. Die Wirklichkeit Gottes war bei diesem jungen Mann sehr deutlich zu sehen. In allem, was er sagte, hörte man die Wirklichkeit Gottes, es war absolut erstaunlich, ich sehr war getroffen, aber absolut nichts im Publikum rührte sich, da war keine Träne, da war keine Ermutigung für den jungen Mann und ich sah, wie dieser junge Mann völlig entmutigt von der Bühne wieder herunter schlich, so als ob er etwas falsches getan hätte.

Aber das, was mich am meisten schockiert hat, war, als die sogenannte “Lobpreis-Band” auf die Bühne kam. Und all die Schüler rannten nach vorn zur Bühne und hüpften in die Luft und schrieen und lauter solche Dinge. Und meine Frau war da in der ersten Reihe und 3 oder 4 mal sprang ein junger Mann so sehr in sie rein, bei dem, was auch immer sie da versuchten – Slam Dancing – wie man das auch nennen mag und schlug sie dabei fast in ihren Stuhl zurück und letztlich stieß sie ihn weg, um sich selbst zu schützen. Und als ich dann sah, wie sie Mädchen hochhoben und sie über der Menge auf Händen trugen, da fragte ich mich wirklich: “Was in der Welt ist hier eigentlich los?”

Aber als ich dann die ersten Minuten über die amerikanische [ im weiteren Sinne auch westliche ]  Christenheit gesprochen hatte, da klatschten alle.

Ausschnitt aus der Predigt: “Was ihr wissen müsst, ist, dass Erlösung aus Glauben, aus Glauben an Jesus Christus allein ist. Und Glaube an Jesus allein ist begleitet von Buße. Ein Wegwenden von Sünde, ein Hass auf die Dinge, die Gott hasst und eine Liebe für die Dinge, die Gott liebt.  Ein Wachsen in Heiligung und ein Verlangen, nicht wie Britney Spears zu sein, nicht wie die Welt zu sein und nicht wie die große Mehrheit der amerikanischen [ und westlichen ] “Christenheit” zu sein, sondern wie Jesus Christus zu sein.

[ zustimmendes Klatschen und Gejubel ]

Ich weiß nicht, warum ihr klatscht. Ich rede über euch. Ich bin hier nicht hergekommen, um Zustimmung zu bekommen und dass mir applaudiert wird. Ich spreche über EUCH.

Ich hab da gemerkt: Um der Liebe Willen, musste ich etwas sagen, das sie richtiggehend aus der Trance reißen würde, in der sie waren. Und so hab ich dann das gesagt. Und wisst ihr, ich hab mir die Predigt teilweise noch einmal angehört. Sie ist wirklich sehr kritisiert worden. Wisst ihr: Gott hat diese Predigt benutzt. Selbst in unserer Missionsgesellschaft haben wir Zeugnisse mitgeteilt bekommen, tausende, zehntausende Zeugnisse von Leuten von überall her. Aus Japan, aus Australien, aus England, aus Polen, aus Südamerika, von überall her, von Menschen die gerettet worden sind u.a. durch diese Predigt.

Aber, wenn ich das ansehe: In meiner Emotion, in meiner Aufgewühltheit hab ich da ein paar  Dinge gesagt, die in die Richtung gingen z.B. “Buße ist ein Teil der Erlösung. Buße ist etwas, was vor dem Glauben, nach dem Glauben da ist, was den Glauben begleitet”. – Das wollte ich in dem Sinn so nicht sagen. Man kann nicht sagen, dass Glaube und Buße IMMER in einer bestimmten Reihenfolge auftreten. Ja. Glaube und Buße, die kommen bei einer Bekehrung. Wenn du glaubst, dann kehrst du auch um, aber um zu glauben, musst du aber auch gleichzeitig von deinem Unglauben Buße tun. Ich meine, das kann man so nicht trennen.

Was absolut verwunderlich ist, ist, dass Leute wörtlich mehrere Seiten geschrieben haben, auf denen sie diese eine Aussage kritisiert haben und so versuchten , die ganze Botschaft zu verwerfen und gleichzeitig nicht sehen konnten, dass die Predigt unheimlich viele Menschen zum Heil geführt hat.

Lasst mich das sagen. Im Büro von Heartcry hab ich wohl fast nie gehört oder gelesen, was Leute an Kritik, Lob und Tadel über mich und von mir gehaltene Predigten im Internet verfasst haben. Denn als all das anfing – und wir wissen nicht, wann und wie das war, denn wir haben das nicht ins Internet gestellt – da wäre ich, wenn ich zu viel Lob gelesen hätte, wirklich sehr schwer versucht gewesen mich von Christus abzuwenden wegen der vielen Schmeichelworte der Menschen. Und hätte ich zu viel Negatives über mich gehört, hätte es mich zerstört. Ich hab mich gleichzeitig aber Kritik nicht verschlossen, die von gottesfürchtigen Männern stammte. Aber lasst mich folgendes sagen und das klarstellen.

Viele üble Dinge werden über mich im Internet verbreitet. Man kann das vielleicht Verfolgung nennen. Als Jesus verfolgt wurde und die Leute schlimme Dinge über Jesus sagten, dann lagen diese Leute immer falsch. Aber, wenn Leute mich kritisieren, dann liegen sie nicht immer falsch. Wir sind Menschen. Wir sind schwach und wir versagen. Ich möchte, dass ihr wisst: Wenn jemand etwas über mich sagt, das nicht sehr positiv ist, dann mögen sie sogar richtig liegen. Und ich will wissen, dass sie wissen, dass sie richtig liegen mögen. Und das bricht mich. Und ich will genauer sein und ich will heiliger sein. Ich will die Emotionen, die Gott mir gegeben hat, nicht abstellen, aber ich möchte, dass sie geheiligt und vom heiligen Geist unter Kontrolle gehalten werden.

Ich war neulich in Detroit und einige Anrufer im Radio-Programm, in dem ich auftrat, sagten über mich: “Der Mann schaut so traurig aus die ganze Zeit. Er lacht quasi nie und er sieht so traurig aus”

Ich möchte dazu einfach kurz was sagen. Zuerst einmal: Meine nahen Freunde, die mich kennen, deren größter Kritikpunkt mir gegenüber ist, dass ich zu viele Scherze mache. Mein Zu Hause ist so voll Lachen – wir sind Homeschooler – aber die meisten Homeschooler würden von uns sagen, dass wir zu wild drauf sind bei uns zu Hause. Viel Tanzen und viele wirklich witzige Dinge geschehen da. Aber seht ihr: Wir leben in einer Zeit, in der Milliarden von Menschen ohne Christus sterben. Wir leben in einer Zeit, in der Millionen von so genannten Evangelikalen  das Evangelium nicht einmal verstehen. Wir leben in einer Zeit, in der manche der größten evangelikalen “Helden” schlicht im Licht des geschichtlichen Christentums als klare Irrlehrer überführt werden würden.

Sollte da nicht jemand deswegen beunruhigt sein? Sollte nicht jemand darüber traurig sein? Sollte nicht jemand aufstehen und sagen: DAS ist falsch!? Das ist falsch.

Und es ist falsch, was heute so läuft. Es ist sehr, sehr falsch. Wenn ich den Propheten Jeremia betrachte: Ich hätte ihn sicher nicht als den fröhlichsten Mann auf der Welt bezeichnet. Er war ein weinender Prophet. Jesus war als Mann der Sorgen bekannt. Ja, er war ein Mann großer Freude. Aber er war auch der Mann der Sorgen. Wir leben in sehr ernsten und notvollen Zeiten. Unser Land steht am Rand des Abgrundes, der Westen vor dem Niedergang. Es gehen Gerichte Gottes über die Welt. Wir leben nicht unbedingt in einer Zeit zum Lachen und dabei in die Hölle zu fahren. Natürlich dürfen wir uns im Herrn freuen, aber wir sind in schlimmen als auch in tollen Zeiten, in dem Sinn, dass wir in einer Zeit in der Geschichte leben, in der viel entschieden wird. Wir brauchen Männer, die das sehen werden und kämpfen. Und ihr werdet nicht in der Lage sein, aufzustehen und gegen die Angriffe der Welt zu kämpfen, gegen ein “Kirchentum” in der Amerika [ und der westlichen Welt ] zu kämpfen, ohne, dass die Leute wirklich auf dich losgehen werden. Aber dieser Kampf ist es wert. Der Kampf ist es wert. Denn das Evangelium steht auf dem Spiel und die Seelen der Menschen stehen auf dem Spiel und die Ehre Gottes steht auf dem Spiel.

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Paul Washer’s Aussage zu Billy Graham:

With Paul Washers‘ permission, I (Matt Haney of Grace Community Church in San Antonio, Texas) am posting below a private response that Paul Washer sent to someone else concerning Billy Graham, which should shed some light on the issue… „I have always sought to be charitable regarding those who preach in the name of Christ. This has been especially true in the case of Billy Graham. However in the last year I have seen and heard several things regarding his beliefs and ministry that have led me to withdraw any recommendation of his person and preaching. I regret my past positive statements regarding the man and his ministry. It saddens me, but I would have to now agree with your conclusions. He is either suffering from some sort of dementia or he has denied Christ as the only way, truth, and life.“ Your brother, Paul

Übersetzung:

Mit Paul Washer’s Erlaubnis veröffentliche ich ( Matt Haney von der Grace Community Church in San Antonio, Texas ) eine private Antwort, die Paul Washer jemanden sandte, der bezüglich Billy Graham besorgt war, die ein wenig Licht auf die Aussage Washer’s in der Predigt fallen lässt. – „Ich habe immer danach getrachtet mich denen gegenüber freundlich zu äußern, die im Namen Christi predigen. Das war im Besonderen so in Bezug auf Billy Graham. Jedenfalls habe ich im letzten Jahr verschiedenen Dinge gesehen und gehört, was seine Auffassungen und seinen Dienst angeht, die mich dazu gebracht haben, jede Empfehlung seiner Person und Dienstes zurück zu ziehen und ich bedauere meine früheren positiven Aussagen bezüglich dieses Mannes und seinem Dienst. Das macht mich traurig, aber ich müsste nun euren Folgerungen zustimmen. Er leidet entweder an einer Art von Demenz oder er hat Christus als den einzigen Weg, die Wahrheit und das Leben verleugnet.”

Die Wenigen

Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der ins Verderben führt, und viele sind es, die da hineingehen. Aber die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden!

Hütet euch aber vor den falschen Propheten, welche in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Sammelt man auch Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln?

So bringt ein jeder gute Baum gute Früchte, der faule Baum aber bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum sollt ihr sie an ihren Früchten erkennen.

Nicht jeder, der zu mir sagt: «Herr, Herr», wird in das Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Taten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weichet von mir, ihr Übeltäter!

Ein jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, ist einem klugen Manne zu vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute. Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde wehten und an dieses Haus stießen, fiel es nicht; denn es war auf den Felsen gegründet.

Und ein jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, wird einem törichten Manne gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute. Als nun der Platzregen fiel und die Wasserströme kamen und die Winde wehten und an dieses Haus stießen, da fiel es, und sein Fall war groß.

Und es begab sich, als Jesus diese Rede beendet hatte, entsetzte sich das Volk über seine Lehre. Denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.
( Matthäus 7, 13-29 )

Als .pdf

https://unwisesheep.org/wp-content/uploads/2010/07/die-wenigen.pdf

Gefahren für die Jungen und Reformierten

Auch wenn ich jetzt eine kleine Bombe zünde ( hoffen wir es nicht ):

Ich denke, ich bin es meinen Lesern sicher schuldig, dass ich mich auch einmal gewissermaßen theologisch klar positioniere, so dass der Leser weiß, was ich als Betreiber dieses Blogs den glaube und auch warum. Ich finde es vom Übel, wenn man sich in einer theologischen Weichzeichnerei ergeht, die dazu führt, dass keiner weiß, was man eigentlich so glaubt und warum. Wenn ich als Christ oder als Mensch überhaupt, Aussagen über Gott mache, dann betreibe ich Theologie, aber wenn diese Aussagen so vage und nichtssagend sind, dann tue ich wohl keinem einen Dienst, weil letztlich ist es gehaltlos und als nichtssagende Aussage verhilft sie nicht gerade zu einem besseren Verständnis.

Ich glaube, dass Gott sich geoffenbart hat und zwar deswegen, damit Menschen von ihm wissen und ihn kennen können. Er ist keine höhere Substanz, von deren Wollen und Handeln man nichts wissen kann. Ich denke, dass es nicht ausreicht, zu sagen, mein Glaubensbekenntnis ist, dass ich an die Bibel glaube, denn es gibt Massen von Menschen, die das für sich beanspruchen und unterschiedlichste und sich gegenseitig widersprechende Dinge glauben. Daher werde ich im Laufe der nächsten Zeit vielleicht ein kurzes Glaubensbekenntnis oder etwas derartiges schreiben, damit ich theologisch für meine Leser transparenter bin.

Jedenfalls tendiere ich stark in die Richtung der Lehren der Gnade und ich weiß, dass jemand, der an den Lehren der Gnade festhält, wohl eher nicht die Norm ist, gemessen an allen Christen, denen ich schon begegnet bin. Das mag verschiedene Ursachen haben, eine ist sicher die Tradition vieler Christen, derer sie sich, so denke ich, auch nicht bewusst sind. Jeder Christ hat eine gewisse Tradition, ob er sich dessen bewusst ist oder nicht und verwechselt von Zeit zu Zeit seine Tradition damit, was die Schrift tatsächlich sagt. Ich sage das, weil ich doch eher einen im weitesten Sinne „ariminianischen Hintergrund“ habe und doch eine ganze Weile gebraucht habe, um die Lehren der Gnade überhaupt zu verstehen und auch als solche anzunehmen.

Das habe ich jetzt geschrieben, damit klar wird, wie ich zu den zwei folgenden Video-Ausschnitten stehe. Und bitte – keine ausufernden und sinnlosen Diskussionen im Kommentarbereich darüber – das wäre nett.

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Frage: Du magst das zum Teil schon angerissen haben, aber einmal konkret gefragt: Was sind die Gefahren  die du siehst bezüglich der gegenwärtigen Bewegung von jungen und in der Theologie reformierten Christen?

Antwort: Wisst ihr, Conrad Murrell sagte einmal folgendes: Du kannst tausend Meilen in diese Richtung laufen und in die Irre gehen und du kannst tausend Meilen in die entgegengesetzte Richtung laufen und dennoch in die Irre gehen. Aber in der Wahrheit zu wandeln ist wie auf der Kante eines Rasiermessers zu laufen, von dem du auf beiden Seiten herunterfallen kannst. Es gibt Gefahren in allem,  in jedem Unternehmen und Bestreben im christlichen Leben, wo wir von beiden Seiten vom Pferd fallen können. Denke ich an die jungen Männer, die es ernst meinen bzgl. dessen, wie Christentum bereits in der Vergangenheit gelebt wurde und bzgl. Wahrheit und bzgl. dessen, ihr Leben im Kontext von 2000 Jahren Christentums zu leben, die die Wahrheiten der Reformation erkannt haben und sie für sich in Anspruch nehmen möchten, dann stimme ich ihnen zu.

Aber sie müssen etwas verstehen. Es gibt mehr als den Intellekt im Leben als Christ. Diese Dinge intellektuell zu fassen ist eines, aber, dass sie in unserem Leben verwirklicht werden, ist etwas anderes.

Wenn du alles an richtiger Lehre zusammenfasst, wie sie in der Schrift offenbart ist, dann hast du immer noch nicht Jesus. Das alles weist uns auf Jesus hin, es zeigt uns, wer Jesus ist, aber es ist nicht gleichzusetzen mit der Beziehung, einer lebendigen Beziehung mit dem auferstandenen Christus. Es muss kultiviert werden. Wir sollten tief studieren und wir sollten lang beten. Dem jungen, aufstrebenden Theologen mag ich das sagen: Glaube nie der Lüge, dass Lehre oder Theologe den Eifer tötet oder hemmt. Wahre Lehre und wahre Theologie wird den Eifer wachsen lassen, aber allein zu studieren ist nicht genug. Die meisten der älteren Glaubensmänner mit denen ich gesprochen habe, sagten mir, dass sie es nicht so sehr bedauerten nicht genug studiert zu haben, sondern nicht genug gebetet zu haben. Wenn du anfängst, die tiefen Wahrheiten zu studieren, musst du auf deinen Knien bleiben, sonst wirst du verkopft und unausgeglichen, herzlos, hart und stolz. Aber, wenn du deine intellektuellen Anstrengungen mit dem Gebet paarst, wenn deine intellektuellen Anstrengungen einfach nur Mittel und Wege dahingehend bleiben, Gott zu kennen, dann wirst du in Ordnung sein.

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Eine einfache Frage von einem Zuschauer:

Bruder Paul, denkst du, dass die Apostel Calvinisten waren?

Eine Antwort: „Nun, es geht noch viel weiter zurück. Nein, ernsthaft. Bitte hört zu. Oft kommen Leute zu mir her und sie sagen zu mir: „Bruder Paul, bist du ein Calvinist?“. Und ich werde ihnen darauf keine Antwort geben. Und zwar aus folgendem Grund:  Wenn ich die meisten Leute frage, was sie denn denken, was ein Calvinist denn sei,  dann bekomme ich die schrecklichsten, verzerrtesten Auffassungen zu hören, darüber, was eine Person glaube, die an souveräne Gnade glaubt. Es ist unmöglich, diese Frage zu beantworten, denn über die meisten Leute, besonders über die, die auch Bücher dagegen schreiben,  kann ich nur folgendes sagen: Entweder führen sie Leute absichtlich in die Irre und versuchen einen Strohmann aufzubauen ODER sie verstehen die Lehren der Gnade überhaupt nicht. Denn ich kenne keine Person, die diese Dinge glaubt, die sie in diesen Büchern schreiben. Eine große Person, die sich mit diesen Fragen auseinander setzt ist James White und er sagt dasselbe. Ich kenne keine Personen, die die Dinge glauben, die sie Calvinisten vorwerfen, sie würden sie glauben. Das ist eine sehr schwierige Frage.

Eine andere Sache. Lasst mich folgendes sagen: Der Punkt für mich, das, was ich in der Schrift und in der Kirchengeschichte sehe, ist:  Die Kirche ist immer belebt worden und Seelen sind in das Reich Gottes gebracht worden, wenn man zu einer wahren Lehre von biblischer Erneuerung zurückgekommen ist im Gegensatz dazu zu glauben, dass jemand bekehrt ist, weil er ein Gebet gesprochen hat oder als Kind getauft wurde. Wenn ihr irgendetwas gehört habt, was ich predige: Ich predige keinen Calvinismus per se, ich predige einfach das:

CHRISTUS starb für Menschen, Menschen sind tot in ihren Sünden und es ist das übernatürliche Wirken des Geistes Gottes, der sie von den Toten erwecken muss und der Geist, der dieses Werk in ihnen beginnt, der WIRD es auch vollenden. Nun, ich halte mich zu den 5 Punkten, aber weil ich ein Baptist bin, bevorzuge ich es, mich einen 5 Punkte-Spurgeonisten zu nennen.

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Abschließend vielleicht noch der Hinweis auf die reformierte Ecke

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Und zu guter letzt noch ein Zitat aus der Autobiographie von Georg Müller ( die übrigens sehr zu empfehlen ist, weil sich Georg Müller kaum als den Glaubenshelden sieht, zu dem er gemacht wird )

Zitat:

[…] 1. Nur das Wort Gottes kann unser Maßstab für die Beurteilung geistlicher Dinge sein; es kann uns nur durch den Heiligen Geist erklärt werden, der in unserer Zeit genauso wie zu allen Zeiten der Lehrer seines Volkes ist. Und nur der Heilige Geist kann uns un­seren natürlichen Zustand zeigen, kann uns klarmachen, wie sehr wir einen Erlöser brauchen, kann uns befähigen, an Christus zu glauben, kann uns die Heilige Schrift erklären und beim Predigen beistehen usw. Dass ich ganz besonders den letzten Punkt verstand, war für mich von großer Bedeutung. Denn der Herr half mir, dies durch ein Experiment zu testen, indem ich alle Kommentare und fast jedes andere Buch zur Seite legte und nur das Wort Gottes las und studierte. Das Ergebnis war, dass ich an dem ersten Abend, an dem ich mich zu Gebet und Nachdenken über die Heilige Schrift in mein Zimmer zurückzog, in wenigen Stunden mehr lernte als bisher in vielen Monaten des Studiums. Aber der eigentliche Un­terschied war, dass ich, indem ich dies tat, wirkliche Festigkeit für meine Seele erhielt.

2. Vor dieser Zeit hatte ich mich sehr gegen die Lehre der Erwäh­lung und der bis zum Ende bewahrenden Gnade gewehrt – so sehr, dass ich noch wenige Tage nach meiner Ankunft in Teignmouth die Erwählung eine teuflische Lehre genannt habe. Aber nun wurde ich dahin geführt, diese kostbaren Wahrheiten durch das Wort Gottes zu untersuchen. Ich las das Neue Testament von Anfang an durch und achtete besonders auf alles, was mit diesen Lehren zu tun hatte. Zu meinem großen Erstaunen fand ich, dass jene Stellen, die über Erwählung und Bewahrung reden, etwa viermal so häufig sind wie jene, die scheinbar gegen diese Wahrheiten reden. Und wenig später, als ich auch diese Stellen näher untersucht und verstanden hatte, halfen auch sie mir in der Bestätigung dieser beiden Lehren. […]

( S. 41/42  ISBN 978-3-417-20657-9 )

Einen Blick auf die Schönheit Christi erhaschen

Folgende zwei Videos sind sehr ähnlich. Es geht dabei um die Motivation, die uns als solche, die Jesus nachfolgen wollen, antreibt. Treibt mich an, dass ich ETWAS TUN MUSS, um mit Gott in Ordnung zu kommen / zu sein  oder  treibt mich das an, was mein Erlöser für mich GETAN HAT und noch tut?

Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. ( 1. Johannes 4, 19 )

Meine Augen sind beständig auf den Herrn gerichtet ( Psalm 25, 15 ) . Dieser Vers trifft nicht immer auf mich zu, ich denke dann oft an Psalm 119, 18, wo steht:  Öffne meine Augen, damit ich die Wunder  in deinem Gesetz sehe, öffne meine Augen, Herr!  Öffne diese trägen und matten Augen, die ich habe.  Öffne diese meine umherwandernden Augen und richte sie auf deine Schönheit.

Lasst mich euch den Unterschied zwischen echtem Christentum und Sklaverei zeigen.  Und zwar ist es folgendes: Sklaverei sagt: Schaut her, Leute, ihr müsst mit Gott in Ordnung kommen, ihr müsst heilig sein, ihr müsst aufhören, diese Sachen zu tun. Ihr müsst dies tun und das lassen  und wenn ihr nicht so handelt, werdet ihr in die Hölle fahren. Das ist Sklaverei.

Echtes Christentum ist so: Wenn ihr nur einen Blick erhaschen könntet darauf, wie schön ER wirklich ist, dann hättet ihr kein Problem mit dem Rest. Deswegen: Sucht sein Angesicht!  Sucht nach seiner Schönheit! Das ist es.

Ihr seid nicht durchgedreht wegen eurer Frau, bevor ihr ihr begegnet seid. Wenn doch, solltet ihr vielleicht mal mit wem drüber reden. Es war ja nichts da, was dich aufputschen hätte können. Ihr kanntet sie nicht. Ihr habt ihr Gesicht nicht gesehen, ihr wusstet nicht wie sie ausschaut oder auch sonst irgendetwas von ihr. Männer, als ihr sie gesehen habt, da erwischte es dich wie eine Tonne Ziegelsteine ins Gesicht geschleudert zu bekommen und danach noch ein Zug drüber fahren haben. Ich meine, plötzlich in einem Moment! All diese Gedanken! Das ist so, wie „Ich gehe mit meinen Freunden heute jagen, ich gehe mit ihnen fischen, was für ein netter Tag!“ Und plötzlich dann! Du gehst ins Einkaufscenter um frische Köder zu kaufen, die du benötigst. Und PLÖTZLICH! Da steht SIE! Und du vergisst plötzlich all die wichtigen Dinge im Leben, wie Jagen, Fischen und alles andere! Du bist dahin gerafft! Wenn deine Freunde dich wirklich lieben, müssen sie dir ein Seil umbinden und dich da mit ihrem Truck aus dem Einkaufscenter rausziehen.

Du hast nur einen Blick erhascht und es war vorbei! Dann verändert sich plötzlich alles in deinem Leben. Dinge, die dir wichtig waren, sind dir dann egal. Von Dingen, von deren Existenz du nicht mal zu träumen wagtest, weißt du nun, dass es sie gibt. Was war da? Du hast nur einen Blick erhascht! Und hoffentlich ist es dann so: Je mehr du diese Person kennen lernst, umso tiefer wird deine Liebe. Jetzt spreche ich von einer zerbrechlichen Beziehung zwischen zwei Menschen, die beide große Fehler und Macken an sich haben.

Dann stell dir das vor: Weißt du, was Erlösung ist? Du lebst dein Leben völlig blind für die Herrlichkeit Gottes und dann entfernt Gott das, was dich blind macht. Und denkst: PLÖTZLICH!  Was ist das? Eine Perle, die sehr wertvoll ist! Diese Perle ist es wert, alles andere dafür hinter sich zu lassen. „Das ist unglaublich. Warum hat mir nie jemand davon erzählt?“

Ihr seht niemand, der morgens aus dem Bett steigt und sagt: „Oh Mann, ich brauch jetzt ne Tasse Kaffee“

„Wo gehst du hin, Joe?“

„Ach, ich muss doch noch diese blöde wertvolle Perle abholen. „

Er wird kaum so sprechen. Warum? Weil er ein wenig von der Herrlichkeit, ein wenig von der Essenz davon geschmeckt hat. Er wird seinem Freund nicht einmal was davon erzählen! Er wird sich um 3 Uhr früh aus dem Haus fortstehlen wie ein Bandit. Was motiviert ihn? Die Schönheit dieses Schatzes! Dasselbe gilt hier: Leute, wenn ihr nur einen größeren Blick auf Jesus Christus erhaschen könnt, dann wird euch das mehr und mehr zu mehr Hingabe und Heiligkeit führen. Sucht sein Angesicht!

Ich schließe damit, das zu sagen, was sehr, sehr wichtig ist: Meistens ist die Frage, die mir von Leuten gestellt wird, die im Herrn wachsen wollen, folgende: „Ich weiß, was ich eigentlich tun sollte, aber woher soll ich die Motivation nehmen? Ich bin einfach nicht von Herzen dabei.“

Wie kann man das wieder in Ordnung bringen? Lasst uns einfach kurz darüber nachdenken. Was kann das wieder in Ordnung bringen? Ich meine, es gibt da kein Programm in 10 Schritten, wie man das lösen könnte. Wie kann man es lösen? Einfach diese eine Sache: Erhascht einen größeren Blick auf die Schönheit Jesu Christi!

Man stelle sich einen Studenten vor, der  in den Hörsaal läuft, es ist im letzten Semester im Physik-Studium, es ist so ein schwerer Kurs, den er belegen muss um das Studium zu schaffen, der Name des Professors klingt nach Bin Laden, es handelt sich also um den schwierigsten Kurs auf der ganzen Welt. Und der Student kommt dort mit 4 anderen Physikstudenten herein und sie setzen sich zusammen und zittern. Der Professor kommt herein. Schaut sie an und sagt zu ihnen: „Männer, ihr seid bisher durch alle Kurse für Physikstudenten an dieser Universität gegangen und wenn ihr so weit gekommen seid, heißt das, dass ihr eure Sache gut gemacht habt. Ihr bekommt alle eine 1. Lasst uns jetzt einfach nur noch den Stoff genießen“.

Lasst uns die Szenerie einfach für einen Moment noch erweitern. Wir haben also diese 5 Physik-Studenten, die Physik lieben. Ich meine sie LIEBEN es, sie sind völlig davon fasziniert, sprechen ständig davon, es sind einfach Physik-Freaks. Sie lieben Physik. Aber stellen wir uns vor, dass da auch 5 Mathe-Studenten sind. Die hassen Physik, sie hassen es einfach. Aber sie müssen den Kurs machen, um das Studium abzuschließen.
Und jetzt kommt der Professor herein und sagt: „In Ordnung. Alle hier im Kurs bekommen eine 1. Lasst uns einfach den Stoff genießen“.

Diese 5 Physik-Freaks sagen: „Wir haben eine 1? Sie meinen, wir können uns einfach nur zum Spaß mit dem Stoff auseinandersetzen? Wir haben einfach die Zeit, unser Hirn in das ganze Zeug rein zu graben ohne uns Sorgen zu machen, schlecht abzuschneiden oder zu versagen? Wir können den Stoff einfach genießen und uns darin vertiefen? Wir können also die ganze Nacht aufbleiben, über den Inhalt dieses Buches uns austauschen und über all das einfach nachdenken?“

Und der Dozent sagt: „Ja! Ihr bekommt eine 1. Lasst uns einfach das Material genießen“

Aber die Mathestudenten sagen: „Wir haben eine 1 in diesem Kurs? Eine 1?“
„Ja.“

„Also Sie sagen, dass wir eine 1 haben?“

„Ja“
Sie laufen raus und werfen das Physik-Buch in den Papierkorb.

Das ist der Unterschied zwischen einem bekehrten Christen und einem fleischlichen Kirchenmitglied, von denen es in den Kirchen von Amerika sehr viele gibt.
„Wir haben eine 1? Alles aus Gnade? O.k.: Lasst uns sündigen! Lasst uns unseren Lebensstil behalten, lasst uns all die sündigen, schlimmen Sünden begehen, die wir lieben!“

Keine Rede von Nachfolge, davon, seine Gebote zu halten, Jesus nachzufolgen, sich selbst zu verleugnen. Nichts. Es hört sich vielmehr so an: „Wir haben eine 1?! Lasst uns um Himmels Willen jetzt mit Gott zufrieden!“

Aber ein wirklicher Christ sagt: „Wir haben eine 1? Jesus hat das für uns getan? Lasst uns ihm nachfolgen! Lasst uns ihn kennen! Lasst uns voranschreiten und weitergehen zu diesem großen Gott hin! Was für eine Freude! Wir haben eine 1! Lasst uns daran freuen! Wann ist die Bibelstunde? Wann ist das Gebetstreffen? Wann gehen wir evangelisieren? Liebling, ich kann nicht schlafen. Lass uns einen Blick in den Epheserbrief werfen! Lasst uns beten!“

Die Liebe Christi zu seiner Braut (Tim Conway)

Der zweite Teil auf youtube hier:

Von Tim Conway

Gehalten auf einer Hochzeit

Ich wurde von den beiden gebeten, bevor wir die beiden verheiraten, noch einmal das Wort an euch zu richten. Zuerst möchte ich euch vom Wort Gottes lesen. Ich möchte euch warnen. Ich habe in letzter Zeit ein paar Hochzeiten gehabt. Und einfach nur durch Vorlesen eines Verses aus Gottes Wort, den ich euch vorlesen werde, sind Leute wütend geworden. Du sagst: Wieso soll so was Leute wütend machen? Nun, der Vers spricht über die Verantwortung einer Frau ihrem Ehemann gegenüber und der Verantwortung eines Mannes seiner Ehefrau gegenüber. Darum geht es in den Versen. Ein Vers, der sehr passend ist zu einer Gelegenheit wie heute. Was kann dieser Vers sagen, dass sich Leute so sehr dran stoßen, wenn er bei einer Hochzeit vorgelesen wird? Was vom Wort Gottes hat so eine Wirkung? Wir lesen von Epheser 5 ab Vers 22. Ich warne euch vor. Es ist Gottes Wort mit der Autorität des allmächtigen Gottes. Das ist nicht meine Erfindung. Ich möchte, dass ihr das wisst. Weiterlesen „Die Liebe Christi zu seiner Braut (Tim Conway)“

Warum bin ich ein Christ?

Dr. James White erklärt in diesem Video ( kurz ) warum er ein Christ ist. Er erklärt zuerst, was ein Christ ist, was Christen glauben und warum und schließlich, wieso jemand dann Christ wird und bleibt.

Der Text als .PDF:

https://unwisesheep.org/wp-content/uploads/2010/07/jw_warum-bin-ich-ein-christ.pdf

Ein Mann Gottes werden

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Das aller Wichtigste ist: Eine große Liebe, den Herrn von ganzem Herzen, mit ganzer Kraft und ganzem Verstand zu lieben. Und das sollte uns täglich vor Augen gestellt sein. In 3. Mose 6 sehen wir, dass das etwas ist, was auf den Türpfosten unseres Hauses geschrieben sein sollte, dass wir, jedes mal wenn wir das Haus verlassen oder in unser Haus hineinkommen, ständig daran erinnert werden, dass das, worum es wirklich geht, ist, den Herrn unseren Gott zu lieben.

Alles wurzelt letztlich in dem, den Herrn, meinen Gott zu lieben und daran muss ich erinnert werden, ich muss daran denken, dass es genau darum geht. Ich soll eine große Liebe haben. Und ich soll eine große Leidenschaft haben. Hört euch Matthäus 6, 33 an, das im Grunde all das zusammenfasst:

Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles hinzugelegt werden. ( Matthäus 6, 33 )

Männer. Wie anders wären wir, wenn wir einfach nur diese Verse ernst nehmen würden? Wenn diese Verse uns 2 oder 3 mal täglich vor Augen gestellt wären! Und wie ich heute morgen sagte: Ist es nicht wahr, dass du und ich wochenlang vor uns hinleben können, ohne an die aller wichtigsten Dinge des christlichen Lebens erinnert zu werden? Die Dinge, die Gott selbst in seinem Sohn vor uns gestellt hat, die haben wir vergessen in all unseren Aktivitäten und Beschäftigungen.

Alles, was wir tun, das sollten wir tun, weil es der Wille Gottes ist und weil es Gott Ehre bringt. Selbst die “banalsten” Tätigkeiten. Etwas, was ich mich oft selbst frage: “Wann hast du das letzte mal ein Glas Wasser zur Ehre Gottes getrunken?” – Ein Glas Wasser zur Ehre Gottes genießen. Wenn du es trinkst, zu wissen, dass es ein Geschenk Gottes ist. Diese gute Gabe kommt von Gott und ist dazu da, ihn dafür zu preisen. In einem Sinne sollten wir ständig an ihn erinnert werden – in allem, was wir denken – jedes mal, wenn wir an uns herab auf unsere Hände und Füße schauen, immer, wenn wir irgend etwas unternehmen, sollten wir es zur Ehre Gottes tun.

Es gab niemals einen Punkt im Leben Paul Washers, in dem er Gott so liebte, wie man Gott lieben sollte. Und niemals gab es im Leben Paul Washers einen Punkt, wo er Gott so verherrlichte, wie er verherrlicht werden sollte. Wenn man es so betrachtet, verändert es alles, oder? Jetzt ist es nicht mehr ein kleines gesetzliches System, wo du einzelne Punkte abhaken kannst und sagen kannst: Ich bin ein gerechter Mann! Seht ihr, wenn es um die Essenz von Heiligkeit geht, dann geht es darum, sich von all den Dingen abzusondern, die Gott nicht gefallen mit dem Ziel zu Gottes Person hin abgesondert zu sein und IHN mehr zu lieben als alles andere, seinen Wert unendlich mehr als alles andere zu schätzen und entsprechend dieser Liebe zu Gott sein Leben zu leben.

Als Männer ist unser Ziel also, diese Wahrheit zu begreifen, in ihr zu wachsen, dass wir alles, was wir tun, zur Ehre Gottes tun. Ich bin in der Welt Männern begegnet, die nicht nur von Leidenschaften verzehrt wurden, sondern auch von ihnen kontrolliert wurden. Männner, die von einer einzigen Leidenschaft kontrolliert wurden. Ich gebe euch ein sehr gutes Beispiel. Und zwar die kommenden Olympischen Spiele. Ich will da in keiner Weise schlecht davon sprechen, sondern es als Beispiel nehmen. Es gibt Männer, die – seit sie 6 Jahre alt sind – nichts anderes getan haben, als eine 100 Meter Strecke runter zu rennen. Jeden Tag ihres Lebens seitdem sie 6 Jahre alt sind. Sie haben dafür Schlaf ausgelassen, sie haben Hobbys bleiben gelassen, sie haben ihre Lebenszeit geopfert, sie haben keine Zeit in Partnersuche investiert, alles musste zurückstehen um eines zu erreichen: Eine 100 Meter-Strecke runter zu rennen und eine Medaille zu bekommen. Ist das nicht wahr? Schaut euch die Turner an, sie haben ihre Körper absolut fantastisch trainert, viele davon trainieren seit sie 3 oder 4 Jahre alt waren. Alles, was sie je daneben getan haben, war zu essen und zu schlafen. Schaut euch diese Leidenschaft an.

Nun, dann sind da wir. Uns wird keine Goldmedaille um den Hals gehängt und kein Siegeskranz auf den Kopf getan, der uns gerade mal einen Tag auf dem Kopf bleibt, sondern es ist so: Du und ich, wir sollten von einer einzigen Leidenschaft kontrolliert sein, nämlich den Willen Gottes zu tun – für eine Krone, die nicht vergehen wird.

Wir müssen darum ringen, im Zentrum des Willens Gottes zu sein. Etwas anderes, was Gott uns gegeben hat – neben der einen großen Liebe und der einen großen Leidenschaft – ist der große Auftrag, in alle Welt zu gehen und das Evangelium zu verkünden. Männer, wir sind nicht dazu geschaffen, so wie die meisten Männer zu leben. Wir sind dazu geschaffen um zu kämpfen, um zu ringen, um zu arbeiten, um zu erobern, um unsere Leben hinzugeben für etwas, das ewig ist. Adam war das Gebot gegeben, in die Welt zu gehen und sie zu beherrschen, alles in der Schöpfung in Einklang mit dem Willen Gottes zu bringen, dieses Herrschen war Gottes Auftrag für Adam.

Nun leben wir aber in einer in Mitleidenschaft gezogenen Schöpfung, die in Finsternis und Tod ist. Diese Welt ist unter der Herrschaft des Bösen. Gott hat euch nicht dazu berufen, Videospiele zu spielen. Gott hat uns auch nicht dazu berufen, es in unserem Heim-Kino gemütlich zu machen. Wir sind nicht dazu berufen, uns irgendwelchen trivialen Dingen hinzugeben, sondern wir sind berufen, dem König zu dienen. Mit einer Leidenschaft für IHN zu leben und für IHN zu kämpfen, und nur manchmal unsere Schwerter zu senken und nach einem Lächeln Ausschau zu halten. Ich will kämpfen. Ich will keine Bequemlichkeit. Ich will keinen Leichtsinn in Zion haben, denn das Reich Gottes wird nicht von denen gebaut, die gemütlich in Zion ruhen, sondern von denen, die in die Straßen hinaus gehen und kämpfen.

Und die Waffen, mit denen wir kämpfen, sind nicht fleischlich, sondern sie sind mächtig. Fürbittendes Gebet, die Verkündigung des Evangeliums und aufopfernde Liebe. Steht auf ihr Männer Gottes. Tut das, wozu ihr berufen sein! Seid mutig und stark und wisst, dass euch das etwas kosten wird. Wenn du dich an Jesu Seite stellst und für seine Sache eintrittst, dann wirst du den Teufel kommen sehen, wie er dich von außen und innen angeht. Aber ein Krieg bringt Kampf mit sich.

Jesus hat uns den Auftrag gegeben, das Evangelium zu predigen.Im Zimmer nachts auf und ab zu gehen und zu sagen “ Es gibt einen Ort, wo er nicht angebetet wird. Es gibt einen Ort, wo man ihn nicht anbetet. Ich kann nicht schlafen. Es gibt einen Ort, wo er nicht angebetet wird. Es gibt einen Ort, wo das Banner Zions nicht weht”. Dafür sind wir gemacht. Unsere kleinen vergänglichen Pläne beiseite zu setzen und uns selbst dieser einen großen Schlacht hinzugeben.

Wenn wir diese grundlegenden Prinzipien beiseite legen, die uns sehr schwer fallen, um statt dessen da raus in die Welt zu gehen um etwas Tolles zu tun, dann erweisen wir uns selbst als Heuchler. Was ist die wichtigste Eigenschaft eines Mannes? Ist es, begabt zu sein? Absolut nicht. Manche der begabtesten Männer der Welt sind selbstzerstörerisch und zerstören auch andere. Was benötigt deine Frau? Was benötigen deine Kinder? Was braucht die Welt von dir? Dass du Christus ähnlich bist. Das ist, wonach wir uns ausstrecken sollten. Und das bricht mir mein Herz.

Manchmal … nun, da will ich nicht auf Konferenzen, will ich nicht auf ihnen predigen, in all den Dingen, die die ganze Zeit gesagt werden, will ich aufstehen und nur sagen: Genug, ich weiß jetzt schon mehr Wahrheit als ich gehorchen könnte. Ich will das nicht nur einfach wissen. Ich will eine Veränderung. Und ich will mich nicht nur einfach nach außen hin verändern! Ich will Veränderung in den inneren Kammern meines Herzens – Ein Verlangen, dass selbst auch die Gedanken entsprechend des Willens Gottes sein mögen! Der freiste Mensch auf der Welt ist der, der sich selbst zum Sklaven eines vollkommenen Herrn macht. Wo hat Gott falsch gehandelt? Und wo hat Gott dir Unrecht angetan? War da jemals eine Zeit, wo du auf ihn gehört hast, wo du ihm gehorcht hast, und seinen Willen getan hast, wo er dich irgendwie in die Irre geführt hätte? Niemals! Aber bist du jemals deinen eigenen Wegen gefolgt und von deinen eigenen Ratschlüssen fehlgeleitet worden? Immer. Warum nicht IHM vertrauen?

1. Timotheus 4, 7

Die unheiligen und altweiberhaften Fabeln aber weise ab, übe dich aber zur Gottseligkeit;

Nun eine extrem wichtige Frage: Wenn ich einen olympischen Athleten besuche und ich beobachte, dann ist es sehr auffällig, was er isst und was er trinkt, er steht früh auf, er trainiert, er geht zur Schule, kommt wieder zurück und trainiert noch mehr, er isst wieder das richtige und geht wieder ins Bett und steht auf, liest Magazine über seinen Sport und arbeitet ständig daran, besser zu sein. Und dafür bewundern wir die Athleten.

Aber schaut, was Paulus hier zu euch sagt: Übe dich aber zur Gottseligkeit; und noch einmal, ich will uns klar machen, was das bedeutet. Die Menschen, die dein Leben am meisten beobachten. Sehen die dich, wie du gute und echte Schritte unternimmst in deinem Leben um in Gottesfurcht zu wachsen und Gott gemäß zu leben? Ich kann euch nicht sagen, wie viele Männer ich kenne, die mir von ihren Vätern erzählt haben. Und sagten: „Mein Vater hat viele gute Dinge an sich gehabt, aber das, was mich am meisten beeinflusst hatte, war, dass ich meinen Vater jeden Morgen, bevor er sein Tagewerk verrichtete, vor dem Wort Gottes sah, wie er es studierte und betete”. Das hab ich so oft gehört. Dass Leute ihren Vater vor sich sehen und trotz allem Versagen und allen Fehlern von ihm wussten: „Vater war es ernst, sich selbst darin zu üben, Gott gemäß zu leben!“

Männer, wir müssen das glauben als ob unser Leben davon abhängt, denn ich kann euch versichern, das tut es! Und nicht nur hängt unser Leben davon ab, sondern auch das Leben unserer Familie hängt davon ab, dass wir das Wort studieren. Hört mir zu: Wie oft schreit ihr zu Gott für größere und größere Manifestation der Kraft des Geistes in deinem Leben? Zwei Dinge über den Heiligen Geist – Das Eine ist, dass wir nach größerer Manifestation der Kraft des Geistes in unserem Leben streben sollten und wir müssen sehr vorsichtig sein, dass wir den heiligen Geist nicht betrüben. Was für ein kostbarer Schatz, den wir nicht betrüben sollten.

Das sind nur ein paar Prinzipien, die ich denke, sie könnten euch helfen. Denn sie haben mich sowohl verletzt als auch mir geholfen. Lasst uns beten.

Unscheinbare Clips, die ziemlich selten geschaut werden, die aber mehr Aufmerksamkeit verdienen.

Ich möchte hier ein paar Ausschnitte vorstellen, die relativ unscheinbar sind, die wenig Beachtung finden, die aber sehr beachtenswert sind.

1. ) „Gesunde Lehre

Das ist ein unheimlich wichtiges Video, das einfach vor allem davor bewahren soll, sich nicht auf irgendwelchen Nebenstraßen zu verlaufen, sondern immer im großen Strom christlicher Lehre zu bleiben. So zum Beispiel, dass man sich vor Überbetonungen mancher Themen hütet und darauf achtet, sich mit guter, grundlegender, gesunder Lehre zu nähren.

2. ) „Bürde Zeit

Hier geht es darum, sich zu fragen, worin investiere ich meine Zeit, worin nicht? Was ist wirklich wichtig? Wo liegen die Prioritäten für uns in dieser Welt, in der wir leben?

3. ) „Gottes liebende Disziplin

Hier geht es darum, wie Gott uns züchtig und im Glauben reifen lässt. Ein sehr wertvolles Video, das mir sehr wertvoll ist und uns auf die Hoffnung verweist, dass Gott das Werk, das er begonnen hat, auch vollenden wird.

4. ) „Pilger und Fremdlinge

Da der Hebräerbrief mir sehr lieb ist, auch gerade wegen seinem elften Kapitel, finde ich es immer wieder unheimlich wichtig, daran erinnert zu werden, dass wir keine irdische Heimatsstadt, sondern eine himmlische suchen. Unheimlich schön auch beschrieben – finde ich.

5. ) „Nicht in dir selbst!

Unser Leben, besonders das als Christen ist nicht dergestalt, dass wir in uns selbst nach Kraft schauen brauchen, dort werden wir keine finden. Hoffnung und Frieden finden wir nur im Herrn Jesus und in dem, was er für uns, an uns und mit uns tut.

6. ) „Der, den Jesus liebte
Mehr oder weniger ohne Worte. Was sollten wir uns anderes wünschen als zu wissen, von Jesus geliebt zu sein?

7. ) „Lernen, in Weisheit zu wandeln
Unheimlich wichtig, gerade für jemanden, der dem Herrn Jesus wirklich dienen will und lernen möchte, nicht nur mit Stroh zu bauen.

8. ) „Um seiner großen Liebe Willen

Wir würden Gott Unrecht tun, würden wir neben seinem Zorn nicht auch klar seine Liebe herausstellen, besonders denen gegenüber, die sein eigen sind. So habe ich selten jemanden über Gottes Liebe predigen gehört.

9. ) „Wert für die Ewigkeit in Christus

Ziemlich selten ist auch dieses Video angeschaut worden. Ich finde es noch immer herausragend. Wir sollten von unserem alltäglichen Leben als Christen nicht so denken, als sei es sinnlos. Wir dürfen wissen, dass es in Christus großen Wert hat.

10. ) „Geliebt
Erinnert uns daran, wie Gott das geknickte Rohr nicht bricht und den glimmenden Docht nicht löscht. Gott will den Weg mit seinen Kindern bis zum Ende gehen.

Wenn ein Gläubiger sündigt…

Wenn wir über das Bekennen von Sünden sprechen, dann müssen wir sehr, sehr sorgsam sein und ich denke, Dr. MacArthur zeigt das sehr gut auf. Kein Mensch kennt all seine Sünde. Keiner. Ich war im Büro bevor ich rauskam um all die Leute zu begrüßen und betete: „Herr, zeig mir, wo ich gesündigt habe!“. Und obwohl ich da im Gebet einige Sünden vor Gott gebracht habe, war ich danach kein Mensch, der von sich sagen könnte: „Ich habe jede Sünde bekannt, die ich je  getan habe!“ – Ich hab keine Ahnung, was ich alles in meinem Leben schon gesündigt habe.  Wenn wir davon sprechen, Sünde zu bekennen, dann reden wir nicht von etwas, was dich innerlich fast wahnsinnig macht, indem du über jede Sünde nachdenkst, die du jemals begangen hast. Es geht mehr um eine Haltung oder eine Einstellung. Ich möchte euch etwas aus der Bibel vorlesen und es nicht nur aus dem Kopf zitieren, damit ihr auf jeden Fall seht, dass es in der Bibel steht. Und zwar steht es in Jesaja 66.

Hat doch meine Hand das alles gemacht, und so ist dies alles geworden, spricht der HERR. [  Also: Ich brauche nichts von irgend einem Menschen. Gott wird nicht von Menschenhänden gedient  ] Ich will aber den ansehen, der gebeugten und niedergeschlagenen Geistes ist und der zittert ob meinem Wort. ( Jesaja 66, 2 )

Das gibt mir mehr Hoffnung für das Leben als Christ als fast jeder andere Vers in der Bibel, abgesehen von den Passagen, die explizit von dem vollbrachten Werk Christi am Kreuz sprechen.  Warum ist das so? Ich sage euch warum: Wenn hier stünde, dass Gott mich mit Zuneigung und Erbarmen ansehen würde, weil  ich vollkommen seinem Gebot gefolgt bin, dann gäbe es keine Hoffnung für mich. Oder wenn da stünde, dass Gott mich mit Erbarmen ansehen würde, weil mein Herz immer richtig stand oder immer leidenschaftlich für ihn brannte, dann wäre da keine Hoffnung für mich! Aber er sagt: Ich werde mich dem zuneigen, der demütig und zerbrochenen Geistes ist und bei meinem Wort erzittert. Wozu ist das Wort Gottes da? So viele sagen, dass Wort Gottes ist da, um ihm zu gehorchen und das ist wahr, aber darüber hinaus ist das Erste, vor diesem Wort zu zittern.  Seht ihr. Wenn ihr eure Bibel offen habt und Gott anfängt, euch Sünde in eurem Leben zu zeigen, dann gilt als aller Erstes: Seid davon nicht entmutigt! Das ist keine Hinrichtung oder ein Anklageschrift, die deine Sünde aufzeigt, um dich dann zu verdammen.  Sondern es ist der, der für dich ist. Und er zeigt dir deine Sünde, weil er dich liebt und er dich geheilt sehen möchte. Er will Freude in dir. Und du sagst: „Oh, jetzt kommst du schon wieder mit Emotion!“ . Hast du nicht gelesen: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, dann FREUDE!“

C.S. Lewis sagte einmal: Möglicherweise ist Freude der primäre Hinweis darauf, dass jemand wirklich den Herrn gefunden hat.

Nach Jahren, wo ich mich selbst auf den Boden trieb und versuchte, die Liebe Gottes zu verdienen und heilig genug zu sein, um geliebt zu sein, bekam ich fast einen Nervenzusammenbruch.  Und eines Tages traf mich die Liebe Gottes wie ein Blitz vom Himmel in meinem Herz. Und ich bin froh und habe Frieden. Nicht wegen meiner Leistung, sondern wegen seinem für mich vollbrachten Werk.  Und wenn Gott mir Sünde aufzeigt, dann als jemand, der mich liebt und für mich ist und mir nicht erlauben wird, an jenem Tag verdammt zu werden!  Er wird da stehen und ein Fels sein gegen jede Flut des Teufels, die mich in die Grube der Verzweiflung zu reißen versucht! Der Teufel wird dastehen und anklagen und anklagen und anklagen und dann wird Gott kommen, wie ein König  und mein mächtiger Fels sein vor jenen Fluten!  Und das setzt mich frei. Wenn ich über Sünde spreche und dann von der Kanzel steige, dann sagen Gläubige „Du bist mir mächtig auf die Zehen getreten!“, dann sag ich: „Dann hab ich einen schrecklichen Job getan, denn das war nicht meine Absicht!“. Das Aufzeigen von Sünde sollte dir zeigen, dass es den Liebhaber deiner Seele gibt, der dich mehr liebt als du dir je vorstellen kannst! Du kannst Gottes Liebe nicht begreifen, weil du noch nie zuvor etwas derartiges gesehen hast! Da gibt es kein Beispiel für. Schau die Liebe einer Mutter, eines Vaters, einer Oma, eines Soldaten, der auf dem Schlachtfeld für seine Männer stirbt. Von dort aus begreifst du nichts von der Liebe Gottes, weil man sie mit nichts vergleichen kann. Und deswegen fällt es euch so schwer. Euer Problem ist nicht zu glauben, dass Gott ein Wunder tun kann oder die Toten auferweckt. Dein Problem ist: Seine Liebe ist so groß, dass du sie kaum für wirklich halten kannst. Wenn ich davon spreche, dass Gott dir deine Sünde aufzeigen will, dann ist das nicht, um dich zu töten, sondern um dich zu retten und dich frei zu setzen!  Der echte Gläubige wird das erkennen.

Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht. Die Tatsache, dass wir sündigen, zeigt, dass wir weder treu, noch gerecht sind. Und vielleicht benutzt Johannes diese Worte auch deswegen. Er versucht dir, etwas zu sagen: Weißt du, warum du Hoffnung hast, der du glaubst? Weil Gott nicht so ist wie du und ich und nicht so wie die Menschen, die dich verdammen und dich rauswerfen wollen.  Seht ihr. Menschen sind weder treu, noch sind sie gerecht. Er aber ist beides. Er ist treu, all seine Verheißungen dir gegenüber zu erfüllen. Denn er ist gerecht. Er tut immer alles, was richtig ist, das, was seiner Natur entspricht. Du kannst ihm vertrauen. Er ist treu und gerecht, uns unsere Sünden zu vergeben. Aber nicht nur Vergebung gibt er, ihr braucht etwas, das viel mehr als Vergebung ist. Ihr bewegt euch zum Teil im Bereich der Vergebung, fast  schon in einem juristischen Sinne. Aber ihr müsst etwas verstehen, hier wird mehr gegeben als nur die Vergebung von Sünde. Es gibt auch Reinigung von Sünde. Und das nicht nur vor Gott, sondern auch Reinigung deines Gewissens. Wie kann ich euch das beschreiben? Lasst uns sagen, ein wahrer Mann Gottes begeht eine schreckliche Sünde – unterstes Niveau. Wenn du mit Gott gewandelt bist und seine Gegenwart kanntest und du dann ein schreckliches Verbrechen begehst vor ihm.  Man hat mir gesagt, dass da ein Mann Gottes dabei dem Nahe kommen kann, seinen Verstand zu verlieren, sich sein Leben zu nehmen, Selbstmord zu begehen. Wie kann er so viele Jahre mit Gott gewandelt sein und dann in so einer üblen Weise zu fallen? Wie kann da jemals wieder irgend eine Hoffnung sein?  Ich sage es euch: Weil Jesus nicht nur Sünde vergibt, sondern das Gewissen von Schuld reinigt! Weil er das von deinem Herzen, aus deinem Sinn tilgen kann. Es gibt Trost. Es gibt Trost in Gilead! Es gibt Balsam! Lass mich sagen: Als ein Gläubiger, egal was aus dir geworden ist oder du getan hast, kann er dir nicht nur vergeben, sondern dich von aller Ungerechtigkeit reinigen! Es gibt nicht eine ungerechte Sache, die du tun kannst, von der er dich nicht reinigen kann und dich freisetzen kann und dein Herz wiederherstellen kann. Sondern er kann all das tun.

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns; wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigeit.

( 1. Joh 1, 8-9 )

Afrika war nur der Anfang

Afrika war nur der Anfang – Erlebnisse eines ganz gewöhnlichen Menschen mit einem außergewöhnlichen Gott

Unsere Theologie sollte freilich keine Erlebnis-Theologie sein, die hauptsächlich auf dem basiert,was wir ( glauben ) zu erleben, sondern als Christen glauben wir, dass Gott durch Jesus Christus gesprochen hat und deswegen sollte unsere Theologie, das, was wir über Gott sagen und denken, auf dem basieren, was Jesus gesagt und gelehrt hat. Nichts desto trotz können Erlebnisse bestätigen, was Gottes Wort sagt und nun, da hat mich dieses Buch, das ich hier vorstellen möchte, beeindruckt. Beeindruckt deswegen, weil hier niemand schreibt, der sich für einen „geistlichen Superhelden“ hält, sondern für einen ganz normalen, schwachen Menschen mit seinen Begrenzungen und Limitationen.

Es geht hier weniger um eine Wunder-Show, als darum, dass Gott, wenn Er will, einen auch in den gefährlichsten Situationen bewahren kann, dass Er Gebet hört und auch beantwortet und einfach ein Gott ist, der in unsere Not eingreifen vermag.

Ein dazu passender Vers, der oft nur mühsam und langsam in meinem Herzen Raum gewinnt, findet sich im Philliper-Brief des Paulus:

Sorget um nichts; sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus!
( Philliper 4, 6-7 )

Das Buch hat mir auch ein wenig geholfen, aus meinem ( überzogenen! ) „Schubladendenken“ rauszukommen, was manche Dinge angeht.

Martin Vedder, der Autor des Buches ist der Gründer der ZAM ( Zentrale Afrika Mission, http://www.zamonline.de/dt/geschichte.php ). Es geht in dem Buch auch um die Entstehung und Entwicklung der ZAM und natürlich um seine Person, aber der Fokus des Buches liegt auf Gottes Bewahrung und Führung, nicht auf einer Person oder Organisation.

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Auszug aus dem Buch:
… Doch nicht allen gefällt der christliche Prediger in der großen Moschee. Nach etwa einer Stunde höre ich von draußen Schreie, die immer lauter werden: »Tod dem Ungläubigen! Tod dem Ungläubigen!« Weiterlesen „Afrika war nur der Anfang“

Interview mit einem Atheisten ( Trailer )

( http://www.youtube.com/watch?v=9ynDXFXB3mU )

Das Video in voller Länge ( NUR ENGLISCH, ca 1 Stunde ):

http://www.youtube.com/watch?v=qwMizuAec3g
Ich denke, wenn du ein richtiger Christ bist, dann betrachtest du deinen Glauben nicht nur als einen Teil deines Lebens, sondern als dein Leben. Und wenn du den Lehren der Bibel, z.B. im besonderen Markus 16, 15 folgst, wo steht:

Und [Jesus] sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium der ganzen Schöpfung!

dann hast du eine Verpflichtung, deinen Glauben anderen weiterzugeben.

Wenn du ein brennendes Gebäude sehen würdest und wissen würdest, dass da Menschen darin sind und du wüsstest, dass du in der Lage wärst, dort hinein zu rennen um jemanden zu retten, der das nicht selbst könnte, du diesen Menschen helfen könntest, würdest du dann nur dastehen und nichts tun? Ich denke, dadurch, dass sie die Situation nicht klar sehen, ist es so, dass viele Christen genau das tun. Sie stehen einfach nur da.

Ich denke, das hängt zum großen Teil damit zusammen, dass die meisten Christen nicht sonderlich gut darin unterwiesen sind, welche Position ihre eigene Religion denn eigentlich in verschiedenen Fragen vertritt. Sie halten die Anbetung Jesu für einen Teil ihres Lebens, aber halten das nicht für das Wichtigste und ich denke, dass echtes Christentum die Anbetung Jesu für das Wichtigste hält. Und, wenn du ein echter Christ bist, dann glaubst du, dass die, die keine Christen sind, die nicht den Lehren der Bibel gefolgt sind, die nicht zu Jesus Christus als ihrem Retter gekommen sind, nicht in den Himmel kommen werden, sondern in die Hölle kommen. Die Hölle ist kein witziger Ort.

Ich habe manche Christen sagen gehört, dass jeder Mensch ein Recht hat, das zu glauben, was er will und sie deswegen anderen nicht von ihrem Glauben erzählen. Das ist nicht notwendigerweise eine schlechte Haltung. Aber, wenn sie aber glauben, dass jemand, der einen anderen Glauben vertritt, letztlich ewig leiden wird, dann gibt es dabei ein Problem und zwar besteht es darin, dass du weißt, dass sie in Ewigkeit deswegen zu leiden haben, während du gleichzeitig glaubst, dass du sie nicht davor bewahren versuchen solltest. Das klingt wirklich sehr absurd. Wenn du wirklich glaubst, dass Menschen, die keine Christen sind, in die Hölle kommen, dann ist das eine wirklich sehr ernste Situation. Und wenn du das dann nicht ernst nimmst, dann denke ich, dass du womöglich dein eigenes Glaubenssystem lächerlich machst.

Ich denke, dass die, die ihr Glaubenssystem ernst nehmen, diejenigen ermutigen und unterweisen sollten, die nicht erkennen, wie wichtig das ist. Manchmal denke ich, dass Christen davor Angst haben, als Bibel-Fundi abgestempelt zu werden oder, dass man negative Assoziationen mit ihnen in Verbindung bringt. Aber es ist nicht notwendigerweise negativ, wenn du ein Christ bist, das ist etwas, worauf man stolz sein kann. Es gibt keinen Grund, sich als Christ z.B. wegen der Bibel zu schämen, oder weil man als Bibel-Fundi ist bezeichnet wird. Es ist an sich etwas, worauf man stolz sein kann, es ist etwas, was man ernst nimmt und es ist etwas, wo man auch andere dazu ermutigen sollte, es genauso ernst zu nehmen.

Und vielleicht mag es von einem verlangen, vor Menschenmengen zu stehen, zu fremden Menschen zu sprechen, die man nicht kennt. Christliche Missionare arbeiten an Orten, an denen die vorherrschende Religion nicht das Christentum ist und das ist eine völlig andere Situation als z.B. in Großteilen des christlichen Abendlandes. Sie nehmen dabei auch Zurückweisung in Kauf, akzeptieren sie und machen weiter. Man sollte als Christ Ablehnung nicht als persönlichen Angriff werten, sondern es so sehen, dass man den Leuten eine Chance gegeben hat, die christliche Botschaft zu hören, darüber, wie man in den Himmel kommt. Selbst, wenn man dadurch, riskiert, jemanden zu beleidigen oder eine Freundschaft riskieren muss. Im Grunde ist es einfach die Frage danach, ob einem der eigene Glaube wirklich wichtig ist.

Wenn ich ein Christ wäre, dann würde ich natürlich die Bibel ernst nehmen. Ich respektiere Menschen, die ihren Glauben ernst nehmen und als Christ würde ich die Lehren der Bibel ernst nehmen und in ein Gedanke, den man in der Bibel findet, ist, dass es einen Himmel und eine Hölle gibt und, dass die, die zu Jesus Christus als ihrem Retter kommen, in den Himmel kommen, und die das nicht tun, in die Hölle kommen und die Auswirkungen davon sind sehr weitreichend .

Frage: Und Sie sind tatsächlich ein Atheist?

Antwort: Ja, auf jeden Fall.