Warum bin ich ein Christ?

Dr. James White erklärt in diesem Video ( kurz ) warum er ein Christ ist. Er erklärt zuerst, was ein Christ ist, was Christen glauben und warum und schließlich, wieso jemand dann Christ wird und bleibt.

Das Video ist auch hier in voller Länge herunterzuladen

Warum bin ich ein Christ?

Dr. James White

Warum bin ich ein Christ? Um diese Frage zu beantworten, muss ich zuerst etwas sehr Grundlegendes tun. Und das ist, zu definieren, was denn ein Christ ist. Und unglücklicherweise ist das nicht das Leichteste auf der Welt zu tun, denn es gibt sehr viele verschiedene Menschen, die sehr viele verschiedene Dinge tun und glauben, die für sich in Anspruch nehmen, Christen zu sein. Um also die Frage zu beantworten, warum ich ein Christ bin, muss ich euch erst einmal erklären, was ein Christ ist, bevor ich das mit meiner eigenen Erfahrung in Zusammenhang bringen kann und warum ich selbst in der Tat ein Christ bin. Und um euch diese Frage zu beantworten, muss ich euch ein wenig darüber erzählen, was Christen als eine Gruppe glauben.

Wir als Christen glauben, dass wir im Bild Gottes geschaffen sind. Und, da wir das unstillbare Verlangen haben, miteinander zu kommunizieren, manche Menschen sicher unstillbarer als andere, was man besonders als Lehrer im Unterricht beobachten kann, glauben wir, dass Gott der Urheber dieser Fähigkeit und dieses Verlangens zu kommunizieren ist und wir glauben auch, dass er selbst kommunizieren kann, dass er nicht ein schweigender Gott ist, dass er nicht nur eine unpersönliche Kraft ist. Weil er ein persönlicher Gott ist, sind wir als Personen geschaffen. Da er kommunikativ ist, hat er uns kommunikativ geschaffen. Wir glauben, dass er selbst gesprochen hat. Ich rede hier nicht von einer kleinen Stimme in meinem Kopf, ich rede nicht von einer rein subjektiven Wahrnehmung eines Menschen. Sondern Gott hat in solch einer Weise gesprochen, dass Generation nach Generation dieselbe Botschaft empfangen kann. Eine Botschaft, die über Kultur hinausgeht, eine Botschaft, die in einem gewissen Sinne auch über Sprache hinausgeht. Es ist eine Botschaft für alle Menschen. Wir glauben, dass Gott zu uns gesprochen hat, damit wir tatsächlich Wahrheit wissen können. Christen glauben, dass das, was sie glauben, wahr ist. Nicht weil wir irgendwie als Christen in uns besonders wären, sondern weil Gott, der Ursprung und die Quelle der Wahrheit, bekannt gemacht hat, was Wahrheit ist. Es geht nicht um eine Gruppe von Menschen, die sagt: „Unsere Meinung ist der Maßstab dafür, wie es richtig geht!“. Nein. Gott hat gesprochen. Und er hat so gesprochen, dass jede Generation herausfinden kann, was er gesagt hat.

Er hat in der Schrift gesprochen. Jetzt mögt ihr das Wort „Schrift“ hören. Und ihr mögt mit der Tatsache vertraut sein, dass es einiges an Schriften auf der Welt gibt. Aber es gibt gar nicht so viele Schriften, die auf die Mehrheit der Weltbevölkerung großen Einfluss gehabt hätten. Es mag hier und da allerlei kleine Strömungen geben, aber es gibt nur ein paar Schriften, die eine große Anzahl von Menschen beeinflusst haben. Und die christlichen Schriften sind einzigartig unter den Schriften, die für sich in Anspruch nehmen, heilige Schrift zu sein. Einzigartig darin, dass sie von Menschen so sprechen wie sie tatsächlich sind. Dort wird nicht verschleiert, dass wir selbstsüchtig sind, dass wir Wesen sind, die weit mehr auf sich selbst fixiert sind als auf andere. Selbst, wenn von bedeutenden Menschen berichtet wird, die Gott in dieser Welt benutzt hat, sprechen diese Schriften von deren Zu-Kurz-Kommen und deren Versagen. Und wenn ich die anderen Schriften mit den christlichen Schriften vergleiche, haben mich so viele Dinge an den christlichen Schriften getroffen, die zu mir als Christ laut für ihre Einzigartigkeit und ihren göttlichen Charakter sprechen. Zum Beispiel beschreiben sie Menschen nicht nur einfach so wie sie nun einmal leben, sondern man findet in den Schriften auch etwas, was man Prophetie nennt. Dort schrieben Männer vor tausenden von Jahren über Ereignisse, die erst lange, nachdem sie selbst gelebt hatten, geschahen. Diese erfüllten Prophezeiungen sprechen sehr deutlich zu mir. Auch die Tatsache, dass diese Schriften in einem Zeitraum von 1500 Jahren entstanden und doch in sich stimmig über dieselben Themen sprechen, selbst, wenn die Schreiber vollständig andere Hintergründe, Bildung und sogar andere Sprachen hatten. Dennoch wird dort eine in sich schlüssige Botschaft präsentiert. Das spricht sehr deutlich zu mir, dass da etwas mehr hinter diesen Schriften steckt als nur menschliche Meinung.

Ein Christ kann als solcher definiert werden, weil Gott gesprochen hat, was denn nun Wahrheit ist. Die Definition eines Christen ändert sich nicht von Generation zu Generation. Ein heutiger Christ ist nicht was völlig anderes wie ein Christ vor tausend Jahren. Bin ich ein Christ? Warum bin ich ein Christ? Eines ist sicher. Du kannst das Wort Christ nicht abseits von der Person Christi verstehen. Das Wort Christus steht einfach dafür, dass Jesus von Nazareth der jüdische Messias war. Und Christentum und Christsein hängt letztlich völlig von der Person dieses einen Mannes ab. Und das mag für manchen schwer sein zu verstehen, wie ich, der ich in einem technisierten Zeitalter lebe zu Beginn des 21. Jahrhunderts , mein Leben abhängig machen kann von einem Mann, der nie Fernsehen gesehen hatte, der niemals ein Telefon hatte, der nicht diese Dinge erlebt hat, die ich in diesem modernen Zeitalter erlebe. Wie kann mein modernes Leben von diesem Mann definiert werden? Das hängt – wieder – damit zusammen, was diese Schriften über diesen Mann Jesus Christus aussagen. Ihr erinnert euch, wie ich gerade über erfüllte Prophetie gesprochen habe. Viele der Prophetien in der Bibel hatten mit diesem Mann zu tun. Was diese Prophezeiungen sagen, wird euch wahrscheinlich erstaunen. Diese Prophezeiungen sagen, dass ein Messias kommen wird, auf den die Juden deswegen auch warteten. Manche Titel wurden ihm schon 700 Jahre vor seinem Kommen gegeben.
Es gab damals einen Mann in Israel, der Jesaja hieß. Jesaja war ein Prophet und seine Prophezeiung ist uns bis heute erhalten geblieben. Er gab sie lang bevor Jesus geboren wurde. 7 Jahrhunderte zuvor. Er sprach von einem, der Wunderrat genannt werden sollte. Mächtiger Gott sollte er genannt werden. Ewiger Vater. Fürst des Friedens. Jesaja schrieb von einem, der Immanuel heißen sollte, was bedeutet: Gott mit uns! 700 Jahre zuvor. Als Jesus kam, erfüllte er all diese Titel, den er tat Dinge, die nur der „Gottmensch“ tun konnte. Du magst sagen: Was ist ein „Gottmensch?“ . Ist das so eine Science-Fiction-Sache? Seht ihr, die Bibel ist sehr klar darin zu sagen, dass es nur einen wahren Gott gibt. Es gibt keine Frage darüber unter Christen. Doch ist die erstaunliche Sache, die Christen glauben, dass Jesus der Sohn Gottes war. Nein, Gott hatte keine Frau, mit der er ein Kind zeugte. Sondern es ist so, dass von Ewigkeit her eine Beziehung zwischen Gott dem Vater und Gott dem Sohn bestand, beide existierten von Ewigkeit her – gemeinsam auch mit Gott dem Heiligen Geist und dann war es der Sohn, der in seine eigene Schöpfung eintrat, deswegen spricht Jesaja auch von Immanuel: „Gott mit uns!“ , was erfüllt wurde. Er wird „Mächtiger Gott“ genannt. Jesus sagte und tat Dinge, die nur Gott zustanden. Er war nicht wie all die anderen Propheten. Er sagte: „Kommt zu mir!“. Keiner der anderen Propheten sagte etwas dergleichen. Jesus sagte: „Kommt zu mir, alle die ihr mühselig und beladen seid und ich will euch Ruhe geben!“. Jesus nahm auch die Anbetung seiner Nachfolger an. Er sagte: „Bevor Abraham war, BIN ICH!“ – Eine Beschreibung, die nur Gott zusteht. Es wird aus den Schriften auch klar, dass seine Gegner genau wussten, was er da sagte. Und sie hassten ihn wegen dieser Aussagen über sich selbst. Und als Christen machen wir diese außergewöhnliche Aussage, wie wir zugeben müssen und weswegen mich das auch heute packt, dass Gott seine eigene Schöpfung betrat. Er betrat diese Schöpfung, die aus seiner Hand und aus seiner Macht stammte. Du magst sagen: Warum erzähle ich das?

Nun, diese selben Schriften, die das Christentum völlig von Jesus Christus abhängig machen, sollen die Frage beantworten, warum ich ein Christ bin. Und daher muss ich schauen, was die Bibel über mich sagt. Was sagt die Bibel über mich im Licht von Jesus? Die Bibel sagt, dass weil Gott mein Schöpfer ist, er mir in mein Herz, in mein Inneres seine Offenbarung eingeschrieben hat, darüber, was richtig und was falsch ist. Er hat sich in mir offenbart, selbst in der Art, wie meine eigene Denkstruktur geschaffen ist und das daraus resultierende Handeln und meine Lebensweise. Und sein Wort sagt mir, dass ich ein Rebell bin. Gott hat mir ein Gewissen gegeben, aber ich bin meine eigenen Wege gegangen und ich weiß, dass das wahr ist. Es gibt Situationen in meinem Leben, in denen ich weiß, was das Richtige zu tun wäre, aber ich tue es nicht. Ich weiß, dass es falsch ist so zu handeln und doch handle ich so. Ich bin niemals einer Person begegnet, die rational und ehrlich war, die nicht genau wusste, wovon ich hier spreche. Ich tu nicht das Gute, sondern das Schlechte. Gott ist mein Schöpfer, der definiert, was richtig und was falsch ist und ich habe gewiss kein Recht, ihn dabei zu hinterfragen. Wenn ich das Falsche tue, dann zeige ich damit, dass ich nicht wirklich glaube, dass Gott der ist, der er beansprucht zu sein: Mein Schöpfer. Ich ehre ihn nicht so, wie ich ihn ehren sollt, weil ich ja alles, was ich habe, ihm verdanke. Im Grunde sage ich dann: Ich glaube nicht, ich gehe meinen eigenen Weg und die Schrift sagt uns, dass wir alle das getan haben. Sicher nicht alle auf dieselbe Weise. Es gibt manche Menschen, die gewaltig in dem Bereich falsch handeln, wo es um Sexualität geht. Andere stellen sich gegen Gott im Zusammenhang mit ihrer Arroganz und ihrem Stolz, andere haben ein großes Problem mit Zorn und Wut und neigen zu Gewalt, andere zu Diebstahl, wir sind da nicht alle gleich, unsere Rebellion sieht manchmal ganz unterschiedlich aus. Wir sündigen alle, das ist das biblische Wort dafür, Gottes Gebote zu übertreten. Wir sündigen alle in unterschiedlichen Geboten, aber wir sündigen alle.

Und weil Gott heilig ist, weil er völlig andersartig ist, weil er rein ist, haben wir diese Reinheit verletzt. Und es gibt Strafen, die Gottes Gesetz für diese Verletzung aufzeigt. Aber wer kann diese Strafen bezahlen? Besonders, weil wir Gebote gebrochen haben, die von einem ewigen Schöpfer gegeben wurden. Wer kann meine Schuld bezahlen? Wenn ich bereits Schuldner bin, kann ich dann genug gute Dinge tun, um die Schuld zu bezahlen? Viele Menschen denken, das kann man tun. Aber, wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, wir wissen, dass selbst, wenn wir Gutes tun, wir doch daraus unseren Stolz ziehen. Und diese christlichen Schriften zeigen uns auch, dass Stolz sehr, sehr abstoßend ist in den Augen Gottes. Nun, es hört sich bisher nicht nach einer wirklich guten Botschaft an, oder? Aber jetzt kommen wir zurück auf Jesus: Gott mit uns! Warum kam Jesus in einen menschlichen Körper? Warum wurde er der Gott-Mensch? Warum lebte er unter uns als Mensch? Die Schriften sagen uns, dass er ohne Sünde war, dass er keine Strafe zu bezahlen hatte. Er kam aus dem besonderen Grund sein Leben als Lösegeld für viele hinzugeben.

Nun, was soll sein Hingeben seines Lebens mit mir zu tun haben? Es klingt wieder sehr erstaunlich und ich weiß, dass wir hier vom Schöpfer reden und manchmal ist das alles kaum zu glauben. Aber, was ich wirklich sage, ist, dass der Schöpfer so eine unglaubliche Liebe zeigte, dass er tatsächlich freiwillig sich selbst hingab als ein vollkommenes Opfer. Du magst sagen: Was ist denn jetzt ein Opfer? Ich verstehe nicht, was so ein Opfer sein soll. Nun, es ist etwas, was wir heutzutage nicht oft erleben. Er gab sein Leben, damit ich Leben haben kann. Er gab, was er nicht geben musste, dass ich bekommen konnte, was ich sonst nicht bekommen hätte können. Völlig freiwillig, er war sich dessen völlig bewusst, gab er sich selbst und trug die Strafe von Gottes Zorn auf sich selbst, für jeden der glaubt, jeder, der sich zu ihm wendet, der weg von dieser Rebellion, weg von dieser Selbstzentriertheit wendet und sich stattdessen zu ihm wendet, Jesus als den akzeptiert, der er ist, der ihn nicht als Gott schmälern oder verändern will, sondern zu ihm als Herr und Gott kommt, an ihn glaubt als der, der er ist und sich in Buße von seinen alten Wegen abwendet und sich an Jesus klammert. Jesus trägt solcher Menschen Schuld. Deren Schuld ist völlig bezahlt und nichts weiter kann und muss mehr bezahlt werden. Seht ihr, was ich damit meine, wenn ich sage, dass Christentum völlig abhängig von diesem Jesus ist?

Nun, ihr fragt mich: Was ist ein Christ? Nun, ein Christ glaubt, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes in diese Welt kam und an jenem Kreuz starb. Das war der schreckliche Tod, den er erfuhr, aber 3 Tage später stand er von den Toten auf. Wir dienen nicht und glauben nicht an einen Menschen, der einfach vor 2000 Jahren starb und dann war Sense, dass er uns halt ein gutes Lebensvorbild gegeben hätte. Nein. Du magst sagen: Warum ist er von den Toten auferstanden? Eines der erstaunlichen Dinge, von denen ich spreche, ist, dass er sein Leben durch die lebt, die an ihn glauben. In jeder Generation gibt es seitdem Leute, die an Christus glauben und er lebt sein Leben durch sie, er kräftigt sie mit seinem ewigen Leben. Aber nicht nur das. Seine Auferstehung von den Toten beinhaltet auch die Verheißung, dass, wenn ich sterbe, auch ich von den Toten auferstehen werde. Die Gewissheit, die ich im Angesicht des letzten Feindes der Menschheit habe, ist dieselbe Gewissheit wie die, dass Jesus von den Toten auferstanden ist und wir wissen, dass er es tat. Wir dienen also einem Herrn Jesus, der auferstanden ist. Wenn ihr mich also fragt, was ein Christ ist, kann ich es euch jetzt wenigstens sagen. Es ist ein Mensch, der glaubt, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, in diese Welt kam, sein Leben gab, starb, wieder von den Toten auferstand und nun gehen Christen durch die Welt und verkündigen die Botschaft, dass Gott Männern, Frauen und Kindern überall gebietet, Buße zu tun, aufzuhören, ihre eigenen Wege zu gehen, aufzuhören, ihre Sünde zu lieben und zu Christus umzukehren und an ihn zu glauben in Buße und mit Vertrauen auf ihn. Ein Christ ist jemand, der das getan hat. Ein Christ ist jemand, der das ständig tut. Ein Christ schaut ständig Richtung Jesus. Ein Christ ist ein Mensch, der im Glauben lebt, der beständig Buße tut und dessen Leben definiert wird von jemand anderem als ihm selbst. Jesus Christus definiert das Leben eines Christen.

Das bedeutet es, Jesus zu folgen. Jesus zu folgen, bedeutet nicht, dass ich ihm irgendetwas bringen könnte, ich kann nicht zu Jesus kommen und sagen: Ich schätze es wirklich unheimlich, was du getan hast, also lass mich dir ein wenig Geld geben, lass mich was für die Erlösung zahlen. Nun, es gibt keinen Preis, mit dem wir sie bezahlen können. Es gibt nichts, was ich noch dazu tun könnte. In der Tat würde ich ihn beleidigen, wenn ich es versuchen würde. Und doch ist es so, wenn man an Jesus glaubt und es sich um einen aufrichtigen Glauben handelt, wenn man wirklich glaubt, dass er der Gott-Mensch war und er einen ruft, ihm nachzufolgen, dann sagt Jesus: „Wenn mir jemand nachfolgen möchte, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“

Nun, was bedeutet es, sein Kreuz auf sich zu nehmen? Nun, ist es handelt sich wieder um einen dieser erstaunlichen Aspekte, ich weiß, dass ihr schon einige von denen abbekommen habt bisher, aber jemand, der sein Kreuz auf sich nimmt, befindet sich auf einem Todes-Marsch. Ein Kreuz ist eine schreckliche Art zu sterben. Wenn du dein Kreuz tragen musst, stehst du davor, zu sterben und das auf eine sehr üble Weise. Jesus sagte nicht: „Ja, nickt kurz mit dem Kopf, wenn ihr mir nachfolgen wollt und alles ist in Ordnung“ . Sondern er sagte: Verleugnet euch selbst, nehmt euer Kreuz auf euch und folgt mir nach, also dahin, wohin er auch geht. Sein Pfad führte ihm zum Kreuz und für viele Christen war es durch die Jahrhunderte ein Pfad der Leiden und der Schwierigkeiten. Aber seine Verheißung ist die, dass wohin dieser Pfad geht, er immer dort sein wird bei denen, die ihm wirklich nachfolgen.

Warum bin ich ein Christ? Ich kann euch viele Gründe dafür nennen, dass ich glaube, dass die Bibel das Wort Gottes ist, ich kann euch viele Gründe dafür nennen, weshalb ich glaube, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Ich kann all das begründen. Aber grundsätzlich: Warum bin ich ein Christ? Ich denke, ich bin es völlig durch Gottes Gnade. Als sehr junger Mensch stellte ich fest: Wenn Gott gut ist, wenn Gott alle Macht hat und wenn ich Gottes Gebote breche, wenn ich gegen den rebelliere, der mich gemacht hat, dann gibt es Folgen für mein Tun. Ich war ein sehr junges Kind, ich konnte keine komplexe Sprache verwenden, um das zu beschreiben, aber ich erinnere mich bis heute daran, dass ich Dinge getan habe, als der, der ich war, die in Gottes Augen falsch waren. Wir Menschen würden sagen: Das ist doch normal für einen kleinen Jungen! Aber ich wusste in meinem tiefsten Innern, dass ich Dinge tat, von denen ich wusste, dass sie falsch sind. Ich wusste, wenn Gott wirklich gut wäre, müsste er mich bestrafen. Und dieser Gedanke gefiel mir nicht. Und ich bin dankbar, dass ich da bereits die christliche Botschaft gehört hatte und ich habe mit meinen Eltern gesprochen. Ich sagte: „Ich will nicht von Gott bestraft werden! Was soll ich machen?“ Und sie erklärten mir, dass es nur eine Möglichkeit gibt, der Strafe Gottes zu entgehen. Und zwar die, dass Jesus die Strafe an meiner Stelle trägt. Wir glauben an ihn, wir folgen ihm. Als ein Kind sagte ich: „Ja, das will ich auch tun“.

Ihr müsst noch mehr verstehen, wenn ich darauf antworte, warum ich ein Christ bin. Es gibt einen Grund, warum ich nach 4 Jahrzehnten, die ich mit dem Herrn gegangen bin, auch heute noch ein Christ bin. Es hat tatsächlich nichts mit mir zu tun. Was ich damit meine ist: Dieser Glaube, der damals schon im sehr jungen Kindesalter Ausdruck fand, in einer Furcht vor einer gerechten Strafe Gottes und einem Verlangen zu verstehen, wer Jesus war und wie er mich retten könnte, dieser Glaube also hat bis heute angehalten, nicht, wegen irgendetwas besonderem in mir selbst, sondern weil dieser Glaube von Gott stammt. Aufgrund von etwas, das wir Gnade nennen. Gnade ist Gottes Art mit Menschen umzugehen, die nichts von ihm verdienen außer seinen Zorn. Aber stattdessen ist es so, dass aus Gründen, die ihn verherrlichen und ihn allein, ist Gott gnädig Menschen gegenüber, die nichts anderes verdienen als seinen Zorn. Und so lag der Grund dafür, dass an jenem Tag mein Herz überhaupt offen war, um die Gefahr der Situation zu verstehen, in der ich als ein Sünder war und dass ich bis heute es fortgesetzt habe, zu glauben, letztlich nur in Gottes Gnade. Gott hat mich im Glauben gehalten, Gott hat mich als ein Christ festgehalten, er hat das getan, was ich nicht in und aus mir selbst hätte tun können.

Warum bin ich ein Christ? Nun, man kann sagen, dass es einerseits daran lag, dass mir all diese Dinge vor Augen gestellt waren und ich dem zustimmte, dass diese Dinge wahr sind. Aber andererseits kann zu sagen, dass all das nur so war, weil Gott in seiner Gnade sich über mich erbarmt hat. Und so mag ich euch nun eine Frage stellen. Wenn ihr kein Christ seid: Warum seid ihr es nicht? Ihr wisst, dass Gott heilig ist, ihr wisst, dass Gott euer Schöpfer ist. Ihr wisst, dass er da ist. Ihr habt immer gewusst, dass er da ist. Jedes Mal, wenn ihr gesündigt habt, jedes Mal, wenn ihr eure eigenen Wege gegangen seid, gab es dieses Empfinden, dass ihr beobachtet worden seid. Selbst, wenn ihr allein wart, habt ihr diese Schuld empfunden. Ihr wisst, dass Gott da ist. Und ihr wisst, dass ihr keinen Frieden mit ihm habt. Warum seid ihr keine Christen? Habt ihr einen anderen Weg gefunden, auf dem ihr wahren Frieden mit Gott haben könnt? Gibt es wirklich eine sinnvolle Begründung, die ihr gefunden habt dafür, dass ihr durch irgendeine Handlung in einer Religion ihr euch Frieden mit Gott kaufen könntet? Ist es nicht offensichtlich, dass der einzige Weg zu Frieden mit Gott zu finden, ein Weg ist, auf dem Gott selbst den Frieden ermöglicht und das auf eine sehr besondere Art?

Du magst sagen: Was soll ich denn tun? Rufe zu Gott um Erbarmen. Du magst sagen: Das ist alles? Nun, eine Person, die um Erbarmen ruft, ist bereits eine Person, die erkannt und bekannt hat: „Ich brauche Gottes Erbarmen! Ich bin völlig zurecht unter Gottes Zorn. Ich brauche Gnade“. Ich kann euch das sagen: Gott hat niemals jemanden zurückgewiesen, der zu ihm kam im Namen seines Sohnes und nach Erbarmen gesucht hat. Und er wird dich, wenn du so kommst, nicht zurückweisen.

Eine letzte Frage, die ich stellen mag. Wenn das so vielen Menschen schon erzählt worden ist, warum sind dann nicht alle Christen? Nun, manchmal kann man das jemandem erzählen und er schaut dir ehrlich in die Augen und sagt: „Das ist mir egal! Ich liebe meine Sünde, ich liebe mein Leben und ich werde es für nichts aufgeben“ . Welcher bist du? Wenn du es begreifst, wenn du es empfindest, wenn du weißt und erkennst: „Ja, ich habe Gottes Gebot gebrochen, ich weiß, was richtig und falsch ist und ich weiß, dass der einzige Gott, der Sinn ergibt, ein Gott ist, der Sünde strafen muss“. Bringt dich das, dich so zu fühlen, dass du wegrennen möchtest und nichts damit zu tun haben möchtest? Wenn du im Tiefsten danach verlangst, nach Erbarmen zu rufen, dann denke daran: Er wird immer voll Erbarmen sein, denen gegenüber, die nach Erbarmen rufen!

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