Wordproject

Sicher keine völlig neue Idee, aber ein gutes Anliegen ist das sogenannte „Wordproject“. Es geht hier nicht etwa um einen Kursus um Microsofts bekanntes Textverarbeitungsprogramm besser beherrschen zu können, sondern darum, die Bibel innerhalb eines Jahres vollständig durchzulesen mithilfe eines Bibelleseplans und mithilfe anderer, die dasselbe tun. Da das Projekt zu Beginn des nächsten Jahres erst startet, kann ich schwerlich bewerten, wie gut das alles klappen wird und wie gut es funktioniert, aber ich möchte an dieser Stelle schlicht darauf aufmerksam machen:

Einfach mal reinschauen, vielleicht ist das ja was für den einen oder anderen. Warum nicht das Internet gebrauchen, um die Bibel durchzulesen? 😉

http://www.wordproject.net/

Für die in Englisch Geübten: Radio Free Geneva

Eine recht interessante englischsprachige Plattform für reformierte Theologie ist „Radio Free Geneva“, die von Dr. James White gehosted wird, wo er exemplarisch typisch arminianische Auffassungen mit reformierten Auffassungen vergleicht und dabei sehr genau auf die Argumente der Gegenseite eingeht und sie von der Schrift her und meines Erachtens sehr nachvollziehbar beleuchtet.  Radio Free Geneva ist eine Live-Sendung, die live im Internet übertragen wird, die aber nur sehr unregelmäßig gesendet wird. Man kann sie sich aber im Nachhinein als MP3-Datei herunterladen und nochmals anhören. Besonders gelungen finde ich am Format, dass direkt auf die Argumentation der Gegenseite eingegangen wird, indem sie tatsächlich in ( auch längeren ) Ausschnitten immer wieder zu Wort kommen gelassen wird.

Die aktuellste Folge von Radio-Free-Geneva findet sich unter folgendem Link. Freilich komplett in Englisch. Ich fand: Hörenswert – weil ich es selten so klar erklärt fand.

http://aomin.org/aoblog/index.php?itemid=4367

„James White Kommentar: Worked through Pastor Martin Gale’s anti-Calvinism sermon today (see link below) in a special Radio Free Geneva edition of the Dividing Line, looking at common objections and the incoherence of those arguments. A great way to finish off 2010! Thanks to all who have listened to the DL this year, and we look forward to serving our Lord and proclaiming His truth in 2011!“

http://aomin.org/aoblog/index.php?amount=0&blogid=1&query=radio+free+geneva

Ältere Folgen findet man teilweise auf youtube, hochgeladen von Lane Chaplin ( unter anderem über ihn entdeckte ich Paul Washer) :

Adrian Rogers v. James White

Ergun Caner v. James White

Nicht direkt Radio-Free Geneva, aber passend zum Thema ( und recht flott gesprochen ) :

Have you ever read Romans 9?

Oder:

I believe in Limited atonement

Auch interessant:

Dave Hunt, James White – Is Calvinism biblical?

Ich werde immer wieder mal Hinweise / Links zu interessanten und in der Theologie reformierten Inhalten geben, ich weiß, dass das diese Themen mitunter sehr kontrovers diskutiert werden – mir geht es dabei nicht darum, kontrovers zu sein, aber ich glaube, dass die Frage nach Gottes Ratschluss, der Erwählung, dem Wesen der Erlösung sehr wichtig für unser Gottes- und Weltbild als Gläubige ist und, dass wir uns auch mit durchaus auch unter Christen kontrovers diskutierten Themen auseinander zu setzen haben und unser Verständnis erweitern müssen.

Siehe auch:

Gefahren für die Jungen und Reformierten.

Seiner Zeit voraus

An dieser Stelle möchte ich ein Remake eines älteren Videos und Wünsche fürs nächste Jahr weitergeben. Das Video heißt „bewahrt euch in SEINER LIEBE“ und ich denke, das ist wirklich eine grundlegende Sache, mit der ich das Jahr hier im Blog abschließen und das neue auch wieder beginnen möchte. Wenn wir hier fehlgehen, haben wir ein großes Problem und ich möchte einfach die Augen auf die Liebe Gottes richten, die auch bei uns Gläubigen immer wieder die Tendenz hat, aus dem Blick zu geraten.

Bewahrt euch in SEINER Liebe

Und in Vers 6 sagt er: „Suchet den HERRN, solange er zu finden ist, rufet ihn an, während er nahe ist!“ Es ist als ob er die Leute fast schon drängt. Ihr müsst verstehen, dass die Gnade Gottes, wenn sie recht verkündigt wird, fast unglaublich ist. Sie ist unglaublich, denn ihr habt nichts Vergleichbares in eurem Leben je gesehen. Niemals ist eine solche Güte und Freundlichkeit Menschen gegenüber gezeigt worden. Und zu Menschen zu gehen mit dem freien Angebot des Evangeliums, erfordert manchmal fast einen Beweis, dass es eben kein Schwindel ist. Dass es wirklich wahr ist. Meine charismatischen Freunde erzählen mir immer, dass es der größte Akt des Glaubens sei, die Toten aufzuerwecken. Ich sag ihnen. „Natürlich nicht, denn Baptisten-Prediger tun das jeden Sonntagmorgen“. Sie sagen also: „Die größte Glaubenstat, ist die Toten aufzuerwecken“. Nein, das stimmt nicht. Wenn ich eine Ausdrucksweise nehmen darf, die vielleicht nicht völlig ideal ist: Wisst ihr, was mehr Glauben als alles andere auf diesem Erdball benötigt? In den Spiegel von Gottes Wort zu sehen und die eigene Sünde zu sehen. Sich zu sehen, wie man ist. Und dann zu glauben, es zu wagen zu glauben, dass Gott dich so sehr liebt, wie er sagt, dass er es tut.

Eines der größten Probleme in den Leben von den meisten von euch ist das: Ihr gehorcht nicht Judas, wenn er sagt: Bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes. Manche Prediger haben das verdreht und sagen: Nun, du gehorchst lieber mal Gott, du tust dies und das, DANN wird Gott dich lieben. Und das sagt der Text NICHT. Judas wollte etwas anderes sagen. Er sagt: Glaubt, dass Gott euch liebt. Das ist der Schlüssel zu geistlichem Wachstum. Zu glauben, dass er dich liebt. Das schwerste, was du jemals tun musst, ist zu glauben, dass er dich so sehr liebt, wie er sagt, dass er es tut.

Ich habe keine Ahnung von Pflanzen – aber, wenn du mich anrufen würdest und sagen würdest:

„Bruder Paul, kannst du mal nach meiner Pflanze schauen“

„Nun, versuchen kann ich’s, was stimmt nicht damit?“

„Nun, sie ist sehr, sehr krank“.

Ich komme also in dein Haus, habe also keine Ahnung von Pflanzen. Aber du bringst mich zu einer dunklen Kammer, öffnest die Tür und da steht die Pflanze.

Und ich sage: „Nun, ich hab das herausgefunden: Halte deine Pflanze in der Sonne. Behalte sie im Sonnenschein. Lass sie an die frische Luft. Sie wird wachsen und gedeihen“. Gottes Liebe ist so groß darin, wie sie sich im Evangelium Jesu Christi zeigt. Aber in jenem Text muss, er es wieder und wieder sagen und belegen, dass Gott wirklich das tut, was er verheißen hat. Kann das so sein? Können all meine Sünden wirklich vergeben sein? Kann ich wirklich eine Beziehung mit Gott haben? Unbefleckt und voll Herrlichkeit?

Er sagt:

Suchet den HERRN, solange er zu finden ist, rufet ihn an, während er nahe ist! Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken und kehre um zum HERRN, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott; denn er vergibt viel.

Versuch das nicht zu erklären. Es ist ein Geheimnis. Aber ich sag dir das: Du bist hier wegen IHM. Du sagst: „Bruder Paul, ich habe Buße getan“. Ja, das hast du, aber er gab dir die Gnade, das zu tun. „Ich habe geglaubt“. Ja, du hast geglaubt. „Ich habe zu ihm gefunden“. Ja – aber nur weil er zuerst dich gesucht hat. „Ich habe Gott geliebt“. Ja, weil er dich zuerst geliebt hat. Seht ihr das? Nun, bleibt in dieser Liebe! Und lasst euch da von niemandem anlügen. Die Schrift sagt, dass der Teufel ein Lügner und Mörder ist. Lasst uns die beiden Dinge zusammen nehmen. Er tötet auch dadurch, dass er lügt. So hat er unsere Ur-Eltern, Adam und Eva ermordet, er hat sie angelogen und durch Lügen, ermordet er dich. Auf einem Gebiet wird er dich wirklich attackieren. Wenn er dich nicht mit Irrlehre kriegt, z.B. das Leugnen der Lehre der Dreieinigkeit  oder dich dazu bringt, einer Sekte beizutreten, wird er dich dort angreifen:

Er wird sagen: Gott liebt dich nicht. Und er wird es dadurch tun, indem er dir zeigt, wie unwürdig du bist. Das Problem ist: Meistens hat er ja recht. Merkt ihr das nicht? Ringt nicht mit dem Teufel, dass ihr würdiger seid als der Teufel euch das vor Augen malt. Ihr müsst ihm sagen: „Nun, du kennst nicht einmal die Hälfte von meiner Unwürdigkeit. Du denkst, ich bin schlecht? Du weißt nicht alles! Ich bin schlimmer als selbst du es dir vorstellst! Aber dann sag dir: „Es geht nicht um mich, sondern um den, der FÜR MICH starb. Es geht um meinen älteren Bruder. Um den HERRN JESUS CHRISTUS“. Es dreht sich alles um ihn.

Um abzuschließen, lasst uns das ansehen: Liebt Gott seine Kinder? Ja! Liebt Gott alle Menschen? Ja! Wenn du heute gerettet bist, bist du gerettet, weil Gott ein großes Werk in deinem Leben tat? Ja! Ruft Gott alle Menschen, Buße zu tun und zu glauben? Absolut! Gießt er seine Liebe und Barmherzigkeit über alle Menschen aus? Absolut! Gehen manche zur Hölle, weil Gott sie nicht will? Nein, sie gehen wegen ihren eigenen Wegen dort hin. Deswegen kommen sie in die Hölle. Aber du kommst in den Himmel allein wegen der GNADE GOTTES. Leute, ich will, dass ihr seht, dass diese Welt dreckiger und chaotischer Ort ist und gegen euch als Gläubige kämpfen wird. Und ihr müsst euch darin bewahren, zu glauben, dass Gott euch so sehr liebt, wie er sagt, dass er es tut! Und zweitens müssen wir da raus und evangelisieren und das wahre Evangelium den Menschen nahe bringen. Das müssen wir. Schaut es euch an. Die Schlinge zieht sich langsam zu. In nicht vielen Jahren wird es gegen das Gesetz sein, ein Christ zu sein, der die Bibel als sein Lebensfundament ansieht. Wir müssen Zeugnis geben, die Art und Weise ändern, wie wir Dinge betrachten. Das ist ein Kampf ums Überleben. Und wir müssen da raus gehen. Nicht als Heuchler, die ein Ding verkündigen, aber ein anderes ausleben.

Aber wir müssen da raus und die Gnade Gottes verkünden und nicht auf uns zeigen. Wir sind nicht „Superheilige“ , die durch ihren eigenen Verdienst und ihre eigene Tugend von Gott die Erlösung errungen hätten. Wir sind schlicht Bettler, die Brot in Christus gefunden haben und wir wollen das allen anderen erzählen. Verkündet das Evangelium, teilt es anderen mit. Bringt ihnen das Evangelium. Betet, dass Gott Menschen rettet. Betet, dass Gott hierher einen Mann sendet und andere Männer um ihn herum aufstehen lässt, diese Gemeinde zu leiten, ein wahres Evangelium zu predigen. Die Verlorenen zu Evangelisieren! Und seinem Namen Ehre zu bringen.

————-

Abschließend noch Segenswünsche für das kommende Jahr, traditionell bin ich wieder der Zeit voraus. Jedenfalls wünsche ich allen Lesern hier ein gesegnetes nächstes Jahr ( Huch, wie die Zeit vergeht ) , Gottes Segen und Gnade und ein Wachsen und Reifen in Erkenntnis und Glauben.

Liebe Grüße

Simon

Das Bild läuft unter der Kategorie „Kugelschreiber-Kunst“- das ist eine seltene Kunst, die vor allem Schülern und Studenten zugeschrieben wird, deren Schreibdrang im Unterricht nicht gestillt werden kann.

Sufficiency of Scripture ( Predigtreihe )

Ich habe eine sehr interessante und durchdachte Predigtreihe zum Thema „Genügsamkeit der Schrift und was sie bedeutet“ entdeckt. Diese Predigtreihe ist komplett auf Englisch, aber meines Erachtens sehr gut, zumindest finde ich sie sehr hilfreich. Ich habe in verschiedenen Gemeinden die Erfahrung gemacht, dass es sehr selten eine ausgeprägte Lehre über die Bedeutung der Heiligen Schrift gibt und oft schlicht und einfach vorausgesetzt wird, dass die Bibel Gottes Wort ist, nach dem Motto: „Das ist halt so“, ohne näher zu definieren, was das eigentlich tatsächlich bedeutet und was das für den Glauben bedeutet, den wir als Christen haben. Ich denke, was für ein Schriftverständnis wir haben, wird maßgeblich beeinflussen, was für einen Glauben wir haben und mit der Lehre von der Schrift steht und fällt letztlich das Fundament unseres Glaubens.

Nachdem Gott vor Zeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn

( Hebräer 1, 1 )

Wir wüssten nichts von Gottes reden und nichts von Gottes Reden durch seinen Sohn, hätten wir nicht die Schrift, das Wort Gottes.

Die Predigtreihe findet man hier:

The Sufficience of Scripture

( wie gesagt, komplett Englisch – aber meines Erachtens hörenswert, weil sie Dinge erklärt und nicht einfach alles als selbstverständlich und gegeben voraussetzt )

 

Wer ähnlich gute Predigtreihen auf deutsch hat, darf sie gerne im Kommentarbereich posten, würde mich interessieren, wo es da gutes Material zur Lehre von der Schrift gibt, die ich wirklich für essentiell halte.

Warum so hart predigen? ( Paul Washer )

Manchmal frage ich mich: Ist es lieblos, manchmal recht hart klingende Predigten hier hochzuladen und somit meinem Mitmenschen und auch Mitchristen hier um die Ohren zu hauen? Nun, ich denke, es gibt da durchaus eine Balance. Man kann jemandem sicher lieblos die Wahrheit sagen, man kann jemandem stolz und arrogant die Wahrheit sagen. Das ist nicht gut. Gleichzeitig wäre es aber auch lieblos, jemandem die Wahrheit überhaupt nicht zu sagen und nicht nach Wegen zu suchen, jemanden tatsächlich die Wahrheit zu nahezubringen.

Es war schwer das heute zu predigen, denn ich rang wohl mit sechs verschiedenen Punkten, von denen ich dachte, dass sie gut für diese Versammlung wären. Aber ich will mit einen der Dinge schließen, die ich nicht ansprechen konnte.

Ihr hört oft, dass Prediger wie ich es einer bin und Prediger wie Jeff, kleinlich eingestellt und stolz und überkritsch sind. Das mag wahr sein. Ich werde da nicht selbst das Urteil sprechen. Was für einen kleinlichen und überkritischen Geist wir vielleicht haben möchten, dafür mag ich mich entschuldigen. Aber Wahrheit ist Wahrheit. Zuerst einmal: Wahrheit beißt und sie sticht und besitzt eine scharfe Klinge. Das ist so. Zweitens: Was stellt ihr euch vor, wie wir predigen sollen? Wenn euer Kind auf die Schienen vor einen nahenden Zug läuft, Weiterlesen „Warum so hart predigen? ( Paul Washer )“

Gottesbild und Menschenbild – keine Kleinigkeiten

Der folgende Clip geht nur gerade mal ein wenig länger als eine Minute. Es geht um die Frage: Wer ist Gott und wer ist der Mensch? Und was wollte Gott dem Menschen wirklich mitteilen?

Weiterführend:

Warum bin ich ein Christ? ( James White )

Gib dich zufrieden und sei stille ( Paul Gerhardt )

Ursprünglich von hier:

http://sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=13933

Gib dich zufrieden und sei stille

1. Gib dich zufrieden und sei stille in dem Gotte deines Lebens! In ihm ruht aller Freuden Fülle, ohn ihn mühst du dich vergebens. Er ist dein Quell und deine Sonne, scheint täglich hell zu deiner Wonne. Gib dich zufrieden!

2. Er ist voll Lichtes, Trosts und Gnaden, ungefärbten, treuen Herzens; wo er steht, tut dir keinen Schaden / auch die Pein des größten Schmerzens. Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden, ja auch den Tod hat er in Händen. Gib dich zufrieden!

3. Wie dir’s und ändern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen; er sieht und kennet aus der Höhe / der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Tränen und fasst zu Hauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden!

4. Wenn gar kein Einziger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden / und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, auch weiß er Zeit, dir’s abzunehmen. Gib dich zufrieden!

5. Er hört die Seufzer deiner Seelen / und des Herzens stilles Klagen, und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen. Er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zufrieden!

6. Lass dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten einhergingen, dennoch musst du oben liegen. Denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gib dich zufrieden!

7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie du’s halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren. Er hat ein Hand, voll aller Gaben, da See und Land sich muss dran laben. Gib dich zufrieden!

8. Der allen Vöglein in den Wäldern / ihr bescheidnes Körnlein weiset, der Schaf und Rinder in den Feldern / alle Tage tränkt und speiset, der wird viel mehr dich Einzigen füllen / und dein Begehr und Notdurft stillen. Gib dich zufrieden!

9. Sprich nicht: >Ich sehe keine Mittel, wo ich such, ist nichts zum Besten.< Denn das ist Gottes Ehrentitel: helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, tritt er herzu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden!

10. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen; macht dir das Harren angst und bange, glaube mir: es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, fasst man gewisser, und was verzeucht (was sich hinzieht), ist desto süßer. Gib dich zufrieden!

11. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten / deiner Feinde von dir dichten; lass sie nur immer weidlich spotten, Gott wird’s hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, was kann dein Feind, der Mensch, groß machen? Gib dich zufrieden!

12. Hat jeder selbst doch wohl das Seine, wenn er’s sehen könnt und wollte. Wo ist ein Glück so klar und reine, dem nicht etwas fehlen sollte? Wo ist ein Haus, das könnte sagen: >Ich weiß durchaus von keinen PlagenGib dich zufrieden!<

Paul Gerhardt 1607-1676

Joseph, der Massai-Krieger ( gelesen von John Piper )

Eines Tages lief Joseph der Massai-Krieger, der in von seinem Stamm nach Amsterdam gegangen war, die heißen und schmutzigen Straßen Afrikas entlang und traf jemanden, der ihm das Evangelium Jesu Christi weitergab und auf der Stelle nahm er dort Jesus Christus als seinen Herrn an. Die Kraft des Geistes fing an, sein Leben zu transformieren und er war so voll Aufregung und Freude, dass das Erste, was er tun wollte, war, in sein eigenes Dorf zurückzukehren und die frohe Botschaft den Mitgliedern seines eigenen Heimatstammes weiter zu geben .

Joseph ging von Tür zu Tür und erzählte jedem, den er traf, vom Kreuz und der Erlösung, die sich darin darbot und erwartete, dass sich die Gesichter aufhellten so wie sich seines aufgehellt hatte. Aber zu seinem Erstaunen ignorierten die Leute die Botschaft nicht nur, sondern sie wurden sogar gewalttätig. Die Männer überwältigen ihn und drückten ihn zu Boden, während die Frauen ihn mit Stacheldraht schlugen. Er wurde aus dem Dorf gezogen und allein zurückgelassen um im Busch zu sterben.

Joseph schaffte es irgendwie, zu einem Wasserloch zu kriechen und nach Tagen zwischen Bewusstlosigkeit und Wachsein fand er die Kraft aufzustehen und wunderte sich über die feindselige Reaktion, die er bekommen hatte von Menschen, die er sein ganzes Leben gekannt hatte und kam zu dem Schluss, er müsse etwas falsch gesagt haben oder etwas weggelassen haben von der Geschichte von Jesus. Nachdem er die Botschaft, die er beim ersten Mal weitergegeben hatte, nochmal einer Prüfung unterzog, entschied er sich, zurückzugehen und die Botschaft noch einmal weiterzugeben.

Er begab sich also wieder in das Dorf, stellte sich inmitten der ganzen Hütten auf und verkündigte die Botschaft von Jesus: „Er starb für euch, dass ihr Vergebung finden möget und dem lebendigen Gott begegnen möget“. So bat er sie. Wieder wurde er von den Männern des Dorfes gepackt und festgehalten, während die Frauen auf ihn einschlugen und Wunden aufrissen, die gerade angefangen hatten zu heilen.

Einmal mehr zogen sie ihn bewusstlos aus dem Dorf und ließen ihn liegen, damit er sterbe. Die Schläge das erste Mal zu überleben, das war erstaunlich, nach den zweiten Schlägen noch zu leben, war ein Wunder. Tage später wachte Joseph wieder in der Wildnis auf, verwundert und vernarbt und entschlossen, zurück zu gehen. Er kam zurück in das kleine Dorf, wo sie ihn angriffen, bevor er die Chance hatte, seinen Mund zu öffnen. Nachdem sie ihn ein drittes und möglicherweise letztes Mal zusammengeschlagen hatten, sprach er wieder von Jesus dem Herrn. Das letzte, was er sah, bevor er ihn Ohnmacht fiel, war, dass die Frauen, die ihn geschlagen hatten, anfingen zu weinen. Das nächste Mal erwachte er in seinem Bett. Die, die ihn so brutal zugerichtet hatten, versuchten nun, sein Leben zu retten und ihn wieder zur Gesundung zu führen und das ganze Dorf fand zu Christus.

Der, den Jesus liebte – Paul Washer

Der den Jesus liebte

Es gibt keine großen Männer Gottes, es gibt nur schwache und zerbrochene Männer eines großen und barmherzigen Gottes.

Als ich jünger war, dachte ich immer, wenn ich Männer betrachtete, die Gott gebrauchte, dass sie eine gewisse geistliche Stufe erklommen hatten und deswegen, weil sie diese Stufe erklommen hatten, Gott wirklich angefangen hatte, sie zu gebrauchen. Ich weiß, dass Gott mich gebraucht hat, aber ich weiß, dass das alles nur aus Gnade ist.

Ich erinnere mich, wie ich vor ein paar Jahren predigte und es brach eine kleine Erweckung an der Uni aus und Menschen wurden gerettet und andere Menschen waren sehr wütend und warfen Wasserbomben auf mich, wenn ich über den Campus lief. Ich denke, das ist nicht so biblisch wie Steine, aber ich ziehe solche Wasserbomben natürlich den Steinen vor. Und deswegen dachte eine Gruppe von jungen Männern, ich sei der „Apostel“ Paulus. Und sie wollten mit mir nach Peru gehen und da bei mir sein.

Als sie in Lima aus dem Flugzeug stiegen, dachten sie, ich sie der Apostel Paulus, als sie ungefähr einen Monat später wieder ins Flugzeug stiegen, beteten sie für meine Errettung.

Ich will das nicht überziehen und sagen, dass wir nicht nach Heiligkeit streben sollten und Heuchelei ist ein Vergehen, das die Seele verdammen wird. Aber Menschen sind Menschen und das ist alles, was sie je sein werden.

Es gibt einen Meister, es gibt einen Vater und der Rest von uns sind Empfänger der Gnade. Deswegen liebe ich so den Apostel Johannes. Wenn er von sich selbst spricht, sagt er nicht „Der, der Jesus liebte“, denn das wäre ein großes Rühmen seiner selbst. Damit sagt man, dass man all die Gebote erfüllt hat. Er sagt: „Der, den Jesus liebte“. Ich nehme das mit Freude als einen ewigen Titel für mich an und möchte keinen anderen. „Der, den Jesus liebte“. Das ist alles, was wir je sein werden und es ist genug.

Presuppositional Apologetics

http://carm.org/presuppositional-apologetics


Bevor wir weitermachen. Ein Bruder kam mit einer Frage: Weißt du, es gibt einiges an Religionen und Glauben auf dieser Welt und wir sollten die Hoffnung, die in uns ist, darlegen können. Und wenn wir sagen, dass „unser“ Gott Licht ist, dann sagen sie, dass ihr Gott Licht ist. Wenn ihr sagen, dass das Leben in IHM ist, dann sagen sie, dass das Leben ihn ihrem Gott ist. Und wir sind definitiv in einer ziemlich pluralistischen Gesellschaft in einer pluralistischen Zeit. Es ist nicht, wie wenn man des Evangelium in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts predigt in einer Gegend, wo man nichts anderes kannte. Wir können uns da den ganzen Tag die Köpfe einschlagen. Du setzt dich zum Beispiel mit einem Mann und dem Quran hin. Und du sitzt da und argumentierst hin und her, welches Buch jetzt das richtige ist, welches das älteste, welches das was weiß ich und was weißt du ist. Ich denke, was du da wahrscheinlich tust, ist in eine hitzige Debatte vom Zaun zu brechen, indem du viele, einfach schlicht intellektuelle Argumente benutzt. Und wenn du das tust. Mit Illustrationen, Geschichtsfakten und allem möglichen, dann verkündest du eben nicht: So spricht der HERR! Da ist nicht die Kraft, die aus der Schrift kommt.

Was ich denke, dass es sehr sehr hilfreich ist, ist einer Sache zu folgen, die Spurgeon sagte vor vielen, vielen Jahren. Und er sagte ungefähr: Du musst einen Löwen nicht verteidigen, lass den Löwen einfach aus dem Käfig und er wird sich selbst verteidigen. Es ist ebenso mit der Schrift. Ich mag mich gern hinsetzen und jemandem sagen: Erzähle mir das Erste, was du mir über deinen Gott erzählen kannst. Erzähle mir das wichtigste, das was du mir am meisten über deinen Gott erzählen willst.Lass sie mir über ihren Gott erzählen. Und ich sage ihnen, was die Bibel sagt über den Gott Israels! Und dann lass ich sie das nächste erzählen, was sie über ihren Gott erzählen wollen. Und dann erzähle wiederum ich ihnen, was ich ihnen zu sagen habe.Und ziemlich schnell werden wir vor allem eines sehen: Den majestätischen Blick, den die Schrift auf den einzig wahren Gott hat im Gegensatz dazu, was diese Person einem erzählen wird. Und was ihr dabei tut: Ihr streitet nicht darüber, wer den wahren Gott hat, ihr haut euch nicht mit intellektuellen Argumenten darüber, welches Buch das Älteste ist oder am Vertrauens würdigsten ist. Du verkündigst einfach dieser Person, was die Bibel über Gott sagt. Und Gott hat versprochen, diese Proklamation zu segnen. Durch das Wirken seines Geistes.

Seht ihr, was ich sage? Lasst mich euch ein anderes Beispiel geben. Ich kann den ganzen Tag mit einer Person diskutieren, die einfach sagt, dass sie nicht glaubt, dass Jesus Gott ist. Oder: ich glaube, dass Jesus einfach nur ein normaler Prophet ist. Ich kann dann alle möglichen Dinge sagen und argumentieren oder ich kann einfach dieses Buch öffnen und sagen: Nun, o.k., aber würdest du mir erlauben zu sagen, was die Bibel darüber sagt, wer Jesus ist? Und man fängt einfach an, Christus zu verkündigen. Wenn jemand anfängt, über die Bibel zu streiten und sagt: ich glaube nicht, dass sie Gottes Wort ist. Was ist die beste Weise, dem gegenüber zu treten? Natürlich, wenn sie mit einer Behauptung kommen, da seien allerlei mögliche Widersprüche in der Bibel, dann sage ich: O.k., ich würde die gerne kennen lernen, zeig sie mir. Nun, aber wenn sie einfach nur wissen wollen, warum ich glaube, dass die Bibel, das Wort Gottes ist, dann sag ich etwas sehr einfaches. Weil ich sie gelesen habe. Und als ich sie las, sah ich, dass es sich um ein Buch handelt, wie es kein zweites gibt. Die Dinge, die sie sagt, ihre Wahrheiten, was sie über den Menschen sagt, was sie über Kultur sagt, was sie über das Böse sagt, alles in ihr zeugt von ihrer Wahrheit.

Seht ihr, es gibt Männer, die so brillant in einer Diskussion sind, dass sie mit jedem hier diskutieren könnten, der hier heute in diesem Raum sitzt und die würden die Diskussion darüber gewinnen, dass zum Beispiel ein Mann namens Marc nicht existiert. Ich meine, es gibt Männer, die können intellektuell so mit dir ringen, dass sie die Diskussion gewinnen, dass Marc nicht existiert, aber wir entscheiden den Streit für uns, wenn wir Marc einfach ins Zimmer holen. So ist das auch wenn wir diskutieren.

Ich hab Christen gehört, die sich auf eine Diskussion mit Atheisten einlassen und ein Atheist fragt sie das: Wenn ich beweisen kann, dass Gott nicht existiert, wenn ich diese Diskussion gewinnen kann, wirst du dann deinen Glauben an Gott aufgeben? Und ich habe es christliche Apologeten gut meinend antworten hören: Ähh… Ja. Das ist das Absurdeste, was du jemals sagen kannst. Denn was du im Grunde sagst, ist einfach das: Wenn du klüger bist, als ich es bin und du meinen Intellekt schlagen kannst, dann werfe ich meinen Glauben weg. Nun, ich würde so antworten: Wenn du klüger bist als ich es bin und mich in einer Diskussion besiegst, dann werde ich immer noch nicht meinen Glauben an Jesus Christus wegwerfen, denn mein Glaube an Jesus Christus basiert nicht auf meiner Fähigkeit ihn zu verteidigen. Ich kenne IHN. Ich kenne IHN.

Mein erster Pastor, vor Jahren war das, ich weiß nicht, wen er da zitierte, aber ich glaube, er zitierte einen bestimmten Professor, der sagte: Ich kann gegen ein Argument argumentieren. Aber ich kann nicht gegen ein verändertes Leben argumentieren. Ich kann nicht gegen ein verändertes Leben argumentieren. Was ich will, dass ihr tun sollt, ist:

Warum glaubst du, dass Jesus der Sohn Gottes ist? Nun, wenn ihr ein bisschen Zeit habt, dann lasst mich sagen, was die Bibel über ihn sagt. Warum glaubst du, dass die Bibel das Wort Gottes ist? Habt ihr ein wenig Zeit? Lasst uns durch die Bibel gehen und die majestätische Wahrheit sehen, die sie lehrt. Die Dinge, die sie über dich und mich sagt, wo wir zugeben müssen, dass sie wahr sind.

Das nur ein wenig, um euch vielleicht zu helfen.

Die Nacht ist vorgedrungen ( Lied )


Die Nacht ist vorgedrungen

Ursprünglich von http://sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=11736

1. Die Nacht ist vorgedrungen, / der Tag ist nicht mehr fern. So sei nun Lob gesungen, / dem hellen Morgenstern. Auch wer zur Nacht geweinet, / der stimme froh mit ein. Der Morgenstern bescheinet auch deine Angst und Pein.

2. Dem alle Engel dienen, / wird nun ein Kind und Knecht. Gott selber ist erschienen / zur Sühne für sein Recht. Wer schuldig ist auf Erden, / verhüll nicht mehr sein Haupt. Er soll errettet werden, / wenn er dem Kinde glaubt.

3. Die Nacht ist schon im Schwinden, / macht euch zum Stalle auf! Ihr sollt das Heil dort finden, / das aller Zeiten Lauf von Anfang an verkündet, / seit eure Schuld geschah. Nun hat sich euch verbündet, / den Gott selbst ausersah.

4. Noch manche Nacht wird fallen / auf Menschenleid und -schuld. Doch wandert nun mit allen / der Stern der Gotteshuld. Beglänzt von seinem Lichte, / hält euch kein Dunkel mehr. Von Gottes Angesichte / kam euch die Rettung her.

5. Gott will im Dunkel wohnen / und hat es doch erhellt. Als wollte er belohnen, / so richtet er die Welt. Der sich den Erdkreis baute, / der lässt den Sünder nicht. Wer hier dem Sohn vertraute, / kommt dort aus dem Gericht.

Jochen Klepper 1938

Passende Bibelstellen:

Römer 13, 11-12
1. Johannes 2, 8
2. Petrus 1, 19
1. Johannes 4, 9-10
1. Könige 8, 12