Archiv | Januar, 2011

Was bedeutet Erwählung? ( Paul Washer )

30 Jan

Ich hab schon öfter darauf verwiesen, dass ich an den Lehren der Gnade festhalte, habe aber wenig Material verwendet, das explizit reformiert ist. Natürlich gibt es auch innerhalb dem, was sich reformierte Theologie nennt gewisse Nuancen und Unterschiede, aber weil die Lehren der Gnade so eng mit dem Evangelium verknüpft sind, weil die Auffassung davon, was Rechtfertigung und Erlösung sind, so sehr damit zusammenhängen, finde ich es auch wichtig, diese Positionen in zwei sehr kurz gefassten ( vielleicht etwas aus dem Gesamtzusammenhang gerissenen ) Videos einmal kurz darzulegen. Das soll keine erschöpfende Betrachtung sein, nur eine kurz umrissene Darstellung zentraler Punkte. Es soll auf die Frage eingenangen werden: “Ist Erwählung ungerecht?” und “was geschah am Kreuz?”. Einfach nur zur Vorwarnung:

Die Videos steigen sehr schnell in sehr zentrale Punkte ein und geben keinen breiteren Überblick und es werden viele Aspekte nur gestreift. Es ist daher unerlässlich, das Thema in seinem ganzen Spektrum zu betrachten und zu begreifen. Sonst wird man unter Umständen manches gewaltig missverstehen. Weiterlesen

Hinweis

29 Jan

An dieser Stelle noch einmal einen Hinweis auf das Wordprojekt, das inzwischen erfolgreich angelaufen ist. Man kann freilich immer noch einsteigen.

http://wordproject.net/

http://lannopez.wordpress.com/2010/12/31/wordproject/

Ein wenig zum technischen und inhaltlichen Hintergrund dieses Blogs

26 Jan

Ich werde immer einmal wieder gefragt, was für Programme ich verwende um die Videos zu machen und wie ich bestimmte Dinge technisch bewerkstellige usw. . Mag sein, dass ich diesen Artikel mit der Zeit noch erweitere. Aber das wird man sehen.

Ich werde versuchen, all diese Fragen zusammenzustellen und so ein bisschen zeigen, wie man so was macht, rein technisch gesehen. Dann möchte ich aber auch noch was zum Hintergrund so einer Arbeit sagen. Zumindest, wenn man so etwas über einen längeren Zeitraum macht, macht man das ja nicht einfach so, sondern macht sich auch viele Gedanken über die Inhalte, die man auf diese Weise weitergibt.

Aber zuerst einmal zum Technischen. Ich stelle mir selbst Fragen, die ich immer mal wieder gestellt bekomme

1.       Mit welchen Programmen machst du deine Videos? Weiterlesen

HörBibeln

20 Jan

Ich habe gerade das Archiv meiner Blog-Beiträge auf das Stichwort Bibel / Audio-Bibel durchsucht und musste feststellen: Obschon ich der Auffassung war, ich hätte darüber einmal einen Artikel veröffentlicht, scheint dem nicht so zu sein.

Jedenfalls möchte ich an dieser Stelle einfach mal ein paar Audio-Bibel vorstellen, solche, die kostenlos zu finden sind und auch solche, die etwas kosten. Es geht hier aber nicht um die Pros und Contras der Existenz von Audio-Bibeln. Ich möchte hier nur einige vorstellen, die man gebrauchen kann, will man eine Hörbibel benutzen.

Neue evangelistische Übersetzung

Auf sermon-online.de finden sich Teile einer Audio-Bibel zur neuen evangelistischen Übersetzung, welche aber auch auf einer eigens für die Übertragung erstellten Homepage als Audio-Bibel herunterladbar ist: http://www.audiobibelneü.de/. Die Übersetzung als solche zu beurteilen, ist mir nicht möglich. Die Übersetzung stammt von Karl-Heinz Vanheiden. Dieser nimmt zu seiner Intention in einem Vorwort zur Übersetzung Stellung: http://www.kh-vanheiden.de/NeUe/Bibeltexte/NeUe.htm#vorwort. Die Audio-Bibel liegt als solche komplett vor in Altem und Neuem Testament.

Elberfelder NT 1927

Die  Elberfelder-Übersetzung aus dem Jahre 1927 (laut Angaben im Kommentarbereich) findet sich wie die beiden vorher genannten Audio-Bibel ebenfalls auf sermon-online.de. Es gibt Personen, die sind Verfechter dieser Übersetzung, auch gegenüber den neueren Fassungen der Elberfelder. Ich bin es nicht. Vom Klang her ist sie in Ordnung, manchmal empfand ich das zuhören etwas anstrengend, abhängig von der Stimme des Sprechers, die mitunter etwas arg penetrant ( im ursprünglichen Sinne von “durchdringend” )  erscheint, was ich unangenehm fand. Die Bibel ist auf sermon-online.de kostenlos zur Verfügung gestellt.

Elberfelder 2003

In diese Elberfelder 2003 Hörbibel kann man hier hereinhören. Der Sprecher spricht professionell und so, dass man gut zuhören kann, die Elberfelder-Übersetzung ist und bleibt eine von vielen geschätzte Übersetzung. Hervorzuheben ist, dass der Vorlese-Stil recht langsam gehalten ist, was einem hilft, will man wirklich aufmerksam zuhören.

Schlachter 2000

Der CLV bietet die Schlachter 2000-Übersetzung zum Verkauf an. Derzeit kostet sie knapp 120 Euro komplett mit Altem und Neuem Testament. Man kann aber auch nur das alte Testament oder das neue Testament kaufen. Man kann teweilweise auch Bibelbücher einzeln kaufen. Ich besitze das neue Testament. Sprecher ist durchgängig Hanno Herzler. Auf die ganze Bibel gesehen kann das monoton wirken. Dennoch ist die Sprechleistung von Hanno Herzler professionell und gut und es gibt an der Stimme meines Erachtens kaum etwas auszusetzen. Natürlich sind in dieser Hinsicht die Geschmäcker verschieden und man sollte wohl probehören, bevor man sich die gesamte Hörbibel zulegt. Das alte Testament gibt es übrigens auf diesem youtube-Kanal zum anhören.

Luther 1956/1964

Zuerst einmal möchte ich auf die Luther 1956/1964 Audio-Bibel verweisen, die ich meistens verwende, da sie sehr speicherplatzsparend auf dem Memory-Stick meiner PSP ( Ich benutze eine Playstation Portable fürs Bibel und Predigt-Hören unterwegs )  untergebracht werden kann. Diese ist kostenlos auf http://sermon-online.de herunterzuladen und zwar hier im Alten Testament ( 1964 ) und im Neuen Testament ( 1956 ) . Ich persönlich habe diese Bibel schätzen gelernt, weil es sich nicht um einen Sprecher, sondern um mehrere Sprecher handelt und so das ganze nicht zu monoton wird, wenn man es einmal in Angriff nimmt, sich beispielsweise auf regelmäßigen und längeren Bus oder Zugfahrten die Bibel in voller Länge anzuhören. Die Übersetzung an sich ist für mich als Laie immer schwer zu bewerten, zumal sich auch die Experten in mancher Hinsicht uneinig sind, was den Maßstab angeht, den man an eine Bibelübersetzung anlegen sollte. Klar ist, dass diese Übersetzung im Großen und Ganzen deutlich den anderen Luther-Fassungen ähnelt. Die Luther-Übersetzung ist als gute und bewährte Übersetzung bekannt. Sprachlich finde ich sie zuweilen bspw. der Elberfelder-Übersetzung vorzuziehen. Ich kann damit viel anfangen – obwohl der Klang sicher nicht der Aller-Beste ist.

Luther 1984

Die sogenannte große HörBibel nach Luther, die von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegeben wird, hat eine kleine Besonderheit an sich. Es handelt sich bei dieser HörBibel um die Luther 1984 in szenischer Lesung. Sie verzichtet zwar auf Toneffekte, greift aber auch verschiedene Sprecherrollen zurück, wenn Dialoge ins Spiel kommen. Frauen werden dabei selbstverständlich von Frauen gelesen und Männer von Männern. Dazu gibt es jeweils einen Erzähler, der die Non-Dialog-Passagen vorliest. Über den Sinn und Unsinn einer solchen Aufmachung kann man sicher streiten, das soll hier nicht getan werden. Regie führte Philipp Schepmann, der dem einen oder anderen durch die “Chroniken von Narnia”-Hörbücher vielleicht geläufig sein könnte. Auf Amazon finden sich derzeit 12 Mal die 5-Sterne-Wertung, 1 mal die 4-Sterne-Wertung und 1 mal die 1-Stern-Wertung. Die negative Kritik bezeichnet diese Hörbibel als “geistloses Machwerk”, basierend auf seiner Empfindung der Stimmlage der Sprecher. Finde ich etwas kurios. Ich wusste nicht, dass das Vorlesen der Schrift zuweilen  göttlich inspiriert wird. Ich finde diese Hörbibel in Ordnung. Wie gesagt, ob es einem zusagt, wie jemand die Schrift vorliest, ist in gewisser Hinsicht Geschmacksache. Dass die Sprecher keinen besonderen oder keinen christlichen Hintergrund haben, mag sein, das ändert an und für sich nichts am Text, der Wort Gottes bleibt. Niemand wird gezwungen, solch eine Audio-Bibel zu kaufen oder anzuhören, das muss ohnehin jeder mit sich selbst ausmachen. Auf Amazon findet sich die HörBibel mitunter für unter 70 Euro.

http://www.grosse-hoerbibel.de/

Neue Genfer-Übersetzung.

Zur Neuen Genfer-Übersetzung an sich kann ich wenig sagen. Es handelt sich um eine Übersetzung des Neuen Testamentes ( zumindest bisher ist nur das NT übersetzt ) . Sie hat den Anspruch,”verständlich, zuverlässig und relevant” zu sein. Der Anspruch ist, sehr verständlich und sehr akkurat übersetzt zu haben. ( näheres: http://www.ngue.info/uebersetzung/vorgeschichte ) . Das zu bewerten übersteigt meine Kenntnisse, ich habe nicht ausführlich in dieser Übersetzung gelesen, drum verweise ich auf eine Kritik, die auf theyoungreformer.de zu lesen ist: http://www.theyoungreformer.de/2010/03/18/neue-genfer-%C3%BCbersetzung-neues-testament/. Was das Hören angeht: Mir gefällt die Art des Sprechers. Ist angenehm anzuhören und man kann gut folgen.

Buch: Wie erkenne ich den Willen Gottes? ( Schirrmacher )

12 Jan

Etwas, was mir schon länger auf den Fingernägeln brennt, ist das Thema “Wille Gottes und Führung Gottes im alltäglichen Leben erkennen”. Ich empfand da eine sehr große Verwirrung und Not, einfach, weil ich von vielen meiner Mitchristen da mehr oder weniger unterschwellig ein gewisses Verständnis vermittelt bekommen hatte, das mir zu Zeiten mehr oder weniger ziemlich zu schaffen machte. Ich mag versuchen, das in ein paar Sätzen auf den Punkt zu bringen. Ich denke, ein FIKTIVES Beispiel ist dazu gut geeignet:

Stellen wir uns vor, soeben habe ich mein Abitur bestanden und muss mich dann entscheiden, was ich aus meinem Leben machen soll. Ich habe dabei verschiedene Möglichkeiten. Ich könnte studieren. Vielleicht Informatik, vielleicht Biologie, vielleicht etwas im sozialwissenschaftlichen Bereich. Dann könnte ich aber auch eine Ausbildung beginnen. Vielleicht im Kaufmännischen Bereich oder im handwerklichen Bereich. Als dritte Möglichkeit könnte ich mir als junger Christ natürlich noch vorstellen, eine theologische Ausbildung zu durchlaufen, um Gott so besser dienen zu können.

Als junger Christ will man natürlich Gott gehorchen und das tun, was ihm gefällt und was Gottes Weg für einen selbst ist, so wie man das schon oft in Predigten und Zeugnissen gehört hat. Als “weltlicher” Mensch würde man sich einfach für das entscheiden, was einem am besten gefällt, aber als Christ hat man natürlich nicht nur im Hinterkopf die Frage: Was will Gott von mir? Und so überlege ich: Will Gott, dass ich Biologe werde? Will Gott, Weiterlesen

[…] Deswegen lieben wir Jesus […]

11 Jan

Vor einigen Jahren, als ich in der Ukraine war, da hat man mir diese Geschichte erzählt und ich weiß nicht, ob das tatsächlich je so geschehen ist. Die Geschichte dreht sich um einen russischen Herrscher und seinen Knecht. Die beiden waren in einem Hundeschlitten in Sibirien. Und sie beide Flohen vor einem Rudel Wölfe. Wölfe sind nicht so wie Hunde. Der Kopf eines Wolfes kann ganz schön groß sein. Dieses Rudel Wölfe jagte ihnen nach. Ziemlich schnell merkten die beiden, dass sie dieses Rudel Wölfe nicht abschütteln könnten. Sie wussten, sie werden sterben. Und so sprang der Knecht von dem Hundeschlitten und die Wölfe fraßen diesen Knecht. Und so wurde der Herrscher gerettet.

Jemand sagte: „Das ist ein Bild für das Kreuz“.

Ein anderer sagte: „Nein, ist es nicht, wäre es ein Bild für das Kreuz, wäre der Herrscher vom Schlitten gesprungen um den Knecht zu retten“.

Deswegen lieben wir Jesus. Ich mag Religion nicht, ich drehe mich nicht so sehr um Gebote an sich und all solches. Es dreht sich alles um Loyalität einer Person gegenüber, und zwar Jesus Christus gegenüber. Es geht darum, dem gegenüber loyal zu sein, der dich geschaffen hat und der für dich starb.

( Paul Washer )

Charo Washers Zeugnis

7 Jan

Ich möchte dieses Zeugnis nicht einfach so unkommentiert stehen lassen. Es geht, wieder einmal, auch um das Thema “Heilsgewissheit”. Ich hatte das schon mehrfach erwähnt, ich schiebe das Zitat von Charles Leiter wieder voraus, weil ich denke, dass so ein Zeugnis missverstanden werden kann.

„Manchmal haben Kinder Angst, dass sie in die Hölle kommen. Und die Eltern sagen ihnen: Bitte Gott darum, dass er dir ein neues Herz gibt. Das ist nicht das Evangelium. Das bringt sie dazu, in sich selbst zu schauen. Was ist das Evangelium? Du sagst zu deinem Kind: Mein Sohn, da gibt es einen Retter, der gestorben ist und sein Blut ist so mächtig, dass es die schlimmsten Sünden derer wegwaschen kann, die auf ihn vertrauen! Was muss ich tun, um gerettet zu werden? Glaube an den Herrn Jesus Christus und du sollst gerettet werden!“

Ich halte das Zeugnis aber für sehr wertvoll in der Hinsicht, dass es zeigt, dass man selbst, wenn man in christlichen Kreisen unterwegs ist, nicht unbedingt erkannt hat, dass man Sünder ist und durch diese Sünde von Gott getrennt ist. Das Zeugnis hatte ich schon einmal hochgeladen, hab die Übersetzung noch einmal vollständig überarbeitet und den Ton ( MP3 ) neu bebildert und untertitelt.

EDIT:

Sah diese Aussage auf der illbehonest-facebook-Seite:

” The greatest evidence that I am saved is not that I am looking for evidences but it is that I am gazing upon the beauty of the Lord and held captive by His amazing love towards me a wicked, vile, corrupt, sinner who is now adopted as a Child of God!”

“Der größte Beleg dafür, dass ich gerettet bin, ist nicht, dass ich nach Belegen für meine Errettung suche, sondern, dass ich auf die Schönheit des Herrn starre und von seiner wunderbaren Liebe mir gegenüber gefangen gehalten werde, als einem sündigen, scheusslichen, verderbten Sünder, der jetzt als ein Kind Gottes angenommen worden ist.”

Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, welcher uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung,  auf daß, wie geschrieben steht: «Wer sich rühmt, der rühme sich im Herrn!» ( 1. Korinther 1, 30-31 )

Ansage von Paul Washer:

[…] Bevor ich jetzt predige, wird meine Frau jetzt hier hochkommen und ein besonderes Zeugnis geben aus ihrem Leben, das in die Richtung der Dinge geht, die wir hier schon erzählt haben. Charo, kannst hochkommen – und ihren Name spricht man [Tschado] aus und obwohl es C-H-A-R-O geschrieben wird, ist es besser, das “R”, wie ein totes “D” auszusprechen. Charo.

Zeugnis von Charo Washer ( Ehefrau von Paul Washer )

Wenn ihr denkt, mein Name sei ein bisschen schwer, dann solltet ihr meinen richtigen Namen hören, der ist noch ein wenig schwerer auszusprechen. Ich bin froh hier zu sein und ich bin froh, euch davon erzählen zu dürfen, was der Herr in meinem Leben getan hat. Das ist mir immer ein Vorrecht, das zu tun. Ich bin die älteste von 4 Töchtern, ich komme ursprünglich aus Lima in Peru in Südamerika und ich wurde in einem sehr strengen Elternhaus großgezogen, es waren nicht die Art von Eltern, die dich gefragt hätten, ob du Hühnchen oder Rind essen möchtest. Weiterlesen

Jesus will die Rose

4 Jan

Manchmal ist es wichtig, genau hinzuschauen, was wir anderen Menschen vermitteln, was wir weitergeben. Es ist nicht immer selbstverständlich, dass man wirklich das Evangelium predigt. Man kann zu verschiedenen Seiten abweichen. Einmal sicherlich gibt es diese Vorstellung vom lieben Gott, der keinen Zorn kennt, nur Liebe, und der gleichsam über alle Menschen all seine Liebe ausschüttet und niemals je die Welt richten wird. Diese Vorstellung vom lieben Gott hat nichts mit dem Evangelium zu tun. Aber es gibt auch auf der anderen Seite das Extrem, in einen gewissen frommen Moralismus zu verfallen, der sich nur noch darum dreht, bestimmte Gebote zu halten, ein Moralismus der immer nur einen zornigen Gott vor Augen hat, keinen Gott, der Liebe, ein Moralismus der zwar Gehorsam kennt, aber keine Gnade. Wo der Mensch im Mittelpunkt steht, der den Auftrag hat, das Verhältnis zwischen Gott und Menschen durch seine Buße, seinen Gehorsam und seinen frommen Fleiß wieder instand zu setzen und Frieden zwischen Gott und Menschen zu schaffen oder zu erhalten. Ein wenig um diese Thematik dreht sich dieses Video:

[…]

Es brauchte nicht lang bis meine Leidenschaft für das Evangelium und dafür, dass verlorene Männer und Frauen gerettet werden,  anfing mit der Kirche zu kollidieren. Ich kann euch dazu dutzende Geschichten erzählen, aber ich erzähle vielleicht von einer Sache, die wirklich das Fass zum Überlaufen gebracht hatte, wo ich für mich damals die Entscheidung fällte, wenn ich evangelisiere, dann tue ich das nicht als Kirchenmitglied, denn in sehr vielen Fällen stellte sich die Kirche als ein Feind der Bekehrung heraus und nicht als Freund davon. Ich gebe euch also ein Beispiel. Dieser Gesinnungsumschwung geschah auch, da Gott mich schon immer in dieser Hinsicht zurechtgewiesen hatte.

Und zwar war es so, dass ich als Studienanfänger in meinem Studium einer 26-jährigen alleinerziehenden Mutter begegnete, die dort auch das Studieren anfing, um einen Abschluss zu machen, was ihr bisher nicht geglückt gewesen war. Sie war niemals in der Kirche gewesen, hatte kaum was über Jesus gehört und so hatten wir diesen lang anhaltenden Dialog über die Gnade und Barmherzigkeit Christi im Kreuz und so haben ich und andere teilweise das Babysitten ihrer Tochter übernommen, tatsächlich war sie zu der Zeit auch in einer außerehelichen Beziehung mit einem verheirateten Mann und nun, wir redeten also über diese Dinge und die Weisheit darin und so gestaltete sich diese Beziehung zu ihr. Wir versuchten ihr zu dienen und ihr geistliche Dinge zu erklären. Ein Freund von mir war Musiker in einer Kirche in dieser Gegend und so luden wir sie ein und sagten: „Ein guter Freund von mir spielt in dieser Kirche, wir würden dich einladen, ihn zu hören und das mal  mitzubekommen“. Sie stimmte zu, sie dachte, es sei ein Konzert und nun, wir ließen sie ein wenig im Dunkeln was das genau war.

Jedenfalls kam sie mit mir mit und sie hörte meinen Freund spielen, er hat auch wirklich gut gespielt. Jedenfalls kam dann der Prediger auf die Kanzel und sagte: „Heute möchte ich zu euch über Sex sprechen“ und ich dachte: „hmmm…lieber nicht… Das könnte schwierig sein“.

Er nahm eine rote Rose, roch an ihr und zeigte wie schön sie war und warf die Rose in die Menge, damit jeder einmal dran riechen könnte, es waren so um die Tausend Leute im Saal. Er sagte: „Riecht dran, berührt sie und schaut sie einfach genau an“. Und dann fing er an, und bis heute denke ich, eine der schlimmsten und erschreckendsten  Darstellungen dessen zu geben, die ich je darüber  gehört habe, was Sex ist und was nicht. Es ging sehr in Richtung Panikmache, wenn nicht noch schlimmer – nach dem Motto:  „Willst du etwa Syphilis und Herpes oder sonst irgend eine Geschlechtskrankheit einfangen?“ .

Und während ich neben dieser Frau saß, dachte ich nur: „Was machst du da?“ . Und wo er so langsam zum Abschluss kommt, sagt er: „Wo ist meine Rose? Wo ist sie? Wer hat sie gerade?“  und irgend so ein Kind bringt ihm diese abgeknickte, abgebrochene und ziemlich zerstörte Rose und während er sie hochhebt, kommt er gleichsam zum Höhepunkt seiner Predigt. Das war quasi sein Kernpunkt. Während er diese Rose hochhielt, sagte er: „Nun, wer würde so eine Rose haben wollen? Wer würde so eine verbrauchte Rose haben wollen?“

Ich erinnere mich wie ich einen berechtigten Zorn und eine berechtigte Wut empfand und ich dachte einfach nur: „JESUS WILL DIE ROSE!“  Das ist der Kern des Evangeliums, dass Jesus die Rose haben will! Dass Gott den, der keine Sünde kannte, zur Sünde machte an unserer statt, damit wir die Gerechtigkeit Gottes werden würden in Christus! Während wir noch Sünder waren, starb Christus für uns! Ich dachte: „Du lehrst doch nicht einmal die Grundlagen unseres Glaubens!“

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