Psalm 23 + Unwise Sheep

Psalm 23

Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern.

Er erquickt meine Seele, er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Todestal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, die trösten mich!

Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.

Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Paul Washer erwähnte einmal einen Bruder, der es sich zur Lebensaufgabe gesetzt hatte, den Psalm 23 Wort für Wort auszulegen.

[...]

Wisst ihr, manchmal versuchen wir, so viele Dinge in der Schrift zu begreifen, wir streben danach, so viele Dinge zu verstehen und doch entgehen uns die kleinen, wichtigsten Dinge und verursachen uns Ruin. Ich weiß von einem Mann, der sich für sein Leben festgesetzt hatte, von einer Passage verzehrt zu werden. Er entschied sich, eine einzige Passage der Bibel zu nehmen. Obwohl er nicht die anderen Teile der Bibel vernachlässigen wollte, nahm er einen bestimmten Text und sich gleichzeitig vor, sein ganzes Leben danach zu streben, diesen Text tiefer kennen und verstehen zu lernen. Er wählte Psalm 23. Man mag sagen: „Wie lange kann man sich denn so lange an einem einzigen Kapitel aufhalten?“

Nun: „Der Herr ist mein Hirte.“ David begann mit „der“. Das ist ein bestimmter Artikel. Er spricht nicht von „einem“ Herrn, sondern „dem“ Herrn. Dieses eine Wort, bestehend aus drei Buchstaben, spricht Bände, weil es seine Stellung zur ganzen Schöpfung darlegt und besonders mir gegenüber.

Wir streben nach so vielen Dingen und es ist wichtig, viele Dinge zu wissen. Manchmal ist es jedoch gut, zu manchen der grundlegendsten Dingen zurück zu kehren

[...]

Paul Washer

Es ist vor allem heutzutage sehr leicht, sich in einem Wust von Informationen zu verlieren, das WWW machts möglich und ich bin sprichtwörtlich der Letzte, der sagt, wir sollten diese Informationen, die wir bekommen können, nicht so gut wie möglich nutzen. Gleichzeitig stellt sich auch immer wieder die Frage, was wirklich wichtig ist und was zu vernachlässigen ist. Wir brauchen nicht alles wissen, aber es gibt Dinge, die wir uns immer wieder vor Augen stellen sollten. Wenn ich den Psalm 23 lese, springt mir immer wieder der Satz ins Auge:

Er erquickt meine Seele, er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen

(Psalm 23, 3)

Unser Glaube ist nicht fundamental irgend ein totes Anhäufen von Wissen in unserem Kopf, sondern ein solcher, in dem unsere Seele vom Hirten erquickt wird. Fakten und Wissen sind wichtig und fundamental und ohne sie wäre dieser Glaube tatsächlich nur religiöses Hirngespinnst und nichts wert, aber dieses Wissen an sich ist nicht das Ziel, sondern weist auf den Gott hin, an den wir glauben. Und dieser Gott, dieser Hirte, ist der, der seine Schafe auf rechter Straße führt. Das Schaf braucht Führung. Das Schaf, auf sich allein gestellt, irrt leicht von der rechten Straße ab. Das Schaf braucht seinen Hirten. Es ist nicht das Schaf, das sich selbst führt. Es ist nicht das mündige, Alles verstehende, Alles selbst meisternde Schaf, das weiß, wo es langgeht, sondern es ist der Hirte, der weiß, wo es langgeht. Und dieser Hirte führt seine Schafe nicht einfach so durch die Gegend und lässt sie geschwind mal in eine Schlucht stürzen, sondern er führt sie auf rechter Straße.

Uns ist auch gesagt, warum er das tut. Der Text sagt: “Um seines Namens Willen”. Das meint: Der Hirte führt seine Schafe nicht auf rechter Straße, weil seine Schafe so klug, folgsam und allseits mitdenkend und immer aufmerksam sind, sondern, um seiner selbst Willen. Weil er der gute Hirte ist, führt er seine Schafe auf guten Wegen. Und ich denke, das ist sehr zentral, wenn wir zu Gott kommen. Wir als Christen haben nicht zu Gott gefunden, weil wir so rechtschaffen und weise und klug waren. Nein, die Schrift sagt:

Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn.

(Jesaja 53, 6)

Jesaja 53 beschreibt den leidenden Knecht Gottes, der die Schuld der Schafe trägt, die aufgrund ihrer eigenen Sünde und Schuld in die Irre gegangen waren. Dieser leidende Knecht ist der gute Hirte. Jesus Christus spricht von sich selbst als dem guten Hirten. Er sagt:

Ich bin der gute Hirt; der gute Hirt läßt sein Leben für die Schafe.

[...]

Ich bin der gute Hirt und kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, gleichwie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.

(Johannes 10, 11+14+15)

Ich denke: Jesus gebraucht sehr bewusst das Bild vom guten Hirten. Dieses Bild wird oft gebraucht. Immer wieder ist die Rede von hilflosen Schafen, die einen Hirten benötigen, einen Hirten, der sein Leben gibt für seine Schafe. Ein Hirte, der selbst hilflos davonspringt, bringt den Schafen wenig. Durch seinen Tod hat Jesus seine hilflosen Schafe bewahrt und gerettet, er ist tatsächlich für sie gestorben. Das ist nichts Selbstverständliches . Und nur, weil man sich als Christ mit der Zeit an diesen Gedanken gewöhnen mag, wird es dadurch nichts Gewöhnliches oder Banales, nach dem Motto: “Das weiß ja jedes Kind”.

Wie gesagt, es gibt sehr viele verschiedene Themen und Thematiken, mit denen man sich rumschlagen kann, diese Thematik muss aber immer im Zentrum bleiben, weil sie wirklich genau dort hin gehört und niemals zu vernachlässigen ist, weil sich hierauf unser Glaube und unser Heil gründet.

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Über unwise Sheep

"Die Zeit benötigt eines, damit sie Sinn hat: Ewigkeit!" (unbekannt )
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