Zeugnis eines Mannes, der an Krebs stirbt

30 Jun

Ich möchte die beiden Video-Clips nicht groß kommentieren. Sie sprechen für sich selbst. Unter den Videos wie immer der übersetzte Text. Ursprünglich fanden sich die Videos hier:

The Story of Zac Smith” , “Tears of Hope

Zacs Zeugnis:

Hallo, mein Name ist Zac Smith und ich bin 33 Jahre alt. Ich bin mit meiner wunderbaren Frau Mandy seit 11 Jahren verheiratet. Wir haben 3 Kinder. Lizzie. Jake und Luke. Ich möchte euch meine Geschichte erzählen. Ich begegnete Jesus als ich 5 Jahre alt war. Ich wuchs auf als Sohn von Missionaren in Ecuador, wo wir um die 15 Jahre lang lebten. Später besuchte ich in Arizona das College und traf dort meine Frau. Die darauffolgenden Jahren reisten wir herum, während ich im IT-Bereich arbeitete. Wir dienten ehrenamtlich in unserer Ortsgemeinde und ich studierte Theologie. Ich dachte oft daran, vollzeitlich in den christlichen Dienst einzusteigen, aber es bot sich keine passende Möglichkeit. Jemand erzählte mir eines Tages von einem Job in der New Spring Church, wo man Hilfe im IT-Bereich benötigte. Diese Gelegenheit war perfekt – ein IT-Job in einer tollen Kirche! Ich nahm den Job und fing im Oktober 2008 dort zu arbeiten an. Einige Monate lief mein Leben richtig toll und wir waren als Familie sehr glücklich.

Dann im Mai 2009, als ich 32 Jahre alt war, wurde bei mir Darmkrebs in einem fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Ich wurde sofort operiert um mir einen Teil des Dickdarms und einen Zitronen-großen Tumor zu entfernen. Man sagte mir, der Krebs habe auf meine Milz und meine Leber gestreut. So stand eine Chemo-Therapie an.

Das alles war ein ziemlicher Schock für mich. Ich war immer sehr gesund gewesen und das irritierte mich sehr. Warum hatte ich Krebs? Hatte ich etwas falsch gemacht, und mir deshalb den Krebs zugezogen? War der Krebs das Ergebnis vieler Jahre meines sündigen Lebensstils in meiner Vergangenheit? Ich arbeitete in einer Kirche und diente Gott. Wo war ich fehl gegangen?

Aber dankbarerweise verwandelte sich meine Verwirrung in Hoffnung. Ich wusste, dass Gott einen Plan für mein Leben hatte. Ich verstand nicht, warum ich Krebs hatte, aber ich wusste, dass Gott die Situation kontrollierte. Drei Monate lang unterzog ich mich einer schrecklichen Chemo-Therapie. Danach wurde ich untersucht und die Ergebnisse dieser Untersuchung waren erfreulich. Man fand keinen Krebs mehr in meinem Körper. Wir feierten Gottes Heilung und Gottes Treue. Die nächsten paar Wochen meines Lebens waren mit die besten Wochen meines Lebens, wo ich feiern durfte, dass ich keinen Krebs hatte.

Jedoch zeigte eine weitere Untersuchung einen Monat später, dass der Krebs wieder ausgebrochen war. Diesmal in meiner Bauchhöhle. Ich war völlig am Boden. Warum war der Krebs wieder da? Alles schien endlich wieder Sinn zu ergeben und nun das: Das Wieder-Ausbrechen des Krebses führte zu noch größerer Verwirrung als zuvor. Ich nahm die Chemo-Therapie wieder auf und lies mich weiter untersuchen. Der Krebs breitet sich jetzt aus und es scheint noch schlimmer zu werden. Unglücklicherweise schlägt die Chemo-Therapie nicht mehr an und eine OP ist keine Option wegen dem schlechten Zustand meiner Leber. Aus medizinischer Sicht gibt es keine Hoffnung mehr für mich. Wahrscheinlich werde ich das Jahr 2011 nicht mehr erleben.

Die Bibel sagt in Matthäus 7,11, dass Gott  denen gute Gaben gibt, die ihn darum bitten. Gott kann mir keine schlechte Gabe geben. Aus dieser Sicht kann ich sagen, dass der Krebs das Beste ist, was mir jemals geschehen ist. Ich bin ein besserer Ehemann und Vater, ein besserer Chef und Angestellter, ein besserer Freund und ein besser Nachfolger Jesu. Durch den Krebs hat Gott mir einige erstaunliche Dinge von sich selbst gezeigt. Das sind tatsächlich wunderbare Gaben Gottes.

Ich habe immer noch Fragen bzgl. meines Krebsleidens. Wieso verschwand es kurz und brach dann wieder aus? Ich verstehe es nicht, aber Gott hat die Kontrolle. Ich bete, dass Gott mich heilt. Das ist mein Verlangen. Ich wünsche mir, meine Tochter eines Tages vor den Altar zu führen. Ich wünsche mir meine Söhne Jake und Luke Männer werden zu sehen. Ich will alt werden mit Mandy und ich will mit meinen Freunden Zeit verbringen, die ich bei der Arbeit in der Kirche gefunden habe. Aber ich werde vielleicht schon bald nicht mehr arbeiten können. Ich habe vielleicht gerade mein letztes Weihnachten mit meiner Familie verbracht.

Ich weiß: Wenn Gott entscheidet mich zu heilen, dann ist Gott tatsächlich Gott und ist gut. Wenn er entscheidet, mich nicht zu heilen und es mir gibt, zu sterben, dann bleibt Gott dennoch Gott und bleibt dennoch gut. Gott sei die Ehre.

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“Tränen der Hoffnung”. Dieser Video-Clip entstand einige Zeit nach dem Tod von Zac Smith und lässt seine Frau Mandy zu Wort kommen, die über Trauer, aber auch über die Hoffnung spricht, die sie finden konnte:

Am Tag, an dem Zac starb, erlebte ich einen großen und plötzlichen Sturm, so einen, der ohne Vorwarnung über einen herein bricht, schnell über einen kommt und sofort wieder verschwindet. Wie ich meiner großen Liebe „Good Bye“ sagte, kamen die Wolken und der Donner grollte. 1 Jahr und 8 Tage, nachdem der Krebs festgestellt wurde, ging Zac in die Ewigkeit.

Seitdem ich ein kleines Mädchen war, hatte ich Gott gebeten, mir den perfekten Ehemann zu schenken. Zac und ich begegneten uns im Herbst 1994 und nachdem wir vier Jahre miteinander ausgegangen waren, heirateten wir. Unsere Freude wurde noch größer, als unser einziges Mädchen Lizzie Darlene geboren wurde. 19 Monate später segnete uns Gott mit unserem ersten Jungen, den wir Jake nannten. Jedoch war unsere Familie da noch nicht vollzählig. Das Sahnehäubchen für unsere Familie gab Luke. Wir waren eine sehr zufriedene und glückliche, fünfköpfige Familie. Als Zac starb, war ich wie erschlagen. In einem Moment hatte ich meinen Ehemann, meinen liebsten Freund und einen unglaublichen Vater verloren. Meine Welt war für immer verändert. Meine Identität in den letzten 17 Jahren war sehr  eng mit Zac verknüpft. Er war mein Ein und Alles.

Obwohl er über ein Jahr lang mit dem Krebs um sein Leben rang, schien sein Tod so unerwartet. Und nun blieben ich und meine Kinder zurück und lernten, was Trauer bedeutet. Wir verbrachten die nächsten Monate damit, herauszufinden, wie das Leben ohne Zac ausschauen könnte. Sein Fehlen war überwältigend. Ich machte einmal viel zu viel zum Abendessen, vergessen habend, dass er nicht mehr bei uns war um mit uns zusammen zu essen. Die eine Seite des Bettes war nicht mehr in Gebrauch und es gab niemanden mehr, der darin nachts lag. Sein Sessel blieb leer und der Krach, den er machte, wenn er mit den Kindern spielte, war nicht mehr zu hören. Trauer ist so schwer. Niemand kann dir sagen, wie du dich fühlen wirst und wann sie dich einholen wird.  Aber Gott ist so groß und so treu. Er hat unserer Familie Hoffnung gegeben. Hoffnung für heute, wenn wir trauern und Hoffnung für jeden Tag, der noch folgen wird. Gott hat meiner Familie Hoffnung gegeben durch verschiedene Umstände, durch Gaben  und seine Güte und durch die Verheißungen in seinem Wort. Zac und seine Jungs waren immer so große Fans von den Denver Broncos gewesen. Im Oktober hatten wir die Gelegenheit nach Denver in Colerado zu fliegen  und zwei der Spieler der Mannschaft zu treffen. Da wurde für meine beiden Jungs ein Traum war. Im November darauf durften wir über die „Family First Organisation“ nach Tampa Bay fliegen um den „All Pro Dad“-Award überreicht zu bekommen. Es war so schön, meine Kinder zu beobachten, wie sie sahen, wie ihrem Vater so applaudiert wurde. Es war so ein Segen zu sehen, wie die Zacs Geschichte und Leiden anderen zum Segen wurde.

Aber selbst nach diesen außergewöhnlichen Ereignissen zeigte Gott seine Liebe durch die Hilfe von unseren Verwandten und Freunden. Und am aller wichtigsten: Zuletzt zeigt Gott uns seine Liebe in seinen Verheißungen in seinem Wort. Jeremiah 21, 11 sagt uns

„Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Leides, euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“ (Jeremia 29,11)

Ich erinnere meine Kinder sehr oft daran. Gott ist kein Gott des Chaos, er wirft nicht einfach was in unser Leben und läuft dann davon. Er hat einen Plan für uns. Wir mögen diesen Plan nicht immer verstehen, aber wir wissen, dass er gut ist.

Es gibt manche Tage, die sehr schwer sind und ja, es gibt schwierige Zeiten. Aber Gott erinnert uns an seine Güte durch die Verheißungen in seinem Wort. Gott gibt Menschen auf verschiedenen Wegen Hoffnung. Ihr mögt nicht dieselben Erfahrungen machen wie ich. Aber kann euch sagen: Wenn ihr wirklich nach ihm sucht und ihm nachjagt, wird er sich euch zu erkennen geben. Als Zacs Seele die Erde verließ und dahin ging, wohin er gehörte, schaute ich aus dem Fenster und wie sich der Sturm am Himmel zurückzog, kam die Sonne durch die Wolken durch. Das verstand ich, dass Zac geheilt war, dass er keine Schmerzen mehr hatte. In diesem Moment gab mir Gott Hoffnung. Gott wusste, dass ich eine Witwe werden würde und als 32jährige Mutter 3 Kinder zu versorgen haben würde. Warum erlaubte er, dass das geschah? Ich habe hier keine letzten Antworten. Aber ich weiß, dass ich Gott preisen werde. Denn trotz Krebs, Tod und Trauer ist Gott immer noch Gott und immer noch gut. Gott sei die Ehre.

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