Örtliche Gemeinde (Don Johnson)

Vor Jahren hochgeladen, rufe ich noch einmal dieses Video hier ins Gedächtnis. Es geht hier drum, dass es unheimlich wichtig ist, Gemeinschaft in einer örtlichen Versammlung mit anderen Gläubigen zu pflegen. Das Video ist sehr klar. Ich habe lange überlegt, ob es nicht etwas an der Grenze ist, aber eigentlich hat er schon recht. Sicher mag es mal sein, dass ein Gläubiger eine Zeit lang sogar isoliert sein kann, aber – wenn er “echt” ist, dann wird er sich danach sehnen, mit denen zusammen zu sein, du zum selben Herrn gehören. Ich weiß, dass es manchmal in mancher Region sehr schwer ist, eine Gemeinde zu finden, die am Wort Gottes festhält, aber ich denke, der Herr hat immer Wege, seine Kinder zusammen zu führen und er möchte das auch. Wenn wir also darum bitten, eine Gemeinde zu finden, die am Wort festhält, dann wird er auch Wege finden, uns dort hin zu bringen.

Es gibt viele Schriftstellen gibt es, die dazu etwas sagen.

“wie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat” ( Epheser 5, 25 )

Christus starb für die Gemeinde.

“Der Herr aber tat täglich hinzu, die gerettet werden sollten.” ( Apostelgeschichte 2, 47)

Und wenn wir über Kirche oder Gemeinde sprechen, dann reden wir davon im Sinne einer Versammlung, dem herausgerufenen Leib von Gläubigen.

Die Gemeinde nimmt letztlich auf dieser Erde immer die Form einer örtlichen Versammlung von Gläubigen an, die in Einheit und Gemeinschaft beisammen sind und unter der Lehre des Wortes Gottes sitzen und, die sich den Verordnungen Jesu unterordnen wie der z.B. Taufe und des Mahl des Herrns, so wie der Herr das festgelegt hat.

Das ist lebenswichtig. Wirklich, du kannst nicht ein Einsiedlerdasein fristen als jemand, der sich abseits von anderen Gläubigen bekehrt und nicht zu einer örtlichen Gemeinde gehört. Ich kann nicht wissen, ob ich ein echter Christ bin, es sei denn, dass ich zu einer örtlichen Versammlung gehöre. Du kannst es nicht wissen, du kannst wenig richtige Gewissheit haben, dass du ein echter Christ bist, indem du nur Bücher liest und dir wo Predigten anhörst, du da aber irgendwo isoliert und allein rumläufst und sagst: “Oh, wir lieben Gott”

Wenn wir aber im Lichte wandeln, wie er im Lichte ist, so haben wir Gemeinschaft MITEINANDER, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. ( 1. Johannes 1, 7 )

Wir wissen, daß wir aus dem Tode zum Leben gelangt sind; denn wir lieben die Brüder. ( 1. Johannes 3, 14 )

Wir müssen Brüder um uns haben, um Nachweis zu haben, dass wir Christen sind. Und wir brauchen die Brüder um zeigen zu können, dass wir die Brüder wirklich lieben.

Das ist so ein wichtiger Punkt im 1.Johannes-Brief:
Wie können wir sagen, dass wir Gott lieben, ohne in Liebe und Einheit und Gemeinschaft mit unseren Brüdern und Schwestern in Christus zu leben in einer örtlichen Versammlung?

Nun, soll das heißen, dass immer alles harmonisch sein wird? Nein, es wird Auseinandersetzungen geben, manchmal Trennungen, Missverständnisse und Meinungsverschiedenheiten geben. Aber diese Dinge müssen in Gnade durchlebt werden, ihr müsst durch diese schwierigen Situationen hindurch und lernen, euch einander unterzuordnen, lernen, dass wir alle aus der Welt heraus gerufen worden sind und in einer Versammlung auf der Erde zusammengebracht worden sind. Es ist eine einzigartige Organisation, eine einzigartige Struktur, ein von Gott gesetztes Werk. Es ist der Wille für all seine Kinder, dass sie eine örtliche Versammlung besuchen, sich selbst Leitern unterordnen und Rechenschaft ablegen, dort zu sein, wo man ermahnt und korrigiert werden kann und um unter dem Wort Gottes zu sitzen und es zu hören. Wir brauchen das im Zusammenhang mit unserer Rettung. Wenn wir das gemeinsame Versammeln aufgeben, dann fehlt uns Unterweisung, sind wir letztlich nimmer unter brüderlicher Leitung, wir haben keine Gemeinschaft und Nachfolge mehr miteinander und halten uns nicht an die von Gott gesetzten Ordnungen. Du kannst das Mahl des Herrn nicht alleine nehmen. Du kannst dich nicht selbst taufen. Du wirst von jemand anderem getauft. Du nimmst das Abendmahl mit anderen zusammen. Es ist ein Mahl und es ist für die Familie.

Es gibt leider viele fehlgeführte, fehlgeleitete Seelen, die nichts mit irgend einer örtlichen Versammlung zu tun haben wollen. Sie liegen da ziemlich im Irrtum. Und ich mag sicher nicht so weit gehen und sagen, dass die alle keine Christen sind, aber ich sage das: Sie müssen sich ja letztlich auch verantworten. Wenn sie nicht bereit sind, hier in einer Gemeinde Rechenschaft abzulegen, müssen sie doch eines Tages dem Herrn eines Tages Rechenschaft ablegen. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich gerne eines Tages vor dem Herrn Jesus Christus stehen würde und er sagt: “Warum wolltest du nicht ein Teil meiner Gemeinde sein?”

Nun, selbst, wenn in einer Gegend nicht die Möglichkeit besteht, eine insgesamt von allem her, gesunde nach biblischen Prinzipien ausgerichtete Gemeinde zu besuchen, sollte man danach schauen, doch irgendwo versuchen, Gemeinschaft zu haben. Nun, es gibt sicher gewisse grundlegende Dinge, die, wenn sie von einer örtlichen Gemeinde nicht gelehrt würden, einen Grund darstellen, diese Versammlung in keinem Fall zu besuchen. z.B. wenn “Erlösung wirklich durch Gnade” oder die Gottheit Jesu Christi oder die Unfehlbarkeit des Wortes Gottes geleugnet werden. Das sind solche grundlegenden Dinge, die man als Christ nicht in Frage stellen kann. Aber es gibt eine Menge von Dingen, die eher peripher sind, wo man eben auch zurückstehen könnte, damit man eben doch eine Versammlung hat, die man besuchen kann. Ich hatte mal einen Bekannten, der mal ein Traktat schrieb: “Komm in die Versammlung der Gläubigen oder fahr in die Hölle” – das war sehr aufschlussreich, ein kleines Stück Literatur.

Wie soll man sagen? Die Schrift sagt: “Der Herr tat zur Gemeinde hinzu, die die gerettet werden sollten”. Warum sollte der Herr dich an einem Ort wollen, wo keine Versammlung ist? Wenn du wo wohnst, wo du keinen Ort hast, anzubeten und dich mit den Geschwistern zu versammeln, dann suche doch lieber einen Ort, wo du eine Gemeinde finden kannst. Schau doch nicht zuerst nach einem Job und dann nach einer Gemeinde, sondern finde doch erst eine Gemeinde und schau dann nach einem Job.

Mehr:

http://unwisesheep.org/2010/03/19/ich-wunschte-wir-hatten-solches-predigen-in-unserer-gemeinde/

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"Die Zeit benötigt eines, damit sie Sinn hat: Ewigkeit!" (unbekannt )
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2 Antworten zu Örtliche Gemeinde (Don Johnson)

  1. Geier schreibt:

    Ich bin da aus leidvoller Erfahrung etwas vorsichtiger geworden. Viele der Versammlungen, die sich als »Ortsgemeinden« bezeichnen, sind in Wahrheit gar nicht örtlich — also regional — verfaßt, sondern denominationell, das heißt, sie hängen an irgendeinem kirchlichen oder freikirchlichen Bund dran. Dann befinden sie sich aber in Rebellion gegen Gottes Anweisungen.
    Vor zehn Jahren habe ich auch gesagt: Um der Gemeinschaft willen muß man über vieles hinwegsehen. Heute sehe ich das nicht mehr so locker.

  2. Michael Richter schreibt:

    Ich gebe “Geier” insofern recht, als dass ich selbst schlechte Erfahrungen mit einer geBUNDenden Gemeinde gemacht habe. Dies aber nicht, weil sie den Weisungen eines Bundes folgte, sondern weil sie eben nicht einmal dies tat (was zumindest teilweise ein Schritt in die richtige Richtung gewesen wäre). Das Wort Gottes wurde verleugnet, weich gespült und gekürzt, dass ich schließlich keine andere Wahl mehr hatte, als zu gehen.
    Sicher können sich Gemeinden zusammenschließen, um gemeinsame Verwaltungsangelegenheiten oder Aktionen zu teilen, um vielleicht eine größere Aufmerksamkeit zu bekommen. Wo immer das Wort Gottes verkündet wird, soll dies mit ALLEN Mitteln geschehen. Wo aber ein Bund seine Gliedkirchen derart vernachlässigt, dass jede Gemeinde predigen darf, was immer sie will, ist auch der beste Bund unnütz und macht sich ökumenisch bunt (was natürlich auch Ziel sein kann). Wo ein Bund seinen Gliedgemeinden sogar vorschreibt, was am Sonntag zu predigen ist, verfehlt ebenfalls den Sinn und Geist des Wortes Gottes.
    Also bin ich jetzt in einer bundlosen Gemeinde, die wohl zu vielen anderen Gemeinden Kontakte hat, sich hier aber nicht einer größeren Gemeinschaft unterordnen muss.
    Lehre muss immer vor Ort stattfinden, von Pastoren/Predigeren/Lehrern, die immer vor Ort sind und möglichst auch von der Gemeinde finanziert werden. Ebenso sollte die Gemeinde die Ausbildung jener finanzieren, die auf diese ‘Ämter’ nachrücken können, damit die gesunde Lehre erhalten bleibt und die eingesetzten Hirten ihrer Aufgabe auch wortgetreu nachkommen können.
    Sicher gibt es keine perfekte Gemeinde, aber zu aller erst ist jeder dazu aufgerufen, sich in die Gemeinde einzubringen und dort Veränderung zu bewirken, wo die Gefahr des Abirrens am Größten ist. Wer meckert und nix tut, macht sich selbst schuldig. Wer etwas (das Richtige!) tut und scheitert, hat sich zumindest seine Krone im Himmel verdient.

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