Erwählung in Römer 9

Dieses Video-Projekt habe ich sehr lange vorbereitet. Das Thema ist ein durchaus umstrittenes Thema. Viele Äußerungen wurden dazu bereits gemacht und auch ich habe keinen Hehl daraus gemacht, dass ich theologisch gesehen ins reformierte Lage neige. Und dennoch habe ich gar nicht mal so viel Material hochgeladen, das sich ausgiebig mit der Frage der Erwählung beschäftigt. Jetzt liegt ein 45-minütiger, übersetzter Beitrag von James White vor, den ich hier auch als .pdf verlinke:

http://lannopez.files.wordpress.com/2012/09/jw_roemer9.pdf

Alternativ auf youtube: http://www.youtube.com/watch?v=DwkJ42oWn_4

Die (jahre-)lange Vorbereitung bis ich mich auf eine Übersetzung  einer Auslegung zu Römer 9 entschlossen habe, auch um unnötigen Diskussionen aufgrund von Missverständnissen vorzubeugen, bestand unter anderem aus folgenden verlinkten Videos:

und den vielen Beiträgen, die man unter “reformierte Ecke” findet:

http://unwisesheep.org/reformierte-ecke/

Über unwise Sheep

"Die Zeit benötigt eines, damit sie Sinn hat: Ewigkeit!" (unbekannt )
Dieser Beitrag wurde unter Mixed abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Erwählung in Römer 9

  1. Philipp schreibt:

    Entschuldigung, irgendetwas scheint hier verkehrt zu laufen, ich habe schon 2x einen Kommentar geschrieben, den es aber nie angezeigt hat – hier ein letzter Versuch von einem anderen Laptop aus:
    Ich habe eine Frage: Geht James White in V22 von einer doppelten oder einfachen Prädestination aus? Also wurden sie VORHER zum Verderben bereitet oder erst jetzt im Leben (z.B. durch Sünde). Dazu hat er nämlich nichts gesagt – weißt du da seine Meinung?

    Vielen Dank, Philipp

    • unwise Sheep schreibt:

      Hallo Philipp. Ja, gestern gab es Probleme mit deinen Kommentaren. Da kamen nur zwei Links in den Kommentaren an, von denen wenigstens einer zum berüchtigten Bundes-Trojaner führte. Hab die dann schnell gelöscht. Siehe:

      Zu deiner Frage:

      https://aomin.org/aoblog/index.php?itemid=1587

      White weist dort auf einen Brief hin, den er so auch stehen lässt und selbiges auch lehrt (müsste ich aber jetzt heraussuchen, was zu mühsam wird. Hab allein eine 12 Teile umfassende Reihe mit dem Titel „common objections to reformed theology“ in meinem Predigten-Archiv – dort würde man sicher fündig – bei Interesse an den Predigten, gerne bei mir melden)

      Ich habe folgende passage kurz übersetzt:

      Wir halten dafür, dass Paulus lehrt, dass Gott ewig und bedingungslos erwählt, das meint, absolut nicht auf Grundlage eines tatsächlichen oder vorhergesehenen Verdienstes eines Individuums, sondern allein aus seinem eigenen Gefallen heraus, wo er seinem Willen nach manche erwählt und manche übergeht. Dass Gott überhaupt jemanden zur Erlösung erwählt, ist reine Gnade. Die Kehrseite der Münze ist, dass andere nicht erwählt sind und daher garantiert ist, dass sie als Nicht-Erwählten verdammt werden. Also durch einen Akt der ewigen und bedingungslosen Erwählung, prädestiniert Gott beide, sowohl die Erwählten zur Erlösung, indem er tatkräftig ihre Erlösung in der Sühnung für ihre Sünden sichert, als auch die Nicht-Erwählten zur Verdammnis, indem er sie in der Erwählung übergeht (ohne an ihnen zu handeln) und für sie keine Erlösung erwirkt. Das ist die Lehre der doppelten Prädestination. Die, die sagen, die doppelte Prädestination erwähle manche zur Verdammnis, die stellen diese Position grundlegend falsch dar. Niemand wird zur Verdammnis erwählt. Sie sind vorherbestimmt zur Verdammnis, dadurch, dass sie nicht zur Erlösung erwählt sind, und das ist nicht ungerecht.

      (Thus we would hold Paul teaches that God elects eternally and unconditionally, that is, based on absolutely no merit actual or forseen in an individual but purely out of his own good pleasure where he arbitrarily chooses some and passes over others. That God chooses any for salvation is pure grace. The flip side of this act of choosing is not choosing others thereby guaranteeing that those unchosen will be damned. Thus by the one act of eternal and unconditional election, God predestines both the elect to salvation by positively securing their salvation in the atonement and the non-elect to damnation by negatively passing over them in election (reprobation) and not providing salvation for them. This is double-predestination. Those who say that double-predestination elects some to damnation seriously misrepresent the position. No one is elected to damnation; they are predestined to damnation by not being elected to salvation, and justly so).

      Wer will, kann sich zum Thema auch noch in vier Teilen die freundschaftliche Debatte zwischen James White und Michael Brown anhören, wo hier manches noch einmal kontrovers, aber in gegenseitiger Freundschaft erörtert wird (alles Englisch)

  2. Philipp schreibt:

    Ok vielen Dank dir – ja Entschuldigung für komischen Links, weiß auch nicht wie das passieren konnte, aber ich bin gerade in Thailand in meinem Bibelschulpraktikum und habe dort einen Laptop ausgeliehen. Ich habe den Verdacht, dass hier mehr Trojaner etc. herumgehen als bei uns daheim…

  3. Jonathan schreibt:

    Interessante Gedanken und ich mag die Beiträgen vom White gerne, weil er immer sehr viele Informationen mit gibt. Um wirklich eine qualifizierte Aussage machen zu können habe ich über das Thema zu wenig Ahnung, habe mich da auch noch nicht wirklich mit befasst.
    Was ich aber etwa schade fand war, dass James White meinte nicht Calvinisten können das Kapitel nicht in Einklang bringen, darum müssen sie falsch liegen. Genauso könnte man jedoch zu Ihm auch sagen, er hat das Kapitel nicht in Einklang mit dem Rest der Bibel gebracht. Auf Texte wie Johannes 3,16 ist er nicht eingegangen, und auf die Geschichte von Israel hätte er auch eingehen können: Gott hat sich ein Volk erwählt, welches Ihn aber schlussendlich verworfen hatte.

  4. unwise Sheep schreibt:

    Hallo Jonathan

    Dass er in diesem kurzen Vortrag nicht auf Johannes 3, 16 eingeht, liegt daran, dass das nicht das Ziel dieses Vortrags war.

    Auf dieses Kapitel geht er z.B. in seinem Buch “The Potters Freedom” (http://www.amazon.de/Potters-Freedom-Reformation-Rebuttal-ebook/dp/B008517ZBI/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1348324740&sr=8-1) ein oder auch in verschiedenen Vorträgen.

    Wer möchte, kann gern die 12-teilige Reihe “Common Objections to reformed faith” von mir haben. Aus dieser Serie stammt z.B. dieser Vortrag zu Johannes 3,16:

    Zum Volk Israel und dem Wesen seiner Erwählung hat White aber in dem Vortrag einiges gesagt.

    Nicht aber, als ob das Wort Gottes nun hinfällig wäre! Denn nicht alle, die von Israel abstammen, sind Israel;
    ( Römer 9, 6)

    – Kann man ja oben alles noch einmal nachlesen. Ich kann aus Zeitgründen und auch aus Prioritätsgründen das nicht alles übersetzen, zudem gibt es ja auch deutsche Literatur ;)

    Siehe auch:

    http://unwisesheep.org/reformierte-ecke/

    Also es gibt genug Möglichkeit, das zu vertiefen. Ich habe hier nicht die Kapazität, dies umfassend zu tun und es gibt viele andere Aspekte der Schrift, die ich genauso betonen möchte. Nebenbei und zum Schluss noch: eine ähnliche Auslegung wie die zu Römer 9 von White findet man hier. Bei dieser geht es um Johannes 6:

    http://unwisesheep.org/2011/12/27/jesus-erloser-der-tatsachlich-und-vollkommen-rettet/

    Gottes Segen wünscht Simon

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s