Ich habe versucht, gerettet zu werden, aber es hat nicht funktioniert

“Ich habe versucht, gerettet zu werden,
aber es hat nicht funktioniert”

Predigt gehalten von Tim Conway

Ihr könnt zu 2. Korinther 4 Vers 4 gehen. Ich werde es jetzt nicht selbst vorlesen, denn es ist nicht der Text, von dem aus ich predigen möchte. Aber es wird so was wie ein Sprungbrett sein. Hört zu. Ich habe am Freitag einen Anruf erhalten, der absolut pathetisch war. Ich meine damit, dass es herzzerreißend war. Eine junge Dame rief an und sagte: “Ich will gerettet werden” – Sie  hat richtiggehend geschluchzt. 20 Minuten lang. Sie hat die ganze Zeit durch geweint. Manchmal konnte ich nicht einmal ihre Worte verstehen. Sie hat so heftig geschluchzt. Wirklich so sehr, dass es für mich herzzerreißend war. Und hier ist das, was ich davon mitbekommen habe, von all dem, was sie mir erzählte:

“Ich will gerettet werden, aber ich denke, ich habe nicht genug Verlangen danach, gerettet zu werden” – In ihren stammelnden Worten, in ihrem Schluchzen konnte ich heraushören: ”Pastor, was soll ich denn tun. Soll ich Gott um mehr Verlangen bitten?” „Ich habe versucht, gerettet zu werden, aber es hat nicht funktioniert“ weiterlesen

Der Weinstock und die Reben


An dieser Stelle möchte ich mich auch noch dafür bedanken, dass mir jemand diesen Text übersetzt hat, was sehr hilfreich war.

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In Hosea 14,8 – hört Euch diesen Vers an: (LUT1984) „Ephraim, was sollen dir weiter die Götzen? ‚Ich‘ will dich  erhören und führen, ‚ich‘ will sein wie eine grünende Tanne; von ‚mir‘ erhältst du deine Früchte.“

Das ist was Gott zu Ephraim sagt und es ist sehr wichtig, denn das Wort „Ephraim“, der Name bedeutet Fruchtbarkeit. Er nannte ihn Fruchtbarkeit, aber das Problem war, dieser  Stamm begann zu denken, er sei die Quelle seiner eigenen  Fruchtbarkeit.

Und Gott sagte, „Nein. Ich bin die Quelle all deiner Fruchtbarkeit.“

Eine andere Sache, die dieser Text uns lehrt ist das: Wir müssen dem Stolz widerstehen, der durch Fruchtbarkeit aufkommen kann.

Wißt ihr, mancher Fortschritt im christlichen Leben kann auch gefährlich sein. Deswegen läßt Gott uns manchmal nicht den ganzen Forschritt erleben, den wir erhofft haben, denn das würde sich wenden und als Stolz gegen uns arbeiten, weil wir zu unreif sind, um wirklich gebraucht zu werden, solch eine Frucht zu tragen. „Der Weinstock und die Reben“ weiterlesen

Zehn Schekel und ein Hemd

An dieser Stelle mal zu einem Geschoss von Predigt. Diese ist schon vor längerer Zeit galten worden, der Prediger Paris Reidhead ist inzwischen längst verstorben ( 1919-1992 ), aber er hat damals Dinge auf den Punkt gebracht, die heute noch viel mehr gelten. Die Predigt benötigt ein wenig, bis sie sich entfaltet. Meine Empfehlung ist, sich die Predigt am Stück anzusehen / anzuhören. Ebenso wie ich auch jedem empfehle, die Bibel ( gegebenenfalls auch sehr langsam ) im Fluss zu lesen, damit man die Gedankengänge eines Textes besser nachvollziehen kann.

Den Text , den ich nicht selbst übersetzt habe und fürs Video nur minimal verändert habe, findet man unter folgendem Link: http://www.parisreidheadbibleteachingministries.org/pdf/tenshekels_de.pdf

Die Botschaft ist dabei ziemlich schwer zu verdauen und dennoch, gerade die schweren Brocken, die sich mit eigentlich einfachen, aber doch in der Umsetzungen sehr schweren Dingen befassen, haben sich doch immer wieder als sehr hilfreich für das Wachstum im Glauben erwiesen. Für die MP3 wird man im Übrigen hier fündig:

http://www.sermonaudio.com/sermoninfo.asp?SID=710081423448

EDIT:

Eine kleine „Korrektur“ bzw. ein Verweis auf ein anderes Video, um die andere Seite zu betonen, die hierzu auch sehr wichtig ist:

https://lannopez.wordpress.com/2009/04/05/ohne-seine-gnade-besteht-keine-hoffnung/

Genährt mit gesunder grundlegender Lehre

„In den ganzen Jahren meines Dienstes habe ich so viele Kerle gesehen, die in Nebenflüssen untergehen. Sie sind mitten im Strom, folgen der Mitte des Stromes der überlieferten Glaubenslehren und dann packt sie was und dann verirren sie sich im Nebenfluss. „

Und noch ein letztes „korrigierendes“ Video. Bei aller Korrektur möchte ich auch, dass man diese nicht falsch versteht. In diesem Video geht es nicht darum, bzgl. Theologie bzw. Lehre über alle Unterschiede schlicht hinwegzusehen – das wäre nicht weise, ganz und gar nicht weise, aber man sollte sich davor hüten, sich sinnlos in irgend ein Thema zu verrennen, während man wichtige andere Dinge vom Tisch fallen lässt. Es geht um eine Ausgeglichenheit in der Lehre und um die Betonung der grundlegenden, gesunden Lehre und dass man sich davor hütet, sich in Nebensächlichkeiten zu verlieren.

1.Timotheus 4,6 :

„Wenn du dies den Brüdern vor Augen stellst, wirst du ein guter Diener Jesu Christi sein, der sich nährt mit den Worten des Glaubens und der guten Lehre, der du nachgefolgt bist.“

Genährt mit gesunder grundlegender Lehre

Wisst ihr, die meisten von uns essen, weil unser Magen rumort. Ich bin hungrig, mir ist schwindlig. Ich habe gestern nicht gegessen und jedenfalls war ich sehr eingebunden und bekam nichts zu essen und dann kamen noch meine Kinder ins Spiel und ich wollt nur weg und was essen. Etwas sagte mir: Du musst essen.

Nun, Gott wird in euch einen Hunger schaffen und es wird nicht so sein, wie ihr denkt. Es wird nicht so sein, dass er mit seiner Gegenwart hereinrollt, um in eurer Gebetszeit den Hunger in euch schaffen. Er wird es sein, der euch in Situationen führt, die euch völlig verzweifeln lassen. Wenn dann Gott sich nicht für euch eingreift, dann seid ihr tot. Er wird euch in angstvolle Umstände bringen, in unklare Situationen, wo ihr ihn brauchen werdet.

Paulus sagt: „nährt euch“. Ich möchte, dass ihr denkt, wenn ihr euch hinsetzt und eure Bibel studiert, dass ihr dahockt und eine große Mahlzeit habt. Das ist die Art und Weise, wie wir uns dem Wort Gottes nahen sollen. Paulus sagt: „der sich nährt mit den Worten des Glaubens und der guten Lehre“. Nun, ich möchte hier jetzt nicht groß differenzieren. Das Wort bedeutet wörtlich „gute Lehre“. Einfach gutes, zuverlässiges Material. Habt aber acht vor überzogenen Lehren.

Habt acht vor absolut verblüffenden, erstaunlichen Lehren, die gefüllt sind mit neuem Zeug, worüber niemand je vorher gedacht hat. Bleibt bei der gesunden Lehre.

Wisst ihr, manchmal reise ich und manchmal unter recht schwierigen Umständen. Aber manchmal ist es echt „erstklassig“, denn du reist und die Leute dort wollen mit dir zum Essen ausgehen. Am Morgen hast du kontinentales Frühstück, was wirklich gut ist. Also, wenn ich beispielsweise in Peru bin, ist das natürlich nicht so. Dann zum Mittagessen werden diese Leute mit dir ein schönes Lokal besuchen. Und vielleicht ebenso zum Abendessen nach dem Gottesdienst. Es ist einfach erstaunlich: Nach einer Weil,  egal wie fein das Restaurant ist, in das sie dich führen,  fühlst du dich innerlich ganz schmierig und schrecklich. Und du kommst heim und deine Frau macht dir nichts extravagantes, sondern einfach nur ein  einfaches, gutes Essen. Und du kannst einfach einen Unterschied feststellen. Ich meine, du kannst klar den Unterschied erkennen.

Ich esse einfach schlicht gutes Essen, nichts extravagantes. Das ist einer der Gründe, warum Theologen an einen echten Dienst gebunden werden sollten mit echten Menschen im Zusammenhang mit einer Ortsgemeinde. Denn wenn Professoren sich selbst überlassen werden, allein in der akademischen Welt. Ich denke , es ist eine der gefährlichsten Sachen, die du einem Mann Gottes antun kannst, dass du ihn in eine akademische Umgebung stellst, ohne einen echten Dienst. Denn er wird anfangen nach neuen und überzogenen Lehren Ausschau zu halten über die nie jemand vorher nachgedacht hat.

Mein Freund, es ist sehr gefährlich, was unsere theologischen Ausbildungsstätten oft tun. Ein junger Mann besucht eine Bibelschule und er hat glatte „Einsen“. Und dann besucht er ein theologisches Seminar. Man hat ihm gesagt “du gehörst in ein theologisches Seminar!”. Und dort schließt er wieder sehr gut ab“. Und sie sagen ihm “du musst ins PGD-Programm” (Professional Graduate Diploma). Und schon schließt er das das PGD-Programm als Klassen-Bester ab. Und sobald er das beendet hat, wartet eine Anstellung im Seminar auf ihn. Nun, so kommt es, dass man einen Professor für Gemeindegründung im Seminar hat, der nie eine Gemeinde gegründet hat. Ihr würdet nicht glauben, wie viele Leute von dieser Sorte es dort gibt. Seht ihr, ich denke, so fügt man diesem jungen Kerl Schaden zu. Ihr jungen Leute, hört mir zu.

Ihr wisst nicht, wie viele Male allein in diesem Jahr ich Gemeinden besucht habe und helfen musste, die Gemeinde wieder ins Lot zu bringen, nur wegen Typen wie euch. Ich musste mehrfach über Johannes 3, 16 predigen, weil junge Kerle, die Köpfe gefüllt mit  Lehren der souveränen Gnade, reingekommen waren und die Gemeinde daran zweifeln ließen, ob dieser Vers überhaupt in der Bibel existiert. Die Liebe Gottes für die Welt. Sie leugneten diese Lehre. Sie betonten bestimmte Dinge so sehr, dass sie die gleichen Fehler begingen, die sie bei den “Arminianern” beklagten. Und so ist es gut, einfach für eine Weile bei den einfachen Dingen zu bleiben. Die Dinge,über die du letztlich herausfindest, dass sie  in Wirklichkeit die Dinge sind, an denen du mehr festhalten wirst als an allem anderen.

Es war Jono Sims dieses Wochenende oder letztes Wochenende und es war unglaublich, er redete darüber, einfach in der Mitte des Stroms zu bleiben. Ich sagte: „Wie hast du das gemeint, Jono?“

Er sagte: „In den ganzen Jahren meines Dienstes habe ich so viele Kerle gesehen, die in Nebenflüssen untergehen. Sie sind mitten im Strom, folgen der Mitte des Stromes der überlieferten Glaubenslehren und dann packt sie was und dann verirren sie sich im Nebenfluss.

Z.B. wenn sie in der Mitte des Stromes gewesen sind, dann ist hier die charismatischen Bewegung. Und anstatt zu merken, dass der Geist Gottes eine bedeutende Stellung im christlichen Glauben einnimmt und dass wir mit dem Geist gefüllt sein müssen und wir im Geist wandeln sollen und unserem Gaben im Geist ausüben sollen und all diese Dinge… Also anstatt das einfach zu erkennen und sich auf Christus zu konzentrieren, folgen sie dem Nebenfluss, wo alles der Heilige Geist ist. Am Ende sind sie in Wasser, dass sich nicht bewegt, sie landen in einem Sumpf, sie sitzen in der Patsche. Und dann gibt es die, die sich nur um die souveräne Gnade drehen. Und sie folgen diesem Nebenfluss der souveränen Gnade bis sie im Sumpf, im Schlamm landen und dort stecken bleiben. Puritanisch hier, puritanisch da, Evangelisation hier, Evangelisation da. Und schließlich folgen sie den Nebenflüssen, anstatt im Hauptfluss des christlichen Glaubens zu bleiben.

Merkt euch meine Worte. Ich bin kein Prophet, noch der Sohn eines Propheten und ich bekam darüber keine Vision. Aber es reicht schon,  wenn man sich die Geschichte der Christenheit anschaut: Es wird eine Zeit kommen, junge Männer, wenn dies der Test für euch sein wird. Ihr werdet mit jedem Gemeinschaft haben, der sterben wird bevor er leugnet, dass Jesus der einzige Weg ist. Und sie werden eure Brüder sein, für die ihr sterben werdet. Ihr werdet sie nicht fragen, ob sie Calvinisten oder Arminianer sind. Ob sie diese Sicht über Eschatologie haben oder eine andere Sicht. Oder ob sie Charismatisch oder dies oder das sind. Aber wenn ihr seht, dass sie nicht verleugnen werden, dass nur Jesus der Retter der Welt ist, dann werdet ihr sie lieben. Wir werden an diesen Tag kommen. Wir werden es. Da wird es keine Frage darüber geben, ob jemand wiedergeboren ist, denn es werden die Wiedergeborenen sein, die sagen werden: Jesus ist der einzige Weg. Und es werden viele, viele sein, die weiterhin behaupten, Christen zu sein. Die sich in Gemeinden und Kirchen versammeln werden und dies sagen werden: “Ich glaube von ganzem Herzen an Jesus”. Dann wird sie jemand fragen: „Ist er der einzige Weg zu Gott?“ Sie werden das nicht leugnen, aber sie werden sagen: „Wer bin ich, dass ich richten könnte?“ Und dieser kleine Umstand wird sie vor Verfolgung bewahren.

Dann werden da vielleicht irgendwelche Gläubige von den Charismatikern  aufstehen und sagen: „Wir glauben von ganzem Herzen an Jesus und wir glauben, er ist der einzige Weg und niemand kommt zum Vater, außer durch ihn.“ Und sie werden verfolgt werden und sie werden eure engsten Brüder werden. Merkt euch meine Worte. Nun, ich sage nicht, dass die Lehre nicht wichtig sei. Ihr wisst, wie ich über Lehre denke. Aber lasst uns einfach bei der gesunden, guten Lehre bleiben. Seid sehr vorsichtig, nicht solchen Nebenflüssen zu folgen. Schaut… Lasst mich euch einfach etwas sagen. Wann immer jemand zu euch kommt und sagt: „Die Hauptsache des Christentums ist dies…“ oder: „Das wichtigste an Gott ist das…“ – Seid vorsichtig! Gott ist zu groß für euch, als dass ihr das Wichtigste an ihm finden und sagen könntet: Das ist, worum es geht. Nun lasst mich euch dies sagen und ich will es sehr vorsichtig ausdrücken: Ich glaube, dass Dr. Piper einfach ein Geschenk Gottes ist. Nun, und ich glaube, dass er recht hat mit seinen Aussagen. Aber – nicht zu ihm, sondern zu euch würde ich das sagen: Auch wenn ihr sagt, alles dreht sich um die Herrlichkeit Gottes, seid vorsichtig. Warum? Gott ist zu groß für euch, um sagen zu können, alles dreht sich um DIESE Sache. Du kannst ihn nicht so genau eingrenzen. Ihr könnt es nicht einfach auf eine Sache konzentrieren. Er ist einfach zu groß. Er ist einfach zu groß. Im Leben als Christ geht es nicht bloß um dies, es geht nicht bloß um das. Es ist einfach zu gewaltig, um es auf eine simple Phrase zu reduzieren. Ihr könnt das nicht tun!

Lerne in Weisheit zu wandeln

„Wenn dein Eifer dich von Vorbereitung wegträgt, dann wirst du niemals bestehen.

Ich hab so viele Freunde, die, so denke ich, viel begabter als ich waren, aber sie wollten einfach nur rennen. Sie wollten, im Spiel mitspielen, aber sie wollten niemals dafür trainieren. Ich kenne einen lieben Bruder aus Peru, dessen Dienst aus genau diesem Grund ruiniert wurde. Obschon ich ihn sehr oft gewarnt hatte. Bruder, du willst dich nicht demütigen, dich vorzubereiten. Du willst einfach nur da raus und rennen. Ohne vorher angemessen sich vorbereitet zu haben. Er hörte nie auf mich[…]“

Wieder ein kleines Korrektur-Video. Es geht um Balance und Gleichgewicht und um Beständigkeit und Ausharren. Ich möchte, dass uns klar ist, dass vieles nicht plötzlich geht. Dass wir Zeit benötigen um uns auf bestimmte Dinge vorzubereiten, dass wir nicht plötzlich drauf los rennen können, ohne gefestigt und gestärkt und vorbereitet zu sein. Aber der Ausschnitt spricht für sich selber. Vielleicht eine kleine Korrektur: Wenn Paul Washer von „Seminary“ spricht, meint das natürlich eigentlich nicht „Bibelschule“, sondern eher „Theologie-Seminar“ – zumindest, was Paul Washer da durchlaufen hat, war deutlich stärker als Bibelschule und deutlich eher akademischer Natur ( wobei sein Theologie-Seminar ziemlich liberal war. An einer Stelle meint er. Der Grund wohl, weshalb er nicht in Richtung liberale Theologie in dieser Zeit ging, war der, dass er nebenbei noch Straßen-Prediger war und sich das dann wohl ziemlich gebissen hätte )  .

Wach auf, der du schläfst. Ich sag das nicht, weil es so früh am morgen ist. Wache auf, Schläfer. Was sagt er? Das Licht hat dir  aufgeleuchtet, Christus hat ein Werk in dir getan, große Dinge sind an dir geschehen.  Du kannst jetzt nicht mehr wie jeder andere sein. Du kannst nun nimmer wie jeder andere leben. Und du kannst deine Zeit jetzt nicht mehr wie jeder andere verbringen. Es ist nicht deine Zeit. Sie gehört nicht mehr dir.  Es ist nicht länger dein Leben. Es ist nicht mehr länger dein Moment. Es ist nicht mehr länger deine Zeit. Du gehörst einem anderen.

Leonard Ravenhill sandte mir vor langer Zeit ein Traktat. Dort stand: Andere können es, aber du kannst es nicht. Und ich stimme nicht mit allem auf dem Traktat überein, aber das Traktat sagte im Grunde: Du wirst ein Mann Gottes werden. Andere Leute können bestimmte Dinge tun, selbst andere Christen werden mehr Freiheit haben, ihre Zeit und ihre Mühe in andere Dinge zu stecken, aber du kannst es nicht.

Deswegen sagt Paulus hier: Seid vorsichtig, wie ihr wandelt, nicht als unweise, sondern als weise Menschen.

Nun. Eifer ist sehr gut. Und ich werde euch ein wenig von Fehlern meines eigenen Lebens erzählen. Eifer ist sehr gut, aber euer Leben darf nicht vom Eifer gesteuer werden.  Es mag passend sein, zu sagen, euer Leben kann getrieben vom Eifer sein, wenn er der Erkenntnis entspricht. Aber euer Leben soll nicht vom Eifer gelenkt sein. Letztlich werdet ihr nicht in Weisheit wandeln und letztlich werdet ihr euch selber zermürben. Was sagt er hier? Er sagt: Seid vorsichtig, wie ihr wandelt. Wandelt in Weisheit. Ich will, dass ihr eifrig seid. Ich will, dass ihr extrem eifrig seid, aber ich möchte, dass ihr eifrig seid wie ein sorgsamer und bedachter Marathonläufer. Ich will, dass ihr darüber nachdenkt, dass es ein weiter Weg ist. Ich erinnere mich, wie ich ein Christ wurde und mich ein paar Jahre später dazu entschied, dass ich ein Theologie-Seminar besuchen würde. Ich empfand, dass der Herr von mir wollte, dass ich dieses Seminar besuche.

Und ich teilte es ein paar Freunden mit, dass ich das Theologie-Seminar besuche und sie sagten:
„Wie kannst du nur?“ Sie sagten: „Wie kannst du nur? Die Tatsache, dass der Herr womöglich jeden Tag zurückkommt und du besuchst einfach ein Theologie-Seminar, anstatt zu dienen.“

Es sind viele Jahre seit der Theologie-Seminar vergangen und der Herr ist immer noch nicht zurück gekommen. Sie hatten eine Schlussfolgerung gezogen, dass der Herr zurückkommen wird, dass wir keine Zeit hätten zu lernen und uns vorzubereiten für den Dienst und irgend etwas anderes, dass wir da einfach rausrennen müssten irgendwas tun müssten. Das ist Eifer nicht entsprechend der Erkenntnis.

Wenn ihr die Bibel öffnet, ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber manchmal öffne ich die Bibel und werde sehr entmutigt. Warum? Nun, ich könnte echt Monate damit verbringen, Genesis 1, 1 zu studieren und nicht völlig alles erfassen, was darin steckt. Oder, dass ich einfach nicht so viel weiß wie manch anderer. Und dadurch fängst du an entmutigt zu werden. Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, bei mir ist es aber so. Ich sitze da und denke, ich werd da nie voran kommen.  Das ist wie, wenn du anfängst, griechisch zu lernen. Du lernst wieder das Alphabet als seist du wieder vier Jahre alt. Und du siehst all diese seltsamen Buchstaben und Figuren und so was und diese andersartige Art zu reden und lauter solche Dinge.  Und du sitzt da und denkst: Ich werd das nie in mein Hirn bekommen.

Nun, du wirst es niemals in 6 Monaten schaffen! Und du wirst niemals die Bibel in 2 Jahren kennen lernen.  Aber wenn du treu und mit Weisheit und sorgfältig jeden Tag, systematisch, mit einer Arbeitspferdmentalität diese Bibel in die Hand nimmst und einfach mehr und mehr und mehr jeden Tag dazu tust, Stückchen für Stückchen, Zeile für Zeile, Wort für Wort, dann wird es im Laufe von 25, 30, 40 oder 50 Jahren so sein, dass du große Fortschritte im Glauben tust. Aber wenn dein Eifer dich von Vorbereitung wegträgt, dann wirst du niemals bestehen.

Ich hab so viele Freunde, die, so denke ich, viel begabter als ich waren, aber sie wollten einfach nur rennen. Sie wollten, im Spiel mitspielen, aber sie wollten niemals dafür trainieren. Ich kenne einen lieben Bruder aus Peru, dessen Dienst aus genau diesem Grund ruiniert wurde. Obschon ich ihn sehr oft gewarnt hatte. Bruder, du willst dich nicht demütigen, dich vorzubereiten. Du willst einfach nur da raus und rennen. Ohne vorher angemessen sich vorbereitet zu haben. Er hörte nie auf mich.  Was ich will, ist das:

Ich will, nicht, dass ihr das tut, was ich tat:

Und das hab ich so oft gemacht, selbst in meinen jungen Jahren mit 25 oder 26, bis ich 30 war tatsächlich, rauszugehen, ständig zu predigen auf der Straße, Zeugnis geben, herauszufinden, wie man Leute gewinnt, Lehren, all diese Dinge. Viel davon war gut, aber vieles war auch entsprechend dem Eifer und nicht der Erkenntnis entsprechend. Und ich hab allen möglichen Staub aufgewirbelt, aber wenn der Staub sich wieder legte, da gab es keine Frucht. Du kannst einen Obstbaum nicht einfach nur dadurch pflanzen, dass du Staub aufwirbelst. Du kannst einen Obstbaum pflanzen, indem du eine Schaufel holst, speziell hier mit all den Steinen, indem du für Stunden gräbst. Einfach, um ein Loch zu bekommen, das tief genug ist, um einen Baum zu pflanzen. Und das ist, was ihr sehen müsst. Tut das jeden Tag. Jeden Tag.