Gesehen: „Meine Predigten über Liebe schaffen es nie auf youtube“

Stöbere ein wenig durchs Archiv. Eine kurze Notiz zum Thema: „Gleichgewicht im Glauben“

Ich weiß, es gibt hier Leute, die denken, dass Heiligkeit bedeutet, mit gesenktem Kopf herumzulaufen und die ganze Zeit zu weinen und traurig zu sein. Wenn sie das sagen, habe ich große Fragen an ihre Frömmigkeit. Warum ist es so traurig für dich, den Willen Gottes zu tun. Warum ist dein Leben so eine Last? Hat Gott etwa nicht alle Weisheit? Und liebt Gott seine Kinder nicht mehr als es jemals beschrieben werden könnte? Sollte dann sein Wille eine Last für seine Kinder sein? Nein! Ich weiß, dass viele von euch meine Predigten gesehen haben. Und manchmal auf youtube sehe ich aus wie der gemeinste Mann, der je über den Planeten gelaufen ist. Ich weiß nicht, warum meine Predigten über Liebe es nie zu youtube schaffen. Aber ich will, dass ihr das wisst: Wenn du traurig und morbide und weinend herumläufst und du es nur für eine kurze Zeit tust, weil Gott in deinem Leben was tut, dann mag das biblisch sein. Aber, wenn dein Leben als ein Lebensstil nicht von Freude gezeichnet ist, dann hast du ein Problem.

Mehr:

Spurgeon über „Wahrheiten, die geglaubt werden müssen“

Einen Interessanten Beitrag, las ich gerade wo und hab ihn nun hier rein kopiert, da sich hier im Blog nimmer viel tut. Kirchengeschichtlich ebenso interessant  wie zeitkritisch – damals wie heute.

Wahrheiten, die geglaubt werden müssen

Eine gegenwärtig in die Mode gekommene Art, die göttliche Wahrheit zu verdrehen und es allen recht zu machen

Charles Spurgeon

Es gibt eine Reihe von Wahrheiten, die geglaubt werden müssen; sie sind grundlegend für das Heil, und, sofern sie nicht mit ganzem Herzen angenommen werden, wird die Seele ruiniert werden. Nun in der Urgemeinde sagten die Heiligen nicht, wie die Scheinheiligen von heute es tun: „Wir müssen sehr barmherzig sein und dem Bruder seine Meinung lassen; er sieht die Wahrheit von einem anderen Standpunkt und drückt diese mit anderen Worten aus, aber seine Meinung ist ebenso gut wie unsere, und wir dürfen nicht sagen, dass er sich im Irrtum befindet.“

Das ist eine gegenwärtig in die Mode gekommene Art, die göttliche Wahrheit zu verdrehen und es allen recht zu machen. Auf diese Weise wird das Evangelium abgewertet, und ein „anderes Evangelium“ wird verkündigt. Ich würde gerne den modernen, toleranten Geistlichen fragen, ob es eine Lehre irgendeiner Art gibt, für die der Mensch bereit sein müsste, sich verbrennen zu lassen oder für sie ins Gefängnis zu gehen. Ich glaube, dass sie keine Antwort darauf hätten, denn wäre ihre Weitherzigkeit korrekt, dann wären die Märtyrer Toren höchsten Grades… Für sie ist Schwarz und Weiß die gleiche Farbe, sofern man sie nur aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Ja und Nein sind ihrer Meinung nach ebenso gleich. Ihre Theologie verändert sich wie Goodwin Sands [Sandbänke im Kanal für Dover, berüchtigt für Schiffbrüche], und sie betrachten Standhaftigkeit als Scheinheiligkeit. Irrtümer und Wahrheit sind im Kreise ihrer Barmherzigkeit ebenso miteinander vereinbar.

Die Apostel betrachteten den Irrtum nicht auf diese Weise. Sie rieten nicht zur weitherzigen Barmherzigkeit gegenüber der Falschheit oder bezeichneten den Irrlehrer nicht als einen Mann tiefer Gedanken, dessen Ansichten „erfrischend originell“ waren; noch weniger äußerten sie einen so bösen Unsinn über die Möglichkeit, den Glauben in ehrlichem Zweifel zu leben. Sie glaubten nicht daran, dass man durch Zweifel zur Rechtfertigung kam, wie unsere Theologen es tun; sie zielten auf die Umkehr des irrenden Bruders, sie behandelten ihn als eine Person, die bekehrt werden muss; und sie sahen in ihm auch einen Menschen, der, sofern er sich nicht bekehren würde, seine Seele dem Tod preisgeben würde.

Es gab nicht so viele oberflächliche Leute wie unsere kultivierten Freunde der „modernen Schule“, die letztlich gelernt haben, dass die Göttlichkeit Christi in Frage gestellt werden kann, das Werk des Heiligen Geistes ignoriert werden kann, die Inspiration der Schrift verworfen werden kann, der Erlösung kein Glaube geschenkt werden kann und die Wiedergeburt verworfen werden kann, und doch kann dieser Mann, der alle diese Dinge tut, als guter und sehr frommer Gläubiger gelten!

Charles Spurgeon, The Soul Winner, Kapitel 15.

Siehe auch:

Jesus sagt: Komm!

[…] Ein Text wie Johannes 7, 37 sagt:

“Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke!

Der Teufel kommt und will uns das Wort “Kommt zu mir” streitig machen. Er möchte uns auf den Durst lenken. Er möchte, dass wir auf alles mögliche außer auf Christus vertrauen. Und so will er uns auf alles außer Christus lenken und es gibt Myriaden von Dingen in der Bibel, auf die du dich konzentrieren kannst, die nicht Christus sind. Satan ist ein Meisterlügner. Der Feind ist ein Meister darin, das Wort Gottes zu nehmen und gerade damit Leute in die Verzweiflung zu treiben[…]

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Das Video ist ein Ausschnitt aus einem längeren Video, das man in voller Länger hier ansehen kann:

https://lannopez.wordpress.com/2010/01/25/ich-habe-versucht-gerettet-zu-werden-aber-es-hat-nicht-funktioniert/

Der Zusammenhang ist der, dass man bei allem, was in der Schrift steht, an Christus vorbeigehen kann. Ich sollte vielleicht noch zitieren, was der Anlass für diese Predigt war folgendes. Tim Conway beschreibt es so:

Hört zu. Ich habe am Freitag einen Anruf erhalten, der absolut pathetisch war. Ich meine damit, dass es herzzerreißend war. Eine junge Dame rief an und sagte: “Ich will gerettet werden” – Sie hat richtiggehend geschluchzt. 20 Minuten lang. Sie hat die ganze Zeit durch geweint. Manchmal konnte ich nicht einmal ihre Worte verstehen. Sie hat so heftig geschluchzt. Wirklich so sehr, dass es für mich herzzerreißend war. Und hier ist das, was ich davon mitbekommen habe, von all dem, was sie mir erzählte:

“Ich will gerettet werden, aber ich denke, ich habe nicht genug Verlangen danach, gerettet zu werden” – In ihren stammelnden Worten, in ihrem Schluchzen konnte ich heraushören: ”Pastor, was soll ich denn tun. Soll ich Gott um mehr Verlangen bitten?”

Wisst ihr, als ich das Gespräch beendet hatte, da fing ich an über Gespräche nachzudenken, die ich auch mit manchen von euch hatte. Manche von denen, die diese Gemeinde hier besuchen. Manche von denen, die die Bibelstunde besucht hatten. Ich fing an über manche der E-Mails nachzudenken, die ich bekommen habe in den letzten Wochen. Ich bekomme diese Mails ständig, aber 3 Stück, die ich neulich bekommen habe, möchte ich euch vorlesen. Womit die Leute zu mir kommen.

“Pastor Tim, ich habe eine Frage. Meine Frage ist diese: Ich hab dein Zeugnis gehört. Ich hab auch Paul Washers Zeugnis gehört, wie ihr gerettet wurdet als ihr am schlimmsten Punkt eures Lebens angekommen wart. Meine Frage ist die: Um wirklich gerettet zu werden: Muss man da am schlimmsten Punkt seines Lebens sein um etwas von Gott zu erfahren, das zu rettendem Glauben führt? Kann jeder zu rettendem Glauben kommen, nachdem er das Evangelium gehört hat? Hier ist mein Problem: Ich werde von Sünde überführt, aber niemals muss ich weinen. Ja, ich bin sehr besorgt um meine Seele, aber ich weine nicht. Aber um zu meiner Frage zu kommen: Kann jemand gerettet werden, wenn er das Evangelium hört und davon getroffen ist und kann das zu Glauben an Christus und Buße führen? Muss man am schlimmsten Punkt seines Lebens sein um gerettet zu werden? Kann ich gerettet werden, OHNE völlig am Boden zu sein? Einfach dadurch, dass ich das Evangelium höre und die Wahrheit erkenne? ”

Ein anderer Mann schreibt mir:

“Du hast gesagt, dass Jesus sagte: “Meine Schafe hören meine Stimme. Woran erkenne ich, dass ich seine Stimme höre? Gibt es da einen emotionalen Aspekt? Ich bin in der Kirche aufgewachsen, aber habe in gewohnheitsmäßiger Sünde viele Jahre lang gelebt und nie meinen Glauben auf Jesus gesetzt. Ich verstehe deine Botschaft, dass wir von unseren Sünden umkehren sollten und uns zu Jesus wenden sollten, an ihn glauben sollten, ihm unsere Leben übergeben sollten. Aber ich empfinde im Kern meines Herzens habe ich das Verlangen, so zu leben, wie ich es will. Wie kann ich mein Herz ändern? Ist Buße etwas, was wir tun entgegen unserer Gefühle und Verlangen? Ich will nicht zur Hölle. Aber ich empfinde, mein Herz ist gegen Gott so verhärtet. Wenn ich versuche, Buße zu tun, wie du uns das in einem anderen Video gesagt hast, die Sünden zu bekennen und zu glauben, dass die Sünden in Christus vergeben sind, dann fühle ich keine Veränderung in meinem Herzen. Im Gegenteil. Ich fühle manchmal, dass ich wirklich auf meinen alten Weg zurück will, nur für mich selbst zu leben. Bin ich in einer hoffnungslosen Situation, wo es unmöglich ist, wirklich Buße zu tun, wie das in Hebräer 6 steht? Oder lege ich einfach zu große Betonung auf Emotionen?”

Ein dritter Mann schreibt mir das:

“Ich will gerettet werden. Ich bin aufgefordert, Buße zu tun und zu glauben. Aber ich kann nicht. Denn du hast in einer deiner Predigten gesagt, dass es Leute gibt, die nicht gerettet werden, weil sie ihre Sünde nicht loslassen wollen. Um diese Dinge loszulassen, müsse ich im Glauben meine Augen auf Jesus richten und mich auf ihn fallen lassen. Die Bibel sagt in Epheser 2, 8: “Denn durch die Gnade seid ihr gerettet, vermittels des Glaubens, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es”. Dieser Glaube, der es mir ermöglicht, Buße zu tun, der ist ein Geschenk Gottes und nichts, was ich aus mir selbst produzieren kann. Mir scheint, dieser Glaube, der in Epheser als Geschenk bezeichnet wird, wird demjenigen gegeben, dem Gott den Glauben geben mag und es kommt nicht so sehr darauf an wie sehr man versucht, diesen Glauben zu bekommen oder wie sehr man ihn haben will. Schlussendlich: Ich weiß, ich habe diesen Glauben nicht. Und ich weiß nicht, ob ich diesen Glauben jemals geschenkt bekomme. Aber vom Evangelium her weiß ich, dass Christus voll Erbarmen ist und er nicht eine einzige Person abgewiesen hat, die um Erbarmen und Heilung gebeten hat. Meine Frage ist: Was nun? Ich kann den Glauben nicht aufbringen, den man braucht. Das weiß ich. Wie kann ich mein Leben leben und sagen: Hoffentlich wird mir dieser Glaube noch gegeben. Was muss ich tun?”

Vor ungefähr einer Woche habe ich mit meiner Frau gesprochen. Ich fragte sie: “Ruby, was ist das Problem? Ist unser Evangelium nicht klar genug? Predigen wir es zu unsauber? Warum scheint es so, dass so viele Leute davon getroffen sind, dass sie sich um ihre Seele sorgen, dass sie sagen, dass sie gerettet werden wollen, aber nicht durchbrechen? Wir treffen regelmäßig auf diese Leute. Sie schreiben uns E-Mails, sie rufen an, wir begegnen ihnen auf den Campussen, wir haben sie hier in der Gemeinde. Es ist immer das gleiche. Immer und immer und immer wieder dieselbe Art von Frage: “Ich will gerettet werden, aber ich weiß nicht, WIE. Brauche ich mehr Buße? Ist das mein Problem? Brauche ich mehr Glauben? Brauche ich mehr Sorge? Brauche ich mehr Verlangen? Muss ich zum Ende meiner Kräfte kommen? Ist es das, was ich brauche? Muss ich es mehr fühlen? Brauche ich mehr Emotion? Brauche ich mehr Gefühl? Muss ich meine Sünde tiefer erkennen? Muss ich geduldiger sein und länger auf Gott warten, dass er hoffentlich vielleicht vorbeikommt und mir einfach diesen Glauben gibt, den ich brauche. Was fehlt?

Christus bittet dich zu kommen, gerade dort in deinem Schmutz, in deiner Verdorbenheit, in deiner Sünde, in deinem Elend sagt er zu dir: Komm. Lass das hinter dir und komm. Und du lässt es zurück. Das ist der Weg zur Erlösung. Er bittet dich, ihm zu vertrauen und du vertraust ihm und kommst. Vertraue auf ihn und du wirst gerettet. Warum? Weil die Bibel sagt: Wer immer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben.

Das ist die Frage, die ich dir stellen mag. Wie viel Durst hatte Levi nötig, Christus zu folgen? Wieviel Sorgen hatte er nötig? Wie viel Buße? Wie viel Glauben? Wie viel Sündenerkenntnis? Wisst ihr was? Die Bibel sagt uns nie, wie viel. Warum nicht? Weil es nicht darauf ankommt wie viel, solang es, wie viel auch immer es ist, dich dazu bringt, IHM zu folgen.

Levi saß nicht verzweifelt sich fragend da: Bin ich erwählt oder nicht? Sollte ich hier einfach sitzen bleiben und darauf warten, dass Gott mir ein größeres Verlangen gibt? Soll ich hier sitzen und darauf warten, dass Gott mir diesen Glauben sendet? Er zermatterte sich nicht seinen Kopf darüber, ob er seine Sünde genug hasste. Er schlug sich nicht damit rum, ob er nun dasrichtige Gefühl dabei hatte oder nicht. Wisst ihr, wir müssen aufhören, nach Zeichen und Gefühlen und all so was Ausschau zu halten, hört auf mit solchen blöden Gedanken. Jesus Christus sagt: Kommt zu mir, wenn ihr mühselig und beladen seid. Die Schriften sagen euch absichtlich nicht, WIE mühselig ihr sein müsst. Sie sagen euch nicht, wie sehr ihr dürsten müsst. Sie sagen euch nicht, wie sehr ihr beladen sein musst. Warum nicht? Weil es nicht darauf ankommt. Darum geht es doch gar nicht.

Sondern darum: Ist Christus deiner Einschätzung nach würdig, dass man ihm folgt? Sünder, hörst du seine Stimme? Folge mir. Das wäre für ihn absolut lächerlich gewesen, hätte Levi das gehört. Er fing nicht an mit dem römischen Soldaten zu diskutieren, ob er nun gehen könnte oder nicht, ob er tauglich wäre zu gehen, ob er darauf vollkommen vorbereitet wäre. Was tat Levi? Da war Christus und er hörte seine Stimme. Das könnt ihr euch einfach vorstellen: Er stand von diesem Stuhl auf, kam hinter seinem Tisch hervor und sagte nicht: “Herr, bitte, lass mich die Buchführung über meine Einnahmen noch fertig machen, schließlich stehe ich ja im Dienst des Kaisers… “ . Nun, da gab es jemand, der höher als Cäsar war. Und der sagt: Komm. Und dann heißt es: Levi ließ alles zurück. Und man kann sich das vorstellen. Ich denke nicht, dass Levi überhaupt die Wache angeschaut hat. Oder gesagt hat: ”Jesus, hier steht noch eine Schlange von Leuten, ich muss mich darum kümmern, sie warten, gleich gibt es ein ziemliches Chaos hier, wenn ich jetzt einfach weggehe…”

Ich denke, er stand auf, schaute Jesus an und hat nicht mal gesagt: “Macht es gut, ihr Geldhäufen” – Ich glaube, dass seine Augen wahrscheinlich nicht von Christus abgewichen sind. Er stand auf, lief um den Tisch und er fing an, nachzufolgen. Er vertraute: Dieser Mann ist würdig, dass man ihm nachfolgt. Er glaubte: Dieser mann hatte etwas zu bieten, was besser war als all das andere Zeug. Und er ging.

Ein Text wie Johannes 7, 37 sagt:

“Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke!

Der Teufel kommt und will uns das Wort “Kommt zu mir” streitig machen. Er möchte uns auf den Durst lenken. Er möchte, dass wir auf alles mögliche außer auf Christus vertrauen. Und so will er uns auf alles außer Christus lenken und es gibt Myriaden von Dingen in der Bibel, auf die du dich konzentrieren kannst, die nicht Christus sind. Satan ist ein Meisterlügner. Der Feind ist ein Meister darin, das Wort Gottes zu nehmen und gerade damit Leute in die Verzweiflung zu treiben. Und ich kann dir das sagen. Du kannst 10000 Jahre lang auf dich selbst starren und das wird dich in tiefere und tiefere Verzweiflung führen.

Warum ruft mich jemand an und weint und schluchzt am Telefon? Warum so herzzerreißend? Weil die Verzweiflung daher kam, dass ihre Augen Christus nicht betrachtet haben. Sie hat auf sich selbst, auf ihre eigene Stärke geschaut, zu kommen. Aber sie hat nicht auf Christus geschaut. Hört zu. Die Essenz rettenden Glaubens ist die, dass dieser Glaube weg von sich selbst sieht. Das ist es. Wir hören so was wie: Stolz ist Sünde. Und wir schauen auf uns. Ich bin stolz, jetzt muss ich demütig sein. Aber was tut der Apostel Paulus? Er sagt: Schaut auf das, was in Christus Jesus ist. Worauf sollen unsere Augen fixiert sein? Auf Christus. Es ist nie: Ich bin stolz, jetzt muss ich daran arbeiten, heilig zu sein oder demütig oder irgend etwas anderes. Bin ich dies? Bin ich das?

Aber seht ihr? Glaube funktioniert so nicht. Das ist nicht christlicher Glaube. Christlicher Glaube ist nicht. Ich bin so, aber jetzt muss ich so sein. Und immerfort auf sich selbst starren: Bin ich so? Bin ich so? Denn seht ihr, es ist völlig egal. Ob ihr jetzt euren Stolz oder eure Demut betrachtet, ihr schaut euch selbst an. Und echter rettender Glaube schaut von all dem weg. Es ist nicht: “Warum sollen wir dich in den Himmel lassen?” – “Ja, weil ich demütig gewesen bin, Herr, ich war nicht hochmütig”

Das ist nicht die richtige Antwort, die richtige Antwort ist die, dass du auf Christus schaust. Es geht doch um die Ehre Christi, dass alles auf ihn fokussiert und ausgerichtet ist.

Hört mir zu. Wir hatten dieses ziemlich heiße Wetter. Sagen wir, ich bin da draußen auf den Feldern und mache es mir zur Aufgabe, ein ganzes Feld mit einer Schaufel umzugraben. Und ich denke bei der Arbeit zu mir: “Ich werde wirklich durstig, ich werde dehydriert. Ich brauche Wasser, ich fühle mich ausgetrocknet und ich könnte einen Hitzeschlag erleiden”. Aber ich treibe mich weiter voran und sage mir immer wieder: “nur noch ein kleines Stück, dann hole ich mir Wasser”. Und zu dem Zeitpunkt kann ich kaum noch laufen, weil ich so völlig ausgetrocknet bin von der Sonne und der Hitze. Ich bin so dehydriert, dass es meine Gesundheit, meine Fähigkeit zu denken beeinträchtigt. Ich komme nach Hause und denke: “Ich will nichts anderes als nur Wasser. Gebt mir keinen Saft, gebt mir keine Milch. Ich will Wasser, ich bin durstig, ich brauche es. Ich werde 3 oder 4 Gläser Wasser trinken, bevor ich überhaupt was anderes denken kann”.

Nun. Meine Tochter Joy trinkt ständig Wasser. Sogar heute war es so. Ich hab mich bereit gemacht, zu gehen und sie sagt: “Oh, ich muss die Wasserflasche holen” und sie rennt los, schnappt sie. Wenn ihr sie mal beobachten würdet. Sie trinkt die ganze Zeit. Während ich also gegraben habe, war sie die ganze Zeit im Haus. Sie ist am Tisch. Sie trinkt und trinkt, hat die Wasserflasche bei sich. Sie ist fast gar nicht durstig. Ich weiß gar nicht, warum sie so oft trinken will. Sie trinkt und trinkt und trinkt einfach. Nun, lasst uns sagen: Sie hat da ständig immer wieder getrunken und sie steht nun am Tisch mit einer Wasserflasche und ich komme durch die Eingangstür herein, völlig vertrocknet, völlig ausgetrocknet, völlig erschöpft und ich brauche jetzt einfach Wasser und ich laufe zum Kühlschrank, mache mir ein Glas voll und trinke es auf einmal leer, und da steht meine Tochter mit der Wasserflasche und nippt ein wenig daran.

HÖRT MIR ZU. Wir beide trinken das Wasser. Darauf kommt es an. Es ist doch völlig egal: Hätte meine Tochter jetzt gesagt: “Ich bin unsicher, ob ich das Wasser trinken sollte. Ich bin ja einfach nicht so ausgetrocknet und erschöpft und durstig wie mein Vater”. Seht ihr, das ist doch völlig egal. Was zählt, ist, dass ihr das Wasser das Lebens trinkt, aus welchem Grund auch immer du den Weg dahin findest.

Das ausdauernde Leben in Christus


Das Video auch hier auf vimeo

Auch auf youtube in zwei Teilen
Seht ihr, das Problem ist, dass wir aus Gott einen sehr kleinen Gott machen, wenn wir sagen, wir können unsere Erlösung verlieren. Gott sei nicht stark genug, uns im Glauben zu bewahren. ABER Gott ist nicht nur stark genug uns im Glauben zu bewahren, sondern auch stark genug, uns bis zum Ende gut laufen zu lassen. Er ist stark genug um uns bis zum Ende im Glauben ausharren zu lassen. Seht ihr, ihr macht Gott so oder so zu einem schwachen Gott. Wenn ihr sagt: Gott kann uns nicht im Glauben bewahren, dann machst du ihn schwach. Ebenso, wenn du sagst: Wir werden irgendwie durchkommen, aber ohne beständig gute Frucht zu tragen, dann machst du ihn auch schwach, denn im Grunde sagst du: Gott wird gleite das Heft aus der Hand.

Die, die Frucht tragen, die sind die echten Gläubigen. Die, die keine Frucht bringen, die sind nicht echt und sie fallen ab. Warum fallen Leute ab? Wir wissen es. Das war schon vor 2000 Jahren so. Menschen beginnen den Lauf im Glauben und fallen ab. Warum? Denken wir an Demas. Welchen Art von Boden stellt er dar? Er ist eine ziemlich gute Darstellung des 3. Bodens. Was geschah? Ihm begegneten Sorgen und die Verlockungen des Reichtums. Was tat er? Er liebte die Welt. Er fiel ab. Paulus spricht von anderen, die Schiffbruch im Glauben erlangt haben. Warum erleiden Menschen im Glauben Schiffbruch? Was ist mit Judas Iskariot? Er erlitt Schiffbruch im Glauben. Leute aus der direkten Gefolgschaft von Paulus erlitten solch einen Schiffbruch.

Brüder, es ist durch die Geschichte so gewesen. Menschen schaffen es nicht bis zum Ziel. Christus sagt: “Wer ausharrt bis ans Ende, wird gerettet”.

Nun, wie ist das jetzt? Wir haben hier eine Wahrheit, die uns gegeben ist, um uns zu ermutigen: NICHTS kann mich von der Liebe Christi trennen. Mein Glaube beißt sich fest in dieser Wahrheit. Aber wisst ihr was: Bei manchen Menschen klopfen die Verlockungen der Welt an die Tür und sie überlegen sich, ob sie lieber die Liebe Christi oder die Welt haben wollen und sie wollen lieber die Welt. Es bedeutet ihnen nichts, dass die Schrift sagt, dass uns nichts von der Liebe Christi trennen kann, das interessiert sie nicht und sie ergreifen diese Wahrheit nicht im Glauben. Sie schauen sich die weltlichen Verlockungen an, wägen ab und sie gehen davon.

Wisst ihr, warum der echte Christ nicht vom Glauben abspringt, wenn die Prüfungen kommen?  Weil er CHRISTUS mehr als alles andere will. Er will CHRISTUS, er liebt CHRISTUS. Und wenn die Prüfung kommt, dann macht sie dem Christen genauso sehr zu schaffen wie dem, der abspringt, aber er will CHRISTUS mehr als er die Erleichterung will.  Er will CHRISTUS mehr als Geld. Er will CHRISTUS mehr als irgend etwas sonst. Nun, egal wie schwer die Prüfung wird – man denke an Paulus wie er mit Stöcken verprügelt wurde, wie er ausgepeitscht wurde, wie er Schiffbruch im Meer erlitt, unter falschen Brüdern war und wie das alles über ihn kam: Paulus gab nie den Lauf auf. Warum nicht? Für ihn war sein Leben CHRISTUS. Und das Sterben, war sein Gewinn, um dann bei CHRISTUS zu sein. Aus dem Leben zu scheiden und dann beim Herrn zu sein.

Leute, wenn CHRISTUS euer ein und alles ist, dann werdet ihr auf dem Weg bleiben, egal, was kommt, egal mit welchen Reichtümern ihr versucht werdet, egal welche Prüfungen kommen, egal welche Verfolgungen kommen, egal welcher Schmerz, welche Leiden und welche Sorgen kommen, ihr werdet auf dem Weg bleiben. Warum? Nun, letztlich geht es um den Glauben. Dieser Glaube ist einer, der an einen CHRISTUS glaubt, den wir nie gesehen haben. Letztlich, der einzige Weg, auf dem Leute an CHRISTUS bleiben, ist der, dass sie wirklich mit ihrem inneren Auge die Schönheit und den Wert Christi erkannt haben, die nach ihrer Einschätzung wertvoller sind als alles andere sonst. Petrus sagt: “Ihn liebt ihr, obwohl ihr ihn nicht gesehen habt”. Wir glauben an einen CHRISTUS, den wir nicht gesehen haben. Du und ich – wir haben ihn nicht gesehen.

Da war dieser Thomas, der sagte: “Mein Herr und mein Gott”. Und Jesus sagt: “Du glaubst, weil du gesehen hast. Selig sind die, die glauben, obwohl sie ihn nicht gesehen haben”.

Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Geist und wenn ihr das lest, dann seht ihr, woher diese Liebe kommt, sie kommt aus dem Kreuz. Und ich würde im Grunde das sagen: Wenn jemand wirklich gerettet ist, dann liebt er CHRISTUS, er glaubt CHRISTUS und er vertraut CHRISTUS, er schaut zum Kreuz und findet Hoffnung in CHRISTUS und der Geist Gottes belebt diesen Blick zum Kreuz und erfüllt diese Person mehr und mehr mit Gewissheit ihres Heils und der Geist ist ein Geist der Kindschaft, der bezeugt, dass wir Kinder Gottes sind,  und uns dazu treibt, Gott nicht als einen fernen Gott zu sehen, sondern als einen Gott, der uns sehr nahe ist, als einen Vater und wir rufen “Abba” – Vater.

Das Grundlegende ist: Der Christ nährt sich von und findet seine Stärke in CHRISTUS. CHRISTUS sagte, er würde einen Helfer, einen Tröster senden und er sagte, dass dieser Tröster ihn selbst verherrlichen wird. Ich kann euch das garantieren: Egal, bei welcher Handlung der heilige Geist involviert ist: CHRISTUS steht im Fokus. CHRISTUS steht immer im Mittelpunkt. Der Geist selbst steht nicht im Vordergrund: CHRISTUS steht im Vordergrund.

Der Mensch, der echte Heilsgewissheit vom Heiligen Geist hat, gleichzeitig aber keine Werke, keine Frucht hat, der existiert nicht. Den gibt es einfach nicht. Der Mensch, der am Ende abfällt, der war vielleicht jemand, der in Wirklichkeit selbstgerecht war, der danach strebte, Gott mit seinen eigenen Verdiensten zu beeindrucken. Vielleicht war eine Art Pharisäer, der nach außen hin eine fromme Show abgezogen hat. Er mag auf viele Dinge vertraut haben, vielleicht auf seine Mitgliedschaft in der Kirche, vielleicht auf seine Bemühungen, wie Demas fällt er jedoch ab, aber ich garantiere euch: Egal, worauf er vertraut hat, er hat auf etwas Vergebliches vertraut und es war nicht vom heiligen Geist gewirkt. Nun, es ist so: Der wahre Christ findet nicht erst am Ziel heraus, dass er ein wahrer Christ war. Der echte Christ hatte diesen Geist Gottes in sich innewohnend und es gab wahre, echte Anzeichen seiner Gegenwart, die dem Gläubigen Zuversicht gegeben haben. Und wo der Geist Zuversicht gibt, da wirkt er ebenso Liebe
und wirkt die Früchte des Geistes ( Galater 5 ) und jene Werke in uns. Er gibt uns Verlangen danach, treibt uns dem Guten nachzugehen. Er gibt uns eine Liebe für Gott, die uns durch die Liebe Christi vorantreibt und uns dazu drängt, dies alles auszutragen.

Und diese beiden Sachen hängen eng miteinander zusammen. Wenn Menschen den Lauf aufgeben, dann hatten sie diese Dinge nicht. Ja, sie mögen eine Zuversicht gehabt haben und gewisse Dinge geglaubt haben, aber letztlich war es eine vergebliche Zuversicht. Und ich glaube, die Wahrheit ist die: Die Warnflaggen, die waren immer da. Denn JESUS CHRISTUS sagt folgendes in Matthäus 7. “Weicht von mir, ihr Gesetzlosen”. Und letztlich: Es war da. Es war Gesetzlosigkeit bei ihnen da. Der Geist Gottes hat sich ihnen nicht mitgeteilt wie er es tut, weil sie keine Kinder Gottes waren. Und letztlich: Es war kein echtes Leben, es war nicht richtig. Es waren Menschen mit vergeblicher Hoffnung. Oftmals glauben Leute, mit ihnen sei alles in Ordnung, aber sie haben eine vergebliche Hoffnung.

Die Schrift gibt an keiner Stelle jemandem Zuversicht, der einen von Sünde gekennzeichneten Wandel hat, dass er glauben kann, dass ihn die Kraft Gottes verändert hat. Sie sollten nicht erwarten, überhaupt Hoffnung zu haben.

Denkt über den 1. Johannes-Brief nach. Was sind die Kennzeichen im 1. Johannes-Brief, dass wir echte Gläubige sind? Wir halten seine Gebote. Wir wandeln wie er gewandelt ist. Wir haben Erhörung von Gebeten. Wir lieben die Brüder. Im Grunde schaust du dir all diese Kennzeichen an und dann kommst du zum letzten Kapitel und er sagt: Ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr Gewissheit des ewigen Lebens habt! Und fraglos, Leute, ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber bei mir ist es so: Ich schaue zum Kreuz und der Geist Gottes gibt mir Zuversicht, dass ich Gottes Kind bin. Dann betrachte ich mein Leben und ich sehe: Ich bin nicht mehr so, wie ich einmal war. Und das gibt mir Zuversicht. Und dann stelle ich fest: Wenn ich fange, abzugleiten, dass mein Vater dann kommt um mich zurecht zu bringen. Und er legt den Stock an auf meinem Rücken und bringt mich wieder auf den Weg zurück. Die Korrekturen Gottes in meinem Leben geben mir Gewissheit meines ewigen Lebens wie es wenige andere Dinge tun. Ich sehe seine Treue mir gegenüber. Wann immer ich auch anfange abzugleiten, da ist mein Vater da, schnappt mich und zieht mich zurück.

Manchmal hat mich das mehr zu Tränen gebracht als irgend etwas sonst, dass er so treu ist: Das gibt mir solch eine Zuversicht! Er wird mich nicht einfach gehen lassen. Ich bin in der Hand meines Vaters. Wenn ich anfange, abzugleiten, dann hält er mich
fest. Das ist wirklich, das ist lebendig, ich betrachte das alles und sehe: Ich muss es bis ans Ende schaffen. Ich bete: Gott, bringe DU mich bis ans Ende. Hilf du mir bis zum Schluss durch.

Denn ich spüre: Wenn Gott mich laufen lassen würde, dann würde ich davonjagen wie eine Rakete. “Herr, ich spüre es! Ich spüre es: Wenn du mich gehen lässt, dann werde ich gehen”.  Nicht, dass ich das wollte, aber ich spüre diesen Kampf. Aber zur selben Zeit empfinde ich diese Zuversicht: Erwarte ich, dass Gott mich bis ans Ende bringt. Ja. Ich denke nicht, dass ich bis zum Ende warten muss, um herauszufinden, ob ich wirklich gerettet bin. Ich glaube von ganzem Herzen, dass Gott mich wirklich gerettet hat und ich hab eine massive Veränderung in meinem Leben gesehen. Und das ist genau das, was die Schrift uns sagt, dass wir es sehen sollten. Und ich kann davon erzählen, wie die Liebe Gottes wiederholt mein Herz durchflutet hat, durch die Erkenntnis, was Christus am Kreuz vollbracht hat. Ich weiß, dass er mich gebracht hat, Dinge zu wollen, die ich nie zuvor gewollt habe. Ich habe nun Verlangen, Dinge zu tun, nach denen ich nie früher verlangt hätte.

Ich weiß, dass ich die Brüder nicht vollkommen liebe, aber ich liebe die Brüder. Ich möchte mit Christen zusammen sein. Ich möchte dort sein, wo sie sind. Ich mag mit ihnen sprechen, ich liebe denselben Christus, den sie lieben. Ich liebe es, mit ihnen die Versammlung zu besuchen. Ich liebe es, Predigten zu hören, ich liebe es von Christus zu hören. Es gibt Zeiten, in denen ich eine Predigt vorbereite und ich betrachte einfach diese alten Wahrheiten und sie ergreifen mich wieder. Und ich gehe auf die Knie. Könnt ihr damit was anfangen? Das ist christlicher Glaube. Das ist die lebendige Wirklichkeit. Das ist Leben in Christus. Das ist nicht einfach so eine Show! …

Er bricht nicht das geknickte Rohr

Dazu ein Artikel von Paul Washer aus dem Heartcry-Magazine ( war ein Wunder, dass ich das innerhalb von 2 Minuten fand, hab ja um die 50 verschiedene Ausgaben davon auf dem Rechner und hab dank des Herrn genau an der richtigen Stelle gesucht und sofort gefunden. Ich nahm mir mal die Freiheit, den glatt   zu übersetzen.

Eine Errungenschaft der Gnade

von Paul Washer

Ich war ein Farm-Junge im Süden von Illinois und Rogelio Acea war ein Rebell, der gegen Fidel Castro und gegen sein kommunistisches Weiterlesen „Er bricht nicht das geknickte Rohr“