Was bedeutet das Kreuz Jesu Christi?

Auch auf youtube ( etwas gekürzt )

Als ich das erste Mal über die Anden flog, da traute ich meinen Augen kaum und war sehr beeindruckt von ihrer Schönheit und Majestät. Der alte Missionar, der mit mir unterwegs war, Homer Crain, der schnarchte. Und ich dachte: Wie in der Welt kann der das tun inmitten all dieser Schönheit? Und 15 Jahre später nahm ich einen Haufen junger Typen mit in die Anden und die wunderten sich alle wie ich angesichts solcher Schönheit schnarchen konnte. Der Gedanke dahinter ist: Selbst die wundervollsten Dinge, verlieren, aufgrund von Schuld in uns, wenn man von ihnen ein wenig gesehen und viel darüber gesprochen hat, nicht ihr Schönheit, aber wir unser Interesse. Manche Dinge werden sehr schnell zu Klischees. „Liebe den Herrn“, „Was würde Jesus tun?“ . All diese Dinge werden zu Klischees. Werden zu kleinen Sachen, die wir auf kleine Traktate packen können.
„Jesus starb“. Kein Wunder, dass diese Aussage keine Kraft hat, wenn sie nicht einmal Kraft zu haben scheint, unsere eigenen Herzen zu erwärmen. Du magst davon singen und darüber sprechen, aber es scheint nach einer Weile geradezu gewöhnlich zu sein. Was bedeutet es, dass Jesus starb? Weiterlesen „Was bedeutet das Kreuz Jesu Christi?“

Der Gott, der rechtfertigt

Wie kann Gott gleichzeitig heilig sein und dem Gottlosen vergeben, der die Verdammnis verdient? Das ist das größte Problem der ganzen Bibel und darum dreht sich die ganze Bibel. Wenn Gott gerecht ist, dann muss er dich verdammen. Denn die Schrift sagt: Jeder, der einen Gottlosen rechtfertigt oder ihm vergibt, der ist ein Gräuel vor dem Herrn. Wie kann Gott gerecht sein und gleichzeitig den Gottlosen begnadigen?

Das ist der Punkt, wo das Wort “Sühnung” auftauchen muss. Gott wurde Mensch. Gott, der Gott-Mensch wandelte auf dieser Erde, geboren von einer Frau, geboren unter dem Gesetz, hat er absolut dem ganzen Gesetz gehorcht. Er war der Sohn, er war der einzige wahre Diener Jehovas, der dieses Zeugnis über sich selbst hörte: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Er hat absolut jede Forderung des Gesetzes erfüllt. Er war der eine, vollkommene Diener Jahwes. Und dann geht er ans Kreuz und an jenem Kreuz trug er die Sünden von Gottes Volk. ER trug die Sünde, die Schuld des Volkes Gottes und all das Gericht, all der heilige, gerechte Zorn Gottes, der dich treffen sollte, der das Volk Gottes treffen sollte, traf den CHRISTUS und CHRISTUS trat in den Riss, CHRISTUS stand an deiner Stelle, an der du hingerichtet werden solltest, CHRISTUS nahm unseren Platz ein und das ganze Gericht des allmächtigen und gerechten Gottes, traf IHN und als ER starb, da bezahlte ER den Preis. Er hat uns erkauft.

Was hat er durch seinen Tod getan? Zuerst einmal hat er all die Forderungen des Gesetzes erfüllt. Das Gesetz fordert, dass du für jedes Verbrechen bestraft wirst, dass du je begangen hast und die Strafe ist TOD. Als ER an jenem Holz starb, da tat ER den Forderungen des Gesetzes genüge. Lasst mich hier etwas sagen, das ist sehr wichtig und ich möchte nicht, dass ihr in Verwirrung geratet. Oftmals, wenn Menschen davon sprechen, dass Christus die Forderungen des Gesetzes erfüllt hat, sprechen sie so, als ob dort dieses Gesetz sei, das selbst über Gott stehen würde, das Gott zu erfüllen hätte um zu vergeben. Nein, das ist dann ganz und gar falsch verstanden. Und ich hab Leute das so predigen gehört oder zumindest hat es sich so angehört. Nein, diese Gesetze sind eine Offenbarung oder eine Reflektion des eigentlichen Wesens und der Natur Gottes. Gottes gerechte Gesetze mussten erfüllt werden, weil es SEINE Gesetze sind und es seinem Wesen entspringen. Gott kann nicht in sich selbst widersprüchlich sein. Seiner Gerechtigkeit muss Genüge getan werden und als Christus an jenem Holz starb, da wurde dem Gesetz genüge getan, Gottes Gerechtigkeit wurde genüge getan, aber nicht nur das: Der Zorn wurde gestillt.

Manchmal kommen Leute zu mir und ich frag sie: “Was ist los?”

Sie sagen: “Gott hat mich gerettet?”

Ich sage: “Wovor hat er dich gerettet?”

Sie sagen: “Darüber hab ich noch nie nachgedacht!”
“Nun, er hat dich gerettet. Wovor hat er dich gerettet?”
“Nun, er hat mich vor der Hölle gerettet”

“Nein, nicht wirklich”

“Er hat mich vor Sünde gerettet”

“Nein”

“Hmmm… Wovor hat Gott mich dann gerettet?”

“Nun, Gott hat dich vor Gott gerettet”.

Es war Gott, der seine Rüstung angezogen hatte und der kam um dich zu holen in seiner Heiligkeit und mit seiner Gerechtigkeit um an dir die Strafe zu vollziehen, damit du für all das bezahlst, was du gegen ihn gesündigt hast, aber er kann nun sein Schwert zurück in die Scheide stecken, jetzt, da CHRISTUS gestorben ist. CHRISTUS hat dich gerettet vor dem Zorn des allmächtigen Gottes. Hölle ist im Grunde nur eine Manifestation des Zorns.

Ich sage den Leuten immer das:

Gott hat dich VOR SICH SELBST gerettet,

Gott hat dich FÜR SICH SELBST gerettet und

Gott hat dich DURCH SICH SELBST gerettet.

Gerecht in IHM

Gerecht in Christus

Lasst uns den Text betrachten

Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden. ( 2. Korinther 5, 21 )

Ich möchte, dass ihr darüber tief nachdenkt. Er kannte keine Sünde. Seht ihr das Wunder hierin? Ich will, dass ihr folgendermaßen darüber nachdenkt. Das jetzt besonders an die Prediger gerichtet, die meinen, sie hätten einen Zustand sündloser Vollkommenheit erreicht, oder an die Christen, die meinen, dass sie niemals sündigen. Man sage ihnen einfach das:

Es gab nie auch nur einen Moment in deinem Leben, sowohl als Heide als auch als Christ, in dem du Gott so liebtest, wie er geliebt werden sollte.

Eines Tages fragte mich jemand: “Was ist die größte Sünde?”

Ich sagte: “Darüber habe ich noch nie nachgedacht. Ich schätze, da muss ich einmal darüber nachdenken.” Ich dachte für einen Moment drüber nach und sagte: “Ich denke, die größte Sünde ist die, das größte Gebot zu brechen. Und das größte Gebot ist, den Herrn deinen Gott zu lieben, von ganzem Herzen, mit ganzem Denken und ganzer Kraft”.

Ich bin heute hier, euch zu sagen, dass ihr das niemals auch nur einen Moment geschafft hättet. And doch….Hört mir zu. Es gab nie einen Moment, in dem der Herr Jesus Christus, den Herrn, seinen Gott nicht von ganzem Herzen, ganzen Denken und ganzer Kraft geliebt hätte. Das bringt Gehorsam auf eine ganz neue Ebene, oder? Das bringt sündlose Perfektion auf eine ganz neue Ebene. Es hat niemals einen Moment oder einen Gedanken oder eine Tat in Jesus Leben gegeben, wo er den Herrn seinen Gott nicht mit jeder Faser seines Seins geliebt hätte. Wenn wir also sagen, dass er keine Sünde kannte, dann ist das zutiefst erstaunlich. Es gab nie einen Moment oder eine Tat in deinem Leben, wo du ALLES zur Ehre Gottest getan, gedacht und gesprochen hast. Und doch gab es keinen Moment in Leben deines Erlösers, in dem er nicht alles zur Ehre Gottes tat. Das ist die wunderbare Natur des Lebens Christi: Von seiner Geburt an bis zum Tod liebte er jeden Moment den Herrn seinen Gott von ganzem Herzen, mit ganzem Denken und mit ganzer Kraft. Und alles, was er tat, sei es “nur” Essen oder Trinken, das tat er zur Ehre seines Vaters.

Ich hab jetzt bereits genug gesagt, dass man sich hinsetzen könnte und die ganze nächste Woche darüber nachdenken könnte. Es ist genug Wahrheit und Erhabenheit in dem, was wir gerade gehört haben, uns über den Erdball zu treiben und millionenfach zu missionieren. Die Größe, die Hoheit, die Erhabenheit des Menschen Christus Jesus.

Aber nun steht hier: “Er machte den, der von keiner Sünde wusste, zur Sünde”. Was bedeutet das? Wisst ihr? Ihr könnt viele Dinge sagen. Könnt ihr sie auch erklären? Was bedeutet es, dass Christus zur Sünde wurde? Bedeutet es, dass er an diesem Kreuz verunreinigt wurde? Dass er verschmutzt wurde? Dass er in seinem Wesen, in seiner Person etwas verdorbenes, abscheuliches, sündiges wurde? Was bedeutet es, dass er zur Sünde gemacht wurde?

Die Antwort findet sich im selben Text. Seht euch Vers 21 an.

“Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden”. Wie wurde Christus zur Sünde? Wie wurde er zur Sünde gemacht? Nun, wie werden wir denn gerecht gemacht, wenn wir das Evangelium glauben. Hier liegt also eure Antwort.

In dem Moment, in dem eine Person dem Evangelium glaubt, da wird sie nicht zu einem gerechten Wesen. Es ist also nicht so, dass im Moment, in dem eine Person glaubt, ihre ganze Person, ihr ganzes Wesen in einer Weise transformiert wird, dass sie vollkommen gerecht wird als ein Wesen, das niemals wieder sündigt. So etwas kennt die Bibel nicht. Wir bekommen nicht eine besondere Gnade einverleibt, die uns über Sünde völlig erhaben macht. Im Moment, in dem du dich bekehrt hast, bist du nicht zu einem gerechten Wesen geworden und ich kann es beweisen: Du sündigst immer noch.

Was geschah, war, dass im Moment, in dem du an Christus geglaubt hast, in einem juristischen Sinn vor Gottes Thron gerecht erklärt worden bist. Es war eine Erklärung in juristischem Sinne vor dem Thron Gottes. Du BIST gerecht, aber nicht wegen deiner eigenen Tugend, nicht wegen deines eigenen Verdienstes, sondern wegen der Tugend und den Werken eines anderen, nämlich wegen Jesus Christus, dem Herrn.

Wenn du also an den Herrn Jesus glaubst, bist du in einem juristischen Sinne gerecht erklärt vor dem Thron Gottes und – hier ist das wichtige Wort – Gott sieht uns als gerecht an, als vollkommen gerecht in Christus.