Märtyrertum und Mission (David Platt)

Auf der diesjährigen, im Frühjahr stattfindenden Gospel Coalition Conference hielt David Platt den die Konferenz abschließenden Vortrag. Er schildert darin, was die Reformatoren in England dazu bewegte, ihr Leben hinzugeben. Viele von ihnen wurden unter der Queen Mary (auch bekannt als „Bloody Mary“) auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Platt stellt die Frage: Warum wollten diese Reformatoren lieber sterben als ihren evangelischen Glauben aufzugeben? Er fragt weiter: Was können wir von ihnen lernen? Diese Predigt hat es in sich. Nur wenige Predigten haben mich so getroffen wie diese Predigt.

Die Predigt gibt es als .PDF unter folgendem Link nachzulesen:

https://lannopez.files.wordpress.com/2016/05/dp_maertyrertum-und-mission.pdf

Gesehen: Interview-Reihe mit Paul Washer

Bin gerade nur am Weiterverlinken, nicht am produzieren.

(Explaining the Gospel to an Unconverted Person)

Unter folgendem Link findet man in Interview-Form einige interessante und hörenswerte Gedanken zum Thema Mission – hier und in anderen Ländern. Vielleicht ist das für jemanden interessant. 10 Interview-Clips:

https://vimeo.com/album/1949669

Im Gespräch mit Paul Washer

Ich habe gerade gemerkt, dass folgendes Video nie den Weg in den Blog gefunden hat. Drum mag ich das kurz nachliefern.

Ein weiteres, wesentlich längeres Interview findet sich hier:

https://unwisesheep.org/2009/12/22/interview-with-paul-washer-predigtausschnitt/

 

Mir ist aufgefallen, dass mir das Script dazu fehlt. Sofern das nicht jemand abschreibt, muss man dann eben mit dem Video vorlieb nehmen.

Zu Jesus Christus zu gehören

Über Furcht, Gott und ein wenig darüber, was es bedeutet, Christ zu sein.

Ein lieber Bruder in Rumänien wurde wegen seines Glaubens für viele Jahre ins Gefängnis gesteckt und einer der Befehlshaber der Wache kam herein und fand ihn betend vor.

Und er sagte zu diesem Bruder: „Wir haben dir alles genommen. Wir haben dir dein Leben genommen, das du hattest, wir haben dir deine Familie genommen, wir haben dir alles genommen und doch betest du noch?!? Wofür könntest du denn noch beten?“

Der Bruder sagte: „Ich bete für euch.“

„Warum?“

„Nun, weil der Gläubige, der Christus kennt und das Wort kennt, der weiß, dass er seine Feinde nicht zu fürchten braucht, sondern Mitleid mit ihnen haben muss. Denn eines Tages kommt Jesus Christus auf diesen Planeten zurück um seine Erlösten zu retten und er wird die Nationen mit eisernem Zepter regieren und die, die ihm vertraut haben, die werden sich vor ihm beugen wegen der großen Gnade, die Christus ihnen gegeben hat, aber andere werden sich beugen, weil ihnen die Kniegelenke gebrochen werden von dem einen, der sein Zepter des Gerichts gegen die Völker führt. Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! ( Hebräer 10, 31 ) .“

Wir fürchten nicht Menschen, sondern wir fürchten um sie. Denn kehren sie nicht um, kommt Christus mit schnellem Gericht.

Ich erinnere mich an eine Begebenheit in Peru während des Krieges. Ich kam dort in diesen Laden, wo sie christliche Bücher verkauften. Als ich aus dem Laden wieder heraus kam, da bemerkte ich diese kleine Frau, die an der Seite Süßigkeiten verkaufte, eine arme Frau, die mir versuchte, etwas zu signalisieren. Sie hatte große Angst, aber ich hab nicht verstanden, was sie mir denn mitteilen wollte. Plötzlich tauchte ein Polizist auf. Und obschon ich sicher bin, dass es in Peru auch damals Polizisten von edlem Charakter gab, waren die Polizisten allgemein sehr bekannt dafür, korrupt und gefährlich zu sein, bis dahin, dass sie Leute verschwinden ließen.

Nun, er kam zu mir her und fragte: „Wo ist dein Auto?“

„Dort drüben steht es“

„Dein Wagen ist illegal. Steig in den Wagen“

Ich stieg ins Auto. Er stieg ins Auto. Er sagte: „Fahr mich durch die Stadt“

Ich fuhr ihn durch die Stadt. Ich betete: „Oh Herr!!! Oh Herr!!! Oh Herr!!!“. Ich hörte, wie er einige seiner Polizei-Kollegen anrief. Und er sagte: „Wir werden jetzt in Richtung eines anderen Streifenwagens fahren und dann fahren wir noch wo anders hin“

Und ich wusste: Jetzt wird es wirklich übel. Und zuletzt hielt er das Auto an und sagte: „Steig aus dem Wagen!“

Und ich dachte: „Ach, er will nur das Auto stehlen. Gut!“

Aber dann stieg er doch aus und lief zu mir herum und sagte: „Warum bist du nicht wütend?“

Ich sagte nichts.

Er sagte: „Warum bist du nicht wütend? Du weißt, was ich gerade mit dir tue!“

Und aus irgend einem Grund sagte ich: „Ich bin nicht wütend, weil ich Angst habe.“

Er lachte und grinste und ich konnte einfach dieses Böse an ihm sehen. „Ach so, weil du Angst hast!“

Ich sagte: „Ja, ich habe Angst um Sie!“

Er sagte: „Warum hast du Angst um mich?“

Ich sagte: „Könnten sie bitte einfach nur ein paar Meter bei Seite gehen?“

„Warum?“

„Ich flehe Gott gerade an, dass er sie nicht töte. Ich tue alles in meiner Macht, Gott anzuflehen, Sie nicht umzubringen! Bitte, sprechen Sie nicht mit mir, ich muss beten, ich muss mit meinem Gott zusammen sein“

Der Mann fing das Zittern an. Zitternd und weinend brach er geradewegs auf dem Gehweg zusammen: „Warum sollte Gott mich töten?“

„Nun, wer mich segnet, sei gesegnet, wer mich flucht,  sei verflucht“ ( Sinngemäß 1. Mose 27, 29 ) . Sie wollen mir alles nehmen und mein Vater im Himmel sieht es. Und es ist nur seine Gnade, die seinen Zorn zurückhält, der Sie auf der Stelle töten könnte und ihr Seele in die Hölle werfen könnte“

Nun, zugegeben, das ist nicht die Art von Evangelisationsmethode, die man auf der Bibelschule lernt, aber letztlich brach er weinend zusammen und gab mir all meine Dokumente zurückund sagte dann: „Würden Sie bitte für mich beten, dass Gott mich nicht tötet!“

Und dann kam ich ein wenig ins Fleisch, denke ich, denn ich sagte: „Ich werde wohl beten, aber ich bin nicht sicher, ob es reichen wird, denn er ist wirklich sauer.“

Aber was ich dabei möchte, dass ihr es seht, ist folgendes: Ich möchte nicht, dass wir uns wie Raudis benehmen oder irgend etwas in der Art. Hört mir zu: Wir sind Lämmer. Wir sind nicht John Wayne. Wir sind nicht Indiana Jones, sondern Lämmer. Aber der, der hinter dir steht und auch vor dir steht und auch an deiner Seite steht und der auch in uns ist, der ist der König der Herrlichkeit, so dass der Schwächste von uns Hundert, vielleicht Tausend in die Flucht schlägt.

Wir gehen in Demut, wir gehen in Liebe, wir tun aufopfernd unseren Dienst. Aber wir machen das, ohne uns für Jesus zu entschuldigen. Jesus Christus ist Herr. Und er befiehlt, dass du umkehrst von deinen Wegen und dass du dem Evangelium glaubst. Das schlimmste am Predigen ist, dass es in einem Sinne immer ein Versagen ist. Ich wünschte, wir könnten diesen Jesus mit geistlichen Augen auf seinem Thron sehen. Millionen über Millionen, Milliarden über Milliarden von Engeln, die ihm dienen, die vor ihm nieder fallen, die ihm Ehre geben, die seine Werke und Tugenden verkünden und dieser Jesus herrscht im Himmel und hat dich dazu bestimmt, DICH, von allen Menschen hat er dich dazu erwählt, ein Botschafter zu sein. Und doch willst du nicht. Du denkst, dass es eine geringe Sache ist, als Botschafter erwählt zu sein? Du würdest lieber etwas anderes tun als ein Botschafter Jesu Christi zu sein? Du  würdest dich lieber allen möglichen Dingen dieser Welt widmen? Du denkst mehr über deinen Ruhestand nach als über Tod und Herrlichkeit? Du denkst mehr nach über modische Klamotten und Autos  und über all solche Dinge als  über einen ewigen Lohn? Du würdest lieber deine Zeit mit einer X-Box totschlagen als das Kreuz zu predigen? Du bist ein Botschafter.

Versteht bitte folgendes und damit machen wir Schluss. Wenn du ein Christ bist, so sagte das ein alter Schreiber, dann bist du von hohem Stand. Dir ist eine himmlische Natur zu Teil geworden. Deswegen gibt es jetzt nichts mehr auf diesem Planeten, dass dich wirklich befriedigen könnte. Das ist in einem Sinne eine der Schattenseiten dessen, ein Christ zu sein, ein echter Christ zu sein. Du bist so verändert worden, dass nichts auf diesem Planeten dich mehr wirklich zufrieden stellen wird. Ist das nicht erstaunlich? Andere Leute können so begeistert von allen möglichen Dingen auf dieser Welt sein, aber du kannst das nicht. Und selbst, wenn du vom Herrn abweichst, wie wir das alle von Zeit zu Zeit tun und du aus dem Stall ausbrichst und versuchst, etwas für dich selbst zu erhaschen, von dem du sicher bist, dass es dir Genuss bringt, dann wird es dir, sobald du es bekommen hast, wie Fäulnis in deinem Bauch. Es ist letztlich keine Befriedigung da. Lernt diese Lektion und lebt im Hinblick auf die Ewigkeit. Junge Männer. Nutzt eure STärke für IHN!  Gebt eure Tage her für IHN! Gebt eure Jugend, eure Schönheit IHM! Denn letztlich ist es umsonst, wenn es irgend einer anderen Sache oder Person gegeben wird. Geb es IHM.

Zehn Schekel und ein Hemd

An dieser Stelle mal zu einem Geschoss von Predigt. Diese ist schon vor längerer Zeit galten worden, der Prediger Paris Reidhead ist inzwischen längst verstorben ( 1919-1992 ), aber er hat damals Dinge auf den Punkt gebracht, die heute noch viel mehr gelten. Die Predigt benötigt ein wenig, bis sie sich entfaltet. Meine Empfehlung ist, sich die Predigt am Stück anzusehen / anzuhören. Ebenso wie ich auch jedem empfehle, die Bibel ( gegebenenfalls auch sehr langsam ) im Fluss zu lesen, damit man die Gedankengänge eines Textes besser nachvollziehen kann.

Den Text , den ich nicht selbst übersetzt habe und fürs Video nur minimal verändert habe, findet man unter folgendem Link: http://www.parisreidheadbibleteachingministries.org/pdf/tenshekels_de.pdf

Die Botschaft ist dabei ziemlich schwer zu verdauen und dennoch, gerade die schweren Brocken, die sich mit eigentlich einfachen, aber doch in der Umsetzungen sehr schweren Dingen befassen, haben sich doch immer wieder als sehr hilfreich für das Wachstum im Glauben erwiesen. Für die MP3 wird man im Übrigen hier fündig:

http://www.sermonaudio.com/sermoninfo.asp?SID=710081423448

EDIT:

Eine kleine „Korrektur“ bzw. ein Verweis auf ein anderes Video, um die andere Seite zu betonen, die hierzu auch sehr wichtig ist:

https://lannopez.wordpress.com/2009/04/05/ohne-seine-gnade-besteht-keine-hoffnung/