Zehn Auswirkungen von Römer 9 auf mein Leben (John Piper)

In folgenden zwei Video-Clips kommentiert John Piper die Thematik, über die oft im Zusammenhang mit Römer 9 gesprochen wird. Der erste trägt den Titel: „10 Auswirkungen von Römer 9“, der zweite trägt den Titel: „Die Spannung zwischen Calvinisten und Arminianern ausloten“

Den Text zu den Videos gibt es auch als .PDF hier:

https://lannopez.files.wordpress.com/2016/01/10-auswirkungen-von-rc3b6mer-9-auf-mein-leben.pdf

Mehr: https://unwisesheep.org/reformierte-ecke/

 

Ist Gottes Souveränität beschränkt? (John Piper)

John Piper schreibt:

Ist Gottes Souveränität beschränkt?

Ich verwerfe diese Idee, weil die Bibel dies nicht lehrt. Tatsächlich lehrt sie das Gegenteil.
– Sie lehrt, dass kein Vogel abseits des Willen unseres Vaters auf den Boden fällt
– Sie lehrt, dass das Herz eines Königs wie ein Bach in den Händen des Herrn ist. Gott lenkt es wo immer hin er es will.
– Sie lehrt, dass als Joseph nach Ägypten verkauft wurde, sich die Situation schließlich grundlegend wendet. Seine Brüder haben sich an ihm schuldig gemacht, aber Gott sagt: „Ihr habt es böse gemeint, aber ich habe es zum Guten gemeint“
– Ich verwerfe diese Idee, weil dies Buch Sprüche sagt, dass das Los in dem Schoß geworfen wird, das jede Entscheidung aber vom Herrn kommt. Eine andere Stelle sagt: Ein Mensch wählt seinen Weg, aber der Herr lenkt seine Schritte.

Man könnte noch viele weitere Passagen aufzählen.

Die Bibel lehrt, dass Gott souverän ist, dass er über alle Dinge herrscht. Es gibt auch emotionale Gründe, um an Gottes absolute Souveränität zu glauben. Wenn ich es ablehnen würde, zu glauben, dass Gott über alle Dinge souverän herrscht (eingeschlossen ist auch mein Wille und mein Leben), dann würde ich denjenigen Gott verlieren und damit diejenige Macht verlieren, die hinter all den Verheißungen steht, die mein Leben auch im Schmerz und Leid lebenswert machen.

Wenn man aber die Souveränität Gottes preisgibt, mit der Absicht, Gott davon „freizusprechen“, in einem gewissen Sinn auch die Verantwortung für Leid und Unglück zu tragen, dann wird man Gott auch an dem Punkt verlieren, an dem man seine Kraft braucht, um Leid und Schicksalsschläge zu ertragen und um zu sehen, wie Leid zu etwas Gutem dient. Wenn man es ablehnt, Gott auch für leidvolle Situationen in Verantwortung zu sehen, was bleibt mir dann anderes übrig als gott-loses Leid?

Wenn es das ist, was Menschen wählen wollen, dann können sie diese existenzielle Entscheidung treffen. Sie ist jedoch unbiblisch und, ich denke, es wäre Torheit für das Leben.

In einigen kurzen Frage-und-Antwort-Videos geht er zudem auf diese Frage ein:

Zudem auch:

Zum Vertiefen mag auch ein Video von James White dienen, das ich vor einiger Zeit veröffentlichen konnte: