Fundamentalismus

Ich hatte neulich wo ein Zitat gelesen, das es sehr auf den Punkt brachte.

„Liberale Fundamentalisten sind gegen jede Art von Fundamentalismus außer gegen den ihrer eigenen Färbung“

Ich frag mich ehrlich gesagt immer wieder, ob den Leuten, die so viel vom gefährlichen „Fundamentalismus“ reden, klar ist, dass es keine neutrale Position gibt. Jeder steht irgendwo. Und jeder steht auf einem bestimmten Grund. Ich hab den Eindruck, dass man gern suggeriert, dass es von der „Gesellschaft“ her eine 1. korrekte und 2. neutrale Position gibt, von der her betrachtet eine zu starke Abweichung als Fundamentalismus betrachtet wird.

Aber das verkennt die Tatsache, dass die allgemein akzeptierte Meinung der „Gesellschaft“ eben 1. nicht neutral ist und 2. auch ihre Korrektheit sehr stark in Zweifel gezogen werden kann, da sich die „Meinung“ der „Gesellschaft“ ja immer im Wandel befindet, folglich war sie früher nicht richtig und es gibt auch keine Garantie, dass sie jetzt richtig ist und auch ferner hin kann man ihre Korrektheit nicht garantieren.

Ich muss immer an den längst verstorbenen Pfarrer Wilhelm Busch denken, der immer wieder die Frage stellte: „Wer sagt denn, was gut und böse ist? Wer sagt denn, was richtig und falsch ist?“

Die ganzen Debatten um Fundamentalismus hin und Fundamentalismus her sind völliger Blödsinn. Die Frage ist nämlich eine ganz andere: Was ist der Maßstab, von dem aus wir betrachten, was extrem – also weit davon entfernt – ist?

Was ist der Maßstab, an dem wir uns zu messen haben? Warum sollte dieser Maßstab gelten?

Das nur ein paar Fragen, die mir schon sehr lange durch den Kopf gehen. Natürlich als Christ, der die Bibel vor sich hat. Warum ist ihre Botschaft wichtig? Ich glaube Paulus bringt es auf den Punkt:

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Da stellte sich Paulus mitten auf den Areopag und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe an allem, daß ihr sehr religiöse Leute seid! Denn als ich umherging und eure Heiligtümer besichtigte, fand ich auch einen Altar, an welchem geschrieben stand: «Dem unbekannten Gott.» Was ihr nun verehret, ohne es zu kennen, das verkündige ich euch.

Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln von Händen gemacht; ihm wird auch nicht von Menschenhänden gedient, als ob er etwas bedürfte, da er ja selbst allen Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus einem Blut das ganze Menschengeschlecht gemacht, daß es auf dem ganzen Erdboden wohne, und hat im voraus die Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt, daß sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl spüren und finden möchten, da er ja nicht ferne ist von einem jeglichen unter uns; denn in ihm leben, weben und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: «Wir sind auch seines Geschlechts.»

Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei dem Golde oder Silber oder Stein, einem Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung gleich. Nun hat zwar Gott die Zeiten der Unwissenheit übersehen, jetzt aber gebietet er allen Menschen überall, Buße zu tun, weil er einen Tag festgesetzt hat, an welchem er den Erdkreis mit Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für jedermann dadurch beglaubigte, daß er ihn von den Toten auferweckt hat.

( Apostelgeschichte 17, 22-31 )

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Das ist in der Tat der Grund, weswegen die Botschaft des Evangeliums so einen großen Wert hat und weswegen unser Leben dem lebendigen Gott untergeordnet werden sollte.

Ein Aufruf zum Staunen

Ein Aufruf zum Staunen

Ein Aufruf zum Staunen

Wir sprechen davon, dass die Ewigkeit so ist, dass sie über die Vorstellungskraft eines Menschen hinausgeht – und das ist wahr. Aber wenn du einfach mal die Sterne betrachtest, dann ist das etwas, was einen Menschen wörtlich wahnsinnig werden lassen könnte, wenn man über die Größe und Komplexität all dessen nachdenkt, was um uns herum ist. Denkst du an den Weltraum, wo die Entfernungen so gewaltig und unermesslich sind – Tausende von Millionen Lichtjahren – und doch ist Christus, der für dich starb, der die Füße der Jünger wusch, derjenige, der das alles geschaffen hat und es zusammenhält.

Wenn das ganze Universum ein Super-Computer wäre … Ein Supercomputer der Größe des Universums könnte nicht all diese Komplexitäten zusammenbringen und zusammenhalten, er könnte sie nicht einmal erfassen. Das ist einfach phänomenal und doch kam der Schöpfer und Erhalter in einer Krippe zur Welt. Braucht Jesus wirklich die Anbetung der Menschen? Und wäre er wirklich einsam, wenn keiner von uns ihn angenommen hätte? Wäre das so ein großer Verlust? Er hat unzählige Welten.

Mein kleiner Sohn, Evan – der fing vorgestern Nacht das Weinen an und sagte, er möchte gerne Nana besuchen. Nana war meine Mutter.

Und ich sagte: „Evan, du weißt, dass sie gestorben ist und im Himmel ist“.

„Nun, ist sie fröhlich?“

„Oh ja, sie ist sehr fröhlich“

„Was tut sie?“

Und wir haben uns hingesetzt und haben uns eine Weile vorgestellt, was sie so tut.

Lass mich fragen: Staunst du genug? Staunst du überhaupt über was? Sind da keine Fragen? Denkst du überhaupt darüber nach, was im Himmel so sein wird? Sitzt du nicht mehr da und denkst darüber nach, was auf dich wartet?
Du staunst, dass er die Welt geschaffen hat und dass er das Universum geschaffen hat? Das solltest du. Aber es gibt noch etwas viel Größeres – dass er all diese Komplexitäten zusammenhält und trägt, das ist völlig erstaunlich! Er trägt das ganze Universum in seiner Kraft – Augenblick für Augenblick durch alle Ewigkeit – ohne jede Mühe. Und all das ist ihm leichter als eine Feder. Nun, das ist Kraft.