Buch: John Bunyan – Kesselflicker, Prediger und Autor der Pilgerreise

John Bunyan – Kesselflicker, Prediger und Autor der Pilgerreise

John Bunyan
John Bunyan

Heute mag ich wieder mal ein Buch vorstellen. es handelt sich um eine Biographie und zwar um eine Biographie über John Bunyan. John Bunyan ist sehr bekannt, oder wenigstens ist sein berühmtestes Werk „Die Pilgerreise“ sehr bekannt.

Die Pilgerreise schildert bildhaft in einer Geschichte das Leben eines Christen und welche Gefahren ihn dort erwarten. Diese Geschichte schrieb er zum großen Teil  in der Zeit, als er im Gefängnis saß. Warum saß er im Gefängnis? Nun, er hatte per se nichts böses getan, kein wirkliches Verbrechen begangen, aber er hatte gepredigt. Ohne staatskirchliche Erlaubnis. Das war mehr oder weniger verboten und deshalb wurde er verhaftet und bestraft mit Gefängnis, Die Gefängnisse damals im 17 Jahrhundert waren deutlich weniger „gemütlich“ als die Gefängnisse in heutigen Tagen.

Nun, was deshalb beeindruckend ist, ist, dass John Bunyan – obwohl ihm einiges an Gelegenheit gegeben war, „umzukehren“ und ein leichteres Leben zu haben, er sich doch an des gebunden empfand, was Gottes Wort sagte und sich nicht den Forderungen unterwarf, mehr den Menschen als Gott zu gehorchen.

Darstellung John Bunyans
Darstellung John Bunyans

Das war, was mich vor allem beeindruckt hat: Diese Klarheit, Zielstrebigkeit und Ernsthaftigkeit. Auch interessant ist die Schilderung seiner Bekehrung, die  nicht so oberflächlich und schnell geschah, sondern wirklich einen tiefgreifenden und ein langen Prozess darstellte, der mit viel Seelennot Bunyans von statten ging.

Ein letztes, was ich an diesem Mann und Gottes Wirken in seinem Leben bemerkenswert finde, ist, dass er trotz dessen, dass er viel Zeit dem Predigen widmete,  doch auch gleichzeitig sein täglich Brot mit einer ganz gewöhnlichen Arbeit verdiente, nämlich als Kesselflicker, also einer handwerklichen Tätigkeit. Jedenfalls zutiefst bemerkenswert, wie John Bunyan trotz der Verfolgung und Unterdrückung vom Staat seinerzeit doch klar und stark blieb und für die Verteidigung des Evangeliums kämpfte.

http://de.wikipedia.org/wiki/John_Bunyan

Buch: J. Hudson Taylor – Im Herzen Chinas

J. Hudson Taylor – Im Herzen Chinas

J. Hudson Taylor - Im Herzen Chinas
J. Hudson Taylor - Im Herzen Chinas

Das soll in dem Sinne keine Buchrezension sein, aber einfach, was mich an diesem Buch bewegt hat. Ich hatte zuvor bereits die Biographie von Georg Müller gelesen und was mich an beiden ungemein beeindruckt hat, das war ihr gewaltiges Vertrauen auf Gott. Ebenso ihre Liebe zu ihren Mitmenschen. Bei Georg Müller die Waisen und bei Hudson Taylor die Chinesen. Es waren beides Männer, die entschieden mit Gott gingen und die darauf warteten, dass Gott wirklich eingriff. Die nicht nur vom Hörensagen glaubten, dass Gott eines Tages mal Wunder getan hat, sondern die fest vertrauten, dass Gott sie und ihr Werk, das sie in Gottes Namen taten, versorgen würde.

Ich glaube, Georg Müller hat über seine Gebete und Gebetserhörungen Buch geführt und es war gewaltig, wie der Herr das Werk, das er an den Waisenkindern tat, so reichlich segnete. Sicher, es gab schwere Zeiten der Anfeschtung und oft wurde es knapp, so sagt Müller, aber doch hat Gott immer versorgt. Ich schreibe hier so viel von Georg Müller, weil der auch ein wenig ein geistlicher Vater für Hudson Taylor war.

Was oft erstaunlich an Leuten wie Hudson Taylor ist, ist, dass sie wirklich letztlich radikal waren und nicht zurückgehalten haben und die Dinge, wie sie kamen, aus Gottes Hand genommen haben. Besonders beeindruckend, wie Taylor mit dem Tod seiner geliebten Frau Maria umgeht und wie er auch in solchen Momenten, wo es wirklich hart kam, nicht den Mut sinken ließ und aufgab, sondern eher gestärkt daraus hervorging. Ich empfehle immer wieder, solche Biographien zu lesen, das weitet unheimlich den Blick und stärkt das Vertrauen, dass der lebendige Gott seine Kinder nicht verlässt, sondern sie durchträgt bis zum Ende. Wir haben heute mit vielen Dingen zu kämpfen, aber ich denke, besonders essentiell ist das Vertrauen zu Gott und das Vertrauen zu seinem Wort und gerade Hudson Taylor war in beidem ein großes Vorbild. Und Gott hat das geehrt.

Hudson Taylor war kein großer Held und litt viel unter seiner schwachen Gesundheit und doch war er ein fleißiger und treuer Arbeiter und vor allem ein Beter. Er glaubte wirklich, dass Gott Gebet erhört und ließ voll Vertrauen seine Gebet zum Höchsten steigen. Das war nicht Gebet, um halt fromm zu sein, sondern es war Gebet, das völlig mit der Wirklichkeit Gottes rechnete. Das war einfach wirkliches geistliches Leben. Von Hudson Taylor stammt auch das Zitat:

Wir brauchen keinen großen Glauben, sondern Glauben an einen großen Gott.

Sehr, sehr sinnvoll.