Wenn ein Gläubiger sündigt…

Wenn wir über das Bekennen von Sünden sprechen, dann müssen wir sehr, sehr sorgsam sein und ich denke, Dr. MacArthur zeigt das sehr gut auf. Kein Mensch kennt all seine Sünde. Keiner. Ich war im Büro bevor ich rauskam um all die Leute zu begrüßen und betete: „Herr, zeig mir, wo ich gesündigt habe!“. Und obwohl ich da im Gebet einige Sünden vor Gott gebracht habe, war ich danach kein Mensch, der von sich sagen könnte: „Ich habe jede Sünde bekannt, die ich je  getan habe!“ – Ich hab keine Ahnung, was ich alles in meinem Leben schon gesündigt habe.  Wenn wir davon sprechen, Sünde zu bekennen, dann reden wir nicht von etwas, was dich innerlich fast wahnsinnig macht, indem du über jede Sünde nachdenkst, die du jemals begangen hast. Es geht mehr um eine Haltung oder eine Einstellung. Ich möchte euch etwas aus der Bibel vorlesen und es nicht nur aus dem Kopf zitieren, damit ihr auf jeden Fall seht, dass es in der Bibel steht. Und zwar steht es in Jesaja 66.

Hat doch meine Hand das alles gemacht, und so ist dies alles geworden, spricht der HERR. [  Also: Ich brauche nichts von irgend einem Menschen. Gott wird nicht von Menschenhänden gedient  ] Ich will aber den ansehen, der gebeugten und niedergeschlagenen Geistes ist und der zittert ob meinem Wort. ( Jesaja 66, 2 )

Das gibt mir mehr Hoffnung für das Leben als Christ als fast jeder andere Vers in der Bibel, abgesehen von den Passagen, die explizit von dem vollbrachten Werk Christi am Kreuz sprechen.  Warum ist das so? Ich sage euch warum: Wenn hier stünde, dass Gott mich mit Zuneigung und Erbarmen ansehen würde, weil  ich vollkommen seinem Gebot gefolgt bin, dann gäbe es keine Hoffnung für mich. Oder wenn da stünde, dass Gott mich mit Erbarmen ansehen würde, weil mein Herz immer richtig stand oder immer leidenschaftlich für ihn brannte, dann wäre da keine Hoffnung für mich! Aber er sagt: Ich werde mich dem zuneigen, der demütig und zerbrochenen Geistes ist und bei meinem Wort erzittert. Wozu ist das Wort Gottes da? So viele sagen, dass Wort Gottes ist da, um ihm zu gehorchen und das ist wahr, aber darüber hinaus ist das Erste, vor diesem Wort zu zittern.  Seht ihr. Wenn ihr eure Bibel offen habt und Gott anfängt, euch Sünde in eurem Leben zu zeigen, dann gilt als aller Erstes: Seid davon nicht entmutigt! Das ist keine Hinrichtung oder ein Anklageschrift, die deine Sünde aufzeigt, um dich dann zu verdammen.  Sondern es ist der, der für dich ist. Und er zeigt dir deine Sünde, weil er dich liebt und er dich geheilt sehen möchte. Er will Freude in dir. Und du sagst: „Oh, jetzt kommst du schon wieder mit Emotion!“ . Hast du nicht gelesen: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, dann FREUDE!“

C.S. Lewis sagte einmal: Möglicherweise ist Freude der primäre Hinweis darauf, dass jemand wirklich den Herrn gefunden hat.

Nach Jahren, wo ich mich selbst auf den Boden trieb und versuchte, die Liebe Gottes zu verdienen und heilig genug zu sein, um geliebt zu sein, bekam ich fast einen Nervenzusammenbruch.  Und eines Tages traf mich die Liebe Gottes wie ein Blitz vom Himmel in meinem Herz. Und ich bin froh und habe Frieden. Nicht wegen meiner Leistung, sondern wegen seinem für mich vollbrachten Werk.  Und wenn Gott mir Sünde aufzeigt, dann als jemand, der mich liebt und für mich ist und mir nicht erlauben wird, an jenem Tag verdammt zu werden!  Er wird da stehen und ein Fels sein gegen jede Flut des Teufels, die mich in die Grube der Verzweiflung zu reißen versucht! Der Teufel wird dastehen und anklagen und anklagen und anklagen und dann wird Gott kommen, wie ein König  und mein mächtiger Fels sein vor jenen Fluten!  Und das setzt mich frei. Wenn ich über Sünde spreche und dann von der Kanzel steige, dann sagen Gläubige „Du bist mir mächtig auf die Zehen getreten!“, dann sag ich: „Dann hab ich einen schrecklichen Job getan, denn das war nicht meine Absicht!“. Das Aufzeigen von Sünde sollte dir zeigen, dass es den Liebhaber deiner Seele gibt, der dich mehr liebt als du dir je vorstellen kannst! Du kannst Gottes Liebe nicht begreifen, weil du noch nie zuvor etwas derartiges gesehen hast! Da gibt es kein Beispiel für. Schau die Liebe einer Mutter, eines Vaters, einer Oma, eines Soldaten, der auf dem Schlachtfeld für seine Männer stirbt. Von dort aus begreifst du nichts von der Liebe Gottes, weil man sie mit nichts vergleichen kann. Und deswegen fällt es euch so schwer. Euer Problem ist nicht zu glauben, dass Gott ein Wunder tun kann oder die Toten auferweckt. Dein Problem ist: Seine Liebe ist so groß, dass du sie kaum für wirklich halten kannst. Wenn ich davon spreche, dass Gott dir deine Sünde aufzeigen will, dann ist das nicht, um dich zu töten, sondern um dich zu retten und dich frei zu setzen!  Der echte Gläubige wird das erkennen.

Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht. Die Tatsache, dass wir sündigen, zeigt, dass wir weder treu, noch gerecht sind. Und vielleicht benutzt Johannes diese Worte auch deswegen. Er versucht dir, etwas zu sagen: Weißt du, warum du Hoffnung hast, der du glaubst? Weil Gott nicht so ist wie du und ich und nicht so wie die Menschen, die dich verdammen und dich rauswerfen wollen.  Seht ihr. Menschen sind weder treu, noch sind sie gerecht. Er aber ist beides. Er ist treu, all seine Verheißungen dir gegenüber zu erfüllen. Denn er ist gerecht. Er tut immer alles, was richtig ist, das, was seiner Natur entspricht. Du kannst ihm vertrauen. Er ist treu und gerecht, uns unsere Sünden zu vergeben. Aber nicht nur Vergebung gibt er, ihr braucht etwas, das viel mehr als Vergebung ist. Ihr bewegt euch zum Teil im Bereich der Vergebung, fast  schon in einem juristischen Sinne. Aber ihr müsst etwas verstehen, hier wird mehr gegeben als nur die Vergebung von Sünde. Es gibt auch Reinigung von Sünde. Und das nicht nur vor Gott, sondern auch Reinigung deines Gewissens. Wie kann ich euch das beschreiben? Lasst uns sagen, ein wahrer Mann Gottes begeht eine schreckliche Sünde – unterstes Niveau. Wenn du mit Gott gewandelt bist und seine Gegenwart kanntest und du dann ein schreckliches Verbrechen begehst vor ihm.  Man hat mir gesagt, dass da ein Mann Gottes dabei dem Nahe kommen kann, seinen Verstand zu verlieren, sich sein Leben zu nehmen, Selbstmord zu begehen. Wie kann er so viele Jahre mit Gott gewandelt sein und dann in so einer üblen Weise zu fallen? Wie kann da jemals wieder irgend eine Hoffnung sein?  Ich sage es euch: Weil Jesus nicht nur Sünde vergibt, sondern das Gewissen von Schuld reinigt! Weil er das von deinem Herzen, aus deinem Sinn tilgen kann. Es gibt Trost. Es gibt Trost in Gilead! Es gibt Balsam! Lass mich sagen: Als ein Gläubiger, egal was aus dir geworden ist oder du getan hast, kann er dir nicht nur vergeben, sondern dich von aller Ungerechtigkeit reinigen! Es gibt nicht eine ungerechte Sache, die du tun kannst, von der er dich nicht reinigen kann und dich freisetzen kann und dein Herz wiederherstellen kann. Sondern er kann all das tun.

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns; wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigeit.

( 1. Joh 1, 8-9 )

Gott liebt seine Kinder

„Ich habe eine Frau und ich habe drei Kinder, das Haus steht fest. Ohne Christus wäre ich entweder ein Alkoholiker oder tot. Wahrscheinlich drei mal verheiratet, hätte Kinder, die ihren Vater hassen würden, weil er ein egozentrischer Drecksack wäre.“

Das Video ist zwar schon eine Weile ( in mittlerweile ) zwei Fassungen online. Aber ich erinnere doch immer wieder gerne daran. Möchte einfach auch diese Seite und diesen Aspekt betonen, der manchmal ( leider ) untergeht. Jemand hat mal gesagt ( sinngemäß ) :

„Einer der wichtigsten Aspekte dabei, im Glauben Reife zu erlangen, besteht darin,  das Gleichgewicht halten zu lernen.“

Etwas, was ich auch noch sehr lernen muss.

Erfreue dich am Herrn und er wird dir geben, wonach dein Herz sich sehnt.

Das hier ist keine krankhafte Person, die entschieden hat im Namen Jesu, im Namen der Demut und der Treue, jeden Segen und jede Hoffnung auf Segen aus ihrem Leben zu verbannen. Nein! Nein! Diese Person tut das nicht, weil sei einfach nur denkt, dass es richtig ist oder weil es am Ende dann halt eine ewige Belohnung dafür geben wird. Sie glaubt, dass Gott ihr das gibt, wonach ihr Herz sich sehnt! Sie glaubt, dass Gott ihr das gibt, wonach ihr Herz sich sehnt! Dass Gott seinen Kindern gute Dinge gibt. Fleischliche Menschen können das nicht verstehen, sie können es nicht.

Manchmal wird der Herr uns mit sehr, sehr wenig Geld segnen. Aber die anderen Dinge, die er anstatt von Geld gibt, die sind so gewaltig, dass wir nicht mit den größten Milliardären auf der Welt die Plätze tauschen wollten. Zu anderen Zeit wird er uns finanziell und wirtschaftlich segnen, aber wir wissen, dass das vom Herrn ist. Der Herr wird danach schauen und seinen Kindern die Wünsche ihres Herzens erfüllen. Eines der Dinge, die mich am meisten erstaunen, ist, dass Gott nicht so geistlich ist wie die meisten von euch! Was will ich sagen? Er sorgt sich um kleine Dinge, die wir fast als etwas banal empfinden würden. Er sieht in die Herzen seiner Kinder und er wird ihnen geben, was ihre Herzenswünsche sind und es ist nicht notwendigerweise etwas, wovon wir denken, dass es sein Reich voranbringt.

Vielleicht hab ich das euch schon einmal erzählt, aber ich erinnere mich an eine Begebenheit vor Jahren als ich mit Charo ( Anmerkung des Übersetzers: Charo ist Paul Washers geliebte Ehefrau ) in Peru diente. Nun, in diesem Jahr belief sich unsere ganze Unterstützung vielleicht auf 4000 Dollar, das weiß ich nicht so, vielleicht 5000, nun, es war erbärmlich.

Und für ein paar Monate flogen wir zurück in die Vereinigten Staaten und Charo, sie hat wirklich nie um was gebeten, sagte: „Wenn wir zurück in die Staaten kommen, kann ich dann ein paar „Country Crafts“ bekommen für unsere Wohnung?“

Und ich sagte: „Was ist das?“ Und ich fand heraus, das sind so kleine ausgeschnittene gebastelte Schweinchen mit so Bändchen um den Hals und Hühner, die man die Wand hängen kann. „Country Crafts“ – wisst ihr? Geht nach Gatlinburg, dann wisst ihr, was ich meine! Wir besuchten meinen Onkel in der Nähe von Gatlinburg und wir marschierten in so einen „Country Crafts“-Store und wir schauten uns fünf Minuten um, und gingen dann wieder raus, denn diese „Country Crafts“ kosten mehr als ein echtes Schwein. Das war einfach irgendwie blöde und Charo sagte nichts, sie hat nicht gejammert, sie hat irgendwie kurz gelächelt und dann gingen wir wieder. Aber sie hat das Wochen zuvor erwähnt und es war etwas … nun ich verstehe nicht so wirklich die weiblichen Gedankengänge, aber ich weiß, dass sie ein paar von diesen „Country Crafts“ wirklich gern gehabt hätte um sie in ihre Küche zu hängen.

Nun, von da kam ich nach West Tennessee um zu predigen. Und wir übernachteten bei dem Pastor und seiner Frau. Und sie sagten: „Ihr werdet in einer Lagerkammer schlafen, aber wir haben daraus ein Schlafzimmer gemacht. Vergebt uns, wir haben gerade das ganze Gemeindehaus renoviert und da stehen lauter Kisten usw, rum und wir kamen da rein und die Frau des Pastors sagte: „Oh, Charo, da sind zwei Kisten“ – und es waren große Kisten – „mit Zeug drin, dass ich weggeben will, vielleicht an die Heilsarmee… aber wenn du die willst, kannst du die haben.“ Meine Frau saß da und sagte „Vielen Dank“. Und in dem Moment, wie die Dame die Tür schloss, sprang meine Frau wie eine wilde Katze auf diese Kisten. Und sie machte sie auf und beide Kisten waren voll mit „Country Crafts“ . Nun, ich weiß, dass ihr zu „geistlich“ wärt, um euch um so etwas zu sorgen. Ich hab in meinem Leben nicht so viel gejagt und gefischt, meistens spreche ich nur davon, und öfter hat der Herr mir da Gelegenheit gegeben und ich habe sie fälschlicherweise zurückgewiesen. Und ich find es verwundernswert … nun, wisst ihr, da sind Ärzte und ich habe großen Respekt vor Ärzten, die machen viel Geld, das sie dann auch noch ein wenig sparen und es dann fürs Jagen in Iowa ausgeben. Denn da kann man wirklich gut jagen. Vor einiger Zeit kam ich nach Iowa und durfte jagen, ohne etwas bezahlen zu müssen. Gott hat die Tür geöffnet und jemand hat mich das einfach machen lassen.

Wisst ihr…

Versteht ihr, was ich euch sage? Gott ist so vielseitig! Er liebt seine Kinder! Er gibt ihnen, wonach sie sich von Herzen sehnen! Genau dann, wann sie es brauchen. Und er wird solche Dinge zurückhalten, wenn sie sie nicht brauchen. Also das ist der Punkt an der Sklaverei! Sklaverei ist eine wunderbare Sache, wenn du der Sklave eines vollkommenen Meisters bist! Erkennt ihr, dass der Meister bestimmt, was ihr esst, was ihr anzieht, und euch beschützt und verteidigt, alles! Du hast nur über eines Kontrolle: Darüber, das zu tun, was der Meister sagt. Das vereinfacht wirklich das Leben. Oder? Die meisten Leute geben sich hin, all diese Dinge zu tun, für sich selbst zu sorgen, und sorgen sich nicht um den Willen ihres Meisters. Anstatt, dass sie sich darauf ausrichten, den Willen ihres Herrn zu tun und, dass der Meister Sorge trägt für ihre Nöte. Gott wird uns geben, wonach wir uns von Herzen sehen. Erfreut euch selbst im Herrn und er wird euch das geben, wonach euer Herz sich sehnt. Das ist wichtig, es geht nicht darum, sich am Jagen oder Fischen zu freuen oder an Kleidern, an einem Auto oder an irgendwas anderem. Er erfreut sich im Herrn. Wonach sehnt er sich? Nach dem Herrn! Eines seiner größten Segnungen ist, dass der Herr ihm den Herrn geben wird.

Ein sehr wohlhabender Mann kam einmal zu mir um mit mir zu reden, dass der Herr sehr an seinem Leben gearbeitet hat. Dass er einige ernste Veränderungen vornehmen wird. Und ich preise Gott dafür, er hat das dann wirklich getan.

Und, das war vor Jahren und er sagte: „Bruder Paul, weißt du, ich seh dich so und ich hab irgendwie den Eindruck, dass das nicht richtig ist und dass das nicht fair ist“. Und er redet weiter und weiter darüber, dass er so viel hatte und ich so wenig hatte. Und das ist heute nicht mehr der Fall, Gott sorgt sehr gut für mich! Das war vor langer Zeit und er sagte: „Weißt du, ich fühl mich so schlecht deswegen, das ist einfach nicht fair“.

Und ich sah ihn an. „Ja, das ist ist einfach nicht fair.“ Und er schaute mich etwas seltsam an, er erwartete nicht, dass ich mit ihm übereinstimme. Ich sagte: „Nun, ich denke, das ist wirklich nicht fair, Bruder, es tut mir sehr Leid für dich, ich fühle fast, als sollte ich mich entschuldigen, aber ich kann nicht gegen Gottes Souveränität ankämpfen, nun, so hat er es eben gemacht.“

Und er sagt: „Was erzählst du da?“
„Nun, es tut mir irgendwie sehr Leid, dass deine Lebensgeschichte so verlaufen ist“

Er sagte: „Nein, ich meinte es anders herum!“

Ich sagte: „Nein, du hast es falsch rum. Alles, was du hast, ist Geld. Jedes mal, wenn ich meine Knie im Gebet beuge, vernehme ich die Gegenwart Gottes. Fast jedes mal, wenn ich dieses Buch aufschlage, lehrt er mich etwas. Ich habe ihn Menschen retten gesehen, ich habe ihn Menschen heilen gesehen, ich habe ihn Wunder tun gesehen, die nicht erklärt werden können! Es tut mir so leid für dich, dass dein Lebensweg dich zum Geld geführt hat.“

Seht ihr? Er gibt uns, wonach unser Herz verlangt! Überseht nicht, was er GETAN hat. Ist euch klar? Schaut allein mich an: Ich habe eine Frau und ich habe drei Kinder, das Haus steht fest. Ohne Christus wäre ich entweder ein Alkoholiker oder tot. Wahrscheinlich drei mal verheiratet, hätte Kinder, die ihren Vater hassen würden, weil er ein egozentrischer Drecksack wäre. Du kannst Gottes Segen dir da nicht ausmalen. Du hast keine Vorstellung davon, was du ohne ihn wärst! Er gibt uns, das wonach sich unser Herz sehnt. Und wisst ihr, der demütige Mann weiß das. Er folgt ihm nicht krankhaft nach, wie die Jünger, als Jesus nach Jerusalem geht – „Lasst uns mit ihm nach Jerusalem gehen und mit ihm sterben – ohne irgend einen Sinn dahinter“ – Das ist doch nicht die Weise, wie ein demütiger Mann Gott folgt. Er folgt ihm fröhlich und voll Hoffnung! Voll Hoffnung dem gegenüber, was Gott TUN WIRD. Durch ihn und in seinem Leben.

Er wird dir das geben, wonach dein Herz sich sehnt. Vertraue deinen Weg dem Herrn an. Was ist ein demütiger Mann? Nun, das ist er, gerade hier! Er vertraut seinen Weg dem Herrn an. Ein demütiger Mann versucht nicht, seine eigenen Wege zu suchen. Er gräbt sich nicht durchs Land um seinen eigenen Kanal zu bauen. Er arbeitet nicht so, um eine Leiter zu ersteigen oder zu manipulieren oder irgendwas, sondern er vertraut dem Herrn seine Wege an! Herr, du tust mit mir, was du willst. Ich werde dir folgen. Ich vertraue meinen Weg dir an. Aber der demütige Mann weiß auch: Vertraue auf ihn und er wird es tun! Er wird deine Gerechtigkeit leuchten lassen wie das Licht! Das ist kein krankhaftes, „ich werde alles verlieren, nur um Gott zu folgen“, er weiß, dass Gott ihn verteidigen wird. Gott wird seine Gerechtigkeit hervorbringen, Gott wird seine Hilfe sein. Ein demütiger Mann ist zuletzt jemand, der Gott vertraut. Der seine Wege Gott anvertraut.

Sprüche 3, 5:

Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand;

Der demütige Mann ist der, der das tut.

Antwort auf den Atheismus

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Richard Wurmbrand verbrachte 14 Jahre seines Lebens in kommunistischen Gefängnissen, weil er ein Pfarrer war, der sich gegen die kommunistische Ideologie stellte.

Er erzählt folgende Begebenheit:

[…]

Eines Tages wurde ich aus meiner Zelle heraus gerufen und vor einen Leutnant des Gefängnisses gebracht, er hatte einen Gummiknüppel in seiner Hand und hat mir mit diesem Gummiknüppel gedroht und sagte:
„Ich werde es dir jetzt zeigen! Ich habe gehört, dass du nicht einmal in der Gefängniszelle ruhig bist, dass du auch dort über Gott sprichst, über ewiges Leben, über all diese Dummheiten. Sag mir wenigstens ein Argument, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Gib mir doch wenigstens ein Argument. Das ist doch eine Dummheit so etwas zu verkündigen. Ich werde es dir schon zeigen!“

Er hatte eben diesen Gummiknüppel in der Hand und er hatte ihn sehr oft schon gebraucht. Nun, wenn einer dir droht, dich zu schlagen, dann schlägt er dich noch nicht. Er hat nur den Gummiknüppel in der Hand, er hat noch nicht geschlagen. Er wird mich vielleicht in einer oder zwei Minuten schlagen. Dann habe ich doch diese zwei Minuten zur Verfügung und diese zwei Minuten kann ich ja meine Freude zeigen. Diese zwei Minuten kann ich ja mein Lächeln zeigen. Wenn einer sagt: „Ich werde dich erschießen“, dann hat er dich noch nicht erschossen. Er muss ja zuerst den Revolver herausnehmen und er muss ja noch die Kugel in den Revolver stecken. Diese zwei Minuten kann ich ihm gegenüber ja noch lächeln, diese zwei Minuten kann ich ihm ja noch etwas von der Freude Gottes zeigen.

Als er mit dem Gummiknüppel so drohte, sagte er: „Woher weißt du, dass es ein ewiges Leben gibt? Woher willst du das über diesen Gott wissen? Das sind ja alles Dummheiten! Gib mir wenigstens ein Argument!“

Darauf sagte ich: „Herr Leutnant, es ist sehr schwer, jemandem, der einen Gummiknüppel in der Hand hat, ein Argument zu geben! Aber ich werde ihnen jedenfalls ein Argument geben: Ich habe viele neben mir sterben sehen, wie die Fliegen, so starben die Gefangenen, rechts und links. Ich habe überlebt, aber viele haben es nicht überlebt. Man starb im Gefängnis und ich habe viele dort sterben gesehen. Nicht nur Christen und Juden, wir waren auch Moslems im Gefängnis, es waren auch Kommunisten im Gefängnis, wenn die sich untereinander stritten, hat ein Genosse den anderen ins Gefängnis gesteckt, es waren auch viele Atheisten mit uns, ich habe viele davon sterben gesehen. Sie waren Atheisten bis 2 Minuten vor dem Tod. Vor dem Tod schrie jeder etwas: „Gott“ oder „Jesus“ oder „Maria“, einige „Allah“ und einige irgend etwas. Sie riefen irgend jemanden im Himmel an und bereuten es, dass sie während ihres Lebens Atheisten gewesen waren. Herr Leutnant, können sie sich vorstellen, dass irgend jemand ein Christ war und dann vor dem Tod steht und es bereut, ein Christ gewesen zu sein und dann schreit: „Marx, Darwin, bitte befreit mich von meinem christlichen Glauben! Ich will auf euch vertrauen“

Da sagt er: „Bist du ein verfluchter Kerl, auf dieses Argument gibt es keine Antwort!“

Wir haben ja die Wahrheit auf unserer Seite. Wir haben ja die Stärke Gottes auf unserer Seite und können ruhig sein unter allen Umständen.
An einem bestimmten Moment war ich vor einem Oberst der Geheimpolizei. Es war spät in der Nacht. Und er verlangte von mir, allerlei Aussagen über die Untergrundkirche zu machen. Wir haben da geheim gedruckt und geheim verbreitet, da gab es ja immer Geheimnisse. Woher wir das Papier hätten und woher wir die Druckmaschine hätten und wie wir das verbreiten würden und mit wem wir zusammen arbeiten würden. Ich sollte das sagen, damit auch andere hätten verhaftet werden können. Ich wollte ihm das alles nicht sagen und er hatte alle Methoden, mich zum reden zu bringen, angewandt und das hatte ihm nicht geholfen. Und dann sagte er:
„Schön, wenn sie mir das alles nicht sagen, dann werde ich den Befehl geben, dass sie erschossen werden.“

Nun, zu jener Zeit brauchte man in meinem Land kein Gerichtsverfahren, nichts. Wenn ein Oberster der Geheimpolizei dich erschießen wollte, dann wurdest du erschossen. Und er sagte: „Sie werden erschossen“. Und Gott gab mir damals so eine Seelenruhe. Warum hat er sie mir gegeben und nicht dir? Er gibt sie allen, wenn sie sie nur nehmen wollen. Die Geschenke Gottes sind für einen jeden von euch, ich bin nicht etwas besonderes bei Gott. Und unsere Brüder im Glauben, die waren nichts besonderes, sie waren einfach nur Leute, die, als man ihnen gab, nahmen! Gott gibt seine Gaben. Nimm sie nur. Und als er mir sagte, dass ich erschossen werden sollte, hatte ich eine solche Ruhe. Ich sagte:

„Her Oberst, ich weiß, dass ein Wort von ihnen genug ist: Wenn sie den Befehl geben, dann werde ich erschossen. Und jetzt haben Sie die Möglichkeit eines Experimentes. Legen Sie die Hand auf mein Herz und wenn mein Herz jetzt erschrocken schlägt, ganz schnell schlägt in Verzweiflung, weil ich jetzt erschossen werden soll, dann haben sie ein Recht zu zweifeln, dass es einen Gott und ein ewiges Leben gibt. Aber, wenn mein Herz ruhig und regelmäßig schlägt in Frieden, weil ich weiß, zu wem ich gehe, nämlich zum Geliebten meiner Seele, dann sollen sie wissen: Es gibt einen Gott und es gibt ein ewiges Leben!“

Er rief wütend: „Niemals wirst du je befreit werden! Niemals soll jener dich befreien! Wie war noch sein Name? ( Er wollte den Namen Jesus nicht aussprechen ). Niemals sollst du die Westminster Abbey sehen!“ ( Die Westminster Abbey ist eine berühmte Kathedrale )

Und ich habe ihm geantwortet: „Sein Name ist Jesus Christus, er ist der Sohn Gottes und wenn er will, dann werde ich befreit werden! Und wenn er will, werde ich auch die Westminster Abbey sehen! ( Ich war nicht sonderlich daran interessiert, diese Kathedrale zu sehen, aber, weil er gesagt hatte, dass ich sie nicht sehen werde, habe ich gesagt, ich werde sie sehen. Wir Christen sind ja solche Trotzköpfe und sagen immer das entgegengesetzte von dem, was die Welt sagt).“

Nun, dann vergingen 14 Jahre, ich wurde frei und war in der Westminster Abbey, war in dieser Kathedrale in London. Er hingegen war im Gefängnis. Seine eigenen Genossen hatten ihn ins Gefängnis gesteckt. Von dieser Kathedrale werden solche bebilderten Postkarten verkauft und ich habe ihm eine solche Karte geschickt:

„Erinnern Sie sich daran wie sie gesagt haben, dass ich niemals die Westminster Abbey sehen würde? Dass ich niemals frei kommen würde? Ich bin frei, bin in dieser Kathedrale und vertrauen sie auch auf Jesus Christus, er ist der Sohn Gottes, vielleicht kommen sie auch aus dem Gefängnis frei , dann können sie auch diese Kathedrale besuchen“.

Er ist wirklich frei geworden. Er ist jetzt in der freien Welt und ich habe ihn an diese ganze Zeit damals erinnert.
[…]

http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Wurmbrand

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Richard Wurmbrand (* 24. März 1909  in Bukarest; † 17. Februar 2001 in Glendale, Kalifornien) war ein rumänischer lutherischer Pfarrer und Gründer einer Missionsgesellschaft, die sich für die Belange verfolgter oder benachteiligter Christen eingesetzt hat.

Richard Wurmbrand wurde als vierter Sohn einer deutsch-jüdischen Zahnarztfamilie geboren. 1918 starb sein Vater und die Familie verarmte. Mit 16, sagte er später, sei er ein glühender Kommunist und Atheist  gewesen. In den 1930er Jahren versuchte Wurmbrand sein Glück als Geschäftsmann. Gerissen und nicht immer ehrlich brachte er es zu Wohlstand und beteiligte sich am ausgelassenen Leben der rumänischen Hauptstadt, dem „Paris des Balkans“. 1936 heiratete er Sabine Oster, die ebenfalls jüdischer Abstammung war. 1938 wurde ihr einziges Kind, Sohn Michael, geboren.

Im Jahr 1937 kam Wurmbrand laut seiner Autobiographie durch einen alten deutschen Zimmermann in einem kleinen rumänischen Dorf zum christlichen Glauben. Danach wurde er bei der Anglikanischen Mission für Juden zum Pastor ausgebildet und ordiniert. In seiner Kirche und in seinem Privathaus fanden die Juden Zuflucht und Schutz vor der einsetzenden antisemitischen Verfolgung.

1948 wurde er verhaftet, verhört und gefoltert. Die Gefangenschaft im Gefängnis Sighet dauerte acht Jahre bis 1956. Drei Jahre verbrachte er in strenger Einzelhaft in unterirdischen Kerkern, ohne Sonnenlicht oder Geräuschen der Außenwelt. Unter der Auflage, nicht mehr zu predigen, wurde er amnestiert. Drei Jahre später wurde er erneut verhaftet und bis 1964 eingesperrt. Für 10.000 US-Dollar konnten norwegische Christen (Norwegische Judenmission und Hebräisch-Christliche Allianz) ihn und seine Familie freikaufen.

Erst 1990 durften Richard und Sabine Wurmbrand nach 25 Jahren Exil wieder nach Rumänien reisen. 2006 wurde er an die fünfte Stelle einer Liste der 100 berühmtesten Rumänen gewählt.

Gottes liebende Disziplin

Wenn er dich diszipliniert, dann tut er das als dein Vater. Du bist sein Sohn, du bist sein Kind. Eine der größten Manifestationen von Gottes Liebe ist seine Disziplinierung an uns in unseren Leben. Ihr als Eltern, die ihr wirklich hin und her schwankt beim Disziplinieren eurer Kinder, weil ihr sie „so arg liebt habt“, begreift, dass ihr eine heuchlerische und unbiblische Liebe habt. Die größte Manifestation der Liebe, wie gesagt , kann die Disziplinierung sein, die ihr euren Kindern gebt. Die beständige und andauernde Disziplin. Und schaut euch einmal an, wo sich diese Disziplin überall durchzieht. Er geißelt jeden Sohn, den er empfängt. Peitschen! Ich sag sicher nicht, geht nach Hause und bindet eure Kinder an einen Marterpfahl, aber was hier so steht, ist erstaunlich. Gottes Züchtigungen können richtig verletzen. Ich meine, wirklich, wirklich, wirklich verletzen und schmerzen!

Aber lasst uns etwas betrachten. Das ist sehr, sehr wichtig! Wir setzen Züchtigung gewöhnlich im Christenleben mit Sünde im Leben des Christen in Verbindung. Weil du etwas getan hast, deswegen wirst du gezüchtigt! Ja, das mag zum Teil der Fall sein, aber ich will uns zwei Arten zeigen, auf die Züchtigung auftaucht. Und das ist jetzt enorm vereinfacht. Als ich ein kleines Bürschchen war, da war mein Vater ein wirklich guter Athlet und ich gar nicht. Ich hatte sehr schwache Beine. Und mein Vater wollte aus mir einen großen Athleten machen. Nachdem wir das Vieh gefüttert hatten, geschah folgendes, denn wir wohnten auf einer Ranch mit Tieren und waren so ungefähr eine Meile weg von unserem Haus. Egal, ob es jetzt geschneit hat, ich hatte große Stiefel an und mein Vater schnallte mir Gewichte um und ich sollte hinter dem Wagen den ganzen Weg nach Hause rennen. Nun, hatte ich an jenem Tag etwas falsches gemacht? Nein! War er sauer auf mich? Nein. Die Tatsache ist: ich war schwach! Wenn ich jemals stärker werden sollte, musste ich einen stärkeren Widerstand erleben, musste ich durch Zeiten der Disziplinierung. Was ihr sehen müsst, ist, dass Disziplinierung nicht immer als Folge auf eine Sünde in unserem Leben kommt. Züchtigung ist notwendig um aus dir den Mann oder die Frau Gottes zu machen, den oder die Gott aus dir machen will. Seht ihr? Züchtigung kann auch als Training betrachtet werden. Als Training! Und es ist sehr, sehr wichtig, das zu verstehen. Züchtigung kommt nicht immer, weil du an einem bestimmten Punkt rebelliert hast. Das war sehr, sehr hilfreich für mich zu verstehen.

Züchtigung kann aber auch kommen, weil wir vielleicht unbemerkte Sünde haben in unserem Leben. Lasst mich ein Beispiel aus meinem eigenen Leben geben. Ich habe auf einer Konferenz an der Seite von Männern gepredigt, die ich sehr respektiere und sehr schätze. Und das passierte gerade erst vor 2 Monaten. Nun, ich wurde da eingeladen, weil ein anderer Sprecher ausfiel und nicht predigen konnte, und das wurde sehr kurzfristig an mich herangetragen und nun, ich hätte die Einladung nicht annehmen sollen. Ich war sehr müde und ausgelaugt, aber ich ging voran und hab es gemacht. Und ich kam dann dran und hab gepredigt, aber in dem, was ich tat, war sehr wenig von Gott. Und darauf, kam ein anderer dran und wies mich direkt von der Kanzel runter zurecht. Nun: Jetzt das Entscheidende: Ein Freund von mir sagte: schau doch, er hat dich offen getadelt, er kam nicht vorher zu dir… aber das war der Punkt: Ich wusste, was da geschieht! Unabhängig davon, ob das nun ganz „sauber“ lief, ich weiß, was da geschah! Es war der Herr. Nun, das hat mich beschämt, weil das Männer waren, die ich sehr schätze, aber es war vom Herrn. Ich werde da nicht wütend werden. Wenn jemand kommt und dich zurechtweist und das einzige, was du entgegnen kannst, ist: „Nun, es mag zwar stimmen, was du gesagt hast, aber wie du es gesagt hast, war falsch“ , dann hast du ernsthafte Probleme. Nun, das hat mich beschämt, aber vor eineinhalb Monaten, da stellte ich etwas fest und ich hab mit dem Pastor über genau das auch gesprochen hier in dieser Woche: Bleib mal stehen: Gott hat mich in den letzten paar Jahren wirklich gebraucht und ich komme gefährlich nah dran, auszubrennen, ich muss mal wieder ein wenig langsam machen. Und durch das, was dieser Mann mir sagte, rettet er vielleicht mein Leben und dann kam ich hier her und der Pastor sagte mir: „Komm, Paul, zieh dich zurück, studiere die Schrift, ruhe dich aus, erhole dich.“- Seht ihr, was da passiert? Das ist der Herr. Das ist der Herr.

Ich war quasi ich  blind der Tatsache gegenüber, dass mir bald die Kraft ausgeht. Seht ihr das? Und dann hat Gott das erlaubt. Ich könnte den ganzen Tag sauer sein: Warum hat er mich vor all den Leuten zurechtgewiesen? Der, der das tat ist ein gottesfürchtiger Mann und ich kann nur sagen: Ich denke, der Herr steckte dahinter! Weil es rettet mir mein Leben! Und ich komm hier her diese Woche und wieder genau das gleiche! Ein sehr gottesfürchtiger, weiser und viel älterer Mann als ich – ich scherze – der erzählt mir einfach viele der Sachen, die ich im Herzen bewegt hatte und andere Leute mir auch schon sagten. Nun, das ist eine Form von Disziplinierung.

Eine andere Form der Züchtigung. Ich hab gerade riesige Schmerzen. Mein Rücken tut unheimlich weh und ich hab im Moment gerade solchen Schmerz in meinem Kopf, dass ich am liebsten schreiend aus dem Gebäude rennen würde. Ich hab ein Knochenproblem und ich hab mehr Metall in mir als ein Tanklastzug. Warum? Nun, die Charismatiker würden sagen: Weil ich Sünde in meinem Leben habe. Ich preise Gott dafür. Wovor hat Gott mich bewahrt? Wovor hat Gott mich bewahrt? Es ist nicht notwendigerweise dieses Schema: Paul ist so ein großer Sünder und Gott tut etwas, um ihn wieder zurecht zu bringen. Es ist einfach das: Gott weiß genau, was du und ich brauchen, um in das Bild seines Sohnes verwandelt zu werden. Er weiß genau, was wir brauchen. All dieser Gegenwind, all diese Probleme, all diese verschiedenen Dinge. All diese schwierigen Menschen, die er uns ins Leben bringt. Alles! Er weiß, was wir brauchen, um ins Bild Christi verwandelt zu werden! Und das ist ein großer Teil seiner Züchtigung.

Nun, lasst uns einen Moment auch über Sünden reden, über die wir nur sehr schwer Sieg bekommen. Alle von euch kennen das, das ist in eurem eigenen Leben passiert. In dem Moment, in dem ich gerettet wurde, genau in diesem Moment, gab es bestimmte, schreckliche Dinge, die ich als Ungläubiger getan habe und die waren von einem auf den anderen Moment gebrochen. Nie wieder mit ihnen zu kämpfen. Aber es gab andere Dinge, die nicht verschwanden. Warum? Habt ihr jemals darüber nachgedacht? Warum? Warum nicht einfach sofortige Heiligung? Lasst mich einfach eine Frage stellen, ihr seid wahrscheinlich nicht so unreif wie ich es bin. Aber lasst mich euch einfach mal aus meinem täglichen Leben erzählen. Eines morgens stehe ich auf. Es ist vier Uhr morgens. Ich und Jonathan Edwards, wir sind da und studieren, und ich bete und alles läuft glatt und dann ist es acht und ich komm  runter mit meiner Bibel und helfe meiner Frau mit einer Bibelstelle und ich lebe wie ein Puritaner. Ich mache heute alles richtig. Nun, die letzten zehn Jahre hab ich nichts davon gemacht, aber heute, heute lauf ich gut. Ich sehe einfach gut aus. Ich gehe zum arbeiten, bin allen ein Segen und gebe dem Typen beim Mittagessen Zeugnis und ich geh abends ins Bett und denke: Warum kann das nicht jeder so geregelt bekommen wie ich? Was ist stimmt nicht mit all den anderen? Heute war ein guter Tag!

Nun, ich hab einmal einen guten Tag hin bekommen und automatisch denke ich fast: Wow, ich mach das wirklich gut! Gott lässt in seiner eigenen Vorsehung diese Dinge in unseren Leben, er kümmert sich nicht sofort drum wie er das mit anderen Dingen tut, weil er in uns eine Abhängigkeit schafft. Eine immer größer und tiefer werdende Abhängigkeit von ihm selbst und seiner Gnade. Es hilft uns außerdem das Wesen der Erlösung zu verstehen. Wie wir vor Gott stehen basiert nicht auf unserer Leistung und Darbietung, sondern auf dem  vollbrachten Werk Christi. Nun, lasst uns da nicht den überzogenen Blick auf das nehmen und sagen: Es ist einfach Gottes Wille, dass ich in diesen Bereichen nicht sauber bin, nein, das stimmt ebenso nicht, denn er verspricht uns, vor Jahren hat mir das Charles Leiter gezeigt und das war sehr hilfreich, wo es in Hesekiel heißt: Ich werde dich von all deinem Schmutz und all deinen Götzen reinigen! Das bedeutet, dass Gott selbst an diesen vielen Sünden, mit denen ich immer noch ringe, Bereiche in meinem Leben, in denen ich wirklich vorsichtig sein muss, arbeitet und größeren und größeren Sieg darüber schenkt.

Ich gebe euch ein Beispiel: Wahrscheinlich der größte Drachen, mit dem ich kämpfe, ist Depression. Das ist ein großer Drachen für mich. Es gab Zeiten in meinem frühen christlichen Leben, wo mir das mir sämtliche Kraft zu arbeiten geraubt hat. Und immer wieder bis heute, kämpfe ich von Zeit zu Zeit damit. Aber wie ich diese 25 Jahre jetzt betrachte, da sehe ich große Siege, die der Herr in meinem Leben errungen hat. Ein Teil davon kann man nur auf ein übernatürliches Wirken zurückführen. Andere Dinge kann man auf praktische Dinge zurückführen, die die Vorsehung Gottes nutzt, wie zum Beispiel, dass er mir eine sehr weise Frau geschenkt hat. Seht ihr, so funktioniert Züchtigung und Disziplinierung.

Geliebt IN CHRISTUS

Dieser Clip für die, die in Christus sind, die zu seinen Schafen gehören.

Du bist geliebt

Es ist mir eine große Ehre und ein großes Vorrecht, zu euch hier sprechend zu dürfen. Ich bin überwältigt von der Güte Gottes, dass er mir erlaubt und die Möglichkeit gibt, hier zu sein und das Evangelium zu hören, vom Evangelium Jesu Christi zu sprechen und Gemeinschaft mit den Gläubigen zu haben. Ich halte das für ein so außerordentliches Vorrecht.

Seid nicht mutlos. Seid niemals mutlos! Es gibt einfach keinen Grund, jemals entmutigt zu sein. Manche der größten Predigten, die jemals gepredigt wurden, die wurden nur vor 6 Leuten gehalten. Manche der größten Manifestationen Gottes haben sich nur vor einer Hand voll Gläubigen ereignet. Wir sollten nicht die Weisheit der Welt nutzen, sondern die Weisheit Gottes. Leute, wenn das einfach wäre, dann würde das jeder tun.

Es geht nicht darum, wie nützlich wir werden können oder wie erfolgreich unser Dienst zu sein scheint. Es geht darum, ins Bild Christi verwandelt zu werden. Absolut alles in unserem Leben ist darauf ausgerichtet, dass wir ihm gleichgestaltet werden.

Gott wird nicht durch Menschenhand gedient als ob er etwas von uns brauchen würde, sondern er hat es uns die Gnade erwiesen, an dem großen Werk teilzuhaben, das ER tut. Aber das große Ziel Gottes ist nicht uns zu erfolgreichen Dienern zu machen. Das große Ziel Gottes ist, uns dem Bild Jesu Christi gleich zu gestalten.

Ich merkte, dass ich nicht einen Zentimeter nach links oder rechts gehen musste, damit Gott mich liebt, dass ich nicht erfolgreich sein musste in den Augen der Welt, auch nicht voll Kraft, auch nicht redegewandt, auch nicht intelligent, noch sonst irgend etwas anderes, damit ich einfach nur geliebt war.

„Ich bin so unheilig und bin so ungerecht und bin so unverständig in den Dingen Gottes und schäme mich so“ – Darauf sagte ich: „Deine Freude, alles, deine Zuversicht, deine Freude, dein Frieden kommen aus deiner Leistung und aus dem, was du für Gott tun kannst. Meine Zuversicht, meine Freude und mein Friede kommen aus dem, was Gott FÜR MICH im vollbrachten Werk Christi GETAN HAT“. Gott wird nicht erlauben, dass deine Freude und deine Zuversicht aus irgend etwas anderem kommen als aus IHM und seiner Gnade.

Und ja, in einem bestimmten Sinne wird Gott uns als Gläubige, wenn wir fehlgehen von unserer Sünde überführen und in einem Sinne sollten wir unseren Mangel an Gehorsam mit Sorge betrachten, aber zur selben Zeit müssen wir etwas begreifen. Wisst ihr, was Gott am meisten im Leben der Gläubigen tut, nachdem sie gerettet sind? Er wirkt in ihnen nicht so viel Leben ihnen als dass er Tod in ihnen bewirkt. Nach einer kurzen Zeit, die manche Leute als „erste Verliebtheit“ bezeichnen, in der Gott dich in seiner Gnade beschützt, fängt er an, seine Gnade ein wenig zu entziehen, dass du anfängst zu sehen, dass du NICHTS tun kannst und alles von IHM abhängt.

Deswegen – wenn manche jungen Prediger losgehen und predigen – ist es so, dass wenn sie Gottes Männer sind, sie gewöhnlich Jahre mit Versagen verbringen werden. Es mag Ausnahmen geben. Ausnahmen wie Charles Spurgeon aber für die aller meisten von uns gilt: „Gott erlaubt uns, mit so viel eigenem Versagen konfrontiert zu werden. In unserem Gebetsleben. Versagen in unserer Fähigkeit, die Schrift zu verstehen, Versagen in unserem Predigen, Versagen überall, so dass wir letztlich zu einem Punkt kommen und sagen: „Oh Gott, wen im Himmel habe ich außer dir? Wen auf der Erde habe ich außer dir?“

Und dann wird es ein Werk Gottes in unserem Denken und ein Werk Gottes in unserem Herzen. Und das will ich, dass ihr es seht: Ich möchte, dass ihr eure Freude nicht aus eurer Leistung zieht, sondern aus dem vollbrachten Werk Christi. Ich möchte, dass ihr alles aus dieser einen Sache und dieser einen Person zieht! Und dann wird eure Freude und euer Frieden so fest sein wie ein Fels, der unwandelbar fest steht. Aber wenn eure Freude und euer Frieden und alles aus eurer Leistung kommen, dann werdet ihr den Rest eures Lebens folgendermaßen verbringen:
Jemand kam mal zu mir her und sagte das: „Weißt du, wenn du dies und das tun würdest, dann würde sich dein Dienst vergrößern, du könntest übers Fernsehen nachdenken und über all diese Möglichkeiten und alles würde so großartig werden…“

Nachdem er fertig war, sagte ich: „Aber, wenn ich all das tun würde, wo würde ich da die Zeit zum angeln finden?“  – Und er schaute mich so an und ich wusste was er dachte: „Du bist der ungeistlichste Christ, der mir jemals begegnet ist!“ Und ich schaute ihn an und sagte: „Ich war dort, ich habe einen großen Teil meines Lebens als Christ damit verbracht, mich zu Tode zu arbeiten, so dass Gott irgendwie denken würde, ich sei etwas besonderes. Ich brauche weder diesen Dienst noch jenen Dienst, noch die Dinge, über die du gesprochen hast. Ich weiß, dass ich tief, ewig und vollkommen geliebt BIN. Wenn Gott will, dass ich etwas tue, dann werde ich das tun, weil er mich so sehr liebt. Aber ich muss weder groß, noch klug, noch redegewandt sein,  ich brauche keinen gewaltigen Dienst und ich muss auch nicht einen bekannten Namen haben. Gott liebt mich und das ist genug! Ich will dich als Gläubigen hier wissen lassen: Gott liebt dich!

„Der größte Akt des Glaubens ist, die Toten aufzuerwecken! Junge, wenn du Gottes Glauben hast, dann kannst du die Toten auferwecken!“ – Ich sage darauf immer: „Ach was!“ – Sie fragen: „Was ist denn der größte Akt des Glaubens?“ – Für mich ist es das: „In den Spiegel des Wortes Gottes zu sehen, all mein Versagen, all meine Sünde, all mein zu kurz kommen zu sehen und dann zu glauben, dass Gott mich so liebt, genau so wie er sagt, dass er es tut“. Er liebt dich wirklich. Du bist geliebt, wenn du in Christus bist. Du bist angenommen, wenn du in Christus bist. Du läufst immer mit einem Sicherheitsnetz unter deinen Füßen. Das ist eine wunderbare Sache. Gesetzliche Christen mögen so etwas nicht sonderlich, aber für mich ist das etwas wunderbares. Für jemanden, der nie all diese Dinge erreicht hat, wie es andere Leute geschafft haben, ist das eine wunderbare Botschaft.

Lasst uns unsere Bibeln für  Römer 3 ab Vers 23 öffnen:

Denn es ist kein Unterschied: Alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes, so daß sie gerechtfertigt werden ohne Verdienst, durch seine Gnade, mittels der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sühnopfer verordnet, durch sein Blut, für alle, die glauben, zum Erweis seiner Gerechtigkeit, wegen der Nachsicht mit den Sünden, die zuvor geschehen waren unter göttlicher Geduld, zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist. Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen? Durch welches Gesetz? Das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens!

Dr. Martin Loyd Jones sagt: „Das ist die Akropolis, die Festung des christlichen Glaubens, möglicherweise die gewaltigste und wichtigste Passage in der ganzen Bibel“

Das, was ich gerade gelesen habe, ist möglicherweise die wichtigste Passage in der ganzen Bibel. Hast du sie gelesen? Verstehst du sie? hast du darüber gebrütet? Denn hier finden wir die größte und überwältigendste Wahrheit. So viele Leute lesen das und das einzige, woran sie sich erinnern ist Römer 3, 23 ( „ermangeln der Herrlichkeit Gottes“ ) und doch ist – zumindest meiner Auffassung nach – diese Passage die wichtigste Passage in der ganzen Bibel. Und um das Kreuz Jesu Christi zu verstehen, müssen wir diese Passage verstehen.

Ich bin so unheilig und bin so ungerecht und bin so unverständig in den Dingen Gottes und schäme mich so.

Ich sagte: Meine Zuversicht, meine Freude und mein Friede kommen aus dem, was Gott FÜR MICH im vollbrachten Werk Christi GETAN HAT.

Weiterführend: Was hat Christus am Kreuz vollbracht?

Das Leben aushalten – Sinn im Leben

Arthur Ernest Wilder-Smith über die Notwendigkeit, Sinn in all dem zu sehen, was geschieht.

Arthur Ernest und Beate Wilder-Smith
Arthur Ernest und Beate Wilder-Smith

Da wir nun durch den Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unsren Herrn Jesus Christus, durch welchen wir auch im Glauben Zutritt erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.

Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Trübsalen, weil wir wissen, daß die Trübsal Standhaftigkeit wirkt; die Standhaftigkeit aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung; die Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, welcher uns gegeben worden ist.

Denn Christus ist, als wir noch schwach waren, zur rechten Zeit für Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand für einen Gerechten; für einen Wohltäter entschließt sich vielleicht jemand zu sterben. Gott aber beweist seine Liebe gegen uns damit, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren. Wieviel mehr werden wir nun, nachdem wir durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorngericht errettet werden! Denn, wenn wir, als wir noch Feinde waren, mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, wieviel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben!

Aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsren Herrn Jesus Christus, durch welchen wir nun die Versöhnung empfangen haben. ( Römer 5, 1-11 )