Einige Monate verspätet möchte ich noch einen kleinen Bericht veröffentlichen. In München fand vom 24. bis zum 25.01.2025 die E21-Regionalkonferenz Süd statt.
Larry Norman bei seinem Vortrag
Es war schon ein paar Jahre her, dass ich eine Evangelium 21-Konferenz besucht habe. Dieses Jahr hatte ich das Privileg wieder mit dabei zu sein.
Die Konferenz stand unter der Überschrift: „Einheit…aber wie?“ und setzte sich mit der Fragestellung auseinander, wie wir als Christen untereinander Einheit schaffen und bewahren können – sowohl im Kontext der eigenen Gemeinde aber auch z.B. im Umgang mit Christen anderer Denominationen, auch angesichts von zwischenmenschlichen oder theologischen Unterschieden.
Im „Pastorenpodcast“ der FEG München Mitte sprechen die beiden Pastoren Matthias Lohmann und Matthias Mockler über eine große Bandbreite von Themen, die für manchen Christen interessant sein dürften.
Ich habe den Podcast erst Ende letzten Jahres für mich entdeckt, obschon es diesen schon seit mehreren Jahren zu hören gibt.
Zu vielen Themen, die im Podcast oft rund eine halbe Stunde lang besprochen wurden, kann man ganze Bücher lesen und lange in der Bibel studieren. Die Themen werden gut vorbereitet und kompakt präsentiert und stellen oft eine gute Übersicht über ein Thema dar bzw. einen guten Einstieg darin dar. Vertiefen kann man es anhand der Bibel oder von anderer Literatur freilich später hinterher immer noch.
Mir gefällt die Art und Weise ziemlich gut, zumal ich keine Längen durch zielloses Reden entdecken konnte und die einzelnen Podcast-Beiträge gut strukturiert wirken – mit einer guten Länge. Und falls eine Thematik einmal zu umfassend ist, gibt es mehrere Folgen mit Teilaspekten zu hören.
Neben Podcast-Folgen mit Fragestellungen zur Bibel oder zu aktuellen Themen finden sich auch Interviews mit unterschiedlichen Personen zu verschiedenen Anlässen wieder, zuletzt auch ein Interview mit Johannes Bingel von „Tenet“, das den weiter unten verlinkten Vortrag von Gavin Ortlund (28.01. in München) organisiert hat.
Die Themenauswahl finde ich sehr gelungen, abwechslungsreich und relevant. Ich persönlich konnte viele guten Gedanken daraus mitnehmen.
Gavin Ortlund, u.a. bekannt von seinem Youtube-Kanal Truth Unites wird in München am 28. Januar 2025 einen Vortrag halten mit dem Titel „Warum Gott Sinn (er)gibt“.
Gavin Ortlund ist christlicher Apologet (also jemand, der den christlichen Glauben erklärt und verteidigt) und beschäftigt sich z.B. auch mit Fragen wie der Kanon der Bibel „entstanden“ ist oder mit der Existenz der verschiedenen Ausprägungen des Christentums (z.B. römisch Katholische Kirche, Orthodoxe Kirchen, Protestantismus usw.)
Ich persönlich finde seine Darstellungen fundiert und fair. Wer also in der Nähe von München wohnt, könnte hier einen interessanten Vortrag vorfinden, der aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt wird.
Wilhelm Buntz hat in der Schweiz vor Jugendlichen einen Vortrag gehalten, wo er aus seiner Lebensgeschichte erzählt. Er wurde von seiner Mutter verstoßen. Als Siebenjähriger nannte er in der Schule seinen Traumberuf: Gangster. Er wurde als junger Mensch von Psychologen als „schwer-verhaltensgestört“ eingestuft, tötete bei einem Autounfall einen Polizisten und landete darauf im Gefängnis. Nach seiner ersten Zeit im Gefängnis geriet er weiter auf die schiefe Bahn und beging viele Verbrechen, bis er wieder weiteres Mal ins Gefängnis kam. Sein Vater sagte in der Gerichtsverhandlung, in der seine Verbrechen aufgearbeitet wurden: „Wir haben mit diesem Jungen nur Hölle seit er lebt […] Meine Kinder sind seit Jahren in psychotherapeutischer Behandlung, weil sie durch den Jungen von einem Trauma ins andere gekommen sind“. Das Urteil lautete 14 Jahre Gefängnis mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Im Urteil der Gerichtsverhandlung wurde eine Klausel eingesetzt, die besagte, dass er nie wieder das in die Freiheit entlassen werden dürfe – zum Schutz der Gesellschaft“.
Der ERF hat auf Youtube zu seiner Sendung „MenschGott“ einen Kanal, auf dem die ausgestrahlten Interviews mit den Lebensgeschichten verschiedener Christen gesammelt anzusehen sind. Dabei geht es meist darum, wie der Interviewte zum Glauben an Jesus Christus gefunden hat und wie der Glaube sich praktisch z.B. in Krisen und im alltäglichen Leben auswirkt.
Es gibt durchaus eine sehr große Bandbreite an dort interviewten Menschen, einige der Lebensgeschichten sind wirklich beeindruckend, wie z.B. auch dieses, das mit dem Titel überschrieben ist: „Nach Sprengstoff-Unfall: Ich war blind und gehörlos – Wissenschaftler erlebt Wunder“ (Oliver Steiner)
Unbedingt sehenswert auch das Interview mit Wilhelm Buntz mit dem Titel: „Der Bibelraucher“ https://www.youtube.com/watch?v=_sLUF_Wy_5w, der auch selbst in einer Autobiographie seine Lebensgeschichte geschildert hat:
Gleichzeitig sei aber besonders zu diesen beiden spektakulären Lebensgeschichten gesagt: Nicht jeder Mensch, der ein Christ geworden ist, hat vielleicht vergleichbare Dinge aus seinem eigenen Leben zu erzählen. Jeder Christ hat eine persönliche Lebensgeschichte mit Gott und persönliche Details, die in seinem Leben wichtig sind und Vergleiche (nach dem Motto: Wer hat die spektakulärste Lebensgeschichte?) sind wirklich Fehl am Platz. Solche Lebensgeschichten können aber einen wunderbaren Blick auf die Realität Gottes werfen und sogar selbst auch uns als Christen ins Nachdenken bringen, wenn wir z.B. viel zu klein von der Macht und Liebe unseres Gottes denken. (Ich denke, dass das – wenigstens für mich gilt).
Noch ein kleiner Hinweis, den man bitte nicht falsch versteht: Weil die Sendung „MenschGott“ eine sehr große Bandbreite an Konfessionen und Persönlichkeiten zu Wort kommen lässt, würde ich persönlich nicht pauschal jede einzige theologische Aussage in jedem einzelnen Video unterschreiben und empfehle folgende Vorgehensweise: „Prüft alles. Das Gute behaltet“. (1. Thessalonischer 5, 21) Dasselbe gilt auch grundsätzlich für alle Beiträge hier im Blog.
Die Verteidigung des christlichen Glaubens wird oft „Apologetik“ genannt. Während die Apologetik früher als „Mutter der christlichen Dogmatik“ galt, ist sie heute vielerorts in Verruf oder zumindest in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht, meint Ron Kubsch und plädiert für die Erneuerung einer biblisch fundierten Kulturapologetik.
Einen umfassenderen Vortrag hielt Ron Kubsch auf der Evangelium 21 Konferenz im vergangenen Herbst mit dem Titel:
Jesus spricht: Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken! Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen! Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht. (Matthäus 11, 28-30)
Pfarrer Winrich Scheffbuch hält eine bedenkenswerte Predigt, die ich hier kurzerhand verlinke.
„Corona und Christus“ – so lautet der Titel des neuesten Buches von John Piper, das jetzt von einem Team von Evangelium 21 aus dem Englischen übersetzt und veröffentlicht und kostenlos weiter gegeben wird (gedruckt, als E-Book und als Hörbuch). Es hat gedruckt einen Umfang von 90 Seiten. Als Hörbuch hat es eine Dauer von ca. 2 Stunden und wurde von Matthias Mockler eingesprochen. Ich finde es sehr erfreulich, dass das ohnehin sehr kurzfristig veröffentlichte Buch nun auch in nur kurzer Zeit ins Deutsche übersetzt und sogar als Hörbuch zur Verfügung steht.
Das Buch stellt eine doch sehr kompakte, aber nicht oberflächliche Antwort des christlichen Glaubens auf die momentan durch das Corona-Virus ausgelöste Situation dar. Dem Corona-Virus stellt John Piper eindrücklich Weiterlesen „Rezension: „Corona und Christus“ (John Piper)“→
Vor einigen Jahren geriet der Pastor der Bremer Martini-Gemeinde, Olaf Latzel, ins Kreuzfeuer der Kritik, weil er als evangelischer Pfarrer öffentlich Dinge geäußert hatte, die von vielen Menschen auch in der evangelischen Kirche nicht gut geheißen wurden, aber durchaus Gottes Wort entsprachen. So wandte sich Olaf Latzel z.B. gegen die Vorstellung, dass alle Religionen gleich wahr seien[…]
Siehe auch den Kommentar von Ron Kubsch vom Februar 2015
Olaf Latzel schildert in folgendem Video etwas zu den Hintergründen und zu seinem Umgang mit der Situation und ruft dazu auf, als Christ zu dem zu stehen, was Gott in seinem Wort sagt.
Wie manche wissen, photografiere ich sehr gerne. Gottes Schöpfung, Licht, Farben und Optik sind m.E. schon unheimlich faszinierend. Ich veröffentliche dazu thematisch zwar nichts auf Youtube, nutze aber meine Bilder für Beiträge und Gestaltung. Es gibt natürlich noch andere gläubige Photographie-Interessierte, die auf Youtube aktiv sind, einer von ihnen heißt Christopher Frost und kommt aus Wales und ist dort Vikar in der Kirche von Wales. Er veröffentlicht eigentlich regelmäßig eher Photographie-Fach-Videos mit detaillierten Tests zu Objektiven, produziert aber gelegentlich auch Videos zu Glaubensthemen.
Gestern hat er ein Video veröffentlicht, in dem er anhand der Kirchengeschichte schildert, wie das Verhalten der Christen im römischen Reich angesichts von grassierenden Seuchen damals zur Ausbreitung des christlichen Glaubens beitrug. Das Video ist schön illustriert, aber in englischer Sprache gehalten, mit schönem, britischen Humor.
Bemerkenswert ist auch sein Video-Projekt zu den Sieben Sendschreiben der Offenbarung, es handelt sich um schön illustrierte Dokumentationen, mit vielen historischen und theologischen Hintergrund-Infos. Er hat die Orte alle bereist und Film-Material von dort in den Videos verarbeitet. Alles ist in englischer Sprache gehalten. Eine youtube-Playlist dazu findet man hier:
In folgendem Video beschreibt Paul Washer die aktuelle Lage, besonders für die Arbeit von Heartcry, äußert aber auch weitere Worte und Gedanken an seine Zuhörer.
Wie (fast) immer, gibt es zudem auch die .PDF zum nachlesen: