Was ist deine Hoffnung? – Predige dir selbst das Evangelium (Paul D. Tripp)

Der folgende Clip dreht sich um die Frage, woraus man im Leben Hoffnung schöpft. Schöpft man Hoffnung, weil die Dinge gut laufen? Was, wenn die Dinge nicht gut laufen? Welchen Grund hat man noch zum Aufstehen jeden Morgen?

Der Text zum Predigtausschnitt hier als .PDF

https://lannopez.files.wordpress.com/2016/07/pdt-predige-dir-selbsst-das-evangelium.pdf

 

Buch: Depression – Krankheit der Moderne

Nachdem ich bereits ein Buch aus der Reihe „kurz und bündig“ von SCM Hänssler vorgestellt habe, möchte ich ein weiteres Buch vorstellen. Dieses Buch trägt den Titel „Depression – Krankheit der Moderne“. Der Autor ist Samuel Pfeifer, der Medizin, Psychologie und Theologie studiert hat.

Das Thema ist kein leichtes. Das liegt nicht nur am Thema an sich, sondern auch an der Frage, wie man sich dem Thema nähert. Es geht dabei speziell um die Frage, in wie fern Depression eine körperliche Sache ist, in wie fern Medikamente sinnvoll sein können und wie das alles mit dem Glauben in Verbindung steht. Tatsache ist, dass gerade auch Christen an Depressionen leiden. Leiden sie daran, weil sie „ungeistlich“ sind, weil sie sich versündigt haben? Ist es eine Strafe Gottes? Sind sie von Dämonen besessen? Aus dem Munde von Christen habe ich da schon Verschiedenes gehört. Weiterlesen „Buch: Depression – Krankheit der Moderne“

Gottes liebende Disziplin

Wenn er dich diszipliniert, dann tut er das als dein Vater. Du bist sein Sohn, du bist sein Kind. Eine der größten Manifestationen von Gottes Liebe ist seine Disziplinierung an uns in unseren Leben. Ihr als Eltern, die ihr wirklich hin und her schwankt beim Disziplinieren eurer Kinder, weil ihr sie „so arg liebt habt“, begreift, dass ihr eine heuchlerische und unbiblische Liebe habt. Die größte Manifestation der Liebe, wie gesagt , kann die Disziplinierung sein, die ihr euren Kindern gebt. Die beständige und andauernde Disziplin. Und schaut euch einmal an, wo sich diese Disziplin überall durchzieht. Er geißelt jeden Sohn, den er empfängt. Peitschen! Ich sag sicher nicht, geht nach Hause und bindet eure Kinder an einen Marterpfahl, aber was hier so steht, ist erstaunlich. Gottes Züchtigungen können richtig verletzen. Ich meine, wirklich, wirklich, wirklich verletzen und schmerzen!

Aber lasst uns etwas betrachten. Das ist sehr, sehr wichtig! Wir setzen Züchtigung gewöhnlich im Christenleben mit Sünde im Leben des Christen in Verbindung. Weil du etwas getan hast, deswegen wirst du gezüchtigt! Ja, das mag zum Teil der Fall sein, aber ich will uns zwei Arten zeigen, auf die Züchtigung auftaucht. Und das ist jetzt enorm vereinfacht. Als ich ein kleines Bürschchen war, da war mein Vater ein wirklich guter Athlet und ich gar nicht. Ich hatte sehr schwache Beine. Und mein Vater wollte aus mir einen großen Athleten machen. Nachdem wir das Vieh gefüttert hatten, geschah folgendes, denn wir wohnten auf einer Ranch mit Tieren und waren so ungefähr eine Meile weg von unserem Haus. Egal, ob es jetzt geschneit hat, ich hatte große Stiefel an und mein Vater schnallte mir Gewichte um und ich sollte hinter dem Wagen den ganzen Weg nach Hause rennen. Nun, hatte ich an jenem Tag etwas falsches gemacht? Nein! War er sauer auf mich? Nein. Die Tatsache ist: ich war schwach! Wenn ich jemals stärker werden sollte, musste ich einen stärkeren Widerstand erleben, musste ich durch Zeiten der Disziplinierung. Was ihr sehen müsst, ist, dass Disziplinierung nicht immer als Folge auf eine Sünde in unserem Leben kommt. Züchtigung ist notwendig um aus dir den Mann oder die Frau Gottes zu machen, den oder die Gott aus dir machen will. Seht ihr? Züchtigung kann auch als Training betrachtet werden. Als Training! Und es ist sehr, sehr wichtig, das zu verstehen. Züchtigung kommt nicht immer, weil du an einem bestimmten Punkt rebelliert hast. Das war sehr, sehr hilfreich für mich zu verstehen.

Züchtigung kann aber auch kommen, weil wir vielleicht unbemerkte Sünde haben in unserem Leben. Lasst mich ein Beispiel aus meinem eigenen Leben geben. Ich habe auf einer Konferenz an der Seite von Männern gepredigt, die ich sehr respektiere und sehr schätze. Und das passierte gerade erst vor 2 Monaten. Nun, ich wurde da eingeladen, weil ein anderer Sprecher ausfiel und nicht predigen konnte, und das wurde sehr kurzfristig an mich herangetragen und nun, ich hätte die Einladung nicht annehmen sollen. Ich war sehr müde und ausgelaugt, aber ich ging voran und hab es gemacht. Und ich kam dann dran und hab gepredigt, aber in dem, was ich tat, war sehr wenig von Gott. Und darauf, kam ein anderer dran und wies mich direkt von der Kanzel runter zurecht. Nun: Jetzt das Entscheidende: Ein Freund von mir sagte: schau doch, er hat dich offen getadelt, er kam nicht vorher zu dir… aber das war der Punkt: Ich wusste, was da geschieht! Unabhängig davon, ob das nun ganz „sauber“ lief, ich weiß, was da geschah! Es war der Herr. Nun, das hat mich beschämt, weil das Männer waren, die ich sehr schätze, aber es war vom Herrn. Ich werde da nicht wütend werden. Wenn jemand kommt und dich zurechtweist und das einzige, was du entgegnen kannst, ist: „Nun, es mag zwar stimmen, was du gesagt hast, aber wie du es gesagt hast, war falsch“ , dann hast du ernsthafte Probleme. Nun, das hat mich beschämt, aber vor eineinhalb Monaten, da stellte ich etwas fest und ich hab mit dem Pastor über genau das auch gesprochen hier in dieser Woche: Bleib mal stehen: Gott hat mich in den letzten paar Jahren wirklich gebraucht und ich komme gefährlich nah dran, auszubrennen, ich muss mal wieder ein wenig langsam machen. Und durch das, was dieser Mann mir sagte, rettet er vielleicht mein Leben und dann kam ich hier her und der Pastor sagte mir: „Komm, Paul, zieh dich zurück, studiere die Schrift, ruhe dich aus, erhole dich.“- Seht ihr, was da passiert? Das ist der Herr. Das ist der Herr.

Ich war quasi ich  blind der Tatsache gegenüber, dass mir bald die Kraft ausgeht. Seht ihr das? Und dann hat Gott das erlaubt. Ich könnte den ganzen Tag sauer sein: Warum hat er mich vor all den Leuten zurechtgewiesen? Der, der das tat ist ein gottesfürchtiger Mann und ich kann nur sagen: Ich denke, der Herr steckte dahinter! Weil es rettet mir mein Leben! Und ich komm hier her diese Woche und wieder genau das gleiche! Ein sehr gottesfürchtiger, weiser und viel älterer Mann als ich – ich scherze – der erzählt mir einfach viele der Sachen, die ich im Herzen bewegt hatte und andere Leute mir auch schon sagten. Nun, das ist eine Form von Disziplinierung.

Eine andere Form der Züchtigung. Ich hab gerade riesige Schmerzen. Mein Rücken tut unheimlich weh und ich hab im Moment gerade solchen Schmerz in meinem Kopf, dass ich am liebsten schreiend aus dem Gebäude rennen würde. Ich hab ein Knochenproblem und ich hab mehr Metall in mir als ein Tanklastzug. Warum? Nun, die Charismatiker würden sagen: Weil ich Sünde in meinem Leben habe. Ich preise Gott dafür. Wovor hat Gott mich bewahrt? Wovor hat Gott mich bewahrt? Es ist nicht notwendigerweise dieses Schema: Paul ist so ein großer Sünder und Gott tut etwas, um ihn wieder zurecht zu bringen. Es ist einfach das: Gott weiß genau, was du und ich brauchen, um in das Bild seines Sohnes verwandelt zu werden. Er weiß genau, was wir brauchen. All dieser Gegenwind, all diese Probleme, all diese verschiedenen Dinge. All diese schwierigen Menschen, die er uns ins Leben bringt. Alles! Er weiß, was wir brauchen, um ins Bild Christi verwandelt zu werden! Und das ist ein großer Teil seiner Züchtigung.

Nun, lasst uns einen Moment auch über Sünden reden, über die wir nur sehr schwer Sieg bekommen. Alle von euch kennen das, das ist in eurem eigenen Leben passiert. In dem Moment, in dem ich gerettet wurde, genau in diesem Moment, gab es bestimmte, schreckliche Dinge, die ich als Ungläubiger getan habe und die waren von einem auf den anderen Moment gebrochen. Nie wieder mit ihnen zu kämpfen. Aber es gab andere Dinge, die nicht verschwanden. Warum? Habt ihr jemals darüber nachgedacht? Warum? Warum nicht einfach sofortige Heiligung? Lasst mich einfach eine Frage stellen, ihr seid wahrscheinlich nicht so unreif wie ich es bin. Aber lasst mich euch einfach mal aus meinem täglichen Leben erzählen. Eines morgens stehe ich auf. Es ist vier Uhr morgens. Ich und Jonathan Edwards, wir sind da und studieren, und ich bete und alles läuft glatt und dann ist es acht und ich komm  runter mit meiner Bibel und helfe meiner Frau mit einer Bibelstelle und ich lebe wie ein Puritaner. Ich mache heute alles richtig. Nun, die letzten zehn Jahre hab ich nichts davon gemacht, aber heute, heute lauf ich gut. Ich sehe einfach gut aus. Ich gehe zum arbeiten, bin allen ein Segen und gebe dem Typen beim Mittagessen Zeugnis und ich geh abends ins Bett und denke: Warum kann das nicht jeder so geregelt bekommen wie ich? Was ist stimmt nicht mit all den anderen? Heute war ein guter Tag!

Nun, ich hab einmal einen guten Tag hin bekommen und automatisch denke ich fast: Wow, ich mach das wirklich gut! Gott lässt in seiner eigenen Vorsehung diese Dinge in unseren Leben, er kümmert sich nicht sofort drum wie er das mit anderen Dingen tut, weil er in uns eine Abhängigkeit schafft. Eine immer größer und tiefer werdende Abhängigkeit von ihm selbst und seiner Gnade. Es hilft uns außerdem das Wesen der Erlösung zu verstehen. Wie wir vor Gott stehen basiert nicht auf unserer Leistung und Darbietung, sondern auf dem  vollbrachten Werk Christi. Nun, lasst uns da nicht den überzogenen Blick auf das nehmen und sagen: Es ist einfach Gottes Wille, dass ich in diesen Bereichen nicht sauber bin, nein, das stimmt ebenso nicht, denn er verspricht uns, vor Jahren hat mir das Charles Leiter gezeigt und das war sehr hilfreich, wo es in Hesekiel heißt: Ich werde dich von all deinem Schmutz und all deinen Götzen reinigen! Das bedeutet, dass Gott selbst an diesen vielen Sünden, mit denen ich immer noch ringe, Bereiche in meinem Leben, in denen ich wirklich vorsichtig sein muss, arbeitet und größeren und größeren Sieg darüber schenkt.

Ich gebe euch ein Beispiel: Wahrscheinlich der größte Drachen, mit dem ich kämpfe, ist Depression. Das ist ein großer Drachen für mich. Es gab Zeiten in meinem frühen christlichen Leben, wo mir das mir sämtliche Kraft zu arbeiten geraubt hat. Und immer wieder bis heute, kämpfe ich von Zeit zu Zeit damit. Aber wie ich diese 25 Jahre jetzt betrachte, da sehe ich große Siege, die der Herr in meinem Leben errungen hat. Ein Teil davon kann man nur auf ein übernatürliches Wirken zurückführen. Andere Dinge kann man auf praktische Dinge zurückführen, die die Vorsehung Gottes nutzt, wie zum Beispiel, dass er mir eine sehr weise Frau geschenkt hat. Seht ihr, so funktioniert Züchtigung und Disziplinierung.

Gott wohnt in einem Lichte

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Gott wohnt in einem Lichte

1.      Gott wohnt in einem Lichte, dem keiner nahen kann. Von seinem Angesichte trennt uns der Sünde Bann. Unsterblich und gewaltig ist unser Gott allein, will König tausendfaltig, Herr aller Herren sein.

2.      Und doch bleibt er nicht ferne, ist jedem von uns nah. Ob er gleich Mond und Sterne und Sonnen werden sah, mag er dich doch nicht missen in der Geschöpfe Schar, will stündlich von dir wissen und zählt dir Tag und Jahr.

3.      Auch deines Hauptes Haare sind wohl von ihm gezählt. Er bleibt der Wunderbare, dem kein Geringstes fehlt. Den keine Meere fassen und keiner Berge Grat, hat selbst sein Reich verlassen, ist dir als Mensch genaht.

4.      Er macht die Völker bangen vor Welt- und Endgericht und trägt nach dir Verlangen, lässt auch den Ärmsten nicht. Aus seinem Glanz und Lichte tritt er in deine Nacht: Und alles wird zunichte, was dir so bange macht.

5.      Nun darfst du in ihm leben und bist nie mehr allein, darfst in ihm atmen, weben und immer bei ihm sein. Den keiner je gesehen noch künftig sehen kann, will dir zur Seite gehen und führt dich himmelan.

Jochen Klepper 1938

Passende Bibelstellen:

1. Timotheus 6, 15-16
Apostelgeschichte 17, 27-28
Matthäus 10, 30
Lukas 12, 7