Über’s Gebet

Auszug aus einer Predigt – Etwas, was ich, der ich immer schnell am aufgeben bin, sehr oft lesen muss:

[…]

Ich möchte, dass wir einen Moment ins Lukas-Evangelium, ins 18. Kapitel schauen. In Europa hier denkt ihr, dass ihr um etwas zu tun einfach mehr Erkenntnis braucht. Ihr habt hier bereits mehr Erkenntnis als ihr in einem Leben je ausleben könntet. Nun: Ihr braucht Erkenntnis und ihr braucht Theologie und ihr braucht die Schrift. Aber ihr braucht es ebenso, gekräftigt zu sein.

Euch tut es Not zu beten. Schaut euch Lukas 18 Vers 1 an: “ Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafür, daß sie allezeit beten und nicht aufgeben sollten “

Wisst ihr was? Niemand hat ein Problem mit bestimmten Aspekten des Gebets. Niemand hat ein Problem, das beten anzufangen oder zumindest einmal für irgend etwas zu beten. Das ist etwas relativ leichtes. Das Schwere ist über einen langen Zeitraum im Gebet zu bleiben ohne eines Tages entmutigt zu sein.

Nun, wenn ich hier davon spreche, dass jemand “aufgibt”, dann habt ihr möglicherweise das Bild von einer Person, die treu zu Gott ruft, er aber diese Gebete nicht beantwortet und so diese Person aufgibt wie ein Opfer. Nein! So eine Person ist rebellisch in ihrem “aufgeben”. Sie glaubt ihrem Gott nicht. Aufgeben? Weil Gott nicht eingegriffen hat? Ist Gott nicht souverän? Ist Gott nicht unendlich weise? Bete weiter.

Du sagst: “Nun, wie lang?”

Ich kann euch nur sagen, wie ich es tue. Bete bis Gott entweder das Anliegen erhört oder anfängt, dir das Verlangen zu nehmen. Bete einfach.

Du verharrst, du bleibst im Gebet, Du lässt ihn nicht gehen. Gott freut sich an den Menschen, die so kühn sind und ihm bei seinen Verheißungen nehmen. Er freut sich darüber.

Jemand ergreift es im Glauben und schreit; “Sohn Davids, sei uns barmherzig!”

“Seid still”

Aber diese blinden Männer waren nicht still.

Du hältst dich an den Hörnern des Altars fest und 1000 Männer können dich nicht wegreißen

“Hau ab von hier!”

“Ich bleibe da!”

“Lass mich gehen”

“Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!”

Es gibt nichts, was nicht durch Gebet erlangt werden kann. Nichts. Es gibt nichts, was nicht durch Gebet gebaut werden kann. Nichts.

Du willst lernen, ein richtiger und nützlicher Diener Gottes zu sein? Dann lern zu beten. Lern zu beten.

Nun, in Vers 2 ( von Lukas 18 ) heißt es: “und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen.” Das ist ziemlich gewöhnlich.

“Es war aber eine Witwe in derselbigen Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher!”

Nun, sie ist eine Witwe. Nun, wenn wir hören, dass sie eine Witwe war, dann denken wir, dass das wohl ein wenig das Herz des Richters erweicht und ihm Mitleid auslöst, einfach weil sie eine Witwe ist. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Sie ist eine Witwe. Sie hat keinerlei ökonomische, politische oder gesellschaftliche Macht. Sie hat gar nichts. Sie wäre wie ein räudiger Hund, der an seiner Tür schnüffelt. “Rette mich vor meinem Widersacher”

Habt ihr einen Widersacher? Habt ihr jemanden, der gegen euch kämpft? Ihr habt jemanden. Fürsten und Kräfte und Mächte und Herrschaften kämpfen gegen das Eindringen des Evangeliums an diesem Ort, kämpfen gegen die Gründung einer Gemeinde, kämpfen gegen alles, was gut und göttlich und weise und heilig und tugendhaft und vorzüglich ist. Ihr habt einen Widersacher.

Du gehst zu Gott und sagst das: Rette mich von meinem Widersacher! Und er wollte lange nicht. Danach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Gott nicht fürchte, noch vor keinem Menschen scheue, so will ich dennoch, weil mir diese Witwe Mühe macht, ihr Recht schaffen, damit sie nicht schließlich komme und mich ins Gesicht schlage.

Ich wünschte, manche von euch würden es darauf anlegen, Gott so zu bestürmen, euch so an Gott zu halten und ihm so nachzugehen.

Du sagst: “Das ist so eine Art zu reden, ich mag diese Art zu reden nicht”

Ich weiß, ihr wollt nicht so reden, ihr seid so korrekt und fein, dass ihr nicht beten könnt. Lernt diese Art zu reden zu lieben. Kühne Männer kommen zu Gott und glauben ihm, weil er sich an solchem erfreut. Gott sagt euch hier, dass ihr ihn bestürmen sollt.

Ich erinnere mich an ein Erlebnis in den Bergen. Ich werde das nie vergessen, das war wirklich eine Lehrstunde über Gebet. Ich hatte da so ein Arbeitsbuch für frisch Gläubige verfasst. Und ich hatte eine ganze Menge von diesen Büchern mit in die Berge genommen, aber ich wollte jedem Pastor da ein paar davon geben. Sie waren für die Pastoren gedacht. Die Pastoren benötigten diese Bücher und die Pastoren sollten sie nehmen und sie entsprechend in ihren Gemeinde verteilen. Nun, ich kam da an und ich verteilte diese Bücher. Ich hatte eines übrig, das ich selbst ein wenig zum Lehren benutzte und da kam diese junge Gläubige, so ein junger Typ mit 17 oder 18 Jahren, der ziemlich groß gewachsen war für einen Peruaner, zu mir her. Das werd ich nie vergessen. Er sagte: “Bruder Paul, ist das dein letztes Buch?”

Ich sagte: “Ja”

Er spricht: “Kann ich es haben?”

Es war so am ersten Tag, am ersten morgen und ich sagte: “Nein, ich werde es zum lehren brauchen”

“Wenn du damit fertig bist, mit diesem Buch zu lehren, kann ich es dann haben?”

Ich sagte: “Nein. Das ist für die Pastoren. Es tut mir leid, aber ich habe diese Bücher für die Pastoren mitgebracht und ich werde dieses letzte Buch einem der Pastoren mitgeben.”

“Aber die Pastoren haben schon Bücher”

“Ja, und ich werde ihnen noch eins mehr geben!”

“O.k. …. Kann ich das Buch haben?”

Ich meine, jedes mal, wenn ich nach draußen ging, jedes mal, wenn ich aus dieser Lehmhütte kam, um zu lehren, dann verfolgte er mich. Und letztlich, bevor überhaupt die Konferenz rum war, da gab ich ihm einfach das Buch und bat den Pastor: “Kannst du mir bitte eines der Bücher geben, die ich dir gegeben habe, weil ich kann das nicht länger aushalten. Ich werde ihm eine reinschlagen und mein Zeugnis verlieren. Es muss was geschehen, nimm das Buch”

Er hat mich wirklich fix und fertig gemacht. Ich mache keinen Spaß. Ich hab das nicht erfunden, das ist wirklich geschehen. Und der Herr nahm das zum Anlass, mir etwas über das Gebet beizubringen. Dieser Junge verfolgte mich. Wenn ich allein im Badezimmer war, dann dachte ich, er steht direkt hinter mir. Er ging überall hin, wo ich hin ging.

“Ich brauch das Buch. Ich brauch das Buch. Ich brauch das Buch.”

Das war unglaublich, ich hab niemals je solch eine Hartnäckigkeit gesehen.

Wisst ihr, ich hab das gelesen. Jim Ellis sagte folgendes. Ich denke, da hat er einen Freund zitiert, aber das war eines der Dinge, die ich für den Rest meines Lebens nicht vergessen konnte:

“Gott liebt es das Vertrauen seiner Kinder zu verteidigen. Gott liebt es, das Vertrauen seiner Kinder zu verteidgen”

Und ich liebe zu sagen: “Gott liebt es, selbst das kleinste Vertrauen seiner Kinder zu verteidigen”

In dem Gleichnis in Lukas 18 haben wir einen bösen Richter. Nun, Gott gibt uns dieses Gleichnis nicht, dass wir ihn in irgend einer Weise mit diesem bösen Richter gleichsetzen, überhaupt nicht. Es ist im Grunde dasselbe wie es hier heißt:”

Wenn ihr nun, die ihr böse seid, wisst, euren Kindern gute Gaben zu geben, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel den Gutes geben, die IHN darum bitten.

Verstanden? Jesus sagt nicht: Gott ist wie ein böser Richter. Er sagt: Wenn ein böser Richter, der weder Gott fürchtet, noch sich um Menschen sorgt, jemanden hilft, der ihn beständig nervt, wie viel mehr wird euer himmlischer Vater eure Gebete hören?

Leute fragen mich manchmal: “So, warum beantwortet Gott nicht einfach zügiger Gebete, anstatt dessen, dass ich vielleicht so lange im Gebet verharre bis er es dann irgendwann tut?”

Nun, ich mag da nicht brutal sein, aber eine Person, die solch eine Frage stellt, die hat niemals sehr lange gebetet und bekam eine Antwort, bekam ein Gebet erhört. Ich weiß nicht genau, warum Gott das so macht. Aber ich weiß, dass uns das verändert. Ich weiß, dass er seine Zeit hat, zu der er eingreift. Aber es gibt eine Sache, die mich im Gebet halten wird und das ist, wenn du jemals im Gebet ausgehalten hast und dann endlich das Gebet erhört und erfüllt wird, wenn Gott endlich geantwortet hat, dann ist das eine Freude, eine unaussprechliche Freude, weil du weißt: ER hat das Gebet erhört.

Ich meine, du weißt dann, dass du mit Gott gesprochen hast. Du weißt dann: Das ist nicht einfach eine vergebliche, religiöse Übung, sondern: Ich hab das täglich vor ihn gebracht und ER hat geantwortet. Du freust dich dann nicht nur wegen der Gebetserhörung an sich, sondern, WEIL es ein weiteres mal bestätigt, dass ER ein Gott ist, der SPRICHT, der HÖRT und der auch HANDELT.

[…]

 

Gott wohnt in einem Lichte

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und zwar hier: http://sermon-online.de/sea…

Text und Kurzbiographie: http://bitflow.dyndns.org/g…

Gott wohnt in einem Lichte

1.      Gott wohnt in einem Lichte, dem keiner nahen kann. Von seinem Angesichte trennt uns der Sünde Bann. Unsterblich und gewaltig ist unser Gott allein, will König tausendfaltig, Herr aller Herren sein.

2.      Und doch bleibt er nicht ferne, ist jedem von uns nah. Ob er gleich Mond und Sterne und Sonnen werden sah, mag er dich doch nicht missen in der Geschöpfe Schar, will stündlich von dir wissen und zählt dir Tag und Jahr.

3.      Auch deines Hauptes Haare sind wohl von ihm gezählt. Er bleibt der Wunderbare, dem kein Geringstes fehlt. Den keine Meere fassen und keiner Berge Grat, hat selbst sein Reich verlassen, ist dir als Mensch genaht.

4.      Er macht die Völker bangen vor Welt- und Endgericht und trägt nach dir Verlangen, lässt auch den Ärmsten nicht. Aus seinem Glanz und Lichte tritt er in deine Nacht: Und alles wird zunichte, was dir so bange macht.

5.      Nun darfst du in ihm leben und bist nie mehr allein, darfst in ihm atmen, weben und immer bei ihm sein. Den keiner je gesehen noch künftig sehen kann, will dir zur Seite gehen und führt dich himmelan.

Jochen Klepper 1938

Passende Bibelstellen:

1. Timotheus 6, 15-16
Apostelgeschichte 17, 27-28
Matthäus 10, 30
Lukas 12, 7

Bei dir Jesu will ich bleiben

youtube: http://www.youtube.com/watch?v=bmHqh5nvSFg

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Biographie: http://de.wikipedia.org/wik…

Text: http://bitflow.dyndns.org/g…

Bei dir, Jesu, will ich bleiben

1. Bei dir, Jesu, will ich bleiben, stets in deinem Dienste stehn; nichts soll mich von dir vertreiben, will auf deinen Wegen gehn. Du bist meines Lebens Leben, meiner Seele Trieb und Kraft, wie der Weinstock seinen Reben / zu­strömt Kraft und Lebenssaft.

2. Könnt ich’s irgend besser haben / als bei dir, der allezeit soviel tausend Gnadengaben / für mich Armen hat bereit? Könnt ich je getroster werden / als bei dir, Herr Jesu Christ, dem im Himmel und auf Erden / alle Macht gegeben ist?

3. Wo ist solch ein Herr zu finden, der, was Jesus tat, mir tut, mich erkauft von Tod und Sünden / mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören, der sein Leben für mich gab? Sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab?

4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich / so in Freude wie in Leid; bei dir bleib ich, dir verschreib ich / mich für Zeit und Ewigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, auch des Rufs aus dieser Welt; denn der ist zum Sterben fertig, der sich lebend zu dir hält.

5. Bleib mir nah auf dieser Erden, bleib auch, wenn mein Tag sich neigt, wenn es nun will Abend werden / und die Nacht herniedersteigt. Lege segnend dann die Hände / mir aufs müde, schwache Haupt; sprich: >Mein Kind, hier geht’s zu Ende; aber dort lebt, wer hier glaubt.<

6. Bleib mir dann zur Seite stehen, graut mir vor dem kalten Tod / als dem kühlen, scharfen Wehen / vor dem Himmelsmorgenrot. Wird mein Auge dunkler, trüber, dann erleuchte meinen Geist, dass ich fröhlich zieh hin­über, wie man nach der Heimat reist.

Karl Johann Philipp Spitta 1801-1859

Arm im Geist

Arm im Geist

Vater, ich werde heute eine Botschaft predigen, bei der ich selber damit zu kämpfen habe, sie zu leben. Herr, erlaube mir nicht, mich in die Heuchelei zu begeben, dass ich Leute glauben mache, ich sei etwas, was ich in Wirklichkeit gar nicht bin. Denn ich weiß Herr, dass es nichts derartiges wie einen großen Mann Gottes gibt, sondern nur schwache, erbärmliche, ungläubige Männer eines großen und barmherzigen Gottes. Oh Herr, wenn du doch durch die Kraft deines Geistes auch mein Leben durch diese Botschaft verändern würdest und mich mehr dem Bild deines Sohn gleich gestalten würdest, so wäre ich zutiefst dankbar.

Hilf uns allen, Herr, in Jesu Namen. Amen.

Ich bin so müde davon, einfach nur Dinge zu tun. Ich bin so müde davon, mein Leben als Christ darauf herunter reduziert zu haben, welche Leistung ICH bringe und was ICH tue. Jesus Christus sagt mir: Mein Joch ist SANFT und meine Last ist LEICHT. Und er sagt mir: Es geht nicht darum, WAS du tust, denn ich kann Steine aufstehen lassen, um das zu tun, WAS du tust und sie es besser tun lassen als du es tust. Aber das Siegel, mit dem ich dich versiegelt habe, mein Beschluss und Plan, ist, dass du in MEIN Bild verwandelt werden sollst.

Danach verlangt Jesus und ich teile euch mit, dass all die Probleme, oder zumindest die meisten Probleme in deinem Leben davon kommen, wer du NICHT bist. Die Probleme kommen von deinem Charakter her, von deiner Person her. Unser Gezanke in unseren Ehen kommt fleischlichen Ausbrüchen. Diese Ausbrüche kommen daher, nicht Jesus Christus wider zu spiegeln. Die Probleme zwischen Brüdern, die Probleme im Leben, die Zerrüttung unseres eigenen Gewissens, all das kommt daher, dass wir DAS nicht genug betonen, was betont werden sollte und zwar: WIE JESUS zu werden.

Jeder will Etwas TUN, wenn wir eigentlich wollen sollten, Etwas zu SEIN.

Nun hört mir zu. Das könnte einige von euch freisetzen. Stehst du jemals morgens auf und hast dein Stille Zeit, bist in der Gegenwart Gottes, studierst das Wort und Gott scheint zu dir zu sprechen und dann gehst du da raus und gibst allen Zeugnis und du warst gehorsam und du hast es an diesem Tag einfach hin bekommen. Du warst echt oben auf, hast deine Frau geliebt und nicht nach der Katze getreten, du bist mit Gott gewandelt. Und du bist so voll Freude am Ende des Tages.

Am nächsten Tag stehst du auf, hast verschlafen, hättest diese Sendung am Abend nicht ansehen sollen, du hättest im Wort sein sollen, du hast kein Zeugnis gegeben als du eine Gelegenheit hattest und in einem echten Sinn bist du voll Sorge. Wisst ihr, was das ist? Götzendienst. Du bist die Quelle deiner eigenen Freude geworden. Deine Freude kommt von dir und von deinen andauernden Werken. Meine Freude kommt von dem vollbrachten Werk Jesu Christi. Nun, ich will gehorsam sein, ich will Zeugnis geben, ich will meine Frau lieben und ja, der heilige Geist überführt mich, wenn ich das nicht tue, aber der Punkt ist: Arm im Geist zu sein ist etwas wunderbares, denn wenn du realisierst – ich sagte jungen Predigern früher : Wenn du predigst, brauchst du die Kraft Gottes auf deinem Leben. Jetzt sage ich ihnen: Um deine Schuhe zu binden brauchst du die Kraft Gottes auf deinem Leben. Ohne das kannst du nicht atmen. Manchmal werde ich eingeladen zu Gemeinde-Wachstums-Konferenzen – nicht sehr oft. Und sie sprechen über all die großen Dinge, die sie tun wollen. Und ich steige auf die Kanzel und sage: Lasst mich fragen. Von wem kommt jeder Atemzug? Von Gott. Von wem kommt jeder Schlag deines Herzens? Von Gott. Und ihr hier, all die Pastoren, Prediger, Evangelisten, Missionare mit all diesen großen Plänen. Nun sagt mir: Ihr könnt doch nicht einmal atmen, euer Herz wird nicht einmal schlagen, außer wenn ihr die Kraft Gottes auf eurem Leben habt

Ohne die Gnade Gottes werde ich für euch hier nicht mehr sein als eine überschäumende Demonstration egoistischen Fleisches. Das ist alles, was ich je in mir selbst sein werde. Ich habe heute morgen durch den Galaterbrief gelesen und das hat mich so getroffen. Ich las das da. Es ging um Meinungsverschiedenheiten und Streitigkeiten und solche Dinge. Und ich stellte fest, dass ich genau das manchmal mit meiner Frau tue. Und es zeigt mir: Es war nicht einfach nur so, dass wir halt ein Problem oder eine kleine Unstimmigkeit hatten. Tatsache ist. Ich bin in diesem Moment im Fleisch. Ich bin im Fleisch und bin nicht abhängig von der Kraft Gottes und der Grund dafür ist, dass ich nicht arm im Geist bin.

Wenn jemand sagt: Ich bin arm im Geist! Dann frag ich ihn: Wie viel betest du? Wie viel zitterst du? Wie viel machst du dich abhängig von der Weisheit Gottes, die in seinem Wort offenbart ist? Armut im Geist. Gemeinde, hört mir zu. Ist es nicht wundervoll, dass ihr nicht irgend etwas Großes darstellen müsst? In Wirklichkeit müsst ihr nämlich etwas Niedriges sein. Etwas, das zerbrochen und demütig ist. Zurück zu stehen, den anderen die Füße zu waschen, zaghaft und furchtsam zu sein vor jeder Aufgabe, vor die ihr gestellt sein, so dass euch diese Not auf die Knie bringt. Zu begreifen, dass wenn ihr aufsteht morgens, dass ihr euch keinen Zentimeter bewegen könnt, weil ihr ohne die Kraft Gottes auf eurem Leben gewiss fallen werdet. Genau das bedeutet die Stelle im “Vater Unser” – “Und führe uns nicht in Versuchung”. Man erkennt seine Schwachheit und erkennt, dass man eine gewaltige Not an Gnade hat.

Selig sind die geistlich Armen; denn ihrer ist das Himmelreich!

( Matthäus 5, 3 )

Was für ein wunderbarer Ort!

An junge Christen – Wohin geht dein Leben?

Wir haben nur ein Leben zu leben.
Lebst du für die Ewigkeit?
Lebst du für den Tag an dem alle Menschen vor Gott stehen?
Oder lebst du für die Dinge, die Schall und Rauch sind?

Worum geht es in dieser Welt?

Ruhm – Aber der wird vergehen.
Reichtum – Aber du wirst immer noch sterben
Jung sein – Du wirst alt werden.
Schönheit – Du wirst hässlich werden

Alles, was die Welt dir anbietet, das schwindet dahin. Warum willst du dich selbst völlig den Dingen hingeben, die keinen ewigen Wert haben und andererseits so wenig Zeit in die Ewigkeit investieren?

Dann sind da deine Füße. Die Richtung, in die du läufst. Was ist die Richtung deines Lebens? Wandelst du in den Wegen des Herrn? Wird dein Leben von den Geboten der Schrift bestimmt? Ist das Wort Gottes dir eine Leuchte für deine Füße und ein Licht auf deinem Wege? Wohin wirst du gehen? Was sind deine Pläne um dem Herrn zu dienen? Ich bin der Leiter einer Missionsgesellschaft. Mission. Denkst du über all die Menschen in der Welt nach, die ohne Christus sterben? Und dass niemanden ihnen das Evangelium predigt? Denkst du jemals über die Verlorenen nach? Denkst du jemals über die Völker nach, in denen überhaupt kein Evangelium gepredigt wird? Denkst du jemals darüber nach, wie wunderbar es sein könnte, das Evangelium Jesu Christi zu diesen Leuten zu bringen? Dass dein Leben für jemanden etwas zählt und Sinn hat. Da gibt es ganze Völker, die das Evangelium Jesu Christi nicht haben. Ist da nicht genug Mitleid in deinem Herzen, über sie zu weinen? Wofür wollt ihr euer Leben geben?

Wollt ihr geboren werden? In die Schule gehen? Arbeiten? In den Ruhestand gehen und dann sterben?

Das herrliche Evangelium wurde uns gegeben. Ein Sohn starb. Ist von den Toten auferstanden. – Wir sind berufen worden, an dieser großen Erlösung teil zu haben und unsere Leben für das Einzige zu geben, was zählt.

Was wirst du tun?

Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Länge eine einzige Elle hinzusetzen?

Sorget euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Sehet die Vögel des Himmels an! Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?

Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Länge eine einzige Elle hinzusetzen? Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht und spinnen nicht; ich sage euch aber, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie deren eine.

Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, also kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, oder was werden wir trinken, oder womit werden wir uns kleiden? Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden; aber euer himmlischer Vater weiß, daß ihr das alles bedürft.

Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles hinzugelegt werden. Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tage genügt seine eigene Plage!

( Matthäus 6, 25-34 )

Keine tote Religion!

Keine Tote Religion

Die Bibel fordert uns auf, unseres Schöpfers in den Tagen unserer Jugend zu gedenken. Das ist, was Gott dir gebietet. Es ist ein Gebot. Aber es ist ein Gebot, das zu deinem Wohl gegeben ist. Gott liebt dich. Gott wünscht das Beste für dich. Er sagt dir diese Dinge, damit du weißt, wie du leben sollst. Er möchte nicht, dass du dein Leben verschwendest. Der Teufel und die Welt werden dir genau das Gegenteil sagen. Die Welt will, dass du ihr zuhörst, dass du über sie nachdenkst. Das bedeutet es zu gedenken. Immer darüber nachzudenken. Immer zuzuhören. Immer zu gehorchen. Entweder kannst du der Welt gedenken oder Gott. Entweder kannst du dem Teufel gedenken oder Gott. WEM willst du nun zuhören? WEM willst du gedenken? Über WEN möchtest du nachdenken? Über Gott, der Liebe ist? Oder über den Teufel und die Welt, die deine Zerstörung wollen? Willst du weise oder willst du töricht sein?

In der Bibel ist ein törichter Mensch nicht jemand, der unwissend ist. Er ist nicht jemand, der geistig eher beschränkt ist. Er ist nicht jemand, der nicht begreifen kann. Töricht ist moralisch zu verstehen. Jemand törichtes ist jemand, der den richtigen Weg kennt, aber sich nicht dazu entscheidet, den richtigen Weg zu gehen. Jemand, der bewusst und absichtlich Gott nicht gehorcht und auf dem Pfad geht, der ins Verderben führt.

Die Bibel sagt: Gedenke an deinen Schöpfer! Aber hier liegt das Problem. Wenn du über Gott nachdenkst, denkst du da biblisch? Wenn du über das christliche Leben nachdenkst, denkst du da wirklich über das christliche Leben nach wie es in der Bibel beschrieben ist? Das christliche Leben ist keine tote Religion. Das sind nicht einfach nur ein Haufen von Regeln, denen du folgst, obwohl es in der Tat Regeln gibt. Aber es dreht sich nicht um Regeln. Es geht nicht darum, dir selbst mit einer Peitsche auf den Rücken zu schlagen. Es geht nicht darum, herumzulaufen als sei gerade dein Hund gestorben. Es geht um deine Beziehung mit einem Gott, der dich liebt. Ein Gott, der absolut wundervoll ist. Es geht darum, zu lernen, mit IHM zu wandeln, IHM zu vertrauen. Und erfüllt zu sein mit all den Dingen, die er uns in der Bibel versprochen hat: LEBEN.

Wisst ihr, ich mach eine Menge von Leuten nervös. Sie sagen, ich lache zu viel. Und ich verhalte mich nicht meinem Alter entsprechend. Aber ich kann in der Bibel nicht entdecken, wie sich ein 47-jähriger Mann benehmen sollte. Ja, ich muss alt werden, aber ich muss nicht dementsprechend benehmen. Der Teufel hatte mich gefangen gehalten mit Traurigkeit und Tod und Depression und Finsternis. Gott kam, um uns von all dem zu befreien.

“Warum bist du so fröhlich?”

“Weil Gott mich lieb hat”

“Machst du immer alles richtig, Bruder Paul?”

“Nein. Fragt einfach meine Frau. Aber Gott liebt mich”

Er hat all meine Sünden bezahlt. Und er hat mich immer lieb. Wegen der Kraft Jesu Christi. Nehme ich seine Gebote ernst? Ich hoffe es. Ich will gehorsam sein, aber mein Leben ist nicht einfach nur ein Leben des Gehorsams. Es ist ein Leben einer Beziehung. Ich wandle mit einem Gott, der mich lieb hat trotz all meines Versagens. Wisst ihr, wie das ist, einfach nur geliebt zu sein? Nicht wegen dir, sondern weil diese Person dich einfach lieb hat. Lasst mich euch ein Beispiel geben. Das ist besonders wahr für Mädchen und Frauen. Es muss sehr schwer sein, ein Mädchen zu sein. Weiterlesen „Keine tote Religion!“

Buch: John Bunyan – Kesselflicker, Prediger und Autor der Pilgerreise

John Bunyan – Kesselflicker, Prediger und Autor der Pilgerreise

John Bunyan
John Bunyan

Heute mag ich wieder mal ein Buch vorstellen. es handelt sich um eine Biographie und zwar um eine Biographie über John Bunyan. John Bunyan ist sehr bekannt, oder wenigstens ist sein berühmtestes Werk „Die Pilgerreise“ sehr bekannt.

Die Pilgerreise schildert bildhaft in einer Geschichte das Leben eines Christen und welche Gefahren ihn dort erwarten. Diese Geschichte schrieb er zum großen Teil  in der Zeit, als er im Gefängnis saß. Warum saß er im Gefängnis? Nun, er hatte per se nichts böses getan, kein wirkliches Verbrechen begangen, aber er hatte gepredigt. Ohne staatskirchliche Erlaubnis. Das war mehr oder weniger verboten und deshalb wurde er verhaftet und bestraft mit Gefängnis, Die Gefängnisse damals im 17 Jahrhundert waren deutlich weniger „gemütlich“ als die Gefängnisse in heutigen Tagen.

Nun, was deshalb beeindruckend ist, ist, dass John Bunyan – obwohl ihm einiges an Gelegenheit gegeben war, „umzukehren“ und ein leichteres Leben zu haben, er sich doch an des gebunden empfand, was Gottes Wort sagte und sich nicht den Forderungen unterwarf, mehr den Menschen als Gott zu gehorchen.

Darstellung John Bunyans
Darstellung John Bunyans

Das war, was mich vor allem beeindruckt hat: Diese Klarheit, Zielstrebigkeit und Ernsthaftigkeit. Auch interessant ist die Schilderung seiner Bekehrung, die  nicht so oberflächlich und schnell geschah, sondern wirklich einen tiefgreifenden und ein langen Prozess darstellte, der mit viel Seelennot Bunyans von statten ging.

Ein letztes, was ich an diesem Mann und Gottes Wirken in seinem Leben bemerkenswert finde, ist, dass er trotz dessen, dass er viel Zeit dem Predigen widmete,  doch auch gleichzeitig sein täglich Brot mit einer ganz gewöhnlichen Arbeit verdiente, nämlich als Kesselflicker, also einer handwerklichen Tätigkeit. Jedenfalls zutiefst bemerkenswert, wie John Bunyan trotz der Verfolgung und Unterdrückung vom Staat seinerzeit doch klar und stark blieb und für die Verteidigung des Evangeliums kämpfte.

http://de.wikipedia.org/wiki/John_Bunyan

Kennst du Gott? (Paul Washer)

Kennst du Gott?

Und wenn ich über Gebet spreche und über die Güte Gottes, dann gibt es etwas, was ich euch sagen möchte. Manchmal… wisst ihr… wenn ihr mit einem Arzt reden sollt, also fast jede Art von Arzt, habt ihr gemerkt, dass er viel mehr über meine Frau weiß als ich es tue? Seht ihr das? Ein Arzt kann sich hinsetzen und mir Dinge über meine Frau erzählen, von denen ich nie was gehört habe bzgl. dessen wie ihr Herz arbeitet und wie sich ihre Muskeln zusammenziehen und entspannen und all diese unterschiedlichen Dinge darüber, wie ihr Körper funktioniert, er weiß mehr über meine Frau als ich jetzt und jemals wissen werde. Er kann Dinge und Abläufe an meiner Frau aufzeigen, die so weit über meinen winzigen Verstand hinausgehen, Weiterlesen „Kennst du Gott? (Paul Washer)“