Krebs, Hass, Suende – Zeugnis von Ayla

http://vimeo.com/10558973

Das Video ursprünglich bereit gestellt von der Grace Community Church, San Antonio

Ich heiße Ayla und bin 20 Jahre alt. Vor ungefähr fünf Jahren, im Oktober 2004, da erhielt ich die Diagnose: Krebs. Während dieser Zeit war ich gerade frisch in die Highschool gekommen, ich war Teil der Marsch-Kapelle, ich spielte Posaune. Ich lebte wie jeder andere Teenager, ich liebte es, Spaß zu haben, mit meinen Freunden rumzuhängen und mein Leben einfach genießen zu können. Aber als ich Krebs bekam, war es, als ob mein Leben plötzlich ausgebremst war. Ich konnte nicht mehr länger die Dinge tun, die ich zu tun liebte, Weiterlesen „Krebs, Hass, Suende – Zeugnis von Ayla“

Das unglaubliche Geschäft des Herrn Bendix


Das unglaubliche Geschäft des Herrn Bendix

Als Video hier zum download

Das nur eine Illustration, die ich passend und eindrücklich empfand. Natürlich muss man es am Stück anhören, nur halb gehört, wird es ein wenig seltsam. Ich lad auch normalerweise keine Hörspiele hoch ^^ Predigten werden weiterhin die Regel bleiben.

Download von MP3 und .pdf auf http://sermon-online.de und zwar hier: http://www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=3953

Nach einem Hörspiel; die kostbare Perle.

Matthäus 13, 45-46 Wiederum ist das Himmelreich gleich einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er nun eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.

Menschen zu lehren bedeutet nicht nur, ihre Köpfe mit Wissen zu füllen

Eines der Dinge, die ich gelernt habe, ist, dass das Predigen von der Kanzel nicht viel von mir fordert. Seht ihr, niemand von euch kennt mich wirklich. Nachdem ich wo in einer Gemeinde gepredigt hatte, kamen die Verantwortlichen in der Gemeinde zu mir gesprungen und sagten: Wir möchten, dass du unser Pastor wirst! Und ich hab sie angesehen und gefragt: Seid ihr verrückt? Sie sagten: Warum hast du gesagt? Ich sagte: Ihr wisst nicht, ob ich meine Frau liebe. Wie könnt ihr mich fragen, euer Pastor zu werden? Ihr wisst nicht einmal, ob ich meine Frau liebe. Seht ihr, hier oben auf der Kanzel mag ich alles sein, aber nehme ich euch mit nach Hause, da mag ich ein anderer sein. Menschen zu lehren, bedeutet nicht einfach, ihre Köpfe mit Wissen zu füllen. Es bedeutet, mit ihnen zu wandeln und es ihnen zu erlauben, deinen Gehorsam zu sehen. Und nicht nur deinen Gehorsam, sondern auch, wenn du nicht gehorsam bist, dass sie sehen, wie du dich selbst vor Gott demütigst und um Vergebung bittest und, dass sie dich sehen wie du zu anderen gehst und sie um Vergebung bittest. Sie beobachten dein Leben!

Zu Jesus Christus zu gehören

Über Furcht, Gott und ein wenig darüber, was es bedeutet, Christ zu sein.

Ein lieber Bruder in Rumänien wurde wegen seines Glaubens für viele Jahre ins Gefängnis gesteckt und einer der Befehlshaber der Wache kam herein und fand ihn betend vor.

Und er sagte zu diesem Bruder: „Wir haben dir alles genommen. Wir haben dir dein Leben genommen, das du hattest, wir haben dir deine Familie genommen, wir haben dir alles genommen und doch betest du noch?!? Wofür könntest du denn noch beten?“

Der Bruder sagte: „Ich bete für euch.“

„Warum?“

„Nun, weil der Gläubige, der Christus kennt und das Wort kennt, der weiß, dass er seine Feinde nicht zu fürchten braucht, sondern Mitleid mit ihnen haben muss. Denn eines Tages kommt Jesus Christus auf diesen Planeten zurück um seine Erlösten zu retten und er wird die Nationen mit eisernem Zepter regieren und die, die ihm vertraut haben, die werden sich vor ihm beugen wegen der großen Gnade, die Christus ihnen gegeben hat, aber andere werden sich beugen, weil ihnen die Kniegelenke gebrochen werden von dem einen, der sein Zepter des Gerichts gegen die Völker führt. Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! ( Hebräer 10, 31 ) .“

Wir fürchten nicht Menschen, sondern wir fürchten um sie. Denn kehren sie nicht um, kommt Christus mit schnellem Gericht.

Ich erinnere mich an eine Begebenheit in Peru während des Krieges. Ich kam dort in diesen Laden, wo sie christliche Bücher verkauften. Als ich aus dem Laden wieder heraus kam, da bemerkte ich diese kleine Frau, die an der Seite Süßigkeiten verkaufte, eine arme Frau, die mir versuchte, etwas zu signalisieren. Sie hatte große Angst, aber ich hab nicht verstanden, was sie mir denn mitteilen wollte. Plötzlich tauchte ein Polizist auf. Und obschon ich sicher bin, dass es in Peru auch damals Polizisten von edlem Charakter gab, waren die Polizisten allgemein sehr bekannt dafür, korrupt und gefährlich zu sein, bis dahin, dass sie Leute verschwinden ließen.

Nun, er kam zu mir her und fragte: „Wo ist dein Auto?“

„Dort drüben steht es“

„Dein Wagen ist illegal. Steig in den Wagen“

Ich stieg ins Auto. Er stieg ins Auto. Er sagte: „Fahr mich durch die Stadt“

Ich fuhr ihn durch die Stadt. Ich betete: „Oh Herr!!! Oh Herr!!! Oh Herr!!!“. Ich hörte, wie er einige seiner Polizei-Kollegen anrief. Und er sagte: „Wir werden jetzt in Richtung eines anderen Streifenwagens fahren und dann fahren wir noch wo anders hin“

Und ich wusste: Jetzt wird es wirklich übel. Und zuletzt hielt er das Auto an und sagte: „Steig aus dem Wagen!“

Und ich dachte: „Ach, er will nur das Auto stehlen. Gut!“

Aber dann stieg er doch aus und lief zu mir herum und sagte: „Warum bist du nicht wütend?“

Ich sagte nichts.

Er sagte: „Warum bist du nicht wütend? Du weißt, was ich gerade mit dir tue!“

Und aus irgend einem Grund sagte ich: „Ich bin nicht wütend, weil ich Angst habe.“

Er lachte und grinste und ich konnte einfach dieses Böse an ihm sehen. „Ach so, weil du Angst hast!“

Ich sagte: „Ja, ich habe Angst um Sie!“

Er sagte: „Warum hast du Angst um mich?“

Ich sagte: „Könnten sie bitte einfach nur ein paar Meter bei Seite gehen?“

„Warum?“

„Ich flehe Gott gerade an, dass er sie nicht töte. Ich tue alles in meiner Macht, Gott anzuflehen, Sie nicht umzubringen! Bitte, sprechen Sie nicht mit mir, ich muss beten, ich muss mit meinem Gott zusammen sein“

Der Mann fing das Zittern an. Zitternd und weinend brach er geradewegs auf dem Gehweg zusammen: „Warum sollte Gott mich töten?“

„Nun, wer mich segnet, sei gesegnet, wer mich flucht,  sei verflucht“ ( Sinngemäß 1. Mose 27, 29 ) . Sie wollen mir alles nehmen und mein Vater im Himmel sieht es. Und es ist nur seine Gnade, die seinen Zorn zurückhält, der Sie auf der Stelle töten könnte und ihr Seele in die Hölle werfen könnte“

Nun, zugegeben, das ist nicht die Art von Evangelisationsmethode, die man auf der Bibelschule lernt, aber letztlich brach er weinend zusammen und gab mir all meine Dokumente zurückund sagte dann: „Würden Sie bitte für mich beten, dass Gott mich nicht tötet!“

Und dann kam ich ein wenig ins Fleisch, denke ich, denn ich sagte: „Ich werde wohl beten, aber ich bin nicht sicher, ob es reichen wird, denn er ist wirklich sauer.“

Aber was ich dabei möchte, dass ihr es seht, ist folgendes: Ich möchte nicht, dass wir uns wie Raudis benehmen oder irgend etwas in der Art. Hört mir zu: Wir sind Lämmer. Wir sind nicht John Wayne. Wir sind nicht Indiana Jones, sondern Lämmer. Aber der, der hinter dir steht und auch vor dir steht und auch an deiner Seite steht und der auch in uns ist, der ist der König der Herrlichkeit, so dass der Schwächste von uns Hundert, vielleicht Tausend in die Flucht schlägt.

Wir gehen in Demut, wir gehen in Liebe, wir tun aufopfernd unseren Dienst. Aber wir machen das, ohne uns für Jesus zu entschuldigen. Jesus Christus ist Herr. Und er befiehlt, dass du umkehrst von deinen Wegen und dass du dem Evangelium glaubst. Das schlimmste am Predigen ist, dass es in einem Sinne immer ein Versagen ist. Ich wünschte, wir könnten diesen Jesus mit geistlichen Augen auf seinem Thron sehen. Millionen über Millionen, Milliarden über Milliarden von Engeln, die ihm dienen, die vor ihm nieder fallen, die ihm Ehre geben, die seine Werke und Tugenden verkünden und dieser Jesus herrscht im Himmel und hat dich dazu bestimmt, DICH, von allen Menschen hat er dich dazu erwählt, ein Botschafter zu sein. Und doch willst du nicht. Du denkst, dass es eine geringe Sache ist, als Botschafter erwählt zu sein? Du würdest lieber etwas anderes tun als ein Botschafter Jesu Christi zu sein? Du  würdest dich lieber allen möglichen Dingen dieser Welt widmen? Du denkst mehr über deinen Ruhestand nach als über Tod und Herrlichkeit? Du denkst mehr nach über modische Klamotten und Autos  und über all solche Dinge als  über einen ewigen Lohn? Du würdest lieber deine Zeit mit einer X-Box totschlagen als das Kreuz zu predigen? Du bist ein Botschafter.

Versteht bitte folgendes und damit machen wir Schluss. Wenn du ein Christ bist, so sagte das ein alter Schreiber, dann bist du von hohem Stand. Dir ist eine himmlische Natur zu Teil geworden. Deswegen gibt es jetzt nichts mehr auf diesem Planeten, dass dich wirklich befriedigen könnte. Das ist in einem Sinne eine der Schattenseiten dessen, ein Christ zu sein, ein echter Christ zu sein. Du bist so verändert worden, dass nichts auf diesem Planeten dich mehr wirklich zufrieden stellen wird. Ist das nicht erstaunlich? Andere Leute können so begeistert von allen möglichen Dingen auf dieser Welt sein, aber du kannst das nicht. Und selbst, wenn du vom Herrn abweichst, wie wir das alle von Zeit zu Zeit tun und du aus dem Stall ausbrichst und versuchst, etwas für dich selbst zu erhaschen, von dem du sicher bist, dass es dir Genuss bringt, dann wird es dir, sobald du es bekommen hast, wie Fäulnis in deinem Bauch. Es ist letztlich keine Befriedigung da. Lernt diese Lektion und lebt im Hinblick auf die Ewigkeit. Junge Männer. Nutzt eure STärke für IHN!  Gebt eure Tage her für IHN! Gebt eure Jugend, eure Schönheit IHM! Denn letztlich ist es umsonst, wenn es irgend einer anderen Sache oder Person gegeben wird. Geb es IHM.

„Ich wünschte, wir hätten solches Predigen in unserer Gemeinde“

Wieder einmal ein wenig Korrektur. Ich möchte nicht, dass Leute, die z.B. den Blog lesen oder die Videos auf youtube schauen, einen allzu verzerrten Eindruck davon bekommen, welche Aufgabe und Sinn u.a. die Predigten von Paul Washer haben und was dabei zu beachten ist. Ich finde es sehr wichtig, dass da nicht jemand in irgend einer Weise in ein ungesundes Gleichgewicht kommt.

Ich möchte, dass die Videos und der Blog dienlich sind und mit Verstand und Weisheit auch von Gläubigen eingeordnet werden können. Und ein Teil davon ist, dass man nicht die geringschätzt, die vor Ort dienen, weil man einen „besseren Prediger“ im Internet gefunden hat oder ähnliches in diese Richtung gehendes.

Frage:

Manche der Leute, die deine Predigten übers Internet verfolgen, die werden irgendwie frustriert bzgl. ihres Predigers / Pastors in ihrer Ortsgemeinde. Und sie haben diesen Wunsch, dass ihr Pastor, der dort regelmäßig zu den gleichen Leuten predigt, der systematisch durch ein Buch der Bibel predigt und sie wollen, dass dieser Dienst ihres Pastors so aussieht wie dein Reiseprediger-Dienst mit der selben Leidenschaft und demselben Eifer und sie möchten im Grunde, dass ihr Pastor eine Kopie von Paul Washer ist. Welchen Rat würdest du einem jungen Mann geben, der so denkt.

Antwort:

Nun, sie wissen nicht, worum sie bitten. Hört mir zu. Manchmal komme ich aus dem Versammlungssaal raus und stehe dort mit dem dortigen Pastor und gebe den Leuten die Hand usw. und dann kommen Leute zu mir her und sagen: „Ich hab niemals was vergleichbares gehört. Das war mehr Wahrheit als ich in den letzten 5 Jahren gehört habe und ich wünschte einfach, wir hätten solches Predigen in dieser Gemeinde hier.“

Das ist einfach der Teufel, das ist so übel, das gegenüber dem Pastor zu sagen.

Oder manche sagen: „Wir haben diese Wahrheiten noch nie zuvor gehört!“

Lasst mich euch einfach was aus meiner Zeit als Pastor in Peru erzählen. Ich hab dort gelernt, dass Leute geistliche Wahrheiten nicht aufgenommen haben, weil sie sie einmal gehört haben. Manchmal habe ich über Monate über eine bestimmte Lehren oder bestimmte Themen gepredigt, die ich den Leuten vermitteln wollte. Und als ich damit fertig war, darüber zu lehren und alles ausgeschöpft hatte, was ich darüber wusste, dann fing ich an, gottesfürchtige peruanische Pastoren und gottesfürchtige Missionare einzuladen, von denen ich dachte, sie seien ein großer Segen für die Gemeinde und ich bat sie darum, zu kommen und über dasselbe Thema zu lehren. Und als die Mitglieder meiner Gemeinde das Gemeindegebäude verließen und z.B. dem eingeladenen Missionar die Hand geben, schauten sie ihn an und sagten: „Wir haben so wie heute noch nie zuvor in unserem Leben gehört“ und das ist, einfach nur um euch das zu zeigen, Teil dessen, was ein Reiseprediger zur Aufgabe hat.

Was ich ehrlich gern tue in den meisten Gemeinden, die ich besuche, ist, dass ich fast genau über dasselbe predige, worüber ihr örtlicher Prediger / Pastor predigt. Vielleicht auf eine andere Art, aber mein Predigen soll deren Dienst stützen und bestätigen. Etwas anderes. Ich wurde letztes Jahr gebeten, 3 Monate lang in einer kleinen winzigen Gemeinde in Alabama zu predigen und das habe ich wirklich geliebt, ich war so 3 Monate lang ihr Pastor in einer „engen“ Art. Und ein Haufen junger Leute, die mich wo predigen gehört hatten, die kamen da hin. Nach ungefähr zwei Wochen gingen die dann zu einem der dortigen Gemeindeleiter und sie sagten: „Wir haben eine Frage“. Der Gemeindeleiter sagte: „Ja, was wollt ihr wissen?“ Der Gemeindeleiter ist wirklich ein sehr guter Freund von mir. Und sie sagten: „Hat Bruder Paul seinen Dienst verändert? Ist er weich geworden? Hat sich etwas in seinem Leben verändert?“ Der Gemeindeleiter fragt: „Warum sollte er?“ – „Nun, weil sein Predigen so anders ist“. Er sagte: „Seht ihr, das ist weil er hier keinen Reisedienst tut, sondern als örtlicher Pastor dient. Er gibt Schafen Nahrung  auf lange Sicht“.

Aber ich möchte gleichzeitig auch die örtlichen Prediger / Pastoren warnen. Wenn ihr systematisch durch ein Buch der Bibel predigt und das langweilig ist, dann macht ihr das nicht richtig. Ich meine, wie könnt ihr durch den Epheserbrief predigen ohne Eifer? Wie könnt ihr das tun, ohne, dass das die Leute irgendwie bewegt? Ich möchte das hier von beiden Seiten betrachten, denn es gibt eine Menge Pastoren / örtliche Prediger da draußen, die ihren Schafen nichts rechtes zu Essen geben. Ich möchte dazu etwas empfehlen. Vor vielen Jahren schrieb Warren Wiersbe ein Buch namens „Walking with the Giants“  und darin hat er all die sehr kurzen, einseitigen oder halbseitigen Zeugnisse von Männern und Frauen Gottes, die durch die Jahrhunderte von Gott gebraucht wurden. Ich hab dieses Buch für mein Bibelstudium so lange bei mir getragen. Wisst ihr, warum? Wenn ich manchmal an einen Punkt kam, wo ich nicht beten wollte, einfach nicht motiviert war zu beten, da öffnete ich dieses Buch und las von betenden John Hyde in Indien oder von David Brainerd oder sonst wem und es trieb mich dazu, beten zu wollen und ich saß da und es war Montag und war nicht bereit, die Predigt für die nächste Woche in Angriff zu nehmen, einfach etwas lethargisch und ich nahm dieses Buch zur Hand und las von Alexander Maclaren, der 60 Stunden Vorbereitung für eine Predigt rechnete und das motivierte mich, das Bibelstudium wieder aufzunehmen.

Viele Leute kritisieren das Predigen in ihrer Gemeinde und liegen falsch, aber oft haben die Leute auch recht und die Pastoren studieren wirklich nicht lang genug um auf die Kanzel zu steigen und den Leuten Wort Gottes zu geben.

Schau auf Christus, nicht auf dich selbst

Seht ihr, manche von euch meinen, dass Gott euch nicht retten kann, weil euer Glaube und eure Buße nicht so stark ist wie die der größten Christen, die jemals über diesen Erdball gelaufen sind. Ich möchte, dass ihr seht, dass, wenn jemand gerettet wird, Glaube und Buße sehr klein und sehr schwach anfangen. Und wenn Gott dich rettet, dann fängt er an, deinen Glauben und deine Buße zu stärken, vertiefen und mit der Zeit wachsen zu lassen, so dass du vielleicht eines Tages tatsächlich Glauben und Buße einer der großen Puritaner oder großen Reformatoren haben magst.

Jesus Christus zu empfangen, bedeutet, ihn als deine einzige Lebensquelle anzunehmen. Lasst mich euch ein Beispiel geben aus dem Westen, ich hab das in Europa, den Staaten und auch in Südamerika wieder und wieder gesehen. Menschen nehmen Jesus als ein Anhängsel in ihr Leben auf. So wie wenn deine Frau ein Kleid kauft und sie nur so und so viel Geld dafür ausgegeben hat. Und denkst: „Zum Glück hat sie nicht mehr ausgegeben“. Aber dann sagt sie dir, sie habe auch noch zum Kleid passende Schuhe kaufen müssen. Dein Blick wird besorgter. Und dann sagt sie dir, dass sie auch noch eine Handtasche und einen Gürtel kaufen musste. All diese Dinge sind Anhängsel oder sozusagen „Zubehör“. Man hat sie zum Kleid dazu gekauft. Viele Leuten wollen, dass Jesus in ihr Leben tritt, um ihn gleichsam zu dem Leben, das sie bereits haben, noch hinzu zu fügen. Ich habe Prediger folgendes zu jungen, Erfolgreichen Amerikanern sagen gehört.

„Du hast ein großartiges Leben. Du hast eine wundervolle Familie. Du hast zwei Autos und ein wunderbares zu Hause und dein Job ist wirklich, wirklich wundervoll! Du hast ein großartiges Leben! Du brauchst nur eines, um dein Leben perfekt zu machen. Du brauchst Jesus“

Das ist Gotteslästerung. Das ist eine der ekelerregendsten Sachen, die je den Mund eines Menschen verlassen können. Jesus ist nicht das i-Tüpfelchen auf deinem bereits sehr tollen Leben. Jesus ist nicht etwas, was du zu deinem derzeitigen Leben hinzufügst um es wundervoller zu machen. Jesus WIRD dein Leben!

Folgendermaßen sollte der Prediger predigen:

Mir egal, wie wohlhabend du bist! Mir egal, wie viele Reichtümer du besitzt. Mir egal, wie angesehen du in der Gesellschaft bist. Dein Leben ist morsch und verrottet. Dein Leben ist sinnlos. Nun kehre dich ab von all dem und vertraue auf Jesus Christus! Auf dass du echtes Leben haben mögest. Hör mir zu, Christ! Jesus ist nicht einfach eine Fahrkarte in den Himmel. Er ist nicht einfach nur jemand, der dein Leben segnen kann. ER IST DEIN LEBEN. Er ist alles!

Aber was bedeutet das im Leben eines frischen Gläubigen? Als ich ein frischer Gläubiger war, da sagte ich: Jesus bedeutet alles für mich! Ich hatte nicht mal den Hauch einer Vorstellung, was ich da sagte. Aber jetzt, nach 26 Jahren verstehe ich es ein klein wenig mehr. Stück für Stück sehe ich, dass diese Welt vorbeigeht. Stück für Stück sehe ich mehr von meiner Sünde und meiner Schwachheit. Stück für Stück sehe ich mehr von Gottes liebevoller Güte und Macht und Stück für Stück wird dieses sinnlose Leben dieser Welt von seinem ewigen Leben ersetzt.

Wie stellt ihr euch den Himmel vor? Goldene Straßen? So wird uns das beschrieben. Aber nach ein paar mal dort spazieren wirst du gelangweilt sein. Tore aus Perlen. Willst du auf denen hin und her schaukeln? Ich meine, nachdem du ein paar tausend Jahre auf den Toren hin und her geschaukelt hast, wirst du ziemlich gelangweilt sein, einfach nur immer auf diesen Toren hin und her zu schaukeln.
Damit ihr mich recht versteht: Man klettert auf das Tor und schwingt darauf so hin und her.

( Der Übersetzer, den ich rausgeschnitten habe, hatte nicht ganz verstanden, was Bruder Paul meinte )

Das passiert, wenn ein intellektueller Europäer einen Cowboy übersetzen VERSUCHT.

[ wie erwähnt, der Übersetzer, den ich heraus geschnitten habe, hatte ihn nicht ganz verstanden ]

Man klettert auf das Tor und reitet es als sei es ein Pferd!

Was bringen die euch denn heute in den Schulen bei?

Worum, denkt ihr, geht es im Himmel denn? Es geht um Christus. Der Himmel ist einfach von Christus erfüllt! Es dreht sich um IHN.

Und hier liegt einer der riesigen Unterschiede zwischen einem ganz frischen Gläubigen und einem reifen Gläubigen. Wisst ihr, was der frische Gläubige tut? Das ist das, was einige von euch tun. Ich hab von so vielen von euch in den letzten beiden Tagen geredet. Und ihr schaut inwärts in euch hinein. „Meine Buße ist nicht groß genug. Mein Glaube ist nicht stark genug. Ich hab hier so viel Versagen und ich hab dort so viel Versagen.“

Aber wisst ihr, was geschieht, wenn ihr in Christus wachst? Ihr fangt an, aufzuhören, auf euch selbst zu schauen. Und ihr schaut nur noch auf IHN! Du weißt, was du bist. Du kennst dein Versagen. Ihr kennt eure Sünde und euer Schwachheit. Aber ihr schaut einfach nur auf IHN! Schaut auf IHN!

Lasst mich abschließen mit einer kleinen Geschichte, die sich vor Jahren ereignet hat. Ein Theologie-Student schreib mir eine E-Mail. Und er schrieb: „Bruder Paul, ich bin einfach nur schlecht und unverständig und kann Christus nicht nachfolgen.“

Und so schrieb ich ihm zurück und sagte: „Lieber Bruder, du bist noch viel schlechter und unverständiger als du gerade denkst!“ Ich habe die Gabe der Ermutigung.

Er rief mich letztlich per Telefon an und sagte: „Bruder Paul, Danke?!?“
Ich sagte: „Hör mir zu. Du bist einer der besten jungen Männer, die ich kenne und ich kann sehen, dass du danach trachtest, dem Herrn Jesus sehr ernsthaft nachzufolgen. Manchmal überführt dein Leben mich von meiner Sünde. Du bist wahrscheinlich heiliger als ich es bin. Aber ich bin fröhlicher als du es bist“.

Und er sagte: „Warum?“

„Du schaust auf dich selbst. Du schaust auf deine eigene Tugend, um Frieden zu finden. Du schaust auf die Stärke deiner eigenen Hingabe, um Ruhe zu finden! Du schaust auf deine Leistung, um Freude zu finden! Ich damit vor langer Zeit aufgehört. Wenn ich mich selbst betrachte, finde ich nichts, was mich stark oder voll Freude machen oder mir Geborgenheit geben würde. So schaue ich auf IHN! Du vertraust auf deine Werke! Ich vertraue auf das vollbrachte Werk Christi, das für mich vollbracht WURDE. Deine Werke ändern sich ständig. Und daher verändern sich dein Friede und deine Zuversicht ständig. Aber ich schaue auf die Person und das Werk Christi. Er ändert sich nie und so kann meine Freude immer fest stehend sein! Und mein Frieden ist immer eine Wirklichkeit. Weil es von IHM kommt”.

Wenn ich mir eines für dich wünschen könnte, dann wäre es folgendes:
Dass du aufhören würdest, in dir selbst zu suchen, denn du wirst dort nichts finden. Dass du auf Christus schauen würdest und dass seine Herrlichkeit und seine Erlösung dich motivieren würden, IHM zu dienen mit allem, was du hast!

Lasst uns beten…

Antwort auf den Atheismus

Der ganze Artikel als .PDF

Richard Wurmbrand verbrachte 14 Jahre seines Lebens in kommunistischen Gefängnissen, weil er ein Pfarrer war, der sich gegen die kommunistische Ideologie stellte.

Er erzählt folgende Begebenheit:

[…]

Eines Tages wurde ich aus meiner Zelle heraus gerufen und vor einen Leutnant des Gefängnisses gebracht, er hatte einen Gummiknüppel in seiner Hand und hat mir mit diesem Gummiknüppel gedroht und sagte:
„Ich werde es dir jetzt zeigen! Ich habe gehört, dass du nicht einmal in der Gefängniszelle ruhig bist, dass du auch dort über Gott sprichst, über ewiges Leben, über all diese Dummheiten. Sag mir wenigstens ein Argument, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Gib mir doch wenigstens ein Argument. Das ist doch eine Dummheit so etwas zu verkündigen. Ich werde es dir schon zeigen!“

Er hatte eben diesen Gummiknüppel in der Hand und er hatte ihn sehr oft schon gebraucht. Nun, wenn einer dir droht, dich zu schlagen, dann schlägt er dich noch nicht. Er hat nur den Gummiknüppel in der Hand, er hat noch nicht geschlagen. Er wird mich vielleicht in einer oder zwei Minuten schlagen. Dann habe ich doch diese zwei Minuten zur Verfügung und diese zwei Minuten kann ich ja meine Freude zeigen. Diese zwei Minuten kann ich ja mein Lächeln zeigen. Wenn einer sagt: „Ich werde dich erschießen“, dann hat er dich noch nicht erschossen. Er muss ja zuerst den Revolver herausnehmen und er muss ja noch die Kugel in den Revolver stecken. Diese zwei Minuten kann ich ihm gegenüber ja noch lächeln, diese zwei Minuten kann ich ihm ja noch etwas von der Freude Gottes zeigen.

Als er mit dem Gummiknüppel so drohte, sagte er: „Woher weißt du, dass es ein ewiges Leben gibt? Woher willst du das über diesen Gott wissen? Das sind ja alles Dummheiten! Gib mir wenigstens ein Argument!“

Darauf sagte ich: „Herr Leutnant, es ist sehr schwer, jemandem, der einen Gummiknüppel in der Hand hat, ein Argument zu geben! Aber ich werde ihnen jedenfalls ein Argument geben: Ich habe viele neben mir sterben sehen, wie die Fliegen, so starben die Gefangenen, rechts und links. Ich habe überlebt, aber viele haben es nicht überlebt. Man starb im Gefängnis und ich habe viele dort sterben gesehen. Nicht nur Christen und Juden, wir waren auch Moslems im Gefängnis, es waren auch Kommunisten im Gefängnis, wenn die sich untereinander stritten, hat ein Genosse den anderen ins Gefängnis gesteckt, es waren auch viele Atheisten mit uns, ich habe viele davon sterben gesehen. Sie waren Atheisten bis 2 Minuten vor dem Tod. Vor dem Tod schrie jeder etwas: „Gott“ oder „Jesus“ oder „Maria“, einige „Allah“ und einige irgend etwas. Sie riefen irgend jemanden im Himmel an und bereuten es, dass sie während ihres Lebens Atheisten gewesen waren. Herr Leutnant, können sie sich vorstellen, dass irgend jemand ein Christ war und dann vor dem Tod steht und es bereut, ein Christ gewesen zu sein und dann schreit: „Marx, Darwin, bitte befreit mich von meinem christlichen Glauben! Ich will auf euch vertrauen“

Da sagt er: „Bist du ein verfluchter Kerl, auf dieses Argument gibt es keine Antwort!“

Wir haben ja die Wahrheit auf unserer Seite. Wir haben ja die Stärke Gottes auf unserer Seite und können ruhig sein unter allen Umständen.
An einem bestimmten Moment war ich vor einem Oberst der Geheimpolizei. Es war spät in der Nacht. Und er verlangte von mir, allerlei Aussagen über die Untergrundkirche zu machen. Wir haben da geheim gedruckt und geheim verbreitet, da gab es ja immer Geheimnisse. Woher wir das Papier hätten und woher wir die Druckmaschine hätten und wie wir das verbreiten würden und mit wem wir zusammen arbeiten würden. Ich sollte das sagen, damit auch andere hätten verhaftet werden können. Ich wollte ihm das alles nicht sagen und er hatte alle Methoden, mich zum reden zu bringen, angewandt und das hatte ihm nicht geholfen. Und dann sagte er:
„Schön, wenn sie mir das alles nicht sagen, dann werde ich den Befehl geben, dass sie erschossen werden.“

Nun, zu jener Zeit brauchte man in meinem Land kein Gerichtsverfahren, nichts. Wenn ein Oberster der Geheimpolizei dich erschießen wollte, dann wurdest du erschossen. Und er sagte: „Sie werden erschossen“. Und Gott gab mir damals so eine Seelenruhe. Warum hat er sie mir gegeben und nicht dir? Er gibt sie allen, wenn sie sie nur nehmen wollen. Die Geschenke Gottes sind für einen jeden von euch, ich bin nicht etwas besonderes bei Gott. Und unsere Brüder im Glauben, die waren nichts besonderes, sie waren einfach nur Leute, die, als man ihnen gab, nahmen! Gott gibt seine Gaben. Nimm sie nur. Und als er mir sagte, dass ich erschossen werden sollte, hatte ich eine solche Ruhe. Ich sagte:

„Her Oberst, ich weiß, dass ein Wort von ihnen genug ist: Wenn sie den Befehl geben, dann werde ich erschossen. Und jetzt haben Sie die Möglichkeit eines Experimentes. Legen Sie die Hand auf mein Herz und wenn mein Herz jetzt erschrocken schlägt, ganz schnell schlägt in Verzweiflung, weil ich jetzt erschossen werden soll, dann haben sie ein Recht zu zweifeln, dass es einen Gott und ein ewiges Leben gibt. Aber, wenn mein Herz ruhig und regelmäßig schlägt in Frieden, weil ich weiß, zu wem ich gehe, nämlich zum Geliebten meiner Seele, dann sollen sie wissen: Es gibt einen Gott und es gibt ein ewiges Leben!“

Er rief wütend: „Niemals wirst du je befreit werden! Niemals soll jener dich befreien! Wie war noch sein Name? ( Er wollte den Namen Jesus nicht aussprechen ). Niemals sollst du die Westminster Abbey sehen!“ ( Die Westminster Abbey ist eine berühmte Kathedrale )

Und ich habe ihm geantwortet: „Sein Name ist Jesus Christus, er ist der Sohn Gottes und wenn er will, dann werde ich befreit werden! Und wenn er will, werde ich auch die Westminster Abbey sehen! ( Ich war nicht sonderlich daran interessiert, diese Kathedrale zu sehen, aber, weil er gesagt hatte, dass ich sie nicht sehen werde, habe ich gesagt, ich werde sie sehen. Wir Christen sind ja solche Trotzköpfe und sagen immer das entgegengesetzte von dem, was die Welt sagt).“

Nun, dann vergingen 14 Jahre, ich wurde frei und war in der Westminster Abbey, war in dieser Kathedrale in London. Er hingegen war im Gefängnis. Seine eigenen Genossen hatten ihn ins Gefängnis gesteckt. Von dieser Kathedrale werden solche bebilderten Postkarten verkauft und ich habe ihm eine solche Karte geschickt:

„Erinnern Sie sich daran wie sie gesagt haben, dass ich niemals die Westminster Abbey sehen würde? Dass ich niemals frei kommen würde? Ich bin frei, bin in dieser Kathedrale und vertrauen sie auch auf Jesus Christus, er ist der Sohn Gottes, vielleicht kommen sie auch aus dem Gefängnis frei , dann können sie auch diese Kathedrale besuchen“.

Er ist wirklich frei geworden. Er ist jetzt in der freien Welt und ich habe ihn an diese ganze Zeit damals erinnert.
[…]

http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Wurmbrand

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Richard Wurmbrand (* 24. März 1909  in Bukarest; † 17. Februar 2001 in Glendale, Kalifornien) war ein rumänischer lutherischer Pfarrer und Gründer einer Missionsgesellschaft, die sich für die Belange verfolgter oder benachteiligter Christen eingesetzt hat.

Richard Wurmbrand wurde als vierter Sohn einer deutsch-jüdischen Zahnarztfamilie geboren. 1918 starb sein Vater und die Familie verarmte. Mit 16, sagte er später, sei er ein glühender Kommunist und Atheist  gewesen. In den 1930er Jahren versuchte Wurmbrand sein Glück als Geschäftsmann. Gerissen und nicht immer ehrlich brachte er es zu Wohlstand und beteiligte sich am ausgelassenen Leben der rumänischen Hauptstadt, dem „Paris des Balkans“. 1936 heiratete er Sabine Oster, die ebenfalls jüdischer Abstammung war. 1938 wurde ihr einziges Kind, Sohn Michael, geboren.

Im Jahr 1937 kam Wurmbrand laut seiner Autobiographie durch einen alten deutschen Zimmermann in einem kleinen rumänischen Dorf zum christlichen Glauben. Danach wurde er bei der Anglikanischen Mission für Juden zum Pastor ausgebildet und ordiniert. In seiner Kirche und in seinem Privathaus fanden die Juden Zuflucht und Schutz vor der einsetzenden antisemitischen Verfolgung.

1948 wurde er verhaftet, verhört und gefoltert. Die Gefangenschaft im Gefängnis Sighet dauerte acht Jahre bis 1956. Drei Jahre verbrachte er in strenger Einzelhaft in unterirdischen Kerkern, ohne Sonnenlicht oder Geräuschen der Außenwelt. Unter der Auflage, nicht mehr zu predigen, wurde er amnestiert. Drei Jahre später wurde er erneut verhaftet und bis 1964 eingesperrt. Für 10.000 US-Dollar konnten norwegische Christen (Norwegische Judenmission und Hebräisch-Christliche Allianz) ihn und seine Familie freikaufen.

Erst 1990 durften Richard und Sabine Wurmbrand nach 25 Jahren Exil wieder nach Rumänien reisen. 2006 wurde er an die fünfte Stelle einer Liste der 100 berühmtesten Rumänen gewählt.

Was ist der Mensch?

Seht ihr: Gott ist ein vollkommen gerechter Gott. Das ist er. Wir sind es nicht. Lasst mich euch etwas sagen, was ich heute morgen schon mal gesagt habe. Wisst ihr, was das größte Problem des Menschen ist? Ich sag es euch: Gott ist Liebe.

Du sagst: Was?

Das größte Problem des Menschen ist, dass Gott gut ist. Wie kann das sein?

Lasst mich euch eine Frage stellen. Fürchtet ein Verbrecher einen korrupten Richter?

Nein. Denn er kann ihn schmieren. Der korrupte Richter ist genauso einer wie der Verbrecher, die könnten sogar zusammen arbeiten. Ein Verbrecher fürchtet keinen korrupten Richter, sondern er fürchtet einen guten Richter. Unser größtes Problem ist, dass Gott gut ist. Denn wir sind nicht gut. Gott muss uns richten.

Manchmal, wenn ich auf einem Uni-Campus bin, da rede ich über die Herrschaft Gottes über meine Zuhörer. Dass Gott Herr ist, dass er souverän ist und man sich ihm zu unterwerfen hat. Und ich spreche weiter und weiter und betone das so lang bis irgend einer der Uni-Studenten, irgend ein kluger Kopf hervortritt und sagt: “Ich bin ein autonomes Wesen und ich will genau das tun können, was ICH WILL”! Ich sage dann: “In Ordnung, ich hab verstanden, was du gesagt hast. Kannst dich wieder hinsetzen”. Und dann mache ich weiter und rede über all die Grausamkeiten auf der Welt. Die Millionen Opfer, die der Sozialismus unter Stalin gefordert hat, die Millionen, die in Nazi-Deutschland gestorben sind. Die Millionen, die in Cambodia gestorben sind, die Menschen, die in Afrika verhungern wegen korrupter Regierung, die nicht einmal ihrem Volk Nahrung ausgeben, wenn kein Geld gezahlt wird. Und dann springt derselbe Student von vorher auf und sagt: “Warum tut Gott nichts”? Und dann sage ich: “Jetzt hab ich dich. Du verlangst Freiheit zu tun, was immer du tun willst. Aber du willst, dass Gott losspringt und alle anderen dazu zwingt, das zu tun, was er will”.

Seht ihr, das große Problem ist, dass der Mensch sich nicht der Herrschaft Gottes beugen will. Warum? Die Menschen wollen sich nicht Gottes Geboten unterwerfen. Warum nicht? Nun, weil Gottes Gebote gut sind.

Was ist so falsch daran, seinen Vater und seine Mutter zu ehren? Warum wollen wir es dann nicht tun? Und wir tun es nicht. Besonders diese Generation. Was ist so falsch an    “du  sollst nicht morden”? Besonders das hab ich nie verstanden: Was ist falsch an “du sollst nicht die Ehe brechen”? Was ist falsch mit “du sollst nicht stehlen” und mit “du sollst nicht lügen”? – Warum regen wir uns so auf? Sind diese Gebote schrecklich? Oder sind sie gut? Sie sind gut. Warum wollen wir ihnen dann nicht gehorchen. Nun, weil wir nicht gut sind.

Ist Gott ein Tyrann, wenn er sagt: “Schaut, ich habe euch geschaffen und das sind meine Gebote und es sind gute Gebote und sie sind geschrieben für euch, dass ihr leben und nicht sterben sollt”?

Wisst ihr, wie wir sind?

Wir sind wie ein Mann, der aus dem Koma erwacht und feststellt, dass er an einem Lebenserhaltungssystem angeschlossen ist und dann versucht, alles in seiner Macht stehende zu tun, um die Schläuche aus seinem Arm zu reißen. Wir sind wie ein Mann, der auf einem Ast sitzt, 30 Meter über dem Boden, der den Ast verflucht und an dem Ast herumreißt, um ihn vom Baum abzureißen. Und wenn er das tut, wird er zugrunde gehen.

Deswegen haben die Puritaner Sünde als Wahn bezeichnet.

Alle haben gesündigt.

Nicht in dir selbst

Wenn du in den Spiegel schaust, dann macht dir das manchmal große Sorgen, denn du siehst da nicht, was du eigentlich sehen solltest. All diese Leute, die über Herrlichkeit und Kraft reden, von Vollkommenheit und Sieg und du schaust in den Spiegel und siehst etwas, was dich halb zu Tode erschreckt. Denn du erkennst: Du hast das nicht geschafft. Ich möchte, dass ihr was erkennt. Ich habe das nicht geschafft und niemand hat das je geschafft. Jeder Mensch, der wirklich nur einfach in den Spiegel sieht, sollte einzig Leere, Ruin, Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit sehen.

Aber lass mich eine Frage stellen: Wer hat dir erzählt, dass du in einem Spiegel dich selbst betrachten solltest? Du solltest nicht dahin sehen! Ihr solltet dahin schauen, worauf ich euch jetzt weisen werde. Ein Ort, an dem ihr freigesetzt werdet. Seht ihr, das ist es wundervolles, zu wissen, wie Gott ist und zu wissen, wie ihr seid. Es ist wundervoll zu wissen, dass du völlig verloren bist ohne Gott. Wisst ihr, was das bedeutet? Euer Feind kann euch nichts tun. Satan kommt zu mir und sagt: „Paul, du verdienst die Hölle“ – und wisst ihr, was ich sage? „Erzähl mir etwas, was ich NICHT weiß!“ – „Du verdienst es nicht ein Kind Gottes genannt zu werden!“ – Und dann muss ich sagen: „Weißt du Satan, deine Theologie wird besser. Da hast du recht!“ – „Du hast überhaupt keine Recht auch nur bei Gott zu betteln, du bist völlig verloren!“ – „Ja, ich weiß, aber sieh doch den, der hinter mir steht! Schau IHN an, denn er ist der, auf den ich schaue!“

Seht ihr, ihr könnt keinen Krieg in Südamerika überleben und ihr könnt es nicht überleben, zu sehen, wie Leute vor euren Augen niedergeschossen werden und du kannst es nicht überleben, jeden Tag im Spiegel deine Schwachheit zu betrachten und du kannst überhaupt nichts in diesem christlichen Leben überleben, wenn du auf dich selbst schaust und du denkst, dass du in dir irgendwas finden könntest. Du kannst solche Dinge nur überleben, wenn du auf Christus siehst und darauf, was Christus für dich getan HAT! Oh mein Christen-Freund, wenn du einer bist: Du musst die Herrlichkeit Gottes betrachten. Du brauchst keine Bücher über deine Probleme. Du brauchst nicht sechs kleine Prinzipien dies und das zu tun! Wir stützen eine kranke und sterbende Christenheit mit kleinen Büchern, die von Menschen geschrieben wurden. Du brauchst das nicht. Was du brauchst, ist einen Blick auf die Herrlichkeit des allmächtigen Gottes. Und das wird dein Leben für immer verändern.

An dieser Stelle sei auch auf eine Predigt von Charles Leiter verwiesen:
Gott sorgt für mich: Er trägt seine Kinder durchs Leben

Der Gott, der rechtfertigt

Wie kann Gott gleichzeitig heilig sein und dem Gottlosen vergeben, der die Verdammnis verdient? Das ist das größte Problem der ganzen Bibel und darum dreht sich die ganze Bibel. Wenn Gott gerecht ist, dann muss er dich verdammen. Denn die Schrift sagt: Jeder, der einen Gottlosen rechtfertigt oder ihm vergibt, der ist ein Gräuel vor dem Herrn. Wie kann Gott gerecht sein und gleichzeitig den Gottlosen begnadigen?

Das ist der Punkt, wo das Wort “Sühnung” auftauchen muss. Gott wurde Mensch. Gott, der Gott-Mensch wandelte auf dieser Erde, geboren von einer Frau, geboren unter dem Gesetz, hat er absolut dem ganzen Gesetz gehorcht. Er war der Sohn, er war der einzige wahre Diener Jehovas, der dieses Zeugnis über sich selbst hörte: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Er hat absolut jede Forderung des Gesetzes erfüllt. Er war der eine, vollkommene Diener Jahwes. Und dann geht er ans Kreuz und an jenem Kreuz trug er die Sünden von Gottes Volk. ER trug die Sünde, die Schuld des Volkes Gottes und all das Gericht, all der heilige, gerechte Zorn Gottes, der dich treffen sollte, der das Volk Gottes treffen sollte, traf den CHRISTUS und CHRISTUS trat in den Riss, CHRISTUS stand an deiner Stelle, an der du hingerichtet werden solltest, CHRISTUS nahm unseren Platz ein und das ganze Gericht des allmächtigen und gerechten Gottes, traf IHN und als ER starb, da bezahlte ER den Preis. Er hat uns erkauft.

Was hat er durch seinen Tod getan? Zuerst einmal hat er all die Forderungen des Gesetzes erfüllt. Das Gesetz fordert, dass du für jedes Verbrechen bestraft wirst, dass du je begangen hast und die Strafe ist TOD. Als ER an jenem Holz starb, da tat ER den Forderungen des Gesetzes genüge. Lasst mich hier etwas sagen, das ist sehr wichtig und ich möchte nicht, dass ihr in Verwirrung geratet. Oftmals, wenn Menschen davon sprechen, dass Christus die Forderungen des Gesetzes erfüllt hat, sprechen sie so, als ob dort dieses Gesetz sei, das selbst über Gott stehen würde, das Gott zu erfüllen hätte um zu vergeben. Nein, das ist dann ganz und gar falsch verstanden. Und ich hab Leute das so predigen gehört oder zumindest hat es sich so angehört. Nein, diese Gesetze sind eine Offenbarung oder eine Reflektion des eigentlichen Wesens und der Natur Gottes. Gottes gerechte Gesetze mussten erfüllt werden, weil es SEINE Gesetze sind und es seinem Wesen entspringen. Gott kann nicht in sich selbst widersprüchlich sein. Seiner Gerechtigkeit muss Genüge getan werden und als Christus an jenem Holz starb, da wurde dem Gesetz genüge getan, Gottes Gerechtigkeit wurde genüge getan, aber nicht nur das: Der Zorn wurde gestillt.

Manchmal kommen Leute zu mir und ich frag sie: “Was ist los?”

Sie sagen: “Gott hat mich gerettet?”

Ich sage: “Wovor hat er dich gerettet?”

Sie sagen: “Darüber hab ich noch nie nachgedacht!”
“Nun, er hat dich gerettet. Wovor hat er dich gerettet?”
“Nun, er hat mich vor der Hölle gerettet”

“Nein, nicht wirklich”

“Er hat mich vor Sünde gerettet”

“Nein”

“Hmmm… Wovor hat Gott mich dann gerettet?”

“Nun, Gott hat dich vor Gott gerettet”.

Es war Gott, der seine Rüstung angezogen hatte und der kam um dich zu holen in seiner Heiligkeit und mit seiner Gerechtigkeit um an dir die Strafe zu vollziehen, damit du für all das bezahlst, was du gegen ihn gesündigt hast, aber er kann nun sein Schwert zurück in die Scheide stecken, jetzt, da CHRISTUS gestorben ist. CHRISTUS hat dich gerettet vor dem Zorn des allmächtigen Gottes. Hölle ist im Grunde nur eine Manifestation des Zorns.

Ich sage den Leuten immer das:

Gott hat dich VOR SICH SELBST gerettet,

Gott hat dich FÜR SICH SELBST gerettet und

Gott hat dich DURCH SICH SELBST gerettet.

Das ausdauernde Leben in Christus


Das Video auch hier auf vimeo

Auch auf youtube in zwei Teilen
Seht ihr, das Problem ist, dass wir aus Gott einen sehr kleinen Gott machen, wenn wir sagen, wir können unsere Erlösung verlieren. Gott sei nicht stark genug, uns im Glauben zu bewahren. ABER Gott ist nicht nur stark genug uns im Glauben zu bewahren, sondern auch stark genug, uns bis zum Ende gut laufen zu lassen. Er ist stark genug um uns bis zum Ende im Glauben ausharren zu lassen. Seht ihr, ihr macht Gott so oder so zu einem schwachen Gott. Wenn ihr sagt: Gott kann uns nicht im Glauben bewahren, dann machst du ihn schwach. Ebenso, wenn du sagst: Wir werden irgendwie durchkommen, aber ohne beständig gute Frucht zu tragen, dann machst du ihn auch schwach, denn im Grunde sagst du: Gott wird gleite das Heft aus der Hand.

Die, die Frucht tragen, die sind die echten Gläubigen. Die, die keine Frucht bringen, die sind nicht echt und sie fallen ab. Warum fallen Leute ab? Wir wissen es. Das war schon vor 2000 Jahren so. Menschen beginnen den Lauf im Glauben und fallen ab. Warum? Denken wir an Demas. Welchen Art von Boden stellt er dar? Er ist eine ziemlich gute Darstellung des 3. Bodens. Was geschah? Ihm begegneten Sorgen und die Verlockungen des Reichtums. Was tat er? Er liebte die Welt. Er fiel ab. Paulus spricht von anderen, die Schiffbruch im Glauben erlangt haben. Warum erleiden Menschen im Glauben Schiffbruch? Was ist mit Judas Iskariot? Er erlitt Schiffbruch im Glauben. Leute aus der direkten Gefolgschaft von Paulus erlitten solch einen Schiffbruch.

Brüder, es ist durch die Geschichte so gewesen. Menschen schaffen es nicht bis zum Ziel. Christus sagt: “Wer ausharrt bis ans Ende, wird gerettet”.

Nun, wie ist das jetzt? Wir haben hier eine Wahrheit, die uns gegeben ist, um uns zu ermutigen: NICHTS kann mich von der Liebe Christi trennen. Mein Glaube beißt sich fest in dieser Wahrheit. Aber wisst ihr was: Bei manchen Menschen klopfen die Verlockungen der Welt an die Tür und sie überlegen sich, ob sie lieber die Liebe Christi oder die Welt haben wollen und sie wollen lieber die Welt. Es bedeutet ihnen nichts, dass die Schrift sagt, dass uns nichts von der Liebe Christi trennen kann, das interessiert sie nicht und sie ergreifen diese Wahrheit nicht im Glauben. Sie schauen sich die weltlichen Verlockungen an, wägen ab und sie gehen davon.

Wisst ihr, warum der echte Christ nicht vom Glauben abspringt, wenn die Prüfungen kommen?  Weil er CHRISTUS mehr als alles andere will. Er will CHRISTUS, er liebt CHRISTUS. Und wenn die Prüfung kommt, dann macht sie dem Christen genauso sehr zu schaffen wie dem, der abspringt, aber er will CHRISTUS mehr als er die Erleichterung will.  Er will CHRISTUS mehr als Geld. Er will CHRISTUS mehr als irgend etwas sonst. Nun, egal wie schwer die Prüfung wird – man denke an Paulus wie er mit Stöcken verprügelt wurde, wie er ausgepeitscht wurde, wie er Schiffbruch im Meer erlitt, unter falschen Brüdern war und wie das alles über ihn kam: Paulus gab nie den Lauf auf. Warum nicht? Für ihn war sein Leben CHRISTUS. Und das Sterben, war sein Gewinn, um dann bei CHRISTUS zu sein. Aus dem Leben zu scheiden und dann beim Herrn zu sein.

Leute, wenn CHRISTUS euer ein und alles ist, dann werdet ihr auf dem Weg bleiben, egal, was kommt, egal mit welchen Reichtümern ihr versucht werdet, egal welche Prüfungen kommen, egal welche Verfolgungen kommen, egal welcher Schmerz, welche Leiden und welche Sorgen kommen, ihr werdet auf dem Weg bleiben. Warum? Nun, letztlich geht es um den Glauben. Dieser Glaube ist einer, der an einen CHRISTUS glaubt, den wir nie gesehen haben. Letztlich, der einzige Weg, auf dem Leute an CHRISTUS bleiben, ist der, dass sie wirklich mit ihrem inneren Auge die Schönheit und den Wert Christi erkannt haben, die nach ihrer Einschätzung wertvoller sind als alles andere sonst. Petrus sagt: “Ihn liebt ihr, obwohl ihr ihn nicht gesehen habt”. Wir glauben an einen CHRISTUS, den wir nicht gesehen haben. Du und ich – wir haben ihn nicht gesehen.

Da war dieser Thomas, der sagte: “Mein Herr und mein Gott”. Und Jesus sagt: “Du glaubst, weil du gesehen hast. Selig sind die, die glauben, obwohl sie ihn nicht gesehen haben”.

Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Geist und wenn ihr das lest, dann seht ihr, woher diese Liebe kommt, sie kommt aus dem Kreuz. Und ich würde im Grunde das sagen: Wenn jemand wirklich gerettet ist, dann liebt er CHRISTUS, er glaubt CHRISTUS und er vertraut CHRISTUS, er schaut zum Kreuz und findet Hoffnung in CHRISTUS und der Geist Gottes belebt diesen Blick zum Kreuz und erfüllt diese Person mehr und mehr mit Gewissheit ihres Heils und der Geist ist ein Geist der Kindschaft, der bezeugt, dass wir Kinder Gottes sind,  und uns dazu treibt, Gott nicht als einen fernen Gott zu sehen, sondern als einen Gott, der uns sehr nahe ist, als einen Vater und wir rufen “Abba” – Vater.

Das Grundlegende ist: Der Christ nährt sich von und findet seine Stärke in CHRISTUS. CHRISTUS sagte, er würde einen Helfer, einen Tröster senden und er sagte, dass dieser Tröster ihn selbst verherrlichen wird. Ich kann euch das garantieren: Egal, bei welcher Handlung der heilige Geist involviert ist: CHRISTUS steht im Fokus. CHRISTUS steht immer im Mittelpunkt. Der Geist selbst steht nicht im Vordergrund: CHRISTUS steht im Vordergrund.

Der Mensch, der echte Heilsgewissheit vom Heiligen Geist hat, gleichzeitig aber keine Werke, keine Frucht hat, der existiert nicht. Den gibt es einfach nicht. Der Mensch, der am Ende abfällt, der war vielleicht jemand, der in Wirklichkeit selbstgerecht war, der danach strebte, Gott mit seinen eigenen Verdiensten zu beeindrucken. Vielleicht war eine Art Pharisäer, der nach außen hin eine fromme Show abgezogen hat. Er mag auf viele Dinge vertraut haben, vielleicht auf seine Mitgliedschaft in der Kirche, vielleicht auf seine Bemühungen, wie Demas fällt er jedoch ab, aber ich garantiere euch: Egal, worauf er vertraut hat, er hat auf etwas Vergebliches vertraut und es war nicht vom heiligen Geist gewirkt. Nun, es ist so: Der wahre Christ findet nicht erst am Ziel heraus, dass er ein wahrer Christ war. Der echte Christ hatte diesen Geist Gottes in sich innewohnend und es gab wahre, echte Anzeichen seiner Gegenwart, die dem Gläubigen Zuversicht gegeben haben. Und wo der Geist Zuversicht gibt, da wirkt er ebenso Liebe
und wirkt die Früchte des Geistes ( Galater 5 ) und jene Werke in uns. Er gibt uns Verlangen danach, treibt uns dem Guten nachzugehen. Er gibt uns eine Liebe für Gott, die uns durch die Liebe Christi vorantreibt und uns dazu drängt, dies alles auszutragen.

Und diese beiden Sachen hängen eng miteinander zusammen. Wenn Menschen den Lauf aufgeben, dann hatten sie diese Dinge nicht. Ja, sie mögen eine Zuversicht gehabt haben und gewisse Dinge geglaubt haben, aber letztlich war es eine vergebliche Zuversicht. Und ich glaube, die Wahrheit ist die: Die Warnflaggen, die waren immer da. Denn JESUS CHRISTUS sagt folgendes in Matthäus 7. “Weicht von mir, ihr Gesetzlosen”. Und letztlich: Es war da. Es war Gesetzlosigkeit bei ihnen da. Der Geist Gottes hat sich ihnen nicht mitgeteilt wie er es tut, weil sie keine Kinder Gottes waren. Und letztlich: Es war kein echtes Leben, es war nicht richtig. Es waren Menschen mit vergeblicher Hoffnung. Oftmals glauben Leute, mit ihnen sei alles in Ordnung, aber sie haben eine vergebliche Hoffnung.

Die Schrift gibt an keiner Stelle jemandem Zuversicht, der einen von Sünde gekennzeichneten Wandel hat, dass er glauben kann, dass ihn die Kraft Gottes verändert hat. Sie sollten nicht erwarten, überhaupt Hoffnung zu haben.

Denkt über den 1. Johannes-Brief nach. Was sind die Kennzeichen im 1. Johannes-Brief, dass wir echte Gläubige sind? Wir halten seine Gebote. Wir wandeln wie er gewandelt ist. Wir haben Erhörung von Gebeten. Wir lieben die Brüder. Im Grunde schaust du dir all diese Kennzeichen an und dann kommst du zum letzten Kapitel und er sagt: Ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr Gewissheit des ewigen Lebens habt! Und fraglos, Leute, ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber bei mir ist es so: Ich schaue zum Kreuz und der Geist Gottes gibt mir Zuversicht, dass ich Gottes Kind bin. Dann betrachte ich mein Leben und ich sehe: Ich bin nicht mehr so, wie ich einmal war. Und das gibt mir Zuversicht. Und dann stelle ich fest: Wenn ich fange, abzugleiten, dass mein Vater dann kommt um mich zurecht zu bringen. Und er legt den Stock an auf meinem Rücken und bringt mich wieder auf den Weg zurück. Die Korrekturen Gottes in meinem Leben geben mir Gewissheit meines ewigen Lebens wie es wenige andere Dinge tun. Ich sehe seine Treue mir gegenüber. Wann immer ich auch anfange abzugleiten, da ist mein Vater da, schnappt mich und zieht mich zurück.

Manchmal hat mich das mehr zu Tränen gebracht als irgend etwas sonst, dass er so treu ist: Das gibt mir solch eine Zuversicht! Er wird mich nicht einfach gehen lassen. Ich bin in der Hand meines Vaters. Wenn ich anfange, abzugleiten, dann hält er mich
fest. Das ist wirklich, das ist lebendig, ich betrachte das alles und sehe: Ich muss es bis ans Ende schaffen. Ich bete: Gott, bringe DU mich bis ans Ende. Hilf du mir bis zum Schluss durch.

Denn ich spüre: Wenn Gott mich laufen lassen würde, dann würde ich davonjagen wie eine Rakete. “Herr, ich spüre es! Ich spüre es: Wenn du mich gehen lässt, dann werde ich gehen”.  Nicht, dass ich das wollte, aber ich spüre diesen Kampf. Aber zur selben Zeit empfinde ich diese Zuversicht: Erwarte ich, dass Gott mich bis ans Ende bringt. Ja. Ich denke nicht, dass ich bis zum Ende warten muss, um herauszufinden, ob ich wirklich gerettet bin. Ich glaube von ganzem Herzen, dass Gott mich wirklich gerettet hat und ich hab eine massive Veränderung in meinem Leben gesehen. Und das ist genau das, was die Schrift uns sagt, dass wir es sehen sollten. Und ich kann davon erzählen, wie die Liebe Gottes wiederholt mein Herz durchflutet hat, durch die Erkenntnis, was Christus am Kreuz vollbracht hat. Ich weiß, dass er mich gebracht hat, Dinge zu wollen, die ich nie zuvor gewollt habe. Ich habe nun Verlangen, Dinge zu tun, nach denen ich nie früher verlangt hätte.

Ich weiß, dass ich die Brüder nicht vollkommen liebe, aber ich liebe die Brüder. Ich möchte mit Christen zusammen sein. Ich möchte dort sein, wo sie sind. Ich mag mit ihnen sprechen, ich liebe denselben Christus, den sie lieben. Ich liebe es, mit ihnen die Versammlung zu besuchen. Ich liebe es, Predigten zu hören, ich liebe es von Christus zu hören. Es gibt Zeiten, in denen ich eine Predigt vorbereite und ich betrachte einfach diese alten Wahrheiten und sie ergreifen mich wieder. Und ich gehe auf die Knie. Könnt ihr damit was anfangen? Das ist christlicher Glaube. Das ist die lebendige Wirklichkeit. Das ist Leben in Christus. Das ist nicht einfach so eine Show! …

Gottes liebende Disziplin

Wenn er dich diszipliniert, dann tut er das als dein Vater. Du bist sein Sohn, du bist sein Kind. Eine der größten Manifestationen von Gottes Liebe ist seine Disziplinierung an uns in unseren Leben. Ihr als Eltern, die ihr wirklich hin und her schwankt beim Disziplinieren eurer Kinder, weil ihr sie „so arg liebt habt“, begreift, dass ihr eine heuchlerische und unbiblische Liebe habt. Die größte Manifestation der Liebe, wie gesagt , kann die Disziplinierung sein, die ihr euren Kindern gebt. Die beständige und andauernde Disziplin. Und schaut euch einmal an, wo sich diese Disziplin überall durchzieht. Er geißelt jeden Sohn, den er empfängt. Peitschen! Ich sag sicher nicht, geht nach Hause und bindet eure Kinder an einen Marterpfahl, aber was hier so steht, ist erstaunlich. Gottes Züchtigungen können richtig verletzen. Ich meine, wirklich, wirklich, wirklich verletzen und schmerzen!

Aber lasst uns etwas betrachten. Das ist sehr, sehr wichtig! Wir setzen Züchtigung gewöhnlich im Christenleben mit Sünde im Leben des Christen in Verbindung. Weil du etwas getan hast, deswegen wirst du gezüchtigt! Ja, das mag zum Teil der Fall sein, aber ich will uns zwei Arten zeigen, auf die Züchtigung auftaucht. Und das ist jetzt enorm vereinfacht. Als ich ein kleines Bürschchen war, da war mein Vater ein wirklich guter Athlet und ich gar nicht. Ich hatte sehr schwache Beine. Und mein Vater wollte aus mir einen großen Athleten machen. Nachdem wir das Vieh gefüttert hatten, geschah folgendes, denn wir wohnten auf einer Ranch mit Tieren und waren so ungefähr eine Meile weg von unserem Haus. Egal, ob es jetzt geschneit hat, ich hatte große Stiefel an und mein Vater schnallte mir Gewichte um und ich sollte hinter dem Wagen den ganzen Weg nach Hause rennen. Nun, hatte ich an jenem Tag etwas falsches gemacht? Nein! War er sauer auf mich? Nein. Die Tatsache ist: ich war schwach! Wenn ich jemals stärker werden sollte, musste ich einen stärkeren Widerstand erleben, musste ich durch Zeiten der Disziplinierung. Was ihr sehen müsst, ist, dass Disziplinierung nicht immer als Folge auf eine Sünde in unserem Leben kommt. Züchtigung ist notwendig um aus dir den Mann oder die Frau Gottes zu machen, den oder die Gott aus dir machen will. Seht ihr? Züchtigung kann auch als Training betrachtet werden. Als Training! Und es ist sehr, sehr wichtig, das zu verstehen. Züchtigung kommt nicht immer, weil du an einem bestimmten Punkt rebelliert hast. Das war sehr, sehr hilfreich für mich zu verstehen.

Züchtigung kann aber auch kommen, weil wir vielleicht unbemerkte Sünde haben in unserem Leben. Lasst mich ein Beispiel aus meinem eigenen Leben geben. Ich habe auf einer Konferenz an der Seite von Männern gepredigt, die ich sehr respektiere und sehr schätze. Und das passierte gerade erst vor 2 Monaten. Nun, ich wurde da eingeladen, weil ein anderer Sprecher ausfiel und nicht predigen konnte, und das wurde sehr kurzfristig an mich herangetragen und nun, ich hätte die Einladung nicht annehmen sollen. Ich war sehr müde und ausgelaugt, aber ich ging voran und hab es gemacht. Und ich kam dann dran und hab gepredigt, aber in dem, was ich tat, war sehr wenig von Gott. Und darauf, kam ein anderer dran und wies mich direkt von der Kanzel runter zurecht. Nun: Jetzt das Entscheidende: Ein Freund von mir sagte: schau doch, er hat dich offen getadelt, er kam nicht vorher zu dir… aber das war der Punkt: Ich wusste, was da geschieht! Unabhängig davon, ob das nun ganz „sauber“ lief, ich weiß, was da geschah! Es war der Herr. Nun, das hat mich beschämt, weil das Männer waren, die ich sehr schätze, aber es war vom Herrn. Ich werde da nicht wütend werden. Wenn jemand kommt und dich zurechtweist und das einzige, was du entgegnen kannst, ist: „Nun, es mag zwar stimmen, was du gesagt hast, aber wie du es gesagt hast, war falsch“ , dann hast du ernsthafte Probleme. Nun, das hat mich beschämt, aber vor eineinhalb Monaten, da stellte ich etwas fest und ich hab mit dem Pastor über genau das auch gesprochen hier in dieser Woche: Bleib mal stehen: Gott hat mich in den letzten paar Jahren wirklich gebraucht und ich komme gefährlich nah dran, auszubrennen, ich muss mal wieder ein wenig langsam machen. Und durch das, was dieser Mann mir sagte, rettet er vielleicht mein Leben und dann kam ich hier her und der Pastor sagte mir: „Komm, Paul, zieh dich zurück, studiere die Schrift, ruhe dich aus, erhole dich.“- Seht ihr, was da passiert? Das ist der Herr. Das ist der Herr.

Ich war quasi ich  blind der Tatsache gegenüber, dass mir bald die Kraft ausgeht. Seht ihr das? Und dann hat Gott das erlaubt. Ich könnte den ganzen Tag sauer sein: Warum hat er mich vor all den Leuten zurechtgewiesen? Der, der das tat ist ein gottesfürchtiger Mann und ich kann nur sagen: Ich denke, der Herr steckte dahinter! Weil es rettet mir mein Leben! Und ich komm hier her diese Woche und wieder genau das gleiche! Ein sehr gottesfürchtiger, weiser und viel älterer Mann als ich – ich scherze – der erzählt mir einfach viele der Sachen, die ich im Herzen bewegt hatte und andere Leute mir auch schon sagten. Nun, das ist eine Form von Disziplinierung.

Eine andere Form der Züchtigung. Ich hab gerade riesige Schmerzen. Mein Rücken tut unheimlich weh und ich hab im Moment gerade solchen Schmerz in meinem Kopf, dass ich am liebsten schreiend aus dem Gebäude rennen würde. Ich hab ein Knochenproblem und ich hab mehr Metall in mir als ein Tanklastzug. Warum? Nun, die Charismatiker würden sagen: Weil ich Sünde in meinem Leben habe. Ich preise Gott dafür. Wovor hat Gott mich bewahrt? Wovor hat Gott mich bewahrt? Es ist nicht notwendigerweise dieses Schema: Paul ist so ein großer Sünder und Gott tut etwas, um ihn wieder zurecht zu bringen. Es ist einfach das: Gott weiß genau, was du und ich brauchen, um in das Bild seines Sohnes verwandelt zu werden. Er weiß genau, was wir brauchen. All dieser Gegenwind, all diese Probleme, all diese verschiedenen Dinge. All diese schwierigen Menschen, die er uns ins Leben bringt. Alles! Er weiß, was wir brauchen, um ins Bild Christi verwandelt zu werden! Und das ist ein großer Teil seiner Züchtigung.

Nun, lasst uns einen Moment auch über Sünden reden, über die wir nur sehr schwer Sieg bekommen. Alle von euch kennen das, das ist in eurem eigenen Leben passiert. In dem Moment, in dem ich gerettet wurde, genau in diesem Moment, gab es bestimmte, schreckliche Dinge, die ich als Ungläubiger getan habe und die waren von einem auf den anderen Moment gebrochen. Nie wieder mit ihnen zu kämpfen. Aber es gab andere Dinge, die nicht verschwanden. Warum? Habt ihr jemals darüber nachgedacht? Warum? Warum nicht einfach sofortige Heiligung? Lasst mich einfach eine Frage stellen, ihr seid wahrscheinlich nicht so unreif wie ich es bin. Aber lasst mich euch einfach mal aus meinem täglichen Leben erzählen. Eines morgens stehe ich auf. Es ist vier Uhr morgens. Ich und Jonathan Edwards, wir sind da und studieren, und ich bete und alles läuft glatt und dann ist es acht und ich komm  runter mit meiner Bibel und helfe meiner Frau mit einer Bibelstelle und ich lebe wie ein Puritaner. Ich mache heute alles richtig. Nun, die letzten zehn Jahre hab ich nichts davon gemacht, aber heute, heute lauf ich gut. Ich sehe einfach gut aus. Ich gehe zum arbeiten, bin allen ein Segen und gebe dem Typen beim Mittagessen Zeugnis und ich geh abends ins Bett und denke: Warum kann das nicht jeder so geregelt bekommen wie ich? Was ist stimmt nicht mit all den anderen? Heute war ein guter Tag!

Nun, ich hab einmal einen guten Tag hin bekommen und automatisch denke ich fast: Wow, ich mach das wirklich gut! Gott lässt in seiner eigenen Vorsehung diese Dinge in unseren Leben, er kümmert sich nicht sofort drum wie er das mit anderen Dingen tut, weil er in uns eine Abhängigkeit schafft. Eine immer größer und tiefer werdende Abhängigkeit von ihm selbst und seiner Gnade. Es hilft uns außerdem das Wesen der Erlösung zu verstehen. Wie wir vor Gott stehen basiert nicht auf unserer Leistung und Darbietung, sondern auf dem  vollbrachten Werk Christi. Nun, lasst uns da nicht den überzogenen Blick auf das nehmen und sagen: Es ist einfach Gottes Wille, dass ich in diesen Bereichen nicht sauber bin, nein, das stimmt ebenso nicht, denn er verspricht uns, vor Jahren hat mir das Charles Leiter gezeigt und das war sehr hilfreich, wo es in Hesekiel heißt: Ich werde dich von all deinem Schmutz und all deinen Götzen reinigen! Das bedeutet, dass Gott selbst an diesen vielen Sünden, mit denen ich immer noch ringe, Bereiche in meinem Leben, in denen ich wirklich vorsichtig sein muss, arbeitet und größeren und größeren Sieg darüber schenkt.

Ich gebe euch ein Beispiel: Wahrscheinlich der größte Drachen, mit dem ich kämpfe, ist Depression. Das ist ein großer Drachen für mich. Es gab Zeiten in meinem frühen christlichen Leben, wo mir das mir sämtliche Kraft zu arbeiten geraubt hat. Und immer wieder bis heute, kämpfe ich von Zeit zu Zeit damit. Aber wie ich diese 25 Jahre jetzt betrachte, da sehe ich große Siege, die der Herr in meinem Leben errungen hat. Ein Teil davon kann man nur auf ein übernatürliches Wirken zurückführen. Andere Dinge kann man auf praktische Dinge zurückführen, die die Vorsehung Gottes nutzt, wie zum Beispiel, dass er mir eine sehr weise Frau geschenkt hat. Seht ihr, so funktioniert Züchtigung und Disziplinierung.