An dieser Stelle nur ein kleiner Hinweis. Seit ca. 3 Jahren geht James White in unregelmäßigem Abstand in der sogenannten „Sunday-School“ der Phoenix Reformed Baptist Church durch den Hebräerbrief. Bislang sind es knapp über 40 Predigten und er ist bis zum 10. Kapitel gekommen. Ich bin ein Fan von solch langwierigen Auslegungsreihen, weil hier nicht nur an der Oberfläche gekratzt wird, sondern konsequent auch einmal verschiedene Aspekte eines Briefes durchleuchtet werden. Den Hebräerbrief finde ich persönlich enorm faszinierend und ich denke, es lohnt sich, hier tiefer zu schürfen. Alles ist natürlich komplett in Englisch gehalten. Wer Zeit, Geduld und Interesse hat, kann hier profitieren:
Lane Chaplin hat auf seinem youtube-Kanal vor einiger Zeit angefangen eine interessante Video-Reihe hochzuladen unter dem Titel „The History of the modern Gospel“
Die ganze Reihe gibt es lediglich in englischer Sprache, ist aber durchaus interessant und sehenswert, wenn man sich die Zeit nehmen möchte, sich einmal eine interessante Zusammenstellung / Dokumentation zum Thema „Was ist das Evangelium nicht und was ist es stattdessen?“ ansehen möchte.
Besonders interessant finde ich von meinem Hintergrund her die Session 4 ( I’ve got a feeling) . Dort sind wirklich sehr interessante Ausschnitte zu sehen, die man meines Erachtens wirklich gesehen haben sollte.
Folgendes Video ist eine kurze „Sermon-Jam“, die aus einer Predigt von Bob Jennings zusammengeschnitten ist. Die Sermon Jam richtet sich sicherlich an solche, die sich intensiver mit dem christlichen Glauben beschäftigen oder selbst Christen sind. Sonst ist das Video sicherlich inhaltlich „reizüberflutend“ und schwerer verständlich. Dennoch ist es eine schöne gemachte, komprimierte Zusammenfassung bzgl. dessen, dass Frömmigkeit im Sinne eines rein moralischen Lebens mit christlicher Ethik eben nicht ausreicht, um von Gott angenommen zu sein. Der Glaube richtet sich auf Gottes Verheißung der Vergebung der Sünden und erst von hier ausgehend kann im Glauben und aus dem Glauben heraus gelebt werden. Nach dem grundlegenden Schema: „Christus hat sein Leben für mich gegeben und ich gehöre nun zu ihm und das ist mir der Anreiz und Grund, nun für ihn entsprechend zu leben“. Klingt selbstverständlich, ich weiß aber, dass es das nicht unbedingt ist.
Die Dividing Line ist ein Live-Radio-Programm, das von den „Alpha und Omega Ministries“ ( Dr. James White) gehosted wird. Ausgestrahlt wird die Dividing Line übers Internet, wo man sich weltweit live zuschalten kann. Meistens wird die 1. Dividing Line-Sendung der Woche nach deutscher Zeit Dienstags um 20:00 Uhr Abends (Sommerzeit) bzw. 19:00 Uhr (Winterzeit) ausgestrahlt. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag gibt es die 2. Dividing Line-Sendung der Woche, diese findet dan entweder um 1:00 Uhr (Sommerzeit) oder um Mitternacht (Winterzeit) statt. Wenn James White auf Reisen ist, kommt es immer wieder vor, dass dann auch einmal keine Sendung stattfindet.
Das besondere an der Dividing Line ist, dass es sich hier um ein sehr offenes Konzept handelt. Dies funktioniert nur, Weiterlesen „Dividing Line“→
Ursprünglich wurde dieser Beitrag bereits vor einem halben Jahr geposted. Ich hole den Beitrag aber noch einmal hoch, weil er verhältnismäßig häufig auf youtube geschaut wird und werde ihn unter „Ausschnitte“ verlinken.
Was sehr schnell vergessen wird, wenn man in der westlichen Christenheit unterwegs ist und wenig anderes kennt. Für die, die nur den Text lesen: Das Video enthält Ausschnitte von der brutalen Verfolgung von Christen in Indien, das gibt einem zu denken, das zu sehen, weil man das sonst nur aus Erzählung und vielleicht der Vorstellung kennt, wenn man physische Verfolgung nicht selbst erlebt hat.
Das letzte Jahr habe ich von der Verfolgung von Pastoren, Missionaren und Christen im Allgemeinen in Indien gehört. Mein Herz wurde davon berührt, aber erst vor kurzem habe ich ein Video von der Verfolgung gesehen und ich war einfach nicht darauf gefasst.
Ich dachte, ich hätte verstanden, was dort passiert, aber dann habe ich das Video gesehen und ich wollte mich danach übergeben. Es hat mich dazu gebracht alles, wirklich alles, in meinem Leben zu hinterfragen – alles an mir, alles an der Gemeinde…
Als ich gesehen habe, wie diese Männer Gottes geschlagen werden…ich hatte noch nie gesehen, wie jemand totgeschlagen wird. Ich hatte noch nie gesehen, wie Menschen verfolgt werden. Ich habe noch nie einen gewalttätigen Tod gesehen. Wenn man dann die Realität sieht, macht das einen krank. Man weiß, was dort passiert, aber das zu sehen – ich kann es nicht erklären – aber es hat mich wirklich krank gemacht, über Leute nachzudenken, die mich erheben, weil ich kommunikativ begabt bin, oder andere Christen erheben, die gut singen können oder ein Instrument spielen können oder Autoren sind und wie diese Leute als Helden erhoben werden. Aber bei den Christen in Indien sieht ihr Leben aus wie das Leben Christi. Wenn wir einen populären Autor oder Redner zu unserem Helden machen, dann ist es leicht zu sagen: „Ich will so sein, wie er“. Aber wenn wir uns diese Märtyrer anschauen, die für das Evangelium sterben und sie zu Helden erheben, müssen wir uns ständig fragen: „Will ich das sein?“
Ich hab mit den Menschen in Indien geredet, die das durchmachen und sie bitten nicht um Geld, sie bitten nur darum, dass wir uns an sie erinnern und für sie beten, weil sich viele aus Angst vom Christentum abwenden. Die Leute sagen ihnen, „wenn ihr euch vom Christentum abwendet, dann tun wir euch das nicht mehr an“. Die Christen haben Angst und sie bitten uns, dass wir für Mut für sie beten.
Ich weiß nicht, was für Emotionen bei euch hochkommen während ihr diese Bilder seht, aber was sie von uns bitten ist, dass wir das ins Gebet bringen. Ihr habt mich jetzt 3-4 Minuten reden gehört, könntet ihr die nächsten 3-4 Minuten für unsere Geschwister ernsthaft beten?
Ich möchte die beiden Video-Clips nicht groß kommentieren. Sie sprechen für sich selbst. Unter den Videos wie immer der übersetzte Text. Ursprünglich fanden sich die Videos hier:
Hallo, mein Name ist Zac Smith und ich bin 33 Jahre alt. Ich bin mit meiner wunderbaren Frau Mandy seit 11 Jahren verheiratet. Wir haben 3 Kinder. Lizzie. Jake und Luke. Ich möchte euch meine Geschichte erzählen. Ich begegnete Jesus als ich 5 Jahre alt war. Ich wuchs auf als Sohn von Missionaren in Ecuador, wo wir um die 15 Jahre lang lebten. Später besuchte ich in Arizona das College und traf dort meine Frau. Die darauffolgenden Jahren reisten wir herum, während ich im IT-Bereich arbeitete. Wir dienten ehrenamtlich in unserer Ortsgemeinde und ich studierte Theologie. Ich dachte oft daran, vollzeitlich in den christlichen Dienst einzusteigen, aber es bot sich keine passende Möglichkeit. Jemand erzählte Weiterlesen „Zeugnis eines Mannes, der an Krebs stirbt“→
Seit einiger Zeit hält James White auch Vorträge über den Islam und da wir als Christen den Islam nicht ignorieren sollten und können, ist es wichtig, sich mit ihm zu beschäftigen. Die Titel der Vorträge, die er auf der eher kleinformatigen „Bunyan Coneference 2011“ gehalten hat, lauten:
Ich bin gespannt auf die Vorträge, die ich mir zu gegebener Zeit anhören werde, auch weil White immer wieder darauf bedacht ist, andere Weltbilder korrekt darzustellen und zu versuchen, kein Zerrbild und keinen Strohmann zu schaffen, wenn er z.B. den Islam oder die Zeugen Jehovas darstellt. Es ist – denke ich – immer wichtig, sich mit den Weltanschauungen, denen man begegnet, auseinanderzusetzen und sie nicht nur zu ignorieren. Natürlich kostet das Zeit und nicht jeder kann und braucht das in gleichem Maße tun, aber sagen wir – es schadet nicht, zu wissen, womit man es zu tun hat.
Christopher Hitchens, Autor von Büchern, wie „Der Herr ist kein Hirte – Wie Religion die Welt vergiftet“ – hält immer wieder Vorträge über seinen Atheismus und seinen Antitheismus, in denen er seine Abscheu der Vorstellung gegenüber ausdrückt, dass es einen Gott gibt. Bevor ich hier auf James Whites kurzen Clip verweise, möchte ich noch einmal an die DVD erinnern von John Lennox, die sich mit dem neuen Atheismus auseinandersetzt, den Christopher Hitchens zusammen Richard Dawkins und Co. vertritt, die ich bereits im Blog vorgestellt habe (aufs Bild klicken)
Hitchens wollte sogar 2010 eine Debatte mit James White führen, musste aber aufgrund seiner Krebserkrankung (Speiseröhrenkrebs) absagen. James White geht hier nun in diesem kurzen Clip auf Hitchens Aussagen ein, der mitunter auch den biblischen Gott mit dem Dikator aus Nordkorea vergleicht und antitheistisch rigoros die Existenz eines Schöpfers bestreitet. James White legt hier nur ein paar Gedanken als Christ dar, ohne jetzt systematisch auf alles Gesagte einzugehen und es zu beantworten.
Ich möchte es fortsetzen, auf einige der Kommentare zu antworten, die Christopher Hitchens in einer Debatte mit Frank Turek gegeben hat bzgl. des Themas der Existenz Gottes. Wir haben uns bereits in einem früheren Video angeschaut, was wir als „Hitchens-Frage“ bezeichnen könnten. Nun möchte ich, dass wir uns einige Kommentare Hitchens anschauen bzgl. der Idee, ein Diener, ein Sklave Gottes zu sein, wenn wir tatsächlich seine Geschöpfe sind. Lasst uns ansehen, was Hitchens hier sagt.
Ausschnitt aus einem Video von Christopher Hitchens:
Auch, wenn es in Deutschland nicht das ganz große Thema ist, Harold Camping macht auch nach seiner eindeutigen Fehlvorhersage weiter. Aus einer tatsächlichen Entrückung mit schweren Erdbeben und ähnlichem wurde dann am 22.05.11 nachträglich ein „geistlicher Gerichtstag Gottes“ gemacht und so geht es für Camping scheinbar weiter wie gehabt, ohne sich grundsätzlich von all den falschen Prophezeiungen und überhaupt der ganzen Theologie, die er bis heute verbreitet, zu distanzieren und mal einen Schlussstrich zu ziehen und zu sagen:“Was ich seit vielen Jahren verbreitet habe, war einfach falsch“.
Folgendes Video habe ich in einem anderen deutschen Blog gefunden. Es handelt sich um ein Interview mit Doug Wilson, von dem ich bisher kaum etwas gehört habe und insofern nicht allgemein empfehlen mag, aber er setzt sehr interessant an, wie er auf die gegenwärtige Diskussion um Rob Bell zu sprechen kommt. Ein deutsch untertiteltes Video wird es nicht geben, lediglich eine Übersetzung des gesprochenen Textes. In dem Video weist er darauf hin, dass es recht unsinnig ist, sich selbst mit all seinen Fragen, Zweifeln und Gedanken zum Zentrum des Universums zu machen und gleichzeitig zu behaupten, man sei besonders demütig.
Frage an Doug Wilson:
Wie antwortest du Kritikern, die christlichen Führungsgestalten wie Dir, Piper und anderen, die Rob Bell mit Nachdruck widersprechen, vorwerfen, Arroganz zu zeigen, indem ihr das tut?
Antwort von Doug Wilson:
Ich würde folgendermaßen antworten. Und das ist auch wichtig, wenn jemand den gegenwärtigen Evangelikalismus in Nordamerika [und im weiteren auch überhaupt im Westen] verstehen möchte. Jesaja 5, 20 sagt: „Wehe, denen die Gutes böse nennen und Böses gut. Die Licht mit Finsternis ersetzen und Finsternis durch Licht, die Süßes bitter nennen und Bitteres süß“.
Hier wird ein „Wehe“ denen ausgesprochen, die moralische Maßstäbe auf den Kopf stellen. In unserer Generation haben wir die Definitionen von Arroganz und Demut auf den Kopf gestellt. Man könnte hier fast von einem „Foto-Negativ“ sprechen, bei dem ja alle Farben invertiert sind. Ein Beispiel: Man denke an einen Führer einer Mega-Kirche, der vor eine Menge Leute tritt und eine Rede hält, den Leuten schmeichelt, Witze macht und von sich selbst geschlagene 20 Minuten lang erzählt. „Ich hab dieses erlebt, bin mit meiner Frau an jenen Ort gegangen, habe mit meinem Hund dies und jenes getan…“ – Wenn er also geschlagene 20 Minuten von sich selbst erzählt, dann denkt jeder, der dann nach der Rede den Saal verlässt: „Was für ein transparenter Mensch! Was für ein demütiger Mensch!“
Warum denken die Zuhörer, dass er so demütig ist? Nun, weil er die ganze Zeit von sich selbst erzählt hat. Wenn ein anderer Mann – nehmen wir den berühmten Prediger John Knox – auf die Kanzel geht und predigt: „So spricht der Herr, der Allmächtige, der Herr der Herrscharen […]“ und somit Gottes Wort verkündigt und eine Botschaft predigt, die auch wahr wäre, wenn er als Prediger niemals geboren worden wäre – und seine Existenz, Gefühle und Hoffnungen für seine Botschaft völlig irrelavent wären, weil er einfach den Text der Schrift predigt – DANN würden alle sagen: „Was für ein arroganter Mann! Denn er hat nicht einmal auf sich selbst Bezug genommen. Alles, was er getan hat, war über Gott zu sprechen und über die Bibel“
Wir leben in einer Zeit, in der es als arrogant betrachtet wird, ein Wort in den Mund zu nehmen, das Gott gesprochen hat. Wenn man sich aber achselzuckend gibt, seine eigenen Zweifel, Unsicherheit und Fragen zum Zentrum des Universums macht, gilt das als demütig. Es gibt nur eines, was man solchen Leuten sagen kann, nämlich: Weiterlesen „Demut und Arroganz“→
Ich möchte nicht, dass dieser Beitrag für allzuviel Verwirrung sorgt. Daher sei auf eine Schrift des Martin Bucer Seminar verwiesen, wo man ein wenig Kontext zur Diskussion findet, auf die James White im Vortrag verweist. Im Artikel „ist der Glaube an Gott rational?“ findet sich auf theoblog.de eine .pdf, auf die ich hier verweisen möchte, die das Verständnis, worum es hier gehen soll, unterstützen soll: