Das ist nicht MEIN Gott – Paul Washer

Wir sagen alle schnell mal: Ja, ich war ein Sünder. Aber ein Gott-Hasser? Ich habe Gott gehasst? Was meinst du damit?

Genau das, was die Bibel in Römer Kapitel 1 lehrt. Du hast Gott gehasst.

Es ist eine Tatsache, lasst mich euch etwas sagen: Am Sonntag Morgen ist die größte Stunde des Götzendienstes in Amerika. Wisst ihr das?

Die Leute kommen immer her, wenn ich ihnen sage: Du hast Gott gehasst

Und man sagt: Nein, hab ich nicht.

Ich sage: Doch, hast du.

Nein, habe ich nicht. Ich habe Gott geliebt.

Nein, das hast du nicht.

Was meinst du damit? Ich habe Gott geliebt.

Nein, du hast Gott nicht geliebt. Du hast diese Erfindung deiner eigenen Vorstellung geliebt.

Wisst ihr, manchmal kommen Pastoren zu mir und fragen, ob ich über die Eigenschaften Gottes predigen könnte und ich sage immer:

Ihr wollt wahrscheinlich nicht wirklich, dass ich das tue.

Warum nicht?

Weil es eure Gemeinde spalten würde.

Was? Das Lehren der Eigenschaften Gottes würde unsere Gemeinde spalten?

Ja, würde es. Denn wenn ich anfange, über die Liebe Gottes zu predigen, dann wäre es in Ordnung. Würde ich aber anfangen über die Gerechtigkeit Gottes, die Heiligkeit Gottes, die Souveränität Gottes zu predigen, vielleicht nach drei Tagen, wenn nicht früher, wisst ihr, was dann zumindest in den meisten Kirchen passieren würde? Die Leute würden aufstehen und sagen: Das ist nicht mein Gott, ich könnte niemals solch einen Gott lieben.

Deswegen ist es so, dass Leute überall in den Kirchen in Amerika sitzen und Götzendienst betreiben, weil sie nicht zum lebendigen Gott der Bibel singen, sondern zu einem Gott singen, den sie in ihrem eigenen Verstand geschaffen haben, der mehr wie Sankt Nikolaus aussieht als wie der Jahwe der Bibel .

Nun, aber das ist MEIN Gott.

Na dann, viel Glück!

Ich werd nie vergessen, wie Richard Owen Roberts auf einen Konferenz gepredigt hat, auf der ich im darauf folgenden Jahr predigte, und man erzählte mir allerlei Geschichten über ihn usw.. Ich hatte ihn persönlich nie getroffen. Und ich hoffe, dass das kein Großstadtmythos ist, aber man sagte von ihm, dass er wo gepredigt hat und er erwähnte, dass AIDS ein Gericht Gottes ist. Und eine Dame wurde so wütend, dass sie rot sah und aufstand und sagte: AIDS ist keine Strafe Gottes.

Und er sagte: Womit wollen sie das beweisen?

Und sie sagte: Nun, kleine Babys sterben an AIDS und deswegen kann AIDS nicht die Strafe Gottes sein.

Und R.O. Roberts sagte: Was glauben sie, wie viele Babys Gott getötet hat, als er die Sintflut über die Erde kommen ließ zur Zeit Noahs. Einen solchen Gott lieben sie nicht, oder?

Gott ist nicht politisch korrekt.

Denkt darüber nach. Wir reden über Gott. Wir reden über einen Gott, der absolut wundervoll ist, aber gleichzeitig auch so schrecklich ist wie er wundervoll ist. C.S. Lewis sagte immer und ich wiederhole das: Er ist kein zahmer Löwe.

Und lasst mich etwas sagen, ihr jungen Leute. Da ist diese Idee überall heute, auch in eurer Musik, dass ihr, um relevant zu sein, aussehen müsst wie die Welt und euch anhören müsst wie die Welt. Ich habe Neuigkeiten für euch: Wenn ihr relevant sein möchtet, dann solltet ihr total anders sein wie die Welt und total anders als die gegenwärtigen christlichen Musiker und total anders sein als die christlichen Idole, die überall aus dem Boden sprießen. Ich würde vorziehen, wir setzen die alle in ein Boot, bringen sie auf eine Insel, singen ein Gotteslob, schneiden sie los und lassen sie mit dem Boot davontreiben . Denn das Ganze moderne Getue schadet mehr als es hilft. Du willst relevant sein? Dann sei nicht politisch korrekt, sondern biblisch korrekt. Dann wirst du zwar wahrscheinlich gesteinigt oder auf dem Scheiterhaufen verbrannt, aber du wirst die Herrlichkeit Gottes an dir haben.

Paul Washer über Anbetungs-Musik, moderne christliche Songs etc.

Das Buch der Psalmen ist eigentlich ein Lieder-Buch um anzubeten. Ja, man darf singen. Aber ich denke, es ist sehr wichtig, dass ihr etwas versteht. Wenn ihr jemals ein Buch über die Lehre von Gott schreiben würdet, dann werdet ihr etwas  sehr ungewöhnliches beobachten. Was ich mit der Lehre von Gott meine, ist, wenn man z.B. ein Buch schreiben würde über all die Eigenschaften Gottes, die ihm eigen sind. Wisst ihr, was ihr da entdecken würdet? Mehr als 50 Prozent des Inhalts dieses Buches würden aus den Psalmen stammen. Die meisten Texte, die von Gottes Eigenschaften sprechen, wirst du in den Psalmen finden. Unser Singen sollte dementsprechend stark von [ richtiger ] Theologie geprägt sein. Und wenn ihr einen Anbetungsleiter haben solltet, WENN ihr das so zu handhaben gedenkt, dann muss er ein Theologe sein. Er muss Gott kennen und er muss in der Furcht Gottes und in Heiligkeit wandeln, wahrscheinlich mehr als der, der das Wort verkündigt. Es ist Teils wirklich schlimm, was wir heute zum Teil aus der Anbetung gemacht haben, denn wir kennen nicht die Furcht Gottes.

“Ein junger Bursche hat eine Gitarre und er kann toll singen, lasst ihn die Anbetung leiten” – Wir sollten wissen, dass Gott im 3. Buch Mose zwei “Anbetungs-Leiter” umgebracht hat, weil sie ihn nicht entsprechend der Schrift angebetet haben. Anbetung ist etwas gefährliches.

Etwas anderes, was wir feststellen müssen, ist folgendes: Anbetung sollte didaktisch ( also lehrend ) sein, Anbetung sollte ein Werkzeug für Lehre sein. Lasst mich euch einen Text vorlesen. In Kolosser 3, 16 steht:

Das Wort Christi wohne reichlich unter euch;

Anbetung kommt also von jemandem, der vom Wort Gottes gesättigt ist.

in aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern

Der Zweck des Singens in einer Versammlung, ist zu aller erst, Gott zu preisen, zum zweiten ist es didaktisch, nämlich um die zu lehren, die singen, sie zu ermutigen und zu ermahnen und sogar – so vermute ich – um Ungläubigen Zeugnis von Gott abzulegen.

Das ist das Problem, das ich mit einem Großteil der modernen Musik habe, nicht mit allem, aber vielem: Sie folgen diesen Prinzipien nicht. Es geht mehr darum, sich in eine bestimmte Gefühlslage zu versetzen. Ich werde sehr ehrlich mit euch sein. Und wenn ihr wütend auf mich werdet, vergebt mir einfach. Ich bin ein Amerikaner, ich bin grob, manchmal.
Viel Anbetung in den heutigen Gemeinden ist nicht mehr als ein Feiern des Fleisches. Es ist einfach, dass man sich mehr oder weniger in Emotion ergeht. Wenn du anfängst, die Gegenwart Gottes zu spüren während der hohen und fetzigen Tönen, wenn der Rhythmus angezogen hat und die Musik gerade einfach herrlich ist und du die Gegenwart Gottes nur dann spürst, dann ist es gewiss nicht die Gegenwart Gottes, die du spürst, sondern Emotion, Gefühl.

Ich habe Menschen gekannt, wirklich manche der heiligsten Menschen, die ich kenne, die sich einfach hinsetzen und anbeten. Sie haben keine Musik. Ich sage nicht, dass das die einzige Art ist, das zu tun, so ist das nicht, aber sie haben keine Musik.  Jemand wird sagen: “Lasst uns Loblied Nummer 52 singen”. Und sie fangen an zu singen. Und nachdem das Lied gesungen ist, wird eine andere Person sagen: “Wie wäre es mit Loblied Nummer 103″? Und sie beginnen anzubeten. Und das sind welche der gottesfürchtigsten Menschen, die ich auf der Erde kenne, die Anbetung in der Tiefe verstehen und wenn ich Leute in diese Gemeinde bringe, die sich nur um die Musik drehen dann sagen sie: “Oh Junge, das hier ist tot” – denn ihre Auffassung von Leben ist nicht die wirkliche Gegenwart Christi. Für sie sind es diese kraftvollen Lieder, die die Emotionen pushen. Und da ist nicht notwendigerweise sofort alles falsch dran, aber seid sehr vorsichtig.

Einmal war ich in einer Gemeinde und sie sagten: “Gott ist hier!” – Nun, die Musik war gerade voll am laufen: “Gott ist hier!” – Ich sagte: “Nein, ist er nicht!”  Und sie sagten: “Woran willst du das erkennen?”. Ich sagte: “Denn die meisten von euch wären tot, wenn Gott hier wäre. Denn er ist ein heiliger Gott und ihr wisst um die Sünde hier in dieser Gemeinde”. Die Leute kommen dabei so ins Fleisch, denn sie fühlen einfach nur etwas. Ich werd hier mal stoppen, aber bedenkt einfach folgendes:

Ich höre Leute, die sagen: “Ich hab mich heute morgen rasiert und Jesus ist mir erschienen” – “Hast du wenigstens aufgehört, dich zu rasieren?” – Es ist absolut keine Ehrfurcht gegenüber Gottes Gegenwart da. Wenn sich in der Bibel die Gegenwart Gottes zeigt:

“Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann von unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das auch unreine Lippen hat; denn meine Augen haben den König, den HERRN der Heerscharen, gesehen!” ( Jesaja 6, 5 )

Das war Jesajas Erfahrung. Du sagst: “Ach, das war altes Testament” – Dann denke an Johannes auf der Insel Patmos. Als Christus erscheint, fällt er zu Boden wie ein Toter. Ich sage nicht, dass die Gegenwart Gottes immer so ist. Aber wenn es niemals so ist, wenn es immer “Segne mich, segne mich, segne mich” oder “Freude, Freude, Freude” oder “Tanzen, Tanzen, Tanzen” heißt, dann läuft da etwas schrecklich verkehrt.

Menschen zu lehren bedeutet nicht nur, ihre Köpfe mit Wissen zu füllen

Eines der Dinge, die ich gelernt habe, ist, dass das Predigen von der Kanzel nicht viel von mir fordert. Seht ihr, niemand von euch kennt mich wirklich. Nachdem ich wo in einer Gemeinde gepredigt hatte, kamen die Verantwortlichen in der Gemeinde zu mir gesprungen und sagten: Wir möchten, dass du unser Pastor wirst! Und ich hab sie angesehen und gefragt: Seid ihr verrückt? Sie sagten: Warum hast du gesagt? Ich sagte: Ihr wisst nicht, ob ich meine Frau liebe. Wie könnt ihr mich fragen, euer Pastor zu werden? Ihr wisst nicht einmal, ob ich meine Frau liebe. Seht ihr, hier oben auf der Kanzel mag ich alles sein, aber nehme ich euch mit nach Hause, da mag ich ein anderer sein. Menschen zu lehren, bedeutet nicht einfach, ihre Köpfe mit Wissen zu füllen. Es bedeutet, mit ihnen zu wandeln und es ihnen zu erlauben, deinen Gehorsam zu sehen. Und nicht nur deinen Gehorsam, sondern auch, wenn du nicht gehorsam bist, dass sie sehen, wie du dich selbst vor Gott demütigst und um Vergebung bittest und, dass sie dich sehen wie du zu anderen gehst und sie um Vergebung bittest. Sie beobachten dein Leben!

Zu Jesus Christus zu gehören

Über Furcht, Gott und ein wenig darüber, was es bedeutet, Christ zu sein.

Ein lieber Bruder in Rumänien wurde wegen seines Glaubens für viele Jahre ins Gefängnis gesteckt und einer der Befehlshaber der Wache kam herein und fand ihn betend vor.

Und er sagte zu diesem Bruder: „Wir haben dir alles genommen. Wir haben dir dein Leben genommen, das du hattest, wir haben dir deine Familie genommen, wir haben dir alles genommen und doch betest du noch?!? Wofür könntest du denn noch beten?“

Der Bruder sagte: „Ich bete für euch.“

„Warum?“

„Nun, weil der Gläubige, der Christus kennt und das Wort kennt, der weiß, dass er seine Feinde nicht zu fürchten braucht, sondern Mitleid mit ihnen haben muss. Denn eines Tages kommt Jesus Christus auf diesen Planeten zurück um seine Erlösten zu retten und er wird die Nationen mit eisernem Zepter regieren und die, die ihm vertraut haben, die werden sich vor ihm beugen wegen der großen Gnade, die Christus ihnen gegeben hat, aber andere werden sich beugen, weil ihnen die Kniegelenke gebrochen werden von dem einen, der sein Zepter des Gerichts gegen die Völker führt. Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! ( Hebräer 10, 31 ) .“

Wir fürchten nicht Menschen, sondern wir fürchten um sie. Denn kehren sie nicht um, kommt Christus mit schnellem Gericht.

Ich erinnere mich an eine Begebenheit in Peru während des Krieges. Ich kam dort in diesen Laden, wo sie christliche Bücher verkauften. Als ich aus dem Laden wieder heraus kam, da bemerkte ich diese kleine Frau, die an der Seite Süßigkeiten verkaufte, eine arme Frau, die mir versuchte, etwas zu signalisieren. Sie hatte große Angst, aber ich hab nicht verstanden, was sie mir denn mitteilen wollte. Plötzlich tauchte ein Polizist auf. Und obschon ich sicher bin, dass es in Peru auch damals Polizisten von edlem Charakter gab, waren die Polizisten allgemein sehr bekannt dafür, korrupt und gefährlich zu sein, bis dahin, dass sie Leute verschwinden ließen.

Nun, er kam zu mir her und fragte: „Wo ist dein Auto?“

„Dort drüben steht es“

„Dein Wagen ist illegal. Steig in den Wagen“

Ich stieg ins Auto. Er stieg ins Auto. Er sagte: „Fahr mich durch die Stadt“

Ich fuhr ihn durch die Stadt. Ich betete: „Oh Herr!!! Oh Herr!!! Oh Herr!!!“. Ich hörte, wie er einige seiner Polizei-Kollegen anrief. Und er sagte: „Wir werden jetzt in Richtung eines anderen Streifenwagens fahren und dann fahren wir noch wo anders hin“

Und ich wusste: Jetzt wird es wirklich übel. Und zuletzt hielt er das Auto an und sagte: „Steig aus dem Wagen!“

Und ich dachte: „Ach, er will nur das Auto stehlen. Gut!“

Aber dann stieg er doch aus und lief zu mir herum und sagte: „Warum bist du nicht wütend?“

Ich sagte nichts.

Er sagte: „Warum bist du nicht wütend? Du weißt, was ich gerade mit dir tue!“

Und aus irgend einem Grund sagte ich: „Ich bin nicht wütend, weil ich Angst habe.“

Er lachte und grinste und ich konnte einfach dieses Böse an ihm sehen. „Ach so, weil du Angst hast!“

Ich sagte: „Ja, ich habe Angst um Sie!“

Er sagte: „Warum hast du Angst um mich?“

Ich sagte: „Könnten sie bitte einfach nur ein paar Meter bei Seite gehen?“

„Warum?“

„Ich flehe Gott gerade an, dass er sie nicht töte. Ich tue alles in meiner Macht, Gott anzuflehen, Sie nicht umzubringen! Bitte, sprechen Sie nicht mit mir, ich muss beten, ich muss mit meinem Gott zusammen sein“

Der Mann fing das Zittern an. Zitternd und weinend brach er geradewegs auf dem Gehweg zusammen: „Warum sollte Gott mich töten?“

„Nun, wer mich segnet, sei gesegnet, wer mich flucht,  sei verflucht“ ( Sinngemäß 1. Mose 27, 29 ) . Sie wollen mir alles nehmen und mein Vater im Himmel sieht es. Und es ist nur seine Gnade, die seinen Zorn zurückhält, der Sie auf der Stelle töten könnte und ihr Seele in die Hölle werfen könnte“

Nun, zugegeben, das ist nicht die Art von Evangelisationsmethode, die man auf der Bibelschule lernt, aber letztlich brach er weinend zusammen und gab mir all meine Dokumente zurückund sagte dann: „Würden Sie bitte für mich beten, dass Gott mich nicht tötet!“

Und dann kam ich ein wenig ins Fleisch, denke ich, denn ich sagte: „Ich werde wohl beten, aber ich bin nicht sicher, ob es reichen wird, denn er ist wirklich sauer.“

Aber was ich dabei möchte, dass ihr es seht, ist folgendes: Ich möchte nicht, dass wir uns wie Raudis benehmen oder irgend etwas in der Art. Hört mir zu: Wir sind Lämmer. Wir sind nicht John Wayne. Wir sind nicht Indiana Jones, sondern Lämmer. Aber der, der hinter dir steht und auch vor dir steht und auch an deiner Seite steht und der auch in uns ist, der ist der König der Herrlichkeit, so dass der Schwächste von uns Hundert, vielleicht Tausend in die Flucht schlägt.

Wir gehen in Demut, wir gehen in Liebe, wir tun aufopfernd unseren Dienst. Aber wir machen das, ohne uns für Jesus zu entschuldigen. Jesus Christus ist Herr. Und er befiehlt, dass du umkehrst von deinen Wegen und dass du dem Evangelium glaubst. Das schlimmste am Predigen ist, dass es in einem Sinne immer ein Versagen ist. Ich wünschte, wir könnten diesen Jesus mit geistlichen Augen auf seinem Thron sehen. Millionen über Millionen, Milliarden über Milliarden von Engeln, die ihm dienen, die vor ihm nieder fallen, die ihm Ehre geben, die seine Werke und Tugenden verkünden und dieser Jesus herrscht im Himmel und hat dich dazu bestimmt, DICH, von allen Menschen hat er dich dazu erwählt, ein Botschafter zu sein. Und doch willst du nicht. Du denkst, dass es eine geringe Sache ist, als Botschafter erwählt zu sein? Du würdest lieber etwas anderes tun als ein Botschafter Jesu Christi zu sein? Du  würdest dich lieber allen möglichen Dingen dieser Welt widmen? Du denkst mehr über deinen Ruhestand nach als über Tod und Herrlichkeit? Du denkst mehr nach über modische Klamotten und Autos  und über all solche Dinge als  über einen ewigen Lohn? Du würdest lieber deine Zeit mit einer X-Box totschlagen als das Kreuz zu predigen? Du bist ein Botschafter.

Versteht bitte folgendes und damit machen wir Schluss. Wenn du ein Christ bist, so sagte das ein alter Schreiber, dann bist du von hohem Stand. Dir ist eine himmlische Natur zu Teil geworden. Deswegen gibt es jetzt nichts mehr auf diesem Planeten, dass dich wirklich befriedigen könnte. Das ist in einem Sinne eine der Schattenseiten dessen, ein Christ zu sein, ein echter Christ zu sein. Du bist so verändert worden, dass nichts auf diesem Planeten dich mehr wirklich zufrieden stellen wird. Ist das nicht erstaunlich? Andere Leute können so begeistert von allen möglichen Dingen auf dieser Welt sein, aber du kannst das nicht. Und selbst, wenn du vom Herrn abweichst, wie wir das alle von Zeit zu Zeit tun und du aus dem Stall ausbrichst und versuchst, etwas für dich selbst zu erhaschen, von dem du sicher bist, dass es dir Genuss bringt, dann wird es dir, sobald du es bekommen hast, wie Fäulnis in deinem Bauch. Es ist letztlich keine Befriedigung da. Lernt diese Lektion und lebt im Hinblick auf die Ewigkeit. Junge Männer. Nutzt eure STärke für IHN!  Gebt eure Tage her für IHN! Gebt eure Jugend, eure Schönheit IHM! Denn letztlich ist es umsonst, wenn es irgend einer anderen Sache oder Person gegeben wird. Geb es IHM.

„Ich wünschte, wir hätten solches Predigen in unserer Gemeinde“

Wieder einmal ein wenig Korrektur. Ich möchte nicht, dass Leute, die z.B. den Blog lesen oder die Videos auf youtube schauen, einen allzu verzerrten Eindruck davon bekommen, welche Aufgabe und Sinn u.a. die Predigten von Paul Washer haben und was dabei zu beachten ist. Ich finde es sehr wichtig, dass da nicht jemand in irgend einer Weise in ein ungesundes Gleichgewicht kommt.

Ich möchte, dass die Videos und der Blog dienlich sind und mit Verstand und Weisheit auch von Gläubigen eingeordnet werden können. Und ein Teil davon ist, dass man nicht die geringschätzt, die vor Ort dienen, weil man einen „besseren Prediger“ im Internet gefunden hat oder ähnliches in diese Richtung gehendes.

Frage:

Manche der Leute, die deine Predigten übers Internet verfolgen, die werden irgendwie frustriert bzgl. ihres Predigers / Pastors in ihrer Ortsgemeinde. Und sie haben diesen Wunsch, dass ihr Pastor, der dort regelmäßig zu den gleichen Leuten predigt, der systematisch durch ein Buch der Bibel predigt und sie wollen, dass dieser Dienst ihres Pastors so aussieht wie dein Reiseprediger-Dienst mit der selben Leidenschaft und demselben Eifer und sie möchten im Grunde, dass ihr Pastor eine Kopie von Paul Washer ist. Welchen Rat würdest du einem jungen Mann geben, der so denkt.

Antwort:

Nun, sie wissen nicht, worum sie bitten. Hört mir zu. Manchmal komme ich aus dem Versammlungssaal raus und stehe dort mit dem dortigen Pastor und gebe den Leuten die Hand usw. und dann kommen Leute zu mir her und sagen: „Ich hab niemals was vergleichbares gehört. Das war mehr Wahrheit als ich in den letzten 5 Jahren gehört habe und ich wünschte einfach, wir hätten solches Predigen in dieser Gemeinde hier.“

Das ist einfach der Teufel, das ist so übel, das gegenüber dem Pastor zu sagen.

Oder manche sagen: „Wir haben diese Wahrheiten noch nie zuvor gehört!“

Lasst mich euch einfach was aus meiner Zeit als Pastor in Peru erzählen. Ich hab dort gelernt, dass Leute geistliche Wahrheiten nicht aufgenommen haben, weil sie sie einmal gehört haben. Manchmal habe ich über Monate über eine bestimmte Lehren oder bestimmte Themen gepredigt, die ich den Leuten vermitteln wollte. Und als ich damit fertig war, darüber zu lehren und alles ausgeschöpft hatte, was ich darüber wusste, dann fing ich an, gottesfürchtige peruanische Pastoren und gottesfürchtige Missionare einzuladen, von denen ich dachte, sie seien ein großer Segen für die Gemeinde und ich bat sie darum, zu kommen und über dasselbe Thema zu lehren. Und als die Mitglieder meiner Gemeinde das Gemeindegebäude verließen und z.B. dem eingeladenen Missionar die Hand geben, schauten sie ihn an und sagten: „Wir haben so wie heute noch nie zuvor in unserem Leben gehört“ und das ist, einfach nur um euch das zu zeigen, Teil dessen, was ein Reiseprediger zur Aufgabe hat.

Was ich ehrlich gern tue in den meisten Gemeinden, die ich besuche, ist, dass ich fast genau über dasselbe predige, worüber ihr örtlicher Prediger / Pastor predigt. Vielleicht auf eine andere Art, aber mein Predigen soll deren Dienst stützen und bestätigen. Etwas anderes. Ich wurde letztes Jahr gebeten, 3 Monate lang in einer kleinen winzigen Gemeinde in Alabama zu predigen und das habe ich wirklich geliebt, ich war so 3 Monate lang ihr Pastor in einer „engen“ Art. Und ein Haufen junger Leute, die mich wo predigen gehört hatten, die kamen da hin. Nach ungefähr zwei Wochen gingen die dann zu einem der dortigen Gemeindeleiter und sie sagten: „Wir haben eine Frage“. Der Gemeindeleiter sagte: „Ja, was wollt ihr wissen?“ Der Gemeindeleiter ist wirklich ein sehr guter Freund von mir. Und sie sagten: „Hat Bruder Paul seinen Dienst verändert? Ist er weich geworden? Hat sich etwas in seinem Leben verändert?“ Der Gemeindeleiter fragt: „Warum sollte er?“ – „Nun, weil sein Predigen so anders ist“. Er sagte: „Seht ihr, das ist weil er hier keinen Reisedienst tut, sondern als örtlicher Pastor dient. Er gibt Schafen Nahrung  auf lange Sicht“.

Aber ich möchte gleichzeitig auch die örtlichen Prediger / Pastoren warnen. Wenn ihr systematisch durch ein Buch der Bibel predigt und das langweilig ist, dann macht ihr das nicht richtig. Ich meine, wie könnt ihr durch den Epheserbrief predigen ohne Eifer? Wie könnt ihr das tun, ohne, dass das die Leute irgendwie bewegt? Ich möchte das hier von beiden Seiten betrachten, denn es gibt eine Menge Pastoren / örtliche Prediger da draußen, die ihren Schafen nichts rechtes zu Essen geben. Ich möchte dazu etwas empfehlen. Vor vielen Jahren schrieb Warren Wiersbe ein Buch namens „Walking with the Giants“  und darin hat er all die sehr kurzen, einseitigen oder halbseitigen Zeugnisse von Männern und Frauen Gottes, die durch die Jahrhunderte von Gott gebraucht wurden. Ich hab dieses Buch für mein Bibelstudium so lange bei mir getragen. Wisst ihr, warum? Wenn ich manchmal an einen Punkt kam, wo ich nicht beten wollte, einfach nicht motiviert war zu beten, da öffnete ich dieses Buch und las von betenden John Hyde in Indien oder von David Brainerd oder sonst wem und es trieb mich dazu, beten zu wollen und ich saß da und es war Montag und war nicht bereit, die Predigt für die nächste Woche in Angriff zu nehmen, einfach etwas lethargisch und ich nahm dieses Buch zur Hand und las von Alexander Maclaren, der 60 Stunden Vorbereitung für eine Predigt rechnete und das motivierte mich, das Bibelstudium wieder aufzunehmen.

Viele Leute kritisieren das Predigen in ihrer Gemeinde und liegen falsch, aber oft haben die Leute auch recht und die Pastoren studieren wirklich nicht lang genug um auf die Kanzel zu steigen und den Leuten Wort Gottes zu geben.

Wir haben dieses Buch…

Ich möchte euch über das Christentum erzählen. Wir haben jede Menge Regeln. Wir haben ein dickes Buchund es ist voll von jeder Menge Regeln. Komm und hab Spaß mit uns!“

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In den Versen 8 bis 9 hat sie eine Begegnung mit einigen der Töchter Jerusalems und sie sagt zu ihnen: Könntet ihr mir bitte helfen, meinen Geliebten zu finden!

Ihre Antwort in Vers 9 ist: „Was für einen Geliebten hast du da? Warum sollten wir den denn suchen?“

Wisst ihr, was sie damit sagen? “Er kam an deine Tür und du wolltest nicht mal aus dem Bett steigen um ihm die Tür zu öffnen. Warum also sollten WIR nach ihm suchen? Er kann nicht so besonders sein”.

Nun, denkt darüber einen Moment nach. Wisst ihr, wir halten unsere ganzen Evangelisationen, erzählen den Menschen, dass sie an Jesus glauben sollen. Wir sagen den weltlichen und ungläubigen Menschen um uns herum, dass sie Jesus suchen sollten und sie an Jesus glauben sollten, aber oft schauen sie die Christen an und sie sagen: „Oh ja, richtig! Warum sollte ICH ihn suchen? Nicht einmal ihr sucht ihn. Ihr kümmert euch mehr um die Welt als um euren so “großartigen” Retter. Warum also sollte ich ihn suchen, wenn nicht mal ihr ihn sucht?“ Das tut weh, nicht wahr?

Aber als sie das zu ihr sagen, wacht sie auf. Manchmal müssen wir etwas sehr Hartes und sehr Wahres hören um wirklich aufgerüttelt zu werden und  zur Realität zurück zu kommen. In Vers 10 bis Vers 16 erlebt sie so etwas wie eine Erweckung. Sie beginnt über den nachzudenken, zu dem sie so kalt war. Sie wird fast ein wenig verrückt. Sie sagte: „Mein Geliebter ist wundervoll.“ Und in den nächsten Versen wird sie richtig wild. Sie erinnert sich an all die großartigen und wunderschönen Dinge an ihrem Geliebten, ihrem Mann, ihrem König.

Und als ihre Liebe zu ihrem Mann zurückkehrt und die Leidenschaft durch ihr ganzes Sein fließt, schaut euch die Antwort der Töchter Jerusalems an, Kapitel 6 Vers 1.

Sie sagen: „Wohin ist dein Geliebter gegangen? Wenn er so ist, wollen wir ihn auch suchen!”.

Versteht ihr, wenn die Gemeinde von Liebe zu Jesus Christus bewegt ist,wenn die Gemeinde eine Leidenschaft für Christus hat, wenn Christus ALLES für sein Volk bedeutet, dann fangen andere Leute an zu sagen: „Wo ist Er? Wie kann ich ihm begegnen?“

Versteht ihr, Christlicher Glaube ist Leben.

Ihr gebt weltlichen Leuten Zeugnis und geht auf sie zu: “Ich möchte euch über das Christentum erzählen. Wir haben jede Menge Regeln. Wir haben ein dickes Buch und es ist voll von jeder Menge Regeln. Komm und hab Spaß mit uns!“

Nun, das Christentum kennt Gebote und sie sind eine Freude für ein erneuertes Herz, aber christlicher Glaube ist zu aller erst einmal Jesus Christus! Und wir sollten in Liebe für ihn brennen und unsere Liebe sollte aus uns herausstrahlen.

Schau auf Christus, nicht auf dich selbst

Seht ihr, manche von euch meinen, dass Gott euch nicht retten kann, weil euer Glaube und eure Buße nicht so stark ist wie die der größten Christen, die jemals über diesen Erdball gelaufen sind. Ich möchte, dass ihr seht, dass, wenn jemand gerettet wird, Glaube und Buße sehr klein und sehr schwach anfangen. Und wenn Gott dich rettet, dann fängt er an, deinen Glauben und deine Buße zu stärken, vertiefen und mit der Zeit wachsen zu lassen, so dass du vielleicht eines Tages tatsächlich Glauben und Buße einer der großen Puritaner oder großen Reformatoren haben magst.

Jesus Christus zu empfangen, bedeutet, ihn als deine einzige Lebensquelle anzunehmen. Lasst mich euch ein Beispiel geben aus dem Westen, ich hab das in Europa, den Staaten und auch in Südamerika wieder und wieder gesehen. Menschen nehmen Jesus als ein Anhängsel in ihr Leben auf. So wie wenn deine Frau ein Kleid kauft und sie nur so und so viel Geld dafür ausgegeben hat. Und denkst: „Zum Glück hat sie nicht mehr ausgegeben“. Aber dann sagt sie dir, sie habe auch noch zum Kleid passende Schuhe kaufen müssen. Dein Blick wird besorgter. Und dann sagt sie dir, dass sie auch noch eine Handtasche und einen Gürtel kaufen musste. All diese Dinge sind Anhängsel oder sozusagen „Zubehör“. Man hat sie zum Kleid dazu gekauft. Viele Leuten wollen, dass Jesus in ihr Leben tritt, um ihn gleichsam zu dem Leben, das sie bereits haben, noch hinzu zu fügen. Ich habe Prediger folgendes zu jungen, Erfolgreichen Amerikanern sagen gehört.

„Du hast ein großartiges Leben. Du hast eine wundervolle Familie. Du hast zwei Autos und ein wunderbares zu Hause und dein Job ist wirklich, wirklich wundervoll! Du hast ein großartiges Leben! Du brauchst nur eines, um dein Leben perfekt zu machen. Du brauchst Jesus“

Das ist Gotteslästerung. Das ist eine der ekelerregendsten Sachen, die je den Mund eines Menschen verlassen können. Jesus ist nicht das i-Tüpfelchen auf deinem bereits sehr tollen Leben. Jesus ist nicht etwas, was du zu deinem derzeitigen Leben hinzufügst um es wundervoller zu machen. Jesus WIRD dein Leben!

Folgendermaßen sollte der Prediger predigen:

Mir egal, wie wohlhabend du bist! Mir egal, wie viele Reichtümer du besitzt. Mir egal, wie angesehen du in der Gesellschaft bist. Dein Leben ist morsch und verrottet. Dein Leben ist sinnlos. Nun kehre dich ab von all dem und vertraue auf Jesus Christus! Auf dass du echtes Leben haben mögest. Hör mir zu, Christ! Jesus ist nicht einfach eine Fahrkarte in den Himmel. Er ist nicht einfach nur jemand, der dein Leben segnen kann. ER IST DEIN LEBEN. Er ist alles!

Aber was bedeutet das im Leben eines frischen Gläubigen? Als ich ein frischer Gläubiger war, da sagte ich: Jesus bedeutet alles für mich! Ich hatte nicht mal den Hauch einer Vorstellung, was ich da sagte. Aber jetzt, nach 26 Jahren verstehe ich es ein klein wenig mehr. Stück für Stück sehe ich, dass diese Welt vorbeigeht. Stück für Stück sehe ich mehr von meiner Sünde und meiner Schwachheit. Stück für Stück sehe ich mehr von Gottes liebevoller Güte und Macht und Stück für Stück wird dieses sinnlose Leben dieser Welt von seinem ewigen Leben ersetzt.

Wie stellt ihr euch den Himmel vor? Goldene Straßen? So wird uns das beschrieben. Aber nach ein paar mal dort spazieren wirst du gelangweilt sein. Tore aus Perlen. Willst du auf denen hin und her schaukeln? Ich meine, nachdem du ein paar tausend Jahre auf den Toren hin und her geschaukelt hast, wirst du ziemlich gelangweilt sein, einfach nur immer auf diesen Toren hin und her zu schaukeln.
Damit ihr mich recht versteht: Man klettert auf das Tor und schwingt darauf so hin und her.

( Der Übersetzer, den ich rausgeschnitten habe, hatte nicht ganz verstanden, was Bruder Paul meinte )

Das passiert, wenn ein intellektueller Europäer einen Cowboy übersetzen VERSUCHT.

[ wie erwähnt, der Übersetzer, den ich heraus geschnitten habe, hatte ihn nicht ganz verstanden ]

Man klettert auf das Tor und reitet es als sei es ein Pferd!

Was bringen die euch denn heute in den Schulen bei?

Worum, denkt ihr, geht es im Himmel denn? Es geht um Christus. Der Himmel ist einfach von Christus erfüllt! Es dreht sich um IHN.

Und hier liegt einer der riesigen Unterschiede zwischen einem ganz frischen Gläubigen und einem reifen Gläubigen. Wisst ihr, was der frische Gläubige tut? Das ist das, was einige von euch tun. Ich hab von so vielen von euch in den letzten beiden Tagen geredet. Und ihr schaut inwärts in euch hinein. „Meine Buße ist nicht groß genug. Mein Glaube ist nicht stark genug. Ich hab hier so viel Versagen und ich hab dort so viel Versagen.“

Aber wisst ihr, was geschieht, wenn ihr in Christus wachst? Ihr fangt an, aufzuhören, auf euch selbst zu schauen. Und ihr schaut nur noch auf IHN! Du weißt, was du bist. Du kennst dein Versagen. Ihr kennt eure Sünde und euer Schwachheit. Aber ihr schaut einfach nur auf IHN! Schaut auf IHN!

Lasst mich abschließen mit einer kleinen Geschichte, die sich vor Jahren ereignet hat. Ein Theologie-Student schreib mir eine E-Mail. Und er schrieb: „Bruder Paul, ich bin einfach nur schlecht und unverständig und kann Christus nicht nachfolgen.“

Und so schrieb ich ihm zurück und sagte: „Lieber Bruder, du bist noch viel schlechter und unverständiger als du gerade denkst!“ Ich habe die Gabe der Ermutigung.

Er rief mich letztlich per Telefon an und sagte: „Bruder Paul, Danke?!?“
Ich sagte: „Hör mir zu. Du bist einer der besten jungen Männer, die ich kenne und ich kann sehen, dass du danach trachtest, dem Herrn Jesus sehr ernsthaft nachzufolgen. Manchmal überführt dein Leben mich von meiner Sünde. Du bist wahrscheinlich heiliger als ich es bin. Aber ich bin fröhlicher als du es bist“.

Und er sagte: „Warum?“

„Du schaust auf dich selbst. Du schaust auf deine eigene Tugend, um Frieden zu finden. Du schaust auf die Stärke deiner eigenen Hingabe, um Ruhe zu finden! Du schaust auf deine Leistung, um Freude zu finden! Ich damit vor langer Zeit aufgehört. Wenn ich mich selbst betrachte, finde ich nichts, was mich stark oder voll Freude machen oder mir Geborgenheit geben würde. So schaue ich auf IHN! Du vertraust auf deine Werke! Ich vertraue auf das vollbrachte Werk Christi, das für mich vollbracht WURDE. Deine Werke ändern sich ständig. Und daher verändern sich dein Friede und deine Zuversicht ständig. Aber ich schaue auf die Person und das Werk Christi. Er ändert sich nie und so kann meine Freude immer fest stehend sein! Und mein Frieden ist immer eine Wirklichkeit. Weil es von IHM kommt”.

Wenn ich mir eines für dich wünschen könnte, dann wäre es folgendes:
Dass du aufhören würdest, in dir selbst zu suchen, denn du wirst dort nichts finden. Dass du auf Christus schauen würdest und dass seine Herrlichkeit und seine Erlösung dich motivieren würden, IHM zu dienen mit allem, was du hast!

Lasst uns beten…

Was ist der Mensch?

Seht ihr: Gott ist ein vollkommen gerechter Gott. Das ist er. Wir sind es nicht. Lasst mich euch etwas sagen, was ich heute morgen schon mal gesagt habe. Wisst ihr, was das größte Problem des Menschen ist? Ich sag es euch: Gott ist Liebe.

Du sagst: Was?

Das größte Problem des Menschen ist, dass Gott gut ist. Wie kann das sein?

Lasst mich euch eine Frage stellen. Fürchtet ein Verbrecher einen korrupten Richter?

Nein. Denn er kann ihn schmieren. Der korrupte Richter ist genauso einer wie der Verbrecher, die könnten sogar zusammen arbeiten. Ein Verbrecher fürchtet keinen korrupten Richter, sondern er fürchtet einen guten Richter. Unser größtes Problem ist, dass Gott gut ist. Denn wir sind nicht gut. Gott muss uns richten.

Manchmal, wenn ich auf einem Uni-Campus bin, da rede ich über die Herrschaft Gottes über meine Zuhörer. Dass Gott Herr ist, dass er souverän ist und man sich ihm zu unterwerfen hat. Und ich spreche weiter und weiter und betone das so lang bis irgend einer der Uni-Studenten, irgend ein kluger Kopf hervortritt und sagt: “Ich bin ein autonomes Wesen und ich will genau das tun können, was ICH WILL”! Ich sage dann: “In Ordnung, ich hab verstanden, was du gesagt hast. Kannst dich wieder hinsetzen”. Und dann mache ich weiter und rede über all die Grausamkeiten auf der Welt. Die Millionen Opfer, die der Sozialismus unter Stalin gefordert hat, die Millionen, die in Nazi-Deutschland gestorben sind. Die Millionen, die in Cambodia gestorben sind, die Menschen, die in Afrika verhungern wegen korrupter Regierung, die nicht einmal ihrem Volk Nahrung ausgeben, wenn kein Geld gezahlt wird. Und dann springt derselbe Student von vorher auf und sagt: “Warum tut Gott nichts”? Und dann sage ich: “Jetzt hab ich dich. Du verlangst Freiheit zu tun, was immer du tun willst. Aber du willst, dass Gott losspringt und alle anderen dazu zwingt, das zu tun, was er will”.

Seht ihr, das große Problem ist, dass der Mensch sich nicht der Herrschaft Gottes beugen will. Warum? Die Menschen wollen sich nicht Gottes Geboten unterwerfen. Warum nicht? Nun, weil Gottes Gebote gut sind.

Was ist so falsch daran, seinen Vater und seine Mutter zu ehren? Warum wollen wir es dann nicht tun? Und wir tun es nicht. Besonders diese Generation. Was ist so falsch an    “du  sollst nicht morden”? Besonders das hab ich nie verstanden: Was ist falsch an “du sollst nicht die Ehe brechen”? Was ist falsch mit “du sollst nicht stehlen” und mit “du sollst nicht lügen”? – Warum regen wir uns so auf? Sind diese Gebote schrecklich? Oder sind sie gut? Sie sind gut. Warum wollen wir ihnen dann nicht gehorchen. Nun, weil wir nicht gut sind.

Ist Gott ein Tyrann, wenn er sagt: “Schaut, ich habe euch geschaffen und das sind meine Gebote und es sind gute Gebote und sie sind geschrieben für euch, dass ihr leben und nicht sterben sollt”?

Wisst ihr, wie wir sind?

Wir sind wie ein Mann, der aus dem Koma erwacht und feststellt, dass er an einem Lebenserhaltungssystem angeschlossen ist und dann versucht, alles in seiner Macht stehende zu tun, um die Schläuche aus seinem Arm zu reißen. Wir sind wie ein Mann, der auf einem Ast sitzt, 30 Meter über dem Boden, der den Ast verflucht und an dem Ast herumreißt, um ihn vom Baum abzureißen. Und wenn er das tut, wird er zugrunde gehen.

Deswegen haben die Puritaner Sünde als Wahn bezeichnet.

Alle haben gesündigt.

Nicht in dir selbst

Wenn du in den Spiegel schaust, dann macht dir das manchmal große Sorgen, denn du siehst da nicht, was du eigentlich sehen solltest. All diese Leute, die über Herrlichkeit und Kraft reden, von Vollkommenheit und Sieg und du schaust in den Spiegel und siehst etwas, was dich halb zu Tode erschreckt. Denn du erkennst: Du hast das nicht geschafft. Ich möchte, dass ihr was erkennt. Ich habe das nicht geschafft und niemand hat das je geschafft. Jeder Mensch, der wirklich nur einfach in den Spiegel sieht, sollte einzig Leere, Ruin, Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit sehen.

Aber lass mich eine Frage stellen: Wer hat dir erzählt, dass du in einem Spiegel dich selbst betrachten solltest? Du solltest nicht dahin sehen! Ihr solltet dahin schauen, worauf ich euch jetzt weisen werde. Ein Ort, an dem ihr freigesetzt werdet. Seht ihr, das ist es wundervolles, zu wissen, wie Gott ist und zu wissen, wie ihr seid. Es ist wundervoll zu wissen, dass du völlig verloren bist ohne Gott. Wisst ihr, was das bedeutet? Euer Feind kann euch nichts tun. Satan kommt zu mir und sagt: „Paul, du verdienst die Hölle“ – und wisst ihr, was ich sage? „Erzähl mir etwas, was ich NICHT weiß!“ – „Du verdienst es nicht ein Kind Gottes genannt zu werden!“ – Und dann muss ich sagen: „Weißt du Satan, deine Theologie wird besser. Da hast du recht!“ – „Du hast überhaupt keine Recht auch nur bei Gott zu betteln, du bist völlig verloren!“ – „Ja, ich weiß, aber sieh doch den, der hinter mir steht! Schau IHN an, denn er ist der, auf den ich schaue!“

Seht ihr, ihr könnt keinen Krieg in Südamerika überleben und ihr könnt es nicht überleben, zu sehen, wie Leute vor euren Augen niedergeschossen werden und du kannst es nicht überleben, jeden Tag im Spiegel deine Schwachheit zu betrachten und du kannst überhaupt nichts in diesem christlichen Leben überleben, wenn du auf dich selbst schaust und du denkst, dass du in dir irgendwas finden könntest. Du kannst solche Dinge nur überleben, wenn du auf Christus siehst und darauf, was Christus für dich getan HAT! Oh mein Christen-Freund, wenn du einer bist: Du musst die Herrlichkeit Gottes betrachten. Du brauchst keine Bücher über deine Probleme. Du brauchst nicht sechs kleine Prinzipien dies und das zu tun! Wir stützen eine kranke und sterbende Christenheit mit kleinen Büchern, die von Menschen geschrieben wurden. Du brauchst das nicht. Was du brauchst, ist einen Blick auf die Herrlichkeit des allmächtigen Gottes. Und das wird dein Leben für immer verändern.

An dieser Stelle sei auch auf eine Predigt von Charles Leiter verwiesen:
Gott sorgt für mich: Er trägt seine Kinder durchs Leben

Der Gott, der rechtfertigt

Wie kann Gott gleichzeitig heilig sein und dem Gottlosen vergeben, der die Verdammnis verdient? Das ist das größte Problem der ganzen Bibel und darum dreht sich die ganze Bibel. Wenn Gott gerecht ist, dann muss er dich verdammen. Denn die Schrift sagt: Jeder, der einen Gottlosen rechtfertigt oder ihm vergibt, der ist ein Gräuel vor dem Herrn. Wie kann Gott gerecht sein und gleichzeitig den Gottlosen begnadigen?

Das ist der Punkt, wo das Wort “Sühnung” auftauchen muss. Gott wurde Mensch. Gott, der Gott-Mensch wandelte auf dieser Erde, geboren von einer Frau, geboren unter dem Gesetz, hat er absolut dem ganzen Gesetz gehorcht. Er war der Sohn, er war der einzige wahre Diener Jehovas, der dieses Zeugnis über sich selbst hörte: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Er hat absolut jede Forderung des Gesetzes erfüllt. Er war der eine, vollkommene Diener Jahwes. Und dann geht er ans Kreuz und an jenem Kreuz trug er die Sünden von Gottes Volk. ER trug die Sünde, die Schuld des Volkes Gottes und all das Gericht, all der heilige, gerechte Zorn Gottes, der dich treffen sollte, der das Volk Gottes treffen sollte, traf den CHRISTUS und CHRISTUS trat in den Riss, CHRISTUS stand an deiner Stelle, an der du hingerichtet werden solltest, CHRISTUS nahm unseren Platz ein und das ganze Gericht des allmächtigen und gerechten Gottes, traf IHN und als ER starb, da bezahlte ER den Preis. Er hat uns erkauft.

Was hat er durch seinen Tod getan? Zuerst einmal hat er all die Forderungen des Gesetzes erfüllt. Das Gesetz fordert, dass du für jedes Verbrechen bestraft wirst, dass du je begangen hast und die Strafe ist TOD. Als ER an jenem Holz starb, da tat ER den Forderungen des Gesetzes genüge. Lasst mich hier etwas sagen, das ist sehr wichtig und ich möchte nicht, dass ihr in Verwirrung geratet. Oftmals, wenn Menschen davon sprechen, dass Christus die Forderungen des Gesetzes erfüllt hat, sprechen sie so, als ob dort dieses Gesetz sei, das selbst über Gott stehen würde, das Gott zu erfüllen hätte um zu vergeben. Nein, das ist dann ganz und gar falsch verstanden. Und ich hab Leute das so predigen gehört oder zumindest hat es sich so angehört. Nein, diese Gesetze sind eine Offenbarung oder eine Reflektion des eigentlichen Wesens und der Natur Gottes. Gottes gerechte Gesetze mussten erfüllt werden, weil es SEINE Gesetze sind und es seinem Wesen entspringen. Gott kann nicht in sich selbst widersprüchlich sein. Seiner Gerechtigkeit muss Genüge getan werden und als Christus an jenem Holz starb, da wurde dem Gesetz genüge getan, Gottes Gerechtigkeit wurde genüge getan, aber nicht nur das: Der Zorn wurde gestillt.

Manchmal kommen Leute zu mir und ich frag sie: “Was ist los?”

Sie sagen: “Gott hat mich gerettet?”

Ich sage: “Wovor hat er dich gerettet?”

Sie sagen: “Darüber hab ich noch nie nachgedacht!”
“Nun, er hat dich gerettet. Wovor hat er dich gerettet?”
“Nun, er hat mich vor der Hölle gerettet”

“Nein, nicht wirklich”

“Er hat mich vor Sünde gerettet”

“Nein”

“Hmmm… Wovor hat Gott mich dann gerettet?”

“Nun, Gott hat dich vor Gott gerettet”.

Es war Gott, der seine Rüstung angezogen hatte und der kam um dich zu holen in seiner Heiligkeit und mit seiner Gerechtigkeit um an dir die Strafe zu vollziehen, damit du für all das bezahlst, was du gegen ihn gesündigt hast, aber er kann nun sein Schwert zurück in die Scheide stecken, jetzt, da CHRISTUS gestorben ist. CHRISTUS hat dich gerettet vor dem Zorn des allmächtigen Gottes. Hölle ist im Grunde nur eine Manifestation des Zorns.

Ich sage den Leuten immer das:

Gott hat dich VOR SICH SELBST gerettet,

Gott hat dich FÜR SICH SELBST gerettet und

Gott hat dich DURCH SICH SELBST gerettet.

Gottes liebende Disziplin

Wenn er dich diszipliniert, dann tut er das als dein Vater. Du bist sein Sohn, du bist sein Kind. Eine der größten Manifestationen von Gottes Liebe ist seine Disziplinierung an uns in unseren Leben. Ihr als Eltern, die ihr wirklich hin und her schwankt beim Disziplinieren eurer Kinder, weil ihr sie „so arg liebt habt“, begreift, dass ihr eine heuchlerische und unbiblische Liebe habt. Die größte Manifestation der Liebe, wie gesagt , kann die Disziplinierung sein, die ihr euren Kindern gebt. Die beständige und andauernde Disziplin. Und schaut euch einmal an, wo sich diese Disziplin überall durchzieht. Er geißelt jeden Sohn, den er empfängt. Peitschen! Ich sag sicher nicht, geht nach Hause und bindet eure Kinder an einen Marterpfahl, aber was hier so steht, ist erstaunlich. Gottes Züchtigungen können richtig verletzen. Ich meine, wirklich, wirklich, wirklich verletzen und schmerzen!

Aber lasst uns etwas betrachten. Das ist sehr, sehr wichtig! Wir setzen Züchtigung gewöhnlich im Christenleben mit Sünde im Leben des Christen in Verbindung. Weil du etwas getan hast, deswegen wirst du gezüchtigt! Ja, das mag zum Teil der Fall sein, aber ich will uns zwei Arten zeigen, auf die Züchtigung auftaucht. Und das ist jetzt enorm vereinfacht. Als ich ein kleines Bürschchen war, da war mein Vater ein wirklich guter Athlet und ich gar nicht. Ich hatte sehr schwache Beine. Und mein Vater wollte aus mir einen großen Athleten machen. Nachdem wir das Vieh gefüttert hatten, geschah folgendes, denn wir wohnten auf einer Ranch mit Tieren und waren so ungefähr eine Meile weg von unserem Haus. Egal, ob es jetzt geschneit hat, ich hatte große Stiefel an und mein Vater schnallte mir Gewichte um und ich sollte hinter dem Wagen den ganzen Weg nach Hause rennen. Nun, hatte ich an jenem Tag etwas falsches gemacht? Nein! War er sauer auf mich? Nein. Die Tatsache ist: ich war schwach! Wenn ich jemals stärker werden sollte, musste ich einen stärkeren Widerstand erleben, musste ich durch Zeiten der Disziplinierung. Was ihr sehen müsst, ist, dass Disziplinierung nicht immer als Folge auf eine Sünde in unserem Leben kommt. Züchtigung ist notwendig um aus dir den Mann oder die Frau Gottes zu machen, den oder die Gott aus dir machen will. Seht ihr? Züchtigung kann auch als Training betrachtet werden. Als Training! Und es ist sehr, sehr wichtig, das zu verstehen. Züchtigung kommt nicht immer, weil du an einem bestimmten Punkt rebelliert hast. Das war sehr, sehr hilfreich für mich zu verstehen.

Züchtigung kann aber auch kommen, weil wir vielleicht unbemerkte Sünde haben in unserem Leben. Lasst mich ein Beispiel aus meinem eigenen Leben geben. Ich habe auf einer Konferenz an der Seite von Männern gepredigt, die ich sehr respektiere und sehr schätze. Und das passierte gerade erst vor 2 Monaten. Nun, ich wurde da eingeladen, weil ein anderer Sprecher ausfiel und nicht predigen konnte, und das wurde sehr kurzfristig an mich herangetragen und nun, ich hätte die Einladung nicht annehmen sollen. Ich war sehr müde und ausgelaugt, aber ich ging voran und hab es gemacht. Und ich kam dann dran und hab gepredigt, aber in dem, was ich tat, war sehr wenig von Gott. Und darauf, kam ein anderer dran und wies mich direkt von der Kanzel runter zurecht. Nun: Jetzt das Entscheidende: Ein Freund von mir sagte: schau doch, er hat dich offen getadelt, er kam nicht vorher zu dir… aber das war der Punkt: Ich wusste, was da geschieht! Unabhängig davon, ob das nun ganz „sauber“ lief, ich weiß, was da geschah! Es war der Herr. Nun, das hat mich beschämt, weil das Männer waren, die ich sehr schätze, aber es war vom Herrn. Ich werde da nicht wütend werden. Wenn jemand kommt und dich zurechtweist und das einzige, was du entgegnen kannst, ist: „Nun, es mag zwar stimmen, was du gesagt hast, aber wie du es gesagt hast, war falsch“ , dann hast du ernsthafte Probleme. Nun, das hat mich beschämt, aber vor eineinhalb Monaten, da stellte ich etwas fest und ich hab mit dem Pastor über genau das auch gesprochen hier in dieser Woche: Bleib mal stehen: Gott hat mich in den letzten paar Jahren wirklich gebraucht und ich komme gefährlich nah dran, auszubrennen, ich muss mal wieder ein wenig langsam machen. Und durch das, was dieser Mann mir sagte, rettet er vielleicht mein Leben und dann kam ich hier her und der Pastor sagte mir: „Komm, Paul, zieh dich zurück, studiere die Schrift, ruhe dich aus, erhole dich.“- Seht ihr, was da passiert? Das ist der Herr. Das ist der Herr.

Ich war quasi ich  blind der Tatsache gegenüber, dass mir bald die Kraft ausgeht. Seht ihr das? Und dann hat Gott das erlaubt. Ich könnte den ganzen Tag sauer sein: Warum hat er mich vor all den Leuten zurechtgewiesen? Der, der das tat ist ein gottesfürchtiger Mann und ich kann nur sagen: Ich denke, der Herr steckte dahinter! Weil es rettet mir mein Leben! Und ich komm hier her diese Woche und wieder genau das gleiche! Ein sehr gottesfürchtiger, weiser und viel älterer Mann als ich – ich scherze – der erzählt mir einfach viele der Sachen, die ich im Herzen bewegt hatte und andere Leute mir auch schon sagten. Nun, das ist eine Form von Disziplinierung.

Eine andere Form der Züchtigung. Ich hab gerade riesige Schmerzen. Mein Rücken tut unheimlich weh und ich hab im Moment gerade solchen Schmerz in meinem Kopf, dass ich am liebsten schreiend aus dem Gebäude rennen würde. Ich hab ein Knochenproblem und ich hab mehr Metall in mir als ein Tanklastzug. Warum? Nun, die Charismatiker würden sagen: Weil ich Sünde in meinem Leben habe. Ich preise Gott dafür. Wovor hat Gott mich bewahrt? Wovor hat Gott mich bewahrt? Es ist nicht notwendigerweise dieses Schema: Paul ist so ein großer Sünder und Gott tut etwas, um ihn wieder zurecht zu bringen. Es ist einfach das: Gott weiß genau, was du und ich brauchen, um in das Bild seines Sohnes verwandelt zu werden. Er weiß genau, was wir brauchen. All dieser Gegenwind, all diese Probleme, all diese verschiedenen Dinge. All diese schwierigen Menschen, die er uns ins Leben bringt. Alles! Er weiß, was wir brauchen, um ins Bild Christi verwandelt zu werden! Und das ist ein großer Teil seiner Züchtigung.

Nun, lasst uns einen Moment auch über Sünden reden, über die wir nur sehr schwer Sieg bekommen. Alle von euch kennen das, das ist in eurem eigenen Leben passiert. In dem Moment, in dem ich gerettet wurde, genau in diesem Moment, gab es bestimmte, schreckliche Dinge, die ich als Ungläubiger getan habe und die waren von einem auf den anderen Moment gebrochen. Nie wieder mit ihnen zu kämpfen. Aber es gab andere Dinge, die nicht verschwanden. Warum? Habt ihr jemals darüber nachgedacht? Warum? Warum nicht einfach sofortige Heiligung? Lasst mich einfach eine Frage stellen, ihr seid wahrscheinlich nicht so unreif wie ich es bin. Aber lasst mich euch einfach mal aus meinem täglichen Leben erzählen. Eines morgens stehe ich auf. Es ist vier Uhr morgens. Ich und Jonathan Edwards, wir sind da und studieren, und ich bete und alles läuft glatt und dann ist es acht und ich komm  runter mit meiner Bibel und helfe meiner Frau mit einer Bibelstelle und ich lebe wie ein Puritaner. Ich mache heute alles richtig. Nun, die letzten zehn Jahre hab ich nichts davon gemacht, aber heute, heute lauf ich gut. Ich sehe einfach gut aus. Ich gehe zum arbeiten, bin allen ein Segen und gebe dem Typen beim Mittagessen Zeugnis und ich geh abends ins Bett und denke: Warum kann das nicht jeder so geregelt bekommen wie ich? Was ist stimmt nicht mit all den anderen? Heute war ein guter Tag!

Nun, ich hab einmal einen guten Tag hin bekommen und automatisch denke ich fast: Wow, ich mach das wirklich gut! Gott lässt in seiner eigenen Vorsehung diese Dinge in unseren Leben, er kümmert sich nicht sofort drum wie er das mit anderen Dingen tut, weil er in uns eine Abhängigkeit schafft. Eine immer größer und tiefer werdende Abhängigkeit von ihm selbst und seiner Gnade. Es hilft uns außerdem das Wesen der Erlösung zu verstehen. Wie wir vor Gott stehen basiert nicht auf unserer Leistung und Darbietung, sondern auf dem  vollbrachten Werk Christi. Nun, lasst uns da nicht den überzogenen Blick auf das nehmen und sagen: Es ist einfach Gottes Wille, dass ich in diesen Bereichen nicht sauber bin, nein, das stimmt ebenso nicht, denn er verspricht uns, vor Jahren hat mir das Charles Leiter gezeigt und das war sehr hilfreich, wo es in Hesekiel heißt: Ich werde dich von all deinem Schmutz und all deinen Götzen reinigen! Das bedeutet, dass Gott selbst an diesen vielen Sünden, mit denen ich immer noch ringe, Bereiche in meinem Leben, in denen ich wirklich vorsichtig sein muss, arbeitet und größeren und größeren Sieg darüber schenkt.

Ich gebe euch ein Beispiel: Wahrscheinlich der größte Drachen, mit dem ich kämpfe, ist Depression. Das ist ein großer Drachen für mich. Es gab Zeiten in meinem frühen christlichen Leben, wo mir das mir sämtliche Kraft zu arbeiten geraubt hat. Und immer wieder bis heute, kämpfe ich von Zeit zu Zeit damit. Aber wie ich diese 25 Jahre jetzt betrachte, da sehe ich große Siege, die der Herr in meinem Leben errungen hat. Ein Teil davon kann man nur auf ein übernatürliches Wirken zurückführen. Andere Dinge kann man auf praktische Dinge zurückführen, die die Vorsehung Gottes nutzt, wie zum Beispiel, dass er mir eine sehr weise Frau geschenkt hat. Seht ihr, so funktioniert Züchtigung und Disziplinierung.

Geliebt IN CHRISTUS

Dieser Clip für die, die in Christus sind, die zu seinen Schafen gehören.

Du bist geliebt

Es ist mir eine große Ehre und ein großes Vorrecht, zu euch hier sprechend zu dürfen. Ich bin überwältigt von der Güte Gottes, dass er mir erlaubt und die Möglichkeit gibt, hier zu sein und das Evangelium zu hören, vom Evangelium Jesu Christi zu sprechen und Gemeinschaft mit den Gläubigen zu haben. Ich halte das für ein so außerordentliches Vorrecht.

Seid nicht mutlos. Seid niemals mutlos! Es gibt einfach keinen Grund, jemals entmutigt zu sein. Manche der größten Predigten, die jemals gepredigt wurden, die wurden nur vor 6 Leuten gehalten. Manche der größten Manifestationen Gottes haben sich nur vor einer Hand voll Gläubigen ereignet. Wir sollten nicht die Weisheit der Welt nutzen, sondern die Weisheit Gottes. Leute, wenn das einfach wäre, dann würde das jeder tun.

Es geht nicht darum, wie nützlich wir werden können oder wie erfolgreich unser Dienst zu sein scheint. Es geht darum, ins Bild Christi verwandelt zu werden. Absolut alles in unserem Leben ist darauf ausgerichtet, dass wir ihm gleichgestaltet werden.

Gott wird nicht durch Menschenhand gedient als ob er etwas von uns brauchen würde, sondern er hat es uns die Gnade erwiesen, an dem großen Werk teilzuhaben, das ER tut. Aber das große Ziel Gottes ist nicht uns zu erfolgreichen Dienern zu machen. Das große Ziel Gottes ist, uns dem Bild Jesu Christi gleich zu gestalten.

Ich merkte, dass ich nicht einen Zentimeter nach links oder rechts gehen musste, damit Gott mich liebt, dass ich nicht erfolgreich sein musste in den Augen der Welt, auch nicht voll Kraft, auch nicht redegewandt, auch nicht intelligent, noch sonst irgend etwas anderes, damit ich einfach nur geliebt war.

„Ich bin so unheilig und bin so ungerecht und bin so unverständig in den Dingen Gottes und schäme mich so“ – Darauf sagte ich: „Deine Freude, alles, deine Zuversicht, deine Freude, dein Frieden kommen aus deiner Leistung und aus dem, was du für Gott tun kannst. Meine Zuversicht, meine Freude und mein Friede kommen aus dem, was Gott FÜR MICH im vollbrachten Werk Christi GETAN HAT“. Gott wird nicht erlauben, dass deine Freude und deine Zuversicht aus irgend etwas anderem kommen als aus IHM und seiner Gnade.

Und ja, in einem bestimmten Sinne wird Gott uns als Gläubige, wenn wir fehlgehen von unserer Sünde überführen und in einem Sinne sollten wir unseren Mangel an Gehorsam mit Sorge betrachten, aber zur selben Zeit müssen wir etwas begreifen. Wisst ihr, was Gott am meisten im Leben der Gläubigen tut, nachdem sie gerettet sind? Er wirkt in ihnen nicht so viel Leben ihnen als dass er Tod in ihnen bewirkt. Nach einer kurzen Zeit, die manche Leute als „erste Verliebtheit“ bezeichnen, in der Gott dich in seiner Gnade beschützt, fängt er an, seine Gnade ein wenig zu entziehen, dass du anfängst zu sehen, dass du NICHTS tun kannst und alles von IHM abhängt.

Deswegen – wenn manche jungen Prediger losgehen und predigen – ist es so, dass wenn sie Gottes Männer sind, sie gewöhnlich Jahre mit Versagen verbringen werden. Es mag Ausnahmen geben. Ausnahmen wie Charles Spurgeon aber für die aller meisten von uns gilt: „Gott erlaubt uns, mit so viel eigenem Versagen konfrontiert zu werden. In unserem Gebetsleben. Versagen in unserer Fähigkeit, die Schrift zu verstehen, Versagen in unserem Predigen, Versagen überall, so dass wir letztlich zu einem Punkt kommen und sagen: „Oh Gott, wen im Himmel habe ich außer dir? Wen auf der Erde habe ich außer dir?“

Und dann wird es ein Werk Gottes in unserem Denken und ein Werk Gottes in unserem Herzen. Und das will ich, dass ihr es seht: Ich möchte, dass ihr eure Freude nicht aus eurer Leistung zieht, sondern aus dem vollbrachten Werk Christi. Ich möchte, dass ihr alles aus dieser einen Sache und dieser einen Person zieht! Und dann wird eure Freude und euer Frieden so fest sein wie ein Fels, der unwandelbar fest steht. Aber wenn eure Freude und euer Frieden und alles aus eurer Leistung kommen, dann werdet ihr den Rest eures Lebens folgendermaßen verbringen:
Jemand kam mal zu mir her und sagte das: „Weißt du, wenn du dies und das tun würdest, dann würde sich dein Dienst vergrößern, du könntest übers Fernsehen nachdenken und über all diese Möglichkeiten und alles würde so großartig werden…“

Nachdem er fertig war, sagte ich: „Aber, wenn ich all das tun würde, wo würde ich da die Zeit zum angeln finden?“  – Und er schaute mich so an und ich wusste was er dachte: „Du bist der ungeistlichste Christ, der mir jemals begegnet ist!“ Und ich schaute ihn an und sagte: „Ich war dort, ich habe einen großen Teil meines Lebens als Christ damit verbracht, mich zu Tode zu arbeiten, so dass Gott irgendwie denken würde, ich sei etwas besonderes. Ich brauche weder diesen Dienst noch jenen Dienst, noch die Dinge, über die du gesprochen hast. Ich weiß, dass ich tief, ewig und vollkommen geliebt BIN. Wenn Gott will, dass ich etwas tue, dann werde ich das tun, weil er mich so sehr liebt. Aber ich muss weder groß, noch klug, noch redegewandt sein,  ich brauche keinen gewaltigen Dienst und ich muss auch nicht einen bekannten Namen haben. Gott liebt mich und das ist genug! Ich will dich als Gläubigen hier wissen lassen: Gott liebt dich!

„Der größte Akt des Glaubens ist, die Toten aufzuerwecken! Junge, wenn du Gottes Glauben hast, dann kannst du die Toten auferwecken!“ – Ich sage darauf immer: „Ach was!“ – Sie fragen: „Was ist denn der größte Akt des Glaubens?“ – Für mich ist es das: „In den Spiegel des Wortes Gottes zu sehen, all mein Versagen, all meine Sünde, all mein zu kurz kommen zu sehen und dann zu glauben, dass Gott mich so liebt, genau so wie er sagt, dass er es tut“. Er liebt dich wirklich. Du bist geliebt, wenn du in Christus bist. Du bist angenommen, wenn du in Christus bist. Du läufst immer mit einem Sicherheitsnetz unter deinen Füßen. Das ist eine wunderbare Sache. Gesetzliche Christen mögen so etwas nicht sonderlich, aber für mich ist das etwas wunderbares. Für jemanden, der nie all diese Dinge erreicht hat, wie es andere Leute geschafft haben, ist das eine wunderbare Botschaft.

Lasst uns unsere Bibeln für  Römer 3 ab Vers 23 öffnen:

Denn es ist kein Unterschied: Alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes, so daß sie gerechtfertigt werden ohne Verdienst, durch seine Gnade, mittels der Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott zum Sühnopfer verordnet, durch sein Blut, für alle, die glauben, zum Erweis seiner Gerechtigkeit, wegen der Nachsicht mit den Sünden, die zuvor geschehen waren unter göttlicher Geduld, zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist. Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen? Durch welches Gesetz? Das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens!

Dr. Martin Loyd Jones sagt: „Das ist die Akropolis, die Festung des christlichen Glaubens, möglicherweise die gewaltigste und wichtigste Passage in der ganzen Bibel“

Das, was ich gerade gelesen habe, ist möglicherweise die wichtigste Passage in der ganzen Bibel. Hast du sie gelesen? Verstehst du sie? hast du darüber gebrütet? Denn hier finden wir die größte und überwältigendste Wahrheit. So viele Leute lesen das und das einzige, woran sie sich erinnern ist Römer 3, 23 ( „ermangeln der Herrlichkeit Gottes“ ) und doch ist – zumindest meiner Auffassung nach – diese Passage die wichtigste Passage in der ganzen Bibel. Und um das Kreuz Jesu Christi zu verstehen, müssen wir diese Passage verstehen.

Ich bin so unheilig und bin so ungerecht und bin so unverständig in den Dingen Gottes und schäme mich so.

Ich sagte: Meine Zuversicht, meine Freude und mein Friede kommen aus dem, was Gott FÜR MICH im vollbrachten Werk Christi GETAN HAT.

Weiterführend: Was hat Christus am Kreuz vollbracht?