Paul Washer über Anbetungs-Musik, moderne christliche Songs etc.

Das Buch der Psalmen ist eigentlich ein Lieder-Buch um anzubeten. Ja, man darf singen. Aber ich denke, es ist sehr wichtig, dass ihr etwas versteht. Wenn ihr jemals ein Buch über die Lehre von Gott schreiben würdet, dann werdet ihr etwas  sehr ungewöhnliches beobachten. Was ich mit der Lehre von Gott meine, ist, wenn man z.B. ein Buch schreiben würde über all die Eigenschaften Gottes, die ihm eigen sind. Wisst ihr, was ihr da entdecken würdet? Mehr als 50 Prozent des Inhalts dieses Buches würden aus den Psalmen stammen. Die meisten Texte, die von Gottes Eigenschaften sprechen, wirst du in den Psalmen finden. Unser Singen sollte dementsprechend stark von [ richtiger ] Theologie geprägt sein. Und wenn ihr einen Anbetungsleiter haben solltet, WENN ihr das so zu handhaben gedenkt, dann muss er ein Theologe sein. Er muss Gott kennen und er muss in der Furcht Gottes und in Heiligkeit wandeln, wahrscheinlich mehr als der, der das Wort verkündigt. Es ist Teils wirklich schlimm, was wir heute zum Teil aus der Anbetung gemacht haben, denn wir kennen nicht die Furcht Gottes.

“Ein junger Bursche hat eine Gitarre und er kann toll singen, lasst ihn die Anbetung leiten” – Wir sollten wissen, dass Gott im 3. Buch Mose zwei “Anbetungs-Leiter” umgebracht hat, weil sie ihn nicht entsprechend der Schrift angebetet haben. Anbetung ist etwas gefährliches.

Etwas anderes, was wir feststellen müssen, ist folgendes: Anbetung sollte didaktisch ( also lehrend ) sein, Anbetung sollte ein Werkzeug für Lehre sein. Lasst mich euch einen Text vorlesen. In Kolosser 3, 16 steht:

Das Wort Christi wohne reichlich unter euch;

Anbetung kommt also von jemandem, der vom Wort Gottes gesättigt ist.

in aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern

Der Zweck des Singens in einer Versammlung, ist zu aller erst, Gott zu preisen, zum zweiten ist es didaktisch, nämlich um die zu lehren, die singen, sie zu ermutigen und zu ermahnen und sogar – so vermute ich – um Ungläubigen Zeugnis von Gott abzulegen.

Das ist das Problem, das ich mit einem Großteil der modernen Musik habe, nicht mit allem, aber vielem: Sie folgen diesen Prinzipien nicht. Es geht mehr darum, sich in eine bestimmte Gefühlslage zu versetzen. Ich werde sehr ehrlich mit euch sein. Und wenn ihr wütend auf mich werdet, vergebt mir einfach. Ich bin ein Amerikaner, ich bin grob, manchmal.
Viel Anbetung in den heutigen Gemeinden ist nicht mehr als ein Feiern des Fleisches. Es ist einfach, dass man sich mehr oder weniger in Emotion ergeht. Wenn du anfängst, die Gegenwart Gottes zu spüren während der hohen und fetzigen Tönen, wenn der Rhythmus angezogen hat und die Musik gerade einfach herrlich ist und du die Gegenwart Gottes nur dann spürst, dann ist es gewiss nicht die Gegenwart Gottes, die du spürst, sondern Emotion, Gefühl.

Ich habe Menschen gekannt, wirklich manche der heiligsten Menschen, die ich kenne, die sich einfach hinsetzen und anbeten. Sie haben keine Musik. Ich sage nicht, dass das die einzige Art ist, das zu tun, so ist das nicht, aber sie haben keine Musik.  Jemand wird sagen: “Lasst uns Loblied Nummer 52 singen”. Und sie fangen an zu singen. Und nachdem das Lied gesungen ist, wird eine andere Person sagen: “Wie wäre es mit Loblied Nummer 103″? Und sie beginnen anzubeten. Und das sind welche der gottesfürchtigsten Menschen, die ich auf der Erde kenne, die Anbetung in der Tiefe verstehen und wenn ich Leute in diese Gemeinde bringe, die sich nur um die Musik drehen dann sagen sie: “Oh Junge, das hier ist tot” – denn ihre Auffassung von Leben ist nicht die wirkliche Gegenwart Christi. Für sie sind es diese kraftvollen Lieder, die die Emotionen pushen. Und da ist nicht notwendigerweise sofort alles falsch dran, aber seid sehr vorsichtig.

Einmal war ich in einer Gemeinde und sie sagten: “Gott ist hier!” – Nun, die Musik war gerade voll am laufen: “Gott ist hier!” – Ich sagte: “Nein, ist er nicht!”  Und sie sagten: “Woran willst du das erkennen?”. Ich sagte: “Denn die meisten von euch wären tot, wenn Gott hier wäre. Denn er ist ein heiliger Gott und ihr wisst um die Sünde hier in dieser Gemeinde”. Die Leute kommen dabei so ins Fleisch, denn sie fühlen einfach nur etwas. Ich werd hier mal stoppen, aber bedenkt einfach folgendes:

Ich höre Leute, die sagen: “Ich hab mich heute morgen rasiert und Jesus ist mir erschienen” – “Hast du wenigstens aufgehört, dich zu rasieren?” – Es ist absolut keine Ehrfurcht gegenüber Gottes Gegenwart da. Wenn sich in der Bibel die Gegenwart Gottes zeigt:

“Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann von unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das auch unreine Lippen hat; denn meine Augen haben den König, den HERRN der Heerscharen, gesehen!” ( Jesaja 6, 5 )

Das war Jesajas Erfahrung. Du sagst: “Ach, das war altes Testament” – Dann denke an Johannes auf der Insel Patmos. Als Christus erscheint, fällt er zu Boden wie ein Toter. Ich sage nicht, dass die Gegenwart Gottes immer so ist. Aber wenn es niemals so ist, wenn es immer “Segne mich, segne mich, segne mich” oder “Freude, Freude, Freude” oder “Tanzen, Tanzen, Tanzen” heißt, dann läuft da etwas schrecklich verkehrt.

Gott trägt seine Kinder ( Ausschnitt )

In voller Länge hier:

https://lannopez.wordpress.com/2009/09/16/gott-sorgt-fur-mich-er-tragt-seine-kinder-durchs-leben/

In anderen Worten: Er erinnert sie an Dinge, die sie den Herrn selbst tun gesehen hatten in der Vergangenheit. Und in Vers 31 steht:

wo du gesehen hast, dass der HERR, dein Gott, dich getragen hat

Sie haben gesehen, wie Gott für sie eingriff. Und wenn du ein Christ bist, dann hast du gesehen, wie Gott einige Dinge für dich getan hat. Und je länger du Christ bist, umso mehr hast du Gottes Eingreifen gesehen und seine Treue erfahren

Vor fast 40 Jahren, wo ich an den Ort kam, an dem ich jetzt lebe, da fing ich an all die Dinge schriftlich festzuhalten, die Gott getan hatte und relativ bald war dieses Buch voll und ich stellte es in ein Regal. Aber wir vergessen so schnell. Moses sagte: Erinnert euch, was Gott getan hat, erinnert euch, was ihr ihn habt tun sehn. Ich erinnere mich daran, dass das Gebäude, in dem wir uns damals versammelten, renoviert werden musste. Und wir entschieden uns, den Boden raus zu reißen und Treppen einzubauen und einen Eingang für das Gebäude zu baue. Wir hatten nicht viel Geld um diese Arbeit machen zu lassen. Aber der Zimmermann kam und als er den Boden herauszunehmen anfing, da hob er den Boden an und sah, dass da bereits schon Betontreppen unter dem Boden waren und die Betontreppen waren genau an dem Platz, an dem sie sein mussten, um den Eingang zu bauen. Das ist die Art von Gottes Führung und Hilfe, von der ich spreche. Wenn du ein Christ bist, dann hast du solche Dinge erlebt. Du hast gesehen, wie Gott in der Wüste für dich gesorgt hat.

Wir hatten geplant, eine Art Zeitung zu drucken um sie beim Evangelisieren auf dem Campus zu verwenden und wir waren nur eine kleine Gruppe von Leuten und wir hatten kein Geld und ich sagte zu den Leuten: Betet und fragt Gott, was ihr geben sollt und gebt einfach so viel. Wir wussten nicht einmal, wie viel das Kosten würde. Dann hatten wir  das Geld beisammen und ich zählte es und wir hatten 10 Cent mehr als wir brauchten. Und ich sagte den Leuten: Wer von euch hat Gott nicht zugehört und hat 10 Cent zu viel gegeben?

Als die Zeit kam, dass ich heiratete, da machte ich im ganzen Jahr vor meiner Hochzeit gerade mal 1100 Dollar. Das war ziemlich wenig Geld. Weniger als 100 Dollar im Monat. So hatten wir nichts über. Und meine Frau sagte, ich werde mir kein Hochzeitskleid kaufen können, ich muss ein wenig Stoff für ein Kleid  kaufen, damit mir eine der  Damen daraus ein Kleid schneidert. Aber wir stellten fest, dass selbst der Stoff teuer war. Aber eines Tages besuchte sie eine Freundin, die sie eine lange Zeit nicht mehr gesehen hatte und sie sagte: “Ich hab Stoff für ein Hochzeitskleid übrig. Ich hab den Stoff für meine Hochzeit gekauft, aber dann haben wir ein fertiges Kleid gekauft, ich hab den Stoff nie benutzt.” Sie sagte also: “Ich hab diesen Stoff gekauft, ihn aber nie verwendet. Du kannst ihn haben.” – Meine Frau sagte: “Das ist sehr nett von dir, aber ich mag eine besondere Art von Stoff” und sie beschrieb, was sie genau haben wollte und ihre Freundin sagte: “Ja, genau das hatte ich damals gekauft” Und so gab ihr die Freundin den Stoff und die Dame fing an, das Kleid zu schneidern. Und die Firma, die den Stoff hergestellt hatte, die stellte eigentlich Stoff für Designer-Kleider her und beim Stoff war so das Markenzeichen der Firma dabei, das man in das Kleid innen einnähen konnte und diese Marke hieß “Leiter” – so ist mein Nachname. Und genauso wie mein Nachname geschrieben und ich wusste nicht mal , dass es eine Firma gibt, die eine Marke namens “Leiter” herstellte. Das ist kein sehr häufig vorkommender Name.

Und so viele solcher Dinge geschahen, dass ich sie in mein Buch schrieb und es dann eines Tages vollgeschrieben war. Aber wisst ihr, was geschieht? Wenn ihr einer neuen Prüfung gegenübersteht, dann könnt ihr euch an keines dieser Dinge mehr erinnern. Ihr fühlt euch, als Gott niemals etwas für euch getan hat.  Und euer Glaube ist so schwach. Moses sagt: Erinnert euch daran, was Gott getan hat!

Was ist Sünde?

Der Text als .pdf

https://unwisesheep.org/wp-content/uploads/2010/04/tc_was-ist-sc3bcnde.pdf

Das Video wurde ursprünglich zur Verfügung gestellt von der Grace Community Church, San Antonio

http://illbehonest.com/

Was ist Sünde?
Tim Conway

Worüber ich sprechen möchte ist die Sünde. Ich will, dass wir jetzt über Sünde nachdenken. Und ich weiß, dass hier Leute sind, die verloren sind und Leute, die gerettet sind.

Es ist ein gutes Thema um darüber nachzudenken. Lasst mich euch fragen, wenn ich sage „was ist Sünde?“ – kann mir jemand da weiterhelfen mit irgendeinem Text aus der Bibel? [ Eins nach dem anderen! ] Ich bin nicht interessiert an Definitionen aus dem Wörterbuch! Ich will nicht, dass ihr einfach Definitionen einwerft , die ihr nicht mit der Bibel belegen könnt! Sagt nicht einfach das, was ihr denkt was richtig sei! Und sagt nicht einfach etwas, weil ihr mehr oder weniger eine Definition aus dem Wörterbuch im Kopf habt! Ich möchte verschiedene Aspekte von der Biblischen Wahrheit nehmen und sie miteinander verbinden, um so Weiterlesen „Was ist Sünde?“

Krebs, Hass, Suende – Zeugnis von Ayla

http://vimeo.com/10558973

Das Video ursprünglich bereit gestellt von der Grace Community Church, San Antonio

Ich heiße Ayla und bin 20 Jahre alt. Vor ungefähr fünf Jahren, im Oktober 2004, da erhielt ich die Diagnose: Krebs. Während dieser Zeit war ich gerade frisch in die Highschool gekommen, ich war Teil der Marsch-Kapelle, ich spielte Posaune. Ich lebte wie jeder andere Teenager, ich liebte es, Spaß zu haben, mit meinen Freunden rumzuhängen und mein Leben einfach genießen zu können. Aber als ich Krebs bekam, war es, als ob mein Leben plötzlich ausgebremst war. Ich konnte nicht mehr länger die Dinge tun, die ich zu tun liebte, Weiterlesen „Krebs, Hass, Suende – Zeugnis von Ayla“

Menschen zu lehren bedeutet nicht nur, ihre Köpfe mit Wissen zu füllen

Eines der Dinge, die ich gelernt habe, ist, dass das Predigen von der Kanzel nicht viel von mir fordert. Seht ihr, niemand von euch kennt mich wirklich. Nachdem ich wo in einer Gemeinde gepredigt hatte, kamen die Verantwortlichen in der Gemeinde zu mir gesprungen und sagten: Wir möchten, dass du unser Pastor wirst! Und ich hab sie angesehen und gefragt: Seid ihr verrückt? Sie sagten: Warum hast du gesagt? Ich sagte: Ihr wisst nicht, ob ich meine Frau liebe. Wie könnt ihr mich fragen, euer Pastor zu werden? Ihr wisst nicht einmal, ob ich meine Frau liebe. Seht ihr, hier oben auf der Kanzel mag ich alles sein, aber nehme ich euch mit nach Hause, da mag ich ein anderer sein. Menschen zu lehren, bedeutet nicht einfach, ihre Köpfe mit Wissen zu füllen. Es bedeutet, mit ihnen zu wandeln und es ihnen zu erlauben, deinen Gehorsam zu sehen. Und nicht nur deinen Gehorsam, sondern auch, wenn du nicht gehorsam bist, dass sie sehen, wie du dich selbst vor Gott demütigst und um Vergebung bittest und, dass sie dich sehen wie du zu anderen gehst und sie um Vergebung bittest. Sie beobachten dein Leben!

„Ich wünschte, wir hätten solches Predigen in unserer Gemeinde“

Wieder einmal ein wenig Korrektur. Ich möchte nicht, dass Leute, die z.B. den Blog lesen oder die Videos auf youtube schauen, einen allzu verzerrten Eindruck davon bekommen, welche Aufgabe und Sinn u.a. die Predigten von Paul Washer haben und was dabei zu beachten ist. Ich finde es sehr wichtig, dass da nicht jemand in irgend einer Weise in ein ungesundes Gleichgewicht kommt.

Ich möchte, dass die Videos und der Blog dienlich sind und mit Verstand und Weisheit auch von Gläubigen eingeordnet werden können. Und ein Teil davon ist, dass man nicht die geringschätzt, die vor Ort dienen, weil man einen „besseren Prediger“ im Internet gefunden hat oder ähnliches in diese Richtung gehendes.

Frage:

Manche der Leute, die deine Predigten übers Internet verfolgen, die werden irgendwie frustriert bzgl. ihres Predigers / Pastors in ihrer Ortsgemeinde. Und sie haben diesen Wunsch, dass ihr Pastor, der dort regelmäßig zu den gleichen Leuten predigt, der systematisch durch ein Buch der Bibel predigt und sie wollen, dass dieser Dienst ihres Pastors so aussieht wie dein Reiseprediger-Dienst mit der selben Leidenschaft und demselben Eifer und sie möchten im Grunde, dass ihr Pastor eine Kopie von Paul Washer ist. Welchen Rat würdest du einem jungen Mann geben, der so denkt.

Antwort:

Nun, sie wissen nicht, worum sie bitten. Hört mir zu. Manchmal komme ich aus dem Versammlungssaal raus und stehe dort mit dem dortigen Pastor und gebe den Leuten die Hand usw. und dann kommen Leute zu mir her und sagen: „Ich hab niemals was vergleichbares gehört. Das war mehr Wahrheit als ich in den letzten 5 Jahren gehört habe und ich wünschte einfach, wir hätten solches Predigen in dieser Gemeinde hier.“

Das ist einfach der Teufel, das ist so übel, das gegenüber dem Pastor zu sagen.

Oder manche sagen: „Wir haben diese Wahrheiten noch nie zuvor gehört!“

Lasst mich euch einfach was aus meiner Zeit als Pastor in Peru erzählen. Ich hab dort gelernt, dass Leute geistliche Wahrheiten nicht aufgenommen haben, weil sie sie einmal gehört haben. Manchmal habe ich über Monate über eine bestimmte Lehren oder bestimmte Themen gepredigt, die ich den Leuten vermitteln wollte. Und als ich damit fertig war, darüber zu lehren und alles ausgeschöpft hatte, was ich darüber wusste, dann fing ich an, gottesfürchtige peruanische Pastoren und gottesfürchtige Missionare einzuladen, von denen ich dachte, sie seien ein großer Segen für die Gemeinde und ich bat sie darum, zu kommen und über dasselbe Thema zu lehren. Und als die Mitglieder meiner Gemeinde das Gemeindegebäude verließen und z.B. dem eingeladenen Missionar die Hand geben, schauten sie ihn an und sagten: „Wir haben so wie heute noch nie zuvor in unserem Leben gehört“ und das ist, einfach nur um euch das zu zeigen, Teil dessen, was ein Reiseprediger zur Aufgabe hat.

Was ich ehrlich gern tue in den meisten Gemeinden, die ich besuche, ist, dass ich fast genau über dasselbe predige, worüber ihr örtlicher Prediger / Pastor predigt. Vielleicht auf eine andere Art, aber mein Predigen soll deren Dienst stützen und bestätigen. Etwas anderes. Ich wurde letztes Jahr gebeten, 3 Monate lang in einer kleinen winzigen Gemeinde in Alabama zu predigen und das habe ich wirklich geliebt, ich war so 3 Monate lang ihr Pastor in einer „engen“ Art. Und ein Haufen junger Leute, die mich wo predigen gehört hatten, die kamen da hin. Nach ungefähr zwei Wochen gingen die dann zu einem der dortigen Gemeindeleiter und sie sagten: „Wir haben eine Frage“. Der Gemeindeleiter sagte: „Ja, was wollt ihr wissen?“ Der Gemeindeleiter ist wirklich ein sehr guter Freund von mir. Und sie sagten: „Hat Bruder Paul seinen Dienst verändert? Ist er weich geworden? Hat sich etwas in seinem Leben verändert?“ Der Gemeindeleiter fragt: „Warum sollte er?“ – „Nun, weil sein Predigen so anders ist“. Er sagte: „Seht ihr, das ist weil er hier keinen Reisedienst tut, sondern als örtlicher Pastor dient. Er gibt Schafen Nahrung  auf lange Sicht“.

Aber ich möchte gleichzeitig auch die örtlichen Prediger / Pastoren warnen. Wenn ihr systematisch durch ein Buch der Bibel predigt und das langweilig ist, dann macht ihr das nicht richtig. Ich meine, wie könnt ihr durch den Epheserbrief predigen ohne Eifer? Wie könnt ihr das tun, ohne, dass das die Leute irgendwie bewegt? Ich möchte das hier von beiden Seiten betrachten, denn es gibt eine Menge Pastoren / örtliche Prediger da draußen, die ihren Schafen nichts rechtes zu Essen geben. Ich möchte dazu etwas empfehlen. Vor vielen Jahren schrieb Warren Wiersbe ein Buch namens „Walking with the Giants“  und darin hat er all die sehr kurzen, einseitigen oder halbseitigen Zeugnisse von Männern und Frauen Gottes, die durch die Jahrhunderte von Gott gebraucht wurden. Ich hab dieses Buch für mein Bibelstudium so lange bei mir getragen. Wisst ihr, warum? Wenn ich manchmal an einen Punkt kam, wo ich nicht beten wollte, einfach nicht motiviert war zu beten, da öffnete ich dieses Buch und las von betenden John Hyde in Indien oder von David Brainerd oder sonst wem und es trieb mich dazu, beten zu wollen und ich saß da und es war Montag und war nicht bereit, die Predigt für die nächste Woche in Angriff zu nehmen, einfach etwas lethargisch und ich nahm dieses Buch zur Hand und las von Alexander Maclaren, der 60 Stunden Vorbereitung für eine Predigt rechnete und das motivierte mich, das Bibelstudium wieder aufzunehmen.

Viele Leute kritisieren das Predigen in ihrer Gemeinde und liegen falsch, aber oft haben die Leute auch recht und die Pastoren studieren wirklich nicht lang genug um auf die Kanzel zu steigen und den Leuten Wort Gottes zu geben.

Wir haben dieses Buch…

Ich möchte euch über das Christentum erzählen. Wir haben jede Menge Regeln. Wir haben ein dickes Buchund es ist voll von jeder Menge Regeln. Komm und hab Spaß mit uns!“

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In den Versen 8 bis 9 hat sie eine Begegnung mit einigen der Töchter Jerusalems und sie sagt zu ihnen: Könntet ihr mir bitte helfen, meinen Geliebten zu finden!

Ihre Antwort in Vers 9 ist: „Was für einen Geliebten hast du da? Warum sollten wir den denn suchen?“

Wisst ihr, was sie damit sagen? “Er kam an deine Tür und du wolltest nicht mal aus dem Bett steigen um ihm die Tür zu öffnen. Warum also sollten WIR nach ihm suchen? Er kann nicht so besonders sein”.

Nun, denkt darüber einen Moment nach. Wisst ihr, wir halten unsere ganzen Evangelisationen, erzählen den Menschen, dass sie an Jesus glauben sollen. Wir sagen den weltlichen und ungläubigen Menschen um uns herum, dass sie Jesus suchen sollten und sie an Jesus glauben sollten, aber oft schauen sie die Christen an und sie sagen: „Oh ja, richtig! Warum sollte ICH ihn suchen? Nicht einmal ihr sucht ihn. Ihr kümmert euch mehr um die Welt als um euren so “großartigen” Retter. Warum also sollte ich ihn suchen, wenn nicht mal ihr ihn sucht?“ Das tut weh, nicht wahr?

Aber als sie das zu ihr sagen, wacht sie auf. Manchmal müssen wir etwas sehr Hartes und sehr Wahres hören um wirklich aufgerüttelt zu werden und  zur Realität zurück zu kommen. In Vers 10 bis Vers 16 erlebt sie so etwas wie eine Erweckung. Sie beginnt über den nachzudenken, zu dem sie so kalt war. Sie wird fast ein wenig verrückt. Sie sagte: „Mein Geliebter ist wundervoll.“ Und in den nächsten Versen wird sie richtig wild. Sie erinnert sich an all die großartigen und wunderschönen Dinge an ihrem Geliebten, ihrem Mann, ihrem König.

Und als ihre Liebe zu ihrem Mann zurückkehrt und die Leidenschaft durch ihr ganzes Sein fließt, schaut euch die Antwort der Töchter Jerusalems an, Kapitel 6 Vers 1.

Sie sagen: „Wohin ist dein Geliebter gegangen? Wenn er so ist, wollen wir ihn auch suchen!”.

Versteht ihr, wenn die Gemeinde von Liebe zu Jesus Christus bewegt ist,wenn die Gemeinde eine Leidenschaft für Christus hat, wenn Christus ALLES für sein Volk bedeutet, dann fangen andere Leute an zu sagen: „Wo ist Er? Wie kann ich ihm begegnen?“

Versteht ihr, Christlicher Glaube ist Leben.

Ihr gebt weltlichen Leuten Zeugnis und geht auf sie zu: “Ich möchte euch über das Christentum erzählen. Wir haben jede Menge Regeln. Wir haben ein dickes Buch und es ist voll von jeder Menge Regeln. Komm und hab Spaß mit uns!“

Nun, das Christentum kennt Gebote und sie sind eine Freude für ein erneuertes Herz, aber christlicher Glaube ist zu aller erst einmal Jesus Christus! Und wir sollten in Liebe für ihn brennen und unsere Liebe sollte aus uns herausstrahlen.

Schau auf Christus, nicht auf dich selbst

Seht ihr, manche von euch meinen, dass Gott euch nicht retten kann, weil euer Glaube und eure Buße nicht so stark ist wie die der größten Christen, die jemals über diesen Erdball gelaufen sind. Ich möchte, dass ihr seht, dass, wenn jemand gerettet wird, Glaube und Buße sehr klein und sehr schwach anfangen. Und wenn Gott dich rettet, dann fängt er an, deinen Glauben und deine Buße zu stärken, vertiefen und mit der Zeit wachsen zu lassen, so dass du vielleicht eines Tages tatsächlich Glauben und Buße einer der großen Puritaner oder großen Reformatoren haben magst.

Jesus Christus zu empfangen, bedeutet, ihn als deine einzige Lebensquelle anzunehmen. Lasst mich euch ein Beispiel geben aus dem Westen, ich hab das in Europa, den Staaten und auch in Südamerika wieder und wieder gesehen. Menschen nehmen Jesus als ein Anhängsel in ihr Leben auf. So wie wenn deine Frau ein Kleid kauft und sie nur so und so viel Geld dafür ausgegeben hat. Und denkst: „Zum Glück hat sie nicht mehr ausgegeben“. Aber dann sagt sie dir, sie habe auch noch zum Kleid passende Schuhe kaufen müssen. Dein Blick wird besorgter. Und dann sagt sie dir, dass sie auch noch eine Handtasche und einen Gürtel kaufen musste. All diese Dinge sind Anhängsel oder sozusagen „Zubehör“. Man hat sie zum Kleid dazu gekauft. Viele Leuten wollen, dass Jesus in ihr Leben tritt, um ihn gleichsam zu dem Leben, das sie bereits haben, noch hinzu zu fügen. Ich habe Prediger folgendes zu jungen, Erfolgreichen Amerikanern sagen gehört.

„Du hast ein großartiges Leben. Du hast eine wundervolle Familie. Du hast zwei Autos und ein wunderbares zu Hause und dein Job ist wirklich, wirklich wundervoll! Du hast ein großartiges Leben! Du brauchst nur eines, um dein Leben perfekt zu machen. Du brauchst Jesus“

Das ist Gotteslästerung. Das ist eine der ekelerregendsten Sachen, die je den Mund eines Menschen verlassen können. Jesus ist nicht das i-Tüpfelchen auf deinem bereits sehr tollen Leben. Jesus ist nicht etwas, was du zu deinem derzeitigen Leben hinzufügst um es wundervoller zu machen. Jesus WIRD dein Leben!

Folgendermaßen sollte der Prediger predigen:

Mir egal, wie wohlhabend du bist! Mir egal, wie viele Reichtümer du besitzt. Mir egal, wie angesehen du in der Gesellschaft bist. Dein Leben ist morsch und verrottet. Dein Leben ist sinnlos. Nun kehre dich ab von all dem und vertraue auf Jesus Christus! Auf dass du echtes Leben haben mögest. Hör mir zu, Christ! Jesus ist nicht einfach eine Fahrkarte in den Himmel. Er ist nicht einfach nur jemand, der dein Leben segnen kann. ER IST DEIN LEBEN. Er ist alles!

Aber was bedeutet das im Leben eines frischen Gläubigen? Als ich ein frischer Gläubiger war, da sagte ich: Jesus bedeutet alles für mich! Ich hatte nicht mal den Hauch einer Vorstellung, was ich da sagte. Aber jetzt, nach 26 Jahren verstehe ich es ein klein wenig mehr. Stück für Stück sehe ich, dass diese Welt vorbeigeht. Stück für Stück sehe ich mehr von meiner Sünde und meiner Schwachheit. Stück für Stück sehe ich mehr von Gottes liebevoller Güte und Macht und Stück für Stück wird dieses sinnlose Leben dieser Welt von seinem ewigen Leben ersetzt.

Wie stellt ihr euch den Himmel vor? Goldene Straßen? So wird uns das beschrieben. Aber nach ein paar mal dort spazieren wirst du gelangweilt sein. Tore aus Perlen. Willst du auf denen hin und her schaukeln? Ich meine, nachdem du ein paar tausend Jahre auf den Toren hin und her geschaukelt hast, wirst du ziemlich gelangweilt sein, einfach nur immer auf diesen Toren hin und her zu schaukeln.
Damit ihr mich recht versteht: Man klettert auf das Tor und schwingt darauf so hin und her.

( Der Übersetzer, den ich rausgeschnitten habe, hatte nicht ganz verstanden, was Bruder Paul meinte )

Das passiert, wenn ein intellektueller Europäer einen Cowboy übersetzen VERSUCHT.

[ wie erwähnt, der Übersetzer, den ich heraus geschnitten habe, hatte ihn nicht ganz verstanden ]

Man klettert auf das Tor und reitet es als sei es ein Pferd!

Was bringen die euch denn heute in den Schulen bei?

Worum, denkt ihr, geht es im Himmel denn? Es geht um Christus. Der Himmel ist einfach von Christus erfüllt! Es dreht sich um IHN.

Und hier liegt einer der riesigen Unterschiede zwischen einem ganz frischen Gläubigen und einem reifen Gläubigen. Wisst ihr, was der frische Gläubige tut? Das ist das, was einige von euch tun. Ich hab von so vielen von euch in den letzten beiden Tagen geredet. Und ihr schaut inwärts in euch hinein. „Meine Buße ist nicht groß genug. Mein Glaube ist nicht stark genug. Ich hab hier so viel Versagen und ich hab dort so viel Versagen.“

Aber wisst ihr, was geschieht, wenn ihr in Christus wachst? Ihr fangt an, aufzuhören, auf euch selbst zu schauen. Und ihr schaut nur noch auf IHN! Du weißt, was du bist. Du kennst dein Versagen. Ihr kennt eure Sünde und euer Schwachheit. Aber ihr schaut einfach nur auf IHN! Schaut auf IHN!

Lasst mich abschließen mit einer kleinen Geschichte, die sich vor Jahren ereignet hat. Ein Theologie-Student schreib mir eine E-Mail. Und er schrieb: „Bruder Paul, ich bin einfach nur schlecht und unverständig und kann Christus nicht nachfolgen.“

Und so schrieb ich ihm zurück und sagte: „Lieber Bruder, du bist noch viel schlechter und unverständiger als du gerade denkst!“ Ich habe die Gabe der Ermutigung.

Er rief mich letztlich per Telefon an und sagte: „Bruder Paul, Danke?!?“
Ich sagte: „Hör mir zu. Du bist einer der besten jungen Männer, die ich kenne und ich kann sehen, dass du danach trachtest, dem Herrn Jesus sehr ernsthaft nachzufolgen. Manchmal überführt dein Leben mich von meiner Sünde. Du bist wahrscheinlich heiliger als ich es bin. Aber ich bin fröhlicher als du es bist“.

Und er sagte: „Warum?“

„Du schaust auf dich selbst. Du schaust auf deine eigene Tugend, um Frieden zu finden. Du schaust auf die Stärke deiner eigenen Hingabe, um Ruhe zu finden! Du schaust auf deine Leistung, um Freude zu finden! Ich damit vor langer Zeit aufgehört. Wenn ich mich selbst betrachte, finde ich nichts, was mich stark oder voll Freude machen oder mir Geborgenheit geben würde. So schaue ich auf IHN! Du vertraust auf deine Werke! Ich vertraue auf das vollbrachte Werk Christi, das für mich vollbracht WURDE. Deine Werke ändern sich ständig. Und daher verändern sich dein Friede und deine Zuversicht ständig. Aber ich schaue auf die Person und das Werk Christi. Er ändert sich nie und so kann meine Freude immer fest stehend sein! Und mein Frieden ist immer eine Wirklichkeit. Weil es von IHM kommt”.

Wenn ich mir eines für dich wünschen könnte, dann wäre es folgendes:
Dass du aufhören würdest, in dir selbst zu suchen, denn du wirst dort nichts finden. Dass du auf Christus schauen würdest und dass seine Herrlichkeit und seine Erlösung dich motivieren würden, IHM zu dienen mit allem, was du hast!

Lasst uns beten…

Antwort auf den Atheismus

Der ganze Artikel als .PDF

Richard Wurmbrand verbrachte 14 Jahre seines Lebens in kommunistischen Gefängnissen, weil er ein Pfarrer war, der sich gegen die kommunistische Ideologie stellte.

Er erzählt folgende Begebenheit:

[…]

Eines Tages wurde ich aus meiner Zelle heraus gerufen und vor einen Leutnant des Gefängnisses gebracht, er hatte einen Gummiknüppel in seiner Hand und hat mir mit diesem Gummiknüppel gedroht und sagte:
„Ich werde es dir jetzt zeigen! Ich habe gehört, dass du nicht einmal in der Gefängniszelle ruhig bist, dass du auch dort über Gott sprichst, über ewiges Leben, über all diese Dummheiten. Sag mir wenigstens ein Argument, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Gib mir doch wenigstens ein Argument. Das ist doch eine Dummheit so etwas zu verkündigen. Ich werde es dir schon zeigen!“

Er hatte eben diesen Gummiknüppel in der Hand und er hatte ihn sehr oft schon gebraucht. Nun, wenn einer dir droht, dich zu schlagen, dann schlägt er dich noch nicht. Er hat nur den Gummiknüppel in der Hand, er hat noch nicht geschlagen. Er wird mich vielleicht in einer oder zwei Minuten schlagen. Dann habe ich doch diese zwei Minuten zur Verfügung und diese zwei Minuten kann ich ja meine Freude zeigen. Diese zwei Minuten kann ich ja mein Lächeln zeigen. Wenn einer sagt: „Ich werde dich erschießen“, dann hat er dich noch nicht erschossen. Er muss ja zuerst den Revolver herausnehmen und er muss ja noch die Kugel in den Revolver stecken. Diese zwei Minuten kann ich ihm gegenüber ja noch lächeln, diese zwei Minuten kann ich ihm ja noch etwas von der Freude Gottes zeigen.

Als er mit dem Gummiknüppel so drohte, sagte er: „Woher weißt du, dass es ein ewiges Leben gibt? Woher willst du das über diesen Gott wissen? Das sind ja alles Dummheiten! Gib mir wenigstens ein Argument!“

Darauf sagte ich: „Herr Leutnant, es ist sehr schwer, jemandem, der einen Gummiknüppel in der Hand hat, ein Argument zu geben! Aber ich werde ihnen jedenfalls ein Argument geben: Ich habe viele neben mir sterben sehen, wie die Fliegen, so starben die Gefangenen, rechts und links. Ich habe überlebt, aber viele haben es nicht überlebt. Man starb im Gefängnis und ich habe viele dort sterben gesehen. Nicht nur Christen und Juden, wir waren auch Moslems im Gefängnis, es waren auch Kommunisten im Gefängnis, wenn die sich untereinander stritten, hat ein Genosse den anderen ins Gefängnis gesteckt, es waren auch viele Atheisten mit uns, ich habe viele davon sterben gesehen. Sie waren Atheisten bis 2 Minuten vor dem Tod. Vor dem Tod schrie jeder etwas: „Gott“ oder „Jesus“ oder „Maria“, einige „Allah“ und einige irgend etwas. Sie riefen irgend jemanden im Himmel an und bereuten es, dass sie während ihres Lebens Atheisten gewesen waren. Herr Leutnant, können sie sich vorstellen, dass irgend jemand ein Christ war und dann vor dem Tod steht und es bereut, ein Christ gewesen zu sein und dann schreit: „Marx, Darwin, bitte befreit mich von meinem christlichen Glauben! Ich will auf euch vertrauen“

Da sagt er: „Bist du ein verfluchter Kerl, auf dieses Argument gibt es keine Antwort!“

Wir haben ja die Wahrheit auf unserer Seite. Wir haben ja die Stärke Gottes auf unserer Seite und können ruhig sein unter allen Umständen.
An einem bestimmten Moment war ich vor einem Oberst der Geheimpolizei. Es war spät in der Nacht. Und er verlangte von mir, allerlei Aussagen über die Untergrundkirche zu machen. Wir haben da geheim gedruckt und geheim verbreitet, da gab es ja immer Geheimnisse. Woher wir das Papier hätten und woher wir die Druckmaschine hätten und wie wir das verbreiten würden und mit wem wir zusammen arbeiten würden. Ich sollte das sagen, damit auch andere hätten verhaftet werden können. Ich wollte ihm das alles nicht sagen und er hatte alle Methoden, mich zum reden zu bringen, angewandt und das hatte ihm nicht geholfen. Und dann sagte er:
„Schön, wenn sie mir das alles nicht sagen, dann werde ich den Befehl geben, dass sie erschossen werden.“

Nun, zu jener Zeit brauchte man in meinem Land kein Gerichtsverfahren, nichts. Wenn ein Oberster der Geheimpolizei dich erschießen wollte, dann wurdest du erschossen. Und er sagte: „Sie werden erschossen“. Und Gott gab mir damals so eine Seelenruhe. Warum hat er sie mir gegeben und nicht dir? Er gibt sie allen, wenn sie sie nur nehmen wollen. Die Geschenke Gottes sind für einen jeden von euch, ich bin nicht etwas besonderes bei Gott. Und unsere Brüder im Glauben, die waren nichts besonderes, sie waren einfach nur Leute, die, als man ihnen gab, nahmen! Gott gibt seine Gaben. Nimm sie nur. Und als er mir sagte, dass ich erschossen werden sollte, hatte ich eine solche Ruhe. Ich sagte:

„Her Oberst, ich weiß, dass ein Wort von ihnen genug ist: Wenn sie den Befehl geben, dann werde ich erschossen. Und jetzt haben Sie die Möglichkeit eines Experimentes. Legen Sie die Hand auf mein Herz und wenn mein Herz jetzt erschrocken schlägt, ganz schnell schlägt in Verzweiflung, weil ich jetzt erschossen werden soll, dann haben sie ein Recht zu zweifeln, dass es einen Gott und ein ewiges Leben gibt. Aber, wenn mein Herz ruhig und regelmäßig schlägt in Frieden, weil ich weiß, zu wem ich gehe, nämlich zum Geliebten meiner Seele, dann sollen sie wissen: Es gibt einen Gott und es gibt ein ewiges Leben!“

Er rief wütend: „Niemals wirst du je befreit werden! Niemals soll jener dich befreien! Wie war noch sein Name? ( Er wollte den Namen Jesus nicht aussprechen ). Niemals sollst du die Westminster Abbey sehen!“ ( Die Westminster Abbey ist eine berühmte Kathedrale )

Und ich habe ihm geantwortet: „Sein Name ist Jesus Christus, er ist der Sohn Gottes und wenn er will, dann werde ich befreit werden! Und wenn er will, werde ich auch die Westminster Abbey sehen! ( Ich war nicht sonderlich daran interessiert, diese Kathedrale zu sehen, aber, weil er gesagt hatte, dass ich sie nicht sehen werde, habe ich gesagt, ich werde sie sehen. Wir Christen sind ja solche Trotzköpfe und sagen immer das entgegengesetzte von dem, was die Welt sagt).“

Nun, dann vergingen 14 Jahre, ich wurde frei und war in der Westminster Abbey, war in dieser Kathedrale in London. Er hingegen war im Gefängnis. Seine eigenen Genossen hatten ihn ins Gefängnis gesteckt. Von dieser Kathedrale werden solche bebilderten Postkarten verkauft und ich habe ihm eine solche Karte geschickt:

„Erinnern Sie sich daran wie sie gesagt haben, dass ich niemals die Westminster Abbey sehen würde? Dass ich niemals frei kommen würde? Ich bin frei, bin in dieser Kathedrale und vertrauen sie auch auf Jesus Christus, er ist der Sohn Gottes, vielleicht kommen sie auch aus dem Gefängnis frei , dann können sie auch diese Kathedrale besuchen“.

Er ist wirklich frei geworden. Er ist jetzt in der freien Welt und ich habe ihn an diese ganze Zeit damals erinnert.
[…]

http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Wurmbrand

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Richard Wurmbrand (* 24. März 1909  in Bukarest; † 17. Februar 2001 in Glendale, Kalifornien) war ein rumänischer lutherischer Pfarrer und Gründer einer Missionsgesellschaft, die sich für die Belange verfolgter oder benachteiligter Christen eingesetzt hat.

Richard Wurmbrand wurde als vierter Sohn einer deutsch-jüdischen Zahnarztfamilie geboren. 1918 starb sein Vater und die Familie verarmte. Mit 16, sagte er später, sei er ein glühender Kommunist und Atheist  gewesen. In den 1930er Jahren versuchte Wurmbrand sein Glück als Geschäftsmann. Gerissen und nicht immer ehrlich brachte er es zu Wohlstand und beteiligte sich am ausgelassenen Leben der rumänischen Hauptstadt, dem „Paris des Balkans“. 1936 heiratete er Sabine Oster, die ebenfalls jüdischer Abstammung war. 1938 wurde ihr einziges Kind, Sohn Michael, geboren.

Im Jahr 1937 kam Wurmbrand laut seiner Autobiographie durch einen alten deutschen Zimmermann in einem kleinen rumänischen Dorf zum christlichen Glauben. Danach wurde er bei der Anglikanischen Mission für Juden zum Pastor ausgebildet und ordiniert. In seiner Kirche und in seinem Privathaus fanden die Juden Zuflucht und Schutz vor der einsetzenden antisemitischen Verfolgung.

1948 wurde er verhaftet, verhört und gefoltert. Die Gefangenschaft im Gefängnis Sighet dauerte acht Jahre bis 1956. Drei Jahre verbrachte er in strenger Einzelhaft in unterirdischen Kerkern, ohne Sonnenlicht oder Geräuschen der Außenwelt. Unter der Auflage, nicht mehr zu predigen, wurde er amnestiert. Drei Jahre später wurde er erneut verhaftet und bis 1964 eingesperrt. Für 10.000 US-Dollar konnten norwegische Christen (Norwegische Judenmission und Hebräisch-Christliche Allianz) ihn und seine Familie freikaufen.

Erst 1990 durften Richard und Sabine Wurmbrand nach 25 Jahren Exil wieder nach Rumänien reisen. 2006 wurde er an die fünfte Stelle einer Liste der 100 berühmtesten Rumänen gewählt.

Nicht in dir selbst

Wenn du in den Spiegel schaust, dann macht dir das manchmal große Sorgen, denn du siehst da nicht, was du eigentlich sehen solltest. All diese Leute, die über Herrlichkeit und Kraft reden, von Vollkommenheit und Sieg und du schaust in den Spiegel und siehst etwas, was dich halb zu Tode erschreckt. Denn du erkennst: Du hast das nicht geschafft. Ich möchte, dass ihr was erkennt. Ich habe das nicht geschafft und niemand hat das je geschafft. Jeder Mensch, der wirklich nur einfach in den Spiegel sieht, sollte einzig Leere, Ruin, Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit sehen.

Aber lass mich eine Frage stellen: Wer hat dir erzählt, dass du in einem Spiegel dich selbst betrachten solltest? Du solltest nicht dahin sehen! Ihr solltet dahin schauen, worauf ich euch jetzt weisen werde. Ein Ort, an dem ihr freigesetzt werdet. Seht ihr, das ist es wundervolles, zu wissen, wie Gott ist und zu wissen, wie ihr seid. Es ist wundervoll zu wissen, dass du völlig verloren bist ohne Gott. Wisst ihr, was das bedeutet? Euer Feind kann euch nichts tun. Satan kommt zu mir und sagt: „Paul, du verdienst die Hölle“ – und wisst ihr, was ich sage? „Erzähl mir etwas, was ich NICHT weiß!“ – „Du verdienst es nicht ein Kind Gottes genannt zu werden!“ – Und dann muss ich sagen: „Weißt du Satan, deine Theologie wird besser. Da hast du recht!“ – „Du hast überhaupt keine Recht auch nur bei Gott zu betteln, du bist völlig verloren!“ – „Ja, ich weiß, aber sieh doch den, der hinter mir steht! Schau IHN an, denn er ist der, auf den ich schaue!“

Seht ihr, ihr könnt keinen Krieg in Südamerika überleben und ihr könnt es nicht überleben, zu sehen, wie Leute vor euren Augen niedergeschossen werden und du kannst es nicht überleben, jeden Tag im Spiegel deine Schwachheit zu betrachten und du kannst überhaupt nichts in diesem christlichen Leben überleben, wenn du auf dich selbst schaust und du denkst, dass du in dir irgendwas finden könntest. Du kannst solche Dinge nur überleben, wenn du auf Christus siehst und darauf, was Christus für dich getan HAT! Oh mein Christen-Freund, wenn du einer bist: Du musst die Herrlichkeit Gottes betrachten. Du brauchst keine Bücher über deine Probleme. Du brauchst nicht sechs kleine Prinzipien dies und das zu tun! Wir stützen eine kranke und sterbende Christenheit mit kleinen Büchern, die von Menschen geschrieben wurden. Du brauchst das nicht. Was du brauchst, ist einen Blick auf die Herrlichkeit des allmächtigen Gottes. Und das wird dein Leben für immer verändern.

An dieser Stelle sei auch auf eine Predigt von Charles Leiter verwiesen:
Gott sorgt für mich: Er trägt seine Kinder durchs Leben

Der Gott, der rechtfertigt

Wie kann Gott gleichzeitig heilig sein und dem Gottlosen vergeben, der die Verdammnis verdient? Das ist das größte Problem der ganzen Bibel und darum dreht sich die ganze Bibel. Wenn Gott gerecht ist, dann muss er dich verdammen. Denn die Schrift sagt: Jeder, der einen Gottlosen rechtfertigt oder ihm vergibt, der ist ein Gräuel vor dem Herrn. Wie kann Gott gerecht sein und gleichzeitig den Gottlosen begnadigen?

Das ist der Punkt, wo das Wort “Sühnung” auftauchen muss. Gott wurde Mensch. Gott, der Gott-Mensch wandelte auf dieser Erde, geboren von einer Frau, geboren unter dem Gesetz, hat er absolut dem ganzen Gesetz gehorcht. Er war der Sohn, er war der einzige wahre Diener Jehovas, der dieses Zeugnis über sich selbst hörte: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Er hat absolut jede Forderung des Gesetzes erfüllt. Er war der eine, vollkommene Diener Jahwes. Und dann geht er ans Kreuz und an jenem Kreuz trug er die Sünden von Gottes Volk. ER trug die Sünde, die Schuld des Volkes Gottes und all das Gericht, all der heilige, gerechte Zorn Gottes, der dich treffen sollte, der das Volk Gottes treffen sollte, traf den CHRISTUS und CHRISTUS trat in den Riss, CHRISTUS stand an deiner Stelle, an der du hingerichtet werden solltest, CHRISTUS nahm unseren Platz ein und das ganze Gericht des allmächtigen und gerechten Gottes, traf IHN und als ER starb, da bezahlte ER den Preis. Er hat uns erkauft.

Was hat er durch seinen Tod getan? Zuerst einmal hat er all die Forderungen des Gesetzes erfüllt. Das Gesetz fordert, dass du für jedes Verbrechen bestraft wirst, dass du je begangen hast und die Strafe ist TOD. Als ER an jenem Holz starb, da tat ER den Forderungen des Gesetzes genüge. Lasst mich hier etwas sagen, das ist sehr wichtig und ich möchte nicht, dass ihr in Verwirrung geratet. Oftmals, wenn Menschen davon sprechen, dass Christus die Forderungen des Gesetzes erfüllt hat, sprechen sie so, als ob dort dieses Gesetz sei, das selbst über Gott stehen würde, das Gott zu erfüllen hätte um zu vergeben. Nein, das ist dann ganz und gar falsch verstanden. Und ich hab Leute das so predigen gehört oder zumindest hat es sich so angehört. Nein, diese Gesetze sind eine Offenbarung oder eine Reflektion des eigentlichen Wesens und der Natur Gottes. Gottes gerechte Gesetze mussten erfüllt werden, weil es SEINE Gesetze sind und es seinem Wesen entspringen. Gott kann nicht in sich selbst widersprüchlich sein. Seiner Gerechtigkeit muss Genüge getan werden und als Christus an jenem Holz starb, da wurde dem Gesetz genüge getan, Gottes Gerechtigkeit wurde genüge getan, aber nicht nur das: Der Zorn wurde gestillt.

Manchmal kommen Leute zu mir und ich frag sie: “Was ist los?”

Sie sagen: “Gott hat mich gerettet?”

Ich sage: “Wovor hat er dich gerettet?”

Sie sagen: “Darüber hab ich noch nie nachgedacht!”
“Nun, er hat dich gerettet. Wovor hat er dich gerettet?”
“Nun, er hat mich vor der Hölle gerettet”

“Nein, nicht wirklich”

“Er hat mich vor Sünde gerettet”

“Nein”

“Hmmm… Wovor hat Gott mich dann gerettet?”

“Nun, Gott hat dich vor Gott gerettet”.

Es war Gott, der seine Rüstung angezogen hatte und der kam um dich zu holen in seiner Heiligkeit und mit seiner Gerechtigkeit um an dir die Strafe zu vollziehen, damit du für all das bezahlst, was du gegen ihn gesündigt hast, aber er kann nun sein Schwert zurück in die Scheide stecken, jetzt, da CHRISTUS gestorben ist. CHRISTUS hat dich gerettet vor dem Zorn des allmächtigen Gottes. Hölle ist im Grunde nur eine Manifestation des Zorns.

Ich sage den Leuten immer das:

Gott hat dich VOR SICH SELBST gerettet,

Gott hat dich FÜR SICH SELBST gerettet und

Gott hat dich DURCH SICH SELBST gerettet.