Nicht in dir selbst

Wenn du in den Spiegel schaust, dann macht dir das manchmal große Sorgen, denn du siehst da nicht, was du eigentlich sehen solltest. All diese Leute, die über Herrlichkeit und Kraft reden, von Vollkommenheit und Sieg und du schaust in den Spiegel und siehst etwas, was dich halb zu Tode erschreckt. Denn du erkennst: Du hast das nicht geschafft. Ich möchte, dass ihr was erkennt. Ich habe das nicht geschafft und niemand hat das je geschafft. Jeder Mensch, der wirklich nur einfach in den Spiegel sieht, sollte einzig Leere, Ruin, Hoffnungslosigkeit und Hilflosigkeit sehen.

Aber lass mich eine Frage stellen: Wer hat dir erzählt, dass du in einem Spiegel dich selbst betrachten solltest? Du solltest nicht dahin sehen! Ihr solltet dahin schauen, worauf ich euch jetzt weisen werde. Ein Ort, an dem ihr freigesetzt werdet. Seht ihr, das ist es wundervolles, zu wissen, wie Gott ist und zu wissen, wie ihr seid. Es ist wundervoll zu wissen, dass du völlig verloren bist ohne Gott. Wisst ihr, was das bedeutet? Euer Feind kann euch nichts tun. Satan kommt zu mir und sagt: „Paul, du verdienst die Hölle“ – und wisst ihr, was ich sage? „Erzähl mir etwas, was ich NICHT weiß!“ – „Du verdienst es nicht ein Kind Gottes genannt zu werden!“ – Und dann muss ich sagen: „Weißt du Satan, deine Theologie wird besser. Da hast du recht!“ – „Du hast überhaupt keine Recht auch nur bei Gott zu betteln, du bist völlig verloren!“ – „Ja, ich weiß, aber sieh doch den, der hinter mir steht! Schau IHN an, denn er ist der, auf den ich schaue!“

Seht ihr, ihr könnt keinen Krieg in Südamerika überleben und ihr könnt es nicht überleben, zu sehen, wie Leute vor euren Augen niedergeschossen werden und du kannst es nicht überleben, jeden Tag im Spiegel deine Schwachheit zu betrachten und du kannst überhaupt nichts in diesem christlichen Leben überleben, wenn du auf dich selbst schaust und du denkst, dass du in dir irgendwas finden könntest. Du kannst solche Dinge nur überleben, wenn du auf Christus siehst und darauf, was Christus für dich getan HAT! Oh mein Christen-Freund, wenn du einer bist: Du musst die Herrlichkeit Gottes betrachten. Du brauchst keine Bücher über deine Probleme. Du brauchst nicht sechs kleine Prinzipien dies und das zu tun! Wir stützen eine kranke und sterbende Christenheit mit kleinen Büchern, die von Menschen geschrieben wurden. Du brauchst das nicht. Was du brauchst, ist einen Blick auf die Herrlichkeit des allmächtigen Gottes. Und das wird dein Leben für immer verändern.

An dieser Stelle sei auch auf eine Predigt von Charles Leiter verwiesen:
Gott sorgt für mich: Er trägt seine Kinder durchs Leben

Gottes liebende Disziplin

Wenn er dich diszipliniert, dann tut er das als dein Vater. Du bist sein Sohn, du bist sein Kind. Eine der größten Manifestationen von Gottes Liebe ist seine Disziplinierung an uns in unseren Leben. Ihr als Eltern, die ihr wirklich hin und her schwankt beim Disziplinieren eurer Kinder, weil ihr sie „so arg liebt habt“, begreift, dass ihr eine heuchlerische und unbiblische Liebe habt. Die größte Manifestation der Liebe, wie gesagt , kann die Disziplinierung sein, die ihr euren Kindern gebt. Die beständige und andauernde Disziplin. Und schaut euch einmal an, wo sich diese Disziplin überall durchzieht. Er geißelt jeden Sohn, den er empfängt. Peitschen! Ich sag sicher nicht, geht nach Hause und bindet eure Kinder an einen Marterpfahl, aber was hier so steht, ist erstaunlich. Gottes Züchtigungen können richtig verletzen. Ich meine, wirklich, wirklich, wirklich verletzen und schmerzen!

Aber lasst uns etwas betrachten. Das ist sehr, sehr wichtig! Wir setzen Züchtigung gewöhnlich im Christenleben mit Sünde im Leben des Christen in Verbindung. Weil du etwas getan hast, deswegen wirst du gezüchtigt! Ja, das mag zum Teil der Fall sein, aber ich will uns zwei Arten zeigen, auf die Züchtigung auftaucht. Und das ist jetzt enorm vereinfacht. Als ich ein kleines Bürschchen war, da war mein Vater ein wirklich guter Athlet und ich gar nicht. Ich hatte sehr schwache Beine. Und mein Vater wollte aus mir einen großen Athleten machen. Nachdem wir das Vieh gefüttert hatten, geschah folgendes, denn wir wohnten auf einer Ranch mit Tieren und waren so ungefähr eine Meile weg von unserem Haus. Egal, ob es jetzt geschneit hat, ich hatte große Stiefel an und mein Vater schnallte mir Gewichte um und ich sollte hinter dem Wagen den ganzen Weg nach Hause rennen. Nun, hatte ich an jenem Tag etwas falsches gemacht? Nein! War er sauer auf mich? Nein. Die Tatsache ist: ich war schwach! Wenn ich jemals stärker werden sollte, musste ich einen stärkeren Widerstand erleben, musste ich durch Zeiten der Disziplinierung. Was ihr sehen müsst, ist, dass Disziplinierung nicht immer als Folge auf eine Sünde in unserem Leben kommt. Züchtigung ist notwendig um aus dir den Mann oder die Frau Gottes zu machen, den oder die Gott aus dir machen will. Seht ihr? Züchtigung kann auch als Training betrachtet werden. Als Training! Und es ist sehr, sehr wichtig, das zu verstehen. Züchtigung kommt nicht immer, weil du an einem bestimmten Punkt rebelliert hast. Das war sehr, sehr hilfreich für mich zu verstehen.

Züchtigung kann aber auch kommen, weil wir vielleicht unbemerkte Sünde haben in unserem Leben. Lasst mich ein Beispiel aus meinem eigenen Leben geben. Ich habe auf einer Konferenz an der Seite von Männern gepredigt, die ich sehr respektiere und sehr schätze. Und das passierte gerade erst vor 2 Monaten. Nun, ich wurde da eingeladen, weil ein anderer Sprecher ausfiel und nicht predigen konnte, und das wurde sehr kurzfristig an mich herangetragen und nun, ich hätte die Einladung nicht annehmen sollen. Ich war sehr müde und ausgelaugt, aber ich ging voran und hab es gemacht. Und ich kam dann dran und hab gepredigt, aber in dem, was ich tat, war sehr wenig von Gott. Und darauf, kam ein anderer dran und wies mich direkt von der Kanzel runter zurecht. Nun: Jetzt das Entscheidende: Ein Freund von mir sagte: schau doch, er hat dich offen getadelt, er kam nicht vorher zu dir… aber das war der Punkt: Ich wusste, was da geschieht! Unabhängig davon, ob das nun ganz „sauber“ lief, ich weiß, was da geschah! Es war der Herr. Nun, das hat mich beschämt, weil das Männer waren, die ich sehr schätze, aber es war vom Herrn. Ich werde da nicht wütend werden. Wenn jemand kommt und dich zurechtweist und das einzige, was du entgegnen kannst, ist: „Nun, es mag zwar stimmen, was du gesagt hast, aber wie du es gesagt hast, war falsch“ , dann hast du ernsthafte Probleme. Nun, das hat mich beschämt, aber vor eineinhalb Monaten, da stellte ich etwas fest und ich hab mit dem Pastor über genau das auch gesprochen hier in dieser Woche: Bleib mal stehen: Gott hat mich in den letzten paar Jahren wirklich gebraucht und ich komme gefährlich nah dran, auszubrennen, ich muss mal wieder ein wenig langsam machen. Und durch das, was dieser Mann mir sagte, rettet er vielleicht mein Leben und dann kam ich hier her und der Pastor sagte mir: „Komm, Paul, zieh dich zurück, studiere die Schrift, ruhe dich aus, erhole dich.“- Seht ihr, was da passiert? Das ist der Herr. Das ist der Herr.

Ich war quasi ich  blind der Tatsache gegenüber, dass mir bald die Kraft ausgeht. Seht ihr das? Und dann hat Gott das erlaubt. Ich könnte den ganzen Tag sauer sein: Warum hat er mich vor all den Leuten zurechtgewiesen? Der, der das tat ist ein gottesfürchtiger Mann und ich kann nur sagen: Ich denke, der Herr steckte dahinter! Weil es rettet mir mein Leben! Und ich komm hier her diese Woche und wieder genau das gleiche! Ein sehr gottesfürchtiger, weiser und viel älterer Mann als ich – ich scherze – der erzählt mir einfach viele der Sachen, die ich im Herzen bewegt hatte und andere Leute mir auch schon sagten. Nun, das ist eine Form von Disziplinierung.

Eine andere Form der Züchtigung. Ich hab gerade riesige Schmerzen. Mein Rücken tut unheimlich weh und ich hab im Moment gerade solchen Schmerz in meinem Kopf, dass ich am liebsten schreiend aus dem Gebäude rennen würde. Ich hab ein Knochenproblem und ich hab mehr Metall in mir als ein Tanklastzug. Warum? Nun, die Charismatiker würden sagen: Weil ich Sünde in meinem Leben habe. Ich preise Gott dafür. Wovor hat Gott mich bewahrt? Wovor hat Gott mich bewahrt? Es ist nicht notwendigerweise dieses Schema: Paul ist so ein großer Sünder und Gott tut etwas, um ihn wieder zurecht zu bringen. Es ist einfach das: Gott weiß genau, was du und ich brauchen, um in das Bild seines Sohnes verwandelt zu werden. Er weiß genau, was wir brauchen. All dieser Gegenwind, all diese Probleme, all diese verschiedenen Dinge. All diese schwierigen Menschen, die er uns ins Leben bringt. Alles! Er weiß, was wir brauchen, um ins Bild Christi verwandelt zu werden! Und das ist ein großer Teil seiner Züchtigung.

Nun, lasst uns einen Moment auch über Sünden reden, über die wir nur sehr schwer Sieg bekommen. Alle von euch kennen das, das ist in eurem eigenen Leben passiert. In dem Moment, in dem ich gerettet wurde, genau in diesem Moment, gab es bestimmte, schreckliche Dinge, die ich als Ungläubiger getan habe und die waren von einem auf den anderen Moment gebrochen. Nie wieder mit ihnen zu kämpfen. Aber es gab andere Dinge, die nicht verschwanden. Warum? Habt ihr jemals darüber nachgedacht? Warum? Warum nicht einfach sofortige Heiligung? Lasst mich einfach eine Frage stellen, ihr seid wahrscheinlich nicht so unreif wie ich es bin. Aber lasst mich euch einfach mal aus meinem täglichen Leben erzählen. Eines morgens stehe ich auf. Es ist vier Uhr morgens. Ich und Jonathan Edwards, wir sind da und studieren, und ich bete und alles läuft glatt und dann ist es acht und ich komm  runter mit meiner Bibel und helfe meiner Frau mit einer Bibelstelle und ich lebe wie ein Puritaner. Ich mache heute alles richtig. Nun, die letzten zehn Jahre hab ich nichts davon gemacht, aber heute, heute lauf ich gut. Ich sehe einfach gut aus. Ich gehe zum arbeiten, bin allen ein Segen und gebe dem Typen beim Mittagessen Zeugnis und ich geh abends ins Bett und denke: Warum kann das nicht jeder so geregelt bekommen wie ich? Was ist stimmt nicht mit all den anderen? Heute war ein guter Tag!

Nun, ich hab einmal einen guten Tag hin bekommen und automatisch denke ich fast: Wow, ich mach das wirklich gut! Gott lässt in seiner eigenen Vorsehung diese Dinge in unseren Leben, er kümmert sich nicht sofort drum wie er das mit anderen Dingen tut, weil er in uns eine Abhängigkeit schafft. Eine immer größer und tiefer werdende Abhängigkeit von ihm selbst und seiner Gnade. Es hilft uns außerdem das Wesen der Erlösung zu verstehen. Wie wir vor Gott stehen basiert nicht auf unserer Leistung und Darbietung, sondern auf dem  vollbrachten Werk Christi. Nun, lasst uns da nicht den überzogenen Blick auf das nehmen und sagen: Es ist einfach Gottes Wille, dass ich in diesen Bereichen nicht sauber bin, nein, das stimmt ebenso nicht, denn er verspricht uns, vor Jahren hat mir das Charles Leiter gezeigt und das war sehr hilfreich, wo es in Hesekiel heißt: Ich werde dich von all deinem Schmutz und all deinen Götzen reinigen! Das bedeutet, dass Gott selbst an diesen vielen Sünden, mit denen ich immer noch ringe, Bereiche in meinem Leben, in denen ich wirklich vorsichtig sein muss, arbeitet und größeren und größeren Sieg darüber schenkt.

Ich gebe euch ein Beispiel: Wahrscheinlich der größte Drachen, mit dem ich kämpfe, ist Depression. Das ist ein großer Drachen für mich. Es gab Zeiten in meinem frühen christlichen Leben, wo mir das mir sämtliche Kraft zu arbeiten geraubt hat. Und immer wieder bis heute, kämpfe ich von Zeit zu Zeit damit. Aber wie ich diese 25 Jahre jetzt betrachte, da sehe ich große Siege, die der Herr in meinem Leben errungen hat. Ein Teil davon kann man nur auf ein übernatürliches Wirken zurückführen. Andere Dinge kann man auf praktische Dinge zurückführen, die die Vorsehung Gottes nutzt, wie zum Beispiel, dass er mir eine sehr weise Frau geschenkt hat. Seht ihr, so funktioniert Züchtigung und Disziplinierung.

Der Weinstock und die Reben

An dieser Stelle möchte ich mich auch noch dafür bedanken, dass mir jemand diesen Text übersetzt hat, was sehr hilfreich war.

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In Hosea 14,8 – hört Euch diesen Vers an: (LUT1984) „Ephraim, was sollen dir weiter die Götzen? ‚Ich‘ will dich  erhören und führen, ‚ich‘ will sein wie eine grünende Tanne; von ‚mir‘ erhältst du deine Früchte.“

Das ist was Gott zu Ephraim sagt und es ist sehr wichtig, denn das Wort „Ephraim“, der Name bedeutet Fruchtbarkeit. Er nannte ihn Fruchtbarkeit, aber das Problem war, dieser  Stamm begann zu denken, er sei die Quelle seiner eigenen  Fruchtbarkeit.

Und Gott sagte, „Nein. Ich bin die Quelle all deiner Fruchtbarkeit.“

Eine andere Sache, die dieser Text uns lehrt ist das: Wir müssen dem Stolz widerstehen, der durch Fruchtbarkeit aufkommen kann.

Wißt ihr, mancher Fortschritt im christlichen Leben kann auch gefährlich sein. Deswegen läßt Gott uns manchmal nicht den ganzen Forschritt erleben, den wir erhofft haben, denn das würde sich wenden und als Stolz gegen uns arbeiten, weil wir zu unreif sind, um wirklich gebraucht zu werden, solch eine Frucht zu tragen. Weiterlesen „Der Weinstock und die Reben“

Genährt mit gesunder grundlegender Lehre

„In den ganzen Jahren meines Dienstes habe ich so viele Kerle gesehen, die in Nebenflüssen untergehen. Sie sind mitten im Strom, folgen der Mitte des Stromes der überlieferten Glaubenslehren und dann packt sie was und dann verirren sie sich im Nebenfluss. „

Und noch ein letztes „korrigierendes“ Video. Bei aller Korrektur möchte ich auch, dass man diese nicht falsch versteht. In diesem Video geht es nicht darum, bzgl. Theologie bzw. Lehre über alle Unterschiede schlicht hinwegzusehen – das wäre nicht weise, ganz und gar nicht weise, aber man sollte sich davor hüten, sich sinnlos in irgend ein Thema zu verrennen, während man wichtige andere Dinge vom Tisch fallen lässt. Es geht um eine Ausgeglichenheit in der Lehre und um die Betonung der grundlegenden, gesunden Lehre und dass man sich davor hütet, sich in Nebensächlichkeiten zu verlieren.

1.Timotheus 4,6 :

„Wenn du dies den Brüdern vor Augen stellst, wirst du ein guter Diener Jesu Christi sein, der sich nährt mit den Worten des Glaubens und der guten Lehre, der du nachgefolgt bist.“

Genährt mit gesunder grundlegender Lehre

Wisst ihr, die meisten von uns essen, weil unser Magen rumort. Ich bin hungrig, mir ist schwindlig. Ich habe gestern nicht gegessen und jedenfalls war ich sehr eingebunden und bekam nichts zu essen und dann kamen noch meine Kinder ins Spiel und ich wollt nur weg und was essen. Etwas sagte mir: Du musst essen.

Nun, Gott wird in euch einen Hunger schaffen und es wird nicht so sein, wie ihr denkt. Es wird nicht so sein, dass er mit seiner Gegenwart hereinrollt, um in eurer Gebetszeit den Hunger in euch schaffen. Er wird es sein, der euch in Situationen führt, die euch völlig verzweifeln lassen. Wenn dann Gott sich nicht für euch eingreift, dann seid ihr tot. Er wird euch in angstvolle Umstände bringen, in unklare Situationen, wo ihr ihn brauchen werdet.

Paulus sagt: „nährt euch“. Ich möchte, dass ihr denkt, wenn ihr euch hinsetzt und eure Bibel studiert, dass ihr dahockt und eine große Mahlzeit habt. Das ist die Art und Weise, wie wir uns dem Wort Gottes nahen sollen. Paulus sagt: „der sich nährt mit den Worten des Glaubens und der guten Lehre“. Nun, ich möchte hier jetzt nicht groß differenzieren. Das Wort bedeutet wörtlich „gute Lehre“. Einfach gutes, zuverlässiges Material. Habt aber acht vor überzogenen Lehren.

Habt acht vor absolut verblüffenden, erstaunlichen Lehren, die gefüllt sind mit neuem Zeug, worüber niemand je vorher gedacht hat. Bleibt bei der gesunden Lehre.

Wisst ihr, manchmal reise ich und manchmal unter recht schwierigen Umständen. Aber manchmal ist es echt „erstklassig“, denn du reist und die Leute dort wollen mit dir zum Essen ausgehen. Am Morgen hast du kontinentales Frühstück, was wirklich gut ist. Also, wenn ich beispielsweise in Peru bin, ist das natürlich nicht so. Dann zum Mittagessen werden diese Leute mit dir ein schönes Lokal besuchen. Und vielleicht ebenso zum Abendessen nach dem Gottesdienst. Es ist einfach erstaunlich: Nach einer Weil,  egal wie fein das Restaurant ist, in das sie dich führen,  fühlst du dich innerlich ganz schmierig und schrecklich. Und du kommst heim und deine Frau macht dir nichts extravagantes, sondern einfach nur ein  einfaches, gutes Essen. Und du kannst einfach einen Unterschied feststellen. Ich meine, du kannst klar den Unterschied erkennen.

Ich esse einfach schlicht gutes Essen, nichts extravagantes. Das ist einer der Gründe, warum Theologen an einen echten Dienst gebunden werden sollten mit echten Menschen im Zusammenhang mit einer Ortsgemeinde. Denn wenn Professoren sich selbst überlassen werden, allein in der akademischen Welt. Ich denke , es ist eine der gefährlichsten Sachen, die du einem Mann Gottes antun kannst, dass du ihn in eine akademische Umgebung stellst, ohne einen echten Dienst. Denn er wird anfangen nach neuen und überzogenen Lehren Ausschau zu halten über die nie jemand vorher nachgedacht hat.

Mein Freund, es ist sehr gefährlich, was unsere theologischen Ausbildungsstätten oft tun. Ein junger Mann besucht eine Bibelschule und er hat glatte „Einsen“. Und dann besucht er ein theologisches Seminar. Man hat ihm gesagt “du gehörst in ein theologisches Seminar!”. Und dort schließt er wieder sehr gut ab“. Und sie sagen ihm “du musst ins PGD-Programm” (Professional Graduate Diploma). Und schon schließt er das das PGD-Programm als Klassen-Bester ab. Und sobald er das beendet hat, wartet eine Anstellung im Seminar auf ihn. Nun, so kommt es, dass man einen Professor für Gemeindegründung im Seminar hat, der nie eine Gemeinde gegründet hat. Ihr würdet nicht glauben, wie viele Leute von dieser Sorte es dort gibt. Seht ihr, ich denke, so fügt man diesem jungen Kerl Schaden zu. Ihr jungen Leute, hört mir zu.

Ihr wisst nicht, wie viele Male allein in diesem Jahr ich Gemeinden besucht habe und helfen musste, die Gemeinde wieder ins Lot zu bringen, nur wegen Typen wie euch. Ich musste mehrfach über Johannes 3, 16 predigen, weil junge Kerle, die Köpfe gefüllt mit  Lehren der souveränen Gnade, reingekommen waren und die Gemeinde daran zweifeln ließen, ob dieser Vers überhaupt in der Bibel existiert. Die Liebe Gottes für die Welt. Sie leugneten diese Lehre. Sie betonten bestimmte Dinge so sehr, dass sie die gleichen Fehler begingen, die sie bei den “Arminianern” beklagten. Und so ist es gut, einfach für eine Weile bei den einfachen Dingen zu bleiben. Die Dinge,über die du letztlich herausfindest, dass sie  in Wirklichkeit die Dinge sind, an denen du mehr festhalten wirst als an allem anderen.

Es war Jono Sims dieses Wochenende oder letztes Wochenende und es war unglaublich, er redete darüber, einfach in der Mitte des Stroms zu bleiben. Ich sagte: „Wie hast du das gemeint, Jono?“

Er sagte: „In den ganzen Jahren meines Dienstes habe ich so viele Kerle gesehen, die in Nebenflüssen untergehen. Sie sind mitten im Strom, folgen der Mitte des Stromes der überlieferten Glaubenslehren und dann packt sie was und dann verirren sie sich im Nebenfluss.

Z.B. wenn sie in der Mitte des Stromes gewesen sind, dann ist hier die charismatischen Bewegung. Und anstatt zu merken, dass der Geist Gottes eine bedeutende Stellung im christlichen Glauben einnimmt und dass wir mit dem Geist gefüllt sein müssen und wir im Geist wandeln sollen und unserem Gaben im Geist ausüben sollen und all diese Dinge… Also anstatt das einfach zu erkennen und sich auf Christus zu konzentrieren, folgen sie dem Nebenfluss, wo alles der Heilige Geist ist. Am Ende sind sie in Wasser, dass sich nicht bewegt, sie landen in einem Sumpf, sie sitzen in der Patsche. Und dann gibt es die, die sich nur um die souveräne Gnade drehen. Und sie folgen diesem Nebenfluss der souveränen Gnade bis sie im Sumpf, im Schlamm landen und dort stecken bleiben. Puritanisch hier, puritanisch da, Evangelisation hier, Evangelisation da. Und schließlich folgen sie den Nebenflüssen, anstatt im Hauptfluss des christlichen Glaubens zu bleiben.

Merkt euch meine Worte. Ich bin kein Prophet, noch der Sohn eines Propheten und ich bekam darüber keine Vision. Aber es reicht schon,  wenn man sich die Geschichte der Christenheit anschaut: Es wird eine Zeit kommen, junge Männer, wenn dies der Test für euch sein wird. Ihr werdet mit jedem Gemeinschaft haben, der sterben wird bevor er leugnet, dass Jesus der einzige Weg ist. Und sie werden eure Brüder sein, für die ihr sterben werdet. Ihr werdet sie nicht fragen, ob sie Calvinisten oder Arminianer sind. Ob sie diese Sicht über Eschatologie haben oder eine andere Sicht. Oder ob sie Charismatisch oder dies oder das sind. Aber wenn ihr seht, dass sie nicht verleugnen werden, dass nur Jesus der Retter der Welt ist, dann werdet ihr sie lieben. Wir werden an diesen Tag kommen. Wir werden es. Da wird es keine Frage darüber geben, ob jemand wiedergeboren ist, denn es werden die Wiedergeborenen sein, die sagen werden: Jesus ist der einzige Weg. Und es werden viele, viele sein, die weiterhin behaupten, Christen zu sein. Die sich in Gemeinden und Kirchen versammeln werden und dies sagen werden: “Ich glaube von ganzem Herzen an Jesus”. Dann wird sie jemand fragen: „Ist er der einzige Weg zu Gott?“ Sie werden das nicht leugnen, aber sie werden sagen: „Wer bin ich, dass ich richten könnte?“ Und dieser kleine Umstand wird sie vor Verfolgung bewahren.

Dann werden da vielleicht irgendwelche Gläubige von den Charismatikern  aufstehen und sagen: „Wir glauben von ganzem Herzen an Jesus und wir glauben, er ist der einzige Weg und niemand kommt zum Vater, außer durch ihn.“ Und sie werden verfolgt werden und sie werden eure engsten Brüder werden. Merkt euch meine Worte. Nun, ich sage nicht, dass die Lehre nicht wichtig sei. Ihr wisst, wie ich über Lehre denke. Aber lasst uns einfach bei der gesunden, guten Lehre bleiben. Seid sehr vorsichtig, nicht solchen Nebenflüssen zu folgen. Schaut… Lasst mich euch einfach etwas sagen. Wann immer jemand zu euch kommt und sagt: „Die Hauptsache des Christentums ist dies…“ oder: „Das wichtigste an Gott ist das…“ – Seid vorsichtig! Gott ist zu groß für euch, als dass ihr das Wichtigste an ihm finden und sagen könntet: Das ist, worum es geht. Nun lasst mich euch dies sagen und ich will es sehr vorsichtig ausdrücken: Ich glaube, dass Dr. Piper einfach ein Geschenk Gottes ist. Nun, und ich glaube, dass er recht hat mit seinen Aussagen. Aber – nicht zu ihm, sondern zu euch würde ich das sagen: Auch wenn ihr sagt, alles dreht sich um die Herrlichkeit Gottes, seid vorsichtig. Warum? Gott ist zu groß für euch, um sagen zu können, alles dreht sich um DIESE Sache. Du kannst ihn nicht so genau eingrenzen. Ihr könnt es nicht einfach auf eine Sache konzentrieren. Er ist einfach zu groß. Er ist einfach zu groß. Im Leben als Christ geht es nicht bloß um dies, es geht nicht bloß um das. Es ist einfach zu gewaltig, um es auf eine simple Phrase zu reduzieren. Ihr könnt das nicht tun!

Hinweise + Korrektur

So, mal kurz ein paar Worte zur aktuellen Situation. Ich hab zur Zeit ein großes Problem. Ich hab einige Projekte, die immer noch auf Eis liegen und die ich in den nächsten Wochen wahrscheinlich auch nicht gebacken bekomme, wenn ich realistisch bin.

Ich möchte nur mal betonen, dass das übersetzen einer Predigt und untertiteln eines Videos eine sehr zeitaufwendige Sache ist. Das macht man nicht nebenbei, man braucht wirklich viel Zeit und Geduld und muss sich auf diese Sache wirklich konzentrieren. Das wäre an sich nicht weiter tragisch. Aber nebenher schreiben mir laufend Leute E-Mails, die z.B. etwas wissen wollen, die mit mir diskutieren wollen, die irgendetwas möchten. Auch das ist nicht weiter tragisch. Aber auch das braucht viel Zeit und man macht auch das nicht nebenbei.

Nun, so kommt es, dass ich gerade schwer hinterher komme, mit dem Beantworten von Mails und ebenso schwer hinterherkomme, Projekte fertig zu stellen, die gerade – eigentlich schon halb fertig – brach liegen.

Also, es kann sein, dass manche Leute ziemlich lange auf eine Antwort warten müssen. Das ist nicht böse gemeint und hat nicht den Grund, dass ich sie vergessen habe, aber ich bin gerade ziemlich am Ende meiner Möglichkeiten und es geht halt nicht, ich werde nicht auf mein persönliches Bibelstudium verzichten und auf Zeit, die ich allein mit dem Herrn verbringen muss, um dafür irgend etwas anderes zu tun.

Jemand hat neulich scherzhaft gemeint: “Nun, scheint, dass du eine Sekretärin brauchst”

Das wäre ganz nett, ja. Nun, so weit dazu.

Eine andere Sache, die mir momentan etwas Sorgen macht, ist folgende:

Ich weiß, ich hab Videos, die besonders radikal sind, die eine sehr scharfe Linie ziehen und grundsätzlich ist das wichtig. Wir brauchen geistliches Unterscheidungsvermögen und wir müssen ungesunde und falsche Tendenzen auch identifizieren und mit ihnen umgehen können.

Aber ich hab so langsam die Befürchtung, dass sich manche Leute auf die “radikalen” Inhalte stürzen, ohne die rechte Liebe dafür zu haben. Ich fürchte, dass dahinter zum Teil nicht unbedingt Liebe als Hauptmotivation ist. Mir sind schon manche sehr unbarmherzige Leute begegnet, die predigen anderen einen Ruf zur Heiligung und Hölle und Verderben in einer derart lieblosen Weise, dass es sehr großen Schaden anrichtet. Ich möchte nicht, dass irgend jemand hier eine radikale Einstellung einnimmt, einfach deswegen, weil ihm bestimmte Missstände in der heutigen Christenheit ( als gesamtes ) sauer aufstoßen.

Man kann dabei einen richtigen Hass auf Menschen entwickeln, die nicht dem entsprechen, was man selbst für richtig hält. Und ich möchte nicht, dass das auch nur im Ansatz geschieht. Der Herr Jesus hat uns aufgefordert, für unsere Feinde zu beten, unsere Feinde zu lieben. Wisst ihr, was Liebe bedeutet? Liebe bedeutet, dass man für jemanden das Beste sucht, unabhängig davon, was es mich oder den anderen kostet.

Das Evangelium ist eine Botschaft der Gnade. Es ist eine frohe Botschaft der Gnade Gottes. Ja, auf dem  Menschen, der die Gnade verwirft, auf dem bleibt der Zorn Gottes, aber Jesus ist gekommen, auf dass jeder, der glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. Und wenn das nicht unsere Botschaft ist, dann haben wir ein Problem. Wir müssen acht haben, dass wir nicht in eine gewisse Selbstgerechtigkeit verfallen, die zwar christlich ist, aber dennoch selbstgerecht, sondern wir dürfen nie vergessen, wo wir herkommen. Die Schrift sagt:

Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn. ( Jesaja 53, 6 )

Wir waren allesamt auf Abwegen, wir waren allesamt auf unseren eigenen falschen und dummen Wegen, aber der Herr hat alle Schuld auf ihn, auf Jesus geworfen.

Vergessen wir das niemals, dass wir allein aus seiner Gnade gerettet sind und nicht aufgrund irgendwelcher Werke oder aus eigener frommer Kraft.

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Es gibt keine großen Männer Gottes, es gibt nur schwache und zerbrochene Männer eines großen und barmherzigen Gottes. Als ich jünger war dachte ich immer, wenn ich Männer betrachtete, die Gott benutzte, dass sie eine bestimmte geistliche Stufe erklommen hatten und weil sie diese Stufe erklommen hatten, Gott wirklich angefangen hatte, sie zu benutzen. Ich weiß, dass Gott mich benutzt habe, aber ich weiß, dass das alles Gnade ist.

Ich erinnere mich, wie ich vor ein paar Jahren predigte und es brach eine kleine Erweckung an der Uni aus und Menschen wurden gerettet und andere Menschen waren sehr wütend und warfen Wasserbomben auf mich, wenn ich über den Campus lief. Ich denke, das ist nicht so biblisch wie Steine, aber ich ziehe solche Wasserbomben natürlich den Steinen vor. Und deswegen dachte ein Gruppe von jungen Männern, ich sei der „Apostel“ Paulus. Und sie wollten mit mir nach Peru gehen und da bei mir sein.

Als sie Lima aus dem Flugzeug stiegen, dachten sie, ich sie der Apostel Paulus, als sie ungefähr einen Monat später wieder ins Flugzeug stiegen, beteten sie für meine Errettung.

Ich will nicht banal sein und sagen, dass wir nicht nach Heiligkeit streben sollten und Heuchelei ist ein Vergehen, dass die Seele verdammen wird. Aber Menschen sind Menschen und das ist alles, was sie je sein werden. Es gibt einen Lehrer, es gibt einen Vater und der Rest von sind Empfänger der Gnade. Deswegen liebe ich so den Apostel Johannes. Wenn er von sich selbst spricht, sagt er nicht „Der, der Jesus liebte“, denn das wäre ein großes Rühmen seiner selbst. Damit sagt man, dass man all die Gebote erfüllt hat. Er sagt: „Der, den Jesus liebte“. Ich nehme das mit Freude als einen ewigen Titel für mich an und möchte keinen anderen. „Der, den Jesus liebte“. Das ist alles, was wir je sein werden und es ist genug.

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Das ist in der Tat sehr wichtig:

Ein ernsthaftes Bemühen um Theologie, saubere Theologie kann zu Stolz und zu einer Art sektiererischer Einstellung anderen gegenüber führen, was dich kalt, richtend und kritisch werden lässt. Auf dieselbe Weise: Ein Verlangen nach Hingabe und Erkenntnis von Hingabe, kann dich dazu bringen zu denken: „Ich selbst bin hingegeben“ und dich dazu bringen anderen gegenüber kritisch und kalt zu sein, die das nicht sind. Ebenso, was ich heute morgen ansprach, die Ethik – wirklich ein Christus-ähnliches Leben zu führen, das kann dich zu einer sektiererischen Art von Lebensstil führen, in dem du kalt und kritisch bist. Denn bei allen drei Fehlern ist die Hauptlehre Christi verloren gegangen. Nämlich die der Liebe, welche alles zusammenhalten soll. Ich sag es so. Wenn deine Ansichten bzgl. der souveränen Gnade oder deine reformierten Ansichten dich nicht dazu bringen, die leidenschaftlich zu lieben, die dir in deinen Ansichten widersprechen, dann bist du ein wandelnder Widerspruch. Wenn deine Hingabe dich nicht dazu bringt, die zu lieben und denen zu dienen, die oberflächlich im Glauben sind, dann bist du ein wandelnder Widerspruch. Und wenn deine Ethik dich nicht dazu bringt, die leidenschaftlich zu lieben und besorgt zu sein um die, die gleichsam gesetzlos Leben, dann bist du ein wandelnder Widerspruch. Es ist so wichtig, das zu verstehen.

Und ich denke, das Ganze kann man letztlich darin zusammenfassen: Christus im Zentrum zu haben. ABER – schau dir einfach all die Gruben an, in die wir fallen können. Denn dann kommen die, die sagen, wir müssen Christus-zentriert leben und sie missbrauchen das Christus-Zentriert-Sein dazu, zu sagen, dass in der Schrift nichts wichtig ist als der Charakter Christi und das rettende Werk Christi – so konzentrieren sie sich auf die Christozentrik und darauf, für die Ehre Gottes zu leben doch – sie Leben ihr Leben völlig außerhalb von all den Anweisungen der Schrift. Es gibt überall Fallen.

Deswegen sagte ein Prediger, der eine Predigt über die Wahrheit hielt. Er sagte: Das ist wie auf einer Rasierklinge zu laufen, in der Wahrheit zu wandeln: Denn du kannst auf der einen Seite herunterfallen und du kannst auf der anderen Seite herunter fallen. Sehr, sehr wichtig.

Folge Jesus, keinem Prediger

Folgendes Video ist etwas, was mir wirklich auch am Herzen liegt. Seht ihr, ich hab wirklich eine Menge Videos von Paul Washer übersetzt und für nicht englisch-sprechende zugänglich gemacht. Und ich bekomme auch dementsprechend immer wieder Mails, wo sich Leute für die Videos bedanken und sagen, wie sehr sie davon profitiert haben. Und das ist in Ordnung.

Ich denke, diese Videos sind wichtig und können zum Segen werden, aber manchmal steckt da auch eine große Gefahr drin. Paul Washer ist ein Mensch, der absolut fehlbar ist. Ich denke, er betont es selbst immer wieder

“Mit mir ist die Weisheit weder geboren, noch wird sie mit mir sterben”

Der Grund, weswegen ich mir die Mühe mache, die Washer-Videos hochzuladen, ist der: Ich habe davon profitiert. Paul Washers Predigten haben mich mehr und mehr dazu getrieben, ins Wort zu gehen, den lebendigen Gott im Gebet zu suchen, mein Leben mehr und mehr nach Gottes Wort auszurichten, die Schrift und meinen Gott mehr und mehr kennen zu lernen.

Und das soll auch der Effekt sein, wenn ich hier die Predigten von Paul Washer weitergebe. Und ich sag es mal so hart, wenn dich das Hören von Washer-Predigten über das Wort Gottes nicht ins Wort treibt, nicht in Richtung Christus treibt, nicht dahin treibt, Jesus zu folgen, ihm mehr zu folgen als du es bisher getan hast, dann lass es bitte bleiben, diese Predigten anzuhören.

Es geht nicht um irgend einen Prediger, der besonders “gesalbt” ist, dem man zuhören sollte. Ich bin in charismatisch / pfingstlichen Kreisen groß geworden, ich hab gesehen, wie Leute ihrem Wunderheiler nachgelaufen sind. Man sagte, dieser oder jener Prediger habe eine besondere Salbung und die Gabe zu heilen. Und so haben diese Prediger und Heiler sehr viele Menschen auf sich gezogen, weil der Eindruck erweckt wurde, dass sie eine Heilung, einen geistlichen Segen oder irgend eine “Geistesgabe” von Gott an den “Normalgläubigen” weitergeben könnten. Und wisst ihr, was dabei passiert ist. Es gab einen neuen Mittler. So ein Prediger vermittelte also ( in der pfingst und charismatischen Praxis durch Handauflegung )  irgendwelche Segnungen, die er von Gott an den “Normalgläubigen” weitergab und der Effekt war der, dass viele “Normalgläubige” in Abhängigkeit von irgend einem Prediger kamen und nicht von Gott, sondern von Gott DURCH diesen bestimmten “gesalbten” Prediger Hilfe erwarteten.

Einen ähnlichen Effekt kann man in der “Seelsorge” haben, und so etwas ähnliches kann auch bzgl. einem Paul Washer passieren. Dass man abhängig wird von seinen “gesalbten” Predigten.

Ja. Gott wirkt durch einen Paul Washer. Ja, Gott wirkt durch andere Männer Gottes, Gott hat durch einen Hudson Taylor, durch einen Georg Müller, durch einen George Whitefield gewirkt und die Gläubigen gesegnet. Ja, wir brauchen Lehrer, wir brauchen Leute, die Verantwortung übernehmen, die der Gemeinde das Wort Gottes predigen und das ist sehr, sehr wichtig. Und Gott hat verheißen, die Verkündigung des Evangeliums zu segnen und genau das ist auch ein zentraler Teil unserer Aufgabe, das Evangelium zu verkünden, in Wort und Tat und ich bin sehr dankbar für den Schatz an Predigern, die der Herr früher und auch heute gegeben hat.

Aber seht ihr, es ist so wichtig, dass ein jeder von uns Gläubigen allein vor Gott stehen kann, dass er, obwohl er zum Leib Christi gehört und mit den anderen Gliedern verbunden ist, doch an erster Stelle mit dem Haupt, mit Christus verbunden ist, dass er nicht irgend einen Menschen dazwischen geschaltet hat, der in irgend einer Weise wichtiger ist. Ein Mensch kann uns nicht helfen, nicht wirklich. Wenn Gott durch einen Bruder spricht, dann ist das wunderbar, aber es sollte uns näher zu Gott treiben, nicht zu irgend einem Menschen. Gott wirkt durch Menschen, aber es ist dann Gott, der diesen Menschen gebraucht, jeder Gläubige steht aber zu aller erst mal für sich allein vor Gott.

Und wir sollten immer wieder und wieder Zeit allein vor Gott in seinem Wort und Gebet verbringen. Ohne irgend einen Prediger, ohne Gemeinschaft mit anderen Menschen, so wichtig die auch ist. Nicht aus zweiter Hand leben.

Aus einem Interview mit Paul Washer

Frage: Was würdest du zu jemandem sagen, der treu und regelmäßig deine Predigten im Internet anhört, aber nicht treu und regelmäßig im Wort Gottes ist und im Gebet?

Antwort: Dazu würde ich sagen: Hörend und doch nicht hörend, sehend und doch nicht sehend. Wieder, hört zu, alle Menschen sind fehlbar, es gibt nicht so was wie einen großen Mann Gottes, nur sündige, winzige und erbärmliche Männer eines großen und barmherzigen Gottes. Du kannst dein Leben nicht leben basierend auf der Wirklichkeit anderer Menschen. Ich bewundere Männer wie z.B. John Piper sehr, aber ich kann mich nicht von John Piper abhängig machen, in einer parasitenartigen Beziehung, in der er von Gott hört und ich mich dann von ihm nähre. Ich selbst muss zum Wort gehen. Ich muss Gott selbst kennen, ich muss die Wahrheiten der Schrift selbst erfahren.

Eines der schlimmsten Übel, vor allem auch lächerlich, ist, wenn ich einen jungen Mann sehe, der eine Predigt von jemandem wie John Piper nimmt und es Wort für Wort predigt. Nicht, dass diese Wahrheit in John Pipers Predigt dann unwichtig wäre, sondern ich kann sofort sagen: Wenn die Predigt aus John Pipers Mund kommt, ist sie eine Wirklichkeit, wenn sie aus dem Munde dieses jungen Mann kommt, dann ist das, als ob ein Papagei zu mir spricht. Es ist nicht eine Wirklichkeit, es ist nichts, was er erfahren hat. Solche Leute müssen ins Wort und ins Gebet kommen. Sich selbst wegschließen.

Lass mich das sagen: Als ich anfangs in den Dienst berufen wurde, da sagte mir mein Pastor, der ein sehr gottesfürchtiger Mann war, der wirklich mit Gott wandelte, eines Tages: “Junge, kannst du allein sein?” – Als er das sagte, da dachte ich, wenn ich die Wahrheit predigen würde, dann wäre ich allein. Das meinte er nicht. Was er meinte, war das: Wenn all die anderen jungen Männer auf christliche Freizeiten gehen und zusammen in Junggesellen-Gruppen rumhängen und zusammen auf christliche Konferenzen gehen und all solches, kannst du dann allein in die Kammer gehen und deine Zeit im Gebet mit Gott verbringen. Kannst du dein Bibelstudium machen und allein mit Gott sein?

Eines der Dinge, was die jungen Männer realisieren müssen, die danach trachten, von Gott gebraucht zu werden, ist, dass du ein Mann werden musst, der mit Gott wandelt. Und nicht einmal deine dir nahestehendsten Freunde können mit dir kommen, nicht einmal deine Frau, einfach niemand. Du wandelst mit Gott im Wort Gottes und Gebet.

Eine ähnliche Frage dazu: Ist es möglich, so von der Person und dem Dienst eines Predigers vereinnahmt zu werden, dass man mehr von diesem Mann vereinnahmt ist als von Jesus Christus.

Antwort: Defintiv. Das kommt bei mir teils vor. Ich hoffe, dass ich die Wahrheit predige, ich hoffe, dass ich Dinge sage, die wichtig sind, aber ich erkenne, das ist wie bei David. Ist euch klar, dass die ersten Leute, die sich mit David zusammen schlossen, das nur taten, weil sie wütend auf Saul waren? Es gibt wirklich besonders junge Männer da draußen, die wütend auf all das sind, was sie in der heutigen “Christenheit” sehen, so, dass sich sie an die  erste radikale Stimme, die sie hören oder das erste radikale Leben, das sie sehen gleichsam anhängen möchten. Das ist sehr, sehr gefährlich. Seht ihr, das Wichtige, was wir hier beachten müssen, ist Wahrheit und Charakter. Die Idee, sich an einen radikalen Menschen, der sehr viel Eifer hat, zu hängen, einfach um der Radikalität und des Eifers Willen, ist sehr, sehr gefährlich.

Frage: Ist es möglich, den Predigtdienst z.B. von dir oder von John Piper zu lieben und doch immer noch verloren zu sein?

Oh ja, das ist sehr möglich. Das ist wirklich, sehr, sehr, sehr möglich. Du kannst von so vielen Dingen fasziniert werden. Aber du musst dich fragen: Liebe ich Christus? Verlange ich nach Christus? Manche Leute mögen diese Predigten, weil das radikal ist und sie einfach radikal sein wollen. Ich weiß auch von einer jungen Frau, die wörtlich auf ihrem Weg zur Hölle war, weil sie sich Christus nicht ergeben wollte und sie wollte sich Christus nicht unterwerfen, weil sie Angst hatte, dass wenn sie ihr Leben Christus unterordnen würde, er sie keine Missionarin werden lassen würde. Alles kann dich in die Hölle schicken.

Frage: Viele Leute betrachten dich als eine berühmte Persönlichkeit und ich weiß nicht, vielleicht möchtest du was zu den Leuten sagen, die dich als “Star” sehen?!? Vielleicht sollte das mal angesprochen werden…

Antwort: Nun, vor ein paar Jahren habe ich wo gepredigt und hatte ich entschieden, diese Woche aus dem alten Testament zu predigen. Viele, viele Leute kamen, um mich predigen zu hören. Und das Kirchengebäude wurde voller, Stühle wurden ausgebaut um mehr Platz zu haben und als ich auf die Kanzel kam um die erste Predigt zu predigen, da schaute ich nach rechts und dort saß ein Mann, den niemand kannte. Es war ein Hebräisch-Professor aus Indien und ich wusste etwas über ihn und das hat mich einfach auf so ironische Weise getroffen. Erstens war er sehr, sehr gottesfürchtig, ein sehr gottesfürchtiger Ehemann und sehr gottesfürchtiger Vater. Er hat mehr über Gott im Alten Testament vergessen als ich je wissen werde. Und ich hatte Angst, zu wissen, dass er unter den Zuhörern saß, während ich das alte Testament predigte. Und das Ironische daran, war das: Gott gebraucht oft nicht die Menschen mit dem reinsten oder edelsten Charakter oder mit der größten Erkenntnis.  Und oft ist es bei denen , die berufen sind, vorn zu stehen, so, dass eine ihrer größten Bürden und Ketten ist, dass sie wissen, dass da Männer unter den Zuhörern sind, deren Sandalen sie nicht wert sind, zu tragen, deren Namen niemand kennt und die doch viel mehr Mann Gottes sind als der, der auf der Kanzel steht. Gott gebraucht die Unedlen. Er gebraucht die Schwachen.

Etwas anderes ist: Ich weiß, dass Gott mich benutzt hat. Aber, das hat er für einen bestimmten Zweck getan. Damit die Dinge aufgezeigt werden, die falsch sind. Aber ich weiß, dass ich eben nur das bin, was ich bin. Ich bin kein John Piper. Ich bin kein großer Ausleger. Ich habe nicht den Verstand eines R.C. Sproul. Ich bin, was ich eben bin. Und Gott gebraucht manchmal Menschen wie mich. Wir sind beschränkt. Aber wir werden gebraucht.

Etwas anderes, was ich für eine sehr gute Geschichte halte, ist, dass ich einmal wo gepredigt habe und eine echte Erweckung ausbrach – und diesen Begriff verwende ich jetzt nicht leichtfertig. Manche Leute bekehrten sich. Andere hatten brennenden Zorn, warfen Gegenstände nach mir und meiner Frau als wir über den Campus liefen, aber es brach eine Erweckung aus. Danach kamen einige der jungen Bibelschüler zu mir und sagten: “Mr. Washer, dürfen wir mit Ihnen nach Peru gehen?” – Ich sagte: “Ihr könnt mitkommen und mich besuchen”. Als sie aus dem Flugzeug in Lima stiegen, dachten sie, ich sei der Apostel Paulus.  Und als sie 1 1/2 Monate später wieder zurück gingen in die USA, da beteten sie für meine Erlösung [ scherzhaft ]. Der Punkt, den ich machen möchte, ist: Ich hoffe, ich bin kein Heuchler und ich hoffe, dass ich ernsthaft Christus folgen will. Dass ich wirklich Jesus folgen möchte. Ich hoffe, dass sie niemanden sahen, der eine schlechte Nachbildung eines Christen war. Aber, alles, was sie sahen, war einfach das, was alle Männer sind. Wisst ihr. Ein Mann ist nicht mehr als das, was seine Frau sieht. Ein Mann ist, was die im nahestehendsten Personen über ihn wissen. Und alles, was diese Bibelschüler sahen, war ein Mann, der in der Gnade Gottes danach trachtete, Jesus zu folgen, dem Gott geholfen hatte bei bestimmten Diensten.

Ich versuche, das Wort jeden Tag zu studieren. Systematisch durch die Bibel zu lesen. Das ist meine Andachtszeit. Zu beten, auf meinen Knien zu sein während der Morgenwache, Auf meinen Knien zu sein während der Nachtwache, bevor ich schlafen gehe. Oder, wenn er mich weckt, ein Wächter zu sein, aber ich habe Probleme, Probleme dabei die Schrift auswendig zu lernen. Ich versuche, bestimmte Schriftstellen auswendig zu lernen und ich denke, mein achtjähriger Sohn kann das besser als ich. Zu mancher Zeit ringe ich ziemlich heftig mit Depression, aber ich bekomme größeren und größeren Sieg darüber , wegen der Wahrheiten, die ich von Jay E. Adams lerne. Leute, manchmal muss ich mich bei meiner Frau entschuldigen, manchmal muss ich meine Kinder darum bitten, mir zu vergeben. Jeder, der von Gott gebraucht wird, beweist einfach, dass Gott auch heute noch durch Felsen und Esel spricht. Mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen. Aber ER ist treu. ER ist sehr, sehr treu. ER ist sehr freundlich.

Nun, wusst ihr, die von uns, die an die souveräne Gnade glauben, wir sollten auch welche haben anderen Menschen gegenüber. Manchmal fürchte ich mich sehr, wenn ich darüber nachdenke, was die Leute über mich denken. Manche Leute, die mich nicht mögen, sind wahrscheinlich teilweise in ihrer Auffassung auch gerechtfertigt, aber zum Teil liegen sie wahrscheinlich auch falsch. Viele Leute, die mich wirklich gern haben, die nehmen oftmals auch nicht wahr, was wirklich geschieht, was meine Schwachheiten angeht und dass ich nicht immer Christus so folge, wie ich wünschte es zu können. Wir alle brauchen das Gebet. Lasst mich das sagen. Nebenbei, diese Aussage bzgl. der souveränen Gnade stammte von David Miller, das wollte ich noch anmerken.

Wisst ihr, was ich am meisten fürchte? Es ist, dass plötzlich das Rampenlicht ausgeht und sich niemand mehr dafür interessiert, mich noch predigen zu hören. Dass das tatsächlich passieren könnte, ist nicht, was ich fürchte, aber was mir einen Schrecken einjagt ist dabei folgendendes:

In diesem Moment wird mein wahres Herz offenbart. Wie wird es aussehen? Ich hoffe, dass ich dann immer noch freudig dem Herrn nachfolgen würde, predigen würde, oder, was immer er mir als Aufgabe gibt. Aber ich denke oft darüber nach: Was passiert, wenn du eines Tages ins Gebäude läufst und niemand von dir Notiz nimmt. Manchmal ist es besser, dass jemand wütend auf dich ist, als dass niemand irgendwas dir gegenüber verspührt. Was passiert, wenn niemand wenigstens noch Ärger gegenüber dir empfindet. Wenn du völlig unwichtig bist und einfach mehr oder weniger verschwindest? Was wird dann geschehen? Wird mein Herz offenbaren, dass ich voll stolz bin, so dass ich nach solch einem öffentlichen Dienst verlange? Das ist eine gute Frage.

Frage: Kannst du noch kurz in einer kompakten Form erzählen, was du von Jay Adams gelernt hast bezüglich Depression?

Die Frage ist: Was ich habe ich von Jay Adams bzgl. Depression gelernt? Das Größte ist wohl dass, zu unterscheiden zu lernen, wann ich eine Lüge glaube, das nicht wahr ist und nicht Gottes Wort entspricht und dann meinem Herzen Gottes Wort zu predigen, anstatt mein Herz zu mir die Lügen predigen zu lassen und auf den Wirklichkeiten des Wortes Gottes zu stehen, anstatt z.B. auf Gefühlen. Etwas anderes, was ich für sehr hilfreich halte, ist, dass so viele Dinge, die uns dazu bringen würden, Menschen zu bemitleiden und zu hätscheln, eigentlich Anlass wären, diese Person dafür zurechtzuweisen, z.B. weil er eine Lüge glaubt. So oft behandeln wir uns als zu bemitleidende Opfer, während wir in Wirklichkeit eher schuldige Verbrecher sind. Das einfach anzuerkennen im Lichte des Wortes Gottes und Buße zu tun. Etwas anderes, was ich für sehr, sehr gut halte, ist, dass es nicht reicht, NEIN zum Fleisch zu sagen, NEIN zu einer üblen Angewohnheit zu sagen, sondern diese böse Angewohnheit durch das Tun des Guten zu ersetzen, mit Tugend zu ersetzen. Es ist nicht nur, abzulegen, sondern auch anzulegen und vieles davon ist sehr, sehr hilfreich gewesen.

Gedanken zum neuen Jahr

An dieser Stelle ein paar Gedanken fürs neue Jahr.

Das zurückliegende Jahr war für mich persönlich vor allem ein Jahr, in dem sehr viel schief lief und ich bin über manches immer noch sehr unglücklich, weil ich an vielem auch wirklich selbst schuld war und viele der kleineren Katastrophen absolut unnötig gewesen wären, wäre ich einfach vorsichtiger und überlegter vorgegangen und hätte mich nicht so sehr darauf gestützt, was ich für richtig hielt, sondern hätte innegehalten und manches einfach dem Herrn überlassen, was ich doch wieder mehr oder weniger in die eigene Hand genommen habe.

Ich durfte aber auch erleben, wie der Herr trotz meines Chaotentums schützend eingriff und in seiner Gnade manches abwandte, was ich mir eigentlich selbst eingebrockt hatte und hätte auslöffeln müssen.

Was ich mir fürs nächste Jahr wünsche, ist, mehr in der Abhängigkeit Gottes zu leben als ich es bisher tue. Dass ich mehr und mehr lerne, nicht meine eigenen, dummen Wege zu gehen und mehr und mehr lerne, Gottes Wege zu gehen, dass ich sein Wort noch mehr kennen und schätzen lerne, dass ich es lerne, mehr gehorsam zu sein, mehr in seinen Fußstapfen zu gehen als ich es bisher tue.

Ich wünsche auch allen Lesern viel Gnade fürs Nächste Jahr. Wir haben sie nötig und bedürfen ihrer jeden Tag, jede Stunde.Wo kämen wir hin ohne IHN, der nicht nur der Schöpfer, sondern bis zum heutigen Tag der Erhalter unseres Lebens und der Geber unseres ewigen Lebens ist?

Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei allen bedanken, die mir dieses Jahr zum Segen würden, darunter natürlich Bruder Karl-Hermann Kauffmann, Bruder Paul Washer  und den lieben Brüdern und Schwestern der Gemeinde, die ich derzeit besuchen darf, ich möchte auch meinen Eltern danken und meinem jüngeren Bruder für seine besondere Treue. Ich möchte auch denen danken, die mich in irgend einer Form zum Beispiel bei der Arbeit hier unterstützt haben und die mir auch so in Wort und Rat Unterstützung  waren.

Der aller größte Dank gebührt aber dem Herrn Jesus, der letztlich Alles in der Hand hält und der der ist, dem alles Lob und alle Ehre und Herrlichkeit gebührt, weil er nicht nur unser Schöpfer, sondern auch Retter ist.

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Dazu noch ein Denkanstoß fürs nächste Jahr. Ich für mich denke, dass es sehr wichtig ist, auch im neuen Jahr eines nicht aus den Augen zu verlieren. Den Herrn Jesus näher und tiefer kennen und fassen zu lernen.

Wer ist dieser Jesus von Nazareth? Ich frage mich, ob Du ihn kennst.

Er mag für dich vielleicht eine Idee oder ein Konzept sein. Eine historische Figur oder ein großer Philosoph, aber hast du gewusst, dass er nach der Schrift der Schöpfer des Universums ist? ( Kolosser 1, 15-16 )

Hast du gewusst, dass seine ewige Existenz ohne Grenzen ist und dass er sich nie verändert? ( Hebräer 13, 8 )

Hast du gewusst, dass sein Wissen unbeschränkt ist ( Kolosser 2, 3 ) und es seiner Weisheit niemals an Rat mangelt, egal bei welchem Problem oder welcher Situation?

Hast du gewusst, dass ihm alle Macht gegeben ist – im Himmel wie auf Erden ( Matthäus 28, 18 ) und, dass seine fürsorgende Vorsehung überragend ist, und zwar so sehr, dass nicht ein einziges Blatt von einem Baum gefallen ist, ohne, dass er es wusste? ( Matthäus 10, 29 )

Wusstest du, dass sein Wort vollkommen ist ( Markus 13, 31 ) und das ganzes Universum zusammenhält, Atom für Atom und eher das Universum vergeht als sein ewiges Wort?

Weißt du von seiner Vollkommenheit und Freude in der Gemeinschaft des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes – eine unbegrenzte Freude im Universum – über jeden wiedergeborenen Gläubigen?

Weißt du von seiner Vertrauenswürdigkeit und dass er niemals, jemals ein Versprechen bricht?  ( Titus 1, 2 )

Weißt du von seiner Gnade, die uns Leben gibt und den Gottlosen rechtfertigt? ( 2. Korinther, 13, 14 )

Kennst du seine Liebe, die in ihm so außerordentlich überfließt, die kein Mensch ermessen oder vollständig verstehen kann? ( Johannes 3, 16 )

Weißt du, dass er jedes Geheimnis in seiner Hand hält, wie er Johannes sagte; “Ich bin der Erste und der Letzte. Ich bin der Lebendige, ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und ich halte die Schlüssel zum Tod und zum Totenreich” ( Offenbarung 1, 17-18 )?

Wisst ihr von seiner überragenden Gerechtigkeit, dass er jede Rechnung begleichen wird und keine Ungerechtigkeit übrig bleiben wird?  ( Offenbarung 20, 13 )

Wusstest du, dass du und ich eines Tages vor diesem majestätischen Wesen stehen werden  ( Offenbarung 20, 12 ) – egal ob du dem zustimmst oder nicht, an ihn glaubst oder nicht, egal, welche Religion du hast?

Hast du von der Souveränität seiner Macht gehört, rein zu machen, zu vergeben und zu heilen? ( Lukas 5, 23 )

Wusstest du, dass in seinem Namen Erlösung für jeden Mann oder jede Frau ist, unabhängig davon, was sie geglaubt haben oder welche Lebensgeschichte sie hinter sich haben? ( Apostelgeschichte 4, 12 )

Wusstest du, dass Du und ich mit dem Zweck geschaffen worden sind, Yeshua Ha-Mashiach zu  kennen, den König der Könige und den Herrn der Herrn, diesen unendlichen und großen Gott?

Das ist der Gott, den es gilt zu kennen und ihm zu dienen. Ringe darum, ihn zu kennen.

Bewahrt euch in der Liebe Gottes

Bewahrt euch in SEINER Liebe

Und in Vers 6 sagt er: Suchet den HERRN, solange er zu finden ist, rufet ihn an, während er nahe ist! Es ist als ob er die Leute fast schon drängt. Ihr müsst verstehen, dass die Gnade Gottes, wenn sie recht verkündigt wird, dann ist es fast unglaublich. Es ist unglaublich, denn ihr habt nichts vergleichbares in eurem Leben je gesehen. Niemals ist eine solche Güte und Freundlichkeit Menschen gegenüber gezeigt worden. Und zu Menschen zu gehen mit dem freien Angebot des Evangeliums, erfordert manchmal fast einen Beweis, dass es eben kein Schwindel ist. Dass es wirklich wahr ist. Meine charismatischen Freunde erzählen mir immer, dass der größte Tat des Glaubens ist, die Toten aufzuerwecken. Ich sag ihnen. Natürlich nicht, denn Baptisten-Prediger tun das jeden Sonntag morgen. Sie sagen: Die größte Glaubenstat, ist die Toten aufzuerwecken. – Nein, das stimmt nicht. Wenn ich eine Ausdrucksweise nehmen darf, die nicht so exakt ist. Wisst ihr, was mehr Glauben als alles andere auf diesem Erdball benötigt? In den Spiegel von Gottes Wort zu sehen und die eigene Sünde zu sehen. Sich zu sehen, wie man ist. Und dann zu glauben, es zu glauben wagen, dass Gott dich so sehr liebt, wie er sagt, dass er es tut.

Eines der größten Probleme in den Leben von den meisten von euch ist das: Ihr gehorcht nicht Judas, wenn er sagt: Bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes. Manche Prediger haben das verdreht und sagen: Nun, du gehorchst lieber mal Gott, du tust dies und das, DANN wird Gott dich lieben. Und das sagt der Text NICHT. Judas wollte etwas anderes sagen. Er sagt: Glaubt, dass Gott euch liebt. Das ist der Schlüssel zu geistlichem Wachstum. Zu glauben, dass er dich liebt. Das schwerste, was du jemals tun musst, ist zu glauben, dass er dich so sehr liebt, wie er sagt, dass er es tut. Ich weiß nichts über Pflanzen, aber wenn du mich anrufen würdest und sagen würdest: Bruder Paul, kannst du mal nach meiner Pflanze schauen? Nun, versuchen kann ich’s, was stimmt nicht damit? – Nun, sie ist sehr sehr krank. Nun, ich komm in dein Haus, habe keine Ahnung, bin kein Experte für Pflanzen. Aber du bringst mich in eine dunkle Kammer, öffnest die Tür und da steht die Pflanze. Und ich sage: Nun, ich hab das herausgefunden: Halte deine Pflanze in der Sonne. Behalte sie im Sonnenschein. Lass sie an die frische Luft. Sie wird wachsen und gedeihen. Gottes Liebe ist so groß darin, wie sie sich im Evangelium Jesu Christi zeigt. Aber in jenem Text muss, er es wieder und wieder sagen und belegen, dass er wirklich das tut, was er verheißen hat. Kann das so sein? Können all meine Sünden wirklich vergeben sein? Kann ich wirklich eine Beziehung mit Gott haben? Unbeflekt und voll Herrlichkeit. Und er sagt:

Suchet den HERRN, solange er zu finden ist, rufet ihn an, während er nahe ist! Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken und kehre um zum HERRN, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott; denn er vergibt viel.

Versuch das nicht zu erklären. Es ist ein Geheimnis. Aber ich sag dir das: Du bist hier wegen ihm. Du sagst: Bruder Paul, ich habe Buße getan. Ja, das hast du, aber er gab dir die Gnade, das zu tun. Ich glaubte. Ja, du hast geglaubt. Ich hänge an ihm, ja- aber nur weil er an dir hängt. ich liebe Gott. Ja, weil er dich zuerst geliebt hat. Seht ihr das? Nun, bleibt in dieser Liebe! Und lasst euch da von niemandem anlügen. Die Schrift sagt, dass der Teufel ein Lügner und Mörder ist. Lasst uns die beiden Dinge zusammen nehmen. Er tötet auch dadurch, dass er lügt. So hat er unsere Ur-Eltern, Adam und Eva ermordete, er hat sie angelogen und durch Lügen, ermordet er dich. Auf einem Gebiet wird er dich wirklich attackieren. Wenn er dich nicht mit Irrlehre kriegt, z.B. leugnen der Dreieinigkeit  oder dich dazu bringt, in eine Sekte enzutreten, dort wird er doch dann angreifen: Er sagt: Gott liebt dich nicht. Und er wird es dadurch tun, dir zu zeigen, wie unwürdig du bist. Das Problem ist: Meistens hat er ja recht. Merkt ihr das nicht? Kämpft nicht mit dem Teufel darüber, dass du würdiger seist als der Teufel dir das vor Augen malt. Du musst ihm sagen: Nun, du weißt nicht ma die Hälfte von meiner Unwürdigkeit. Du denkst, ich bin schlecht? Du weißt nicht alles! Ich bin schlimmer als selbst du es weißt! Aber dann, es geht nicht um mich, sondern um den, der FÜR MICH starb. Es geht um meinen älteren Bruder. Der HERR JESUS CHRISTUS. Es dreht sich alles um ihn.

Um abzuschließen, lasst uns das ansehen: Liebt Gott seine Kinder? Ja! Liebt Gott alle Menschen? Ja! Wenn du heute gerettet bist, bist du gerettet, weil Gott ein großes Werk in deinem Leben tat? Ja! Ruft Gott alle Menschen, Buße zu tun und zu glauben? Absolut! Gießt er seine Liebe und Barmherzigkeit über alle Menschen aus? Absolut! Gehen manche zur Hölle, weil Gott sie nicht will? Nein, sie gehen wegen ihren eigenen Wegen dort hin. Deswegen kommen sie in die Hölle. Aber du kommst in den Himmel wegen der GNADE GOTTES. Leute, ich will, dass ihr seht, dass diese Welt dreckiger und chaotischer Ort ist und gegen dich als Gläubigen kämpfen wird. Und du musst dich darin halten, zu glauben, dass Gott dich so sehr liebt, wie er sagt, dass er es tut! Und zweitens müssen wir da raus und evangelisieren und das wahre Evangelium den Menschen nahe bringen. Das müssen wir. Schaut es euch an. Die Nachrichten sind schon bedrohlich. In nicht vielen Jahren wird es gegen das Gesetz sein, ein fundamentalistischer, Bibel-gläubiger Christ zu sein. Wir müssen Zeugnis geben, die Art und Weise ändern, wie wir Dinge betrachten. Das ist ein Kampf ums Überleben. Und wir müssen da raus gehen. Nicht als Heuchler, die ein Ding verkündigen, aber ein anderes ausleben.

Aber wir müssen da raus und die Gnade Gottes verkünden und nicht auf uns zeigen. Wir sind nicht „Superheilige“ , die durch ihren eigenen Verdienst und ihre eigene Tugend von Gott die Erlösung errungen hätten. Wir sind schlicht Bettler, die Gnade in Christus gefunden haben und wir wollen das allen anderen erzählen. Verkündet das Evangelium, teilt es anderen mit. Bringt ihnen das Evangelium. Betet, dass Gott Menschen rettet. Betet, dass Gott hierher einen Mann sendet und andere Männer um ihn herum aufstehen lässt, diese Gemeinde zu leiten, ein wahres Evangelium zu predigen. Die Verlorenen zu Evangelisieren! Und seinem Namen Ehre zu bringen.

Bereitet euch vor und betet.

Ich hab ein Problem. Es ist so. Wenn ich manche Videos online stelle, dann befürchte ich, dass sie missverstanden werden können und dass dann irgendwelche Leute irgendwelche Dinge tun, die nicht weise sind. Und genauso ist es z.B. mit folgendem Video. Ich will nicht, dass irgendwer falsche Schlüsse aus manchen Dingen zieht und deswegen in Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit oder im Gegenteil in Enthusiasmus und Übermut gestürzt wird. Manche Videos bewegen sich ein wenig an der Grenze. Das weiß ich. Und ich habe manchmal etwas die Befürchtung, dass man manches allzu leicht in den falschen Hals bekommen kann und sich daran kräftig verschlucken kann.

Deswegen ist mir wichtig zu betonen, dass ich möchte, dass die Leser hier nüchtern und vernünftig bleiben oder es werden. Man kann in gewisse geistliche Extreme kommen, die ungesund sind. Ich hab das bei mir selbst beobachtet und ich hab das bei anderen beobachtet.

Ich möchte hier etwas betonen. Paulus sagt in Titus 2, 11-13

Denn es ist erschienen die Gnade Gottes, heilsam allen Menschen;  sie nimmt uns in Zucht, damit wir unter Verleugnung des ungöttlichen Wesens und der weltlichen Lüste VERNÜNFTIG und gerecht und gottselig leben in der jetzigen Weltzeit, in Erwartung der seligen Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsres Retters Jesus Christus,

Über diese 3 Verse könnte man wochenlang predigen und man würde nicht zu einem Ende kommen. Aber ich möchte kurz auf das VERNÜNFTIG eingehen. Die Gnade Gottes nimmt uns – neben anderem – dazu in Zucht, dass wir sowohl mit heiligem Wandel als auch auf VERNÜNFTIGE Weise in der jetzigen Zeit leben sollen.

Und es kann sein, dass wir unvernünftig werden. Ich will jetzt nichts gegen Mission sagen. Ich bewundere viele Missionare, die tagtäglich ihr Leben aufs Spiel setzen. Aber es gibt eine Art von christlichem Enthusiasmus, die meint, „NUR, wenn ich Missionar bin und zu hunderten Menschen täglich predige, dann führe ich ein Leben, das Gott gefällt“.  Und das stimmt nicht. Oder eine andere Auffassung kann die sein: „Ich muss meinen Blick auf die himmlischen Dinge richten, ich kümmere mich nicht mehr um meine irdischen Dinge und Pflichten, weil die Erde ja ohnehin vergehen wird und lebe jetzt nur noch für Jesus!“ .

Das ist Spinnerei. Unsere Beschäftigung mit den irdischen Dingen ist nicht vergeblich. Denn wir sollen die irdischen Dingen sinnvoll und vernünftig gebrauchen. Das ist wirklich ganz schwer, diese Spannung. Einerseits sollten wir in den Dimensionen der Ewigkeit denken und alles im Lichte dessen sehen, dass die Welt vergehen wird, aber gleichzeitig sollen wir die Dinge dieser Welt gebrauchen – zur Ehre Gottes.

Ich möchte BETONEN, dass eine Hausfrau, die Christin ist, die ihren Haushalt gut führt, die Kinder gut groß zieht und sich mit vielen „irdischen“ Dingen beschäftigt, sich mit den alltäglichen Dingen rumplagen muss, NICHT zwangsläufig ungeistlich ist. Ganz im Gegenteil. Reinigungsarbeiten im Haus können Gottesdienst sein. Die Frage ist: Warum führe ich meinen Haushalt gut? Führe ich ihn gut, damit ich voll stolz auf meinen Haushalt schaue und sagen kann: Toll hab ich das gemacht!? Oder abeite ich sauber und ordentlich zur Ehre Gottes?

Auch im Beruf. Warum bemühe ich mich, meine Aufgaben sauber zu erledigen? Deswegen, weil ich gut da stehen will? Deswegen, weil ich eine Beförderung will? Oder deswegen, weil ich Gott ehren möchte mit meinem Leben? Seinen irdischen Pflichten nachzugehen ist eine geistliche Pflicht. Wir sollen nicht weltfremd sein, wir sollen unsere irdischen Aufgaben, sei es im Beruf, sei es in der Familie, sei es sonst wo – fleißig erfüllen.  Wir sollen vernünftig in dieser Welt leben.

Warum betone ich das jetzt gerade so sehr? Weil ich immer die Gefahr sehe, dass man manch ein Video missversteht und so auf Irrwege kommen kann, die aus diesem Missverständnis resultieren. Als Christ mit der Schöpfung richtig umzugehen ist nicht so ganz einfach, weil ich muss mich fragen: Wie lebe ich VERNÜNFTIG in dieser Welt nach Titus 2 . Die Frage kann ich jetzt nicht ausufernd beantworten, aber es ist mir wichtig, das angesprochen zu haben wegen dem Video, das jetzt kommt.

Dazu sei auch noch gesagt: Was letztlich geschehen wird, das weiß ich nicht. Das weiß nur der Herr. Aber behalten wir das, was Paul Washer hier sagt, bitte im Hinterkopf, solche Zeiten, von denen er redet, könnten in ein paar Jahren tatsächlich Realität werden. Das möchte ich einfach zu bedenken geben. Das soll niemandem Angst einjagen, aber es sollte uns vielleicht zeigen, wohin es gehen könnte – und auch zu Zeiten der Apostel auch schon gegangen ist und in vielen Ländern der Welt heute geht. Das ist eine Realität, die da ist und uns auch immer näher kommen könnte.

Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen;
( Römer 1, 16 )

Lasst mich folgendes sagen:

Paulus Fleisch hatte jeden Grund, sich des Evangeliums zu schämen. Denn das wahre Evangelium Jesu Christi widerspricht jeder Philosophie und jedem Gedanken der heutigen Zeit. Wenn du dich mit Jesus Christus identifizierst, dann stellst du dich in eine Position, wo du Schande zu leiden hast. Wir leben in einer Welt, die den christlichen Glauben hasst! Die über das Evangelium Jesu Christi spottet. Wir leben in einer Welt, die Jeden hasst, der ernsthaft danach trachtet Jesus Christus zu folgen und sein Evangelium zu verkündigen. Es gab einmal eine Zeit, wo der Westen eine Festung des christlichen Glaubens war. Aber das ist nicht mehr so. Jedes Jahr wird es finsterer und finsterer. Und der Widerstand gegen den christlichen Glauben wird stärker und stärker. Und wenn du Jesus Christus in den nächsten Jahrzehnten folgen magst, dann musst du dich darauf vorbereiten, Schmach zu leiden. Du musst dich auf Verfolgung vorbereiten, die möglicherweise in vielen Formen kommt, die du dir nie vorgestellt hast. Schaut euch einfach um. Schaut, was gerade geschieht. Das Seil zieht sich langsam um unseren Hals zu. Überall werden Gesetze gegen Intoleranz und Hassrede erlassen. Du sagst etwas bestimmtes und dann wird das als intolerant oder gehässig betrachtet und dann wirst du ins Gefängnis gesteckt. In verschiedenen Ländern im Westen sind christliche Prediger ins Gefängnis geworfen worden, nur weil sie sagten, das Homosexualität eine Sünde ist wie Lüge oder Ehebruch.

Wenn du treu das Evangelium Jesu Christi verkündigst und du treu versuchst, auf die Sünde der Menschen hinzuweisen, die ohne Christus sterben, dann kann es sein, dass du ins Gefängnis kommst. Wenn du versuchst, anderen Religionen das Evangelium zu bringen, dann könntest du ins Gefängnis geworfen werden. Wenn du sagst, dass jemand anderes falsch liegt, dann kann es sein, dass man dich ins Gefängnis steckt und du große Schmach leidest.

So ähnlich war es auch zur Zeit als Paulus lebte. Und so ähnlich wird es sein in unserer Welt in nur ein paar Jahren. Bist du wirklich ein Christ? Wirst du IHM folgen? Wirst du seinen Namen verkündigen? Wirst du die Völker wegen ihrer Sünde tadeln? Selbst wenn es dich deinen Job kostet? Selbst, wenn es dich deine Familie kostet? Selbst wenn, es dich deine Freiheit kostet? Selbst, wenn es dich dein Leben kostet?

Vor 10 Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich so etwas hier predigen würde. Aber schaut euch um, wie Gesetze verabschiedet werden, um den christlichen Glauben zum Schweigen zu bringen. Wenn sie uns zum Schweigen bringen, oder es versuchen, dann wisst das: Da wird es eine ganze Gruppe von Leuten geben, die Christen genannt werden, die kein Problem mit der Welt haben. Sie werden in ihren Kirchen weitermachen. Und sie werden Freundschaft mit der Welt haben, weil sie Christus verleugnet haben. Sie haben die Anweisungen und Richtlinien Christi durch Kompromisse verwässert.

Wenn du verfolgt wirst, dann werdet ihr das nicht als Christen, sondern als „Extremisten“ oder „Fundamentalisten“ oder als „Fanatiker“ und selbst die sogenannten „Christen“ werden sich gegen euch stellen um ihre eigene Haut zu retten. Ich weiß noch während des Krieges in Peru. Da stand ein Pastor auf um den anderen etwas mitzuteilen und sagte das: „Brüder, es ist uns gesetzt zu leiden.“ Und ich sage euch dasselbe. Und ihr müsst eine Entscheidung treffen. Werdet ihr wirklich mit Christus wandeln? Werdet ihr wirklich seinen Namen verkündigen oder werdet ihr Kompromisse schließen? Paulus Fleisch hatte jeden Grund, sich des Evangeliums zu schämen, denn sein Evangelium widersprach der Welt. Und wenn du aufstehst und dasselbe Evangelium predigst, dann wird dein Evangelium der Welt widersprechen. Und deswegen wird die Welt dich hassen. Aber fürchte dich nicht, denn Christus hat die Welt überwunden.

Jetzt haben wir noch Freiheit. Während wir noch Freiheit haben, müssen wir arbeiten! Wir müssen das Evangelium predigen! Wir müssen beten! Vielleicht wird die Zeit des Gerichts aufgeschoben und vielleicht gibt uns Gott noch mehr Zeit zu arbeiten. Verschwendet nicht euer Leben! Wenn du ein junger Mensch bist und den Herrn kennst, dann diene ihn von ganzem Herzen, während du noch Kraft hast und die Freiheit, es zu tun!

Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt
( Römer 1, 16 )

Paul Washers Bekehrung

Paul Washers Geschichte

Meine Mutter wurde bekehrt als sie zwölf Jahre alt war in einer kroatischen Familie, ihre Eltern waren nach Ellis Island gekommen. Meine Großmutter mütterlicherseits wurde oft wegen ihres Glaubens verfolgt, denn wenn man kroatisch war, war man normalerweise auch römisch katholisch. Du warst fast ein Vaterlandsverräter, wenn du die katholische Kirche verlassen hast. Und die einzige evangelikale Gemeinde, die man besuchen konnte, war serbisch. Und die Katholiken und Serben waren ständig im Zwist. Dass meine Großmutter den Katholizismus verlassen hatte und mit Serben Gemeinschaft hatte, wurde dort sehr verachtet. Sie litt.

Meine Mutter war im Haus ihrer Freundin und diese Familie waren Baptisten und in dem Moment spielte sie gerade mit Puppen im 1. Stock. Und die Familie war um das Klavier herum versammelt und fing an, Glaubenslieder zu singen. Und meine Mutter sagte, sie hörte diese Lieder, aber plötzlich überfiel sie so eine große Zerknirschtheit und so ein Weinen über Sünde, so dass anfing dermaßen hysterisch zu weinen, so dass sie aufhörten Piano zu spielen und zu ihr hoch rannten, weil sie dachten, sie sei verletzt. Sie gaben ihr das Evangelium weiter bezüglich ihrer Sünde und so wurde sie bekehrt.

Meine Mutter heiratete dann meinen Vater und seine beiden Eltern, meine Großeltern waren welche der ersten Missionaren, baptistischen Missionaren in Brasilien in den damaligen 20 und 30er Jahren des 20 Jahrhunderts. Aber mein Vater hat wurde nie bekehrt, zumindest weiß ich nichts davon. Als ich 17 war, da machten wir draußen einen Zaun und er schrie und ich packte ihn wir fielen auf den Boden und er war tot. Ich habe ihn niemals Glauben an Christus bekennen hören. Zu der Zeit fing gerade die Basketball-Saison an und so was. Ich war einer der Team-Führer und der Präsident des Beta-Clubs oder der Ehrengesellschaft. Innerhalb von ein paar Monaten hab ich es geschafft, aus der Mannschaft und aus der Ehrengesellschaft herausgeschmissen zu werden Weiterlesen „Paul Washers Bekehrung“

Über’s Gebet

Auszug aus einer Predigt – Etwas, was ich, der ich immer schnell am aufgeben bin, sehr oft lesen muss:

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Ich möchte, dass wir einen Moment ins Lukas-Evangelium, ins 18. Kapitel schauen. In Europa hier denkt ihr, dass ihr um etwas zu tun einfach mehr Erkenntnis braucht. Ihr habt hier bereits mehr Erkenntnis als ihr in einem Leben je ausleben könntet. Nun: Ihr braucht Erkenntnis und ihr braucht Theologie und ihr braucht die Schrift. Aber ihr braucht es ebenso, gekräftigt zu sein.

Euch tut es Not zu beten. Schaut euch Lukas 18 Vers 1 an: “ Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafür, daß sie allezeit beten und nicht aufgeben sollten “

Wisst ihr was? Niemand hat ein Problem mit bestimmten Aspekten des Gebets. Niemand hat ein Problem, das beten anzufangen oder zumindest einmal für irgend etwas zu beten. Das ist etwas relativ leichtes. Das Schwere ist über einen langen Zeitraum im Gebet zu bleiben ohne eines Tages entmutigt zu sein.

Nun, wenn ich hier davon spreche, dass jemand “aufgibt”, dann habt ihr möglicherweise das Bild von einer Person, die treu zu Gott ruft, er aber diese Gebete nicht beantwortet und so diese Person aufgibt wie ein Opfer. Nein! So eine Person ist rebellisch in ihrem “aufgeben”. Sie glaubt ihrem Gott nicht. Aufgeben? Weil Gott nicht eingegriffen hat? Ist Gott nicht souverän? Ist Gott nicht unendlich weise? Bete weiter.

Du sagst: “Nun, wie lang?”

Ich kann euch nur sagen, wie ich es tue. Bete bis Gott entweder das Anliegen erhört oder anfängt, dir das Verlangen zu nehmen. Bete einfach.

Du verharrst, du bleibst im Gebet, Du lässt ihn nicht gehen. Gott freut sich an den Menschen, die so kühn sind und ihm bei seinen Verheißungen nehmen. Er freut sich darüber.

Jemand ergreift es im Glauben und schreit; “Sohn Davids, sei uns barmherzig!”

“Seid still”

Aber diese blinden Männer waren nicht still.

Du hältst dich an den Hörnern des Altars fest und 1000 Männer können dich nicht wegreißen

“Hau ab von hier!”

“Ich bleibe da!”

“Lass mich gehen”

“Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!”

Es gibt nichts, was nicht durch Gebet erlangt werden kann. Nichts. Es gibt nichts, was nicht durch Gebet gebaut werden kann. Nichts.

Du willst lernen, ein richtiger und nützlicher Diener Gottes zu sein? Dann lern zu beten. Lern zu beten.

Nun, in Vers 2 ( von Lukas 18 ) heißt es: “und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der fürchtete sich nicht vor Gott und scheute sich vor keinem Menschen.” Das ist ziemlich gewöhnlich.

“Es war aber eine Witwe in derselbigen Stadt, die kam zu ihm und sprach: Rette mich von meinem Widersacher!”

Nun, sie ist eine Witwe. Nun, wenn wir hören, dass sie eine Witwe war, dann denken wir, dass das wohl ein wenig das Herz des Richters erweicht und ihm Mitleid auslöst, einfach weil sie eine Witwe ist. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Sie ist eine Witwe. Sie hat keinerlei ökonomische, politische oder gesellschaftliche Macht. Sie hat gar nichts. Sie wäre wie ein räudiger Hund, der an seiner Tür schnüffelt. “Rette mich vor meinem Widersacher”

Habt ihr einen Widersacher? Habt ihr jemanden, der gegen euch kämpft? Ihr habt jemanden. Fürsten und Kräfte und Mächte und Herrschaften kämpfen gegen das Eindringen des Evangeliums an diesem Ort, kämpfen gegen die Gründung einer Gemeinde, kämpfen gegen alles, was gut und göttlich und weise und heilig und tugendhaft und vorzüglich ist. Ihr habt einen Widersacher.

Du gehst zu Gott und sagst das: Rette mich von meinem Widersacher! Und er wollte lange nicht. Danach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Gott nicht fürchte, noch vor keinem Menschen scheue, so will ich dennoch, weil mir diese Witwe Mühe macht, ihr Recht schaffen, damit sie nicht schließlich komme und mich ins Gesicht schlage.

Ich wünschte, manche von euch würden es darauf anlegen, Gott so zu bestürmen, euch so an Gott zu halten und ihm so nachzugehen.

Du sagst: “Das ist so eine Art zu reden, ich mag diese Art zu reden nicht”

Ich weiß, ihr wollt nicht so reden, ihr seid so korrekt und fein, dass ihr nicht beten könnt. Lernt diese Art zu reden zu lieben. Kühne Männer kommen zu Gott und glauben ihm, weil er sich an solchem erfreut. Gott sagt euch hier, dass ihr ihn bestürmen sollt.

Ich erinnere mich an ein Erlebnis in den Bergen. Ich werde das nie vergessen, das war wirklich eine Lehrstunde über Gebet. Ich hatte da so ein Arbeitsbuch für frisch Gläubige verfasst. Und ich hatte eine ganze Menge von diesen Büchern mit in die Berge genommen, aber ich wollte jedem Pastor da ein paar davon geben. Sie waren für die Pastoren gedacht. Die Pastoren benötigten diese Bücher und die Pastoren sollten sie nehmen und sie entsprechend in ihren Gemeinde verteilen. Nun, ich kam da an und ich verteilte diese Bücher. Ich hatte eines übrig, das ich selbst ein wenig zum Lehren benutzte und da kam diese junge Gläubige, so ein junger Typ mit 17 oder 18 Jahren, der ziemlich groß gewachsen war für einen Peruaner, zu mir her. Das werd ich nie vergessen. Er sagte: “Bruder Paul, ist das dein letztes Buch?”

Ich sagte: “Ja”

Er spricht: “Kann ich es haben?”

Es war so am ersten Tag, am ersten morgen und ich sagte: “Nein, ich werde es zum lehren brauchen”

“Wenn du damit fertig bist, mit diesem Buch zu lehren, kann ich es dann haben?”

Ich sagte: “Nein. Das ist für die Pastoren. Es tut mir leid, aber ich habe diese Bücher für die Pastoren mitgebracht und ich werde dieses letzte Buch einem der Pastoren mitgeben.”

“Aber die Pastoren haben schon Bücher”

“Ja, und ich werde ihnen noch eins mehr geben!”

“O.k. …. Kann ich das Buch haben?”

Ich meine, jedes mal, wenn ich nach draußen ging, jedes mal, wenn ich aus dieser Lehmhütte kam, um zu lehren, dann verfolgte er mich. Und letztlich, bevor überhaupt die Konferenz rum war, da gab ich ihm einfach das Buch und bat den Pastor: “Kannst du mir bitte eines der Bücher geben, die ich dir gegeben habe, weil ich kann das nicht länger aushalten. Ich werde ihm eine reinschlagen und mein Zeugnis verlieren. Es muss was geschehen, nimm das Buch”

Er hat mich wirklich fix und fertig gemacht. Ich mache keinen Spaß. Ich hab das nicht erfunden, das ist wirklich geschehen. Und der Herr nahm das zum Anlass, mir etwas über das Gebet beizubringen. Dieser Junge verfolgte mich. Wenn ich allein im Badezimmer war, dann dachte ich, er steht direkt hinter mir. Er ging überall hin, wo ich hin ging.

“Ich brauch das Buch. Ich brauch das Buch. Ich brauch das Buch.”

Das war unglaublich, ich hab niemals je solch eine Hartnäckigkeit gesehen.

Wisst ihr, ich hab das gelesen. Jim Ellis sagte folgendes. Ich denke, da hat er einen Freund zitiert, aber das war eines der Dinge, die ich für den Rest meines Lebens nicht vergessen konnte:

“Gott liebt es das Vertrauen seiner Kinder zu verteidigen. Gott liebt es, das Vertrauen seiner Kinder zu verteidgen”

Und ich liebe zu sagen: “Gott liebt es, selbst das kleinste Vertrauen seiner Kinder zu verteidigen”

In dem Gleichnis in Lukas 18 haben wir einen bösen Richter. Nun, Gott gibt uns dieses Gleichnis nicht, dass wir ihn in irgend einer Weise mit diesem bösen Richter gleichsetzen, überhaupt nicht. Es ist im Grunde dasselbe wie es hier heißt:”

Wenn ihr nun, die ihr böse seid, wisst, euren Kindern gute Gaben zu geben, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel den Gutes geben, die IHN darum bitten.

Verstanden? Jesus sagt nicht: Gott ist wie ein böser Richter. Er sagt: Wenn ein böser Richter, der weder Gott fürchtet, noch sich um Menschen sorgt, jemanden hilft, der ihn beständig nervt, wie viel mehr wird euer himmlischer Vater eure Gebete hören?

Leute fragen mich manchmal: “So, warum beantwortet Gott nicht einfach zügiger Gebete, anstatt dessen, dass ich vielleicht so lange im Gebet verharre bis er es dann irgendwann tut?”

Nun, ich mag da nicht brutal sein, aber eine Person, die solch eine Frage stellt, die hat niemals sehr lange gebetet und bekam eine Antwort, bekam ein Gebet erhört. Ich weiß nicht genau, warum Gott das so macht. Aber ich weiß, dass uns das verändert. Ich weiß, dass er seine Zeit hat, zu der er eingreift. Aber es gibt eine Sache, die mich im Gebet halten wird und das ist, wenn du jemals im Gebet ausgehalten hast und dann endlich das Gebet erhört und erfüllt wird, wenn Gott endlich geantwortet hat, dann ist das eine Freude, eine unaussprechliche Freude, weil du weißt: ER hat das Gebet erhört.

Ich meine, du weißt dann, dass du mit Gott gesprochen hast. Du weißt dann: Das ist nicht einfach eine vergebliche, religiöse Übung, sondern: Ich hab das täglich vor ihn gebracht und ER hat geantwortet. Du freust dich dann nicht nur wegen der Gebetserhörung an sich, sondern, WEIL es ein weiteres mal bestätigt, dass ER ein Gott ist, der SPRICHT, der HÖRT und der auch HANDELT.

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