Ich lehne den christlichen Glauben ab, weil…

Wir leben in einer Zeit, in der uns sicherlich häufig Menschen begegnen, die alle möglichen (und manchmal auch unmöglichen) Einwände vorbringen, um sich nicht mit dem christlichen Glauben auseinander zu setzen. Für viele ist dabei die Frage der Theodize (Gott und das Leid) sehr vordergründig, andere Zweifeln an der Überlieferung der Bibel. Wieder andere stellen Grundsätzlich in Frage, ob Religionen Wahrheit vermitteln können. In folgendem Artikel geht Autor James Anderson auf 4 solcher Einwände ein. Der Beitrag wurde zuerst unter folgendem Link veröffentlicht: https://www.thegospelcoalition.org/article/i-reject-christianity-because

In deutscher Übersetzung ist er hier zu lesen:

https://lannopez.files.wordpress.com/2016/10/ich-lehne-den-christlichen-glauben-ab.pdf

Weitere Möglichkeiten, die Fragen des Artikels zu vertiefen: (Die Bücher sind alle als .PDF-Download kostenlos lesbar, die erstgenannte DVD jedoch nicht)

http://clv.de/Buecher/Evangelistisches/Auf-dem-Pruefstand.html

http://clv.de/Buecher/Evangelistisches/Argumente-fuer-den-Glauben/Die-Tatsache-der-Auferstehung.html

http://clv.de/Buecher/Evangelistisches/Denkanstoesse/Fragwuerdig.html

http://clv.de/Sonstiges/Archiv/Darwin-im-Kreuzverhoer.html

 

Buch: Die Tatsache der Auferstehung (Josh McDowell)

Wie in einem Kommentar angekündigt – ich habe nur begrenzt Zeit, Kommentare zu verfassen und hab keine Zeit in eine langwierigere Diskussion einzusteigen – aber ich möchte dennoch auf ein wenig Literatur verweisen in diesem Zusammenhang.

Vor kurzem habe ich  einen Artikel über „christliche Apologetik“ veröffentlicht, in dem James White darstellt, warum er ein Präsuppositionalist und kein Evidentialist ist. Das große Problem im Evidentialismus sieht White darin, dass ein Christ im Grunde sein eigenes Weltbild verleugnet, wenn er evidentialistisch argumentiert. Gemeint ist damit:

Wenn ich sage –  „Wir haben hier Indiz A, Indiz B und Indiz D, die darauf hinweisen, dass es einen Schöpfer geben muss und weil Wissenschaftler A, Wissenschaftler C und Wissenschaftler E deswegen schlussfolgern, dass dem tatsächlich so ist, sollte man an Gott glauben“ – wo liegt hier dann das Problem? Weiterlesen „Buch: Die Tatsache der Auferstehung (Josh McDowell)“

„Ich kann nicht wissen, ob mein Jackett wirklich existiert“

Es gibt heute Ideologien, die sehr das Denken vieler Menschen prägen, oft sogar so, dass sie es nicht einmal merken. Wie ich schon mal an anderer Stelle andeutete, oft hört man so Sätze wie „Das mag DEINE Wahrheit sein…“ oder „So was wie eine absolute Wahrheit gibt es nicht“. Nicht jeder, der so was sagt, würde so weit gehen wie jener Eric in folgendem Clip. Aber, wenn man den Pfad solch einer Philosophie konsequent weiter geht, kommt man tatsächlich zu solchen Aussagen. Ich weiß nicht, in wie fern meine Leser hier schon jemals so was gehört haben, aber was man hier sieht sieht, ist eine Form von Skeptizismus, Relativismus, die ins Extrem getrieben ist, die aber viele Menschen heute sich in abgeschwächter Form zueigen gemacht haben, vielleicht auch oft, ohne das zu merken. Auch so eine Aussage wie „Jeder hat seine eigene Wahrheit“ ist letztlich eine Spielart dieses Skeptizismus oder Relativismus. Es gibt sehr viele Variationen davon. Sie begegnen uns in allen möglichen Zusammenhängen.

Wir als Christen glauben, dass es Wahrheit gibt, wir glauben, dass der lebendige Gott gesprochen hat, dass er Wahrheit gegeben hat und, dass diese Wahrheit verbindlich ist. Und wir glauben, dass dieser Gott ein Gott ist, der so sprechen kann und, dass ein Mensch verstehen kann, was Gott ihm als solcher nun mitteilen möchte.

In einem meiner Koffer habe ich eine Karte und diese Karte stammt von einem 19-jährigen jungen Mann namens Eric. Und Eric besucht eine Schule in South-Chigago. Und das begab sich vor ungefähr einem Jahr, dass ich in einer Kirche anlässlich eines Reformations-Wochenendes einen Vortrag hielt. Diese Kirche hat einen Campus-Dienst und sie fragten mich, ob ich nicht Samstag Mittag kommen könnte, um mit den Studenten auf dem Campus zu reden. Ich dachte: Sicher. Warum nicht? Und ich dachte, sie sprachen von den christlichen Studenten dort, um z.B. über Theologie oder ähnliches zu reden.

Stattdessen kam ich da an und bekam den Flyer zu sehen, den sie verteilt hatten. „Mach den Sprung! Denkst du, es gibt keinen Gott? Magst du mal darüber diskutieren? Komm, am Samstag um so und so viel Uhr! Gratis Pizza!“

Und nun, es wurde ziemlich voll aus irgend einem seltsamen Grund. Und die erste Person, die dann eine Frage stellte, war ein Typ, der ganz in rot gekleidet war und blau gefärbtes Haar trug. Der zitierte aus dem atheistischen Manifest. Sein Name war Eric. Eric stellte einige Fragen und nachdem wir fertig waren war es so: Um mich kurz zu fassen — Ich bekam nichts von der Gratis-Pizza, weil Eric und ich miteinander sprachen. Und wisst ihr, ich habe Eric einfach sprechen lassen. Eric hatte so ein ähnliches Jackett wie ich hier habe und hatte dieses Jackett über einen Stuhl dort gelegt und sagte: „Ich weiß nicht einmal, ob mein Jackett hier überhaupt wirklich existiert!“ – Das war die Position, die er hielt.

„Wir können nichts wissen! Wir können nicht wissen, ob Gott existiert! Wir können nicht wissen,was Gott uns mitgeteilt hat! Es gibt so viele verschiedenen Religionen! Wir können nichts wissen. Wir können nicht einmal wissen, ob mein Jackett existiert!“

„Wirklich?“ Ich sagte: „Weißt du, das ist interessant: Du wirst niemals so leben, dass du nicht im Widerspruch stehst zu dem, was du gerade gesagt hast!“

„Wie meinst du das?“

Ich sagte: „Ich garantiere dir, wenn du nachher gehst, dann wirst du dein Jackett mitnehmen! Du magst vielleicht sagen, dass du nicht weißt, ob es existiert, aber du wirst es nicht liegen lassen. Und du magst sagen, dass du nicht weißt, ob es Autos gibt, aber du wirst nachher nicht mitten auf der Straße laufen“

Jedenfalls ließ ich ihn weiter und weiter und weiter sprechen. Und schließlich traf er eine Aussage. Und ich wusste, weil er im Bild Gottes geschaffen ist, wird er sich irgendwann selbst hängen. Er würde letztlich etwas sagen, womit er sich selbst hängen würde.

Er sagte dann: „Ich weiß, mich sollte konsequenter entsprechend meinen eigenen Auffassungen leben!“

Ich dachte mir: „Jetzt hab ich dich!“ . Aber ich sagte ihm dann: „Warum?“

Er sagte: „Was?“

„Ja, warum? Warum solltest du dich überhaupt darum sorgen,  ein Leben zu führen, das mit deinen Überzeugungen im Einklang steht“

Und er schaute mich an als ob er dachte: „Mann, was war das gerade?“

Ich würde euch gerne sagen, dass er auf die Knie ging, Buße tat und Jesus Christus als Retter annahm an diesem Abend. Aber das tat er nicht.

Aber bevor er ging, sagte ich ihm: „Eric, ich hoffe, du hast nichts dagegen, aber ich werde für dich beten“. Deswegen habe ich auch immer noch seine Fragen-Karte in meinem Koffer, damit ich, wann immer ich sie sehe, daran erinnert zu werden, für Eric zu beten. Jedenfalls sagte ich: „Eric, ich hoffe, du hast nichts dagegen, aber ich werde für dich beten und zwar aus dem Grund: Du stiehlst von meinem Weltbild, um dein Weltbild zum funktionieren zu bringen – weil dein Weltbild ohne meines nicht funktioniert, denn mein Weltbild führt dich dazu, dein Jackett mitzunehmen, mein Weltbild wird dich davon abhalten, mitten auf der Straße zu laufen, mein Weltbild wird dich davon abhalten, auf der falschen Straßenseite zu fahren, sowie mein Weltbild dich auf ethischem Gebiet dich dazu bringen wird, andere so zu behandeln, wie du selbst behandelt werden möchtest, wenn du das tust. Du stiehlst von meinem Weltbild, weil deines nicht funktioniert und du von meinem Anleihe machen musst. Weil du im Bilde Gottes geschaffen bist und Gott dich geschaffen hat, auf eine bestimmte Art zu funktionieren und du so funktionierst musst du von meinem Weltbild klaue. Ich bete, dass jedes mal, wenn du das tust, Gott dich daran erinnern und davon überführen wird, dass du im Widerspruch zu deinem eigenen Weltbild lebst und du, weil du das tust, in der Tat bezeugst, dass mein Gott existiert“.

Und als er aufstand um zu gehen, da zog er sein Jackett über und schaute mich an und sagte: „Niemand hat mich jemals herausgefordert, über die Dinge nachzudenken, wo du mich herausgefordert hast, über sie nachzudenken“.

Ich sagte: „Es tut mir leid, dass das der Fall ist! Tut mir leid!“