Vor einigen Jahren, als ich in der Ukraine war, da hat man mir diese Geschichte erzählt und ich weiß nicht, ob das tatsächlich je so geschehen ist. Die Geschichte dreht sich um einen russischen Herrscher und seinen Knecht. Die beiden waren in einem Hundeschlitten in Sibirien. Und sie beide Flohen vor einem Rudel Wölfe. Wölfe sind nicht so wie Hunde. Der Kopf eines Wolfes kann ganz schön groß sein. Dieses Rudel Wölfe jagte ihnen nach. Ziemlich schnell merkten die beiden, dass sie dieses Rudel Wölfe nicht abschütteln könnten. Sie wussten, sie werden sterben. Und so sprang der Knecht von dem Hundeschlitten und die Wölfe fraßen diesen Knecht. Und so wurde der Herrscher gerettet.
Jemand sagte: „Das ist ein Bild für das Kreuz“.
Ein anderer sagte: „Nein, ist es nicht, wäre es ein Bild für das Kreuz, wäre der Herrscher vom Schlitten gesprungen um den Knecht zu retten“.
Deswegen lieben wir Jesus. Ich mag Religion nicht, ich drehe mich nicht so sehr um Gebote an sich und all solches. Es dreht sich alles um Loyalität einer Person gegenüber, und zwar Jesus Christus gegenüber. Es geht darum, dem gegenüber loyal zu sein, der dich geschaffen hat und der für dich starb.
Ich möchte dieses Zeugnis nicht einfach so unkommentiert stehen lassen. Es geht, wieder einmal, auch um das Thema „Heilsgewissheit“. Ich hatte das schon mehrfach erwähnt, ich schiebe das Zitat von Charles Leiter wieder voraus, weil ich denke, dass so ein Zeugnis missverstanden werden kann.
„Manchmal haben Kinder Angst, dass sie in die Hölle kommen. Und die Eltern sagen ihnen: Bitte Gott darum, dass er dir ein neues Herz gibt. Das ist nicht das Evangelium. Das bringt sie dazu, in sich selbst zu schauen. Was ist das Evangelium? Du sagst zu deinem Kind: Mein Sohn, da gibt es einen Retter, der gestorben ist und sein Blut ist so mächtig, dass es die schlimmsten Sünden derer wegwaschen kann, die auf ihn vertrauen! Was muss ich tun, um gerettet zu werden? Glaube an den Herrn Jesus Christus und du sollst gerettet werden!“
Ich halte das Zeugnis aber für sehr wertvoll in der Hinsicht, dass es zeigt, dass man selbst, wenn man in christlichen Kreisen unterwegs ist, nicht unbedingt erkannt hat, dass man Sünder ist und durch diese Sünde von Gott getrennt ist. Das Zeugnis hatte ich schon einmal hochgeladen, hab die Übersetzung noch einmal vollständig überarbeitet und den Ton ( MP3 ) neu bebildert und untertitelt.
EDIT:
Sah diese Aussage auf der illbehonest-facebook-Seite:
“ The greatest evidence that I am saved is not that I am looking for evidences but it is that I am gazing upon the beauty of the Lord and held captive by His amazing love towards me a wicked, vile, corrupt, sinner who is now adopted as a Child of God!“
„Der größte Beleg dafür, dass ich gerettet bin, ist nicht, dass ich nach Belegen für meine Errettung suche, sondern, dass ich auf die Schönheit des Herrn starre und von seiner wunderbaren Liebe mir gegenüber gefangen gehalten werde, als einem sündigen, scheusslichen, verderbten Sünder, der jetzt als ein Kind Gottes angenommen worden ist.“
Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, welcher uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung, auf daß, wie geschrieben steht: «Wer sich rühmt, der rühme sich im Herrn!» ( 1. Korinther 1, 30-31 )
Ansage von Paul Washer:
[…] Bevor ich jetzt predige, wird meine Frau jetzt hier hochkommen und ein besonderes Zeugnis geben aus ihrem Leben, das in die Richtung der Dinge geht, die wir hier schon erzählt haben. Charo, kannst hochkommen – und ihren Name spricht man [Tschado] aus und obwohl es C-H-A-R-O geschrieben wird, ist es besser, das „R“, wie ein totes „D“ auszusprechen. Charo.
Zeugnis von Charo Washer ( Ehefrau von Paul Washer )
Wenn ihr denkt, mein Name sei ein bisschen schwer, dann solltet ihr meinen richtigen Namen hören, der ist noch ein wenig schwerer auszusprechen. Ich bin froh hier zu sein und ich bin froh, euch davon erzählen zu dürfen, was der Herr in meinem Leben getan hat. Das ist mir immer ein Vorrecht, das zu tun. Ich bin die älteste von 4 Töchtern, ich komme ursprünglich aus Lima in Peru in Südamerika und ich wurde in einem sehr strengen Elternhaus großgezogen, es waren nicht die Art von Eltern, die dich gefragt hätten, ob du Hühnchen oder Rind essen möchtest. Weiterlesen „Charo Washers Zeugnis“→
Manchmal ist es wichtig, genau hinzuschauen, was wir anderen Menschen vermitteln, was wir weitergeben. Es ist nicht immer selbstverständlich, dass man wirklich das Evangelium predigt. Man kann zu verschiedenen Seiten abweichen. Einmal sicherlich gibt es diese Vorstellung vom lieben Gott, der keinen Zorn kennt, nur Liebe, und der gleichsam über alle Menschen all seine Liebe ausschüttet und niemals je die Welt richten wird. Diese Vorstellung vom lieben Gott hat nichts mit dem Evangelium zu tun. Aber es gibt auch auf der anderen Seite das Extrem, in einen gewissen frommen Moralismus zu verfallen, der sich nur noch darum dreht, bestimmte Gebote zu halten, ein Moralismus der immer nur einen zornigen Gott vor Augen hat, keinen Gott, der Liebe, ein Moralismus der zwar Gehorsam kennt, aber keine Gnade. Wo der Mensch im Mittelpunkt steht, der den Auftrag hat, das Verhältnis zwischen Gott und Menschen durch seine Buße, seinen Gehorsam und seinen frommen Fleiß wieder instand zu setzen und Frieden zwischen Gott und Menschen zu schaffen oder zu erhalten. Ein wenig um diese Thematik dreht sich dieses Video:
[…]
Es brauchte nicht lang bis meine Leidenschaft für das Evangelium und dafür, dass verlorene Männer und Frauen gerettet werden, anfing mit der Kirche zu kollidieren. Ich kann euch dazu dutzende Geschichten erzählen, aber ich erzähle vielleicht von einer Sache, die wirklich das Fass zum Überlaufen gebracht hatte, wo ich für mich damals die Entscheidung fällte, wenn ich evangelisiere, dann tue ich das nicht als Kirchenmitglied, denn in sehr vielen Fällen stellte sich die Kirche als ein Feind der Bekehrung heraus und nicht als Freund davon. Ich gebe euch also ein Beispiel. Dieser Gesinnungsumschwung geschah auch, da Gott mich schon immer in dieser Hinsicht zurechtgewiesen hatte.
Und zwar war es so, dass ich als Studienanfänger in meinem Studium einer 26-jährigen alleinerziehenden Mutter begegnete, die dort auch das Studieren anfing, um einen Abschluss zu machen, was ihr bisher nicht geglückt gewesen war. Sie war niemals in der Kirche gewesen, hatte kaum was über Jesus gehört und so hatten wir diesen lang anhaltenden Dialog über die Gnade und Barmherzigkeit Christi im Kreuz und so haben ich und andere teilweise das Babysitten ihrer Tochter übernommen, tatsächlich war sie zu der Zeit auch in einer außerehelichen Beziehung mit einem verheirateten Mann und nun, wir redeten also über diese Dinge und die Weisheit darin und so gestaltete sich diese Beziehung zu ihr. Wir versuchten ihr zu dienen und ihr geistliche Dinge zu erklären. Ein Freund von mir war Musiker in einer Kirche in dieser Gegend und so luden wir sie ein und sagten: „Ein guter Freund von mir spielt in dieser Kirche, wir würden dich einladen, ihn zu hören und das mal mitzubekommen“. Sie stimmte zu, sie dachte, es sei ein Konzert und nun, wir ließen sie ein wenig im Dunkeln was das genau war.
Jedenfalls kam sie mit mir mit und sie hörte meinen Freund spielen, er hat auch wirklich gut gespielt. Jedenfalls kam dann der Prediger auf die Kanzel und sagte: „Heute möchte ich zu euch über Sex sprechen“ und ich dachte: „hmmm…lieber nicht… Das könnte schwierig sein“.
Er nahm eine rote Rose, roch an ihr und zeigte wie schön sie war und warf die Rose in die Menge, damit jeder einmal dran riechen könnte, es waren so um die Tausend Leute im Saal. Er sagte: „Riecht dran, berührt sie und schaut sie einfach genau an“. Und dann fing er an, und bis heute denke ich, eine der schlimmsten und erschreckendsten Darstellungen dessen zu geben, die ich je darüber gehört habe, was Sex ist und was nicht. Es ging sehr in Richtung Panikmache, wenn nicht noch schlimmer – nach dem Motto: „Willst du etwa Syphilis und Herpes oder sonst irgend eine Geschlechtskrankheit einfangen?“ .
Und während ich neben dieser Frau saß, dachte ich nur: „Was machst du da?“ . Und wo er so langsam zum Abschluss kommt, sagt er: „Wo ist meine Rose? Wo ist sie? Wer hat sie gerade?“ und irgend so ein Kind bringt ihm diese abgeknickte, abgebrochene und ziemlich zerstörte Rose und während er sie hochhebt, kommt er gleichsam zum Höhepunkt seiner Predigt. Das war quasi sein Kernpunkt. Während er diese Rose hochhielt, sagte er: „Nun, wer würde so eine Rose haben wollen? Wer würde so eine verbrauchte Rose haben wollen?“
Ich erinnere mich wie ich einen berechtigten Zorn und eine berechtigte Wut empfand und ich dachte einfach nur: „JESUS WILL DIE ROSE!“ Das ist der Kern des Evangeliums, dass Jesus die Rose haben will! Dass Gott den, der keine Sünde kannte, zur Sünde machte an unserer statt, damit wir die Gerechtigkeit Gottes werden würden in Christus! Während wir noch Sünder waren, starb Christus für uns! Ich dachte: „Du lehrst doch nicht einmal die Grundlagen unseres Glaubens!“
Sicher keine völlig neue Idee, aber ein gutes Anliegen ist das sogenannte „Wordproject“. Es geht hier nicht etwa um einen Kursus um Microsofts bekanntes Textverarbeitungsprogramm besser beherrschen zu können, sondern darum, die Bibel innerhalb eines Jahres vollständig durchzulesen mithilfe eines Bibelleseplans und mithilfe anderer, die dasselbe tun. Da das Projekt zu Beginn des nächsten Jahres erst startet, kann ich schwerlich bewerten, wie gut das alles klappen wird und wie gut es funktioniert, aber ich möchte an dieser Stelle schlicht darauf aufmerksam machen:
Einfach mal reinschauen, vielleicht ist das ja was für den einen oder anderen. Warum nicht das Internet gebrauchen, um die Bibel durchzulesen? 😉
Eine recht interessante englischsprachige Plattform für reformierte Theologie ist „Radio Free Geneva“, die von Dr. James White gehosted wird, wo er exemplarisch typisch arminianische Auffassungen mit reformierten Auffassungen vergleicht und dabei sehr genau auf die Argumente der Gegenseite eingeht und sie von der Schrift her und meines Erachtens sehr nachvollziehbar beleuchtet. Radio Free Geneva ist eine Live-Sendung, die live im Internet übertragen wird, die aber nur sehr unregelmäßig gesendet wird. Man kann sie sich aber im Nachhinein als MP3-Datei herunterladen und nochmals anhören. Besonders gelungen finde ich am Format, dass direkt auf die Argumentation der Gegenseite eingegangen wird, indem sie tatsächlich in ( auch längeren ) Ausschnitten immer wieder zu Wort kommen gelassen wird.
Die aktuellste Folge von Radio-Free-Geneva findet sich unter folgendem Link. Freilich komplett in Englisch. Ich fand: Hörenswert – weil ich es selten so klar erklärt fand.
„James White Kommentar: Worked through Pastor Martin Gale’s anti-Calvinism sermon today (see link below) in a special Radio Free Geneva edition of the Dividing Line, looking at common objections and the incoherence of those arguments. A great way to finish off 2010! Thanks to all who have listened to the DL this year, and we look forward to serving our Lord and proclaiming His truth in 2011!“
Ich werde immer wieder mal Hinweise / Links zu interessanten und in der Theologie reformierten Inhalten geben, ich weiß, dass das diese Themen mitunter sehr kontrovers diskutiert werden – mir geht es dabei nicht darum, kontrovers zu sein, aber ich glaube, dass die Frage nach Gottes Ratschluss, der Erwählung, dem Wesen der Erlösung sehr wichtig für unser Gottes- und Weltbild als Gläubige ist und, dass wir uns auch mit durchaus auch unter Christen kontrovers diskutierten Themen auseinander zu setzen haben und unser Verständnis erweitern müssen.
An dieser Stelle möchte ich ein Remake eines älteren Videos und Wünsche fürs nächste Jahr weitergeben. Das Video heißt „bewahrt euch in SEINER LIEBE“ und ich denke, das ist wirklich eine grundlegende Sache, mit der ich das Jahr hier im Blog abschließen und das neue auch wieder beginnen möchte. Wenn wir hier fehlgehen, haben wir ein großes Problem und ich möchte einfach die Augen auf die Liebe Gottes richten, die auch bei uns Gläubigen immer wieder die Tendenz hat, aus dem Blick zu geraten.
Bewahrt euch in SEINER Liebe
Und in Vers 6 sagt er: „Suchet den HERRN, solange er zu finden ist, rufet ihn an, während er nahe ist!“ Es ist als ob er die Leute fast schon drängt. Ihr müsst verstehen, dass die Gnade Gottes, wenn sie recht verkündigt wird, fast unglaublich ist. Sie ist unglaublich, denn ihr habt nichts Vergleichbares in eurem Leben je gesehen. Niemals ist eine solche Güte und Freundlichkeit Menschen gegenüber gezeigt worden. Und zu Menschen zu gehen mit dem freien Angebot des Evangeliums, erfordert manchmal fast einen Beweis, dass es eben kein Schwindel ist. Dass es wirklich wahr ist. Meine charismatischen Freunde erzählen mir immer, dass es der größte Akt des Glaubens sei, die Toten aufzuerwecken. Ich sag ihnen. „Natürlich nicht, denn Baptisten-Prediger tun das jeden Sonntagmorgen“. Sie sagen also: „Die größte Glaubenstat, ist die Toten aufzuerwecken“. Nein, das stimmt nicht. Wenn ich eine Ausdrucksweise nehmen darf, die vielleicht nicht völlig ideal ist: Wisst ihr, was mehr Glauben als alles andere auf diesem Erdball benötigt? In den Spiegel von Gottes Wort zu sehen und die eigene Sünde zu sehen. Sich zu sehen, wie man ist. Und dann zu glauben, es zu wagen zu glauben, dass Gott dich so sehr liebt, wie er sagt, dass er es tut.
Eines der größten Probleme in den Leben von den meisten von euch ist das: Ihr gehorcht nicht Judas, wenn er sagt: Bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes. Manche Prediger haben das verdreht und sagen: Nun, du gehorchst lieber mal Gott, du tust dies und das, DANN wird Gott dich lieben. Und das sagt der Text NICHT. Judas wollte etwas anderes sagen. Er sagt: Glaubt, dass Gott euch liebt. Das ist der Schlüssel zu geistlichem Wachstum. Zu glauben, dass er dich liebt. Das schwerste, was du jemals tun musst, ist zu glauben, dass er dich so sehr liebt, wie er sagt, dass er es tut.
Ich habe keine Ahnung von Pflanzen – aber, wenn du mich anrufen würdest und sagen würdest:
„Bruder Paul, kannst du mal nach meiner Pflanze schauen“
„Nun, versuchen kann ich’s, was stimmt nicht damit?“
„Nun, sie ist sehr, sehr krank“.
Ich komme also in dein Haus, habe also keine Ahnung von Pflanzen. Aber du bringst mich zu einer dunklen Kammer, öffnest die Tür und da steht die Pflanze.
Und ich sage: „Nun, ich hab das herausgefunden: Halte deine Pflanze in der Sonne. Behalte sie im Sonnenschein. Lass sie an die frische Luft. Sie wird wachsen und gedeihen“. Gottes Liebe ist so groß darin, wie sie sich im Evangelium Jesu Christi zeigt. Aber in jenem Text muss, er es wieder und wieder sagen und belegen, dass Gott wirklich das tut, was er verheißen hat. Kann das so sein? Können all meine Sünden wirklich vergeben sein? Kann ich wirklich eine Beziehung mit Gott haben? Unbefleckt und voll Herrlichkeit?
Er sagt:
Suchet den HERRN, solange er zu finden ist, rufet ihn an, während er nahe ist! Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken und kehre um zum HERRN, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott; denn er vergibt viel.
Versuch das nicht zu erklären. Es ist ein Geheimnis. Aber ich sag dir das: Du bist hier wegen IHM. Du sagst: „Bruder Paul, ich habe Buße getan“. Ja, das hast du, aber er gab dir die Gnade, das zu tun. „Ich habe geglaubt“. Ja, du hast geglaubt. „Ich habe zu ihm gefunden“. Ja – aber nur weil er zuerst dich gesucht hat. „Ich habe Gott geliebt“. Ja, weil er dich zuerst geliebt hat. Seht ihr das? Nun, bleibt in dieser Liebe! Und lasst euch da von niemandem anlügen. Die Schrift sagt, dass der Teufel ein Lügner und Mörder ist. Lasst uns die beiden Dinge zusammen nehmen. Er tötet auch dadurch, dass er lügt. So hat er unsere Ur-Eltern, Adam und Eva ermordet, er hat sie angelogen und durch Lügen, ermordet er dich. Auf einem Gebiet wird er dich wirklich attackieren. Wenn er dich nicht mit Irrlehre kriegt, z.B. das Leugnen der Lehre der Dreieinigkeit oder dich dazu bringt, einer Sekte beizutreten, wird er dich dort angreifen:
Er wird sagen: Gott liebt dich nicht. Und er wird es dadurch tun, indem er dir zeigt, wie unwürdig du bist. Das Problem ist: Meistens hat er ja recht. Merkt ihr das nicht? Ringt nicht mit dem Teufel, dass ihr würdiger seid als der Teufel euch das vor Augen malt. Ihr müsst ihm sagen: „Nun, du kennst nicht einmal die Hälfte von meiner Unwürdigkeit. Du denkst, ich bin schlecht? Du weißt nicht alles! Ich bin schlimmer als selbst du es dir vorstellst! Aber dann sag dir: „Es geht nicht um mich, sondern um den, der FÜR MICH starb. Es geht um meinen älteren Bruder. Um den HERRN JESUS CHRISTUS“. Es dreht sich alles um ihn.
Um abzuschließen, lasst uns das ansehen: Liebt Gott seine Kinder? Ja! Liebt Gott alle Menschen? Ja! Wenn du heute gerettet bist, bist du gerettet, weil Gott ein großes Werk in deinem Leben tat? Ja! Ruft Gott alle Menschen, Buße zu tun und zu glauben? Absolut! Gießt er seine Liebe und Barmherzigkeit über alle Menschen aus? Absolut! Gehen manche zur Hölle, weil Gott sie nicht will? Nein, sie gehen wegen ihren eigenen Wegen dort hin. Deswegen kommen sie in die Hölle. Aber du kommst in den Himmel allein wegen der GNADE GOTTES. Leute, ich will, dass ihr seht, dass diese Welt dreckiger und chaotischer Ort ist und gegen euch als Gläubige kämpfen wird. Und ihr müsst euch darin bewahren, zu glauben, dass Gott euch so sehr liebt, wie er sagt, dass er es tut! Und zweitens müssen wir da raus und evangelisieren und das wahre Evangelium den Menschen nahe bringen. Das müssen wir. Schaut es euch an. Die Schlinge zieht sich langsam zu. In nicht vielen Jahren wird es gegen das Gesetz sein, ein Christ zu sein, der die Bibel als sein Lebensfundament ansieht. Wir müssen Zeugnis geben, die Art und Weise ändern, wie wir Dinge betrachten. Das ist ein Kampf ums Überleben. Und wir müssen da raus gehen. Nicht als Heuchler, die ein Ding verkündigen, aber ein anderes ausleben.
Aber wir müssen da raus und die Gnade Gottes verkünden und nicht auf uns zeigen. Wir sind nicht „Superheilige“ , die durch ihren eigenen Verdienst und ihre eigene Tugend von Gott die Erlösung errungen hätten. Wir sind schlicht Bettler, die Brot in Christus gefunden haben und wir wollen das allen anderen erzählen. Verkündet das Evangelium, teilt es anderen mit. Bringt ihnen das Evangelium. Betet, dass Gott Menschen rettet. Betet, dass Gott hierher einen Mann sendet und andere Männer um ihn herum aufstehen lässt, diese Gemeinde zu leiten, ein wahres Evangelium zu predigen. Die Verlorenen zu Evangelisieren! Und seinem Namen Ehre zu bringen.
————-
Abschließend noch Segenswünsche für das kommende Jahr, traditionell bin ich wieder der Zeit voraus. Jedenfalls wünsche ich allen Lesern hier ein gesegnetes nächstes Jahr ( Huch, wie die Zeit vergeht ) , Gottes Segen und Gnade und ein Wachsen und Reifen in Erkenntnis und Glauben.
Liebe Grüße
Simon
Das Bild läuft unter der Kategorie „Kugelschreiber-Kunst“- das ist eine seltene Kunst, die vor allem Schülern und Studenten zugeschrieben wird, deren Schreibdrang im Unterricht nicht gestillt werden kann.
Ich habe eine sehr interessante und durchdachte Predigtreihe zum Thema „Genügsamkeit der Schrift und was sie bedeutet“ entdeckt. Diese Predigtreihe ist komplett auf Englisch, aber meines Erachtens sehr gut, zumindest finde ich sie sehr hilfreich. Ich habe in verschiedenen Gemeinden die Erfahrung gemacht, dass es sehr selten eine ausgeprägte Lehre über die Bedeutung der Heiligen Schrift gibt und oft schlicht und einfach vorausgesetzt wird, dass die Bibel Gottes Wort ist, nach dem Motto: „Das ist halt so“, ohne näher zu definieren, was das eigentlich tatsächlich bedeutet und was das für den Glauben bedeutet, den wir als Christen haben. Ich denke, was für ein Schriftverständnis wir haben, wird maßgeblich beeinflussen, was für einen Glauben wir haben und mit der Lehre von der Schrift steht und fällt letztlich das Fundament unseres Glaubens.
Nachdem Gott vor Zeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn
( Hebräer 1, 1 )
Wir wüssten nichts von Gottes reden und nichts von Gottes Reden durch seinen Sohn, hätten wir nicht die Schrift, das Wort Gottes.
( wie gesagt, komplett Englisch – aber meines Erachtens hörenswert, weil sie Dinge erklärt und nicht einfach alles als selbstverständlich und gegeben voraussetzt )
Wer ähnlich gute Predigtreihen auf deutsch hat, darf sie gerne im Kommentarbereich posten, würde mich interessieren, wo es da gutes Material zur Lehre von der Schrift gibt, die ich wirklich für essentiell halte.
Manchmal frage ich mich: Ist es lieblos, manchmal recht hart klingende Predigten hier hochzuladen und somit meinem Mitmenschen und auch Mitchristen hier um die Ohren zu hauen? Nun, ich denke, es gibt da durchaus eine Balance. Man kann jemandem sicher lieblos die Wahrheit sagen, man kann jemandem stolz und arrogant die Wahrheit sagen. Das ist nicht gut. Gleichzeitig wäre es aber auch lieblos, jemandem die Wahrheit überhaupt nicht zu sagen und nicht nach Wegen zu suchen, jemanden tatsächlich die Wahrheit zu nahezubringen.
Es war schwer das heute zu predigen, denn ich rang wohl mit sechs verschiedenen Punkten, von denen ich dachte, dass sie gut für diese Versammlung wären. Aber ich will mit einen der Dinge schließen, die ich nicht ansprechen konnte.
Ihr hört oft, dass Prediger wie ich es einer bin und Prediger wie Jeff, kleinlich eingestellt und stolz und überkritsch sind. Das mag wahr sein. Ich werde da nicht selbst das Urteil sprechen. Was für einen kleinlichen und überkritischen Geist wir vielleicht haben möchten, dafür mag ich mich entschuldigen. Aber Wahrheit ist Wahrheit. Zuerst einmal: Wahrheit beißt und sie sticht und besitzt eine scharfe Klinge. Das ist so. Zweitens: Was stellt ihr euch vor, wie wir predigen sollen? Wenn euer Kind auf die Schienen vor einen nahenden Zug läuft, Weiterlesen „Warum so hart predigen? ( Paul Washer )“→
Der folgende Clip geht nur gerade mal ein wenig länger als eine Minute. Es geht um die Frage: Wer ist Gott und wer ist der Mensch? Und was wollte Gott dem Menschen wirklich mitteilen?
1. Gib dich zufrieden und sei stille in dem Gotte deines Lebens! In ihm ruht aller Freuden Fülle, ohn ihn mühst du dich vergebens. Er ist dein Quell und deine Sonne, scheint täglich hell zu deiner Wonne. Gib dich zufrieden!
2. Er ist voll Lichtes, Trosts und Gnaden, ungefärbten, treuen Herzens; wo er steht, tut dir keinen Schaden / auch die Pein des größten Schmerzens. Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden, ja auch den Tod hat er in Händen. Gib dich zufrieden!
3. Wie dir’s und ändern oft ergehe, ist ihm wahrlich nicht verborgen; er sieht und kennet aus der Höhe / der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Tränen und fasst zu Hauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden!
4. Wenn gar kein Einziger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden / und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, auch weiß er Zeit, dir’s abzunehmen. Gib dich zufrieden!
5. Er hört die Seufzer deiner Seelen / und des Herzens stilles Klagen, und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen. Er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten. Gib dich zufrieden!
6. Lass dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten einhergingen, dennoch musst du oben liegen. Denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gib dich zufrieden!
7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie du’s halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren. Er hat ein Hand, voll aller Gaben, da See und Land sich muss dran laben. Gib dich zufrieden!
8. Der allen Vöglein in den Wäldern / ihr bescheidnes Körnlein weiset, der Schaf und Rinder in den Feldern / alle Tage tränkt und speiset, der wird viel mehr dich Einzigen füllen / und dein Begehr und Notdurft stillen. Gib dich zufrieden!
9. Sprich nicht: >Ich sehe keine Mittel, wo ich such, ist nichts zum Besten.< Denn das ist Gottes Ehrentitel: helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, tritt er herzu, uns wohl zu führen. Gib dich zufrieden!
10. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen; macht dir das Harren angst und bange, glaube mir: es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, fasst man gewisser, und was verzeucht (was sich hinzieht), ist desto süßer. Gib dich zufrieden!
11. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten / deiner Feinde von dir dichten; lass sie nur immer weidlich spotten, Gott wird’s hören und recht richten. Ist Gott dein Freund und deiner Sachen, was kann dein Feind, der Mensch, groß machen? Gib dich zufrieden!
12. Hat jeder selbst doch wohl das Seine, wenn er’s sehen könnt und wollte. Wo ist ein Glück so klar und reine, dem nicht etwas fehlen sollte? Wo ist ein Haus, das könnte sagen: >Ich weiß durchaus von keinen PlagenGib dich zufrieden!<
Eines Tages lief Joseph der Massai-Krieger, der in von seinem Stamm nach Amsterdam gegangen war, die heißen und schmutzigen Straßen Afrikas entlang und traf jemanden, der ihm das Evangelium Jesu Christi weitergab und auf der Stelle nahm er dort Jesus Christus als seinen Herrn an. Die Kraft des Geistes fing an, sein Leben zu transformieren und er war so voll Aufregung und Freude, dass das Erste, was er tun wollte, war, in sein eigenes Dorf zurückzukehren und die frohe Botschaft den Mitgliedern seines eigenen Heimatstammes weiter zu geben .
Joseph ging von Tür zu Tür und erzählte jedem, den er traf, vom Kreuz und der Erlösung, die sich darin darbot und erwartete, dass sich die Gesichter aufhellten so wie sich seines aufgehellt hatte. Aber zu seinem Erstaunen ignorierten die Leute die Botschaft nicht nur, sondern sie wurden sogar gewalttätig. Die Männer überwältigen ihn und drückten ihn zu Boden, während die Frauen ihn mit Stacheldraht schlugen. Er wurde aus dem Dorf gezogen und allein zurückgelassen um im Busch zu sterben.
Joseph schaffte es irgendwie, zu einem Wasserloch zu kriechen und nach Tagen zwischen Bewusstlosigkeit und Wachsein fand er die Kraft aufzustehen und wunderte sich über die feindselige Reaktion, die er bekommen hatte von Menschen, die er sein ganzes Leben gekannt hatte und kam zu dem Schluss, er müsse etwas falsch gesagt haben oder etwas weggelassen haben von der Geschichte von Jesus. Nachdem er die Botschaft, die er beim ersten Mal weitergegeben hatte, nochmal einer Prüfung unterzog, entschied er sich, zurückzugehen und die Botschaft noch einmal weiterzugeben.
Er begab sich also wieder in das Dorf, stellte sich inmitten der ganzen Hütten auf und verkündigte die Botschaft von Jesus: „Er starb für euch, dass ihr Vergebung finden möget und dem lebendigen Gott begegnen möget“. So bat er sie. Wieder wurde er von den Männern des Dorfes gepackt und festgehalten, während die Frauen auf ihn einschlugen und Wunden aufrissen, die gerade angefangen hatten zu heilen.
Einmal mehr zogen sie ihn bewusstlos aus dem Dorf und ließen ihn liegen, damit er sterbe. Die Schläge das erste Mal zu überleben, das war erstaunlich, nach den zweiten Schlägen noch zu leben, war ein Wunder. Tage später wachte Joseph wieder in der Wildnis auf, verwundert und vernarbt und entschlossen, zurück zu gehen. Er kam zurück in das kleine Dorf, wo sie ihn angriffen, bevor er die Chance hatte, seinen Mund zu öffnen. Nachdem sie ihn ein drittes und möglicherweise letztes Mal zusammengeschlagen hatten, sprach er wieder von Jesus dem Herrn. Das letzte, was er sah, bevor er ihn Ohnmacht fiel, war, dass die Frauen, die ihn geschlagen hatten, anfingen zu weinen. Das nächste Mal erwachte er in seinem Bett. Die, die ihn so brutal zugerichtet hatten, versuchten nun, sein Leben zu retten und ihn wieder zur Gesundung zu führen und das ganze Dorf fand zu Christus.