Lieblosigkeit ist Sünde

In folgendem Predigtausschnitt geht es um die Liebe zu Gott und zu Menschen, die letztlich die Motivation hinter unserem Handeln als Christen letztlich sein muss. Charles Leiter stellt das noch einmal kurz heraus.

Als .pdf zum herunter laden:

https://lannopez.files.wordpress.com/2012/08/lieblosigkeit-suende.pdf

Geliebte, lasset uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott, und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.  Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, daß Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. Darin besteht die Liebe, nicht daß wir Gott geliebt haben, sondern daß Er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsre Sünden.

 

Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, so sind auch wir schuldig, einander zu lieben. Niemand hat Gott je gesehen; wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen geworden.  Daran erkennen wir, daß wir in Ihm bleiben und Er in uns, daß er uns von seinem Geiste gegeben hat.  Und wir haben gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn gesandt hat als Retter der Welt.  Wer nun bekennt, daß Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.  Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns hat; Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

 

Darin ist die Liebe bei uns vollkommen geworden, daß wir Freimütigkeit haben am Tage des Gerichts, denn gleichwie Er ist, so sind auch wir in dieser Welt.  Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht macht Pein; wer sich aber fürchtet, ist nicht vollkommen geworden in der Liebe.  Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.

 

Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und seinen Bruder doch haßt, so ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht!  Und dieses Gebot haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll.

(1. Johannes 4, 7-21)

Jesus Christus – der wahre Weinstock


Alternativ auf youtube: http://www.youtube.com/watch?v=N1jPmdJiMRk

Hier möchte ich kurz auf eine Predigt vorstellen, die von Paul Washer gehalten wurde. Sie hat den Titel: „Jesus Christus – der wahre Weinstock“ und beschreibt, wie sehr wir Christen letztlich abhängig sind von Christus und wie wir doch immer wieder meinen, auf andere Dinge in unserem Leben Hoffnung setzen zu können. Im Grunde kann alles in unserem Leben zu einem Christus-Ersatz werden. Bei mir können das Sachen sein, wie der Wunsch eine Frau zu haben oder mein Interesse für Technik und Medien. Ich bin da wohl ein Technik-Geek, arbeite sehr gern mit hochwertigen Kameras, PCs, Notebooks und dort laufender Software und habe so dieses und jenes Gadget. Ich weiß, dass bei mir manchmal die Tendenz da ist, mich zu sehr darum zu drehen und aus dem Blick zu verlieren, was eigentlich wichtig ist. All diese Dinge sind – richtig genutzt – ja auch nicht schlecht, aber wir tragen in uns die Tendenz, was wir auch an Schöpfung finden, zu missbrauchen und gerade der westliche Materialismus fördert das in uns, zu sehr an Dingen zu hängen.

Was ich an dieser Predigt liebe, ist, dass Paul Washer sehr klar macht, wie sehr wir Christus brauchen und dass immer Christus das Zentrum unseres Lebens zu bleiben hat.
Was ebenso bemerkenswert ist, ist eine Auflistung und Darstellung von Erscheinungen, die Paul Washer als brüchige Zisternen bezeichnet. Er bezieht sich dabei speziell auf Dinge, die im religiösen/ christlichen Kontext auftauchen, die unbemerkt mit Christus in unseren Herzen konkurrieren können.

Ich liste diese „brüchigen Zisternen“ hier einfach mal auf. Natürlich ist die Betrachtung in der Predigt eher abrisshaft, kann und soll aber durchaus zum Nachdenken anregen.

1. Religiöses Ritual, Tradition, geistliches Erbe
2. Gemeindezusammenkunft
3. Gemeindeevents
4. Konzepte wie Jüngerschaft, Stille Zeit
5. Weltliche Weisheit, Philosophie, Überlieferungen der Menschen
6. Lebenshilfe
7. Übernatürliche Erfahrungen
8. Moralismus
9. Kraftvolle, dynamische, populäre christliche Personen oder Prediger
10. Erkenntnis
11. Selbstvertrauen, Alles-Ist-Machbar-Geist, Pragmatismus

Die Predigt gibt es hier als .pdf zum download (rechtsklick und speichern unter)

https://lannopez.files.wordpress.com/2012/08/christus-der-wahre-weinstock.pdf

Dir ein wenig Piper reinlaufen lassen?

Kurzer Auszug aus einer Predigt von Paul Washer (auf die in einem zukünftigen Beitrag noch ausgiebig verwiesen wird)

[…] Eine weitere, schreckliche, brüchige Zisterne sind dynamische, kraftvolle Prediger oder christliche, populäre Personen. Die gibt es überall. Die Charismatiker haben Männer in weißen Mänteln, die Menschen zu Boden werfen. Evangelikale haben ihre großen Männer mit ihren großen Gebäuden, Projekten und Taufen. Die Reformierten haben ihre Typen zu denen sie aufschauen, die sehr große Köpfe haben, die mit sehr viel Wissen gefüllt sind, wo der klügste von ihnen dann auf all den Konferenzen predigen darf. Einer der Männer, die ich auf diesem Planeten am meisten bewundere ist Dr. John Piper. Ich liebe ihn sehr, ich respektiere ihn. Aber ich zucke zusammen (während Dr. Piper eher erbrechen würde) wenn ich jemanden höre, der sagt: „Ich muss meinen MP3-Player anschmeißen und mir ein wenig Piper reinlaufen lassen, sonst werde ich einen schlechten Tag haben“

Dir ein wenig Piper reinlaufen lassen?

Was ist der Mensch? Ein Hauch von Luft – so viel wie in eine Nase passt. Nach Jesaja ist das alles, was ein Mensch ist. In den letzten zehn Jahren hat Gott einige wunderbare Bibellehrer aufstehen lassen, erst kürzlich hatten wir hier Richard Owen Roberts und John Schneider, Menschen, die schon so viele Jahre mit Gott gewandelt sind. Das ist wunderbar. Aber mein Freund, diese Leute müssen dich zu Christus treiben. Es gibt keine großen Männer Gottes. Nur bemitleidenswerte, winzige, schwache, glaubenslose Menschen eines großen und barmherzigen Gottes. Das ist alles, was es an menschlicher Erhabenheit gibt.[…]

Die volle Predigt:

https://unwisesheep.org/2012/08/04/jesus-christus-der-wahre-weinstock/

Hast du Integrität?

Momentan haben meine Blogbeiträge die starke Tendenz zur Mikrowellenkost. Warum Mikrowellenkost? Momentan kommt relativ wenig wirklich Neues, ich wärme oftmals lediglich ältere – hörenswerte und lesenswerte Beiträge wieder auf, die bisher noch nicht das größte Publikum hatten. Dies hat mit damit zu tun, dass ich vor meinen großen Prüfungen in meiner Ausbildung stehe und zudem noch von meiner Verlobten oft in Beschlag genommen werde (eine gute Vorbereitung auf die Ehe ist auch nicht unwichtig, will man ein verantwortungsvoller und liebevoller Ehepartner werden). Da viele Leser aber erst recht spät zum Blog gefunden haben, mag dieser Beitrag, in dem es um Integrität geht,  zumindest für manche noch neu sein.

„Wisst ihr, was die Motivation dafür ist, ein Leben von Integrität zu leben? Es ist ein Glaube, der wirklich glaubt, dass selbst, wenn niemand schaut, Gott es weiß und er unser Leben beurteilt“.

Wisst ihr, was bzgl. einer Glaubensprüfung wahr ist? Es ist dasselbe wie bei einem Mann, der sein Wort gibt, den Mann bei seinem Wort nehmen kann und der es auch hält. Nehmen wir an, dass ein Mann von Integrität einerseits auf einen Pfad trifft, der einfach zu gehen ist, diesen Pfad zu nehmen aber bedeutet, seine Integrität zu verlieren, er andererseits auf einen Pfad trifft, der weh tut, auf dem er zwar seine Integrität bewahrt, aber auch den Schmerz erleiden muss. Das ist genau das, was wir bei der Glaubensprüfung haben. Wenn unser Glaube erprobt wird, dann Weiterlesen „Hast du Integrität?“

Die guten Effekte der Gnade

Im Glauben kommt es sehr leicht zu ungünstigen Entwicklungen, die zu einem Ungleichgewicht führen. Wie wirkt es, wenn man selbst ein Leben führt, das nicht spürbar von Liebe und Dankbarkeit geprägt ist, wenn man dann anderen Leuten erzählt, wie wichtig und toll es sei, an Jesus Christus zu glauben?

Der Text des Videos:
Vor ein paar Jahren, ich geb euch das mal als Beispiel, da nahm ich meine Frau mit mir in eine Gemeinde, der sehr, sehr streng war bzgl. Kleidung etc., das war in einem anderen Land, wo ich schon zuvor gepredigt hatte und Gott sehr gewirkt hatte und wir kamen gerade durch die Tür, da kam diese Frau direkt auf mich zu. Wisst ihr, meine Frau Charo, sie zieht sich wirklich nicht aufreizend an, aber sie zieht sich einfach normal an, sie trägt keine religiöse Tracht als sei sie eine Nonne, sie zieht sich einfach normal an. Diese junge Dame kam also her, und stellte sich mir in den Weg und folgendes sie sagte auch direkt vor den Ohren meiner Frau: „Bruder Paul, du predigst mit solch einer Kraft Gottes auf deinem Leben und Gott und Gott wirkt durch dich so sehr, wie kannst du nur Weiterlesen „Die guten Effekte der Gnade“

Kleidung: „Elegant, aber nicht aufreizend“ (Paul Washer)

Ich möchte an dieser Stelle einmal ein paar Videos einstellen, die sich mit dem Thema „Kleidung“ beschäftigen. Dieses Thema (oder seine praktischen Auswirkungen) nehmen in manchen Gemeinden und Versammlungen einen sehr großen Platz ein. In anderen Gemeinden wird niemals oder kaum darüber diskutiert. Manche legen sehr großen Wert auf Tradition – auch in Sachen Kleidung – missachten dabei Weiterlesen „Kleidung: „Elegant, aber nicht aufreizend“ (Paul Washer)“

Spurgeon über „Wahrheiten, die geglaubt werden müssen“

Einen Interessanten Beitrag, las ich gerade wo und hab ihn nun hier rein kopiert, da sich hier im Blog nimmer viel tut. Kirchengeschichtlich ebenso interessant  wie zeitkritisch – damals wie heute.

Wahrheiten, die geglaubt werden müssen

Eine gegenwärtig in die Mode gekommene Art, die göttliche Wahrheit zu verdrehen und es allen recht zu machen

Charles Spurgeon

Es gibt eine Reihe von Wahrheiten, die geglaubt werden müssen; sie sind grundlegend für das Heil, und, sofern sie nicht mit ganzem Herzen angenommen werden, wird die Seele ruiniert werden. Nun in der Urgemeinde sagten die Heiligen nicht, wie die Scheinheiligen von heute es tun: „Wir müssen sehr barmherzig sein und dem Bruder seine Meinung lassen; er sieht die Wahrheit von einem anderen Standpunkt und drückt diese mit anderen Worten aus, aber seine Meinung ist ebenso gut wie unsere, und wir dürfen nicht sagen, dass er sich im Irrtum befindet.“

Das ist eine gegenwärtig in die Mode gekommene Art, die göttliche Wahrheit zu verdrehen und es allen recht zu machen. Auf diese Weise wird das Evangelium abgewertet, und ein „anderes Evangelium“ wird verkündigt. Ich würde gerne den modernen, toleranten Geistlichen fragen, ob es eine Lehre irgendeiner Art gibt, für die der Mensch bereit sein müsste, sich verbrennen zu lassen oder für sie ins Gefängnis zu gehen. Ich glaube, dass sie keine Antwort darauf hätten, denn wäre ihre Weitherzigkeit korrekt, dann wären die Märtyrer Toren höchsten Grades… Für sie ist Schwarz und Weiß die gleiche Farbe, sofern man sie nur aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Ja und Nein sind ihrer Meinung nach ebenso gleich. Ihre Theologie verändert sich wie Goodwin Sands [Sandbänke im Kanal für Dover, berüchtigt für Schiffbrüche], und sie betrachten Standhaftigkeit als Scheinheiligkeit. Irrtümer und Wahrheit sind im Kreise ihrer Barmherzigkeit ebenso miteinander vereinbar.

Die Apostel betrachteten den Irrtum nicht auf diese Weise. Sie rieten nicht zur weitherzigen Barmherzigkeit gegenüber der Falschheit oder bezeichneten den Irrlehrer nicht als einen Mann tiefer Gedanken, dessen Ansichten „erfrischend originell“ waren; noch weniger äußerten sie einen so bösen Unsinn über die Möglichkeit, den Glauben in ehrlichem Zweifel zu leben. Sie glaubten nicht daran, dass man durch Zweifel zur Rechtfertigung kam, wie unsere Theologen es tun; sie zielten auf die Umkehr des irrenden Bruders, sie behandelten ihn als eine Person, die bekehrt werden muss; und sie sahen in ihm auch einen Menschen, der, sofern er sich nicht bekehren würde, seine Seele dem Tod preisgeben würde.

Es gab nicht so viele oberflächliche Leute wie unsere kultivierten Freunde der „modernen Schule“, die letztlich gelernt haben, dass die Göttlichkeit Christi in Frage gestellt werden kann, das Werk des Heiligen Geistes ignoriert werden kann, die Inspiration der Schrift verworfen werden kann, der Erlösung kein Glaube geschenkt werden kann und die Wiedergeburt verworfen werden kann, und doch kann dieser Mann, der alle diese Dinge tut, als guter und sehr frommer Gläubiger gelten!

Charles Spurgeon, The Soul Winner, Kapitel 15.

Siehe auch:

Heiliger Geist und Vollmacht (Herbert John Jantzen)

Wieder einmal etwas aus meinem Fundus.

Vor einigen Jahren hat Herbert John Jantzen eine Auslegungsreihe über das Thema „Heiliger Geist und Vollmacht“ gehalten, die ich sehr interessant und bedenkenswert finde. Es handelt sich dabei um 5 Vorträge und eine „Frage und Antwort-Stunde“, die sich etwas abseits frommer Klischees bewegen und mehr auf sorgfältiger Auslegung als auf frommer Fantasie basieren, die nicht nur in typisch charismatischen Kreisen teils auffindbar ist. Herbert John Jantzen war u.a. Professor für Dogmatik an der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel (STH Basel).

Mehr: http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Jantzen

Die Vorträge sind in Teilen 1-6 hier auffindbar:

Teil 1: http://www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=5139

Teil 2: http://www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=5140 Weiterlesen „Heiliger Geist und Vollmacht (Herbert John Jantzen)“

Perfektionismus / Heiligungsbewegung / Keswick-Theology

Ich wurde kürzlich auf sehr interessante Vorträge hingewiesen – leider nur in englischer Sprache – die sich mit der Theologie beschäftigen, die die sogenannte „Keswick-Bewegung“ prägte. Es ist anzunehmen, dass die meisten Leser hier noch nie etwas davon gehört haben, aber es kann sehr gut sein, dass so manche Vorstellung, die aus dieser theologischen Richtung stammt, einem vielleicht durchaus schon begegnet ist oder man sogar an solch einer Vorstellung festhält, ohne, dass man es weiß.

Die „Keswick-Bewegung“ ist heutzutage in Deutschland eher unter dem Stichwort „Heiligungsbewegung“ ( wikipedia ) bekannt, zu der man im weitesten Sinne auch in evangelikalen Kreisen bekanntere Personen wie Weiterlesen „Perfektionismus / Heiligungsbewegung / Keswick-Theology“

Relaunch „Irrtümer christlicher Frömmigkeit“

Ronald Senk hat vor einiger Zeit eine kurze Predigt-Reihe über sogenannte Irrtümer christlicher Frömmigkeit gehalten. Das Ganze ist sehr interessant und bedenkenswert, weil er besonders Dinge anspricht, die oft geglaubt werden, die aber selten hinterfragt werden, weil sie besonders fromm und vielleicht einleuchtend klingen.

In der Regel ist es so: Besonders als junger, frischer und hochmotivierter Christ saugt man nahezu alles Mögliche auf, was man von Christen und in christlichen Kreisen zu hören bekommt. Das ist per se nichts schlechtes, sondern an sich relativ normal. Wie soll man denn, wenn man noch recht wenig Verständnis entwickelt hat, das alles, was man so hört, denn beurteilen? Deswegen sind Verse wie „Prüfet alles, das Gute aber behaltet“ sicherlich keine Aufforderung, der jemand mit arg begrenzter Bibelkenntnis und arg begrenztem Verständnis überhapt nachgehen könnte.

Deswegen brauchen unerfahrenere Christen eben auch Leute um sich herum, die gesunde und gute Lehre weitergeben und Irrtümer korrigieren. Irrige Lehre führt oft zu irrigen Vorstellungen und je nachdem wie diese geartet sind, kann das mitunter einfach auch sehr dumme Folgen haben, was das praktische Handeln angeht. Nur, weil etwas besonders fromm klingt, muss es noch lange nicht richtig sein Weiterlesen „Relaunch „Irrtümer christlicher Frömmigkeit““

Jesus will die Rose

Manchmal ist es wichtig, genau hinzuschauen, was wir anderen Menschen vermitteln, was wir weitergeben. Es ist nicht immer selbstverständlich, dass man wirklich das Evangelium predigt. Man kann zu verschiedenen Seiten abweichen. Einmal sicherlich gibt es diese Vorstellung vom lieben Gott, der keinen Zorn kennt, nur Liebe, und der gleichsam über alle Menschen all seine Liebe ausschüttet und niemals je die Welt richten wird. Diese Vorstellung vom lieben Gott hat nichts mit dem Evangelium zu tun. Aber es gibt auch auf der anderen Seite das Extrem, in einen gewissen frommen Moralismus zu verfallen, der sich nur noch darum dreht, bestimmte Gebote zu halten, ein Moralismus der immer nur einen zornigen Gott vor Augen hat, keinen Gott, der Liebe, ein Moralismus der zwar Gehorsam kennt, aber keine Gnade. Wo der Mensch im Mittelpunkt steht, der den Auftrag hat, das Verhältnis zwischen Gott und Menschen durch seine Buße, seinen Gehorsam und seinen frommen Fleiß wieder instand zu setzen und Frieden zwischen Gott und Menschen zu schaffen oder zu erhalten. Ein wenig um diese Thematik dreht sich dieses Video:

[…]

Es brauchte nicht lang bis meine Leidenschaft für das Evangelium und dafür, dass verlorene Männer und Frauen gerettet werden,  anfing mit der Kirche zu kollidieren. Ich kann euch dazu dutzende Geschichten erzählen, aber ich erzähle vielleicht von einer Sache, die wirklich das Fass zum Überlaufen gebracht hatte, wo ich für mich damals die Entscheidung fällte, wenn ich evangelisiere, dann tue ich das nicht als Kirchenmitglied, denn in sehr vielen Fällen stellte sich die Kirche als ein Feind der Bekehrung heraus und nicht als Freund davon. Ich gebe euch also ein Beispiel. Dieser Gesinnungsumschwung geschah auch, da Gott mich schon immer in dieser Hinsicht zurechtgewiesen hatte.

Und zwar war es so, dass ich als Studienanfänger in meinem Studium einer 26-jährigen alleinerziehenden Mutter begegnete, die dort auch das Studieren anfing, um einen Abschluss zu machen, was ihr bisher nicht geglückt gewesen war. Sie war niemals in der Kirche gewesen, hatte kaum was über Jesus gehört und so hatten wir diesen lang anhaltenden Dialog über die Gnade und Barmherzigkeit Christi im Kreuz und so haben ich und andere teilweise das Babysitten ihrer Tochter übernommen, tatsächlich war sie zu der Zeit auch in einer außerehelichen Beziehung mit einem verheirateten Mann und nun, wir redeten also über diese Dinge und die Weisheit darin und so gestaltete sich diese Beziehung zu ihr. Wir versuchten ihr zu dienen und ihr geistliche Dinge zu erklären. Ein Freund von mir war Musiker in einer Kirche in dieser Gegend und so luden wir sie ein und sagten: „Ein guter Freund von mir spielt in dieser Kirche, wir würden dich einladen, ihn zu hören und das mal  mitzubekommen“. Sie stimmte zu, sie dachte, es sei ein Konzert und nun, wir ließen sie ein wenig im Dunkeln was das genau war.

Jedenfalls kam sie mit mir mit und sie hörte meinen Freund spielen, er hat auch wirklich gut gespielt. Jedenfalls kam dann der Prediger auf die Kanzel und sagte: „Heute möchte ich zu euch über Sex sprechen“ und ich dachte: „hmmm…lieber nicht… Das könnte schwierig sein“.

Er nahm eine rote Rose, roch an ihr und zeigte wie schön sie war und warf die Rose in die Menge, damit jeder einmal dran riechen könnte, es waren so um die Tausend Leute im Saal. Er sagte: „Riecht dran, berührt sie und schaut sie einfach genau an“. Und dann fing er an, und bis heute denke ich, eine der schlimmsten und erschreckendsten  Darstellungen dessen zu geben, die ich je darüber  gehört habe, was Sex ist und was nicht. Es ging sehr in Richtung Panikmache, wenn nicht noch schlimmer – nach dem Motto:  „Willst du etwa Syphilis und Herpes oder sonst irgend eine Geschlechtskrankheit einfangen?“ .

Und während ich neben dieser Frau saß, dachte ich nur: „Was machst du da?“ . Und wo er so langsam zum Abschluss kommt, sagt er: „Wo ist meine Rose? Wo ist sie? Wer hat sie gerade?“  und irgend so ein Kind bringt ihm diese abgeknickte, abgebrochene und ziemlich zerstörte Rose und während er sie hochhebt, kommt er gleichsam zum Höhepunkt seiner Predigt. Das war quasi sein Kernpunkt. Während er diese Rose hochhielt, sagte er: „Nun, wer würde so eine Rose haben wollen? Wer würde so eine verbrauchte Rose haben wollen?“

Ich erinnere mich wie ich einen berechtigten Zorn und eine berechtigte Wut empfand und ich dachte einfach nur: „JESUS WILL DIE ROSE!“  Das ist der Kern des Evangeliums, dass Jesus die Rose haben will! Dass Gott den, der keine Sünde kannte, zur Sünde machte an unserer statt, damit wir die Gerechtigkeit Gottes werden würden in Christus! Während wir noch Sünder waren, starb Christus für uns! Ich dachte: „Du lehrst doch nicht einmal die Grundlagen unseres Glaubens!“

Seiner Zeit voraus

An dieser Stelle möchte ich ein Remake eines älteren Videos und Wünsche fürs nächste Jahr weitergeben. Das Video heißt „bewahrt euch in SEINER LIEBE“ und ich denke, das ist wirklich eine grundlegende Sache, mit der ich das Jahr hier im Blog abschließen und das neue auch wieder beginnen möchte. Wenn wir hier fehlgehen, haben wir ein großes Problem und ich möchte einfach die Augen auf die Liebe Gottes richten, die auch bei uns Gläubigen immer wieder die Tendenz hat, aus dem Blick zu geraten.

Bewahrt euch in SEINER Liebe

Und in Vers 6 sagt er: „Suchet den HERRN, solange er zu finden ist, rufet ihn an, während er nahe ist!“ Es ist als ob er die Leute fast schon drängt. Ihr müsst verstehen, dass die Gnade Gottes, wenn sie recht verkündigt wird, fast unglaublich ist. Sie ist unglaublich, denn ihr habt nichts Vergleichbares in eurem Leben je gesehen. Niemals ist eine solche Güte und Freundlichkeit Menschen gegenüber gezeigt worden. Und zu Menschen zu gehen mit dem freien Angebot des Evangeliums, erfordert manchmal fast einen Beweis, dass es eben kein Schwindel ist. Dass es wirklich wahr ist. Meine charismatischen Freunde erzählen mir immer, dass es der größte Akt des Glaubens sei, die Toten aufzuerwecken. Ich sag ihnen. „Natürlich nicht, denn Baptisten-Prediger tun das jeden Sonntagmorgen“. Sie sagen also: „Die größte Glaubenstat, ist die Toten aufzuerwecken“. Nein, das stimmt nicht. Wenn ich eine Ausdrucksweise nehmen darf, die vielleicht nicht völlig ideal ist: Wisst ihr, was mehr Glauben als alles andere auf diesem Erdball benötigt? In den Spiegel von Gottes Wort zu sehen und die eigene Sünde zu sehen. Sich zu sehen, wie man ist. Und dann zu glauben, es zu wagen zu glauben, dass Gott dich so sehr liebt, wie er sagt, dass er es tut.

Eines der größten Probleme in den Leben von den meisten von euch ist das: Ihr gehorcht nicht Judas, wenn er sagt: Bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes. Manche Prediger haben das verdreht und sagen: Nun, du gehorchst lieber mal Gott, du tust dies und das, DANN wird Gott dich lieben. Und das sagt der Text NICHT. Judas wollte etwas anderes sagen. Er sagt: Glaubt, dass Gott euch liebt. Das ist der Schlüssel zu geistlichem Wachstum. Zu glauben, dass er dich liebt. Das schwerste, was du jemals tun musst, ist zu glauben, dass er dich so sehr liebt, wie er sagt, dass er es tut.

Ich habe keine Ahnung von Pflanzen – aber, wenn du mich anrufen würdest und sagen würdest:

„Bruder Paul, kannst du mal nach meiner Pflanze schauen“

„Nun, versuchen kann ich’s, was stimmt nicht damit?“

„Nun, sie ist sehr, sehr krank“.

Ich komme also in dein Haus, habe also keine Ahnung von Pflanzen. Aber du bringst mich zu einer dunklen Kammer, öffnest die Tür und da steht die Pflanze.

Und ich sage: „Nun, ich hab das herausgefunden: Halte deine Pflanze in der Sonne. Behalte sie im Sonnenschein. Lass sie an die frische Luft. Sie wird wachsen und gedeihen“. Gottes Liebe ist so groß darin, wie sie sich im Evangelium Jesu Christi zeigt. Aber in jenem Text muss, er es wieder und wieder sagen und belegen, dass Gott wirklich das tut, was er verheißen hat. Kann das so sein? Können all meine Sünden wirklich vergeben sein? Kann ich wirklich eine Beziehung mit Gott haben? Unbefleckt und voll Herrlichkeit?

Er sagt:

Suchet den HERRN, solange er zu finden ist, rufet ihn an, während er nahe ist! Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken und kehre um zum HERRN, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm Gott; denn er vergibt viel.

Versuch das nicht zu erklären. Es ist ein Geheimnis. Aber ich sag dir das: Du bist hier wegen IHM. Du sagst: „Bruder Paul, ich habe Buße getan“. Ja, das hast du, aber er gab dir die Gnade, das zu tun. „Ich habe geglaubt“. Ja, du hast geglaubt. „Ich habe zu ihm gefunden“. Ja – aber nur weil er zuerst dich gesucht hat. „Ich habe Gott geliebt“. Ja, weil er dich zuerst geliebt hat. Seht ihr das? Nun, bleibt in dieser Liebe! Und lasst euch da von niemandem anlügen. Die Schrift sagt, dass der Teufel ein Lügner und Mörder ist. Lasst uns die beiden Dinge zusammen nehmen. Er tötet auch dadurch, dass er lügt. So hat er unsere Ur-Eltern, Adam und Eva ermordet, er hat sie angelogen und durch Lügen, ermordet er dich. Auf einem Gebiet wird er dich wirklich attackieren. Wenn er dich nicht mit Irrlehre kriegt, z.B. das Leugnen der Lehre der Dreieinigkeit  oder dich dazu bringt, einer Sekte beizutreten, wird er dich dort angreifen:

Er wird sagen: Gott liebt dich nicht. Und er wird es dadurch tun, indem er dir zeigt, wie unwürdig du bist. Das Problem ist: Meistens hat er ja recht. Merkt ihr das nicht? Ringt nicht mit dem Teufel, dass ihr würdiger seid als der Teufel euch das vor Augen malt. Ihr müsst ihm sagen: „Nun, du kennst nicht einmal die Hälfte von meiner Unwürdigkeit. Du denkst, ich bin schlecht? Du weißt nicht alles! Ich bin schlimmer als selbst du es dir vorstellst! Aber dann sag dir: „Es geht nicht um mich, sondern um den, der FÜR MICH starb. Es geht um meinen älteren Bruder. Um den HERRN JESUS CHRISTUS“. Es dreht sich alles um ihn.

Um abzuschließen, lasst uns das ansehen: Liebt Gott seine Kinder? Ja! Liebt Gott alle Menschen? Ja! Wenn du heute gerettet bist, bist du gerettet, weil Gott ein großes Werk in deinem Leben tat? Ja! Ruft Gott alle Menschen, Buße zu tun und zu glauben? Absolut! Gießt er seine Liebe und Barmherzigkeit über alle Menschen aus? Absolut! Gehen manche zur Hölle, weil Gott sie nicht will? Nein, sie gehen wegen ihren eigenen Wegen dort hin. Deswegen kommen sie in die Hölle. Aber du kommst in den Himmel allein wegen der GNADE GOTTES. Leute, ich will, dass ihr seht, dass diese Welt dreckiger und chaotischer Ort ist und gegen euch als Gläubige kämpfen wird. Und ihr müsst euch darin bewahren, zu glauben, dass Gott euch so sehr liebt, wie er sagt, dass er es tut! Und zweitens müssen wir da raus und evangelisieren und das wahre Evangelium den Menschen nahe bringen. Das müssen wir. Schaut es euch an. Die Schlinge zieht sich langsam zu. In nicht vielen Jahren wird es gegen das Gesetz sein, ein Christ zu sein, der die Bibel als sein Lebensfundament ansieht. Wir müssen Zeugnis geben, die Art und Weise ändern, wie wir Dinge betrachten. Das ist ein Kampf ums Überleben. Und wir müssen da raus gehen. Nicht als Heuchler, die ein Ding verkündigen, aber ein anderes ausleben.

Aber wir müssen da raus und die Gnade Gottes verkünden und nicht auf uns zeigen. Wir sind nicht „Superheilige“ , die durch ihren eigenen Verdienst und ihre eigene Tugend von Gott die Erlösung errungen hätten. Wir sind schlicht Bettler, die Brot in Christus gefunden haben und wir wollen das allen anderen erzählen. Verkündet das Evangelium, teilt es anderen mit. Bringt ihnen das Evangelium. Betet, dass Gott Menschen rettet. Betet, dass Gott hierher einen Mann sendet und andere Männer um ihn herum aufstehen lässt, diese Gemeinde zu leiten, ein wahres Evangelium zu predigen. Die Verlorenen zu Evangelisieren! Und seinem Namen Ehre zu bringen.

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Abschließend noch Segenswünsche für das kommende Jahr, traditionell bin ich wieder der Zeit voraus. Jedenfalls wünsche ich allen Lesern hier ein gesegnetes nächstes Jahr ( Huch, wie die Zeit vergeht ) , Gottes Segen und Gnade und ein Wachsen und Reifen in Erkenntnis und Glauben.

Liebe Grüße

Simon

Das Bild läuft unter der Kategorie „Kugelschreiber-Kunst“- das ist eine seltene Kunst, die vor allem Schülern und Studenten zugeschrieben wird, deren Schreibdrang im Unterricht nicht gestillt werden kann.