Buch: Stolpersteine der Schriftauslegung ( Donald A. Carson )

Stolpersteine der Schriftauslegung

Dieses Buch hab ich bereits schon zu Zeiten meines Zweitblogs vorgestellt, da ich aber meinen Zweitblog ebenso wie meine Homepage eingestampft habe, liegt der Artikel nicht mehr vor.

Der vollständige Titel des Buches lautet:

„Stolpersteine der Schriftauslegung: Wie man sorgfältig und korrekt mit der Bibel umgeht“. Geschrieben hat das Buch Donald A. Carson.

Ich würde dieses Buch nicht jedem Gläubigen in die Hand drücken, der mich fragt, wie man die Bibel am Besten studiert. In der Regel würde ich dazu zum Buch von R. C. Sproul greifen, das sich „Bibelstudium für Einsteiger“ nennt und dennoch einen gewissen Anspruch hat und denen hilft, die sich bisher recht wenig Gedanken gemacht haben über Prinzipien, die man beim Lesen und Studieren der Bibel beachten sollte. Sprouls Buch habe ich bereits hier vorgestellt:

https://unwisesheep.org/2010/08/27/bibelstudium-fur-einsteiger-buch/

Carson konzentriert sich in seinem Buch, das ich hier vorstelle, hauptsächlich darauf, Weiterlesen „Buch: Stolpersteine der Schriftauslegung ( Donald A. Carson )“

Rezension: Timotheus-Magazin: Glaube

Vom Timotheus-Magazin ist ja vor geraumer Zeit schon die zweite Ausgabe erschienen und ich hatte angekündigt, vielleicht eine kurze Rezension zu schreiben, was ich hiermit tue. Wenn ich ehrlich bin, ist es bei mir so, dass ich Online-Magazine, die man online ansehen oder als .pdf herunterladen kann, ja ganz nett finde, aber meistens nicht so wirklich verfolge. Hat sicherlich damit etwas zu tun, dass ich früher mal eine Zeit lang ein sehr edel gehaltenes Videospiel-Magazin gesammelt habe und es war schon hübsch, die ganzen Ausgaben, die sich im Laufe von Jahren angesammelt hatten, im Regal stehen zu haben. Und der Vorteil eines Druckes liegt klar auf der Hand. So ein gedrucktes Magazin ist schlicht handlicher als ein online-Magazin, selbst wenn man dieses auf einem iPad betrachtet und zudem braucht ein gedrucktes Heft  bekanntlich auch keinen Strom.  Ich lese ja wirklich durchaus Beiträge in Blogs und auf Internet-Seiten und finde das alles ganz praktisch, aber verglichen damit hat ein gedrucktes und hübsch gestaltetes Magazin einfach seine Vorzüge.

Aber nun, wie schlägt sich das Heft? Weiterlesen „Rezension: Timotheus-Magazin: Glaube“

Buch: Auserwählt und eins gemacht ( Tim Kelly )

Buch: Auserwählt und eins gemacht.

Wenn ich ein einziges Buch empfehlen müsste, das eine Einführung in die Lehren der Gnade gibt, dann wäre es wohl das Buch von Tim Kelly, das den Titel trägt: „AUSERWÄHLT UND EINS GEMACHT“, das im Betanien-Verlag erschienen ist. Wie angedeutet, möchte ich dieses Buch nun vorstellen. Ich möchte es vorstellen, weil das Buch 1. die Lehren der Gnade VERSTÄNDLICH darlegt, anhand des Textes der Schrift und das in einer nachvollziehbaren und nicht reißerischen oder gar lieblosen Art und 2., weil das Buch im Verlauf auch immer wieder auf Vorurteile und falsche Vorstellungen und Schlussfolgerungen, die mit der ganzen Thematik zusammenhängen, eingeht.

Das Thema Erwählung ist ja ein solches, das heute die Tendenz hat, immer wieder hitzige Diskussionen zu führen und Weiterlesen „Buch: Auserwählt und eins gemacht ( Tim Kelly )“

HörBibeln

Ich habe gerade das Archiv meiner Blog-Beiträge auf das Stichwort Bibel / Audio-Bibel durchsucht und musste feststellen: Obschon ich der Auffassung war, ich hätte darüber einmal einen Artikel veröffentlicht, scheint dem nicht so zu sein.

Jedenfalls möchte ich an dieser Stelle einfach mal ein paar Audio-Bibel vorstellen, solche, die kostenlos zu finden sind und auch solche, die etwas kosten. Es geht hier aber nicht um die Pros und Contras der Existenz von Audio-Bibeln. Ich möchte hier nur einige vorstellen, die man gebrauchen kann, will man eine Hörbibel benutzen.

Neue evangelistische Übersetzung

Auf sermon-online.de finden sich Teile einer Audio-Bibel zur neuen evangelistischen Übersetzung, welche aber auch auf einer eigens für die Übertragung erstellten Homepage als Audio-Bibel herunterladbar ist: http://www.audiobibelneü.de/. Die Übersetzung als solche zu beurteilen, ist mir nicht möglich. Die Übersetzung stammt von Karl-Heinz Vanheiden. Dieser nimmt zu seiner Intention in einem Vorwort zur Übersetzung Stellung: http://www.kh-vanheiden.de/NeUe/Bibeltexte/NeUe.htm#vorwort. Die Audio-Bibel liegt als solche komplett vor in Altem und Neuem Testament.

Elberfelder NT 1927

Die  Elberfelder-Übersetzung aus dem Jahre 1927 (laut Angaben im Kommentarbereich) findet sich wie die beiden vorher genannten Audio-Bibel ebenfalls auf sermon-online.de. Es gibt Personen, die sind Verfechter dieser Übersetzung, auch gegenüber den neueren Fassungen der Elberfelder. Ich bin es nicht. Vom Klang her ist sie in Ordnung, manchmal empfand ich das zuhören etwas anstrengend, abhängig von der Stimme des Sprechers, die mitunter etwas arg penetrant ( im ursprünglichen Sinne von „durchdringend“ )  erscheint, was ich unangenehm fand. Die Bibel ist auf sermon-online.de kostenlos zur Verfügung gestellt.

Elberfelder 2003

In diese Elberfelder 2003 Hörbibel kann man hier hereinhören. Der Sprecher spricht professionell und so, dass man gut zuhören kann, die Elberfelder-Übersetzung ist und bleibt eine von vielen geschätzte Übersetzung. Hervorzuheben ist, dass der Vorlese-Stil recht langsam gehalten ist, was einem hilft, will man wirklich aufmerksam zuhören.

Schlachter 2000

Der CLV bietet die Schlachter 2000-Übersetzung zum Verkauf an. Derzeit kostet sie knapp 120 Euro komplett mit Altem und Neuem Testament. Man kann aber auch nur das alte Testament oder das neue Testament kaufen. Man kann teweilweise auch Bibelbücher einzeln kaufen. Ich besitze das neue Testament. Sprecher ist durchgängig Hanno Herzler. Auf die ganze Bibel gesehen kann das monoton wirken. Dennoch ist die Sprechleistung von Hanno Herzler professionell und gut und es gibt an der Stimme meines Erachtens kaum etwas auszusetzen. Natürlich sind in dieser Hinsicht die Geschmäcker verschieden und man sollte wohl probehören, bevor man sich die gesamte Hörbibel zulegt. Das alte Testament gibt es übrigens auf diesem youtube-Kanal zum anhören.

Luther 1956/1964

Zuerst einmal möchte ich auf die Luther 1956/1964 Audio-Bibel verweisen, die ich meistens verwende, da sie sehr speicherplatzsparend auf dem Memory-Stick meiner PSP ( Ich benutze eine Playstation Portable fürs Bibel und Predigt-Hören unterwegs )  untergebracht werden kann. Diese ist kostenlos auf http://sermon-online.de herunterzuladen und zwar hier im Alten Testament ( 1964 ) und im Neuen Testament ( 1956 ) . Ich persönlich habe diese Bibel schätzen gelernt, weil es sich nicht um einen Sprecher, sondern um mehrere Sprecher handelt und so das ganze nicht zu monoton wird, wenn man es einmal in Angriff nimmt, sich beispielsweise auf regelmäßigen und längeren Bus oder Zugfahrten die Bibel in voller Länge anzuhören. Die Übersetzung an sich ist für mich als Laie immer schwer zu bewerten, zumal sich auch die Experten in mancher Hinsicht uneinig sind, was den Maßstab angeht, den man an eine Bibelübersetzung anlegen sollte. Klar ist, dass diese Übersetzung im Großen und Ganzen deutlich den anderen Luther-Fassungen ähnelt. Die Luther-Übersetzung ist als gute und bewährte Übersetzung bekannt. Sprachlich finde ich sie zuweilen bspw. der Elberfelder-Übersetzung vorzuziehen. Ich kann damit viel anfangen – obwohl der Klang sicher nicht der Aller-Beste ist.

Luther 1984

Die sogenannte große HörBibel nach Luther, die von der Deutschen Bibelgesellschaft herausgegeben wird, hat eine kleine Besonderheit an sich. Es handelt sich bei dieser HörBibel um die Luther 1984 in szenischer Lesung. Sie verzichtet zwar auf Toneffekte, greift aber auch verschiedene Sprecherrollen zurück, wenn Dialoge ins Spiel kommen. Frauen werden dabei selbstverständlich von Frauen gelesen und Männer von Männern. Dazu gibt es jeweils einen Erzähler, der die Non-Dialog-Passagen vorliest. Über den Sinn und Unsinn einer solchen Aufmachung kann man sicher streiten, das soll hier nicht getan werden. Regie führte Philipp Schepmann, der dem einen oder anderen durch die „Chroniken von Narnia“-Hörbücher vielleicht geläufig sein könnte. Auf Amazon finden sich derzeit 12 Mal die 5-Sterne-Wertung, 1 mal die 4-Sterne-Wertung und 1 mal die 1-Stern-Wertung. Die negative Kritik bezeichnet diese Hörbibel als „geistloses Machwerk“, basierend auf seiner Empfindung der Stimmlage der Sprecher. Finde ich etwas kurios. Ich wusste nicht, dass das Vorlesen der Schrift zuweilen  göttlich inspiriert wird. Ich finde diese Hörbibel in Ordnung. Wie gesagt, ob es einem zusagt, wie jemand die Schrift vorliest, ist in gewisser Hinsicht Geschmacksache. Dass die Sprecher keinen besonderen oder keinen christlichen Hintergrund haben, mag sein, das ändert an und für sich nichts am Text, der Wort Gottes bleibt. Niemand wird gezwungen, solch eine Audio-Bibel zu kaufen oder anzuhören, das muss ohnehin jeder mit sich selbst ausmachen. Auf Amazon findet sich die HörBibel mitunter für unter 70 Euro.

http://www.grosse-hoerbibel.de/

Neue Genfer-Übersetzung.

Zur Neuen Genfer-Übersetzung an sich kann ich wenig sagen. Es handelt sich um eine Übersetzung des Neuen Testamentes ( zumindest bisher ist nur das NT übersetzt ) . Sie hat den Anspruch,“verständlich, zuverlässig und relevant“ zu sein. Der Anspruch ist, sehr verständlich und sehr akkurat übersetzt zu haben. ( näheres: http://www.ngue.info/uebersetzung/vorgeschichte ) . Das zu bewerten übersteigt meine Kenntnisse, ich habe nicht ausführlich in dieser Übersetzung gelesen, drum verweise ich auf eine Kritik, die auf theyoungreformer.de zu lesen ist: http://www.theyoungreformer.de/2010/03/18/neue-genfer-%C3%BCbersetzung-neues-testament/. Was das Hören angeht: Mir gefällt die Art des Sprechers. Ist angenehm anzuhören und man kann gut folgen.

Buch: Wie erkenne ich den Willen Gottes? ( Schirrmacher )

Etwas, was mir schon länger auf den Fingernägeln brennt, ist das Thema „Wille Gottes und Führung Gottes im alltäglichen Leben erkennen“. Ich empfand da eine sehr große Verwirrung und Not, einfach, weil ich von vielen meiner Mitchristen da mehr oder weniger unterschwellig ein gewisses Verständnis vermittelt bekommen hatte, das mir zu Zeiten mehr oder weniger ziemlich zu schaffen machte. Ich mag versuchen, das in ein paar Sätzen auf den Punkt zu bringen. Ich denke, ein FIKTIVES Beispiel ist dazu gut geeignet:

Stellen wir uns vor, soeben habe ich mein Abitur bestanden und muss mich dann entscheiden, was ich aus meinem Leben machen soll. Ich habe dabei verschiedene Möglichkeiten. Ich könnte studieren. Vielleicht Informatik, vielleicht Biologie, vielleicht etwas im sozialwissenschaftlichen Bereich. Dann könnte ich aber auch eine Ausbildung beginnen. Vielleicht im Kaufmännischen Bereich oder im handwerklichen Bereich. Als dritte Möglichkeit könnte ich mir als junger Christ natürlich noch vorstellen, eine theologische Ausbildung zu durchlaufen, um Gott so besser dienen zu können.

Als junger Christ will man natürlich Gott gehorchen und das tun, was ihm gefällt und was Gottes Weg für einen selbst ist, so wie man das schon oft in Predigten und Zeugnissen gehört hat. Als „weltlicher“ Mensch würde man sich einfach für das entscheiden, was einem am besten gefällt, aber als Christ hat man natürlich nicht nur im Hinterkopf die Frage: Was will Gott von mir? Und so überlege ich: Will Gott, dass ich Biologe werde? Will Gott, Weiterlesen „Buch: Wie erkenne ich den Willen Gottes? ( Schirrmacher )“

Buch: Christus allein

Ich möchte hier im Zusammenhang des Blogs, was ich ja an sich selten mache, auf ein Buch verweisen, welches mir sehr geholfen hat. Ich kann nicht sagen, dass das  Buch typisch ist für das, was ich bisher an christlichen Büchern gelesen habe, aber es hat mir – meines Erachtens – wirklich viele hilfreiche Gedanken vor Augen gestellt, die mir wirklich auch praktisch geholfen haben und helfen.

Wie ich schon öfters erwähnt habe ( und damit nun keine neue Diskussion lostreten möchte ) habe ich von meinem christlichen Hintergrund her einen charismatisch / pfingstlichen Hintergrund. Und das bringt mit sich, dass man viele Vorstellungen hat, über den Heiligen Geist, das Wirken Gottes allgemein, die – meines Erachtens – einem gesunden Glauben nicht unbedingt dienlich sind. Man neigt daher auch wesentlich leichter dazu, unsinnige Dinge zu tun und zu glauben, was aber, bezogen auf meine Person, sicher nicht nur damit zusammenhängt.

Das Buch, das ich deswegen vorstellen möchte, heißt: „Christus allein“ und ist von Bernhard Kaiser geschrieben worden.

Was ich so wertvoll an dem Buch finde, ist, dass sehr klar das Erlösungswerk Christi dargelegt wird und von diesem ausgehend gezeigt wird, was es bedeutet, Gott zu glauben, in verschiedenster Hinsicht. Vieles wird sicher nur angerissen, aber es war für mich so erfrischend zu lesen wie jemand einfach so schön von einem Glauben schreibt, der auf Gottes Wort gründet, sich auf Gottes Verheißungen bezieht und wie er realistisch und nachvollziehbar beschreibt, wie ein Christ eben auch in einem Glaubenskampf steht und wie er ihn sinnvollerweise kämpft und dass eben Christus allein dafür das Fundament darstellt.

Man muss sagen, dass auch sehr kontroverse Aussagen gemacht werden bezüglich des Zusammenhangs von Wort und Geist, die viele Christen heute sicher nicht unterschreiben würden. Aber ich bin sehr dankbar, gerade auch für diese Ausführungen, einfach, weil sie für mich auch so was wie einen Lichtblick darstellen, weil hier klar und verständlich das Wirken des Heiligen Geistes aufgezeigt wird, der wirklich auch an die Schrift gebunden ist. Oft werden heute Auffassungen vertreten, die das Wirken des Geistes irgendwie vom Wort Gottes abtrennen, als sei wirke der heilige Geist ohne das Wort. Dabei wirkt Gottes Geist doch gerade im Wort und in der Vekündigung des Evangeliums. Und tatsächlich sagt Jesus auch:

Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt gar nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, SIND Geist und sind Leben. ( Johannes 6, 63 )

Und das gibt eine große Zuversicht, was das Predigen des Evangeliums angeht. Wir müssen nicht hoffen, dass der Heilige Geist vielleicht wirkt, wenn wir Gottes Wort weitergeben, nein, Jesu Worte sind Geist und sind Leben. Gottes Geist wirkt immer, wenn Gottes Wort, wenn Gottes Botschaft verkündigt wird. Das ist gut zu wissen. Aber, dass der Geist Gottes wirkt, muss nicht immer heißen, dass sich jemand bekehrt, es kann auch gerade anders herum geschehen. Denken wir an Stephanus, der voll Geistes war und entsprechende Worte an das Volk richtet. Ja, seine Zuhörer waren von Sünde überführt, aber dadurch zog er sich auch ihren Hass auf sich und die Herzen waren danach sicher noch mehr verhärtet.

Jedenfalls fand ich mein Vertrauen auf Gottes Wort und seine Verheißungen durch dieses Buch sehr gestärkt. Es ist realistisch geschrieben und betrachtet von der Wahrheit ausgehend auch einige Irrtümer, z.B. den Sakramentalismus der römisch-katholischen Kirche, den Humanismus, und das sogenannte Schwärmertum. Gerade, weil ich selten derartig nachvollziehbare Argumentation gelesen habe, die vom Wesen des Wortes Gottes her argumentiert, haben diese Ausführungen meines Erachtens viel Gutes für sich. Ich kann mir vorstellen, dass viele Aussagen hier dem einen oder anderen durchaus aufstoßen könnten, mir waren sie zuerst auch etwas zuwider, aber ich fand sie Anlass genug, mich in mancher Hinsicht korrigieren zu lassen und im Nachhinein betrachte ich es wirklich als sehr sinnvoll.

Hinweis: Vielleicht mögen manche Passagen im Buch etwas schwerer zu lesen sein, und manch einer mag sich hier und da an der Ausdrucksweise stören, die nicht unbedingt so gestaltet ist, dass sie immer völlig allgemeinverständlich ist, aber insgesamt halte ich das Buch durchaus für gut verstehbar, auch für Laien wie mich.

Ein wenig vom Inhalt dieses Buches findet man auch in den hier veröffentlichten Artikeln:

http://www.irt-ggmbh.de/veroeffentlichungen/allgemeine-aufsaetze/index.html

Bernhard Kaiser mag nicht unbedingt einen besonders „gesalbt klingenden“ Vortragsstil haben, aber inhaltlich sehr interessante Vorträge, auch zu den 4 solas, findet man hier:

http://www.irt-ggmbh.de/veroeffentlichungen/audio-dateien/index.php

( Durchdachte ) Predigten von Bernhard Kaiser finden sich hier:

http://www.irt-ggmbh.de/veroeffentlichungen/predigt-podcasts/index.php

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Verlagstext:

Bernhard Kaiser
Christus allein
Rechtfertigung und Heiligung biblisch-reformatorisch

Paperback, 220 Seiten, Betanien Nov. 2008
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Vorstellungstext:
Schon in der früheren Auflage war dieses Buch für viele ein Augenöffner für das Heil in Christus, dafür, was Rechtfertigung und Heiligung wirklich bedeutet und dafür, dass es dabei nicht um religiöse Gefühle und Eindrücke geht. Weiterlesen „Buch: Christus allein“

Bibelstudium für Einsteiger ( Buch )

Ich mag hier einmal ein Buch vorstellen, dass sehr nützlich sein könnte und zwar ist es verfasst von R.C. Sproul und trägt den Titel:

Bibelstudium für ein Einsteiger

Warum möchte ich dieses Buch vorstellen? Nun, ich komme oft mit Leuten in Berührung, bei denen ich den Eindruck habe, dass sie die Bibel sehr willkürlich auslegen. Oft lesen sie kaum die Bibel, und oft vertreten sie Lehren, die sie vertreten, weil ihre Gemeinde / Gruppe / Lieblingsprediger (… ) diese Lehre vertritt, ohne, dass sie sich je Rechenschaft gegeben hätten, WIE sie mit ihrer Bibel umgehen und ob ihr Umgang mit der Schrift gut und begründbar ist.

R.C. Sproul will in diesem Buch Mut machen: Ja, man kann die Bibel verstehen, und nein: sie spricht nicht in Rätseln, die unsere Fanatasie zu allerlei möglicher Spekulation anregen sollten. Ich finde das Buch wichtig und sehr sinnvoll, weil es auf sehr wenig Seiten sehr viel korrigiert und klarstellt, nicht nur für den gelehrten Theologen, sondern auch für den „normalen“ Bibelleser. R.C. Sproul schreibt nachvollziehbar und eingängig, trotz der nicht ganz einfachen Thematik und versucht nicht, den unbedarften Leser noch mehr zu verwirren, sondern versucht Klarheit in die Fragen zu bringen, wie z.B. „wie lese ich die Bibel?“, „wie interpretiere ich die Bibel?“, „wo liegen dabei Fallen?“, „wo finden sich Hilfen dafür?“ etc.

Besonders wertvoll die Kapitel „Persönliches und selbstständiges Bibelstudium“ und „Praktische Regeln für die Auslegung“

Einen Auszug aus dem Buch ( Vorwort, Inhaltsverzeichnis und Kapitel „Hermeneutik- Die Lehre von der Auslegung“ ) findet man unter folgendem Link:

http://www.betanien.de/verlag/muster/bibelstudium-auszug.pdf

Verlagstext:

Der Mensch lebt nicht allein von Brot, sondern muss sich vom Wort Gottes ernähren (Mt 4,4). Dieses Buch hilft, richtig an die Bibel heranzugehen und sie richtig zu verstehen. Zuerst zeigt der Autor, warum wir die Bibel studieren sollten und verdeutlicht auch das Vermächtnis der Reformation, die das persönliche Bibelstudium überhaupt ermöglicht hat. Dann erklärt er, was beim Bibellesen zu beachten ist, wie z.B. Hintergrund des jeweiligen Bibelbuches, literarischer Stil, Zusammenhang, die Wichtigkeit und die Grenzen buchstäblicher Auslegung usw., und dass die Schrift allein durch die Schrift auszulegen ist. Häufige Fehler beim Bibelstudium werden geklärt und praktische Tipps und Hilfsmittel genannt. In leichtverständlichem und gut lesbarem Stil wird so nicht nur Biblschülern und Studenten, sondern jedem Christen eine solide Hermeneutik (Lehre vom rechten Verstehen der Bibel) vermittelt.

Ein Übungsteil („Fragen zur Lernkontrolle und Vertiefung“) macht das Buch auch als Kurs für Jugend- und Bibelgruppen usw. verwendbar.

„Wenn ich der Teufel wäre, wäre ich höchst unerfreut über dieses Buch.“ (James I. Packer)

Inhalt:
Bibelstudium – Warum?
Persönliches und selbständiges Bibelstudium
Hermeneutik: die Lehre der Auslegung
Praktische Regeln für die Bibelauslegung
Die Bibel und Kultur
Hillfsmaterialien fürs Bibelstudium
Fragen zur Lernkontrolle und Vertiefung

Gefunden: Gottes Wille

Ich möchte hier auf ein kleines, ziemlich unkompliziertes und sehr praktisches Büchlein aufmerksam machen. Ich denke, den meisten Christen geht es manchmal so, dass sie sich fragen, wie sie den Willen Gottes für ihr Leben erkennen können und wie sie „Gottes Stimme“ hören können, wenn es zum Beispiel darum geht, Entscheidungen zu Fällen etc..

Ich hatte da lange Zeit doch mitunter sehr seltsame Vorstellungen diesbezüglich ( was auch damit zusammenhängt, dass ich in charismatischen Gemeinden groß geworden bin, die ein recht mystisches Führungsverständnis hatten ) und ja, man kann sich damit schon auch verrückt machen. Und ich bin deswegen dankbar für dieses Buch, das in wenigen Seiten ziemlich vieles korrigiert, was mir mitunter ziemliche Probleme bereitet hat.

Sehr schön, dass MacArthur seine Ausführungen auf die Schrift gründet – und auch zeigt, wie das dann praktisch aussehen kann. Er räumt dabei mit manchem Klischee auf, das man so findet ( man lese auch das Beispiel weiter unten ) und weist auf Gottes eindeutig offenbarten Willen hin im Gegensatz zu irgendwelchen „Zeichen“, die manch ein Gläubiger zu sehen meint, wenn er Gottes Willen für sich persönlich zu erkennen sucht.

MacArthurs Buch ist sicher weit davon entfernt, eine erschöpfende Analyse zu sein, aber gibt in Kürze viele gute Prinzipien mit auf den Weg, vielleicht weniger was für den „Theologen“, aber sicher etwas für den „normalen“ Gläubigen, was sehr hilfreich und „praktisch“ sein kann.

Gefunden – Gottes Wille

Herr, wenn sie sich mit mir auf diese Bank setzt, dann soll das dein Zeichen sein, dass du willst, daß ich sie heirate!«

Die Bank war frisch gestrichen, die Ehe kam nicht zustande.

Mancher Christ, der nach Gottes Willen sucht, könnte genauso gut sein Horoskop lesen. Geht es nicht auch anders? Und was ist das überhaupt – Gottes Wille? John MacArthur, Pastor der Grace Community Church in Sun Valley, Kalifornien, und vielgehörter Gastredner, zeigt den Weg heraus aus dem mal abergläubischen, mal argwöhnischen Krampf mit dem Willen Gottes. In der Bibel hat uns Gott viel mehr über seinen Willen offenbart als wir denken. Er will uns noch viel tiefer führen als wir uns vorstellen. Gottes Wille ist nicht Dienstleistung und nicht Drohung, sondern die Chance meines Lebens. Wie das geht? Lesen Sie selbst.

In dem Zusammenhang auch noch einmal der Hinweis auf Hans-Werner Deppes Vortrag „Wie redet und handelt Gott in meinem Leben?

Afrika war nur der Anfang

Afrika war nur der Anfang – Erlebnisse eines ganz gewöhnlichen Menschen mit einem außergewöhnlichen Gott

Unsere Theologie sollte freilich keine Erlebnis-Theologie sein, die hauptsächlich auf dem basiert,was wir ( glauben ) zu erleben, sondern als Christen glauben wir, dass Gott durch Jesus Christus gesprochen hat und deswegen sollte unsere Theologie, das, was wir über Gott sagen und denken, auf dem basieren, was Jesus gesagt und gelehrt hat. Nichts desto trotz können Erlebnisse bestätigen, was Gottes Wort sagt und nun, da hat mich dieses Buch, das ich hier vorstellen möchte, beeindruckt. Beeindruckt deswegen, weil hier niemand schreibt, der sich für einen „geistlichen Superhelden“ hält, sondern für einen ganz normalen, schwachen Menschen mit seinen Begrenzungen und Limitationen.

Es geht hier weniger um eine Wunder-Show, als darum, dass Gott, wenn Er will, einen auch in den gefährlichsten Situationen bewahren kann, dass Er Gebet hört und auch beantwortet und einfach ein Gott ist, der in unsere Not eingreifen vermag.

Ein dazu passender Vers, der oft nur mühsam und langsam in meinem Herzen Raum gewinnt, findet sich im Philliper-Brief des Paulus:

Sorget um nichts; sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus!
( Philliper 4, 6-7 )

Das Buch hat mir auch ein wenig geholfen, aus meinem ( überzogenen! ) „Schubladendenken“ rauszukommen, was manche Dinge angeht.

Martin Vedder, der Autor des Buches ist der Gründer der ZAM ( Zentrale Afrika Mission, http://www.zamonline.de/dt/geschichte.php ). Es geht in dem Buch auch um die Entstehung und Entwicklung der ZAM und natürlich um seine Person, aber der Fokus des Buches liegt auf Gottes Bewahrung und Führung, nicht auf einer Person oder Organisation.

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Auszug aus dem Buch:
… Doch nicht allen gefällt der christliche Prediger in der großen Moschee. Nach etwa einer Stunde höre ich von draußen Schreie, die immer lauter werden: »Tod dem Ungläubigen! Tod dem Ungläubigen!« Weiterlesen „Afrika war nur der Anfang“

Fußball – Spiel des Lebens

Vielleicht mal aus aktuellem Anlass und weil ich auch immer mal wieder nebenbei Fußball schaue, der Hinweis auf ein evangelistisches Buch von Andreas Alt und Wolfgang Bühne.

Fußball – Spiel des Lebens
»Einige Leute halten Fußball für einen Kampf auf Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich versichere Ihnen, dass es weit ernster ist!«, behauptete Bill Shankley, ehemaliger Trainer des FC Liverpool.
Und sie rennen, die Protagonisten des Fußballs. Manchmal mit einer Leidenschaft, als ginge es um ihr Leben – auf der Jagd nach dem runden Leder, nach Toren, Titeln, Trophäen, Erfolg, Ruhm und Geld. Für die »schönste Nebensache der Welt« erleiden sie Traum und Trauma, Faszination und Frustration, Höhen und Tiefen einer Fußball-Karriere. Doch sie leiden nicht allein, denn da sind Trainer, Manager und Sponsoren
– nicht zu vergessen die vielen Tausend Fans … Gefordert wird hundertprozentiger Einsatz – für ein lohnendes Ziel?

Bücher: George Whitefield

Ein zum Teil feiner Vortrag von Benedikt Peters als MP3:

George Whitefield – Ein Mann und seine Botschaft – KfG Herbstkonferenz 2002

Buch: George Whitefield – Der Erwecker Englands und Amerikas auch als kostenlose PDF

Buch: Der Geist der Erweckung – Die große Erweckung und die charismatische Bewegung – Ein Buch über das Leben Jonathan Edwards und Georg Whitefields auch als kostenlose PDF

Ersteres ist mir von einem Bruder sehr empfohlen worden, zweiteres hab ich selbst gelesen und halte es für einen wichtigen Beitrag.

Ich finde es immer wieder wichtig, über unsere heutige Zeit und Situation hinaus zu sehen, erstens um die eigenen Wurzeln zu sehen und zweitens zu sehen, was Gott in der Vergangenheit schon getan hat und um Mut zu bekommen, dass er auch heute noch ähnliches vermag.

Darlene Deibler Rose – Gottes Hand im Dschungel des Zweiten Weltkrieges

Darlene Deibler Rose – Gottes Hand im Dschungel des Zweiten Weltkriegs

Gottes Hand im Dschungel des zweiten Weltkriegs

Dieses Buch möchte ich einfach einmal kurz darstellen. Es ist in der Tat ein bewegendes Buch. Erstens, weil  wir hier viel Leiden sehen, aber gleichzeitig im Leiden und im Schmerz immer wieder Gottes Bewahrung aufleuchtet. Es geht hier um die junge – und relativ jung verheiratete Darlene Deibler ( Rose ), die hier ihr Leben schildert, wie sie in den Wirren des zweiten Weltkrieges in die Hände der japanischen Truppen fällt, dort vieles durchmacht, von ihrem Mann getrennt wird und dieser auch stirbt, bevor sie sich je wiedersehen konnten. Gleichzeitig wird aber immer wieder Gottes Hand sichtbar, die Darlene vor vielem bewahrt hat.

In einer Weise weiß ich gar nicht, was ich groß dazu sagen soll. Das Lesen hat mich damals wirklich mitgenommen.

Das Buch ist also sicher keine leichte Kost, so wie auch das Leben – für die meisten – keine leichte Kost ist. Aber es ist in der Tat rührend, zu lesen,  wie Gott dennoch in solch schwieriger Lage wieder und wieder eingegriffen hat.

Ich lasse aber am besten einmal sie selbst zu Wort kommen. Sie schildert eine besondere Begebenheit. Die Situation ist die, dass sie in einer Zelle eingesperrt, die als Todeszelle fungierte und mehr oder weniger darauf wartet, hingerichtet zu werden.

[…] Und dann steckte jene Wache das Bajonett auf seine Waffe und hielt es mir an den Rücken und brachte mich so durch diesen ersten Zell-Block und als er vor einer dieser Türen halt machte, da sah ich die Türe an und auf der Türe war mit Kreide auf indonesisch geschrieben: „Orang ini musti mati“ – Also „Dieser Mensch muss sterben“ und ich wusste, ich war im Todestrakt. Ich erinnere mich an jenen Tag als der Wächter die Türe öffnete und von hinten schuckte er mich in diese kleine Zelle und ich traf gegen die andere Wand und als ich mich umdrehte kniete ich vor dieser Tür und als ich die Schlüsselspitze sah, denn ich wusste, dass für mich eine völlig neue Situation anbrach: Ich war eingeschlossen im Todestrakt.

Und als er den Schlüssel rauszog um weggzugehen, erkannte ich plötzlich, dass ich auf dem Boden jener Zelle saß und anfing zu singen. Wisst ihr, was ich sang? Ich sang ein kleines Lied, das ich als kleines Mädchen gelernt hatte, als ich in der Sonntagsschule war. Ich kann mich nicht mal errinnern, dieses Lied auswendig gelernt zu haben, aber ich saß da und sang:

Fürchte dich nicht, du kleine Herde, was auch immer dein Los
Er kommt in jeden Raum, wenn auch die Türen verschlossen sind.
Er verlässt euch nie und er wird nie weggehen,
So wisst um seine Gegenwart in der Dunkelheit bis zur Dämmerung

Sie konnten mich in jener Zelle einsperren, aber sie konnten meinen Herrn Jesus nicht aussperren. Diese Zelle wurde mir zu einem wahrhaftigen Zufluchtsort in der Wildnis. Viele Male als seine Gegenwart die Zelle füllte, öffnete ich meine Augen und dachte, ich sei in der Herrlichkeit und ich sah die Zellenwände um mich herum und erkannte, dass Gott dort mit mir war. Am ersten Tag warfen sie eine kleine, dünne Schüssel rein, die mit Reis gefüllt war mit ein klein wenig Zucker drauf und ich war so durcheinander ich konnte das nicht essen und der Wächter kam, nahm es wieder und sagte: „Wenn du keinen Zucker magst, dann bekommst keinen mehr“. Als sie merkten, dass ich an der Ruhr erkrankr war, gaben sie mir keinen Reis mehr, sondern gaben mir Reis-Porridge, natürlich, ohne Löffel, hatte ich gelernt, Reis mit den Fingern zu essen und das ist eine schöne Art, Reis zu essen, man rollt den Reis zu kleinen Reisbällchen zusammen und man schiebt den Reis einfach in den Mund. Ich mag es, Reis mit den Fingern zu essen, aber dieses Porridge, war schwerer zu essen.

Eines Tages kletterte ich ans Fenster hoch, um frische Luft zu bekommen, denn ich hatte einen Malaria-Anfall und ich kam auf den Balken, der über der Tür war und ich hing da oben und ich hatte einen Fuß an der Tür, den anderen aber auf der Fensterbank und ich hing da und versuchte Luft ins Gesicht zu bekommen, wegen des schrecklichen Fiebers wegen der Malaria und ich konnte von dort den Gefängnishof sehen, das Dach hing da so über, dass niemand mich sehen konnte, während ich sie aber sehen konnte und ich war sehr fasziniert davon, andere Frauen zu sehen. Und die meisten Frauen dort waren eingeborene Frauen, nur wegen kleinerer Vergehen dort und man gab ihnen die Erlaubnis in jenem Gefängnishof herumzulaufen gegen Nachmittag. Ich sah diese eine Frau und sie ging in Richtung des Zaunes, der an einer Seite des Gefängnishofes war, der Zaun war bewachsen mit einer Kletterpflanze und da durch kam eine Hand und in dieser Hand war eine Menge Bananen und als ich diese Bananen sah  – ich wollte irgendetwas zu essen – da konnte ich diese Bananen riechen und mich an deren Geschmack erinnern und ich wollte eine Banane, das war wie ein körperlicher Schmerz in mir und ich kletterte wieder herunter, ging auf meine Knie und sagte: „HERR. Ich bitte dich nicht um so viele Bananen wie sie hatte, ich hätte gern nur eine einzige Banane..“

Und dann tat ich, was ich denke, dass die meisten von uns es tun: Ich versuchte mir vorzustellen, wie Gott mir eine Banane in dieses Gefängnis bringen könnte. Ich sagte: „Herr, da sind diese beiden Männer, die mich verhört hatten und keiner von diesen würde mir jemals eine Banane bringen, das weiß ich. Und da ist dieser eine Wächter und der würde mir auch keine bringen und dieser alte Mann, der hier Abends kommt um als Wächter zu arbeiten, ich denke, er würde das vielleicht machen, wenn er wüsste, dass ich eine Banane möchte, aber ich möchte ihn nicht fragen, denn wenn sie ihn jemals dabei schnappten, mir eine Banane zu geben, würde er vielleicht hingerichtet.“ Ich sagte: „Herr, das waren alle, hier ist sonst niemand da und ich sagte: Bitte Herr, denk nicht, dass ich undankbar bin für dieses Reis-Porridge, ich bin wirklich dankbar und es tut mir leid, wenn ich um eine Banane bitte und du keine Banane hier zu mir in die Zelle bringen kannst“. Und ich konnte mir in keinster Weise vorstellen, wie Gott jemals eine Banane hier hereinbringen könnte.

Und der Wächter kam und öffnete die Tür. Und ich stand sehr schnell auf. Aber dort in der Tür stand der japanische Kommandant meines früheren Gefangenenlagers und er lächelte und es war so lange her, dass ich ein freundliches Gesicht gesehen hatte, seit ich jemanden lächeln gesehen hatte. Ich klatschte einfach in die Hände und sagte: – Tuan Yamaji, seperti lihat sobat jang lama, „Mr. Yamaji, es ist, als würde ich einen alten Freund sehen!“ Und Tränen stiegen in seine Augen. Er sagte nicht ein einziges Wort, drehte sich um und ging hinaus in den Hof. Dort sprach er lange mit den beiden Offizieren, die mich verhört hatten. Ich weiß nicht wirklich, was er ihnen sagte. Aber ich denke, er erzählte ihnen von dem Tag als ich hörte, dass mein Mann Russel gestorben war und damals rief er mich gegen Nachmittag in sein Büro und er sagte: ich wollte einfach nur mit ihnen reden. Und ich sagte: Ich möchte ihnen einfach nur von jemandem erzählen, den ich kennen lernte als ich 9 Jahre alt war in Boone, in Amerika. Sein Name ist Jesus. Er ist der Sohn Gottes. Des Schöpfers. Vielleicht, Mr. Yamaji, haben sie nie von ihm gehört, aber ich möchte ihnen von ihm erzählen“. Und der Herr gab mir die wunderbarste Gelegenheit den Plan der Erlösung vor diesem japanischen Offizier auszubreiten und er nickte mir zu und ich sagte: „Deswegen, Mr. Yamaji, hasse ich sie nicht, denn, wo immer die Liebe Gottes unsere Herzen füllt, da ist kein Raum für Hass. Ich weiß nicht, aber vielleicht hat Gott mich genau für diesen Tag an diesen Ort für diesen Moment, um ihnen zu erzählen, dass Gott sie liebt und dass sein Sohn Jesus Christus für sie starb“ und als ich ihm Gottes Erlösungsplan vor Augen malte, da fingen die Tränen an, über seine Wangen zu laufen und er nickte mir weiter zu. Und ich wusste von jenem Moment an: Dieser Mann war mir ein Freund geworden. Und ich glaube wirklich, dass Gott ein großes Werk im Herz dieses Mannes tat.

Und ich glaube, das erzählte er an jenem Tag diesen beiden Männern, denn ihr Köpfe senkten sich mehr und mehr, ich denke, er legte große Fürsprache für mich ein. Schließlich kam Mr. Yamaji zu meiner Zelle zurück. „Sie sind sehr krank, nicht wahr?“ fragte er mitleidvoll.
„Ja, Mr. Yamaji, das stimmt.“ Er sagte: „Ich fahre nun zum Lager zurück“. Er erzählte mir später, wie er für 3 Tage von Büro zu Büro lief, bevor er letztlich die Erlaubnis bekam, mich zu sehen. Und er sagte: „Ich gehe zurück ins Lager, die Frauen fragen sich alle, wo Sie sind und was Ihnen geschehen ist“. Er erzählte mir später, dass jene beiden Offiziere Nachricht sandten, dass ich an Tuberkulose sterben würde und  nie wieder ins Lager zurückgesendet wüde, denn es sei so, dass ich an Tuberkulose sterben würde, weil sie nicht sagen wollten, dass ich enthauptet werden sollte. „Ich fahre nun zum Lager zurück. Haben Sie eine Nachricht für die Frauen?“
Ich antwortete: „Ja, Sir, wenn Sie zurückfahren, sagen Sie ihnen bitte, daß es mir gut geht. Ich vertraue immer noch auf den Herrn. Die Frauen werden verstehen, was ich meine, und ich glaube, Sie auch.“ „Er nickte. Dann drehte er sich um und ging.

Und als er ging und die Tür verschlossen war, da traf es mich wie ein Schlag. Ich hatte mich vor keinem jener Offiziere verneigt. Ich sagte: Oh Herr, warum hast mich nicht daran erinnert, mich vor ihnen zu verbeugen. Sobald Mr. Yamaji weg ist, werden sie zurückkommen und mich verhören. Ich möchte nicht mehr durch noch ein Verhör müssen. Und dann hörte ich den Wächter kommen. Und ich wusste, dass er wegen mir kam und stand auf und sagte: „Herr, gib mir Stärke, weil die brauche ich für dieses Verhör“. Aber als die Tür sich öffnete, da kam der Wächter herein und er legte sie alle auf den Boden. Wisst ihr, was sie waren? Bananen. Ich setzte mich hin und zählte sie. Da lagen 92 Bananen. Ich weiß nicht, was ihr getan hättet. Ich legte sie so weit von mir weg wie ich konnte und das war nicht weit weg, denn ich hab keinen großen Charakter und ich sagte: „Herr, ich habe nicht das Recht diese Bananen zu essen. Gestern habe ich dir gesagt, dass es keine einzige Möglichkeit auf der Welt gebe, dass du überhaupt eine Banane hier herinbringen könntest“. Und so lieblich sagte er: „Das  ist, was ich dir tun mag, dir über alles Denken und Bitten hinaus überfließend zu geben.“