Gefahren für die Jungen und Reformierten

Auch wenn ich jetzt eine kleine Bombe zünde ( hoffen wir es nicht ):

Ich denke, ich bin es meinen Lesern sicher schuldig, dass ich mich auch einmal gewissermaßen theologisch klar positioniere, so dass der Leser weiß, was ich als Betreiber dieses Blogs den glaube und auch warum. Ich finde es vom Übel, wenn man sich in einer theologischen Weichzeichnerei ergeht, die dazu führt, dass keiner weiß, was man eigentlich so glaubt und warum. Wenn ich als Christ oder als Mensch überhaupt, Aussagen über Gott mache, dann betreibe ich Theologie, aber wenn diese Aussagen so vage und nichtssagend sind, dann tue ich wohl keinem einen Dienst, weil letztlich ist es gehaltlos und als nichtssagende Aussage verhilft sie nicht gerade zu einem besseren Verständnis.

Ich glaube, dass Gott sich geoffenbart hat und zwar deswegen, damit Menschen von ihm wissen und ihn kennen können. Er ist keine höhere Substanz, von deren Wollen und Handeln man nichts wissen kann. Ich denke, dass es nicht ausreicht, zu sagen, mein Glaubensbekenntnis ist, dass ich an die Bibel glaube, denn es gibt Massen von Menschen, die das für sich beanspruchen und unterschiedlichste und sich gegenseitig widersprechende Dinge glauben. Daher werde ich im Laufe der nächsten Zeit vielleicht ein kurzes Glaubensbekenntnis oder etwas derartiges schreiben, damit ich theologisch für meine Leser transparenter bin.

Jedenfalls tendiere ich stark in die Richtung der Lehren der Gnade und ich weiß, dass jemand, der an den Lehren der Gnade festhält, wohl eher nicht die Norm ist, gemessen an allen Christen, denen ich schon begegnet bin. Das mag verschiedene Ursachen haben, eine ist sicher die Tradition vieler Christen, derer sie sich, so denke ich, auch nicht bewusst sind. Jeder Christ hat eine gewisse Tradition, ob er sich dessen bewusst ist oder nicht und verwechselt von Zeit zu Zeit seine Tradition damit, was die Schrift tatsächlich sagt. Ich sage das, weil ich doch eher einen im weitesten Sinne „ariminianischen Hintergrund“ habe und doch eine ganze Weile gebraucht habe, um die Lehren der Gnade überhaupt zu verstehen und auch als solche anzunehmen.

Das habe ich jetzt geschrieben, damit klar wird, wie ich zu den zwei folgenden Video-Ausschnitten stehe. Und bitte – keine ausufernden und sinnlosen Diskussionen im Kommentarbereich darüber – das wäre nett.

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Frage: Du magst das zum Teil schon angerissen haben, aber einmal konkret gefragt: Was sind die Gefahren  die du siehst bezüglich der gegenwärtigen Bewegung von jungen und in der Theologie reformierten Christen?

Antwort: Wisst ihr, Conrad Murrell sagte einmal folgendes: Du kannst tausend Meilen in diese Richtung laufen und in die Irre gehen und du kannst tausend Meilen in die entgegengesetzte Richtung laufen und dennoch in die Irre gehen. Aber in der Wahrheit zu wandeln ist wie auf der Kante eines Rasiermessers zu laufen, von dem du auf beiden Seiten herunterfallen kannst. Es gibt Gefahren in allem,  in jedem Unternehmen und Bestreben im christlichen Leben, wo wir von beiden Seiten vom Pferd fallen können. Denke ich an die jungen Männer, die es ernst meinen bzgl. dessen, wie Christentum bereits in der Vergangenheit gelebt wurde und bzgl. Wahrheit und bzgl. dessen, ihr Leben im Kontext von 2000 Jahren Christentums zu leben, die die Wahrheiten der Reformation erkannt haben und sie für sich in Anspruch nehmen möchten, dann stimme ich ihnen zu.

Aber sie müssen etwas verstehen. Es gibt mehr als den Intellekt im Leben als Christ. Diese Dinge intellektuell zu fassen ist eines, aber, dass sie in unserem Leben verwirklicht werden, ist etwas anderes.

Wenn du alles an richtiger Lehre zusammenfasst, wie sie in der Schrift offenbart ist, dann hast du immer noch nicht Jesus. Das alles weist uns auf Jesus hin, es zeigt uns, wer Jesus ist, aber es ist nicht gleichzusetzen mit der Beziehung, einer lebendigen Beziehung mit dem auferstandenen Christus. Es muss kultiviert werden. Wir sollten tief studieren und wir sollten lang beten. Dem jungen, aufstrebenden Theologen mag ich das sagen: Glaube nie der Lüge, dass Lehre oder Theologe den Eifer tötet oder hemmt. Wahre Lehre und wahre Theologie wird den Eifer wachsen lassen, aber allein zu studieren ist nicht genug. Die meisten der älteren Glaubensmänner mit denen ich gesprochen habe, sagten mir, dass sie es nicht so sehr bedauerten nicht genug studiert zu haben, sondern nicht genug gebetet zu haben. Wenn du anfängst, die tiefen Wahrheiten zu studieren, musst du auf deinen Knien bleiben, sonst wirst du verkopft und unausgeglichen, herzlos, hart und stolz. Aber, wenn du deine intellektuellen Anstrengungen mit dem Gebet paarst, wenn deine intellektuellen Anstrengungen einfach nur Mittel und Wege dahingehend bleiben, Gott zu kennen, dann wirst du in Ordnung sein.

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Eine einfache Frage von einem Zuschauer:

Bruder Paul, denkst du, dass die Apostel Calvinisten waren?

Eine Antwort: „Nun, es geht noch viel weiter zurück. Nein, ernsthaft. Bitte hört zu. Oft kommen Leute zu mir her und sie sagen zu mir: „Bruder Paul, bist du ein Calvinist?“. Und ich werde ihnen darauf keine Antwort geben. Und zwar aus folgendem Grund:  Wenn ich die meisten Leute frage, was sie denn denken, was ein Calvinist denn sei,  dann bekomme ich die schrecklichsten, verzerrtesten Auffassungen zu hören, darüber, was eine Person glaube, die an souveräne Gnade glaubt. Es ist unmöglich, diese Frage zu beantworten, denn über die meisten Leute, besonders über die, die auch Bücher dagegen schreiben,  kann ich nur folgendes sagen: Entweder führen sie Leute absichtlich in die Irre und versuchen einen Strohmann aufzubauen ODER sie verstehen die Lehren der Gnade überhaupt nicht. Denn ich kenne keine Person, die diese Dinge glaubt, die sie in diesen Büchern schreiben. Eine große Person, die sich mit diesen Fragen auseinander setzt ist James White und er sagt dasselbe. Ich kenne keine Personen, die die Dinge glauben, die sie Calvinisten vorwerfen, sie würden sie glauben. Das ist eine sehr schwierige Frage.

Eine andere Sache. Lasst mich folgendes sagen: Der Punkt für mich, das, was ich in der Schrift und in der Kirchengeschichte sehe, ist:  Die Kirche ist immer belebt worden und Seelen sind in das Reich Gottes gebracht worden, wenn man zu einer wahren Lehre von biblischer Erneuerung zurückgekommen ist im Gegensatz dazu zu glauben, dass jemand bekehrt ist, weil er ein Gebet gesprochen hat oder als Kind getauft wurde. Wenn ihr irgendetwas gehört habt, was ich predige: Ich predige keinen Calvinismus per se, ich predige einfach das:

CHRISTUS starb für Menschen, Menschen sind tot in ihren Sünden und es ist das übernatürliche Wirken des Geistes Gottes, der sie von den Toten erwecken muss und der Geist, der dieses Werk in ihnen beginnt, der WIRD es auch vollenden. Nun, ich halte mich zu den 5 Punkten, aber weil ich ein Baptist bin, bevorzuge ich es, mich einen 5 Punkte-Spurgeonisten zu nennen.

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Abschließend vielleicht noch der Hinweis auf die reformierte Ecke

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Und zu guter letzt noch ein Zitat aus der Autobiographie von Georg Müller ( die übrigens sehr zu empfehlen ist, weil sich Georg Müller kaum als den Glaubenshelden sieht, zu dem er gemacht wird )

Zitat:

[…] 1. Nur das Wort Gottes kann unser Maßstab für die Beurteilung geistlicher Dinge sein; es kann uns nur durch den Heiligen Geist erklärt werden, der in unserer Zeit genauso wie zu allen Zeiten der Lehrer seines Volkes ist. Und nur der Heilige Geist kann uns un­seren natürlichen Zustand zeigen, kann uns klarmachen, wie sehr wir einen Erlöser brauchen, kann uns befähigen, an Christus zu glauben, kann uns die Heilige Schrift erklären und beim Predigen beistehen usw. Dass ich ganz besonders den letzten Punkt verstand, war für mich von großer Bedeutung. Denn der Herr half mir, dies durch ein Experiment zu testen, indem ich alle Kommentare und fast jedes andere Buch zur Seite legte und nur das Wort Gottes las und studierte. Das Ergebnis war, dass ich an dem ersten Abend, an dem ich mich zu Gebet und Nachdenken über die Heilige Schrift in mein Zimmer zurückzog, in wenigen Stunden mehr lernte als bisher in vielen Monaten des Studiums. Aber der eigentliche Un­terschied war, dass ich, indem ich dies tat, wirkliche Festigkeit für meine Seele erhielt.

2. Vor dieser Zeit hatte ich mich sehr gegen die Lehre der Erwäh­lung und der bis zum Ende bewahrenden Gnade gewehrt – so sehr, dass ich noch wenige Tage nach meiner Ankunft in Teignmouth die Erwählung eine teuflische Lehre genannt habe. Aber nun wurde ich dahin geführt, diese kostbaren Wahrheiten durch das Wort Gottes zu untersuchen. Ich las das Neue Testament von Anfang an durch und achtete besonders auf alles, was mit diesen Lehren zu tun hatte. Zu meinem großen Erstaunen fand ich, dass jene Stellen, die über Erwählung und Bewahrung reden, etwa viermal so häufig sind wie jene, die scheinbar gegen diese Wahrheiten reden. Und wenig später, als ich auch diese Stellen näher untersucht und verstanden hatte, halfen auch sie mir in der Bestätigung dieser beiden Lehren. […]

( S. 41/42  ISBN 978-3-417-20657-9 )

Einen Blick auf die Schönheit Christi erhaschen

Folgende zwei Videos sind sehr ähnlich. Es geht dabei um die Motivation, die uns als solche, die Jesus nachfolgen wollen, antreibt. Treibt mich an, dass ich ETWAS TUN MUSS, um mit Gott in Ordnung zu kommen / zu sein  oder  treibt mich das an, was mein Erlöser für mich GETAN HAT und noch tut?

Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. ( 1. Johannes 4, 19 )

Meine Augen sind beständig auf den Herrn gerichtet ( Psalm 25, 15 ) . Dieser Vers trifft nicht immer auf mich zu, ich denke dann oft an Psalm 119, 18, wo steht:  Öffne meine Augen, damit ich die Wunder  in deinem Gesetz sehe, öffne meine Augen, Herr!  Öffne diese trägen und matten Augen, die ich habe.  Öffne diese meine umherwandernden Augen und richte sie auf deine Schönheit.

Lasst mich euch den Unterschied zwischen echtem Christentum und Sklaverei zeigen.  Und zwar ist es folgendes: Sklaverei sagt: Schaut her, Leute, ihr müsst mit Gott in Ordnung kommen, ihr müsst heilig sein, ihr müsst aufhören, diese Sachen zu tun. Ihr müsst dies tun und das lassen  und wenn ihr nicht so handelt, werdet ihr in die Hölle fahren. Das ist Sklaverei.

Echtes Christentum ist so: Wenn ihr nur einen Blick erhaschen könntet darauf, wie schön ER wirklich ist, dann hättet ihr kein Problem mit dem Rest. Deswegen: Sucht sein Angesicht!  Sucht nach seiner Schönheit! Das ist es.

Ihr seid nicht durchgedreht wegen eurer Frau, bevor ihr ihr begegnet seid. Wenn doch, solltet ihr vielleicht mal mit wem drüber reden. Es war ja nichts da, was dich aufputschen hätte können. Ihr kanntet sie nicht. Ihr habt ihr Gesicht nicht gesehen, ihr wusstet nicht wie sie ausschaut oder auch sonst irgendetwas von ihr. Männer, als ihr sie gesehen habt, da erwischte es dich wie eine Tonne Ziegelsteine ins Gesicht geschleudert zu bekommen und danach noch ein Zug drüber fahren haben. Ich meine, plötzlich in einem Moment! All diese Gedanken! Das ist so, wie „Ich gehe mit meinen Freunden heute jagen, ich gehe mit ihnen fischen, was für ein netter Tag!“ Und plötzlich dann! Du gehst ins Einkaufscenter um frische Köder zu kaufen, die du benötigst. Und PLÖTZLICH! Da steht SIE! Und du vergisst plötzlich all die wichtigen Dinge im Leben, wie Jagen, Fischen und alles andere! Du bist dahin gerafft! Wenn deine Freunde dich wirklich lieben, müssen sie dir ein Seil umbinden und dich da mit ihrem Truck aus dem Einkaufscenter rausziehen.

Du hast nur einen Blick erhascht und es war vorbei! Dann verändert sich plötzlich alles in deinem Leben. Dinge, die dir wichtig waren, sind dir dann egal. Von Dingen, von deren Existenz du nicht mal zu träumen wagtest, weißt du nun, dass es sie gibt. Was war da? Du hast nur einen Blick erhascht! Und hoffentlich ist es dann so: Je mehr du diese Person kennen lernst, umso tiefer wird deine Liebe. Jetzt spreche ich von einer zerbrechlichen Beziehung zwischen zwei Menschen, die beide große Fehler und Macken an sich haben.

Dann stell dir das vor: Weißt du, was Erlösung ist? Du lebst dein Leben völlig blind für die Herrlichkeit Gottes und dann entfernt Gott das, was dich blind macht. Und denkst: PLÖTZLICH!  Was ist das? Eine Perle, die sehr wertvoll ist! Diese Perle ist es wert, alles andere dafür hinter sich zu lassen. „Das ist unglaublich. Warum hat mir nie jemand davon erzählt?“

Ihr seht niemand, der morgens aus dem Bett steigt und sagt: „Oh Mann, ich brauch jetzt ne Tasse Kaffee“

„Wo gehst du hin, Joe?“

„Ach, ich muss doch noch diese blöde wertvolle Perle abholen. „

Er wird kaum so sprechen. Warum? Weil er ein wenig von der Herrlichkeit, ein wenig von der Essenz davon geschmeckt hat. Er wird seinem Freund nicht einmal was davon erzählen! Er wird sich um 3 Uhr früh aus dem Haus fortstehlen wie ein Bandit. Was motiviert ihn? Die Schönheit dieses Schatzes! Dasselbe gilt hier: Leute, wenn ihr nur einen größeren Blick auf Jesus Christus erhaschen könnt, dann wird euch das mehr und mehr zu mehr Hingabe und Heiligkeit führen. Sucht sein Angesicht!

Ich schließe damit, das zu sagen, was sehr, sehr wichtig ist: Meistens ist die Frage, die mir von Leuten gestellt wird, die im Herrn wachsen wollen, folgende: „Ich weiß, was ich eigentlich tun sollte, aber woher soll ich die Motivation nehmen? Ich bin einfach nicht von Herzen dabei.“

Wie kann man das wieder in Ordnung bringen? Lasst uns einfach kurz darüber nachdenken. Was kann das wieder in Ordnung bringen? Ich meine, es gibt da kein Programm in 10 Schritten, wie man das lösen könnte. Wie kann man es lösen? Einfach diese eine Sache: Erhascht einen größeren Blick auf die Schönheit Jesu Christi!

Man stelle sich einen Studenten vor, der  in den Hörsaal läuft, es ist im letzten Semester im Physik-Studium, es ist so ein schwerer Kurs, den er belegen muss um das Studium zu schaffen, der Name des Professors klingt nach Bin Laden, es handelt sich also um den schwierigsten Kurs auf der ganzen Welt. Und der Student kommt dort mit 4 anderen Physikstudenten herein und sie setzen sich zusammen und zittern. Der Professor kommt herein. Schaut sie an und sagt zu ihnen: „Männer, ihr seid bisher durch alle Kurse für Physikstudenten an dieser Universität gegangen und wenn ihr so weit gekommen seid, heißt das, dass ihr eure Sache gut gemacht habt. Ihr bekommt alle eine 1. Lasst uns jetzt einfach nur noch den Stoff genießen“.

Lasst uns die Szenerie einfach für einen Moment noch erweitern. Wir haben also diese 5 Physik-Studenten, die Physik lieben. Ich meine sie LIEBEN es, sie sind völlig davon fasziniert, sprechen ständig davon, es sind einfach Physik-Freaks. Sie lieben Physik. Aber stellen wir uns vor, dass da auch 5 Mathe-Studenten sind. Die hassen Physik, sie hassen es einfach. Aber sie müssen den Kurs machen, um das Studium abzuschließen.
Und jetzt kommt der Professor herein und sagt: „In Ordnung. Alle hier im Kurs bekommen eine 1. Lasst uns einfach den Stoff genießen“.

Diese 5 Physik-Freaks sagen: „Wir haben eine 1? Sie meinen, wir können uns einfach nur zum Spaß mit dem Stoff auseinandersetzen? Wir haben einfach die Zeit, unser Hirn in das ganze Zeug rein zu graben ohne uns Sorgen zu machen, schlecht abzuschneiden oder zu versagen? Wir können den Stoff einfach genießen und uns darin vertiefen? Wir können also die ganze Nacht aufbleiben, über den Inhalt dieses Buches uns austauschen und über all das einfach nachdenken?“

Und der Dozent sagt: „Ja! Ihr bekommt eine 1. Lasst uns einfach das Material genießen“

Aber die Mathestudenten sagen: „Wir haben eine 1 in diesem Kurs? Eine 1?“
„Ja.“

„Also Sie sagen, dass wir eine 1 haben?“

„Ja“
Sie laufen raus und werfen das Physik-Buch in den Papierkorb.

Das ist der Unterschied zwischen einem bekehrten Christen und einem fleischlichen Kirchenmitglied, von denen es in den Kirchen von Amerika sehr viele gibt.
„Wir haben eine 1? Alles aus Gnade? O.k.: Lasst uns sündigen! Lasst uns unseren Lebensstil behalten, lasst uns all die sündigen, schlimmen Sünden begehen, die wir lieben!“

Keine Rede von Nachfolge, davon, seine Gebote zu halten, Jesus nachzufolgen, sich selbst zu verleugnen. Nichts. Es hört sich vielmehr so an: „Wir haben eine 1?! Lasst uns um Himmels Willen jetzt mit Gott zufrieden!“

Aber ein wirklicher Christ sagt: „Wir haben eine 1? Jesus hat das für uns getan? Lasst uns ihm nachfolgen! Lasst uns ihn kennen! Lasst uns voranschreiten und weitergehen zu diesem großen Gott hin! Was für eine Freude! Wir haben eine 1! Lasst uns daran freuen! Wann ist die Bibelstunde? Wann ist das Gebetstreffen? Wann gehen wir evangelisieren? Liebling, ich kann nicht schlafen. Lass uns einen Blick in den Epheserbrief werfen! Lasst uns beten!“

Ein Mann Gottes werden

Auch auf vimeo zum ansehen
Das aller Wichtigste ist: Eine große Liebe, den Herrn von ganzem Herzen, mit ganzer Kraft und ganzem Verstand zu lieben. Und das sollte uns täglich vor Augen gestellt sein. In 3. Mose 6 sehen wir, dass das etwas ist, was auf den Türpfosten unseres Hauses geschrieben sein sollte, dass wir, jedes mal wenn wir das Haus verlassen oder in unser Haus hineinkommen, ständig daran erinnert werden, dass das, worum es wirklich geht, ist, den Herrn unseren Gott zu lieben.

Alles wurzelt letztlich in dem, den Herrn, meinen Gott zu lieben und daran muss ich erinnert werden, ich muss daran denken, dass es genau darum geht. Ich soll eine große Liebe haben. Und ich soll eine große Leidenschaft haben. Hört euch Matthäus 6, 33 an, das im Grunde all das zusammenfasst:

Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles hinzugelegt werden. ( Matthäus 6, 33 )

Männer. Wie anders wären wir, wenn wir einfach nur diese Verse ernst nehmen würden? Wenn diese Verse uns 2 oder 3 mal täglich vor Augen gestellt wären! Und wie ich heute morgen sagte: Ist es nicht wahr, dass du und ich wochenlang vor uns hinleben können, ohne an die aller wichtigsten Dinge des christlichen Lebens erinnert zu werden? Die Dinge, die Gott selbst in seinem Sohn vor uns gestellt hat, die haben wir vergessen in all unseren Aktivitäten und Beschäftigungen.

Alles, was wir tun, das sollten wir tun, weil es der Wille Gottes ist und weil es Gott Ehre bringt. Selbst die “banalsten” Tätigkeiten. Etwas, was ich mich oft selbst frage: “Wann hast du das letzte mal ein Glas Wasser zur Ehre Gottes getrunken?” – Ein Glas Wasser zur Ehre Gottes genießen. Wenn du es trinkst, zu wissen, dass es ein Geschenk Gottes ist. Diese gute Gabe kommt von Gott und ist dazu da, ihn dafür zu preisen. In einem Sinne sollten wir ständig an ihn erinnert werden – in allem, was wir denken – jedes mal, wenn wir an uns herab auf unsere Hände und Füße schauen, immer, wenn wir irgend etwas unternehmen, sollten wir es zur Ehre Gottes tun.

Es gab niemals einen Punkt im Leben Paul Washers, in dem er Gott so liebte, wie man Gott lieben sollte. Und niemals gab es im Leben Paul Washers einen Punkt, wo er Gott so verherrlichte, wie er verherrlicht werden sollte. Wenn man es so betrachtet, verändert es alles, oder? Jetzt ist es nicht mehr ein kleines gesetzliches System, wo du einzelne Punkte abhaken kannst und sagen kannst: Ich bin ein gerechter Mann! Seht ihr, wenn es um die Essenz von Heiligkeit geht, dann geht es darum, sich von all den Dingen abzusondern, die Gott nicht gefallen mit dem Ziel zu Gottes Person hin abgesondert zu sein und IHN mehr zu lieben als alles andere, seinen Wert unendlich mehr als alles andere zu schätzen und entsprechend dieser Liebe zu Gott sein Leben zu leben.

Als Männer ist unser Ziel also, diese Wahrheit zu begreifen, in ihr zu wachsen, dass wir alles, was wir tun, zur Ehre Gottes tun. Ich bin in der Welt Männern begegnet, die nicht nur von Leidenschaften verzehrt wurden, sondern auch von ihnen kontrolliert wurden. Männner, die von einer einzigen Leidenschaft kontrolliert wurden. Ich gebe euch ein sehr gutes Beispiel. Und zwar die kommenden Olympischen Spiele. Ich will da in keiner Weise schlecht davon sprechen, sondern es als Beispiel nehmen. Es gibt Männer, die – seit sie 6 Jahre alt sind – nichts anderes getan haben, als eine 100 Meter Strecke runter zu rennen. Jeden Tag ihres Lebens seitdem sie 6 Jahre alt sind. Sie haben dafür Schlaf ausgelassen, sie haben Hobbys bleiben gelassen, sie haben ihre Lebenszeit geopfert, sie haben keine Zeit in Partnersuche investiert, alles musste zurückstehen um eines zu erreichen: Eine 100 Meter-Strecke runter zu rennen und eine Medaille zu bekommen. Ist das nicht wahr? Schaut euch die Turner an, sie haben ihre Körper absolut fantastisch trainert, viele davon trainieren seit sie 3 oder 4 Jahre alt waren. Alles, was sie je daneben getan haben, war zu essen und zu schlafen. Schaut euch diese Leidenschaft an.

Nun, dann sind da wir. Uns wird keine Goldmedaille um den Hals gehängt und kein Siegeskranz auf den Kopf getan, der uns gerade mal einen Tag auf dem Kopf bleibt, sondern es ist so: Du und ich, wir sollten von einer einzigen Leidenschaft kontrolliert sein, nämlich den Willen Gottes zu tun – für eine Krone, die nicht vergehen wird.

Wir müssen darum ringen, im Zentrum des Willens Gottes zu sein. Etwas anderes, was Gott uns gegeben hat – neben der einen großen Liebe und der einen großen Leidenschaft – ist der große Auftrag, in alle Welt zu gehen und das Evangelium zu verkünden. Männer, wir sind nicht dazu geschaffen, so wie die meisten Männer zu leben. Wir sind dazu geschaffen um zu kämpfen, um zu ringen, um zu arbeiten, um zu erobern, um unsere Leben hinzugeben für etwas, das ewig ist. Adam war das Gebot gegeben, in die Welt zu gehen und sie zu beherrschen, alles in der Schöpfung in Einklang mit dem Willen Gottes zu bringen, dieses Herrschen war Gottes Auftrag für Adam.

Nun leben wir aber in einer in Mitleidenschaft gezogenen Schöpfung, die in Finsternis und Tod ist. Diese Welt ist unter der Herrschaft des Bösen. Gott hat euch nicht dazu berufen, Videospiele zu spielen. Gott hat uns auch nicht dazu berufen, es in unserem Heim-Kino gemütlich zu machen. Wir sind nicht dazu berufen, uns irgendwelchen trivialen Dingen hinzugeben, sondern wir sind berufen, dem König zu dienen. Mit einer Leidenschaft für IHN zu leben und für IHN zu kämpfen, und nur manchmal unsere Schwerter zu senken und nach einem Lächeln Ausschau zu halten. Ich will kämpfen. Ich will keine Bequemlichkeit. Ich will keinen Leichtsinn in Zion haben, denn das Reich Gottes wird nicht von denen gebaut, die gemütlich in Zion ruhen, sondern von denen, die in die Straßen hinaus gehen und kämpfen.

Und die Waffen, mit denen wir kämpfen, sind nicht fleischlich, sondern sie sind mächtig. Fürbittendes Gebet, die Verkündigung des Evangeliums und aufopfernde Liebe. Steht auf ihr Männer Gottes. Tut das, wozu ihr berufen sein! Seid mutig und stark und wisst, dass euch das etwas kosten wird. Wenn du dich an Jesu Seite stellst und für seine Sache eintrittst, dann wirst du den Teufel kommen sehen, wie er dich von außen und innen angeht. Aber ein Krieg bringt Kampf mit sich.

Jesus hat uns den Auftrag gegeben, das Evangelium zu predigen.Im Zimmer nachts auf und ab zu gehen und zu sagen “ Es gibt einen Ort, wo er nicht angebetet wird. Es gibt einen Ort, wo man ihn nicht anbetet. Ich kann nicht schlafen. Es gibt einen Ort, wo er nicht angebetet wird. Es gibt einen Ort, wo das Banner Zions nicht weht”. Dafür sind wir gemacht. Unsere kleinen vergänglichen Pläne beiseite zu setzen und uns selbst dieser einen großen Schlacht hinzugeben.

Wenn wir diese grundlegenden Prinzipien beiseite legen, die uns sehr schwer fallen, um statt dessen da raus in die Welt zu gehen um etwas Tolles zu tun, dann erweisen wir uns selbst als Heuchler. Was ist die wichtigste Eigenschaft eines Mannes? Ist es, begabt zu sein? Absolut nicht. Manche der begabtesten Männer der Welt sind selbstzerstörerisch und zerstören auch andere. Was benötigt deine Frau? Was benötigen deine Kinder? Was braucht die Welt von dir? Dass du Christus ähnlich bist. Das ist, wonach wir uns ausstrecken sollten. Und das bricht mir mein Herz.

Manchmal … nun, da will ich nicht auf Konferenzen, will ich nicht auf ihnen predigen, in all den Dingen, die die ganze Zeit gesagt werden, will ich aufstehen und nur sagen: Genug, ich weiß jetzt schon mehr Wahrheit als ich gehorchen könnte. Ich will das nicht nur einfach wissen. Ich will eine Veränderung. Und ich will mich nicht nur einfach nach außen hin verändern! Ich will Veränderung in den inneren Kammern meines Herzens – Ein Verlangen, dass selbst auch die Gedanken entsprechend des Willens Gottes sein mögen! Der freiste Mensch auf der Welt ist der, der sich selbst zum Sklaven eines vollkommenen Herrn macht. Wo hat Gott falsch gehandelt? Und wo hat Gott dir Unrecht angetan? War da jemals eine Zeit, wo du auf ihn gehört hast, wo du ihm gehorcht hast, und seinen Willen getan hast, wo er dich irgendwie in die Irre geführt hätte? Niemals! Aber bist du jemals deinen eigenen Wegen gefolgt und von deinen eigenen Ratschlüssen fehlgeleitet worden? Immer. Warum nicht IHM vertrauen?

1. Timotheus 4, 7

Die unheiligen und altweiberhaften Fabeln aber weise ab, übe dich aber zur Gottseligkeit;

Nun eine extrem wichtige Frage: Wenn ich einen olympischen Athleten besuche und ich beobachte, dann ist es sehr auffällig, was er isst und was er trinkt, er steht früh auf, er trainiert, er geht zur Schule, kommt wieder zurück und trainiert noch mehr, er isst wieder das richtige und geht wieder ins Bett und steht auf, liest Magazine über seinen Sport und arbeitet ständig daran, besser zu sein. Und dafür bewundern wir die Athleten.

Aber schaut, was Paulus hier zu euch sagt: Übe dich aber zur Gottseligkeit; und noch einmal, ich will uns klar machen, was das bedeutet. Die Menschen, die dein Leben am meisten beobachten. Sehen die dich, wie du gute und echte Schritte unternimmst in deinem Leben um in Gottesfurcht zu wachsen und Gott gemäß zu leben? Ich kann euch nicht sagen, wie viele Männer ich kenne, die mir von ihren Vätern erzählt haben. Und sagten: „Mein Vater hat viele gute Dinge an sich gehabt, aber das, was mich am meisten beeinflusst hatte, war, dass ich meinen Vater jeden Morgen, bevor er sein Tagewerk verrichtete, vor dem Wort Gottes sah, wie er es studierte und betete”. Das hab ich so oft gehört. Dass Leute ihren Vater vor sich sehen und trotz allem Versagen und allen Fehlern von ihm wussten: „Vater war es ernst, sich selbst darin zu üben, Gott gemäß zu leben!“

Männer, wir müssen das glauben als ob unser Leben davon abhängt, denn ich kann euch versichern, das tut es! Und nicht nur hängt unser Leben davon ab, sondern auch das Leben unserer Familie hängt davon ab, dass wir das Wort studieren. Hört mir zu: Wie oft schreit ihr zu Gott für größere und größere Manifestation der Kraft des Geistes in deinem Leben? Zwei Dinge über den Heiligen Geist – Das Eine ist, dass wir nach größerer Manifestation der Kraft des Geistes in unserem Leben streben sollten und wir müssen sehr vorsichtig sein, dass wir den heiligen Geist nicht betrüben. Was für ein kostbarer Schatz, den wir nicht betrüben sollten.

Das sind nur ein paar Prinzipien, die ich denke, sie könnten euch helfen. Denn sie haben mich sowohl verletzt als auch mir geholfen. Lasst uns beten.

Unscheinbare Clips, die ziemlich selten geschaut werden, die aber mehr Aufmerksamkeit verdienen.

Ich möchte hier ein paar Ausschnitte vorstellen, die relativ unscheinbar sind, die wenig Beachtung finden, die aber sehr beachtenswert sind.

1. ) „Gesunde Lehre

Das ist ein unheimlich wichtiges Video, das einfach vor allem davor bewahren soll, sich nicht auf irgendwelchen Nebenstraßen zu verlaufen, sondern immer im großen Strom christlicher Lehre zu bleiben. So zum Beispiel, dass man sich vor Überbetonungen mancher Themen hütet und darauf achtet, sich mit guter, grundlegender, gesunder Lehre zu nähren.

2. ) „Bürde Zeit

Hier geht es darum, sich zu fragen, worin investiere ich meine Zeit, worin nicht? Was ist wirklich wichtig? Wo liegen die Prioritäten für uns in dieser Welt, in der wir leben?

3. ) „Gottes liebende Disziplin

Hier geht es darum, wie Gott uns züchtig und im Glauben reifen lässt. Ein sehr wertvolles Video, das mir sehr wertvoll ist und uns auf die Hoffnung verweist, dass Gott das Werk, das er begonnen hat, auch vollenden wird.

4. ) „Pilger und Fremdlinge

Da der Hebräerbrief mir sehr lieb ist, auch gerade wegen seinem elften Kapitel, finde ich es immer wieder unheimlich wichtig, daran erinnert zu werden, dass wir keine irdische Heimatsstadt, sondern eine himmlische suchen. Unheimlich schön auch beschrieben – finde ich.

5. ) „Nicht in dir selbst!

Unser Leben, besonders das als Christen ist nicht dergestalt, dass wir in uns selbst nach Kraft schauen brauchen, dort werden wir keine finden. Hoffnung und Frieden finden wir nur im Herrn Jesus und in dem, was er für uns, an uns und mit uns tut.

6. ) „Der, den Jesus liebte
Mehr oder weniger ohne Worte. Was sollten wir uns anderes wünschen als zu wissen, von Jesus geliebt zu sein?

7. ) „Lernen, in Weisheit zu wandeln
Unheimlich wichtig, gerade für jemanden, der dem Herrn Jesus wirklich dienen will und lernen möchte, nicht nur mit Stroh zu bauen.

8. ) „Um seiner großen Liebe Willen

Wir würden Gott Unrecht tun, würden wir neben seinem Zorn nicht auch klar seine Liebe herausstellen, besonders denen gegenüber, die sein eigen sind. So habe ich selten jemanden über Gottes Liebe predigen gehört.

9. ) „Wert für die Ewigkeit in Christus

Ziemlich selten ist auch dieses Video angeschaut worden. Ich finde es noch immer herausragend. Wir sollten von unserem alltäglichen Leben als Christen nicht so denken, als sei es sinnlos. Wir dürfen wissen, dass es in Christus großen Wert hat.

10. ) „Geliebt
Erinnert uns daran, wie Gott das geknickte Rohr nicht bricht und den glimmenden Docht nicht löscht. Gott will den Weg mit seinen Kindern bis zum Ende gehen.

Wenn ein Gläubiger sündigt…

Wenn wir über das Bekennen von Sünden sprechen, dann müssen wir sehr, sehr sorgsam sein und ich denke, Dr. MacArthur zeigt das sehr gut auf. Kein Mensch kennt all seine Sünde. Keiner. Ich war im Büro bevor ich rauskam um all die Leute zu begrüßen und betete: „Herr, zeig mir, wo ich gesündigt habe!“. Und obwohl ich da im Gebet einige Sünden vor Gott gebracht habe, war ich danach kein Mensch, der von sich sagen könnte: „Ich habe jede Sünde bekannt, die ich je  getan habe!“ – Ich hab keine Ahnung, was ich alles in meinem Leben schon gesündigt habe.  Wenn wir davon sprechen, Sünde zu bekennen, dann reden wir nicht von etwas, was dich innerlich fast wahnsinnig macht, indem du über jede Sünde nachdenkst, die du jemals begangen hast. Es geht mehr um eine Haltung oder eine Einstellung. Ich möchte euch etwas aus der Bibel vorlesen und es nicht nur aus dem Kopf zitieren, damit ihr auf jeden Fall seht, dass es in der Bibel steht. Und zwar steht es in Jesaja 66.

Hat doch meine Hand das alles gemacht, und so ist dies alles geworden, spricht der HERR. [  Also: Ich brauche nichts von irgend einem Menschen. Gott wird nicht von Menschenhänden gedient  ] Ich will aber den ansehen, der gebeugten und niedergeschlagenen Geistes ist und der zittert ob meinem Wort. ( Jesaja 66, 2 )

Das gibt mir mehr Hoffnung für das Leben als Christ als fast jeder andere Vers in der Bibel, abgesehen von den Passagen, die explizit von dem vollbrachten Werk Christi am Kreuz sprechen.  Warum ist das so? Ich sage euch warum: Wenn hier stünde, dass Gott mich mit Zuneigung und Erbarmen ansehen würde, weil  ich vollkommen seinem Gebot gefolgt bin, dann gäbe es keine Hoffnung für mich. Oder wenn da stünde, dass Gott mich mit Erbarmen ansehen würde, weil mein Herz immer richtig stand oder immer leidenschaftlich für ihn brannte, dann wäre da keine Hoffnung für mich! Aber er sagt: Ich werde mich dem zuneigen, der demütig und zerbrochenen Geistes ist und bei meinem Wort erzittert. Wozu ist das Wort Gottes da? So viele sagen, dass Wort Gottes ist da, um ihm zu gehorchen und das ist wahr, aber darüber hinaus ist das Erste, vor diesem Wort zu zittern.  Seht ihr. Wenn ihr eure Bibel offen habt und Gott anfängt, euch Sünde in eurem Leben zu zeigen, dann gilt als aller Erstes: Seid davon nicht entmutigt! Das ist keine Hinrichtung oder ein Anklageschrift, die deine Sünde aufzeigt, um dich dann zu verdammen.  Sondern es ist der, der für dich ist. Und er zeigt dir deine Sünde, weil er dich liebt und er dich geheilt sehen möchte. Er will Freude in dir. Und du sagst: „Oh, jetzt kommst du schon wieder mit Emotion!“ . Hast du nicht gelesen: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, dann FREUDE!“

C.S. Lewis sagte einmal: Möglicherweise ist Freude der primäre Hinweis darauf, dass jemand wirklich den Herrn gefunden hat.

Nach Jahren, wo ich mich selbst auf den Boden trieb und versuchte, die Liebe Gottes zu verdienen und heilig genug zu sein, um geliebt zu sein, bekam ich fast einen Nervenzusammenbruch.  Und eines Tages traf mich die Liebe Gottes wie ein Blitz vom Himmel in meinem Herz. Und ich bin froh und habe Frieden. Nicht wegen meiner Leistung, sondern wegen seinem für mich vollbrachten Werk.  Und wenn Gott mir Sünde aufzeigt, dann als jemand, der mich liebt und für mich ist und mir nicht erlauben wird, an jenem Tag verdammt zu werden!  Er wird da stehen und ein Fels sein gegen jede Flut des Teufels, die mich in die Grube der Verzweiflung zu reißen versucht! Der Teufel wird dastehen und anklagen und anklagen und anklagen und dann wird Gott kommen, wie ein König  und mein mächtiger Fels sein vor jenen Fluten!  Und das setzt mich frei. Wenn ich über Sünde spreche und dann von der Kanzel steige, dann sagen Gläubige „Du bist mir mächtig auf die Zehen getreten!“, dann sag ich: „Dann hab ich einen schrecklichen Job getan, denn das war nicht meine Absicht!“. Das Aufzeigen von Sünde sollte dir zeigen, dass es den Liebhaber deiner Seele gibt, der dich mehr liebt als du dir je vorstellen kannst! Du kannst Gottes Liebe nicht begreifen, weil du noch nie zuvor etwas derartiges gesehen hast! Da gibt es kein Beispiel für. Schau die Liebe einer Mutter, eines Vaters, einer Oma, eines Soldaten, der auf dem Schlachtfeld für seine Männer stirbt. Von dort aus begreifst du nichts von der Liebe Gottes, weil man sie mit nichts vergleichen kann. Und deswegen fällt es euch so schwer. Euer Problem ist nicht zu glauben, dass Gott ein Wunder tun kann oder die Toten auferweckt. Dein Problem ist: Seine Liebe ist so groß, dass du sie kaum für wirklich halten kannst. Wenn ich davon spreche, dass Gott dir deine Sünde aufzeigen will, dann ist das nicht, um dich zu töten, sondern um dich zu retten und dich frei zu setzen!  Der echte Gläubige wird das erkennen.

Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht. Die Tatsache, dass wir sündigen, zeigt, dass wir weder treu, noch gerecht sind. Und vielleicht benutzt Johannes diese Worte auch deswegen. Er versucht dir, etwas zu sagen: Weißt du, warum du Hoffnung hast, der du glaubst? Weil Gott nicht so ist wie du und ich und nicht so wie die Menschen, die dich verdammen und dich rauswerfen wollen.  Seht ihr. Menschen sind weder treu, noch sind sie gerecht. Er aber ist beides. Er ist treu, all seine Verheißungen dir gegenüber zu erfüllen. Denn er ist gerecht. Er tut immer alles, was richtig ist, das, was seiner Natur entspricht. Du kannst ihm vertrauen. Er ist treu und gerecht, uns unsere Sünden zu vergeben. Aber nicht nur Vergebung gibt er, ihr braucht etwas, das viel mehr als Vergebung ist. Ihr bewegt euch zum Teil im Bereich der Vergebung, fast  schon in einem juristischen Sinne. Aber ihr müsst etwas verstehen, hier wird mehr gegeben als nur die Vergebung von Sünde. Es gibt auch Reinigung von Sünde. Und das nicht nur vor Gott, sondern auch Reinigung deines Gewissens. Wie kann ich euch das beschreiben? Lasst uns sagen, ein wahrer Mann Gottes begeht eine schreckliche Sünde – unterstes Niveau. Wenn du mit Gott gewandelt bist und seine Gegenwart kanntest und du dann ein schreckliches Verbrechen begehst vor ihm.  Man hat mir gesagt, dass da ein Mann Gottes dabei dem Nahe kommen kann, seinen Verstand zu verlieren, sich sein Leben zu nehmen, Selbstmord zu begehen. Wie kann er so viele Jahre mit Gott gewandelt sein und dann in so einer üblen Weise zu fallen? Wie kann da jemals wieder irgend eine Hoffnung sein?  Ich sage es euch: Weil Jesus nicht nur Sünde vergibt, sondern das Gewissen von Schuld reinigt! Weil er das von deinem Herzen, aus deinem Sinn tilgen kann. Es gibt Trost. Es gibt Trost in Gilead! Es gibt Balsam! Lass mich sagen: Als ein Gläubiger, egal was aus dir geworden ist oder du getan hast, kann er dir nicht nur vergeben, sondern dich von aller Ungerechtigkeit reinigen! Es gibt nicht eine ungerechte Sache, die du tun kannst, von der er dich nicht reinigen kann und dich freisetzen kann und dein Herz wiederherstellen kann. Sondern er kann all das tun.

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns; wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigeit.

( 1. Joh 1, 8-9 )

Knechtschaft vs. Sohnschaft

Manche von euch werden mir da wohl nicht zustimmen, wenn ich sage: „Komm niemals zu mir her und sage, Gott habe uns gerettet, damit wir ihm dienen!“, aber dann werde ich fuchsig. Das wäre wie wenn ich zu meinem kleinen Jungen sage: „Deine Mutter hat dich geboren, damit du dienst!“. Nun, mein Sohn wird lernen müssen, zu dienen, aber das ist keine Aussage, die ihm beigebracht werden sollte. Wir akzeptieren willig Diener des Höchsten Gottes zu sein, aber das tun wir, weil er uns zur Sohnschaft errettet hat und er uns gerettet hat, ihn in Dankbarkeit anzubeten.  „Ihm wird nicht mit Händen gedient“ oder habt ihr vergessen, was in der Apostelgeschichte steht?

„ihm wird auch nicht von Menschenhänden gedient, als ob er etwas bedürfte“

( Apostelgeschichte 17, 25 )

Gott ruft sein Volk heraus, in anzubeten und aus dieser Anbetung und aus dieser Sohnschaft heraus wird es dankbar dienen. Das ist nicht einfach Wortklauberei. Es gibt so viele Christen, die denken, dass sie gerettet wurden, einfach nur aus dem Grund, um dann zu dienen. Sie sind aber gerettet, um Söhne zu sein, die Gott anbeten und aus deren Anbetung ein herrlicher und freudiger Dienst kommt. Da liegt ein großer Unterschied. Das eine ist Knechtschaft, das andere ist Sohnschaft.

und allenthalben werden meinem Namen Räucherwerk und reine Opfergabe dargebracht

( Maleachi 1, 11 )

Er spricht vom Preisen Gottes. Was ist das Ziel von christlicher Mission? Das Lob Gottes. Dass Gottes Name mehr gepriesen wird. Was wirst du tun? Ich werde in dieses Land gehen um dort Gott einen Namen zu machen!  Unser Ziel ist es,  Menschen dahin zu führen, dass sie Gott anbeten. Predigen ist nicht das Ziel. Predigen ist der Weg zur Anbetung des lebendigen Gottes.

Denn alle, die sich vom Geiste Gottes leiten lassen, sind Gottes Kinder.  Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, daß ihr euch abermal fürchten müßtet, sondern ihr habt einen Geist der Kindschaft empfangen, in welchem wir rufen: Abba, Vater!

( Römer 8, 14-15 )

Paul Washer Open Air Predigen

Guten Abend, mein Name ist Paul Washer und ich komme nicht von hier. Aber ich sah, wie ein Peruaner hier über Jesus Christus sprach und ich dachte, dass ich das auch tun möchte. Also mag ich euch etwas über Jesus erzählen. Ich möchte euch aus meinem Leben erzählen. Vor 25 Jahren studierte ich an der Universität Texas um Anwalt zu werden. Auf der Universität lief alles toll für mich. Meine Noten waren ziemlich gut und ich schien fast perfekt Karriere zu machen.

Aber ich war ein Trinker, ein schrecklicher Trinker. Denn als ich 17 Jahre alt war, arbeiteten ich und mein Vater, der sehr reich war mit unseren Pferden auf unserer Ranch. Denn sein Hobby war Pferdezucht. Als wir dort arbeiteten, da schrie mein Vater plötzlich auf und ich packte ihn und wir fielen zusammen auf den Boden und mein Vater war tot. Und in diesem Moment realisierte ich, Weiterlesen „Paul Washer Open Air Predigen“

Gibt es Atheisten?

Manchmal debattieren wir mit Leuten über Dinge, über die wir mit ihnen nicht debattieren sollten. Eines davon ist die Frage: Wer ist Jesus? Wir müssen Jesus mehr verkündigen als über ihn zu diskutieren. Das ist wie, wenn man mit einem Atheisten spricht. Dein Gegenüber sagt dir: Du weißt, dass du gerade mit einem Atheisten sprichst? Und du sagst: Nein, ich das weiß ich nicht. Du bist kein Atheist Wie meinst du das, ich sei kein Atheist? Ich hab dir doch gerade gesagt, dass ich einer bin! Du bist kein Atheist, mein lieber Freund. Du magst zu einem gewissen Grad denken, du seist ein Atheist. Du magst versuchen, dich selbst zu überzeugen, dass du einer bist, du magst jedem anderen erzählen, dass du einer bist, aber ich stehe auf dem Zeugnis der Schrift und die Schrift sagt: Du bist kein Atheist! Die Schrift sagt, dass du genug über den einen wahren Gott weißt, um ihm gegenüber feindlich gesinnt zu sein. Und du weißt genug von der Wahrheit über den einen wahren Gott um danach zu trachten, diese Wahrheit zu unterdrücken. Dein Herz, dein Sinn, dein Gewissen, wie du es auch nennen magst, schreit zu dir: Gott. Und du tust alles in deiner Macht um davor davon zu laufen Wir verkündigen, was die Schrift sagt, wir verkündigen Jesus als Herrn. Jemandem zu sagen: Du willst als ein eigenständiges Geschöpf leben um unabhängig und frei zu sein, aber du wirst niemals frei sein. Du wirst niemals autonom und eigenständig sein, du hast einen Herrn und du musst ihn anerkennen und dich dem unterwerfen.

https://lannopez.wordpress.com/2009/11/18/der-neue-atheismus-vortrage-von-john-lennox/

Gott liebt seine Kinder

„Ich habe eine Frau und ich habe drei Kinder, das Haus steht fest. Ohne Christus wäre ich entweder ein Alkoholiker oder tot. Wahrscheinlich drei mal verheiratet, hätte Kinder, die ihren Vater hassen würden, weil er ein egozentrischer Drecksack wäre.“

Das Video ist zwar schon eine Weile ( in mittlerweile ) zwei Fassungen online. Aber ich erinnere doch immer wieder gerne daran. Möchte einfach auch diese Seite und diesen Aspekt betonen, der manchmal ( leider ) untergeht. Jemand hat mal gesagt ( sinngemäß ) :

„Einer der wichtigsten Aspekte dabei, im Glauben Reife zu erlangen, besteht darin,  das Gleichgewicht halten zu lernen.“

Etwas, was ich auch noch sehr lernen muss.

Erfreue dich am Herrn und er wird dir geben, wonach dein Herz sich sehnt.

Das hier ist keine krankhafte Person, die entschieden hat im Namen Jesu, im Namen der Demut und der Treue, jeden Segen und jede Hoffnung auf Segen aus ihrem Leben zu verbannen. Nein! Nein! Diese Person tut das nicht, weil sei einfach nur denkt, dass es richtig ist oder weil es am Ende dann halt eine ewige Belohnung dafür geben wird. Sie glaubt, dass Gott ihr das gibt, wonach ihr Herz sich sehnt! Sie glaubt, dass Gott ihr das gibt, wonach ihr Herz sich sehnt! Dass Gott seinen Kindern gute Dinge gibt. Fleischliche Menschen können das nicht verstehen, sie können es nicht.

Manchmal wird der Herr uns mit sehr, sehr wenig Geld segnen. Aber die anderen Dinge, die er anstatt von Geld gibt, die sind so gewaltig, dass wir nicht mit den größten Milliardären auf der Welt die Plätze tauschen wollten. Zu anderen Zeit wird er uns finanziell und wirtschaftlich segnen, aber wir wissen, dass das vom Herrn ist. Der Herr wird danach schauen und seinen Kindern die Wünsche ihres Herzens erfüllen. Eines der Dinge, die mich am meisten erstaunen, ist, dass Gott nicht so geistlich ist wie die meisten von euch! Was will ich sagen? Er sorgt sich um kleine Dinge, die wir fast als etwas banal empfinden würden. Er sieht in die Herzen seiner Kinder und er wird ihnen geben, was ihre Herzenswünsche sind und es ist nicht notwendigerweise etwas, wovon wir denken, dass es sein Reich voranbringt.

Vielleicht hab ich das euch schon einmal erzählt, aber ich erinnere mich an eine Begebenheit vor Jahren als ich mit Charo ( Anmerkung des Übersetzers: Charo ist Paul Washers geliebte Ehefrau ) in Peru diente. Nun, in diesem Jahr belief sich unsere ganze Unterstützung vielleicht auf 4000 Dollar, das weiß ich nicht so, vielleicht 5000, nun, es war erbärmlich.

Und für ein paar Monate flogen wir zurück in die Vereinigten Staaten und Charo, sie hat wirklich nie um was gebeten, sagte: „Wenn wir zurück in die Staaten kommen, kann ich dann ein paar „Country Crafts“ bekommen für unsere Wohnung?“

Und ich sagte: „Was ist das?“ Und ich fand heraus, das sind so kleine ausgeschnittene gebastelte Schweinchen mit so Bändchen um den Hals und Hühner, die man die Wand hängen kann. „Country Crafts“ – wisst ihr? Geht nach Gatlinburg, dann wisst ihr, was ich meine! Wir besuchten meinen Onkel in der Nähe von Gatlinburg und wir marschierten in so einen „Country Crafts“-Store und wir schauten uns fünf Minuten um, und gingen dann wieder raus, denn diese „Country Crafts“ kosten mehr als ein echtes Schwein. Das war einfach irgendwie blöde und Charo sagte nichts, sie hat nicht gejammert, sie hat irgendwie kurz gelächelt und dann gingen wir wieder. Aber sie hat das Wochen zuvor erwähnt und es war etwas … nun ich verstehe nicht so wirklich die weiblichen Gedankengänge, aber ich weiß, dass sie ein paar von diesen „Country Crafts“ wirklich gern gehabt hätte um sie in ihre Küche zu hängen.

Nun, von da kam ich nach West Tennessee um zu predigen. Und wir übernachteten bei dem Pastor und seiner Frau. Und sie sagten: „Ihr werdet in einer Lagerkammer schlafen, aber wir haben daraus ein Schlafzimmer gemacht. Vergebt uns, wir haben gerade das ganze Gemeindehaus renoviert und da stehen lauter Kisten usw, rum und wir kamen da rein und die Frau des Pastors sagte: „Oh, Charo, da sind zwei Kisten“ – und es waren große Kisten – „mit Zeug drin, dass ich weggeben will, vielleicht an die Heilsarmee… aber wenn du die willst, kannst du die haben.“ Meine Frau saß da und sagte „Vielen Dank“. Und in dem Moment, wie die Dame die Tür schloss, sprang meine Frau wie eine wilde Katze auf diese Kisten. Und sie machte sie auf und beide Kisten waren voll mit „Country Crafts“ . Nun, ich weiß, dass ihr zu „geistlich“ wärt, um euch um so etwas zu sorgen. Ich hab in meinem Leben nicht so viel gejagt und gefischt, meistens spreche ich nur davon, und öfter hat der Herr mir da Gelegenheit gegeben und ich habe sie fälschlicherweise zurückgewiesen. Und ich find es verwundernswert … nun, wisst ihr, da sind Ärzte und ich habe großen Respekt vor Ärzten, die machen viel Geld, das sie dann auch noch ein wenig sparen und es dann fürs Jagen in Iowa ausgeben. Denn da kann man wirklich gut jagen. Vor einiger Zeit kam ich nach Iowa und durfte jagen, ohne etwas bezahlen zu müssen. Gott hat die Tür geöffnet und jemand hat mich das einfach machen lassen.

Wisst ihr…

Versteht ihr, was ich euch sage? Gott ist so vielseitig! Er liebt seine Kinder! Er gibt ihnen, wonach sie sich von Herzen sehnen! Genau dann, wann sie es brauchen. Und er wird solche Dinge zurückhalten, wenn sie sie nicht brauchen. Also das ist der Punkt an der Sklaverei! Sklaverei ist eine wunderbare Sache, wenn du der Sklave eines vollkommenen Meisters bist! Erkennt ihr, dass der Meister bestimmt, was ihr esst, was ihr anzieht, und euch beschützt und verteidigt, alles! Du hast nur über eines Kontrolle: Darüber, das zu tun, was der Meister sagt. Das vereinfacht wirklich das Leben. Oder? Die meisten Leute geben sich hin, all diese Dinge zu tun, für sich selbst zu sorgen, und sorgen sich nicht um den Willen ihres Meisters. Anstatt, dass sie sich darauf ausrichten, den Willen ihres Herrn zu tun und, dass der Meister Sorge trägt für ihre Nöte. Gott wird uns geben, wonach wir uns von Herzen sehen. Erfreut euch selbst im Herrn und er wird euch das geben, wonach euer Herz sich sehnt. Das ist wichtig, es geht nicht darum, sich am Jagen oder Fischen zu freuen oder an Kleidern, an einem Auto oder an irgendwas anderem. Er erfreut sich im Herrn. Wonach sehnt er sich? Nach dem Herrn! Eines seiner größten Segnungen ist, dass der Herr ihm den Herrn geben wird.

Ein sehr wohlhabender Mann kam einmal zu mir um mit mir zu reden, dass der Herr sehr an seinem Leben gearbeitet hat. Dass er einige ernste Veränderungen vornehmen wird. Und ich preise Gott dafür, er hat das dann wirklich getan.

Und, das war vor Jahren und er sagte: „Bruder Paul, weißt du, ich seh dich so und ich hab irgendwie den Eindruck, dass das nicht richtig ist und dass das nicht fair ist“. Und er redet weiter und weiter darüber, dass er so viel hatte und ich so wenig hatte. Und das ist heute nicht mehr der Fall, Gott sorgt sehr gut für mich! Das war vor langer Zeit und er sagte: „Weißt du, ich fühl mich so schlecht deswegen, das ist einfach nicht fair“.

Und ich sah ihn an. „Ja, das ist ist einfach nicht fair.“ Und er schaute mich etwas seltsam an, er erwartete nicht, dass ich mit ihm übereinstimme. Ich sagte: „Nun, ich denke, das ist wirklich nicht fair, Bruder, es tut mir sehr Leid für dich, ich fühle fast, als sollte ich mich entschuldigen, aber ich kann nicht gegen Gottes Souveränität ankämpfen, nun, so hat er es eben gemacht.“

Und er sagt: „Was erzählst du da?“
„Nun, es tut mir irgendwie sehr Leid, dass deine Lebensgeschichte so verlaufen ist“

Er sagte: „Nein, ich meinte es anders herum!“

Ich sagte: „Nein, du hast es falsch rum. Alles, was du hast, ist Geld. Jedes mal, wenn ich meine Knie im Gebet beuge, vernehme ich die Gegenwart Gottes. Fast jedes mal, wenn ich dieses Buch aufschlage, lehrt er mich etwas. Ich habe ihn Menschen retten gesehen, ich habe ihn Menschen heilen gesehen, ich habe ihn Wunder tun gesehen, die nicht erklärt werden können! Es tut mir so leid für dich, dass dein Lebensweg dich zum Geld geführt hat.“

Seht ihr? Er gibt uns, wonach unser Herz verlangt! Überseht nicht, was er GETAN hat. Ist euch klar? Schaut allein mich an: Ich habe eine Frau und ich habe drei Kinder, das Haus steht fest. Ohne Christus wäre ich entweder ein Alkoholiker oder tot. Wahrscheinlich drei mal verheiratet, hätte Kinder, die ihren Vater hassen würden, weil er ein egozentrischer Drecksack wäre. Du kannst Gottes Segen dir da nicht ausmalen. Du hast keine Vorstellung davon, was du ohne ihn wärst! Er gibt uns, das wonach sich unser Herz sehnt. Und wisst ihr, der demütige Mann weiß das. Er folgt ihm nicht krankhaft nach, wie die Jünger, als Jesus nach Jerusalem geht – „Lasst uns mit ihm nach Jerusalem gehen und mit ihm sterben – ohne irgend einen Sinn dahinter“ – Das ist doch nicht die Weise, wie ein demütiger Mann Gott folgt. Er folgt ihm fröhlich und voll Hoffnung! Voll Hoffnung dem gegenüber, was Gott TUN WIRD. Durch ihn und in seinem Leben.

Er wird dir das geben, wonach dein Herz sich sehnt. Vertraue deinen Weg dem Herrn an. Was ist ein demütiger Mann? Nun, das ist er, gerade hier! Er vertraut seinen Weg dem Herrn an. Ein demütiger Mann versucht nicht, seine eigenen Wege zu suchen. Er gräbt sich nicht durchs Land um seinen eigenen Kanal zu bauen. Er arbeitet nicht so, um eine Leiter zu ersteigen oder zu manipulieren oder irgendwas, sondern er vertraut dem Herrn seine Wege an! Herr, du tust mit mir, was du willst. Ich werde dir folgen. Ich vertraue meinen Weg dir an. Aber der demütige Mann weiß auch: Vertraue auf ihn und er wird es tun! Er wird deine Gerechtigkeit leuchten lassen wie das Licht! Das ist kein krankhaftes, „ich werde alles verlieren, nur um Gott zu folgen“, er weiß, dass Gott ihn verteidigen wird. Gott wird seine Gerechtigkeit hervorbringen, Gott wird seine Hilfe sein. Ein demütiger Mann ist zuletzt jemand, der Gott vertraut. Der seine Wege Gott anvertraut.

Sprüche 3, 5:

Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand;

Der demütige Mann ist der, der das tut.

Woran erkenne ich, dass ich gerettet bin?

Ich finde dieses Thema bis heute schwierig – und gerade deshalb habe ich dazu auch viele Videos übersetzt und hochgeladen. Ich möchte nämlich, dass man versteht und nicht, dass man falsche Schlussfolgerungen zieht und diesen glaubt. Das große Problem dabei ist, dass ich wirklich betonen möchte, dass niemand dadurch Frieden mit Gott findet, dass er dem Ideal eines echten Christen entspricht. Der Frieden mit Gott kann nur auf dem basieren, was Jesus Christus am Kreuz getan hat! Nicht auf irgend etwas anderem.

Da wir nun durch den Glauben GERECHTFERTIGT SIND, SO HABEN WIR FRIEDEN MIT GOTT durch unsren Herrn Jesus Christus, durch welchen wir auch im Glauben Zutritt erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. ( Römer 5, 1-2 )

Damit sind und wären Bücher zu füllen, und ich selbst habe sehr oft den Eindruck, nur sehr wenig von der Gnade und Güte Gottes zu verstehen. Aber dass wir Frieden mit Gott haben, dass wir bei Gott in Gnade stehen, dass wir geliebt sind, das hat nicht damit etwas zu tun, dass wir besonders gut, fromm oder christlich wären. Sondern es hat etwas damit zu tun, dass es einen lebendigen Gott gibt, der Sünder rettet. Der Sünder vor dem ewigen Tod, vor dem ewigen Verderben rettet, das sie sich eigentlich selbst zuzuschreiben und verdient hätten. Ich kann an dieser Stelle nicht genug darauf eingehen, weswegen ich  auf diesen Link hier verweise:
https://lannopez.wordpress.com/2010/02/22/der-gott-der-rechtfertigt/

Jedenfalls bringt Paul Washer da die Botschaft des Evangeliums auf den Punkt:

Gott hat dich VOR SICH SELBST gerettet,

Gott hat dich FÜR SICH SELBST gerettet und

Gott hat dich DURCH SICH SELBST gerettet.

Und weil Gott all das getan hat, und weil er den Christen durch sein Wort mehr und mehr prägt, wird das auch praktische Auswirkungen haben. Nochmals: Diese sind nicht der Weg auf dem wir gerettet werden. Der Weg ist Gottes Sohn und die Botschaft vom Kreuz, aber die Folgen der Errettung sind u.a. die, dass Gott die Seinen, die ihr gerettet hat für sich absondert. ( Titus 2, 11-15 ). Ich würde auf all das gern genauer eingehen, aber in diesem Zusammenhang ist leider kein Platz. Vielleicht wieder „nur“ ein Link auf ein Video dazu:

https://unwisesheep.org/wp-content/uploads/2010/05/pw_bist_du_ein_echter_juenger.pdf

( auch das darf nicht abseits des Kreuzes verstanden werden )

Es WIRD sich etwas tun im Leben von jemand, der Gott wirklich glaubt. Der Glaube manifestiert sich in „Frucht“, in tatsächlichen „Werken“, in einem veränderten Leben, das mehr und mehr von einer Liebe zum lebendigen Gott gekennzeichnet ist, wegen all der Liebe, die Gott dem Gläubigen gegenüber erwiesen hat.

Und in diesem Kontext möchte ich das Video verstanden wissen.

Er schaut diese Leute an, solche wie ihr seid und sagt: Hört mir zu, das erste, was ihr wissen sollt, ist: Gott hat euch gesagt, wer er ist und wie er ist und ihr wisst das. Und Gott hat euch seinen Willen gesagt. Ihr kennt die zehn Gebote, ihr wisst andere Dinge über ihn. Ihr wisst, dass er Sünde hasst, ihr wisst, was ihr tun sollt und was ihr nicht tun sollt, er hat es euch in der Schrift gesagt. Jetzt. Hier kommt der erste Test.

Wenn wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben – was bedeutet das? Wenn wir sagen, dass wir Christen sind. Und macht da keinen Fehler. Wenn wir sagen, dass wir Christen sind – und doch in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit;

– Was bedeutet es, im Licht zu wandeln? Das bedeutet folgendes: Wenn wir sagen, dass wir Christen sind, Kinder Gottes, die in den Himmel gehen und doch in Dunkelheit wandeln, das bedeutet, dass wir auf eine Art leben, einen Lebensstil haben, dass wenn jemand unser Leben ansieht, das dem widerspricht, was Gott uns über sich selbst gesagt hat und es dem widerspricht, was Gott uns bezüglich seines Willens gezeigt hat, dann sind wir Lügner, wenn wir sagen, wir seien Christen. Das Wort „wandeln“ ist hier sehr wichtig, „wenn wir in der Finsternis wandeln und nicht im Licht wandeln“ das griechische Verb bedeutet wandeln, mit dem Zusatz hier „herumlaufen, umher wandeln“

Und was er sagt, bedeutet folgendes: Wenn du sagst, du bist ein Christ und der Weg, auf dem du durch dein Leben gehst, deine Lebensweise, dein Lebensstil, alles was du tust, die Art wie du tatsächlich lebst, dem widerspricht, was Gott uns über sich selbst sagt und dem widerspricht, was Gott uns gesagt hat, was er verlangt, dann bist du ein Lügner! Einfacher kann man es kaum ausdrücken. Ich mag euch was zeigen. Wenn ihr mich mit einer Schnappschus-Kamera beobachten würdet und nur ein einziges Bild machen würdet und ihr darauf warten würdet, dann würde es nicht lang dauern, dann würdet ihr mich wütend, stolz oder bei was auch immer sehen, und sobald ich es täte, würdet ihr auf den Auslöser drücken, dann würdet ihr das Bild nehmen, an die Wand werfen und sagen: Seht ihr: Ich hab euch gesagt, dass der Kerl verloren ist. Schaut, hier ist ein Bild, wie er ganz klar sündigt. Aber ist das eine genaue Beschreibung meines Lebens? Nein! Überhaupt nicht! Ihr habt einen Moment festgehalten, das ist nicht aussagekräftig. Aber wenn ihr mir für mehrere Monate mit einer Video-Kamera hinter hergelaufen wäret, ohne, dass ich das merke, ihr schleicht mir hinterher und ihr hättet meinen Lebensstil gefilmt, wo niemand anders zugesehen und zugeschaut hat, ihr habt mich in der Schule, zuhause, dort und überall gefilmt. Und dann es hier hergebracht hättet, dann hättet ihr einen starken Eindruck von mir. Denn jetzt habt ihr meinen Lebensstil eingefangen, so wie ich lebe. Und lasst mich euch etwas sagen. Ihr müsst über euch nachdenken und dabei aufpassen.

Ihr müsst ehrlich sein. Lebt ihr ein Leben, einen Lebensstil, der dem entspricht, was Gott uns über sich selbst gesagt hat. Und passt das zu dem, was er uns gesagt hat über seine Gebote und seinem Willen? Oder lebt ihr auf eine Art, die ständig dem widerspricht, wer Gott ist und was er gesagt hat, dass er es verlangt? Ihr müsst diese Frage beantworten und dürft nicht herumspielen, denn hier geht es um Leben und Tod. Lebt ihr so?

Leute sagen dann: Du weißt nicht, wie es in meinem Herz aussieht. Ich muss nicht wissen, was in deinem Herzen ist. Jesus sagt:Das was ihm Herzen ist, tritt über den Mund zu Tage. Ich muss nicht wissen, was in deinem Herzen ist. Jesus sagt: An den Früchten wird man euch erkennen! Nicht daran, was du möglicherweise im Herzen hast. Du sagst: Man kann ein Buch nicht an seinem Cover beurteilen. Jesus hat das nicht gesagt. Jesus sagte gerade das Gegenteil. Er sagte: Du kannst ein Buch nach seinem Cover beurteilen. Richte mich nicht – Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet. – Nun, verdreht nicht die Schrift, damit ihr es nicht dem Teufel gleich tut. Denn das ist nicht, was Jesus meinte. Denn in der selben Predigt, in der er sagt: Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet, sagt er: Ihr werdet sie an ihren Früchten erkennen. Würde man dich vor Gericht überführen können, ein Christ zu sein? Würden das Leute aus deiner Schule, deine Eltern, deine Kinder von dir sagen?

Lebst du auf eine Weise, die dem entspricht, was Gott über sich selbst gesagt hat? Oder lebst du auf eine Weise, dass allem widerspricht, was Gott uns über sich selbst gesagt hat? Lebst du auf eine Art, die dem entspricht, was Gott über seinen Willen geoffenbart hat? Oder wandelst du auf Wegen, die Gott ständig widersprechen? Und ich rede hier nicht über Sonntagsschule und Kirche, ich rede davon, wenn du nicht hier drin bist. Im Süden, selbst im Südwesten haben wir etwas, was ich Baba-Christentum nenne.

Baba ist gerettet, weil Baba sagt Gnade und Baba ist am Sonntag morgen in der Kirche. Er mag zwar betrunken sein, wenn er dort hinkommt, aber Baba geht. Baba geht in eure Jugendgruppe. Baba geht überall hin, aber Baba ist verloren und geht zur Hölle. Weil man das für ein Spiel hält. Ich kenne Kinder, die gehen in die Jugendgruppe und sie tun das, weil die Eltern ihnen das sagen und in dem Moment, wo sie wieder gehen und zu Hause sind, heißt es „Bye bye Gott! . Ihr müsst euch selbst fragen: Wenn euch niemand zusieht: Benehmt ihr euch wie ein Christ? Lebt ihr in einer Weise, die mit dem übereinstimmt, was Gott darüber sagt, dass er ist wer er ist. Gott sagt, er ist heilig, er ist gerecht, er ist liebend. Oder lebt ihr in einer Weise, die dem widerspricht, was er gesagt hat über sich selbst und seinen Willen.

Lasst uns zum nächsten gehen. Der erste Test ist: Der Christ wird im Licht wandeln, d.h. in einer Weise, die dem entspricht, was Gott über sich selbst und seinen Willen offenbart hat. Der zweite Test ist dieser: Der wahre Christ wird über seine Sünde zerbrochen sein und wird dazu geführt, Gott seine Sünde zu bekennen. Es heißt in 1. Johannes Kapitel 1 Vers 8

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns; wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

Was bedeutet das? Nun, sicher mehr als das zum Beweistext für die Beichte zu nehmen. Bekennen kommt von einem griechischen Wort, das bedeutet “ das selbe zu sprechen“ Nun, was er sagt, ist dies: Der wahre Christ. Jemand, der wirklich bekehrt ist, der wirklich Kind Gottes ist und wirklich in den Himmel geht. Wenn so jemand sündigt. Wenn so jemand sündigt, dann wird ihn diese Sünde schmerzen und wird zur Buße und zum Bekennen dieser Sünde ( vor allem Gott gegenüber , Anmerkung des Übersetzers ) gebracht werden. Seht ihr, der Nachweis, dass du wirklich Christ bist, ist nicht, dass du sündlos bist, sondern, dass du, wenn du sündigst, wenn du Gottes Gebot brichst, es dich bricht. Wenn du Verbrechen gegen Gott begehst, wenn du ihm nicht gehorchst, dann wird dir das durchs Herz gehen. Und obwohl du damit ein wenig ringen magst, wirst du letztlich auf die Knie gebracht, deine Sünde vor Gott zu bekennen. Das christliche Leben ist gekennzeichnet von einer Zerbrochenheit über Sünde und einer Sensibilität gegenüber Sünde und vom darauffolgenden Bekennen.

Deswegen sagt Jesus: Selig sind die Trauernden; denn sie sollen getröstet werden!

Gott sagt: Den Zerbrochenen, der bei meinem Wort zittert, den werde ich nicht verachten. Die gottseligen, die wirklich bekehrt sind. Wenn Gott ihnen ihre Sünde zeigt, so sind sie darüber zerknirscht und zerbrochen und wollen sie bekennen. Die anderen sitzen da, als ob nichts in ihnen wäre, was gerichtet werden sollte. Einer der größten Beweise, dass du wirklich Christ bist, ist nicht, dass du sündlos bist, sondern, dass wenn du sündigst, es dich zerbricht.

Nachdem ich gerettet war: Da wollte ich wissen: Was ist der Wille Gottes? Was sind die Gebote Gottes? Und ich verlange danach und stecke viel Energie hinein, was man sehen kann, dass ich diesen Geboten gehorche. Und wenn ich jene Gebote brach, brach es mir mein Herz, ich bekannte es und ich fing noch einmal neu an. Und das sagt er hier.

Und daran erkennen wir, daß wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten. Wenn unser Lebensstil einer Person zeigt, wenn sie unser Leben sieht, dass sie sehen können, dass wir eine neue Beziehung zum Wort Gottes haben. Wenn deine Mitschüler und Mitstudenten dein leben betrachten, sehen sie dann deine neue Beziehung zum Wort Gottes? Könnte ich deine Klasse oder Kollegen hier hereinbringen und könnten sie bezeugen, selbst die Ungläubigen: Ja, diese Person ist irgendwie so ein bisschen fanatisch verrückt, weil es immer um die Bibel geht!

Vor langer Zeit hab ich mal wo auf der Straße gepredigt, da wurde ich einmal fast zusammengeschlagen. Es brauchte drei Typen um diesen Typen von mir zu reißen. Ich war predigen und er kam da so ziemlich und völlig betrunken heran und sagte: Prediger, ich bin ein christliches Mitglied der ersten baptistischen So und So und irgendwas. Und ich sagte: Sir, sie sind ein Lügner! Und sie gehen zur Hölle! Warum? Kann ein Christ einmal in Betrunkenheit fallen? Ja! Aber wenn, würde er da mit stolz geschwellter Brust vor mir herumtanzen und sagen: Ich bin ein Mitglied der ersten bapistischen… – Absolut nicht! Ich hätte sehr lieb sein können und er hätte mich sehr gemocht. Und er hätte nicht versucht, mein Gesicht in den Beton zu drücken. Aber wenn ich ihn wirklich liebe, dann ist das einzige, was ich tun kann, ihm die Wahrheit zu sagen. Aber ich sag euch das: ich war weniger von Liebe als von Furcht motiviert, denn auch dieser Mann muss vor dem Gerichtsstuhl Christi stehen.

Die Wirklichkeit Gottes

[…]Oft höre ich Prediger sagen: Ihr müsst Jesus zum Herrn eures Lebens machen. Ich bin hier heute da um euch zu sagen: Das müsst ihr nicht tun[…]

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Er ist ein Gott, der alles seinem Willen entsprechend tut im Himmel, auf der Erde und unter der Erde. Er ist der HERR. Da wird es niemals eine Wachablösung für ihn geben. Da wird niemals eine neue Regierung im Himmel kommen und seinen Platz einnehmen. Er wird niemals aus seinem Amt gewählt werden . Er ist das Alpha und das Omega. Der HERR aller Dinge. Denkt da einen Moment darüber nach.

Selbst über die, die keinen Gott über sich anerkennen, ist er der HERR. Er ist der HERR über sie und ihr Besitzer. Weil er ihr Schöpfer ist. Er hat alle Dinge geschaffen und alle Dinge sind sein . Und wenn du heute Abend hier bist und Gott hasst und du es ablehnst, seinem Willen zu gehorchen, dann wisse das: Er ist immer noch dein HERR. Oft höre ich Prediger sagen: Ihr müsst Jesus zum Herrn eures Lebens machen. Und ich bin hier heute da um euch zu sagen: Das müsst ihr nicht tun. Denn er ist bereits der HERR deines Lebens. Gott hat diesen Jesus, den Menschen gekreuzigt haben zu beidem gemacht: HERRN und CHRISTUS. Ihr müsst ihn nicht zum HERRN machen. Ihr müsst euch einfach entscheiden, wie ihr auf seine Herrschaft antworten werdet. Was werdet ihr bezüglich dieser Wahrheit tun? Wie werdet ihr Leben im Licht der Tatsache, dass Jesus Christus der HERR ist? Kämpft gegen ihn, wenn ihr wollt. Aber ihr werdet nichts dran ändern. Wenn all die Völker zusammenkommen würden als eine mächtige Armee und sie den Thron Gottes angreifen wollten, dann würden sie so viel Erfolg haben wie ein winziges Insekt, dass seinen Kopf gegen einen Berg aus Granit schlägt. Er ist HERR.

Aber über euch, sein Volk ist er nicht nur HERR, weil er euer Schöpfer ist, sondern weil er euch frei gekauft hat. Selbst wenn Gott seinen Sohn nie gesandt hätte, so hättet ihr immer noch die Verpflichtung, ihn an zu beten, weil er würdig ist. Aber nun hat Gott seinen Sohn gesandt um für euch zu sterben. Und manche von euch sind durch sein Blut frei gekauft. Dieser HERR, der auf dem Thron sitzt, wurde ein Mensch und starb auf Golgatha um euch zu erlösen, frei zu kaufen. Wie viel größer sollte seine Herrschaft über die sein, die ihr euch Christen nennt? Er sollte euer absoluter HERR sein. Nicht eine Beziehung des Schreckens, keine Gesetzlichkeit, Aber die Tatsache, dass dieser HERR an einem Kreuz für euch starb, diese Tatsache sollte euch kontrollieren.

Wie viele male sagte der Apostel Paulus, dass er ein Gefangener Christi sei, ein Sklave Jesu Christi? Hat er damit die einfach nur Fesseln gemeint, die die Römer an seine Arme und Füße schlossen?

Nein, er war gefangen von der Liebe dem gegenüber, der auf dem Thron sitzt. Wegen dem, was der HERR für ihn getan hatte, sagte er: Ich muss, die Liebe des HERRN treibt mich, mein Leben für ihn zu geben.

Ich erinnere mich an einen jungen Mann vor vielen Jahren. Der studierte um eines Tages ein Anwalt zu werden. Er war die egozentrischten Person, die ihr je getroffen habt. Aber eines Tages gab ihm jemand das Evangelium weiter. Und das ergriff ihn. Das bekam die Kontrolle über ihn. Und am nächsten Tag war er auf der Straße und predigte. Als ob nie jemand die Botschaft zuvor gehört hatte. Hey, hört mir alle zu: Jesus ist gestorben!!! Seine Freunde packten sich ihn, sie dachten, er habe den Verstand verloren. Und sie nahmen ihn zur Seite. Und sie haben sich mit ihm hingesetzt. Sie sagten: Was machst du da? Du verlierst deinen Verstand. Alle denken, du bist verrückt. Du bist inmitten der Unversität und schreist: Jesus starb für unsere Sünden! Glaubt! Er rettet! Und ich vergesse niemals die Antwort, die dieser junge Mann gab: Aber er starb für mich! Und die anderen Freunde sagten: Nun, Jeder weiß das doch! Und er sagte: Nein, ihr versteht nicht: Er starb für mich! Ihr sprecht die gleichen Worte, aber ihr hört mich nicht. Jesus starb für mich! Der Herr der Herrlichkeit starb für diesen Sünder. Was kann ich den sonst tun? Ich muss ihm folgen! Ich muss predigen.

Seht ihr, das ist die Liebe dieses HERRN, die euch treiben sollte, heilig zu sein. Viele Leute leben ihr christliches Leben auf diese Weise: Was muss ich tun? Was sind die Regeln, denen ich folgen muss? Und dann: Womit komme ich noch davon? Wo sind die Hintertürchen? Das ist pathetisch. Das ist nicht Christentum. Im Christentum geht es nicht darum, die Regeln zu halten. Es ist sein Leben zu leben für den einen, der für dich starb. Wenn er dir sagt, in ein fremdes Land zu gehen und als Märtyrer zu sterben, dann solltest du es tun. Wenn er dir sagt, alles zu verkaufen und den Armen zu geben, dann solltest du das tun. Wenn er dir sagt, einen Kopfstand auf der Straße zu machen und zu singen: “amazing grace, how sweet the sound” , dann solltest du das tun, bis dich ein Bus überfährt. Er ist HERR. Aber wir folgen ihm doch nicht zuerst wegen seiner Kraft. Wir folgen ihm wegen dem, was er getan hat. Und wir folgen ihm wegen dem, wer er ist.

Wie könnt ihr dem Gericht entkommen?

Die ganze Predigt in voller Länge ( damit man auch mehr Kontext hat )

[…]
Und es heißt: Der Tod und der Hades wurden in den See aus Feuer geworfen. Das ist der zweite Tod, der See aus Feuer.

Für den Christen sind das wunderbare Neuigkeiten. Das Lamm hat überwunden, der Tod ist fort getan. Aber für den Sünder ist das schrecklich, denn wer Gott durch Tod und Hölle betrachtet, für den ist das nur Vorspiel dessen, was Gott ihnen tun wird.

Alfred, ein Griechisch-Gelehrter, der schreibt: „Der zweite Tod. So wie es ein zweites, höheres Leben gibt, so gibt es auch einen zweiten, tieferen Tod. Wie im ewigen Leben kein Tod mehr ist, so ist im ewigen Tod kein Leben mehr.

Ich möchte noch eines sagen, bevor ich das letzte Wort von Seiss lese und es ist folgendes: „Markiert euch die Stelle, wo steht, WER in die Hölle wirft. Ich hab so viele Prediger sagen gehört: „Gott wirft niemanden in die Hölle“ – Mein lieber Freund. Er tut es. Jesus sagt uns, dass Gott das tut. Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet, auch Macht hat, in die Hölle zu werfen!

Du sagst: „Nun, ich mag diese Art von Christentum nicht“ –

Nun, tut mir leid – es ist das einzige Christentum, das du hast.

Ich werde damit enden:

„Hört mir zu, ihr ungläubigen Menschen, ihr unehrlichen Menschen, ihr gottlosen Menschen, ihr lüsternen und unzüchtigen Männer und Frauen, ihr Sklaven der Lust und der Begierde, ihr Spötter der Wahrheit Gottes, wie könnt ihr der Verdammnis der Hölle entkommen?

Ja, ihr Geschäftsleute! Ja ihr, deren Seelen danach gieren, dem Erfolg nachzujagen, ja ihr reichen Leute ohne Schätze bei Gott, ja ihr Passagiere der Reise des Lebens ohne Gebet, ohne Kirche und ohne Sorge für eure unsterbliche Seele, hört!

Die Hölle hat sich vergrößert und ihr Maul maßlos aufgerissen und euer Prunkt und Protz, eure Pracht und euer Jubel soll dorthin mit hinabsteigen.

Hört zu, ihr Halb-Christen, die ihr so viele Jahre vertrödelt habt an der Grenze zum Himmelreich, die ihr in die Tore gegafft habt, aber nie wirklich in die Tore eingegangen seid, es immer vorhattet, aber nie getan habt, es oft wünschtet, aber es immer aufgeschoben habt, die ihr gehofft habt, aber mit falscher Hoffnung, ich rufe euch! Wie wollt ihr entkommen, wenn ihr solch große Erlösung verworfen habt?

Und dann ihr, die ihr euch Christen nennt, aber eure Gelöbnisse vergessen habt. Ihr seid wie Lot’s Frau. Ihr kamt von einem Ort der Sünde und des Todes, ihr seid dem halb entkommen und, bliebet stehen und habt zurück geschaut. Ihr seid getaufte Judasse. Ihr habt durch begehrende und heuchlerische Worte aus der Gnade Gottes ein Geschäft gemacht. Seht ihr nicht das Gericht, das langsam auf euch zukommt und die Verdammnis, die nicht schläft? Wenn da irgend jemand unachtsam und teilnahmslos diesen wichtigen Dingen gegenübersteht, der inmitten der heranklatschenden Wellen des herannahenden Gerichtes schläft, dann ist diese Botschaft für ihn!

Was denkst du, der du schläfst? Wach auf! Schrei zu deinem Gott, damit Gott an dich denke und du nicht zugrunde gehst. Wenn jemand nicht im Buch des Lebens gefunden ward, dann ging er verloren.

Niemand liebte den Sünder jemals mehr als Jesus es tat

Schaut, was Jesus sagt: Jeder Baum, der keine gute Frucht trägt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Was ist der Nachweis dessen, dass du wirklich bekehrt bist? Was bringt dich dazu, zu denken, dass du wirklich Christ bist? Ist es die Tatsache, dass du in die Kirche gehst? Deine Taufe? Ist es die Tatsache, dass du mit den Großen Glaubensbekenntnissen übereinstimmst? Das ist nicht, was Jesus sagt. Er sagt: Ihr werdet sie an ihrer Frucht erkennen. Daran, wie sie leben. Und seht, was hier steht: Jeder Baum, der keine gute Frucht trägt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Wieder er lehrt NICHT, dass Erlösung aufgrund guter Werke geschieht. Erlösung ist aus Glauben allein. Aber der Nachweis des Glaubens ist gute Frucht. Der Nachweis dessen, dass du ein Kind Gottes GEWORDEN BIST, ist der, dass du anfängst auf andere Weise zu leben und dass du in Heiligung wächst und in Christus-Ähnlichkeit.

Nun, dieses Wachstum mag manchmal 3 Schritte vorangehen und 2 zurück und es wird ein Kampf sein und manchmal wird es langsam vonstatten gehen, aber es wird Wachstum geben. Gibt es in deinem Leben Frucht? Denn wenn nicht, so sagt die Schrift, wirst du im Gericht Gottes abgehauen werden und ins Feuer geworfen werden. Ich spreche in vielen akademischen Instituten. Und sie können dort nicht glauben, dass ich an Hölle glaube. Sie sind darüber erstaunt, dass wortwörtlich noch jemand auf diesem Planeten herumläuft, der an die Hölle glaubt.

Da gibt es auch die liberalen Theologen. Und ich denke da gerade an zwei speziell in meinem eigenen Land. Sie sagen, dass sie niemals über Sünde sprechen werden, weil sie nicht den Selbstwert der Menschen verletzen wollen. Und dann sagen sie auch, dass sie nicht über die Hölle predigen wollen. Und wenn man sie fragt, warum das so ist, wisst ihr, was sie dann antworten? Wir wollen einfach nur die Lehren Jesu predigen. Jesus war ein liebender Retter und wir wollen nur von seiner Liebe sprechen. Das beweist nur eine von zwei Möglichkeiten. Entweder sind diese Männer Verführer oder sie kennen die Lehren Jesu nicht. Niemand liebte jemals die Sünder mehr als Jesus. Keiner. Und doch lehrte Jesus mehr über Hölle als alle anderen zusammengenommen in der Bibel. Versteht das: Wenn ihr das alte Testament lest, da findet ihr nicht sehr viel über Hölle. Wenn ihr die Apostelgeschichte und die neutestamentlichen Briefe lest, da findet ihr nicht viel über Hölle. Fast alles, was wir über Hölle wissen, kommt aus den Lehren Jesu Christi.

Du magst nicht an die Wirklichkeit der Hölle glauben, aber Jesus Christus tat es gewiss. Aus diesem Grund starb er für Menschen. Und aus diesem Grund befiehlt Gott allen Menschen überall, Buße zu tun und zu glauben. Sagen uns nicht die Propheten, dass Gott keine Freude am Tod des Sünders hat? Warum willst du verloren sterben? Warum nicht umkehren, auf IHN schauen und gerettet werden?